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Ihre Eröffnung des Gäubodenvolksfestes mit Ostbayernschau in Straubing - Behebung der Benachteiligung Straubings bei Bahnanbindung und Ausstattung mit staatlichen Einrichtungen

Sehr geehrter Herr Staatsminister Dr. Söder,

nachdem Sie die heurige Eröffnung des Gäubodenvolksfestes mit Ostbayernschau in Straubing „bestreiten“ werden, dürfen wir Sie bitten, in den von Ihnen seitens der hiesigen Politik und Bevölkerung erwarteten „Volksfest-Mitbringseln“ die eindeutige Priorität für die Verkehrsträger Bahn und ÖPNV vor weiterem Fernstrassenausbau zu setzen und in diese daher vorrangig eine entsprechende Mittelbereitstellung für den für die Region wichtigen Ausbau mit Beschleunigung der Kursbuchstrecken 930, 931 und 932 mit Massnahmen gegen die gehäuft auftretenden Verspätungen auf der KBS 930 zwischen München und Freising durch vorausfahrende S-Bahnen mit „einzupacken“.


Die Stadt Straubing weist nach wie vor von allen Oberzentren Niederbayerns die schlechteste Bahnanbindung bzw. das schlechteste Bahnangebot auf und Behördenausstattung; so fehlen


  1. ICE-bzw. durchgehende Fernverkehrshalte

  2. früher stattgehabte Nachtzughalte

  3. ein für den Berufsverkehr attraktiver werktäglicher Halbstundentakt in den Hauptverkehrszeiten auf der KBS 932 – Gäubodenbahn -,

  4. zeitlich angemessene Umsteigemöglichkeiten von den agilis-Regionalzügen zu ICE 228, 28, 26, 90, 22 und 20 sowie von ICE 21, 23 und 91 in Regensburg

  5. eine gerechte und zureichende Behördenausstattung des Oberzentrums Straubing


Die notwendige Verbesserung des Bahnangebots für die kreisfreie Stadt Straubing und den Landkreis Straubing – Bogen erfordert, dass der Freistaat, Sie und Ihr Haus, sich für die Behebung dieser Defizite der Bahnanbindung einsetzen:


Zu 1. und 2 - Fernverkehr:

Zu 3 und 4:

indem der Freistaat

3. auf der KBS 880 weitere Fahrten bestellt, die Anschlüsse mit kurzen Umsteigezeiten von den agilis-Regionalzügen in die und von den ICEs in Regensburg herstellen, nämlich zu ICE 228, 28, 26, 90, 22 und 20 sowie von ICE 21, 23 und 91 in Regensburg


und


4. auf der KBS 932 - Gäubodenbahn - zur Abdeckung weiterer Reisendenpotentiale im Berufspendler- sowie Freizeitsektor und Gewinnung neuer Bahnkunden sowie zur Sicherung einer ausreichenden ÖPNV-Mobilität für die Bewohner des Labertals einen werktäglichen Halbstundentakt in den Hauptverkehrszeiten bestellt, wie dies auch für andere Strecken zur Verbindung von Ober- und sogar Mittelzentren der Fall ist. Bitte stellen Sie zumindest Mittel für eine schrittweise Taktverdichtung durch Bestellung solcher Zusatzleistungen zum nächsten Fahrplanwechsel auf dieser Strecke zur Verfügung.


Nötig ist auch wieder eine bequemere und attraktivere Frühverbindung ohne zweimaliges Umsteigen in Neufahrn und Landshut (!) nach München, die sich bisher gerade für Pendler als nicht konkurrenzfähig zum Autoverkehr darstellt:


Straubing

Di, 14.07.15

 

ab

06:18 

2:12

2

RB, AG, RE

27,20 EUR 
Zur Buchung

Rückfahrt hinzufügen

München Hbf

Di, 14.07.15

6 Min.

an

08:24

 

Bahnhof/Haltestelle 

Datum

Zeit

Gleis

Produkte

 

Straubing

Di, 14.07.15

ab

06:18

1

RB 27605

Regionalbahn Richtung: Neufahrn(Niederbay)
Fahrradmitnahme begrenzt möglich

Neufahrn(Niederbay)

Di, 14.07.15

an

06:58

3

 Umsteigezeit 5 Min.


