Verkehrsplanungspreis

Der Deutsche Verkehrsplanungspreis - Nachhaltige Planung

Seit 2010 vergibt der VCD gemeinsam mit der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) den Deutschen Verkehrsplanungspreis. Ausgezeichnet werden Projekte, die Ideen der nachhaltigen Verkehrsplanung umsetzen.

Deutscher Verkehrsplanungspreis 2014

»Flexibel mobil von Punkt zu Punkt — Schnittstellen im Umweltverbund«

Fachtagung & Preisverleihung

Wenn sich Lebensstile wandeln, verändert sich auch die Mobilität. Viele Menschen wollen flexibel und zügig unterwegs sein und dabei nicht die Umwelt außer Acht lassen. Ihr Wunsch ist das Rad, den Öffentlichen Verkehr oder das Carsharing nach Bedarf, einzeln oder in Kombination zu nutzen. Dafür benötigt es einfache Umsteigepunkte.

Wie können Verkehrs- und Stadtplanung dazu beitragen, dass durch solche, gut funktionierenden Schnittstellen die Mobilität in Städten und Gemeinden umwelt- und sozialverträglich gestaltet wird? Welche Rahmenbedingungen muss die Politik schaffen? Das ist das Thema des Deutschen Verkehrsplanungspreis 2014.

Der ökologischen Verkehrsclub VCD vergibt diesen Preis gemeinsam mit der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung, SRL, mit dem Ziel beispielhafte Verkehrslösungen zu fördern.

Nominiert für den Deutschen Verkehrsplanungspreis 2014 waren:

  • switchh als Schnittstelle im Umweltverbund — ein Projekt der Hochbahn für und mit Hamburg, eingereicht von der Hamburger Hochbahn AG:
  • Das Projekt betrachtet die reale und virtuelle Welt auf innovative Art ganzheitlich. Alle städtischen Verkehrsmittel wie Bahnen, Busse, Taxi, Carsharing, Fahrradverleihsysteme, Rad- und Fußverkehr werden verknüpft, auf P+R-Angebote wird konsequent verzichtet, da die Mobilität an diesen Stationen auch ohne private Pkw gesichert ist. Beispielhaft ist zudem, dass bereits in der Pilotphase ein Plan für weitere Stationen besteht.
  • Neubau Stadtbahnhof Eschwege, eingereicht von ppb — projektservice planen und bauen gmbh:
    Auf einer reaktivierten Trasse wurde eine Station neu geschaffen, die das Eschweger Stadtzentrum wieder erschließt und angemessen an das überörtliche Schienenverkehrsnetz anbindet. Die Anlage ist außerdem an das Straßennetz angebunden, ebenfalls ist der Takt der Stadtbuslinien abgestimmt. Ein beispielhaftes integriertes Gesamtkonzept für eine umweltfreundliche Mobilität.
  • Stadtraum und Mobilität für die Zukunft — der neue Königsplatz in Augsburg, eingereicht vom Stadtplanungsamt Augsburg:
    Die Stadt Augsburg hat mit dem Umbau des Königsplatzes einen wichtigen Stadtraum und ÖPNV-Knoten neu geordnet. Der Platz wird zum zentralen Haltepunkt des Stadtbahn- und Busnetzes und bietet den Umstieg zu Taxi sowie Regionalbus mit an. Anlagen für den fließenden und ruhenden Radverkehr ergänzen die Gesamtkonzeption.

Auf der Preisverleihung am 25. September 2014 in Berlin wurde der Sieger bekannt gegeben. Gewonnen hat der Neubau des Stadtbahnhofs Eschwege.

Preisverleihung am 25. September 2014

  • Gruppenfoto
    Quelle: Benjamin Pritzkuleit Anerkennung: »switchh als Schnittstelle im Umweltverbund - ein Projekt der Hochbahn für und mit Hamburg«; Hamburger Hochbahn AG
  • Gruppenfoto
    Quelle: Benjamin Pritzkuleit Deutscher Verkehrsplanungspreis 2014: »Neubau Stadtbahnhof Eschwege«; ppb - projektservice planen und bauen gmbh
  • Gruppenfoto der Preisvergabe
    Quelle: Benjamin Pritzkuleit Anerkennung: »Stadtraum und Mobilität für die Zukunft - der neue Königsplatz in Augsburg«; Stadtplanungsamt Augsburg

Rückblick

Deutscher Verkehrsplanungspreis 2012

Am 14. November 2012 lobte die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) in Kooperation mit dem VCD erneut den Deutschen Verkehrsplanungspreis aus.

Der Wettbewerb fand 2012 unter dem Thema »Verkehr und Klima« statt. Ausgezeichnet wurden besonders gelungene Verkehrsplanungskonzepte aus den Jahren 2007 bis 2011, die als gutes Beispiel für wirksame und klimafreundliche Verkehrsplanung voran gehen.

Den Hauptpreis gewann die Region Hannover mit ihrem Verkehrsentwicklungsplan pro Klima (VEP pro Klima). In Offenburg überreichten Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des VCD und Thomas J. Mager, Bundesvorsitzender der SRL, die Auszeichnung.

Bis Ende Juni 2012 konnten sich Planungsbüros, Kommunen und andere Träger der Planung sowie zivilgesellschaftliche Organisationen bewerben. Alle Informationen zur Ausschreibung können hier eingesehen werden.

In der Jury saßen u.a. Gisela Stete (Stadt- und Verkehrsplanerin SRL), Prof. Dr.-Ing. Martin Haag (Baubürgermeister, Freiburg i. Br) und Michael Ziesak (Bundesvorsitzender des VCD).

Nominiert für die Auslobung 2012 waren folgende Projekte:

  • Der Verkehrsentwicklungsplan pro Klima, eingereicht vom Regionspräsident der Region Hannover.
  • Die Tram St. Emmeram, eingereicht von der Stadtwerke München GmbH.
  • Integrierte komplexe Einzelprojekte für die Bundesgartenschau, eingereicht vom Amt für Stadtentwicklung und Bauordnung der Stadt Koblenz.
  • Der Stadtentwicklungsplan Verkehr 2025, eingereicht von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Referat Grundsatzangelegenheiten und Verkehrsplanung, Berlin.
  • Die integrierte Verkehrsplanung in Offenburg, eingereicht von Bürgermeister Oliver Martini, Stadt Offenburg.

Deutscher Verkehrsplanungspreis 2010

2010 lobten SRL und VCD den Verkehrsplanungspreis zum ersten Mal aus. Den ersten Preis unter dem Motto »Mobil im Quartier« erhielt die Hansestadt Bremen für ihren Carsharing-Aktionsplan. Neben Duisburg zeichnete die Jury München, Rosenheim und Kassel mit einer Anerkennung aus. In allen Städten setzen engagierte Verkehrsplaner Konzepte um, die lebenswerte Plätze und Stadtteile für Menschen schaffen und die Bedingungen vor allem für Fußgänger und Radfahrer erleichtern. Das VCD-Magazin fairkehr berichtete ausführlich in der Ausgabe 1/2011.

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