Gute Beispiele

Beispielhafte Mobilitätskonzepte in Wohnquartieren

Eine intelligente, umwelt- und sozialverträgliche Verknüpfung von Mobilitätkonzepten und Wohnquartieren ist keinesfalls nur eine Vision. Es gibt bereits gute Beispiele, die eine klimafreundliche und stadtverträgliche Mobilität am Wohnstandort ermöglichen.

Quelle: Orion Bausysteme GmbH/Orion Stadtmöblierung GmbH

Bereits heute existieren in Deutschland ausgewählte Quartiere mit ganzheitlichen Mobilitätskonzepten - sowohl im Bestand als auch im Neubau -, die sowohl den Fußverkehr, Fahrradverkehr (inklusive Lastenrädern und Pedelecs) als auch den Öffentlichen Verkehr fördern. Der Besitz eines eigenen Autos wird durch einen attraktiven Umweltverbund sowie durch (Elektro-)Carsharing überflüssig. Neben dem Ausbau der Infrastruktur und der Bereitstellung von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln sind auch Service (z. B. Mobilitätsberatung, Schnupperkurse) und Kommunikation (z. B. Einbindung der Mieter) wichtige Bausteine. Doch selbst einfache und niederschwellige Maßnahmen können zu einer nachhaltigeren Mobilität beitragen und die Verkehrsmittelwahl beeinflussen.

In den kommenden Monaten wird an dieser Stelle eine Good-Practice-Datenbank aufgebaut, in der ganzheitliche Mobilitätskonzepte, aber auch kleinere Maßnahmen zusammengetragen werden. Mit Ihrer Mithilfe kann die Datenbank stetig erweitert werden. Füllen Sie dazu einfach unseren Maßnahmensteckbrief aus. Im Themenkompass »Intelligent mobil im Wohnquartier« sind bereits drei Good-Practice-Beispiele ausführlich beschrieben.

Multimodal unterwegs

Die besten Mobilitätskonzepte am Wohnort setzen auf ein bedarfsgerechtes, multimodales Verkehrsverhalten der Mieterinnen und Mietern. Ein multimodales Verkehrsverhalten beschreibt die Nutzung von diversen Verkehrsmitteln zweckgerichtet kombiniert und variiert, wie zum Beispiel dem Bus zur Arbeit und mit dem Leihauto zum Baumarkt. Dementsprechend bietet ein beispielhaftes Wohnquartier ein breites Mobilitätsportfolio, welches die Bewohnerinnen und Bewohner zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel anregt.

Die Münchner Wohngenossenschaft WOGENO bietet beispielsweise in Kooperation mit Stattauto München, Dynamo Fahrradservice Biss e.V. und der Landeshauptstadt München ihren Bewohnern im Domagkpark ein multimodales Mobilitätskonzept mit Pedelecs, E-Lastenräder, E-Scooter, Fahrradanhängern und Carsharing an.

Der Wohnortswechsel ist ein idealer Moment den Menschen die Möglichkeiten des multimodalen und intermodalen Unterwegsseins aufzuzeigen. Einige Städte nutzen bereits das Instrument des sogenannten »Neubürgerpakets«, welches dazu beitragen soll, den Autoverkehr auf den Umweltverbund zu verlagern. Bei der Vermarktung von umweltfreundlichen Mobilitätsdienstleistungen finden Städte und Kommunen ganz individuelle Lösungen die Zugezogenen zu erreichen. Häufig entstehen diese in Zusammenarbeit mit den lokalen Verkehrsbetrieben beziehungsweise ansässigen Mobilitätsanbietern.

Mehr Platz fürs Rad!

Mit dem Projekt »Mehr Platz für Rad!« unterstützte der VCD durch Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit die Radverkehrsförderung deutscher Städte und Gemeinden. Auf der Projekthomepage finden Sie gute Beispiele zu Fahrradabstellanlagen und zur Vergrößerung der Radverkehrsflächen. Im Service-Bereich sind hilfreiche Tipps zusammen gestellt, damit Sie sich erfolgreich für eine bessere Radverkehrsinfrastruktur einsetzen können.