Umsteigezeit anpassen

Neufahrn(Niederbay)

Di, 14.07.15

ab

07:03

1

ag 84303

agilis Richtung: Landshut(Bay)Hbf
Fahrradmitnahme begrenzt möglich , Behindertengerechte Ausstattung , Klimaanlage

Landshut(Bay)Hbf

Di, 14.07.15

an

07:18

7

 Umsteigezeit 9 Min.


Umsteigezeit anpassen

Landshut(Bay)Hbf

Di, 14.07.15

ab

07:27

6

RE 4055

Regional-Express Richtung: München Hbf
Fahrradmitnahme begrenzt möglich , Fahrzeuggebundene Einstiegshilfe vorhanden

München Hbf

Di, 14.07.15

an

08:24

25






 

Zu 5 Landesplanerische Entwicklung des Oberzentrums Straubing mit einer gerechten und zureichenden Behördenausstattung


Obwohl die Stadt Straubing auch die geringste Behördenausstattung bzw. Arbeitsplatzen im öffentlichen Dienst hat, ist das Oberzentrum Straubing bei den jüngsten Entscheidungen der Staatsregierung zur nächsten anstehenden Behördenverlagerung mit insgesamt ca 1500 Arbeitsplatzen aus dem Ballungsraum München wieder leer ausgegangen. Dabei ist eine bessere Behördenausstattung dringendst aus landesplanerischer und landesentwicklungspolitischer Sicht geboten, auch aus Gründen der landesplanerischen Entwicklungsgerechtigkeit im Verhältnis zu den allermeisten anderen bayerischen Regionen, auch solchen mit ähnlicher Siedlungsstruktur,


Hier ist dringend eine Nachbesserung bzw. Nachsteuerung geboten, die angesichts der auch nach den beschlossenen Behördenverlagerungen fortbestehenden Ballung von Behörden in den „boomenden“ Metropolregionen möglich ist.


Zu den schon aufgeführten in jüngerer Vergangenheit erfolgten „Schwächungen“ kamen inzwischen für das Finanzamt mit der Zentralisierung der Finanzkasse sowie der Verlagerung der Zuständigkeit für die Kfz-Steuer zum Zoll, der in Straubing keinerlei Dienststellen unterhält, hinzu. Insofern müsste seitens des Freistaates auch beim Bund auf die Ansiedlung bundeseigener Dienststellen wie etwa aus der Zollverwaltung für solche zu zentralisierenden Aufgaben gedrängt werden, statt diese in ohnehin „boomenden“ Metropolregionen bzw. Ballungsräume wie Regensburg zu verlagern. Leider ist solches auch nicht anlässlich der personellen Aufstockung etwa der Zollverwaltung zur verstärkten Kontrolle der Einhaltung des Mindestlohngesetzes erfolgt.


Die Stärkung des Oberzentrums Straubing im überwiegend ländlich strukturierten Raum des Landkreises Straubing – Bogen durch eine deutliche Verbesserung der Bahnanbindung und Behördenausstattung ist dringendst aus landesplanerischer und landesentwicklungspolitischer Sicht geboten, auch aus Gründen der landesplanerischen Entwicklungsgerechtigkeit im Verhältnis zu den allermeisten anderen bayerischen Regionen, auch solchen mit ähnlicher Siedlungsstruktur.


Für Ihre Bemühungen und Ihre Antwort dazu auch in Form eines „Volksfest-Mitbringsels“ danken wir schon jetzt und hoffen auf nunmehr positive Nachricht, die die Bevölkerung unserer Region wirklich verdient hätte.

ICE- bzw. zusätzliche IC-Fernverkehrshalte in Straubing

Sehr geehrte Frau Reinsch,

Sehr geehrte Damen und Herren,

danke für Ihre Antwort, die aber wieder äusserst unerfreulich ist.


Nur auf den wichtigen Nahverkehrsknoten Plattling zu verweisen, lässt die klassischen Ziele und Destinationen mit hoher Bedeutung für die Region Straubing -Bogen ausser Acht: man will von hier flott und umsteigefrei etwa nach Nürnberg, Würzburg und Frankfurt sowie in die Region Rhein / Ruhr kommen.


Dazu braucht es eine wirklich attraktive gegenüber dem Autoverkehr beim Fahrzeit- und Komfortniveau konkurrenzfähige Verbindung aus dem Raum Straubing/Straubing-Bogen dorthin.


