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Weniger Autoverkehr ist möglich!

Das ist das Fazit des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) e.V. nach der vierwöchigen Sperrung der B31 im Höllental. Der Verein fordert die Politiker der Region auf, jetzt rasch Maßnahmen einzuleiten, die Freiburg und den Hochschwarzwald nachhaltig vom LKW- und PKW-Verkehr entlasten.

Durch die Verkehrsentwicklung in den letzten vier Wochen sieht sich der Verein in seiner Ansicht bestätigt, dass der wachsende Autoverkehr nicht naturgegeben ist, sondern sich unter bestimmten Bedingungen auf ein erträgliches Maß zurückführen lässt. "Ohne dass wir schon genaue Zahlen haben, lässt sich doch – auch durch die Beobachtungen der Anwohner der Umleitungsstrecken – feststellen, dass deutlich weniger LWKs und PKWs in dieser Zeit über den Schwarzwald gekommen sind," unterstreicht Hannes Linck, der Vereinsvorsitzende. Die Menschen in St. Märgen und den anderen Orten an der Strecke freuen sich, dass ihre Befürchtungen sich nicht bestätigt haben.

"Nun ist die Politik gefordert, durch geeignete Maßnahmen endlich eine nachhaltige Entlastung für die Anwohner der B31 und die Tourismusregion Südschwarzwald herbei zu führen," so Linck weiter. Man wisse jetzt, was neben der Reduzierung des Straßenraumes wirke: die Umleitung des Schwerlastverkehrs durch entsprechende Informationstafeln und Information der Navigationssysteme. Und zur Verminderung des PKW-Verkehrs habe natürlich der Einsatz zusätzlicher Züge auf der Höllentalbahn beigetragen.

Nach Ansicht des VCD brauche es jetzt weitere Maßnahmen wie Tempo 30 ganztags auf der B31 in Freiburg und ein Nachtfahrverbot für LKWs über 7,5 t auf dieser Strecke. Wenn dann die von möglichen Ausweichverkehren betroffenen Gemeinden mit entsprechenden Verkehrseinschränkungen mitmachten, und die Landesregierung zu einer langfristigen Verbesserung des Bahnangebotes bewegt werde, könnten die Belastungen durch den motorisierten Verkehr reduziert werden, lange bevor später vielleicht einmal Tunnelbauten verwirklicht seien.

Um eine konsequente Politik in diese Richtung zu machen, müsse man natürlich endlich von dem Glauben Abstand nehmen, dass viel motorisierter Verkehr Voraussetzung für Wohlstand sei, und die Belastungen an den Straßen eben in Kauf genommen werden müssten. "Güterfernverkehr gehört auf die Bahn und nicht in den Schwarzwald," betont Hannes Linck und ergänzt, dass Kampagnen für mehr Versorgung aus der Region zusätzlich die LKW-Importe in die Region vermindern könnten.