Wittenberg

Untersuchungsgebiet: Mittelstadt Lutherstadt Wittenberg - Die Ergebnisse

Am 05. Juni 2015 waren die Checker vom VCD in Wittenberg unterwegs. Insgesamt wurden 18 Haltestellen und 6 Fahrzeuge, zwei verkehrsunternehmenseigene Beratungs- und Verkaufsstellen, eine Smartphone-App und zwei Internetseiten untersucht.

Quelle: VCD/Gregor Kolbe

Raum- und Verkehrsdaten zum Untersuchungsgebiet

Einwohner

46.729 [Stand 2013]

Fläche

240 km²

Modal Split

keine aktuellen Modal Split Daten verfügar

Verkehrsverbund

keinem Verkehrsverbund zugehörig

ÖV-Unternehmen und Mobilitäts-dienstleister

Vetter GmbH, DB Regio (Regionalverkehr), teilAUTO,  DB Flinkster

Nahverkehr in Zahlen

100 Bushaltestellen, 6 Regionalbahnhaltestellen, 2 unternehmenseigene Verkaufs- und Beratungsstellen

Ergebnisse im Überblick

Stärken: 

  • Bis auf das Angebot an Basisinformationen konnten die Beratungs- und Verkaufsstellen überzeugen.
  • Die Fahrzeuge waren für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste gut nutzbar.
  • Die Smartphone-App sowie die Fahrzeuge konnten bei der Bedienungsfreundlichkeit überzeugen.  

 

Schwächen und konkrete Handlungsempfehlungen:

 

Fahrzeuge:

mangelhaftes Informationsangebot während der Fahrt;

Was ist zu tun:

  • Ausbau des Informationsangebotes in den Fahrzeugen, u.a. Liniennetzplan, Tarifinformation, nächste Haltestelle, Umstiegsmöglichkeiten (akustisch/visuell);

 

Haltestellen: 

häufig fehlten Liniennetz-, Umgebungspläne und die Tarifinformation; nur elf von 18 Haltestellen verfügten über ein überdachtes Wartehäuschen mit Seitenbegrenzung und Sitzgelegenheiten; nur an vier von 18 Haltestellen war eine besondere Gestaltung für sehbeeinträchtigte Personen wie  Blindenleitstreifen, Bodenindikatoren etc. vorhanden; bei zehn von 18 Haltestellen war die Lesbarkeit der Reiseinformationen eingeschränkt (v.a. sehr kleine Schrift);

Was ist zu tun:

  • Ausbau des Informationsangebotes an allen Haltestellen, insb. Liniennetz-, Umgebungsplan, Tarifinformation;
  • flächendeckend Haltestellen mit Wetterschutz und Sitzgelegenheiten ausstatten; 
  • Ausbau des Angebots an barrierefreien Haltestellen, v.a. für sehbeeinträchtigte Fahrgäste, Verbesserung der Lesbarkeit der Aushanginformationen;

 

Basisinformationen:

neben bereits beschriebenen Defiziten bei Fahrzeugen und Haltestellen fehlten insb. bei der Smartphone-App und den Beratungs- und Verkaufsstellen Basisinformationen; bei der App fehlten u.a. allg. Tarifinformationen, konkrete Fahrpreise in der Verbindungsauskunft, Liniennetzpläne, Informationen zu Beratungs- und Verkaufsstellen; in den Beratungs- und Verkaufsstellen waren keine Fahrpläne, Liniennetzpläne und Tarifinformationen verfügbar;

Was ist zu tun:

  • Ausbau des Informationsangebotes in der Smartphone-App;
  • kostenlose gedruckte Informationen müssen in den Beratungs- und Verkaufsstellen immer verfügbar sein;

 

Verkehrsmittelintegration:

in und an den Fahrzeugen gab es keine Hinweise zur Radmitnahme; nur fünf Haltestellen verfügten über Radabstellanlagen; lediglich an zwei Haltestellen gab es Informationen zu Taxidiensten, und an keiner Informationen zu Carsharing-Anbietern; auf beiden Internetseiten und der Smartphone-App wurden keine Informationen zu Carsharing-Anbietern und Taxidiensten angeboten;

  • deutlich sichtbare Hinweise zur Radmitnahme in und an den Fahrzeugen (z.B. durch Piktogramme);
  • Ausbau des Angebots an attraktiven, sicheren und überdachten Radabstellanlagen;
  • überall Informationen zu Carsharing und lokalen Taxidiensten;