VCD Pressemitteilung http://www.vcd.org/ Pressemmitteilungen des VCD (Verkehrsclub Deuschland) de_DE VCD Thu, 22 Aug 2019 14:29:06 +0200 Thu, 22 Aug 2019 14:29:06 +0200 TYPO3 EXT:news news-3480 Thu, 08 Aug 2019 15:19:53 +0200 Zum Schulanfang: Drei Tipps, wie Kinder sicher zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten kommen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/zum-schulanfang-drei-tipps-wie-kinder-sicher-zu-fuss-zur-schule-und-zum-kindergarten-kommen/ „Mitmachen und Elterntaxi stehen lassen!“ - Das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD rufen zum Schulbeginn alle Kinder dazu auf, den Schulweg möglichst zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad zurückzulegen. Gemeinsame Pressemitteilung von VCD und Deutschem Kinderhilfswerk e.V.

Berlin, 09.08.2019. Fast die Hälfte aller Grundschulkinder in Deutschland wird mit dem Auto zur Schule gefahren. Laut der Studie „Mobilität in Deutschland“ von 2017 sind es 43 Prozent. Nur rund ein Drittel der Kinder geht zu Fuß, 13 Prozent kommen mit dem Fahrrad und 10 Prozent mit dem Bus. Laufen Kinder schon morgens zu Fuß zur Schule oder zum Kindergarten, fördert dies ihre körperliche und geistige Entwicklung. Die Kinder lernen dabei, sich selbstständig und sicher im Verkehr zu bewegen. Aktive Kinder sind den Tag über entspannter und können sich besser konzentrieren. Gerade zum Schulstart der Erstklässler ist es wichtig, die Kinder von Anfang an in ihrer Eigenständigkeit zu unterstützen und ab Schulbeginn mit ihnen sichere Wege zu Schule und Kita zu Fuß einzuüben.

Das Deutsche Kinderhilfswerk und der VCD geben Eltern, Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrkräften drei Tipps, wie Kinder sicher ohne Elterntaxi zur Schule und zum Kindergarten gelangen können.

Tipp 1: Laufgemeinschaften bilden

Für den Weg zur Schule können Eltern oder auch Kinder selbst sogenannte Laufbusse organisieren. Hierbei werden an unterschiedlichen Stellen vor Ort Haltestellen vereinbart, an denen sich die Kinder aus der Nachbarschaft verabreden, um von dort aus gemeinsam zur Schule zu gehen. Kinder, die zusammen mit Freunden den Schulweg zurücklegen, lernen, auf andere aufzupassen. Ihr soziales Verhalten wird gefördert und sie können auf dem Weg zur Schule Freundschaften pflegen oder schließen.

Tipp 2: Roller- und Fahrradständer bauen

Ist der Schulweg zu lang zum Laufen, sind Tretroller oder Fahrräder eine gute Alternative. Roller- und Fahrradständer vor Schulen und Kitas helfen den Kindern, ihre Fortbewegungsmittel sicher und ordentlich abzuschließen. Dabei lernen sie außerdem, sich eigenverantwortlich um ihre Roller und Fahrräder zu kümmern. Zunächst sollten Eltern den Kontakt mit der Schulleitung aufnehmen, um den Bedarf abzuklären. Ist dieser geregelt, ist es oft hilfreich, wenn sich die Schulleitung oder eine Gruppe von Eltern um einen lokalen Sponsor bemüht. Gemeinsam kann Material angeschafft und die Montage vorgenommen werden.

Tipp 3: Schulstraßen beantragen

Um die unübersichtlichen und gefährlichen Situationen durch Elterntaxis vor Schulen und Kitas in den Griff zu bekommen, haben Eltern die Möglichkeit, einen Brief an ihre Schulleitung zu schreiben. Schulleitungen können sich wiederum an die Kommunen wenden und diese dazu auffordern, die Straße vor der Schule oder Kita als Schulstraße mit temporären Durchfahrtsbeschränkungen auszuweisen, wenn es die Lage der Schule erlaubt. Das Deutsche Kinderhilfswerk und der VCD unterstützen die Eltern sowie die Schulleitung mit jeweils einer Briefvorlage. Beide können online unter www.zu-fuss-zur-schule.de/Briefvorlagen_Schulstrasse.pdf heruntergeladen werden.

Stephanie Päßler, VCD-Projektleitung „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“: „Viele Eltern fahren ihre Kinder mit dem Auto direkt bis vor das Schultor oder die Kita, damit sie sicher ankommen. Doch gerade diese Elterntaxis machen den Schulweg gefährlicher und sorgen vor vielen Schulen und Kitas für Chaos. Sind weniger Autos unterwegs, werden die Straßen sicherer und die Luft vor den Schulen wird besser. Mit unseren Tipps möchten wir Eltern und Schulen unterstützen, damit Kinder auch zu Fuß oder mit dem Rad oder Roller sicher und selbstständig zur Schule und zum Kindergarten kommen."

Claudia Neumann, Expertin für Spiel und Bewegung des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Ein eigenständig zurückgelegter Schulweg sorgt für mehr Bewegung im Alltag der Kinder, bringt Spaß, fördert die Selbstständigkeit und ist zudem gut für die Umwelt. Um das Elterntaxi überflüssig zu machen, greifen wir Eltern und Schulen gern mit konkreten Anregungen für die praktische Umsetzung vor Ort unter die Arme. Außerdem geben wir Handlungsempfehlungen, um das grundsätzliche Elterntaxiproblem mit Hilfe von Politik und Verwaltung nachhaltig zu lösen.“

Unter dem Motto „Mitmachen und Elterntaxi stehenlassen!“ rufen das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD vom 16. bis 27. September 2019 Schulen und Kindertageseinrichtungen in ganz Deutschland zu den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ auf. Im letzten Jahr hatten rund 80.000 Kinder aus mehr als 3.500 Schulklassen in ganz Deutschland mitgemacht. Wer auch in diesem Jahr während der Aktionstage zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller zur Schule oder Kindertagesstätte kommt oder kommen möchte, kann sich unter www.zu-fuss-zur-schule.de anmelden. Auf der Webseite können auch Aktions- und Spielideen eingesehen, die konkreten Tipps heruntergeladen sowie Materialien bestellt werden. Zudem nehmen alle bis Ende August online registrierten Projekte an einem Ideenwettbewerb teil, bei dem es tolle Preise zu gewinnen gibt.

Weitere Informationen:
Aktionstage „Zu Fuß zur Schule“: www.zu-fuss-zur-schule.de
Weitere Tipps für den sicheren Schulweg: www.vcd.org/sicher-zur-schule.html

Pressekontakt:
Lisa Feitsch, VCD-Pressereferentin • Tel.: 030-280351-18 • Mail: presse@vcd.org • Internet: www.vcd.org • Twitter: @VCDeV 

Uwe Kamp, Pressesprecher des Deutschen Kinderhilfswerkes • Tel.: 030-308693-11 • Mobil: 0160-6373155 • Mail: presse@dkhw.de • Internet: www.dkhw.de und www.facebook.com/dkhw.de • Twitter: @DKHW_de

Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen!

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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news-3471 Mon, 29 Jul 2019 12:03:00 +0200 „Mehrwertsteuer im Bahnverkehr senken ist überfällig“ http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/mehrwertsteuer-im-bahnverkehr-senken-ist-ueberfaellig/ Der VCD begrüßt den Vorschlag des CSU-Vorsitzenden Markus Söder, die Mehrwertsteuer im Bahnfernverkehr zu senken.
VCD-Bahnexperte Philipp Kosok: „Da zunehmend positive Signale aus der Bundespolitik kommen, die Mehrwertsteuer im Bahnverkehr zu senken, erwarte ich eine Umsetzung noch in diesem Jahr. Die Deutsche Bahn hat ankündigt, dass die Einsparungen den Fahrgästen zugutekommen sollen, deshalb können Bahnkunden sich vermutlich auf niedrigere Ticketpreise freuen. Die Bahnunternehmen wären aber gut beraten, einen Teil der gesparten Abgaben in zusätzliche Züge und Personal zu investieren. Das Angebot auf der Schiene muss deutlich ausgeweitet werden.“
Um mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern, sollte nach Ansicht des VCD zudem eine Mehrwertsteuer auf internationale Flugtickets eingeführt werden. So könnten die Steuerausfälle durch die billigeren Bahntickets kompensiert werden.

Pressekontakt:
Philipp Kosok, VCD-Bahnexperte • Telefon 030/280351-36 • philipp.kosok@vcd.org bzw. VCD-Pressesprecherin Franziska Fischer • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3470 Thu, 18 Jul 2019 10:05:00 +0200 VCD fordert Klimakabinett zu entschlossenem Handeln auf: CO2-Steuer muss kommen – auch im Flugverkehr http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-fordert-klimakabinett-zu-entschlossenem-handeln-auf-co2-steuer-muss-kommen-auch-im-flugverkeh/ Die Bundesregierung muss angesichts der Klimakrise die Verkehrswende endlich konsequent in Angriff nehmen. Ohne Einführung einer CO2-Steuer wird Deutschland seine Klimaziele bis 2030 nicht erreichen. Auch der Flugverkehr muss in die Pflicht genommen werden.
Berlin, 18. Juli 2019. Vor der heutigen Sitzung des Klimakabinetts fordert der ökologische Verkehrsclub VCD dazu auf, die jüngsten Regierungsgutachten ernst zu nehmen und umzusetzen. Dabei ist aus Sicht des VCD eine CO2-Steuer einer Ausweitung des Emissionshandels vorzuziehen, denn sie ist sofort umsetzbar und die Zeit drängt.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD: „Jetzt darf sich niemand mehr mit leeren Floskeln aus der Verantwortung stehlen. Die Zeit der Ausflüchte ist vorbei. Wer die Beschlüsse des Pariser Klimaabkommens ernst nimmt, muss jetzt handeln. CO2 ist ein Klimakiller, und ein wichtiges Element einer neuen Klimapolitik muss die Einführung einer CO2-Steuer sein.“

Vor allem im Mobilitätsbereich hinkt Deutschland beim Erreichen seiner Klimaschutzziele massiv hinterher. Aktuell liegen die CO2-Emissionen im Verkehr mehr als drei Prozent über dem Ausgangswert von 1990. Der Grund: Gestiegene Fahrleistungen sowie der Trend zu größeren Autos. Eine CO2-Steuer muss deshalb aus Sicht des VCD so gestaltet sein, dass sie zu grundlegenden und nachhaltigen Änderungen im Verkehrsverhalten führt. Ein sozialer Ausgleich kann über eine Klimaprämie hergestellt werden, die an alle Bürger in gleicher Höhe ausgezahlt wird. Um Planungssicherheit zu garantieren, müssten CO2-Steuer und Klimaprämie jährlich angehoben werden.

