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Radverkehrsverbindung zwischen Greifswald und Stralsund

VCD Nordost für leistungsfähige Radverkehrsverbindung zwischen
Greifswald und Stralsund.
Torsten Wierschin: "VCD Nordost lehnt Umweg über Devin klar ab."


Stralsund, Greifswald 16. Februar 2015. Seit 25 Jahren fehlt ein leistungsfähiger Radverkehrsweg zwischen den Oberzentren Stralsund und Greifswald. Jetzt treibt die Politik die Planungen voran und favorisiert dabei eine Küstenbegleitende Variante.

Dazu erklärt Torsten Wierschin, Vorstandsmitglied beim ökologischen
Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Nordost:
"Der VCD vertritt Menschen, die an einer nachhaltigen, zukunftsfähigen
Mobilität in Mecklenburg-Vorpommern interessiert sind. Dazu gehört ein
leistungsfähiges Radwegnetz, das für die Mobilitätsbedürfnisse der
Bevölkerung angelegt ist. Auf diesem Hintergrund begrüßen wir die
unternommenen Planungsschritte."

Wierschin sagt weiter: "Insbesondere die verkehrsplanerische
Verbindung von touristischen und Straßen-begleitenden Radweg, wie sie
u.U. in Betracht gezogen wird, begrüßen wir sehr."

Die betroffenen Kommunen, der Landkreis Vorpommern-Rügen und das Land
Mecklenburg-Vorpommern sollten sich gegenüber dem Bund stark machen
und die Finanzierung eines Straßen-begleitenden Radwegs entlang der
B105 fordern. "Der Bund darf sich hier nicht aus seiner Verantwortung
ziehen. Die Kfz-Verkehrsbelegung auf der B105 rechtfertigt diese
Forderung." kommentiert der Sprecher. Zudem wären die betroffenen
Kommunen sicherlich nicht abgeneigt, die alte B96 z.B. als
Fahrradstraße wieder in der Baulast des Bundes zu sehen.

Der VCD-Sprecher kritisiert allerdings klar: "Der VCD Nordost lehnt
entschieden die Küstenbegleitende Radwegführung und insbesondere den
Umweg über das NSG "Halbinsel Devin" und durch das weiter südlich
angrenzende NSG -Kormorankolonie Niederhof- ab."

Wierschin sagt dazu: "Ein Radweg weit abseits der B105 / B96-alt ist
nicht nur teurer in Bau und Unterhalt sowie deutlich zeitaufwendiger
wegen des Bauuntergrundes. Er wäre vor allem ein erheblicher Umweg und
deshalb unattraktiv für den Alltagsverkehr."

Das Vorstandsmitglied des VCD Nordost erläutert: "Eine
Küstenbegleitende Variante führt nicht zu den notwendigen
Verlagerungseffekten weg vom fossilen Autoverkehr hin zu deutlich mehr
Emissionsfreier, gesunder Mobilität im Alltagsverkehr."

Wie in Mitteilungen der örtlichen Naturschutzverbände verlautet wird,
werden diese sich entschlossen gegen eine Küstenbegleitende
Radwegführung über Devin wehren und den Rechtsweg voll ausschöpfen.
"Weitere, jahrelange Verzögerungen des Radwegebaus wären die Folge."
sagt der Sprecher abschließend. "Gegenseitige Schuldzuweisungen wären
dann nicht mehr opportun."

Interviewpartner: Torsten Wierschin 0162 / 15 43 686

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Torsten Wierschin
Vorstandsmitglied
Verkehrsclub Deutschland
Landesverband Nordost e.V. (VCD Nordost)
Tel.: 0162 / 15 43 686
www.vcd-nordost.de
Post: Yorckstraße 48, 10965 Berlin