Oft gestellte Fragen zum Thema Auto & Umwelt
Für die meisten Menschen ist das Auto für die eigene Mobilität kaum verzichtbar. Daher erreichen uns zahlreiche Fragen, die Umweltaspakte, Kostenpunkte oder die Sicherheit des Autofahrens betreffen. Wir haben einige oft gestellte Fragen für Sie zusammengestellt.
Übersicht
- Welche Automodelle sind umweltschonend?
- Was ist bei Winter- bzw. Ganzjahresreifen zu beachten?
- Benzin oder Diesel - was ist besser?
- Wie sinnvoll sind alternative Antriebe in Autos?
- Neues Auto kaufen oder altes Auto weiterfahren?
- Ist „Biodiesel” besser für die Umwelt?
- Was sagt der VCD zu Erdgasfahrzeugen?
- Car-Sharing - privates AutoTeilen
- Wie komme ich mit dem Auto von X nach Y?
Welche Automodelle sind umweltschonend?
Der VCD veröffentlicht jedes Jahr die VCD Auto-Umweltliste. Über 300 Modelle werden in Sachen Verbrauch, Schadstoffausstoß und Lärmemission eingestuft. Alle VCD-Mitglieder erhalten diese jährlich erscheinende Publikation automatisch kostenlos. Sie steht außerdem in unserem Mitgliederbereich kostenlos zum Download bereit.
Welche Winterreifen sind sicher und umweltschonend?
Alle Jahre wieder- wer noch nicht mit Winterreifen fährt, sollte sich spätestens jetzt informieren! Zwar wird das Fahren mit Sommerreifen bei winterlichen Bedingungen erst ab 2006 mit Bußgeld geahndet, dennoch fährt man bei Schnee und Glätte mit passender Bereifung auch heute schon deutlich sicherer. Den aktuellen Test für Winterreifen gibt es von der Stiftung Warentest (Ausgabe 10/2005). Im Test sind auch die Umwelteigenschaften berücksichtigt (Menge enthaltener Weichmacher/PAK, Rollwiderstand, Verschleiß und Lärmemissionen). Hier geht´s zur Test-Übersicht. Wer sich über Details informieren möchte, kann entweder den gesamten Test herunterladen, oder sich direkt an die VCD-Verkehrsberatung wenden.
Was ist bei Winter- bzw. Ganzjahresreifen zu beachten?
Für Autofahrerinnen und Autofahrer wird es im Herbst Zeit, an den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen zu denken. Verkehrsexperten raten nach der Faustregel
"von O bis O" - von Oktober bis Ostern - zu Winterreifen. Die verbreitete „Sieben-Grad-Regel”, wonach Sommerpneus ab sieben Grad über dem Gefrierpunkt schlechtere Eigenschaften aufweisen als Winterreifen, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Nicht eindeutig geregelt ist, ab wann die Witterungslage Winterreifen erforderlich macht. Seit Mai 2006 ist die Straßenverkehrsordnung um folgenden Passus ergänzt: „Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen. Hierzu gehören insbesondere eine geeignete Bereifung und Frostschutzmittel in der Scheibenanlage.” 20 Euro Verwarnungsgeld drohen, wenn man er bei Polizeikontrollen in Matsch und Schnee mit Sommerreifen erwischt wird; bei Behinderungen oder Unfällen sind gar 40 Euro und einen Punkt in Flensburg fällig. Von einer Winterreifenpflicht in Deutschland kann man dennoch nicht sprechen, denn der Gesetzgeber hat nirgendwo definiert, was genau eine geeignete Bereifung ist. Fest steht lediglich, dass Sommerreifen bei Matsch, Eis und Schnee tabu sind. Dennoch gilt: Auch wer Winterreifen hat aufziehen lassen, ist vor Unfällen nicht gefeit. Deshalb die Fahrweise stets den Wetterverhältnissen anpassen! Wer bei Eis und Schnee das Auto stehen lassen kann, darf übrigens auch nach der neuen Straßenverkehrsordnung getrost die Sommerreifen am Wagen lassen und auf den Frühling warten.
Einige Tipps zum Thema Winterreifen:
Profiltiefe:
Laut Gesetz muss die Mindestprofiltiefe von Reifen 1,6 mm betragen. Insbesondere bei Schnee, Matsch und Eis ist dies völlig unzureichend. Wir empfehlen bei Winterreifen bzw. Ganzjahresreifen eine Profiltiefe von mindestens 4 mm.