Michael Müller-Görnert: „Die Gegner einer CO2-Steuer versuchen, ökologische und soziale Gerechtigkeit gegeneinander auszuspielen, aber das ist falsch! Wir müssen erreichen, dass klimaverträgliche Mobilität belohnt wird. Wer viel mit großen Spritschluckern unterwegs ist, sollte mehr bezahlen. Wer viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad fährt, oder als Pendler ein E-Auto benutzt, sollte profitieren.“

Darüber hinaus begrüßt der VCD den Vorstoß von Bundesumweltministerin Svenja Schulze, auch den ungebremst wachsenden Flugverkehr stärker in die Pflicht zu nehmen. Kerosin muss endlich besteuert werden. Bis es soweit ist, sollte die bestehende Luftverkehrsteuer erhöht werden. Um den Ausstoß von Kohlendioxid wirksam zu reduzieren, müssen aber auch andere Maßnahmen in Angriff genommen werden, darunter ein generelles Tempolimit auf Autobahnen.
 

Pressekontakt:
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org  • Twitter: @VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3468 Tue, 16 Jul 2019 10:05:00 +0200 Per E-Scooter unterwegs: Gut versichert mit dem VCD http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/per-e-scooter-unterwegs-gut-versichert-mit-dem-vcd/ E-Scooter können eine umweltfreundliche Alternative sein, um in der Stadt mobil zu sein. Einen Monat nach ihrer Zulassung gibt es aber auch viel Kritik an den elektrisch betriebenen Tretrollern und erste schwere Unfälle. Die VCD Service GmbH bietet neben bedarfsgerechten Unfallversicherungen nun auch eine spezielle Haftpflichtversicherung für E-Scooter an.
Berlin, 16. Juli 2019. Damit Sie sicher mit dem E-Scooter unterwegs sind, sollten Sie gut auf andere Verkehrsteilnehmer achten und einzeln hintereinander fahren. Zu zweit auf einem Roller fahren ist nicht erlaubt. Wer mit dem eigenen E-Scooter unterwegs ist braucht in jedem Fall eine Haftpflichtversicherung. Die VCD Service GmbH und ihr Partner „Die Bayerische“ bieten auf Wunsch auch Teilkasko-Schutz an. Um für den Verkehr zugelassen zu sein, müssen E-Scooter eine amtliche Betriebserlaubnis sowie eine Brems- und Lichtanlage haben. Eine Führerscheinpflicht besteht nicht. E-Scooter dürfen ab 14 Jahren genutzt werden, allerdings nicht auf Gehwegen.  

Vorteile der E-Scooter-Versicherung

  • Günstige Prämie: Haftpflichtversicherung ab 30,75 Euro pro Jahr.
  • Jahresprämie mit Teilkasko-Versicherung: ab 61,65 Euro. So sind Sie gegen Diebstahl von Fahrzeugteilen versichert. In der Teilkasko gilt pro Schadenfall ein Selbstbehalt von 150 Euro.
  • Ihr neues Kennzeichen erhalten Sie ganz einfach online, es ist immer bis Ende Februar gültig. Deswegen wird auch die Versicherungsprämie immer bis Ende Februar berechnet.    

Mehr Informationen und Antrag zum Download auf: https://www.vcd-service.de/die-produktpalette/e-scooter-versicherung/produkt/

Sicher unterwegs mit dem E-Scooter: Alle Fragen und Antworten im VCD Verkehrswende Blog: https://www.vcd.org/startseite/newsroom-uebersicht/vcd-verkehrswende-blog/fragen-und-antworten-rund-um-e-scooter/


Pressekontakt:
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org  • Twitter: @VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3467 Fri, 12 Jul 2019 18:34:41 +0200 Parkplatz als Bühne: VCD veranstaltet kleinstes Kulturfest Berlins auf zwölf Quadratmetern http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/parkplatz-als-buehne-vcd-veranstaltet-kleinstes-kulturfest-berlins-auf-zwoelf-quadratmetern/ Mit Musik, Diskussion und Theater auf besetztem Pkw-Parkplatz in Berlin fordert der ökologische Verkehrsclub VCD eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung und mehr Freiraum für Bürger statt Parkraum für Autos. Berlin, 13.07.2019. Rund zwölf Quadratmeter beansprucht ein parkendes Auto im öffentlichen Raum – und das im Durchschnitt 23 Stunden täglich. Statt Fläche zum Entspannen und für Austausch zu bieten, reiht sich dort ein Pkw an den anderen. Der ökologische Verkehrsclub VCD veranstaltete heute das kleinste Kulturfest Berlins „12qmKultur“ und zeigte: Öffentliche Flächen können auch anders genutzt werden als nur für parkende Autos. Von 14 bis 20 Uhr lud der VCD im Berliner Kollwitzkiez Anwohner auf einem besetzten Parkplatz dazu ein, gemeinsam zu Swing der 30er-Jahre zu tanzen, sich beim Varieté-Theater zu amüsieren und sich von einer Lesung inspirieren zu lassen.

Ole Kamm, Projektleiter „Lebenswerte Städte“ beim VCD: „Wir fordern Freiraum für Anwohner statt Parkplätze für Autos. Parkende Autos zerschneiden den öffentlichen Raum, schaffen gefährliche Situationen für Fußgänger und Radfahrer und verschärfen den Platzmangel in den Städten. Mit 12qmKultur möchte der VCD zeigen: Der öffentliche Raum kann sinnvoller genutzt werden als für parkende Autos – zum Beispiel als Ort, um Nachbarn zu begegnen, sich kennenzulernen und auszutauschen.“

Der VCD fordert von der Bundesregierung, die im Straßenrecht verankerte Parklogik umzukehren. Die Straßenfläche stünde dann vorrangig Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung. Das Parken von Autos im öffentlichen Raum wäre nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt. Derzeit ist eine Reform der Straßenverkehrsordnung (StVO) geplant. Darin müsse Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die Privilegien des Autoparkens gezielt abbauen, um Städte sicherer und lebenswerter zu machen.

„Die autofixierte Verkehrspolitik verdrängt das gesellschaftliche Leben von der Straße. Gewinnen die Menschen Räume zur Gestaltung ihres Lebensumfeldes, ist zum Beispiel Platz für spielende Kinder, das Pflanzen von Blumen und Kräutern oder für Nachbarschaftsfeste wie 12qmKultur“, sagt Kamm.

Bereits heute haben es die Kommunen in der Hand, Verkehrsflächen umzuwidmen und so die Stadt lebenswerter zu gestalten. Sie können den Rad- oder Fußverkehr bevorzugen oder Parkplätze zu Spielplätzen und anderen Aufenthaltsräumen umgestalten. Der VCD fordert Kommunen auf, diese Möglichkeiten zu nutzen. Zudem sollten die Kommunen das Parken von Pkw mit einer flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung steuern und Parkfläche angemessen bepreisen. Der bundesweit geltende maximale Gebührensatz von 30,70 Euro pro Jahr für Anwohnerparken ist nach Ansicht des VCD auszuschöpfen.

Wie Flächen im Straßenraum zugunsten der Bewohner umverteilt werden können, haben andere Städte in Europa längst vorgemacht. In Paris gehört seit 2016 eines der Seine-Ufer allein den Fußgängern und Radfahrern. In Wien ist in der Mariahilfer Straße, einer Hauptverkehrsstraße der Stadt, seit 2013 eine beliebte Begegnungszone entstanden. In Berlin zeigt das Kulturfest 12qmKultur den Bürgern, welche Vorteile es hat, wenn der öffentliche Raum zuerst den Menschen und nicht dem Auto gehört.

Pressebilder der Aktion finden Sie im Laufe des Tages unter: www.vcd.org/service/presse/bildmaterial/aktionsfotos

Weitere Termine der 12qmKultur-Reihe sind der 10. August in Kreuzberg und der 31. August in Rixdorf, Neukölln. Das Kulturfest findet in Anlehnung an den jährlich stattfindenden, internationalen Park(ing) Day statt. Auf der ganzen Welt besetzen Bürger an diesem Tag Pkw-Parkplätze, um den öffentlichen Raum für Nachbarschaftsfeste, Spiele und Austausch zu nutzen. In diesem Jahr findet der Park(ing) Day am 20. September statt.
Mehr Info zu 12qmKultur finden Sie hier: www.vcd.org\12qmkultur

Pressekontakt:
Lisa Feitsch • VCD-Pressereferentin • Mobil 0171/6052409 • Fon 030/280351-18 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3466 Fri, 05 Jul 2019 13:00:00 +0200 „Erster Schritt zu einem konsequenten Klimaschutzgesetz“: VCD zu den Plänen von Umweltministerin Schulze für eine C02-Steuer http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/erster-schritt-zu-einem-konsequenten-klimaschutzgesetz-vcd-zu-den-plaenen-von-umweltministerin-sc/ Berlin. Bundesumweltministerin Svenja Schulze will eine CO2-Steuer schrittweise einführen und mit Hilfe einer „Klimaprämie“ sozialverträglich gestalten. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die Äußerungen der Umweltministerin – angesichts sich überschlagender Meldungen vom Klimakollaps: teurer Hochwasserschutz für die Halligen in der Nordsee oder Ausrufung des Klimanotstandes in Düsseldorf. Der VCD verlangt deshalb schnelles, konsequentes Handeln und kritisiert den Widerstand von Autoindustrie sowie Verkehrs- und Wirtschaftsministerium gegen eine klimaverträgliche Verkehrspolitik.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Spätestens seit der Klimakonferenz von Rio 1992 ist klar, dass etwas gegen den Klimawandel getan werden muss. Der VCD hat bereits in den 1990er Jahren die Einführung einer CO2-Steuer mit sozialen Ausgleichszahlungen und einen globalen Klimafonds gefordert. Hätten Bundesregierung und Kommunen nicht so lange im Tiefschlaf gelegen, dann müsste man jetzt keinen Klimanotstand ausrufen. Jetzt muss umgehend gehandelt werden! Der VCD fordert ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz noch in diesem Jahr. Wer klimafreundlich mit dem Fahrrad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, sollte belohnt werden. Die Abhängigkeit vom Auto muss dringend reduziert werden. Wer jetzt noch einen spritdurstigen SUV kauft, sollte wissen, dass die Tankrechnung von Jahr zu Jahr höher wird. Die Pläne der Umweltministerin gehen schon mal in die richtige Richtung. Die finanziellen Anreize – vorgesehen sind zunächst 80 Euro pro Jahr für jeden Einwohner – und die angestrebten Steuersätze – 35 Euro pro Tonne CO2 im Jahr 2020 bis zu 180 Euro 2030 – könnten beide durchaus höher ausfallen, damit die CO2-Emissionen schnell sinken. Den Lackmustest, ob die Umweltministerin ihre Pläne auch durchsetzen kann, erleben wir bei den nächsten Treffen des Klimakabinetts.“

