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Durchbruch in der falschen Richtung

Angesichts des kürzlich gemeldeten "Durchbruchs" bei der Planung für den Freiburger Stadttunnel und den Falkensteigtunnel hat der VCD seine Kritik an diesen Straßenbauprojekten erneuert. Diese Position wurde auch bei der VCD-Mitgliederversammlung am 24.7.09 von einer breiten Mehrheit bestätigt. Der Umweltverband fordert stattdessen massive Anstrengungen von Stadt und Region zur kurz- und mittelfristigen Verkehrsreduzierung.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sieht in dem kürzlich von Stadt Freiburg, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und Landesregierung vermeldeten "Durchbruch" bei der Planung der beiden Tunnel an der B 31 ein fatales Zeichen des "Weiter-so" beim Ausbau der Straßen-Infrastruktur in der Region. "Dies ist ein Durchbruch in die falsche Richtung, der zu weiteren Ausbaumaßnahmen führen und einem neuen Anstieg des PKW- und LKW-Verkehrs im Breisgau führen wird", so Hannes Linck, der Vorsitzende des regionalen VCD.

Mit der Konzentration auf die weit in der Zukunft liegenden Tunnelbauten wird auch die dringend nötige kurzfristige Entlastung (nicht nur) der Bewohner an der jetzigen B 31 auf die Zukunft verschoben. Dabei werde immer wieder verdrängt, dass ein Großteil des Verkehrs auf dieser Achse nicht von Moskau nach Madrid unterwegs sei, sondern in der Region entstehe.

Die VCD-Mitgliederversammlung hat sich deutlich gegen den Bau dieser Tunnel ausgesprochen. Der Verein fordert, dass die jetzt verplanten Mittel stattdessen dafür eingesetzt werden, dass Stadt und Region Freiburg eine Vorreiterrolle bei der Erprobung rechtlicher und baulicher Maßnahmen übernehmen, die zu einer nachhaltigen Verringerung des klimaschädlichen und die Anwohner belastenden motorisierten Verkehrs führen.

Dass es solche Maßnahmen gebe und dass sie Aussicht auf Erfolg hätten, habe nicht nur die VCD-Veranstaltung mit Prof. Monheim im letzten Jahr gezeigt. Ein gutes Beispiel gebe auch das elsässische Thur-Tal, wo in den letzten Jahren konsequent die Durchgangsstraße zurückgebaut und die Fahrspuren verengt worden seien.

 

Positionspapier zu den Tunnelplanungen

 

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