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VCD pocht bei Ministerpräsident Seehofer, Bundesverkehrsminister Dobrindt und den Staatsministern Dr.Herrmann und Dr. Söder auf ICE- bzw. zusätzliche IC-Halte in Straubing

Unter Verweis auf die Benachteiligung Straubings bei Bahnanbindung pocht der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bei Ministerpräsident Horst Seehofer, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und den Staatsministern Dr. Joachim Herrmann und Dr. Markus Söder auf ihren Einsatz für ICE- bzw. zusätzliche IC-Fernverkehrshalte in Straubing. Versprechen, sich für eine Verbesserung der Bahnanbindung Ostbayerns und Straubings einzusetzen, gab es - auch nach Vorstössen des VCD - bereits etliche, auch von Ministerpräsident Horst Seehofer bei seiner Eröffnung des Gäubodenvolksfestes vor einigen Jahren.

Doch dass in Straubing zusätzliche IC- oder gar ICE-Züge halten werden, danach sehe es überhaupt nicht aus, bemängelt VCD- Kreisgruppensprecher Johann Meindorfer in einem Brandbrief an die Bundes- und Staatsminister sowie Seehofer. Die jüngste Reaktion der Leiterin des DB-Kundendialogs Maren Reinsch vom 6. November war vollends ablehnend: “ Anders als der Nahverkehr, der von den einzelnen Bundesländern konzipiert und mitfinanziert wird, müssen wir den Fernverkehr eigenwirtschaftlich betreiben und orientieren uns dabei selbstverständlich am Bedarf unserer Kunden im gesamten Bundesgebiet. … Verbindungen, die sich als unwirtschaftlich erweisen, können wir leider nicht dauerhaft anbieten... Unsere begrenzten Ressourcen setzen wir stattdessen dann dort ein, wo in Summe mehr Kunden davon profitieren. Leider hat sich an der Ausgangslage für die Anschlüsse in der Region Straubing-Bogen aus unserer Sicht nichts verändert und somit können wir Ihnen in naher Zukunft keine Alternativen anbieten“.

Wenn jedoch Fernverkehrshalte in Straubing für die DB AG nicht eigenwirtschaftlich darstellen lassen, muss sie der Staat mitfinanzieren, wie er es bei der Bestellung der Nahverkehrsleistungen auch macht, so der VCD- Sprecher. Die vier CSU-Parteifreunde, die wie Dobrindt sogar als Teil Bundesregierung viel Einfluss auf diese heben und nehmen, wie bei der PKW-Maut, müssten nach Meindorfers Dafürhalten zumindest einen zweistündlichen Fernverkehrshalt in der Gäubodenstadt bewerkstelligen können. Zumal es einen vom Bundesrat bereits beschlossenen Gesetzentwurf von 2008 als Bundesratsinitiative des Landes Bayern für ein Mindestangebot von Fernverkehrszügen für alle Oberzentren gibt, die Dobrindt jedoch in seiner Amtszeit verwirklichte, obwohl sie sogar aus seinem Heimat- Freistaat kam, so die heftige Kritik am „völlig unbefriedigenden Stillstand in Sachen zusätzlicher Fernverkehrshalte in Straubing“.

 

 

VCD-Jahresende-Ortstermin am Donnerstag am Bahnhof: Freude über barrierefreien Ausbau des Bahnhofs aber Enttäuschung über mangelnden Service während der Bauphase

Verbesserungen der Bahnanbindung mit ICE- bzw. IC-Fernverkehrshalten und Halbstundentakt auf Zulaufstrecken nötig - Keine unproblematische Alternative zur Stadtbus-Umsteigestelle am Ludwigsplatz in Sicht - VCD wünscht der Stadt Erfolg bei Förderantrag für ausreichende Durchfahrtshöhe am Allachbachradweg und Bahnquerung am Stadtfeld

 

Den Förderantrag der Stadt zur Schaffung einer ausreichenden Durchfahrtshöhe bei allen Strassenüberführungen entlang des Allachbachradweg und für eine neue Radwegverbindung über die Bahnstrecke im Bereich Stadtfeld sieht der Verkehrsclub Deutschland (VCD) als richtig und wichtig zugleich an und wünscht der Stadt Erfolg mit einer hohen Förderung. Er enthält aus Sicht des Verkehrsclubs dringend nötige Verbesserungen der Radverkehrsinfrastruktur. Darüber hinaus pocht man jedoch auf Lückenschlüsse etwa noch in der -, Gottfried-Keller- und Eichendorffstrasse und auf die Errichtung von durchgängigen qualifizierten Radverkehrsanlagen, entlang der Sankt-Elisabeth-, Sankt-Nikola- und Amselstrasse.