Pressekontakt: Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher • Fon 030/280351-11 • gerd.lottsiepen@vcd.org bzw. VCD-Pressestelle • Fon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3457 Tue, 25 Jun 2019 11:00:00 +0200 Die Stadt als Wohnzimmer: VCD veröffentlicht Visionsbuch „Mit Füßen und Pedalen - Hol dir deine Stadt zurück!“ http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/die-stadt-als-wohnzimmer-vcd-veroeffentlicht-visionsbuch-mit-fuessen-und-pedalen-hol-dir-deine-sta/ Neue VCD-Publikation zeigt Auswirkungen der autogerechten Stadt auf Lebensqualität, Gesundheit und Umwelt. VCD fordert fußgänger- und fahrradfreundliche StVO-Reform. Berlin. Wird der Verkehr in den Städten weg vom Auto und hin zu mehr Fuß- und Radverkehr organisiert, wirkt sich dies positiv auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Sicherheit der Menschen aus. Das zeigt das heute vom ökologischen Verkehrsclub VCD veröffentlichte Visionsbuch „Mit Füßen und Pedalen - Hol dir deine Stadt zurück!“. Mit Bildmontagen sowie eindrücklichen Fakten aus Stadtplanung, Soziologie und Verkehrspolitik stellt das Buch die Geschichte, die Folgen und die gesellschaftlichen Kosten der heutigen, autogerechten Stadt dar. Gleichzeitig zeigt es Visionen und Beispiele auf, wie Straßen in der Stadt besser genutzt werden können, als hauptsächlich von Autos. Der VCD fordert, Fußgängern und Radfahrern mehr Raum zu geben und den Autoverkehr zu reduzieren. Dafür muss unter anderem in der anstehenden Reform der Straßenverkehrsordnung Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts eingeführt, das Bußgeld für Falschparken auf mindestens 100 Euro angehoben und das Parken von Pkw teurer werden.

Katja Täubert, VCD-Sprecherin für Fußverkehr: „Ob Menschen sich in ihrer Umwelt wohlfühlen, hängt auch maßgeblich davon ab, wie der Lebensraum Stadt gestaltet ist. Im Moment dominiert in unseren Städten der Autoverkehr. Wir können uns Straßen nur schwer als etwas anderes als Fahrbahn für Autos vorstellen. Doch Straßen können mehr sein als reine Fahrbahn, um von A nach B zu kommen. Sie sollten Orte sein zum Entspannen, zum Reden und zum Entdecken, ein zweites Wohnzimmer. Der Platz dazu wird frei, wenn viele Menschen zu Fuß und dem Rad unterwegs sind.“

Rund 60 Prozent der Menschen, die bislang kein Rad fahren, würden dies nach eigener Aussage tun, wenn die Wege dafür sicherer wären. Da 40 Prozent der Autofahrten in der Stadt kürzer als fünf Kilometer sind und zehn Prozent sogar kürzer als zwei Kilometer, könnten viele Autofahrten leicht durch Rad- und Fußstrecken ersetzt werden. Laut einer Untersuchung aus Dänemark kostet ein mit dem Auto gefahrener Kilometer eine Stadt rund 16 Cent. Darin eingerechnet sind externe Kosten verursacht durch Stau, Verkehrsunfälle und Luftverschmutzung. Ein mit dem Rad gefahrener Kilometer bringt einer Kommune hingegen 23 Cent ein.

Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr: „Täglich verunglücken knapp 700 Menschen bei Zusammenstößen im Verkehr in Städten und Ortschaften. Die Stickoxidwerte in der Luft sinken zu langsam und Kinder können sich oft nicht draußen frei bewegen, weil der Straßenverkehr zu gefährlich ist. Wir müssen den Pkw-Verkehr reduzieren. Wird Tempo 30 innerorts zur Regelgeschwindigkeit, wird der Fuß- und Radverkehr deutlich sicherer und damit attraktiver. Gleichzeitig muss Parken teurer werden. Es kann nicht sein, dass man beispielsweise als Anwohner in Berlin gerade einmal zehn Euro im Jahr für seinen Parkplatz zahlt. In Amsterdam sind es 535 Euro. Die Kommunen müssen die Gebühren deutlich anheben und die Parkraumbewirtschaftung ausweiten.“

Mehr Informationen:
Einen ersten Einblick in das VCD-Visionsbuch „Mit Füßen und Pedalen - Hol dir deine Stadt zurück!“ gibt es unter www.vcd.org/mit-fuessen-und-pedalen  

Bildmaterial zum Buch gibt es hier: www.vcd.org/service/presse/bildmaterial/aktionsfotos

Redaktionen senden wir gerne eine Print- oder Pdf-Version des Buches als Rezensionsexemplar zu, bitte kontaktieren Sie uns unter: presse@vcd.org

Die ersten 100 Bücher gibt es kostenfrei unter www.vcd.org/mit-fuessen-und-pedalen zu bestellen, danach ist die Publikation für 15 Euro für Nicht-VCD-Mitglieder und für 12 Euro für VCD-Mitglieder zu erwerben.

Pressekontakt:
Lisa Feitsch • VCD-Pressereferentin • Fon 030/280351-18 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3456 Fri, 21 Jun 2019 11:16:29 +0200 Tempolimit jetzt! Verbände-Bündnis fordert Entscheidung für Klimaschutz und Verkehrssicherheit http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/tempolimit-jetzt-verbaende-buendnis-fordert-entscheidung-fuer-klimaschutz-und-verkehrssicherheit/ Breites Bündnis aus Deutscher Umwelthilfe, dem ökologischen Verkehrsclub VCD, Greenpeace, Changing Cities und Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland VOD fordert noch für 2019 eine generelle Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen und 80 km/h außerorts – In Städten reduziert eine Regelgeschwindigkeit von 30 km/h Lärm und erhöht Lebensqualität – Tempolimit ist die einzige Maßnahme, um im Verkehrsbereich kostenneutral und sofort bis zu fünf Millionen Tonnen CO2 jährlich einzusparen – Bundesregierung muss „Vision Zero“ umsetzen und Leben schützen Berlin: Vor dem Autogipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Vorstandschefs der deutschen Autokonzerne am kommenden Montag unterstreicht ein breites Verbände-Bündnis die Forderung, noch in diesem Jahr ein generelles Tempolimit einzuführen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH), der ökologische Verkehrsclub VCD, Greenpeace, Changing Cities und die Verkehrsunfall-Opferhilfe VOD fordern ein Tempolimit auf Autobahnen und 80 km/h außerorts. Innerorts muss künftig eine Regelgeschwindigkeit von 30 km/h gelten. Als sofort wirksame Klimaschutzmaßnahme muss die Bundeskanzlerin diese neuen Höchstgeschwindigkeiten und einen beschleunigten Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor ankündigen. Zudem gilt es, das Versprechen der „Vision Zero“ aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen und Menschenleben durch die Tempolimits zu schützen.

Die Bundesregierung und der Bundestag müssen aus Sicht des Bündnisses jetzt handeln. Weitere Studien und Arbeitsgruppen sind weder notwendig noch zielführend, ebenso wie weitere Milliardenzuschüsse in nicht zukunftsweisende Technologien.

Nach Einschätzung der DUH können mit einem Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen sowie 80 km/h auf Landstraßen bis zu fünf Millionen Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Die Maßnahme kann kurzfristig, günstig und sozial verträglich die Klimaschutzlücke bis 2020 verringern. „30 Jahre Diskussion über die Sinnhaftigkeit eines Tempolimits sind genug. Wie brauchen ein Ende des Schaufahrens gegen den Klimaschutz. Auf welche weiteren alarmierenden Zeichen für das Fortschreiten der vom Menschen gemachten Klimaerwärmung möchte diese Bundesregierung noch warten? Die Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen noch in diesem Jahr ist der Lackmustest für die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung in Klimafragen“, erklärt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. „Ein Tempolimit noch in diesem Jahr ist auch zwingende Voraussetzung für die Entwicklung moderner, digitaler Fahrzeuge. Die Kehrseite des fehlenden Tempolimits auf deutschen Autobahnen ist eine auf analoge PS-Boliden setzende Automobilindustrie, die wie Nokia und Telefunken neue digitale Technologien verpennt.

Der gesellschaftliche Rückhalt für die Einführung einer Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen ist so groß wie nie. Eine Petition der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands hat es mit über 66.000 Unterschriften in den Petitionsausschuss geschafft, der sich ebenfalls am kommenden Montag (24. Juni) damit befasst. Eine Meinungsumfrage von Forsa aus Juni 2019 belegt eine noch nie dagewesene Zustimmung für ein Tempolimit mit einer eindeutigen Mehrheit von 57 Prozent zu 42 Prozent.

Deutschland ist das einzige Industrieland, das die Geschwindigkeit auf Autobahnen nicht begrenzt. Das Bündnis wertet dies als weiteren Beleg für den klimaschädlichen Kurs dieser Regierung.