Mit der vom VCD vorgeschlagenen Angebotsverdichtung auf ein insgesamt stündliches Fernverkehrsangebot zwischen Nürnberg und Passau liesse sich zumindest ein zweistündlicher Fernverkehrshalten für Straubing realisieren, ohne irgendeine Umsteigebeziehung zu beeinträchtigen. Ganz im Gegenteil – es entstünden sogar neue Umsteigebeziehungen im Strecken- bzw. Linienverlauf, die somit auch höhere Fahrgastpotentiale mit sich brächten.


Als Oberzentrum sowie neuer Universitätsstandort/ TUM-Campus mit stetem Bevölkerungszuwachs benötigt Straubing auch tagsüber umsteigefreie Fernverkehrsverbindungen, da die derzeit mit Umsteigen in Regensburg gebotenen Fahrzeiten etwa nach Nürnberg von rund 2 Stunden mit dem Verkehrsträger Straße nicht konkurrieren können.


Andererseits bietet die Region Straubing auch ein entsprechendes zu erschliessendes Fahrgastaufkommen, gerade durch vermehrte Betriebsansiedlungen und überregional bedeutsamer Behördenansiedlungen (Polizeipräsidium Niederbayern, Bayerisches Polizeiverwaltungsamt, Bayerische Justizvollzugsschule, Bioenergie-Region mit Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe, Wissenschaftszentrum mit ganz neu viertem TUM-Campus und damit Ausbau von neuen Bachelor- und Master-Studiengängen, Fraunhofer-Projektgruppe,... )


Sollte sich eine solche Angebotsausweitung bei diesen positiven wirtschaftlichen und demographischen Entwicklungstendenzen Straubing völlig wider Erwarten im eigenwirtschaftlich zu erbringenden Fernverkehr trotz Abdeckung weiterer höherer Reisendenpotentiale und zu erwartender Gewinnung neuer Bahnkunden nicht darstellen lassen, wäre diese im Rahmen des vom Bund mitzufinanzierenden Deutschland-Taktes zu entwickeln und umzusetzen.


Ihre neue hoffentlich erfreulichere Antwort mit dem dazu Vorgesehenen / Veranlassten dürfen wir mit Interesse erwarten und danken schon jetzt dafür.

A Verbesserung der Zugangsmöglichkeiten zu den Bahnsteigen beim barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Straubing B ICE- bzw. zusätzliche IC-Fernverkehrshalte in Straubing

Sehr geehrter Herr Josel,

Sehr geehrte Damen und Herren,

danke für Ihre Antwort, die aber wieder äusserst unerfreulich ist, lässt sie doch wieder die Servicebedürfnisse vieler treuer Bahnkunden wie potenzieller Neukunden, also die Erfordernisse der Kundenbindung und -gewinnung während einer zweijährigen Bauphase ausser Acht.


A Verbesserung der Zugangsmöglichkeiten zu den Bahnsteigen beim barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Straubing


Die rein administrativen Gründe, die die DB AG laut Berichterstattung im Straubinger Tagblatt gegen Behelfsaufzüge anführt, kann man nicht gelten lassen, da die technische Realisierbarkeit davon nicht tangiert ist. Es soll daher die Errichtung von Behelfsaufzügen schnellstmöglich nachgeholt werden.


Solange und soweit dies nicht erfolgt ist, wird hiermit nochmals ausdrücklich darum gebeten, dies umgehend in umfassender und bestmöglicher Weise mit zusätzlichem Personalausstattung ganztägigen Begleit- und bei Bedarf Tragehilfen während der gesamten Bauphase zu veranlassen und sicherzustellen, wenn dies per technischer Zusatzausstattung wirklich nicht darstellbar sein sollte. Dies muss gerade auch die Ankunfts-/Abfahrtszeiten der spärlichen Fernverkehrszüge in Tagesrandlage umfassen, somit mindestens die gesamte Zeitspanne von täglich 5:45 bis 0:15 Uhr. Es ist nämlich mit zusätzlicher Personalausstattung für ganztägigen Begleit- und bei Bedarf Tragehilfen während der gesamten Bauphase ein bestmöglicher Service zu veranlassen und sicherzustellen, wenn dies per technischer Zusatzausstattung wirklich nicht darstellbar sein sollte.


Die DB AG hat als bundeseigener Unternehmen eine sehr grosse gesamtgesellschaftspolitische Verantwortung in sozialer wie und ökologischer Hinsicht, den bestmöglichen Service zu bieten.


