Mehr Fahrgäste im ICE – weniger Transparenz im Buchungssystem der Deutschen Bahn AG

VCD mit Lob und Kritik zum Halbjahr und vor dem kleinen Fahrplanwechsel im Personenfernverkehr

Ja, die Deutsche Bahn AG (DB) kann auf einige erfolgreiche Monate in ihrem Fernverkehrsgeschäft zurückblicken. Ein positives Signal für mehr Verkehr auf der Schiene. Dank günstiger Sparpreise profitierten derzeit auch die Fahrgäste die ihre Reise frühzeitig planen. Doch es gibt auch Kritikpunkte.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 wurde der „differenzierte Flexpreis“ neu eingeführt. Er soll helfen die zusätzlichen Fahrgäste gleichmäßiger auf die einzelnen Verbindungen zu verteilen. Philipp Kosok, verkehrspolitische Referent des VCD: „Wenn ein Fahrgast in seiner Abfahrtszeit flexibel ist und mit einem kleinen Rabatt dafür belohnt wird, dass er sich für einen weniger vollen Zug entscheidet, kommt das allen Fahrgästen zu Gute. Nach fünf Monaten differenziertem Flexpreis müssen wir aber feststellen, dass dieser für den Fahrgast völlig undurchsichtig ist. Für welche Verbindung muss ich mehr bezahlen, wann sind preiswerte Reisetage? Ein echtes System ist nur schwer zu erkennen.“

Bereits der VCD Bahntest 2015/2016 (Ergebnisse unter https://www.vcd.org/themen/bahn/vcd-bahntest/vcd-bahntest-20152016/) zeigte: Nicht nur die Höhe der Fahrpreise, auch die Transparenz des Preissystem, ist den Fahrgästen wichtig. Mit mehr Klarheit im Buchungssystem würde es die DB ihren neuen Kunden leichter machen Stammkunden zu werden. Wer oft mit der Bahn reist, muss die Ticketpreise schnell und zuverlässig erfassen können.

Der VCD begrüßt darüber hinaus die Ankündigung der DB mit dem „Sommerticket“ und speziellen Sparpreisen zukünftig verstärkt Jugendliche und junge Erwachsene in den Fokus zu nehmen.

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