Sehr skeptisch steht der VCD einer Verlegung der zentralen Stadtbus-Umsteigestelle östlich des Bahnhofs gegenüber. Zur bequemst- und bestmöglichen Erreichbarkeit des Stadtzentrums per Stadtbus sei die Beibehaltung der zentralen Stadtbus-Umsteigestelle am Ludwigsplatz statt Shuttle-Zubringer von einem Standort östlich des Bahnhofs mit zusätzlichem Umsteigen ins Zentrum nötig. „Dies gilt in Kenntnis des spezifischen Nutzerprofils der Straubinger Stadtbusfahrgäste, bei denen – ohne Schülerverkehrsanteil – das am öftesten nachgefragte Ziel und somit die am häufigsten zurückgelegte Fahrstrecke ganz klar das Stadtzentrums ist“, erklärte VCD-Kreisgruppensprecher Johann Meindorfer.

Die Nähe zum verkehrlichen innerstädtischen Aufkommensschwerpunkt brauche man, damit der Stadtbus als komfortables Verkehrs- und Fortbewegungsmittel seine entscheidenden Erreichbarkeitsvorteile gegenüber dem umweltbelastenden motorisierten Individualverkehr ausspielen erhalten und kann. „Diese zu gewährleisten erfordert gerade das Gebot hoher Wertschätzung für den umweltverträglichen Verkehrsträger ÖPNV / Stadtbus und seine NutzerInnen,“ so Meindorfer.

Sowie in Kenntnis der gegebenen Stadtgrösse und -struktur Straubings, die relativ kurze mit dem Stadtbus zurückgelegte Fahrstrecken mit im Mittel bis zu 3 Kilometern mit sich bringt. Gerade bei dieser relativ kurzen Streckenlänge wirke sich ein zusätzliches Umsteigenmüssen äusserst negativ aus. Verbunden mit dem ohnehin nötigen Zurücklegen von meist mehr als 200 Metern Fussstrecken zu und von den Haltestellen am Start und am Ziel der Fahrten ergäbe sich eine in keiner Weise mehr akzeptierte gegenüber der Verfügbarkeit des PKW konkurrenzfähige Verlängerung der Gesamtreisezeiten.

„Vorstellbar wäre ausserhalb des Ludwigsplatzes allenfalls ein Standort beidseits an der Inneren Passauer Strasse, was im Zuge des Bebauungsplanes An der Persiluhr zu prüfen wäre, in Verbindung mit der Bushaltestelle „Bayerischer Löwe“ am Stadtgraben“, erinnerte stellvertretender VCD- Kreisgruppensprecher Rainer Schwarz an einen früheren Vorschlag.

In das Jahresbilanz -Treffen der VCD-Kreisgruppe bauten die Kreisvorstandsmitglieder Johann Meindorfer und Rainer Schwarz einen Ortstermin am Bahnhof ein, wo man auch auf Klagen etlicher Reisender über die nur beschwerlich zu überwindende provisorische Personenüberführung traf. So sehr man sich über den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs freue, bleibe der mangelnde Service während der Bauphase ein grosses Manko. „Mit so wenig Wertschätzung für die Reisenden gewinnt die Bahn keine Neukunden, sondern verprellt sogar oft treue Stammkunden, so Schwarz. „Dabei brauchen wir dringend den Umstieg von vielen auf die umweltfreundliche Bahn und nicht von der Bahn aufs Auto, wenn die Energiewende- und Klimaschutzziele nicht gänzlich an die Wand gefahren werden sollen“, ergänzte Meindorfer.

Bereits mit seiner Stellungnahme vom 18. November2015 zum barrierefreien Ausbau des Bahnhofs hatte VCD-Sprecher Johann Meindorfer die Notwendigkeit einer ausreichend umfangreichen personellen Ausstattung des Servicepersonals in Verbindung mit einem Treppenlift während der Bauphase vorgetragen. Damit müssten die Querungsbedürfnisse von Rollstuhlfahrern und anderen der Hilfe bedürftigen Fahrgäste mit grösseren Koffern oder Fahrrädern während der gesamten Betriebszeiten, also der Zug-Abfahrts- und Ankunftszeiten sichergestellt werden. Mit zwischenzeitlich mehrmaligen Bitten und Anträgen hat er bei den DB-Projektverantwortlichen interveniert und auf auffälligere Informationsmassnahmen über veränderte Zugangsmöglichkeiten bzw. Wegeleitung, technische Zusatzausstattung sowie mehr Servicepersonal gepocht. Zuletzt direkt beim DB-Konzernbevollmächtigten für den Freistaat Bayern, Klaus-Dieter Josel, mit Verweis auf den „äusserst unerfreulichen Schriftwechsel“.