Aus Sicht des Bündnisses ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung Schnittstelle zwischen Klimaschutz und Verkehrssicherheit sowie ein zwingender Bestandteil der dringend benötigten Verkehrswende. Für die zukünftige elektrische und teilautonome Mobilität ist ein Tempolimit unverzichtbar. Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher VCD: „Ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen ist überfällig. Analysen zeigen, dass eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h über 100 Menschenleben pro Jahr retten und mehr als 5.000 Verletzte verhindern würde. Auch die Autos der Zukunft brauchen eine Höchstgeschwindigkeit. Die Batterien von Elektroautos entleeren sich bei hohen Geschwindigkeiten extrem schnell. Die Sensorik für autonomes Fahren ist bei hohen Geschwindigkeitsunterschieden auf Autobahnen überfordert. Die Blockadehaltung der Bundesregierung zum Tempolimit behindert die Entwicklungsabteilungen der Autohersteller und der IT-Unternehmen.”

Die Bundesregierung ist laut Grundgesetz zum Schutz des Lebens und des Klimas als natürliche Lebensgrundlage verpflichtet. Durch ihre Blockadehaltung beim Tempolimit bricht die Regierung auch das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel der „Vision Zero“. Von dem eigens gesteckten Ziel, bis 2020 die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten im Vergleich zu 2010 um 40 Prozent zu reduzieren, ist die Bundesregierung weit entfernt. Zur Zielerreichung hätte die Anzahl der Verkehrstoten nach sieben Aktionsjahren um 28 Prozent auf 2.627 zurückgegangen sein müssen. Tatsächlich starben im Jahr 2017 auf Deutschlands Straßen 3.180 Menschen, was einem Rückgang von nur 13 Prozent entspricht. Dazu Wulf Hoffmann, Vorsitzender der Verkehrsunfall-Opferhilfe VOD: „Die Anzahl der getöteten Verkehrsopfer ist im Jahr 2018 auf 3.270 und somit um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen. Es ist erschreckend, dass trotz fehlender Argumente gegen ein Tempolimit auf Autobahnen jährlich über 100 vermeidbare Verkehrsopfer hingenommen werden. In fast allen Sonntagsreden wird immer wieder dargelegt, dass jeder Tote einer zu viel wäre.”

Das Bündnis macht sich auch für eine Geschwindigkeitsreduktion in der Stadt von 30 km/h stark. Diese verringert die Unfallzahlen, reduziert Lärm, kann die Luftqualität verbessern und sorgt für mehr Lebensqualität. Ragnhild Sørensen, Pressesprecherin Changing Cities: „Auch in den Städten und Dörfern ist nicht angepasste Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Unfälle. Die autogerechte Stadt hat sich inzwischen zu Tode gesiegt und die Zivilgesellschaft fordert eine sofortige Neuausrichtung der Mobilität, wo der Mensch und nicht der motorisierte Individualverkehr in Zentrum steht.“

Weigert sich die Bundesregierung weiterhin, neue Höchstgeschwindigkeiten einzuführen, ignoriert sie schnell umsetzbare und kostenlose Schritte hin zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Mobilität. Ein Treffen der Kanzlerin mit Vertretern der Autoindustrie zur Zukunft dieser und zum Erhalt mehrerer hunderttausend Arbeitsplätze wäre nicht notwendig, hätte die Regierung rechtzeitig zukunftsorientiert und zugleich umwelt- und klimafreundlich gehandelt. Dazu Benjamin Stephan, Greenpeace-Verkehrsexperte: „Mit seinem Widerstand gegen eine Höchstgeschwindigkeit verschenkt Verkehrsminister Scheuer einen ersten einfachen Schritt hin zu mehr Klimaschutz und Sicherheit. Stattdessen gaukelt Scheuer mit Kraftstoffen aus Pflanzen und Strom vermeintliche Lösungen vor, die weder bezahlbar noch wirksam sind.

Hintergrund:

Das im Dezember 2018 gestartete breite Verbände-Bündnis umfasst mittlerweile zehn Verbände: Der Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen, der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland (VOD), dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem ökologischen Verkehrsclub VCD, Greenpeace, Changing Cities, Hannovair, Initiative für sichere Straßen, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Verbund Service und Fahrrad (VSF). Mit dabei ist auch Andreas Troge, ehemaliger Präsident des Umweltbundesamtes

Links:

Mehr über das Bündnis: https://www.duh.de/tempolimit/ 

Hintergrundpapier Tempolimit DUH: http://l.duh.de/p190621

Hintergrundpapier VCD: www.vcd.org/themen/verkehrssicherheit/tempolimit-auf-autobahnen/

Kontakt:

Gerd Lottsiepen, Verkehrspolitischer Sprecher des VCD

0171 8824449, gerd.lottsiepen@vcd.org

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer DUH

0171 3649170, resch@duh.de 

Wulf Hoffmann, Vorstandsmitglied Verkehrssicherheit der Verkehrsunfall-Opferhilfe VOD

0176 61634519, wulf.hoffmann@lvw-lsa.de

Ragnhild Sørensen, Pressesprecherin Changing Cities    

0171 5357734, ragnhild.soerensen@changing-cities.org

Dr. Benjamin Stephan, Greenpeace Verkehrsexperte

0151 57208151, benjamin.stephan@greenpeace.org

VCD-Pressestelle:

Almut Gaude, Pressesprecherin, 030 280351-12, presse@vcd.org, www.vcd.org 

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Pressesprecherin, 030 2400867-20, presse@duh.de, www.duh.de

 

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news-3450 Tue, 18 Jun 2019 12:19:52 +0200 EuGH kippt deutsche Pkw-Maut. VCD: Ein Sieg der Vernunft http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/eugh-kippt-deutsche-pkw-maut-vcd-ein-sieg-der-vernunft/ Berlin/Luxemburg: Die deutsche Pkw-Maut verstößt gegen europäisches Recht. Die Abgabe ist gegenüber Fahrzeughaltern aus dem Ausland diskriminierend. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) heute in Luxemburg entschieden. Damit geben die Richter einer entsprechenden Klage Österreichs statt. Die Einführung der Maut nach dem jetzigen Modell ist damit nicht möglich. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt das Urteil und kommentiert wie folgt: Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Das Urteil ist eine Ohrfeige für die Verkehrs- und Umweltpolitik der Großen Koalition. Die von der CSU vorangetriebene Pkw-Maut war von Anfang an ausländerfeindlich, unsozial und ökologisch fragwürdig. Zahlreiche Verbände und Wissenschaftler hatten die Bundesregierung davor gewarnt, dieses Projekt durchzuziehen. Für die Blamage des Verkehrsministeriums müssen nun auch noch die Steuerzahler aufkommen. Es fallen die bis heute angelaufenen Planungskosten und wahrscheinlich auch Entschädigungen von bisher involvierten Firmen an.

 Wenn eine Maut, dann muss sie eine ökologische Lenkungswirkung haben. Für jeden Kilometer, der gefahren wird, muss gezahlt werden. Eine Maut sollte auch nach dem CO2-Ausstoß der Pkw unterscheiden. Sie wäre auch sozial gerecht, weil Wenigfahrer nur wenig zahlen müssten. Die von Verkehrsminister Andreas Scheuer propagierte, undifferenzierte Maut hat auf viele Jahre diese viel sinnvollere Lösung blockiert. Die Bundesregierung muss den Paukenschlag aus Luxembourg ernst nehmen und endlich Klimaschutz betreiben statt bayerischer Bierzeltpolitik.“

Pressekontakt:
Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

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news-3448 Fri, 14 Jun 2019 11:04:40 +0200 Stoppt den Straßentod! 3.270 Verkehrstote sind 3.270 zu viel! http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/stoppt-den-strassentod-3270-verkehrstote-sind-3270-zu-viel/ Protest vor dem Bundesverkehrsministerium für null Verkehrstote zum Tag der Verkehrssicherheit. VCD, Changing Cities und Personenbündnis Mahnmal für die Verkehrstoten prangern Untätigkeit der Bundesregierung an. Berlin, 14.06.2019. Unter dem Motto „Stoppt den Straßentod“ protestierten heute zahlreiche  Menschen mit einem Trauermarsch und anschließendem „Die-In“ vor dem Bundesverkehrsministerium (BMVI) für eine Verkehrspolitik, die alle am Leben lässt. Zum Gedenken an die 3.270 Verkehrstoten im letzten Jahr legten sich die Demonstranten für fünf Schweigeminuten bewegungslos vor das Ministerium. Im Anschluss zogen sie ihre Körperumrisse mit Kreide nach. Zugleich stellten Aktivisten ein symbolisches Mahnmal für die mehr als 700.000 Menschen auf, die seit 1949 in Deutschland im Straßenverkehr getötet wurden. Zu dem Protest hatten der ökologische Verkehrsclub VCD, der Verein Changing Cities und das Personenbündnis Mahnmal für die Verkehrstoten anlässlich des Tages der Verkehrssicherheit (15. Juni) aufgerufen.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Jeden Tag findet unfassbares Leid auf unseren Straßen statt. Pro Tag verlieren im Schnitt neun Menschen ihr Leben im Straßenverkehr. Alarmierend wirken solche Zahlen auf das Bundesverkehrsministerium nicht – das Sterben auf der Straße wird vielmehr mit Bedauern als Kollateralschaden hingenommen. Verkehrsminister Scheuer verweigert wirksame Maßnahmen wie schärfere Tempolimits, die dieses Leid sofort mindern würden. Dieses unverantwortliche Nicht-Handeln prangern wir an und rufen das Verkehrsministerium dazu auf, endlich tätig zu werden.“

Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag der Vision Zero verpflichtet, dem Ziel mittelfristig die Zahl der Verkehrstoten auf null zu senken. Davon ist sie noch meilenweit entfernt. Auch das Zwischenziel, bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent gegenüber 2010 zu verringern, wird die Bundesregierung voraussichtlich verfehlen. Dazu müsste die Zahl der Getöteten bis 2020 auf etwa 2.200 bis 2.400 sinken.

„Wenn jährlich mehr als 3000 Menschen wegen einer Epidemie oder durch einen terroristischen Anschlag sterben würden, stünde die Bundesregierung Kopf. Beispielsweise bei der Grippe (2018: 1.665 Tote) gibt es Impfungen und massive öffentliche Aufklärungskampagnen. Das Sterben auf der Straße hingegen wird einfach ignoriert. Alle Menschen haben ein Recht auf sichere Mobilität – aber die Bürgerinnen und Bürger können nicht selbst sichere Straßen bauen und die ´Vision Zero` umsetzen. Minister Scheuer, jetzt Sie sind dran!”, sagt Kerstin Leutloff von Changing Cities.

