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Gutachter Hearing


Im Februar 2017 wurden vom Gutachter die Ergebnisse der Verkehrsanalyse zum Hauptbahnhof Hamburg in einem zweitägigen Hearing vorgestellt und in einem kleinen Kreis aus Behörden und Verbänden diskutiert. Wir nahmen an beiden Tagen teil und sehen uns in der Analyse, wonach erheblicher Handlungsbedarf besteht, bestätigt. Zumindest eine Übertragung des Freiburger Modells mit Auf- und Abgängen zu den Bahnsteigen (siehe Bild) scheint möglich zu sein. Allerdings ist der Untersuchungsraum nur auf das enge Bahnhofsumfeld begrenzt und wird nicht auf das benachbarte Straßennetz wie den Glockengießerwall ausgeweitet. Das halten wir nicht für sachgerecht, denn die enge fußläufige Verzahnung zwischen dem Hauptbahnhof – dem zentralen Verkehrsknoten der Stadt und Metropolregion Hamburg - und City bzw. St. Georg sind eminent wichtig. Wir haben unsere Vorstellungen zu Papier (PDF-Download) gebracht und an die Behörde geschickt.  

Anhörung zum Thema HBF vor dem Verkehrsausschuss

(Hamburg, den 7. Januar 2016) Nachdem unsere Veranstaltung vom 26.11. den Weg bereitet hatte, fand am 7. Januar die dreistündige Expertenanhörung vor dem Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft statt – einziges Thema: Konzept zur Erweiterung und Modernisierung des Hamburger Hauptbahnhofs. Für  PRO BAHN war deren Ehrenvorsitzender Karl-Peter Naumann und für den VCD Vorstandsmitglied Ewald Hauck als Vertreter von Umweltverbänden eingeladen. Beide machten deutlich, dass insbesondere seitens der Deutschen Bahn es sowohl kurzfristig als auch mittelfristig umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung geben muss. Schwerpunktmäßig konzentrierte sich die Diskussion auf die Öffnung des Südstegs zur Steintorbrücke mit dem dortigen Verzicht auf den MIV (Verbot von Privatfahrzeugen) – verbunden mit zusätzlichen Abgängen zu den Fernbahnsteigen direkt von der Steintorbrücke. Man könnte sich die Steintorbrücke mit Bushaltestellen als eine Plaza mit Verbindung zur Mönckebergstraße vorstellen, was sogar Oberbaudirektor Jörn Walter gefällt.
Wichtig und dringend ist ferner der Bau eines neuen Bahnsteigs an Gleis 9 (durch Überbauung eines der beiden Gütergleise). Unverständlich blieb das Zögern und Zaudern der DB in Hinblick auf die notwendigen Investitionen in die davon betroffene Infrastruktur auch im Zulaufbereich, wie es in dem Positionspapier gefordert wird. Nur dann kann auch mittelfristig eine zeitgemäße Kapazitätserweiterung erfolgen.
Man hat zwar seitens der Bahn inzwischen eine Verkehrsstromanalyse in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse im Herbst sollen aber erst abgewartet werden, bevor man sich auch nur zu (kurzfristigen) Maßnahmen durchringt.
Bis dahin wird man sich mit Kleinigkeiten (wie besseren Abfahrtsmonitoren und Umbau der Aufseherhäuschen auf den Bahnsteigen) begnügen müssen.
Andere vorgeschlagene Maßnahmen wie z. B. die Wiederöffnung des alten Fußgängertunnels unter dem Südsteg wurden z. T. kontrovers diskutiert, aber immerhin soll es seitens Politik und Verwaltung eine Begehung und erste Prüfung geben.

VCD und PRO BAHN haben sehr deutlich gemacht, dass es hier schnell und mit mehr Entscheidungsfreude (auch seitens der Politik) voran gehen muss, damit der Hauptbahnhof eine Visitenkarte für Hamburg bleibt.

Will man nicht in zehn Jahren (wenn voraussichtlich noch einmal 15 bis 20 % mehr Menschen, also über 550.000 pro Tag, den Hbf passieren) unzumutbare Verhältnisse haben, müssen hierzu schnell von Stadt und DB gemeinsam Entscheidungen getroffen und die Verbesserungen auch unverzüglich umgesetzt werden. Der VCD und PRO Bahn wollen an diesem Thema weiter aktiv mitarbeiten – Mitstreiter sind willkommen. (E. Hauck)

Das Protokoll der öffentlichen Sitzung des Verkehrsausschusses mit den Präsentationen der Experten ist unter diesem Link als PDF downloadbar.