Um die Sicherstellung des bestmöglichen Service mit ganztägigen Begleit- und bei Bedarf Tragehilfen während der gesamten Bauphase über mindestens die gesamte Zeitspanne von täglich 5:45 bis 0:15 Uhr wird somit hiermit nochmals ausdrücklich und eindringlich gebeten.


B ICE- bzw. zusätzliche IC-Fernverkehrshalte in Straubing


Nur auf eine schnellere Verbindung nach Berlin und Wien zu verweisen, lässt die klassischen Ziele und Destinationen mit hoher Bedeutung für die Region Straubing -Bogen ausser Acht: man will von hier flott und umsteigefrei etwa nach Nürnberg, Würzburg und Frankfurt sowie in die Region Rhein / Ruhr kommen.


Und selbst für eine wirklich attraktive schnellere gegenüber dem Autoverkehr beim Fahrzeit- und Komfortniveau konkurrenzfähige Verbindung aus dem Raum Straubing/Straubing-Bogen nach Berlin muss man erst einmal umsteigefrei nach Nürnberg gelangen können


Mit der vom VCD vorgeschlagenen Angebotsverdichtung auf ein insgesamt stündliches Fernverkehrsangebot zwischen Nürnberg und Passau liesse sich zumindest ein zweistündlicher Fernverkehrshalten für Straubing realisieren, ohne irgendeine Umsteigebeziehung zu beeinträchtigen. Ganz im Gegenteil – es entstünden sogar neue Umsteigebeziehungen im Strecken- bzw. Linienverlauf, die somit auch höhere Fahrgastpotentiale mit sich brächten.


Als Oberzentrum sowie neuer Universitätsstandort/ TUM-Campus mit stetem Bevölkerungszuwachs benötigt Straubing auch tagsüber umsteigefreie Fernverkehrsverbindungen, da die derzeit mit Umsteigen in Regensburg gebotenen Fahrzeiten etwa nach Nürnberg von rund 2 Stunden mit dem Verkehrsträger Straße nicht konkurrieren können.


Andererseits bietet die Region Straubing auch ein entsprechendes zu erschliessendes Fahrgastaufkommen, gerade durch vermehrte Betriebsansiedlungen und überregional bedeutsamer Behördenansiedlungen (Polizeipräsidium Niederbayern, Bayerisches Polizeiverwaltungsamt, Bayerische Justizvollzugsschule, Bioenergie-Region mit Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe, Wissenschaftszentrum mit ganz neu viertem TUM-Campus und damit Ausbau von neuen Bachelor- und Master-Studiengängen, Fraunhofer-Projektgruppe,... )


Sollte sich eine solche Angebotsausweitung bei diesen positiven wirtschaftlichen und demographischen Entwicklungstendenzen Straubing völlig wider Erwarten im eigenwirtschaftlich zu erbringenden Fernverkehr trotz Abdeckung weiterer höherer Reisendenpotentiale und zu erwartender Gewinnung neuer Bahnkunden nicht darstellen lassen, wäre diese im Rahmen des vom Bund mitzufinanzierenden Deutschland-Taktes zu entwickeln und umzusetzen.


Ihre neue hoffentlich erfreulichere Antwort mit dem dazu Vorgesehenen / Veranlassten dürfen wir mit Interesse erwarten und danken schon jetzt dafür.

Anforderungen an das Verkehrskonzept für den Donauraum nicht nur zwischen Regensburg und Passau, sondern für ganz Ostbayern






Rede Johann Meindorfer beim Donaufest Niederalteich am 25.Mai 2017

 

Die Verlagerungsarithmetik während der Diskussion um die Variante des Donauausbaus hat ja bekanntlich auch die Milchmädchenrechnung des ehemaligen CSU-MdB und amtierenden Kreisrats Ernst Hinsken beinhaltet, dass der Staustufenausbau eine „Entlastung der A3 von 814 LKWs pro Tag“ brächte.

Die Planco Consulting GmbH kam in ihrer auf weiterem Wachstum im Güterverkehr basierenden Verkehrsprognose für 2025 auf ein Verlagerungspotential von knapp 3 Millionen Jahrestonnen Fracht von der Bahn (!??) und vom LKW auf das Binnenschiff beim Donauausbau mit Staustufen.