„Es ist nicht Unvermögen und Versagen, sondern die Ignoranz der Bundesregierung und des Verkehrsministers, die für den vieltausendfachen Tod auf den Straßen verantwortlich ist. Wirksame Maßnahmen für weniger Getötete und Verletzte sind seit Jahren bekannt, werden aber vorsätzlich nicht umgesetzt. Das ist schäbig, zynisch und unanständig. Wir fordern als Bekenntnis zur Systemverantwortung ein Mahnmal der Bundesrepublik für die im Straßenverkehr Getöteten. Der Bundestag muss mit einem Beschluss für diesen zentralen Trauer- und Gedenkort vor dem Bundesverkehrsministerium ein Zeichen des Anstands aussenden“, sagt Denis Petri, Mitinitiator des Personenbündnisses für ein zentrales Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland für die im Straßenverkehr Getöteten.

Die Verbände fordern Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zudem auf, sofort Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit wie ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen, 80 km/h auf Landstraßen und 30 km/h innerorts umzusetzen. Darüber hinaus müssten Radwege massiv ausgebaut, grüne Ampelphasen für Fußgänger verlängert und Kreuzungsbereiche für Fußgänger und Radfahrer sicherer werden. Kommunen müssten umgehend die Erlaubnis erhalten, Lkw ohne Abbiegeassistenten in der Stadt zu verbieten.

 

Mehr Informationen:

VCD-Hintergrundpapier zu aktuellen Verkehrsunfallzahlen und Forderungen: www.vcd.org/hintergrundpapier-verkehrssicherheit    

Petition für ein zentrales Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland für die im Straßenverkehr Getöteten bei change.org: www.change.org/mahnmal-verkehrstote   

Hintergründe zum Personenbündnis für ein Mahnmal für die Verkehrstoten: http://mahnmal-verkehrstote.de/wp-content/uploads/2019/06/Factsheet-Personenbündnis-Mahnmal-Verkehrstote.pdf


Druckfähige Fotos der Aktion vor dem BMVI finden Sie ab spätestens 18 Uhr unter: www.vcd.org/service/presse/bildmaterial sowie unter www.picdrop.de/volksentscheidfahrrad/Presse

 

VCD-Pressekontakt:
Almut Gaude • VCD-Pressesprecherin • Fon: 030/280351-12 • Mobil: +49 171 6052409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Pressekontakt Changing Cities:
Ragnhild Sørensen • Pressesprecherin Changing Cities • Mobil: +49 171 535 77 34 • ragnhild.soerensen@changing-cities.orgwww.changing-cities.org

Pressekontakt Personenbündnis Mahnmal:
Dr. Denis Petri • Mit-Initiator Personenbündnis Mahnmal Verkehrstote •

Mobil: +49 176 57722532 • denis.petri@mahnmal-verkehrstote.de www.mahnmal-verkehrstote.de

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Changing Cities e.V. fördert zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürgerinitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.

Das Personenbündnis für ein zentrales Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland für die im Straßenverkehr Getöteten wurde Ende 2018 von Yvonne Hagenbach, Frank Masurat und Denis Petri gegründet. Es setzt sich für einen zentralen Ort der Trauer und des Anstandes für die über 700.000 in Deutschland seit 1949 im Straßenverkehr getöteten Personen vor dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ein. Das Personenbündnis fordert die politische Anerkennung der Systemverantwortung für die im Straßenverkehr Getöteten und dementsprechendes Handeln. Es ist Mitglied der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland (VOD).

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news-3447 Thu, 13 Jun 2019 10:20:50 +0200 Großdemonstrationen vor der IAA für klimafreundlichen Verkehr http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/grossdemonstrationen-vor-der-iaa-fuer-klimafreundlichen-verkehr/ Umweltverbände rufen bundesweit zum Protest am 14. September in Frankfurt auf Frankfurt/Main, 13. 6. 2019 - Für die Verkehrswende weg von klimaschädlichen Diesel-Pkw und Benzinern demonstrieren am 14. September zur Eröffnung der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung IAA mehrere Protestzüge in Frankfurt am Main. Radfahrende aus ganz Deutschland fordern mit einer Sternfahrt, den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor sofort zu beginnen und den Pkw-Verkehr insgesamt zu verringern. Bis 2035 muss der Verkehr CO2-neutral werden, um die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu beschränken. Den Forderungen werden sich demonstrierende Fußgängerinnen und Fußgänger in der Frankfurter Innenstadt anschließen.  Das letzte Stück der Raddemo führen Kinder auf Fahrrädern, Tretrollern, Dreirädern und Skateboards mit ihren Eltern an, unterstützt von Kidical Mass Frankfurt. Die Demonstrationen enden mit einer gemeinsamen Kundgebung an der Frankfurter Messe. Die Veranstalter planen, einen Teil der Sternfahrt über Autobahnen und den Alleen-Ring zu führen. Zu dem Protest rufen die Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Greenpeace, Naturfreunde und Verkehrsclub VCD auf.

Die Großdemonstrationen unterstreichen den wachsenden Wunsch vieler Menschen nach klimafreundlicher Mobilität und einer gerechten Verteilung des öffentlichen Raums. Mit den auf der IAA auch in diesem Jahr vorgestellten Pkw-Modellen steht die Automesse gegen beide Anliegen. Autohersteller präsentieren dort weiterhin tonnenschwere und übermotorisierte Stadtgeländewagen (SUVs), die selbst elektrisch betrieben klimaschädlich bleiben. “Mit unserer Demo und Sternfahrt erobern wir uns die Straße zurück”, heißt es im Aufruf. “Wir bewegen uns zu Fuß, mit dem Fahrrad und der Bahn. Damit zeigen wir Politik und Autoindustrie wie die Verkehrswende aussieht: Macht den Weg frei für klimafreundlichen Verkehr.” Die IAA steht unter dem Motto “Driving Tomorrow”. Um diesem Slogan gerecht zu werden, müsste die Messe ausschließlich klimaschonende und effiziente Autos zeigen, die geringer motorisiert, leichter und deutlich kleiner sind.

Proteste wie die “Fridays For Future”-Bewegung und die Ergebnisse der Europawahl zeigen, dass ein wachsender Teil der Bevölkerung von der Bundesregierung schnell wirksame Schritte gegen die Klimakrise erwartet. Dabei ist besonders der Verkehr gefordert. Dort stagniert der CO2-Ausstoß seit Jahrzehnten. Sinken werden die CO2-Emissionen nur mit weniger, leichteren und elektrisch betriebenen Fahrzeugen, sowie einem deutlichen Ausbau der Alternativen vom Radverkehr bis zu Bus und Bahn.

Zitate der sechs Organisationen des Trägerkreises:

Kerstin Haarmann, Vorsitzende VCD: „Eine Parade dicker SUVs und Spritschlucker ist in Zeiten der Klimakrise völlig überholt - die IAA in ihrer jetzigen Form ist ein Relikt der Vergangenheit.“

Ernst-Christoph Stolper, stv. Vorsitzender BUND: “Wir wollen Platz für Fußgänger, Radfahrer und Öffentlichen Nahverkehr. Umweltspuren statt parkender SUVs – nur so kann Klimaschutz gelingen."

Gerald Neubauer, Campaigner Campact: “Die Klimabewegung ist so stark wie nie, und jetzt knöpfen wir uns die Autoindustrie vor.”

Jürgen Resch, Geschäftsführer DUH: „Als Folge eines seit 20 Jahren bestehenden kriminellen Kartells werden unsere Städte immer noch durch das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid geflutet. Die Dieselkonzerne müssen endlich zu Hardware-Nachrüstungen gezwungen werden.“

Marion Tiemann, Verkehrsexpertin Greenpeace: “Der Verbrennungsmotor bremst die Verkehrswende, wir müssen viel schneller rein in die abgasfreie Mobilität.”

Uwe Hiksch, Vorstand NaturFreunde: „Wer das Klima retten will, muss den automobilen Wahn beenden und sich für einen flächendeckenden Ausbau des öffentlichen Personen- und Güterverkehrs einsetzen.“

Hinweise:
Alle Informationen zur Demo: www.iaa-demo.de

Pressekontakt:
BUND: Sigrid Wolff, Tel.: 030-27586-425 (auch mobil), presse@bund.net
Campact: Svenja Koch, Tel. 04231-957590 (auch mobil), koch@campact.de
DUH: Ann-Kathrin Marggraf, Tel 030-240086720, presse@duh.de
Greenpeace: Gregor Kessler, Tel. 0151-72702918, gregor.kessler@greenpeace.de
NaturFreunde: Uwe Hiksch, uwe.hiksch@t-online.de
VCD: Franziska Fischer, Tel. 030-280351-12, Almut.Gaude@vcd.org und Heiko Nickel, Landesverband Hessen, Mob.: 0151-20153300, landespolitik@vcd-hessen.de

 

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news-3446 Tue, 11 Jun 2019 10:58:48 +0200 VCD fordert Tempo 30 innerorts: Minister Scheuer muss Verkehr in den Städten sicherer und leiser machen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-fordert-tempo-30-innerorts-minister-scheuer-muss-verkehr-in-den-staedten-sicherer-und-leiser-mac/ Lebenswerte Städte für alle Verkehrsteilnehmer: Tempo 30 muss als Regelgeschwindigkeit innerorts eingeführt werden. Es verhindert Unfälle, mindert die Unfallschwere und macht den Verkehr ruhiger und fließender. Berlin, 11. Juni 2019. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf, mit der geplanten Reform der Straßenverkehrsordnung (StVO) Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts einzuführen. Dies sei die wichtigste Maßnahme, um nicht nur den Radverkehr, sondern den Verkehr für alle Verkehrsteilnehmer in den Städten sicherer, leiser und übersichtlicher zu machen. Eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h reduziert nachweislich die Zahl sowie die Schwere von Unfällen, verringert den Verkehrslärm deutlich und ermöglicht einen flüssigeren und entspannteren Verkehrsablauf.

„Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in unseren Städten und Dörfern macht den Verkehr für Fahrradfahrer, Fußgänger und Autofahrer sofort sicherer und entspannter. Fahrradfahrer können angstfrei durch die Stadt radeln, Kinder sicher zur Schule laufen und Autofahrer stehen weniger im Stau. Minister Scheuer muss jetzt die Chance ergreifen und unsere Städte durch Tempo 30 lebenswerter machen“, sagt Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr.