Kommentar zur Expertenanhörung:
Ich habe an der Sitzung des Verkehrssauschusses der Hamburger Bürgerschaft zu den Themen neue S- und U- Bahnstation Elbbrücken und zum Thema Hauptbahnhof als Zuhörer teilgenommen. Unser Mitglied Ewald Hauck hat den VCD dort zum Thema Hauptbahnhof zusammen mit Karl-Peter Nauman von Pro Bahn würdig vertreten. Immerhin waren Senator Horch, einige Abgeordnete der in der Bürgerschaft vertretenen Parteien und Vertreter der Behörden, der Bundesbahn sowie der Hochbahn anwesend.
Ich habe schon an dem vorherigen Tagesordnungspunkt zur neuen S- und U- Bahnstation Elbbrücken teilgenommen. Dabei ist mir aufgefallen, dass bei dieser neuen Station die Umsteigemöglichkeit von der S- Bahn in die U4 hervorgehoben wurde und diskutiert wurde, ob der Verbindungsgang zwischen S- und U- Bahn ausreichend dimensioniert wurde. Dies wurde damit begründet, dass besonders bei Störungen im Betriebsablauf der S- Bahn in Richtung Hauptbahnhof viele Fahrgäste auf die U4 wechseln werden.
Bei der Sitzung zum Thema Hauptbahnhof habe ich vermisst, dsas nicht auch über eine Entlastung des Hauptbahnhofs durch Umsteigemöglichkeiten im Vorlauf des Hauptbahnhofs gesprochen wurde und ob man diese nicht stärken sollte. Wegen der Auswirkung von „Störungen im Betriebsablauf“ und einem gewissen Bedrohungspotential ist es meiner Meinung nach angebracht, von der Konzentration aller Fahrgastströme auf den Hauptbahnhof abzugehen und den Vernetzungsgedanken des Öffentlichen Nahverkehrs zu stärken.

Dazu passen Themen, die teilweise auch angesprochen wurden:

1.)Schaffung eines S- Bahnrings unter Nutzung des nördlichen Abschnitts der Güterumgehungsbahn mit Einbeziehung des neuen Fernbahnhofs Diebsteich. Mit Umsteigemöglichkeit in Alsterdorf und neuer Haltestelle in Lokstedt.

2.)Taktverdichtung und mehr eigene Busspuren auf der Metrobuslinie 25.

3.)Schaffung weiterer Umsteigemöglichkeiten vom Fernverkehr auf den Nahverkehr im Vorlauf des Hauptbahnhofs, zum Beispiel in Ahrensburg , Bergedorf, Harburg, Pinneberg.

(Winfried Elze)

Podiumsdiskussion Bahnknoten Hamburg

(Hamburg, den 26.11.2015) Der VCD-Landesverband Nord, Pro Bahn und die Freunde der Eisenbahn e.V. waren im November die Veranstalter einer Podiumsdiskussion zum Thema: Bahnknoten Hamburg.
Themenschwerpunkt war dabei der Hamburger Hauptbahnhof. Teilnehmer an der Diskussion waren M.Körber (DB Hamburg, Vertrieb und Fahrplan; Dr. T. Rösler, HTC Consultancy; E. Hauck, VCD Nord; E.-G. Lichte, Freunde der Eisenbahn; H.-U. Kolle, Regionalverband Pro Bahn und K.-P. Naumann, Ehrenvorsitzender Pro Bahn). Nach einer Einführung mittels eines Einspielfilmes und der Vorstellung des von Pro Bahn, VCD Nord und den Freunden der Eisenbahn erarbeiteten Positionspapier zum Hauptbahnhof durch Karl-Peter Naumann entwickelte sich eine rege Diskussion. Das Veranstaltungsprotokoll steht hier als PDF Download zur Verfügung.

Kapazitätserweiterung Hamburg Hauptbahnhof


(Hamburg, den 12.8.2015) Der VCD Landesverband Nord hat zusammen mit dem Fahrgastverband ProBahn (Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein) und dem Verein Freunde der Eisenbahn e.V. ein Positionspapier zur Kapazitätserweiterung des Hamburger Hauptbahnhofes vorgelegt.
Das Positionspapier steht hier als PDF-Download zur Verfügung. Bei konkreten Fragen hierzu wenden Sie sich bitte per Mail an vcd-hamburg@web.de, sie werden dann an die Ansprechpartner weitergeleitet.

Die Verbände planen zum Thema auch eine öffentliche Expertenrunde. Näheres hierzu, sowie den Termin finden Sie dann unter Termine/Veranstaltungen.