Das errechnete Verlagerungspotential aber, also weniger als 9000 Tonnen pro Tag, lässt sich dagegen ohne weiteres von der Bahn bewältigen, ganz ohne Donauausbau, wenn einem überhaupt an einer Verlagerung von LKW-Verkehr auf umweltverträglichere Verkehrsträger gelegen ist. Es ergäbe je nach Beladung/Auslastung täglich 6- 8 Güterzüge mehr auf bestehender Strecke.

Und bei Hinskens Milchmädchenrechnung wären´s auch nur an die 20 bei guter Beladung.

Wir, BUND Naturschutz und Verkehrsclub Deutschland VCD, hatten dieses vorgeschobene Argument immer damit widerlegt, dass Staustufen nicht nötig sind, selbst wenn einem mit der Verkehrsverlagerung weg vom LKW Ernst wäre.

Dass bei der dazu nötigen Bündelung der Verkehre nur eine Verlagerung auf die Bahn realistisch wäre. Einfach, weil es in Niederbayern mehr Gleisanschlüsse der Güterbahn als Häfen gibt. Wie allüberall im ganzen Land.

Seit der Entscheidung für die Variante A ist dieses Anliegen der Verkehrsverlagerung komischer-, nein völlig erwarteter Weise aus der politischen Debatte fast völlig entschwunden. War eben vorgeschoben von interessierten Kreisen, nie ernstgemeint vom Ernst und seinen Freunden.

Nichtsdestotrotz wurde dann seitens der Bayerischen Staatsregierung ein Verkehrskonzept für den Donauraum zwischen Regensburg und Passau angekündigt. Nicht vom Ernst, sondern vom Horst.

Was erstens zu kurz gedacht wäre. Denn es dürfte sich gerade bezüglich des Bahnausbaus nicht auf den Raum zwischen Regensburg und Passau beschränken. Es müsste ein- und ausbrechende Verkehre schon weit vorher auf die Schiene abfangen. Zumindest dann, wenn es ein ernstzunehmendes Verkehrskonzept, ein ökologisch nachhaltiges hätte werden sollen. War wohl auch nie ernstgemeint vom Horst.

Siehe das Kämpfen von grossen Teilen der CSU, der Freien Wähler und leider auch der SPD, um den weiteren Fernstrassenausbau. Um die Erweiterung der A 3 auf sechs Spuren. Um die Erweiterung der B 20 auf vier Spuren. Um deren Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan. Man pumpte und pumpt Milliarden in den Fernstrassenausbau in die A 94 und B 15 etc. etc.

Das allen Notwendigkeiten von Klimaschutz und Flächenressourcenschonung zum Trotz.

Tröstlich, es tut wirklich gut, dass es eine Antwort von der Parlamentarischen Staatssekretärin Dorothee Bär auch im Namen von dem Herrn MdB und Bundesminister Alexander Dobrindt auf unser Anmahnen des Verkehrskonzeptes für den Donauraum gibt. Die Kernaussage:

„Das Konzept des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr für den Donauraum liegt selbstverständlich auch uns vor. Zudem hat der Freistaat die Schienen- und Straßenprojekte des Konzeptes für den neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) angemeldet, den wir derzeit aufstellen. Das bietet nun hinsichtlich des Donaukorridors zwischen Nürnberg, Regensburg und Passau gute

Voraussetzungen, intensiv verkehrsträger-spezí?sch und verkehrsträger-übergreifend Lösungen zu erarbeiten bzw. zu vertiefen“.

Passt doch alles – wenn man nicht in den dann verabschiedeten Bundesverkehrswegeplan guckt. Da reduziert es sich ziemlich. Auf ungebremsten Fernstrassenausbau. Verkehrsträger-übergreifende Lösungen? Fehlanzeige auf der ganzen Linie!

Doch zweifellos muss ein ökologisch nachhaltiges Verkehrskonzept für Ostbayern her. Als Regionalteil sozusagen einer grundlegenden ökologisch nachhaltigen Verkehrswende, ohne die ein wirksamer Klimaschutz sowie die ausgerufene, aber schon bei vielen Anlässen wieder ausgebremste Energiewende nicht möglich ist. Weil wiederum der Verkehrssektor für rund ein Drittel des Endenergieverbrauchs verantwortlich ist, ebenso für rund ein Drittel der klimagefährlichen Treibhausgase.