Mit Tempo 30 können Unfälle verhindert werden, denn der Bremsweg der Autos halbiert sich gegenüber Tempo 50 um mehr als die Hälfte. Nach nur 13,3 Metern steht ein Auto, das mit 30 km/h unterwegs ist. Ein Auto mit 50 km/h hat nach 13 Metern noch nicht einmal gebremst. Der Aufprall erfolgt bei voller Geschwindigkeit. In einer bisher umfangreichsten Studie zu Tempo 30 wurden die Unfälle nach Einführung von so genannten „20 Miles per Traffic Speed Zones“ in London (entspricht in etwa unserem Tempo 30) über einen Zeitraum von 20 Jahren systematisch gemessen. Im Ergebnis sank die Unfallrate um fast 42 Prozent. Vor allem Unfälle mit Kindern und besonders schwere Unfälle konnten reduziert werden.

Verkehrslärm gehört zu den am stärksten empfundenen Lärmbelastungen, denen wir täglich ausgesetzt sind. Laut einer Umfrage des Umweltbundesamts fühlen sich drei Viertel aller Bürger in ihrem Wohnumfeld durch Straßenverkehrslärm belästigt. Häufig können Balkone und Terrassen nicht genutzt werden, weil die Geräuschkulisse jede Chance auf Gemütlichkeit verhindert. Verkehrslärm stört Entspannung, Erholung und Gespräche. Wer dauerhaft von Lärm geplagt ist, dem drohen Herz- und Kreislauferkrankungen. Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit für Pkw in den Städten würde den Fahrlärm für die Stadtbewohner um zwei bis drei Dezibel reduzieren. Das menschliche Ohr nimmt Tempo 30 im Vergleich zu Tempo 50 wie eine Halbierung der Verkehrsmenge wahr.

Entgegen entsprechender Befürchtungen führt Tempo 30 nicht dazu, dass der Verkehr zähfließend wird und Autofahrer langsamer vorankommen. Die genannte Studie aus England zeigt im Gegenteil, dass der Verkehr durch die geringeren Geschwindigkeitsunterschiede insgesamt besser fließt, es weniger Staubildung gibt und grüne Wellen besser funktionieren. Weder mit dem Auto noch mit dem öffentlichen Nahverkehr hat sich die Reisezeit nach der Einführung von Tempo 30 (bzw. 20 Meilen pro Stunde) verlängert.

Meenken: „Mit Tempo 30 fließt der Verkehr gleichmäßiger und das gleichberechtigte Miteinander Aller wird gefördert. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern wird erleichtert, weil sich die Geschwindigkeiten annähern. 30 km/h in Städten und Dörfern ist ein Gewinn für uns Alle.“

 

Mehr Informationen:
Studie des Umweltbundesamtes zur Auswirkungen von Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen: www.umweltbundesamt.de/publikationen/wirkungen-von-tempo-30-an-hauptverkehrsstrassen

Studie zu den Auswirkungen von 20 Meilen pro Stunde auf die Verkehrssicherheit in London: http://content.tfl.gov.uk/20-mph-zones-and-road-safety-in-london.pdf

Zum 14. Juni ruft der VCD unter dem Motto „Stoppt den Straßentod!“ gemeinsam mit Changing Cities und dem „Personenbündnis Mahnmal Verkehrstote“ zum Protest vor dem Bundesverkehrsministerium auf. Mehr dazu Informationen unter: www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/protest-stopptdenstrassentod/

Pressekontakt:
Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org  • Twitter: @VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

 

 

 

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news-3445 Tue, 04 Jun 2019 09:43:29 +0200 Parke nicht auf unseren Wegen! VCD und Fuss e.V. demonstrieren gegen Falschparker http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/parke-nicht-auf-unseren-wegen-vcd-und-fuss-ev-demonstrieren-gegen-falschparker/ Fußgänger sind täglich durch falsch parkende Autos gefährdet. Protestierende überdecken Falschparker an Straßenecke in Berlin-Kreuzberg mit rotem Teppich. Verbände fordern 100 Euro Bußgeld plus einen Punkt in Flensburg. Gemeinsame Pressemitteilung von VCD und Fuss e.V.

Berlin, 04. Juni 2019. Der ökologische Verkehrsclub VCD und der Fuss e.V. haben heute in Berlin Kreuzberg gegen Falschparken demonstriert. Bei der Aktion überdeckten Protestierende ein an einer Straßenecke falsch geparktes Auto mit einem roten Fußgänger-Teppich. Mit einem riesigen Pfeil kennzeichneten sie ihn als Falschparker. Die Aktion unter dem Motto „Parke nicht auf unseren Wegen!“ ist Teil der bundesweiten Falschparker-Aktionswoche vom 3. bis 7. Juni, zu der der VCD, der Fuss e.V. und die Initiative Clevere Städte aufgerufen haben. Ziel der Aktionswoche ist es, auf die Gefahr durch falsch geparkte Pkw und Lkw für Fußgänger und Radfahrer aufmerksam zu machen und höhere Bußgelder für gefährliches Falschparken zu erreichen (www.vcd.org/falschparker-aktionswoche/). Illegal an Straßenecken geparkte Autos gefährden vor allem Fußgänger, da sie die Sicht auf die zu überquerende Straße versperren.

Katja Täubert, VCD-Sprecherin für Fußverkehr: „Vielen Autofahrern ist nicht bewusst, wie gefährlich es für andere Verkehrsteilnehmer ist, wenn sie illegal halten oder parken. Die viel zu niedrigen Bußgelder für Falschparker von gerade einmal 20 Euro haben keine abschreckende Wirkung. Um die Verkehrssicherheit in den Städten zu erhöhen, brauchen wir mehr Respekt vor den Flächen anderer Verkehrsteilnehmer. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, Falschparken mit mindestens 100 Euro plus einen Punkt in Flensburg zu ahnden.“

Das Parken an Straßenecken ist jeweils fünf Meter in jede Richtung von der Ecke aus verboten. In vielen Städten gehört das Abstellen von Autos an Straßenecken inzwischen zum Alltag. Damit gefährden Autofahrer vor allem Kinder und ältere Menschen oder auch Familien mit Kinderwagen. Sie werden dazu genötigt, zwischen den Autos und damit schlecht erkennbar auf die Fahrbahn zu laufen: eine für Fußgänger hoch gefährliche Situation.

Roland Stimpel, Vorstand FUSS e.V.: „Falschparker gefährden und behindern Fußgänger in erheblichen Maße. Die meisten Unfälle erleiden Fußgänger an Kreuzungen. Falschparker machen diese Orte noch unsicherer, als sie ohnehin schon sind. Fahrer und Fußgänger können sich nicht mehr rechtzeitig sehen, und oft heißt es dann im Unfallbericht der Polizei: ‚Das Kind trat plötzlich hinter Sichthindernissen hervor.‘ Sichere Wege erhöhen die Attraktivität des Fußverkehrs – und stärken damit die dringend notwendige Verkehrswende.“

Der VCD, der Fuss e.V. und die Initiative Clevere Städte haben im Mai mit neun weiteren Verbänden eine Online-Petition „Knolle statt Knöllchen“ zur Anhebung der Bußgelder für Falschparker gestartet. Unter http://change.org/knollestattknoellchen fordern sie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf, Falschparken mit 100 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg zu ahnden. Bereits 30.000 Menschen haben die Petition unterschrieben. Auch ein ÖPNV-Unternehmen, die HAVAG aus Halle hat sich der Forderung bereits angeschlossen.

Mehr Informationen:
Eine Übersicht weiterer Aktionen während der Falschparkerwoche in ganz Deutschland sowie weitergehende Forderungen finden Sie unter: www.vcd.org/falschparker-aktionswoche/

Druckfähige Fotos der Aktion in Berlin finden Sie im Laufe des Vormittags unter: www.vcd.org/service/presse/bildmaterial

Pressekontakt:
Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin, 030-280351-12, Mobil: 0171-6052409, presse@vcd.org, www.vcd.org
Roland Stimpel, Vorstand FUSS e.V., Mobil: 0163-1833 508, roland.stimpel@fuss-ev.de, www.fuss-ev.de

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Der Fachverband für Fußverkehr FUSS e.V. fördert die natürlichste, einfachste, kostengünstigste, stadt- und umweltfreundlichste Mobilitätsform. Wir arbeiten für breite, sichere und komfortable Gehwege, für sichere und zügige Querungen mit Fahrbahnen und Radwegen, für direkte und schöne Routen durch Städte und Dörfer. Vielerorts legen mehr Menschen ihre Wege zu Fuß zurück als hinterm Steuer, mit Bahn und Bus oder Fahrrad. Fast alle Menschen gehen mehr oder weniger oft zu Fuß. Wir wollen, dass sie das noch öfter tun und genießen.

