Berlin-Brandenburg

Projektregion Berlin-Brandenburg

Durch die fortschreitende Urbanisierung wird Wohnungsknappheit in vielen Städten zum immer drängenderen Problem - die Bundeshauptstadt Berlin ist besonders stark betroffen. Gleichzeitig zieht es viele Menschen in das umliegende Brandenburg, wo sie sich mit weiten Pendlerwegen konfrontiert sehen. Damit steht die Projektregion Berlin-Brandenburg exemplarisch für die Herausforderungen von Stadt und Land, wie wir sie in ganz Deutschland erleben.

Die Metropolregion Berlin-Brandenburg, bestehend aus den Bundesländern Berlin und Brandenburg, ist durch große räumliche Unterschiede gekennzeichnet: Vom Berliner Kerngebiet mit sehr hohen Besiedelungsdichten, über suburbane Verdichtungsräume, hin zu ländlich geprägten Gegenden. Und die Metropolregion wächst! Allein Berlin soll nach Schätzungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen bis zum Jahr 2030 um ca. 140.000 Menschen wachsen. Dies erhöht nicht nur den Druck auf die Bereitstellung von Wohnraum, sondern führt auch zu neuen Mobilitätsanforderungen für die jeweiligen Gebiete.

Die Projektregion Berlin-Brandenburg

Um im Spannungsfeld von Wohnraum und Mobilität nachhaltige und verkehrsentlastende Alternativen zum motorisierten Individualverkehr aufzuzeigen, wurden schon im Vorgängerprojekt »Wohnen leitet Mobilität« von 2017 bis 2019 am Projektstandort Berlin-Brandenburg fünf Dialogforen veranstaltet. Diese richteten sich in erster Linie an Wohnungsunternehmen, Kommunen und Mobilitätsdienstleister aus der Metropolregion. Bislang wurden die Möglichkeiten und Chancen von (Car-)Sharing-Angeboten (1. Dialogforum), Lastenrad- und Pedelec-Sharing am Wohnstandort (2. Dialogforum), multimodale Mobilitätsstationen (3. Dialogforum) sowie die Fußverkehrsfreundlichkeit im Wohnquartier (4. Dialogforum) und das Thema »Erfolgsfaktoren nachhaltiger Mobilität am Wohnstandort« (5. Dialogforum) diskutiert. Information zu den Veranstaltungen finden Sie unten im Downloadbereich.

Im Mai 2020 startete nun das Nachfolgeprojekt »Bundesweites Netzwerk Mobilität und Wohnen«. Der VCD e.V. arbeitet dabei in den nächsten drei Jahren mit folgenden kommunalen Projektpartnern zusammen:

Die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Für Gesamtberlin ist die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz als einziger Landesvertreter im bundesweiten Netzwerk mit dabei. Mit dem Berliner Mobilitätsgesetz hat sich die Senatsverwaltung ambitionierte Ziele gesetzt. Der Umweltverbund von Fuß- und Radverkehr sowie der ÖPNV sollen gestärkt und ausgebaut werden, wodurch Berlin mobiler, sicherer und klimafreundlicher werden soll. Dafür benötigte Bedingungen, wie z.B. neue Fahrrad- oder Fußwege, werden vom Senat definiert. Für die daraus resultierenden Baumaßnahmen vor Ort sind jedoch die Bezirke zuständig. Aus diesem Grund sind neben der Senatsverwaltung die zwei Berliner Bezirke Lichtenberg und Spandau mit größeren laufenden Neubauquartiersprojekten Teil des Netzwerks.

Der Berliner Bezirk Lichtenberg

Einer der involvierten Berliner Bezirke ist Lichtenberg, der sich mit seinen gut 290.000 Einwohner*innen und einer Fläche von rund 52 Quadratkilometern im östlichen Teil der Hauptstadt befindet. Im Juni 2010 wurde von der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung das berlinweit erste, lokale Klimaschutzkonzept beschlossen. Darin enthalten waren auch Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes im Verkehrsbereich. Zur konkreten Umsetzung der darin definierten verkehrlichen Maßnahmen wurde 2015 das Lichtenberger Mobilitätskonzept erarbeitet.

Der Berliner Bezirk Spandau

Der zweite Berliner Bezirk des Projekts ist Spandau. Mit ca. 240.000 Einwohnern auf rund 91 Quadratkilometern ist Spandau der bevölkerungskleinste Bezirk und nach Treptow-Köpenick auch der mit der geringsten Bevölkerungsdichte. Dies soll sich aber ändern, denn allein drei der größten neu geplanten Stadtquartiere in Berlin entstehen in Spandau. Für diese sollen neue nachhaltige Mobilitätskonzepte entwickelt werden, um die Klimaziele des Senats in naher Zukunft zu erreichen.

Die Stadt Potsdam

Neben Berlin wächst auch die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam. Bis zum Jahr 2035 wird ein Wachstum auf ca. 220.000 Einwohner*innen prognostiziert. Bei aktuell ca. 178.000 Einwohner*innen bedeutet das einen Zuwachs von gut 40.000 Menschen. Daher steht auch die Stadt Potsdam speziell im Verkehrs- und Mobilitätsbereich vor großen Aufgaben. Das Ressort für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt ist deshalb der brandenburgische Kooperationspartner im Netzwerk. Mit dem Quartier Krampnitz plant die Stadt eines der größten Quartiere in der Region. Dabei sollen unterschiedlichste Maßnahmen ergriffen werden, um nachhaltige Mobilität zu fördern.

Termine

Nächste Fachveranstaltung

Wie in unserem Vorgängerprojekt »Wohnen leitet Mobilität« wird es auch in Zukunft sog. Fachforen zu unterschiedlichen Themen aus dem Bereich »Nachhaltige Mobilität im Quartier« geben. Die Termine dazu finden Sie demnächst auf dieser Seite. Im Downloadbereich finden Sie die Rückschau auf die letzten Fachveranstaltungen.

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Sebastian Felixberger

Regionalkoordinator Berlin-Brandenburg
Fon 0157/354 156 63
sebastian.felixberger@vcd.org

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