Und weil es energieeffizientere, klimaschonendere und umweltverträglichere Verkehrsträger und Verkehrsmittel gibt. Ich zähle sie jetzt nicht auf. Sie werden sie auch nie erraten. Entschuldigen Sie bitte diese Lückenhaftigkeit. Nur so viel: der Flugverkehr gehört da nicht dazu. Aber es gibt durchaus Möglichkeiten, wo man sie nachlesen kann. Aus dem Bundesverkehrswegeplan ergeben sie sich allerdings nicht.

Der enthält ein Weiter-So. Er teilt wieder den weitaus grössten Batzen der Haushaltsmittel dem motorisierten Strassenverkehr zu, dem PKW und dem LKW-Verkehr.

Das, was wir brauchen, zum wirklichen und wirksamen Gegensteuern gegen den fortschreitenden bedrohlichen Klimawandel und den rasenden Verlust an Lebensräumen und biologischer Vielfalt, also Biodiversität, schaut komplett anders aus:

Die Basics als Notwendigkeiten zum wirklichen und wirksamen Gegensteuern im Verkehrssektor lauten generell:

  1. Verkehrsvermeidung im Güter- wie im Personenverkehr

  1. Verkehrsverlagerung von Güter- und Personenverkehr auf die umweltverträglichsten Verkehrsträger, vorrangig die Bahn

  1. Gezielte Investitionen in die Infrastruktur nur der umweltverträglichsten Verkehrsträger für Güter- und Personenverkehr, vorrangig in die Bahn-Infrastruktur

Für die Region Ostbayern mitsamt dem Donauraum heisst das nicht weniger als das Unterlassen jedes weiteren Fernstrassenausbaus.

Stattdessen braucht es den Ausbau und die Stärkung der Bahn und des öffentlichen Personenverkehrs, des ÖPNV, der die nötigen Verästelungen und Zubringerfunktionen zum Bahnverkehr übernimmt.

Dazu gehört, dass Nadelöhre in den westlich liegenden Bahnknoten behoben und auch die aus Sicht des Donauraumes quer sowie teils parallel verlaufenden Bahnstrecken schleunigst ausgebaut bzw. beschleunigt werden: Landshut – Plattling, südostbayerisches Chemiedreieck, Elektrifizierung Regensburg – Hof und Regensburg – Landshut - Mühldorf – Freilassing bzw. Salzburg statt der B 15 neu etwa.

Oder Nürnberg – Prag.

Bisher wurden dort die Fernstrassen ausgebaut und auf den Bahnausbau wartet man. Selbst die DB AG fährt mit dem Intercity-Fernbus auf der A 6 von Nürnberg nach Prag, ja sogar schon ab Mannheim und Heidelberg, weil ihre eigene Bahn-Infrastruktur auf dieser Relation kein für den Fernverkehr wettbewerbsfähiges Tempo zulässt. Wer genau das aber zulässt, ist ihr 100 %iger Eigentümer, der Bund.

Eine Ebene drunter:

Bei etlichen Staatsstrassen sieht es nicht viel besser aus: Der Hubert Weiger kommt grade aus Geiselhöring, wo der Streit um die Trasse „Haindling-Süd“ oder die sogenannte Regionaltrasse seit langem tobt. Eine umgehende Sanierung und Beschleunigung der Gäubodenbahn / Labertalbahn verweigert man uns. Doch die könnte einige Umgehungsstrassenstücke und damit viel Landverbrauch erübrigen.

Uns fehlen nach wie vor Schnellbusverbindungen, Diagonal- oder Querverbindungen von zentralen Orten, die zwar an Bahnstrecken liegen, aber zwischen denen nur umständliche Übereckverbindungen bestehen: Dingolfing bzw. Landau – Straubing und weiter nach Cham. Es fehlt sogar eine längst überfällige gemeinsame (!) Nahverkehrsplanung von Stadt Straubing und Landkreis Straubing-Bogen, geschweige denn von dort in die Nachbarlandkreise wie nach Deggendorf. Hierher nach Niederalteich etwa.

Weiteres regionales Beispiel für fehlende Verästelungen und Zubringerfunktion ist Trauerspiel um das mangelnde ÖPNV-Angebot der wichtigen touristischen Zielregion Sankt Englmar. Da gibt es ein seit Jahren uneingelöstes Volksfestversprechen des ehemaligen MdB Ernst Hinsken für ein E-Bus-Shuttle-Projekt für den Stadtbusverkehr und die Linie Straubing – Bogen - Sankt Englmar – Viechtach.