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news-3444 Fri, 31 May 2019 13:27:48 +0200 VCD zur Verlängerung der Kaufprämie für E-Autos: Gut für Autohersteller und Besserverdiener. Verkehrswende kommt so nicht voran http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-zur-verlaengerung-der-kaufpraemie-fuer-e-autos-gut-fuer-autohersteller-und-besserverdiener-verkehr/ Ökologischer Verkehrsclub VCD fordert grundlegenden Umbau der Steuern und Abgaben im Verkehr. Berlin, 31. Mai 2019. Um den Absatz von Elektroautos zu erhöhen, fördert die Bundesregierung seit Juli 2016 den Kauf von Elektro-Pkw. Da die Nachfrage bisher verhalten und noch Geld im Fördertopf vorhanden ist, will sie die Kaufprämie bis Ende 2020 verlängern, wie heute Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier angekündigt hat. Der ökologische Verkehrsclub VCD kommentiert die Verlängerung der Förderung wie folgt:

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Den Absatz von E-Autos auf Kosten der Steuerzahler anzukurbeln bringt die Verkehrswende nicht voran. Die Förderung einer innovativen Technik durch eine Kaufprämie ergibt nur dann Sinn, wenn sie durch höhere Abgaben einer schädlichen Technik finanziert wird. Dann wird auch eine Lenkungswirkung erzielt. Die Abgaben und Steuern im Verkehr müssen grundlegend umgestellt werden. Das Fahren mit Autos, die viel CO2 ausstoßen, muss teurer und der Betrieb emissionsarmer und emissionsfreier Verkehrsmittel begünstigt werden. Der CO2-Preis ist das Instrument der Wahl. Das Argument, dass eine CO2-Bepreisung ärmere Menschen treffen würde, ist falsch. Richtig justiert behebt der CO2-Preis vielmehr bestehende soziale Ungerechtigkeiten. Vom aktuellen System mit Kaufprämien, Pendlerpauschale und Dienstwagenprivileg profitieren vor allem Besserverdiener.“

Pressekontakt:
Almut Gaude • VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 bzw. 0171-6052409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3443 Tue, 28 May 2019 10:41:51 +0200 Nach desaströsem GroKo-Ergebnis bei EU-Wahl: Klimakabinett muss jetzt liefern http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/nach-desastroesem-groko-ergebnis-bei-eu-wahl-klimakabinett-muss-jetzt-liefern/ Ökologischer Verkehrsclub VCD fordert CO2-Besteuerung im Verkehr, schnellen Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor und weniger Pkw-Verkehr durch Ausbau von Bus-, Bahn- und Radverkehr Berlin, 28. Mai 2019. Die Verluste von Union und SPD bei den Europawahlen müssen für das morgen tagende Klimakabinett ein Weckruf für mehr Klimaschutz in Deutschland sein. Gerade im Verkehr ist die Bundesregierung gefordert, seit langem bekannte Maßnahmen zur CO2-Reduzierung nicht weiter auf die lange Bank zu schieben sondern sofort einzuleiten, so der ökologische Verkehrsclub VCD. Dazu gehöre, eine sozial gerechte CO2-Besteuerung einzuführen, den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor zu beschleunigen und massiv in Infrastruktur und Angebot von Bus und Bahn sowie in den Radverkehr zu investieren. Jegliche Subventionen, die den Straßenverkehr fördern, müssten abgeschafft werden. Auf den Straßen in Deutschland fahren Jahr um Jahr mehr und größere Pkw. Dieser Trend müsse gestoppt und umgekehrt werden hin zu weniger Pkw-Verkehr und zu kleineren, effizienteren E-Autos.

Kerstin Haarmann, VCD-Bundesvorsitzende: “Klimaschutz hat höchste Priorität und die Menschen erwarten endlich Taten. SPD und CDU/CSU müssen für ihre Versäumnisse gerade stehen und endlich wirksame Klimaschutzmaßnahmen einleiten. Besonders drängend ist es im Verkehr, der bisher nicht zur CO2-Reduzierung beigetragen hat. Bringt Verkehrsminister Scheuer nur substanzlose Vorschläge ins Klimakabinett, zeigt das, dass er Klimaschutz und das Wahlergebnis nicht versteht und seinem Amt nicht gewachsen ist.“

Bislang habe sich Andreas Scheuer durch Denkverbote, wie beispielsweise beim Tempolimit auf Autobahnen, und einem „Weiter so wie bisher“ ausgezeichnet. Das Verkehrsministerium setzt neben dem Ausbau der Elektromobilität vor allem auf alternative Kraftstoffe aus Biomasse und Strom. Biokraftstoffe haben jedoch in den meisten Fällen eine schlechtere Klimabilanz als Benzin und Diesel und die benötigten Potenziale stehen unter Berücksichtigung von Sozial- und Nachhaltigkeitskriterien nicht zur Verfügung. Die Produktion sogenannter E-Fuels benötigt im Vergleich zur direkten Nutzung in batterieelektrischen Autos enorme Mengen erneuerbaren Stroms.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Das Klimakabinett wurde vor allem eingesetzt, weil einzelne Ministerien wie das von Minister Scheuer bislang im Klimaschutz versagen. Nun müssen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltministerin Svenja Schulze den Verkehrsminister dazu zwingen, endlich die Verkehrswende einzuleiten. Dazu gehören neben der Förderung von Bus und Bahn sowie dem Ausbau eines sicheren Radverkehrs auch Maßnahmen, die die einseitige Begünstigung des Autos stoppen. Der CO2-Preis ist das Instrument der Wahl. Richtig justiert belastet er Menschen mit niedrigem Einkommen nicht, sondern behebt vielmehr bestehende soziale Ungerechtigkeiten bei Abgaben und Steuern im Verkehr. Im Moment sind es vor allem die Vielverdiener, die vom Dienstwagenprivileg, der Pendlerpauschale oder der aktuellen E-Auto-Förderung profitieren.“  

Pressekontakt:
Almut Gaude • VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 bzw. 0171-6052409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3442 Mon, 20 May 2019 12:22:11 +0200 Knolle statt Knöllchen! Breites Verbändebündnis fordert drastische Anhebung der Bußgelder für Falschparker http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/knolle-statt-knoellchen-breites-verbaendebuendnis-fordert-drastische-anhebung-der-bussgelder-fuer-falsch/ Falschparken muss mit mindestens 100 Euro Bußgeld plus einem Punkt in Flensburg geahndet werden. Online-Petition an Verkehrsminister Scheuer gestartet. Die Verkehrswende braucht freie Wege und Plätze. Gemeinsame Pressemitteilung von VCD, Initiative Clevere Städte, FUSS e.V. und weiteren Verbänden

Berlin, 20. Mai 2019. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer soll die Bußgelder für Falschparker auf mindestens 100 Euro anheben. Gleichzeitig muss Falschparken mit einem Punkt in Flensburg geahndet werden. Das fordert ein breites Verbändebündnis aus Umweltschutz, Verkehr, Fahrradindustrie, Verkehrssicherheit, Carsharing sowie für Menschen mit Behinderungen. Unter dem Motto „Knolle statt Knöllchen“ startete das Bündnis heute eine Online-Petition gegen Falschparker unter www.change.org/KnollestattKnoellchen. Die abschreckende Wirkung des hohen Bußgelds würde das Verkehrschaos in den Städten verringern, die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöhen und damit die Verkehrswende voranbringen, so die Verbände.

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub VCD: „Falschparker gefährden und behindern andere Verkehrsteilnehmer. Unsere Städte müssen lebenswerter werden. Wirksame Bußgelder für Falschparker sorgen dafür, dass die Regeln im Verkehr eingehalten werden und Autos im öffentlichen Raum an Dominanz verlieren. Im Moment erhalten Falschparker im Schnitt ein Bußgeld von gerade einmal 20 Euro. Das hat keine abschreckende Wirkung.“

Zweite-Reihe-Parker zwingen Fahrradfahrer dazu, gefährlich weit auf die Fahrbahn auszuweichen. Dort geraten sie durch heran fahrende Autos und Lkw in Lebensgefahr. Parken Autos an Straßenecken, behindern sie nicht nur Rettungsfahrzeuge. Fußgänger und Autofahrer können sich nicht rechtzeitig sehen, das Überqueren der Straße wird vor allem für Kinder und ältere Menschen lebensbedrohlich. Besonders rücksichtslos und gefährlich ist das Falschparken an Zebrastreifen und Ampel-Übergängen. Falschparker auf Gehwegen versperren auch Rollstuhlfahrern den Weg und zwingen sie auf die Fahrbahn. Durch Falschparker verspäten sich Busse und Bahnen, Anschlüsse platzen. Widerrechtlich zugeparkte Ladestationen und Parkplätze behindern Nutzer von E-Autos und Carsharing-Angeboten.

Heinrich Strößenreuther, Geschäftsführer der Initiative Clevere Städte: „Knolle statt Knöllchen: Abschreckende Bußgelder helfen, dem egoistischen Verhalten von Falschparkern Einhalt zu gebieten. Verkehrswende und Klimaschutz im Verkehr gelingen nur mit mehr Respekt vor den Verkehrsflächen der Anderen – dafür haben wir die Petition heute gestartet.“

Roland Stimpel, Vorstand des FUSS e.V.: „Falschparker auf dem Gehweg rauben Menschen zu Fuß und im Rollstuhl die Bewegungsfreiheit und zwingen zu gefährlichen Umwegen teils auch auf die Fahrbahn. Wir brauchen freie Wege, damit sich vor allem auch Kinder, Ältere, Familien mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer sicher in den Städte bewegen können.“

Ein höheres Bußgeld gibt den Behörden ein wirksames Mittel in die Hand, um die Parkregeln durchsetzen zu können. Die Verbände kritisieren, dass es von Stadtverwaltungen und Polizei zu häufig eine gefährliche Toleranz oder Resignation gegenüber Regelverletzungen gäbe.

Das Verbändebündnis für eine deutliche Anhebung der Bußgelder für Falschparker besteht aus dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), der Initiative Clevere Städte, dem FUSS e.V., dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein (ABSV), dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), dem Bundesverband Carsharing (BCS), dem Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK), Changing Cities, dem Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DSBV), der Deutschen Umwelthilfe (DUH), dem Verbund Service und Fahrrad (VSF) sowie dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). Hinter der Forderung nach höheren Bußgeldern stehen inzwischen auch viele weitere Akteure wie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, der Bundesverband Parken sowie die Landesverkehrsministerkonferenz und zunehmend Politiker der Parteien Bündnis 90/Die Grünen und der Linken.

Vom 3. bis zum 7. Juni 2019 rufen der VCD, die Initiative Clevere Städte und der FUSS e.V. zur zweiten bundesweiten Falschparker-Aktionswoche auf (siehe www.vcd.org/falschparker-aktionswoche). Interessierte sind aufgerufen, vor Ort kreative Aktionen durchzuführen, um auf das Problem der Falschparker aufmerksam zu machen.

