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Verkehrsgerichtstag

Regelmäßig vertritt einer unserer Aktiven den VCD auf dem Verkehrsgerichtstag. Das Teilnahmemotiv des VCD ist die Steigerung der Verkehrssicherheit. Auf diesem Forum verbandstaktischer Interessenvertretung wird schnell klar, wer welche Ziele verfolgt. So schält sich heraus, wer es mit der Verkehrssicherheit ernst meint oder wer alles unternimmt, um sie der "Freien Fahrt für freie Bürger" zu opfern und die Instrumente, die Verkehrssicherheit ermöglichen, zunehmend auszuhebeln.

Informationen zum VGT finden Sie auf der VGT-Homepage, auch die Programme und Empfehlungen der letzten Jahre.

 

 

Bericht vom 47. Verkehrsgerichtstag (2009)

Hier exemplarisch ein Kurzbericht von unserem Aktiven vom 47. Verkehrsgerichtstag:

 

Der allgemeine Ablauf des VGT gliedert sich in erstens zentrale Veranstaltungen und zweitens Arbeitskreise zu jedes Jahr neu gesetzten Einzelthemen. Die Arbeitskreise arbeiten Empfehlungen aus, welche als Impulse des Verkehrsgerichtstages vom Gesetzgeber häufig aufgegriffen und in Form gegossen werden.

Im zentralen Veranstaltungsteil scheinen mir einige Worte Kay Nehms, des Präsidenten der veranstaltenden Deutschen Akademie für Verkehrswissenschaft, positiv bemerkenswert zu sein. So sprach er in der Pressekonferenz, die ich als Zaungast besuchte, zum Thema Fahrrad die sog. „Bettelampeln“ kritisch an, vor denen Radler wegen benachteiligender Phasenschaltungen lange warten müssten, wodurch deren Rotlichtakzeptanz geschwächt werde.

In der Festrede griff Herr Nehm VCD-Positionen und –Themen auf: Die Bedeutung geringfügiger Geschwindigkeitsüberschreitungen als Unfallursache würden unterschätzt, er erwähnte „Vision Zero“ und den „Verkehrsinfarkt“. Er kam zum „überbordenden LKW-Verkehr“, die durch Disponenten zu knapp bemessenen Fahrtzeiten und damit bewirkte Lenkzeitüberschreitungen. Das Tachoscheibensystem sollte in ein fälschungssichereres digitales System getauscht werden.

Arbeitskreis "Section Control" (SC)
Nun zum Arbeitskreis „Section Control“ (SC), in dem ich mitarbeitete:
Als „Section Control“ wird eine Methode der Tempokontrolle bezeichnet, bei der die auf einem Streckenabschnitt gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrzeuges gemessen wird. In Deutschland wird diese Methode bisher nicht angewendet und ausschließlich die Momentangeschwindigkeit an einem einzigen Meßpunkt gemessen. In Österreich wurde nachgewiesen, daß SC einen deutlichen Zugewinn an Verkehrssicherheit durch wirksamere Verhaltensbeeinflussung bringen kann. Weil bei dieser Methode ALLE passierenden Fahrzeuge kurzfristig registriert werden müssen, waren Datenschutzbedenken auszuräumen. Dies war möglich, da entsprechende technische Möglichkeiten zur Verfügung stehen, die hinreichend sind, um die Bedenken zu zerstreuen. Daher setzte ich mich für SC ein. Der ADAC war vehement dagegen und massiv in diesem AK vertreten durch Vizepräsident usw., auch auf dem Podium war er durch einen Referenten vertreten. Die gut vertretene Verkehrssicherheitsszene war in meiner Wahrnehmung geschlossen pro Section Control, ebenfalls das BMVBS.
Mit knapper Mehrheit sprach sich der Arbeitskreis für die Empfehlung aus, einen Pilotversuch zu SC durchzuführen.