Dessen Aussagen sind für den VCD jedoch auch nicht erhebender: „Seit Beginn der Umbauten ist der Bahnhof von 7 - 20 Uhr mit Servicemitarbeitern besetzt. Diese gehen auch aktiv auf die Reisenden zu und sind beim Überqueren der Personenüberführung behilflich. Darüber hinaus können mobilitätseingeschränkte Reisende (z.B. Rollstuhlfahrer) – nach entsprechender Voranmeldung und mit Begleitung durch das Servicepersonal der DB Station&Service AG – den höhengleichen Weg über die Gleise nutzen“. Das ist dem VCD zu wenig. „Die rein administrativen Gründe, die die DB AG laut Berichterstattung im Straubinger Tagblatt gegen Behelfsaufzüge anführt, kann man nicht gelten lassen, da die technische Realisierbarkeit davon nicht tangiert ist. Es soll daher die Errichtung von Behelfsaufzügen schnellstmöglich nachgeholt werden,“ so Meindorfer in einer Replik an Josel.

„Solange und soweit dies nicht erfolgt ist, wird hiermit nochmals ausdrücklich darum gebeten, dies umgehend in umfassender und bestmöglicher Weise mit zusätzlichem Personalausstattung ganztägigen Begleit- und bei Bedarf Tragehilfen während der gesamten Bauphase zu veranlassen und sicherzustellen, wenn dies per technischer Zusatzausstattung wirklich nicht darstellbar sein sollte“. Dies müsse gerade auch die Ankunfts-/Abfahrtszeiten der spärlichen Fernverkehrszüge in Tagesrandlage umfassen, somit mindestens die gesamte Zeitspanne von täglich 5:45 bis 0:15 Uhr. Die DB AG habe als bundeseigenes Unternehmen eine sehr grosse gesamtgesellschaftspolitische Verantwortung in sozialer wie und ökologischer Hinsicht, den bestmöglichen Service zu bieten.

Zur Verbesserung der Bahnanbindung Straubings sowie des Landkreises Straubing-Bogen seien ICE- bzw. IC-Fernverkehrshalte zumindest im Zweistundentakt und ein Halbstundentakt auf den Zulaufstrecken im Regionalverkehr nötig.

Der Landkreis müsse sich überdies zur RVV-Verkehrsverbund- Ausweitung mit Gültigkeit des Regensburger Semestertickets bereiterklären.

Mehrfach heftige Kritik geübt hatte VCD-Sprecher schon an den fehlenden ICE- bzw. IC-Fernverkehrshalten für Straubing in den „Zielfahrplänen 2030“ des Bundesverkehrsministeriums. Dazu schrieb Josel, dass unabhängig davon die Anbindung der Stadt Straubing mit einzelnen Intercity-Halten am Tagesrand weiterhin vorgesehen sei. „Ein ICE-Halt der Linie Frankfurt–Wien ist in Straubing auch künftig nicht möglich, weil sonst die engen verfügbaren Zeitfenster für attraktive Fahrzeiten im österreichischen und deutschen Streckennetz nicht mehr zuverlässig erreicht werden könnten. Zwischen Regensburg und Passau kann die ICE-Linie nur einen Zwischenhalt im wichtigen Nahverkehrsknoten Plattling übernehmen. Hier bestehen optimale Anschlüsse für Reisende in den Bayerischen Wald, aber auch von und nach Straubing“. Er verweist darauf, dass sich die Erreichbarkeit der Stadt Straubing jedoch bereits ab Dezember 2017 verbessern wird: „Dank der neuen Schnellfahrstrecke Berlin–München reduziert sich die Fahrzeit in die Bundeshauptstadt auf rund 6 Stunden – 1 Stunde weniger als heute. Dreimal am Tag bestehen besonders schnelle Anschlussverbindungen, mit denen sich die Strecke sogar in weniger als 5½ Stunden bewältigen lässt.

Das ist jedoch für den VCD viel zu wenig: man will seien ICE- bzw. IC-Halte für Straubing mindestens im Zweistundentakt von der Politik eingefordert wissen.

 

 

 

Willkommen bei der VCD- Kreisgruppe Straubing – Bogen und beim VCD-Arbeitskreis Ostbayern

Umweltverträgliche Mobilität in Ostbayern, im Landkreis Straubing-Bogen und der kreisfreien Stadt Straubing ist unser Anliegen.

Unsere Anforderungen an eine umwelt- und klimaschonende sozialverträgliche Verkehrsentwicklung in Ostbayern haben wir für Sie komprimiert zusammengestellt:

 

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