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Faires Miteinander im Straßenverkehr: Taten statt Abwarten

VCD Landesverband Nordost formuliert Forderungen an den neuen Berliner Senat für eine Verkehrswende

Berlin, 1. November 2016: Die Bevölkerung Berlins wächst und somit steigt auch die Zahl der Verkehrsteilnehmenden, die tagtäglich auf den Berliner Straßen unterwegs sind. Die Folgen sind schon jetzt sichtbar: Busse und Bahnen sind überfüllt, Straßen zugestaut, auf den Gehwegen fahren immer mehr Radfahrende, weil viele Straßen für das Radfahren nicht geeignet sind. Es ist mehr als an der Zeit, dass der „Verdrängungswettbewerb“ zu Lasten der vielen Verkehrsteilnehmenden, die heute schon umweltfreundlich zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Öffentlichen Verkehr unterwegs sind, beendet wird.

Als Reaktion auf das Zuschauen statt Handeln des Berliner Senates gründeten sich Bürgerbewegungen wie die Initiative „Volksentscheid Fahrrad“, die unter diesen verkehrspolitischen Umständen mühelos die notwendigen Unterschriften für die Einleitung eines Volksentscheids über ihr Radverkehrsgesetz einsammeln konnte. „Schauen Sie sich um: Zunehmend bildet sich eine Wildwest-Situation auf den Straßen“, so Friedhelm Blume, Mitglied des VCD-Landesverbandes Nordost. „Aggressive Pkw-Fahrer verdrängen Radfahrer von der Straße. Diese wiederum fahren auf dem Gehweg und gefährden Fußgänger. Insbesondere ältere Bürger und Kinder sind zunehmend gefährdet.“

Der Landesverband Nordost des ökologischen Verkehrsclubs VCD, der seit fast 30 Jahren für eine Förderung von ÖPNV, Radverkehr und Fußverkehr kämpft ohne das Auto zu verteufeln, fordert jetzt den neuen Senat auf, alles zu unternehmen, damit die Bürger auf das Auto im Innenstadtbereich verzichten können.

Konkret fordert der VCD vor Ort: Der überproportional wachsende Radverkehr benötigt dringend einen angemessenen Anteil an der Verkehrsfläche, beispielsweise durch mehr exklusive Radstreifen, auch zu Lasten von Parkflächen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) benötigen neue, aber auch zusätzliche Fahrzeuge. An gut frequentierten Kreuzungen müssen die Fußgänger-Grünphasen es erlauben, in einem Zug über die Straße zu kommen, damit die schwächsten Verkehrsteilnehmenden nicht im Pulk auf der Mittelinsel stehen bleiben müssen. Und vor allem: Bessere Überwachung des Verkehrs, um ein angemessenes Verhalten der Teilnehmenden zu erzwingen.

Diese vier Maßnahmen sollte sich die neue Regierung vornehmen und in ihre Koalitionsvereinbarungen integrieren - damit die Bürgerinnen und Bürger der Politik nicht davonrennen bzw. davonradeln. „Unser Ziel ist es, eine lebenswerte Stadt zu gestalten, mit mehr Grün statt Blech und besserer Aufenthaltsqualität statt Straßenlärm“, betont Friedhelm Blume. „Daher unterstützen wir auch den „Volksentscheid Fahrrad“, der unsere Ziele teilt.“
 
Für Rückfragen und Interviewwünsche:
Friedhelm Blume, Sprecher Rad AG VCD Nordost
Tel.: 0173-605 49 81

VCD Nordost, Yorckstraße 48, 10965 Berlin
Tel.: 030-446 3664, Mail: info@vcd-nordost.de, www.vcd-nordost.de

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