Das Konzept steht, aber es kommt nicht in die Gänge, weil genau die Finanzierung des Eigenanteils, der das Geschenk an die Region darstellen soll, nicht gesichert ist. Da wäre nämlich sein Nachfolger MdB Alois Rainer gefragt. Gerade vor dem Hintergrund, dass er laut derselben Ausgabe des Straubinger Tagblatts mit der Meldung „Doch kein dichterer Takt der Buslinie“ zwei Seiten weiter mit dem Satz zitiert wird: „Haben so viel Geld wie nie“. Da geht es um den Ausbau der B 20. Alles klar, woran und an wem Energie- und Verkehrswende scheitern?

Es fehlt also an allen Ecken und Enden an attraktiven alternativen Angeboten zum Autofahren.

Wenn dann ein Verkehrswachstum beim Fehlen von attraktiven alternativen Angeboten als unabänderbar hin- und als Basis für einen „Ausbaubedarf“ der Fernstrassen hergenommen wird, ist das die Perversion von Ursache und Wirkung. Höchst verlogen.

Ganz oben auf der Bundesebene muss dafür gesorgt werden, dass sich nicht mehr

Rohstoff- und Energieverschwendung rentiert, auch nicht das durch viele politische wie behördliche Fehlentscheidungen und Fehlentwicklungen aufgeblähte Verkehrsaufkommen.

Rentieren soll und darf sich allein das, was auch ökologisch und somit volkswirtschaftlich einzig Sinn macht. Dazu müssen alle Subventionen für den Flugverkehr und den motorisierten Individualverkehr schlichtweg gestrichen werden. Und sei es auch das Dienstwagenprivileg. Es geht nicht an, das man dem Bahn-Fernverkehr den hohen vollen Mehrwertsteuersatz aufbürdet und den Flugverkehr steuerlich verschont und mit weiteren Flughafen-Ausbauvorhaben sogar noch fördert.

Vielmehr braucht es auf allen verbandlichen sowie politischen Ebenen ganz übergreifend ein entschiedenes Eintreten für ein intelligentes ökologisch-soziales Steuersystem, mit dem sich energiesparendes klima- und umweltfreundliches Verhalten aller rentiert und nicht das Verprassen von Ressourcen. Dahin steuern muss der Staat uns alle, die „Wirtschaftssubjekte“ mit einer gerechten ökologisch-sozialen Steuerreform, die eben schonenden Umgang mit der Mitwelt auch finanziell fördert. Das Abaasen des Planeten aber mit den nötigen ordnungspolitischen Vorgaben bestraft und damit verhindert oder zumindest vermindert.

Diese „Basics“ sind die Grundvoraussetzungen für ein ernstzunehmendes Verkehrskonzept mit der nötigen Prioritätenreihung weit über den Donauraum und Ostbayern hinaus. Und zugleich für ein ernstzunehmendes ehrliches Bemühen um Klimaschutz Flächenressourcenschonung und Erhalt von Lebensräumen und biologischer Vielfalt, also Biodiversität.

Wir alle müssen sie einfordern, so wie wir den Verzicht auf weiteren Staustufenbau eingefordert haben.

 

Genauso erfolgreich. Danke!

Mit verdichtetem Stadtbus-Takt ab November 2014 noch flexibler in der Stadt unterwegs



Busfahren so flexibel wie noch nie in Straubing - zur Arbeit, zum Einkaufen, in der Freizeit. Der Stadtbus fährt ab November öfter – da ist man beim Busfahren so flexibel wie noch nie in Straubing - zur Arbeit, zum Einkaufen, in der Freizeit.

Willkommen bei der VCD- Kreisgruppe Straubing – Bogen und beim VCD-Arbeitskreis Ostbayern

Umweltverträgliche Mobilität in Ostbayern, im Landkreis Straubing-Bogen und der kreisfreien Stadt Straubing ist unser Anliegen.

Unsere Anforderungen an eine umwelt- und klimaschonende sozialverträgliche Verkehrsentwicklung in Ostbayern haben wir für Sie komprimiert zusammengestellt:

 

Ihre Ideen, Anregungen oder auch Beschwerden, wo`s nicht so gut geklappt hat mit Fahrrad, Bus oder Bahn, können Sie uns gerne hier mitteilen: 

VCD

Kreisgruppe Straubing-Bogen

Albrechtsgasse 3

94315 Straubing

Tel.: 09421-2512

Fax: 09421-963910

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