Übertragbarkeit von Testergebnissen auf andere Reifengrößen:
Diese ist nur gewährleistet , wenn der Reifentyp (Hersteller und Typ), die Reifendimension (gleicher Reifendurchmesser und −querschnitt, bei der Reifenbreite ist eine Abweichung von +/- 10 mm erlaubt) sowie der Speed-Index identisch sind. Beispiel: Das Testergebnis den Goodyear Ultra Grip 7 der Reifendimension 175/65 R 14 T (Sieger Stiftung Warentest 2005) kann auch auf Reifen der Dimensionen 165/65 R 14 T sowie 185/65 R 14 T des gleichen Reifentyps übertragen werden. Bei Abweichungen davon können Testergebnisse lediglich als Orientierungshilfe dienen.
Winterreifen oder Ganzjahresreifen?
Die Entscheidung ist von der individuellen Fahrzeugbenutzung abhängig. Grundsätzlich eignen sich Ganzjahresreifen für Menschen, die in der Stadt leben, ihr Auto im Winter nur sehr selten bewegen und nicht im Hochgeschwindigkeitsbereich unterwegs sind. Da nur ein Satz Reifen benötigt wird, erspart sich der Autobesitzer Kosten und Aufwand für das Umstecken der Räder. Zudem bedarf es keiner geeigneten Abstellmöglichkeit für die Lagerung der nicht benötigten Reifen. Allerdings schneiden Ganzjahresreifen in Tests meist schlechter ab als Winterreifen. Ganzjahresreifen zeigen Schwächen auf Schnee, auf Eis ist der Grip eher schlecht. Daher sollte man mit Ganzjahresreifen auf glatten Straßen noch vorsichtiger unterwegs sein.
Welche Bedeutung haben das M+S-Symbol bzw. das Schneeflockensymbol?
Autofahrerinnen und Autofahrer müssen in der kalten Jahreszeit Pneus mit dem auf der Reifenflanke aufgeprägten Kürzel M+S − für Matsch und Schnee − oder Reifen mit dem Kürzel in Kombination mit einem Schneeflockensymbol montieren. Doch nicht nur Winterreifen, auch Ganzjahresreifen können das M+S-Symbol tragen, das darüber hinaus kein geschütztes Gütesiegel ist. Auf dem deutschen Markt tauchen immer häufiger in Asien gefertigte Reifen mit dem Zeichen auf, die den Ansprüchen von Winterreifen nicht genügen. Experten raten daher zum Kauf von Reifen mit dem Schneeflockensymbol, da diese standardisierten Tests unterzogen werden und gewisse Mindestanforderungen in Bezug auf ihre Haftung bei Schnee und Eis erfüllen müssen.
Welcher Reifen soll es sein?
Neben Tauglichkeit auf Eis und Schnee sollten Verbraucher darauf achten, dass die Reifen möglichst umweltfreundlich sind. Ein guter Reifen zeichnet sich durch wenig Abrieb und leise Rollgeräusche aus; außerdem sollte er nur wenige oder am besten gar keine Weichmacher (sog. PAK) enthalten. Detaillierte Testberichte finden sich beispielsweise bei Stiftung Warentest
Lagerung:
Der Reifengummi wird durch Wärme, Feuchtigkeit und bei direkter Sonneneinstrahlung schneller brüchig. Daher die Reifen trockenen, kühl und möglichst dunkel lagern; Kontakt zu Lösungsmittel wie Benzin oder Öl vermeiden. Reifen ohne Felgen werden stehend gelagert, mit aufgezogenen Felgen hingegen liegend. Pneus auf Schäden wie Risse, Ausbeulungen und ungleichmäßigen Abrieb kontrollieren und gegebenenfalls ersetzen.
(Quelle: fairkehr 6/2006)
Benzin oder Diesel - was ist besser?
Diesel-Motoren haben generell den Nachteil, krebserzeugende Rußpartikel auszustoßen. Ein Partikelfilter reduziert sowohl die Partikelmasse, als auch die Zahl gesundheitsgefährdender Kleinstpartikel. Wir haben eine Liste der Diesel-Pkw mit serienmäßiger Partikelfilter-Ausrüstung sowie Informationen zur Nachrüstung für Sie zusammengetragen. Auch der niedrigere Verbrauch von Dieselfahrzeugen kann den Nachteil der Partikel-Emissionen nur teilweise wettmachen. Welche Diesel-Fahrzeuge überhaupt in Frage kommen, sagt Ihnen die VCD Auto-Umweltliste.
Wie sinnvoll sind alternative Antriebe in Autos?
