Leistungsstarker Radverkehr braucht mehr Bundesmittel – Investition in Radschnellwege guter Anfang

Für mehr Radverkehr braucht es auch eine gute und sichere Infrastruktur! Für den Ausbau neuer Radschnellwege stellt der Bund im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) ab diesem Jahr 25 Millionen Euro zusätzlich als Co-Finanzierung bereit. Diese Summe ist bis 2030 jährlich vorgesehen. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt diese Entscheidung.

Der VCD ruft alle Akteure auf, schnell die Förderbedingungen klar zu machen. Schließlich müssen später die Länder, die Mittel für den Radwegebau vom Bund abfordern und an die Kommunen weiterleiten.

Wasilis von Rauch, VCD-Bundesvorsitzender: „25 Millionen Euro zusätzlich, das wird für den Anfang reichen. Allerdings wird diese Summe nicht genügen, wenn überall dort Radschnellwege gebaut werden sollen, wo sie sinnvoll sind. Denn die Länder haben jetzt schon beim Bund 80 Projekte mit insgesamt 1.400 Kilometer Länge angemeldet. Gerade auf Pendlerstrecken bis zehn Kilometer liegen riesige Potentiale für die Verlagerung auf das Fahrrad. Darüber hinaus muss man sich vor Augen führen, dass 25 Millionen Euro gerade mal einen halben Prozentpunkt von dem Gesamtbudget des BMVI ausmachen.“

Aus Sicht des VCD sind Länder und Kommunen aufgerufen nun rasch mit der Planung von Radschnellwegen zu beginnen und auch entsprechendes Personal zu beschaffen. Der Bund wiederum sollte seine Mittel für den Radwegeausbau sukzessive erhöhen. 

Insbesondere Brücken und Unterführungen, die den Rad- und Autoverkehr beschleunigen, machen den Bau der Radschnellwege teuer. Auf diese Investitionen sollte jedoch nicht verzichtet werden, denn wenn der Radverkehr unter Brücken geführt wird, warten an der Straßenkreuzung oberhalb die Autos kürzer und die Ampelphase für den Radverkehr entfällt. Damit könnte der Anteil an Wegen zur Arbeit mit dem Rat deutlich erhöht werden (heute bei nur acht Prozent). Das Radfahren wird entspannter, attraktiver und Klima sowie Luft profitieren.

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