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Mit dem VCD-Freizeitfahrplan leichter ins Elsass

Der VCD informiert mit der Neuauflage des ‚Freizeitfahrplans für den Eurodistrikt’ über die besten Verbindungen zwischen Südbaden und Südelsass.
Er zieht eine gemischte Bilanz des grenzüberschreitenden Verkehrs und lädt für den 29.6.08 zu einer Fahrt in die Vogesen ein.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. stellte jetzt die 2. Auflage seines erfolgreichen zweisprachigen ‚Freizeitfahrplan für den Eurodistrikt’ vor. Nachdem schon in den vergangenen Jahren fast 30.000 Exemplare verteilt wurden, gibt es jetzt eine aktualisierte Neuauflage mit den Fahrplänen für 2008.

Das attraktiv und übersichtlich gestaltete Heft erscheint rechtzeitig zum Start der ‚Navette des Crêtes’-Saison am kommenden Sonntag, 22. Juni. Es enthält natürlich die ÖPNV-Verbindungen, die die Nutzung der Navette auch für Breisgauer möglich machen.

Aber der Freizeitfahrplan informiert nicht nur über die ‚Navette’, die an Sommersonntagen Ausflügler auf die Vogesenhöhen bringt, sondern auch über alle günstigen Bus- und Bahnverbindungen, die Montag bis Samstag das ganze Jahr über ins Nachbarland führen. In seinem französischen Teil bietet er für die Bewohner des Südelsass die gleichen Informationen über Südbaden. Und er liefert fast 30 anschauliche Tourenbeschreibungen –  immer kombiniert mit aktuellen Fahrplänen.

Mit dem ‚Freizeitfahrplan’ schließt der VCD eine große Informationslücke. Denn trotz ‚Eurodistrikt’ und ‚Metropolregion Oberrhein’ gibt es weder in Freiburg andere Informationen über den ÖPNV im nahen Elsass noch in Colmar und Mulhouse solche über den Bus- und Bahnverkehr in Südbaden. „Doch es gibt einige Verbindungen, mit denen man in zwei Stunden attraktive Ziele auf der anderen Seite des Rheins erreicht. Wir machen sie nutzbar!“ sagt Hannes Linck, der regionale Vorsitzende des Umwelt- und Verbraucherverbandes.

Er nutzte die Vorstellung des neuen Freizeitfahrplanes für eine Bilanz des derzeitigen öffentlichen Verkehrs zwischen Südbaden und dem Oberelsass.
Auf der Habenseite verbucht er das große Engagement der Unternehmen SBG und Kunegel (Colmar), besonders für die Verbindung zwischen Freiburg und Colmar. Dadurch wurde erreicht, dass es ab Dezember 2008 mehr Fahrten zwischen den beiden Städten geben wird. Und auch der regionale Zweckverband ZRF tue viel für den Verkehr ins Elsass, bekomme aber von der Landesregierung deutlich zu wenig Geld, um das Notwendige umsetzen zu können.

Als eine sehr gute Sache sieht Linck auch das (24-Stunden-) RegioElsassTicket, das im ganzen RVF und auf der Buslinie Breisach-Colmar gilt. Die Firma Kunegel erkennt es außerdem auf ihren Buslinien in die Vogesen. „Leider gilt das Ticket allerdings nicht in Richtung Mulhouse, und es ist auch nicht so leicht zu bekommen,“ schränkt der VCD-Vorsitzende ein. Es ist nur bei der SBG am Freiburger Busbahnhof und an den DB-Automaten erhältlich – für den sofortigen Fahrtantritt. So muss man z.B. für die Anfahrt aus den Freiburger Stadtteilen zum Bahnhof entweder ein anderes Ticket nutzen oder das 24-Stunden-Ticket am späten Vorabend kaufen, damit es auch noch für die Rückfahrt gültig ist.

Freude bereitet dem VCD auch die sonntägliche Wiederinbetriebnahme der Bahnlinie von Müllheim nach Mulhouse – eine alte Forderung des Vereins. „Und hierfür gibt es auch in Freiburg erhältliche Tageskarten, die nicht nur auf der Bahnstrecke, sondern auch im Stadtverkehr Mulhouse und im Regionalverkehr der SNCF im Südelsass gelten,“ lobt Linck. Einschränkend bemängelt er, dass diese eben nur an den Sommer- und Adventssonntagen gelten.

„Und dann fehlt leider immer noch eine attraktive Verbindung nach Mulhouse am Samstag.“ Wer an diesem Wochentag den ‚Marché du Canal Couvert’ oder die berühmten Mulhouser Museen besuchen will, muss lange Umwege über Colmar oder Basel in Kauf nehmen.

Schlechte Karten haben im Grenzverkehr auch Menschen, die mit ihrem Rad die Vogesenlandschaft oder den Schwarzwald erkunden wollen. Wer nicht zuerst die weniger interessante Rheinebene durchradeln will, dem bleibt mangels Alternative nur der Transport mit dem Auto.

Für einen attraktiven, dem Eurodistrikt angemessenen öffentlichen Verkehr fordert der VCD

• Einen attraktiven Taktverkehr zwischen Freiburg und Colmar sowie Mulhouse
• Abstimmung der Fahrpläne zwischen den Verkehrsunternehmen beider Seiten, um unnötige Wartezeiten an diesen Knotenpunkten zu vermeiden
• Überall erhältliche Tagestickets, die zumindest im ganzen Eurodistrikt auf allen Regionalverkehrsmitteln gelten
• Verbesserte zweisprachige, überall erhältliche Fahrplaninformationen
• Zweisprachige Durchsagen in den Zügen der Region
• Kostenlose Fahrradmitnahme-Möglichkeiten über den Rhein
• Die Wiedereröffnung der Bahnstrecke Freiburg – Colmar

Um mehr Menschen aus dem Breisgau zu ermutigen, die bestehenden ÖPNV-Möglichkeiten ins Nachbarland zu nutzen, veranstaltet der VCD am Sonntag, 29. Juni 08, einen Ausflug in die Vogesen mit Bus und Bahn, bei dem man an zwei geführten Wanderungen teilnehmen kann. Information und Anmeldung beim VCD unter Tel. 0761-2 58 58 oder Email hlinck@ngi.de.

Den neuen Freizeitfahrplan gibt es ab Montag, 16.6.08, kostenlos in der ‚Mobilitätszentrale am Bertoldsbrunnen’, Salzstraße 1 (Eingang Dreherstraße). Er kann bestellt werden gegen Voreinsendung von 3,- € in Briefmarken an: VCD, Postfach 58 53, 79026 Freiburg.

Der VCD dankt dem ZRF und den Werbepartnern für die Unterstützung des Projektes.