Erdgas, Sonne und Raps - Alternativen zu herkömmlichen Antrieben sind vorhanden, aber nur wenige sind marktreif und in großem Umfang einsetzbar. Der VCD setzt deshalb auf die Optimierung der gängigen (Otto-)Verbrennungsantriebe (Drei-Liter-Auto, Einsatz schwefelarmer Kraftstoffe) und auf die Förderung des Erdgas-Antriebs. Weitere Informationen finden Sie in unserem Diskussionspapier (pdf, 406 KB).
Neues Auto kaufen oder altes Auto weiterfahren?
Der VCD hat in einem Diskussionspapier eine Entscheidungsgrundlage für all diejenigen erarbeitet, die wissen möchten, ab wann es sich nicht mehr lohnt ein altes Auto weiter zu fahren und man sich besser ein neues anschafft. Mitglieder können sich dieses Papier kostenlos in dem Mitgliederbereich downloaden. Nichtmitglieder können es in unserem Shop online bestellen.
Ist „Biodiesel” besser für die Umwelt?
Biodiesel (RME aus Rapsöl) eignet sich ökologisch und ökonomisch nicht als Ersatz für herkömmlichen Diesel-Treibstoff. An sich schwefelarmes RME bewirkt beim Fahrzeugbetrieb einen höheren Stickoxidausstoß. Auch beim Partikelausstoß gibt es keine entscheidenden Vorteile, da die Verwendung von Partikelfiltern beim Biodiesel bisher nicht möglich ist, ergeben sich langfrisitg sogar schlechtere Werte, als bei Dieselfahrzeugen mit serienmässigem Partikelfilter. Zwar ist der deutlich geringere Ausstoß des Treibhausgases CO2 von Vorteil, aber EU-weit stehen nur Anbauflächen für ca. 0,5% des deutschen Dieselbedarfs zur Verfügung. Bei intensivem Anbau von Raps in Monokulturen kommt es zu Bodenversauerung und der hohe Düngereinsatz führt zu erheblichen Emissionen von Lachgas, dessen Wirkung auf das Klima um ein Vielfaches gravierender ist, als die von CO2. Einzig in Bereichen wie der Binnenschifffahrt und Holzwirtschaft erscheint der Einsatz von RME-Produkten aus Gründen der guten biologischen Abbaubarkeit sinnvoll.
Um Biodiesel gegenüber herkömmlichem Dieselkraftstoff wettbewerbsfähig zu machen, muss dauerhaft doppelt subventioniert werden: Durch Agrarsubventionen und die Befreiung von der Mineralölsteuer. Zur Zeit wäre der Preis von Biodiesel ohne Subventionen etwa doppelt so hoch, wie der von herkömmlichem Diesel.
Was sagt der VCD zu Erdgasfahrzeugen?
Erdgasfahrzeuge sind längst über das Versuchsstadium herausgekommen. Die Verbrennung von Erdgas ist sehr sauber. Aus modernen Motoren mit Drei-Wege-Katalysator kommen extrem wenig gesundheitsschädigende Abgase, noch etwas weniger als bei Euro4-Benzinern, viel weniger als bei Dieselfahrzeugen. Bei der Emission des Treibhausgases CO2 schneidet der Gasantrieb deutlich besser ab, als Benziner gleicher Größe. Weitere Infos zu Erdgasfahrzeugen, Fördermitteln und Tankstellen finden Sie beim Trägerkreis Erdgasfahrzeuge.
Car-Sharing - privates AutoTeilen
Wann lohnt sich Car-Sharing, wie funktioniert es? Informationen dazu finden Sie im Faltblatt "Carsharing" (pdf, 889 KB). Eine umfassende Auswahl von Car-Sharing-Anbieter bietet der Bundesverband CarSharing e.V. Auf dem Land sind die Car-Sharing-Organisationen kaum präsent. Als Alternative bietet sich dann das private AutoTeilen an. Ein zwischen den Nutzern abgeschlossener Nachbarschaftsauto-Vertrag legt die Rechte und Pflichten von jedem Teilnehmer sowie die Kostenaufteilung fest. Musterverträge können VCD-Mitglieder kostenlos in unserem Mitgliederbereich downloaden. Nichtmitglieder können den Vertrag online in unserem Shop bestellen.
Wie komme ich mit dem Auto von X nach Y?
Der Reiseplaner von ptv zeigt Ihnen den Weg. Bei www.sellpage.de finden Sie eine Übersicht über Adressen und Internetseiten, die über Staumeldungen in Deutschland und Europa informieren. Informationen über Autobahngebühren in ganz Europa finden Sie dort ebenfalls.