Mehr Informationen:
Forderungspapier des Verbändebündnisses: www.vcd.org/forderungspapier-verbaendebuendnis-bussgelder-fuer-falschparker
Gemeinsame Online-Petition „Knolle statt Knöllchen“: www.change.org/KnollestattKnoellchen  Hashtags: #KnollestattKnöllchen, #Falschparker
Weitere Verbändeunterstützer für höhere Bußgelder: https://clevere-staedte.de/presse/pressemitteilung/Falschparker-Bekämpfung-Landesverkehrsminister  

Pressekontakt:
Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin, 030-280351-12, Mobil: 0171-6052409, presse@vcd.org, www.vcd.org
Heinrich Strößenreuther, Geschäftsführer Initiative Clevere Städte, 0160 - 9744 2395, presse@clevere-staedte.de, www.clevere-staedte.de
Stefan Lieb, Bundesgeschäftsführer FUSS e.V. 030-492-7473, info@fuss-ev.de, www.fuss-ev.de

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news-3441 Tue, 14 May 2019 10:43:57 +0200 Elterntaxi stehen lassen! VCD und Deutsches Kinderhilfswerk fordern Einführung von Schulstraßen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/elterntaxi-stehen-lassen-vcd-und-deutsches-kinderhilfswerk-fordern-einfuehrung-von-schulstrassen/ Heute startet die Anmeldephase für die Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“, die im September bundesweit stattfinden. VCD und Deutsches Kinderhilfswerk rufen Kinder auf, zu Fuß oder mit dem Rad zur Grundschule oder in die Kita zu kommen. Straßen vor Schulen sollten temporär für Autos gesperrt werden können. Berlin, 14. Mai 2019. Das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD rufen unter dem Motto „Mitmachen und Elterntaxi stehen lassen!“ Grundschulen und Kitas in ganz Deutschland auf, sich zu den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ (siehe www.zu-fuss-zur-schule.de) anzumelden. Zu Beginn des nächsten Schuljahres, vom 16. bis 27. September, können die Kinder während der Aktionstage lernen, wie viel Spaß es macht, selbstständig zur Schule oder Kita zu kommen: egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Roller. Das Deutsche Kinderhilfswerk und der VCD appellieren an die Eltern, ihre Kinder nicht mit dem Auto zur Schule zu fahren. Elterntaxis schaden der Umwelt und nehmen Kindern zudem die Möglichkeit, früh zu lernen, wie man sich eigenständig und sicher im Verkehr bewegt.

Claudia Neumann, Expertin für Spiel und Bewegung des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Während der Aktionstage können Kinder, Eltern und Lehrende sehen, wie viele Vorteile es hat, wenn das Elterntaxi stehen bleibt und die Kinder selbstständig zur Schule oder Kita laufen. Nur wenn Kinder die Möglichkeit haben, selbstständig ihre Wege zu gehen, können sie langfristig Sicherheit im Straßenverkehr gewinnen. Außerdem lernen sie Verantwortung für den Klimaschutz zu übernehmen und bleiben nebenbei durch mehr Bewegung gesund und konzentrationsfähig.“

Oft fahren Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, weil sie der Ansicht sind, dass ihre Kinder nur so sicher dort ankommen. Tatsächlich aber machen Elterntaxis die Straßen für Kinder unsicherer. Viele Autos, die in zweiter Reihe parken, um Kinder ein- und aussteigen zu lassen, blockieren die Sicht und verstopfen die Straße. Zudem sind Kinder, die ständig von den Eltern gefahren werden, auch in späteren Jahren unsicherer im Straßenverkehr unterwegs.

Der VCD und das Deutsche Kinderhilfswerk fordern die Bundesregierung auf, die Verkehrssicherheit vor Schulen zu erhöhen. Dafür muss sie die Straßenverkehrsordnung so reformieren, dass Kommunen sogenannte Schulstraßen mit temporären Durchfahrtsbeschränkungen an Schulen einrichten können. In Südtirol und auch in Wien oder Salzburg haben sich diese temporären Zufahrtsbeschränkungen für Pkw an Schulen bewährt. In Schulstraßen wird zeitweise, also vor allem morgens zu Schulbeginn, die Zufahrt zur Schule für den Autoverkehr gesperrt. In Deutschland gibt es Schulstraßen bisher nur vereinzelt im Rahmen von Testphasen. Schulstraßen sind aus Sicht der Verbände vor allem für Nebenstraßen geeignet.

Stephanie Päßler, Projektleiterin beim VCD: „Wir fordern Schulstraßen insbesondere an Schulen mit ungünstigen Verkehrssituationen, die für Kinder schwer einzuschätzen sind. Damit Kinder sicher unterwegs sein können, müssen Kommunen die Möglichkeit haben, den Autoverkehr vor Schulen und Kitas temporär einzuschränken.“

Im Rahmen der Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ vom 16. bis 27. September 2019 können Kinder mit ihren Lehrerinnen und Erziehern eigene Projekte rund um das Thema zu Fuß zur Schule und zur Kita entwickeln. Die Aktionstage richten sich gezielt an Grundschulen und Kindergärten. Viele Materialien wie kostenlose Aktionsposter und Projektideen gibt es unter: www.zu-fuss-zur-schule.de.

Pressekontakt:
Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org  • Twitter: @VCDeV

Uwe Kamp, DKHW-Pressesprecher • Telefon 030/308693-11 • presse@dkhw.dewww.dkhw.de • Twitter: @DKHW_de

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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news-3440 Mon, 13 May 2019 11:22:39 +0200 EU-Studie: Kerosinsteuer könnte 3,1 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/eu-studie-kerosinsteuer-koennte-31-millionen-tonnen-co2-pro-jahr-einsparen/ Bislang unveröffentlichte Studie der EU-Kommission zeigt Vorteile der Besteuerung von Kerosin auf. VCD fordert Bundesregierung auf, die Steuerfreiheit des Treibstoffs zu beenden. Berlin, 13. Mai 2019. Eine Steuer auf Flugbenzin könnte den CO2-Ausstoß der von Deutschland ausgehenden Flüge um zwölf Prozent pro Jahr verringern. Das sind 3,1 Millionen Tonnen CO2 und entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von rund 1,5 Millionen Pkw. Dies zeigt eine von der EU-Kommission in Auftrag gegebene und von ihr bislang zurückgehaltene Studie. Die Nichtregierungsorganisation Transport & Environment (T&E) hat das Papier heute veröffentlicht (siehe www.transportenvironment.org/publications/leaked-european-commission-study-aviation-taxes). Eine Kerosinsteuer würde laut EU-Studie knapp fünf Milliarden Euro in die deutsche Staatskasse spülen, ohne negative Folgen auf Beschäftigung und Wirtschaft. Der ökologische Verkehrsclub VCD ruft die Bundesregierung auf, die klimaschädliche und wettbewerbsverzerrende Steuerfreiheit von Kerosin zu beenden.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Das immense Wachstum des Flugverkehrs heizt das Klima immer weiter auf. Trotzdem genießt die Luftfahrt Steuerfreiheit. Anders als im Straßen- und Bahnverkehr zahlen Fluggesellschaften in Europa bislang keinen Cent Steuer auf ihren Treibstoff. Das ist klimapolitischer Irrsinn. Von der Steuerfreiheit profitieren Vielflieger und Geschäftsreisende in besonderem Maße, zulasten des Klimas und der öffentlichen Haushalte. Damit muss Schluss sein.“

Auf Inlandsflügen kann laut EU-Recht bereits seit 2003 eine Kerosinsteuer erhoben werden. Durch bilaterale Abkommen mit anderen EU-Ländern kann die Steuer auch auf innereuropäische Flüge ausgeweitet werden. Länder wie die USA, Australien, Japan, Kanada und Saudi-Arabien beteuern bereits seit vielen Jahren Kerosin auf Inlandsflügen. Die CO2-Emissionen innereuropäischer Flüge sind alleine in den letzten fünf Jahren um 26 Prozent gestiegen.

Müller-Görnert: „In der Bevölkerung und auch der Politik steigt das Bewusstsein, endlich den Flugverkehr für seine Klimafolgen in die Verantwortung zu nehmen. Selbst CSU-Politiker fordern inzwischen die Kerosinsteuer. Angesichts der Erkenntnisse aus der EU-Studie kann die Bundesregierung nicht länger an der Steuerfreiheit für Kerosin festhalten. Bereits Mitte Juni hat sie die Gelegenheit, sich beim Treffen der EU-Finanzminister für mehr Klimaschutz im Flugverkehr stark zu machen.“

Mehr Informationen:
Pressemitteilung von T&E (englischsprachig): www.transportenvironment.org/press/eu-sat-data-showing-benefits-ending-airlines%E2%80%99-tax-break-%E2%80%93-leak    

Pressekontakt:
Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3422 Tue, 16 Apr 2019 11:03:24 +0200 Zum Start der Fahrradsaison: VCD gibt fünf Tipps zum sicheren E-Radfahren http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/zum-start-der-fahrradsaison-vcd-gibt-fuenf-tipps-zum-sicheren-e-radfahren/ Pedelecs können eine echte Alternative zum eigenen Auto sein. Doch während die Absatzzahlen weiter steigen, nimmt auch die Zahl der Unfälle zu. Zu Beginn der Fahrradsaison gibt der VCD fünf Tipps für mehr Sicherheit beim Fahren mit dem Pedelec. Berlin. Immer mehr Menschen in Deutschland entscheiden sich für Fahrräder mit unterstützendem Elektroantrieb, sogenannte Pedelecs. Gleichzeitig steigen jedoch die Unfallzahlen – insbesondere bei älteren Pedelec-Fahrern. Zum Start der Radsaison gibt der ökologische Verkehrsclub VCD fünf Tipps, wie jeder gut und sicher mit dem E-Rad unterwegs sein kann. Diese Tipps finden sich auch anschaulich dargestellt in einem Info-Film unter: e-radfahren.vcd.org/sicher-e-radfahren/pedelec-infofilm/, der sich vor allem an ältere Pedelec-Fahrende richtet.

Tipp 1: Gut beraten lassen
Für den Kauf eines Pedelecs sollte man sich an einen Fahrrad-Fachhändler wenden. Die Experten unterstützen bei der Wahl des Pedelec-Typs, der geeigneten Rahmengröße und stellen das Rad passend ein. Der Händler berät auch zu technischen Aspekten wie Antrieb oder Akkureichweite.  Ein so auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenes Pedelec ist Voraussetzung dafür, dass es beschwerdefrei und oft genutzt wird und dadurch die Verkehrssicherheit steigt.

Tipp 2: Beim Fahren einen Fahrradhelm tragen
Ein Fahrradhelm verhindert keinen Unfall. Aber er kann bei einem Sturz oder einem Zusammenstoß gute Dienste leisten und schwere Kopfverletzungen verhindern. Voraussetzung dafür ist, dass der Helm die erforderliche Prüfnorm erfüllt, der Kopfform angepasst ist und sich gut einstellen lässt. Hier ist der Fahrrad-Fachhändler ein guter Ansprechpartner. Wichtig: Helme haben nur eine begrenzte Lebensdauer und sollten nach rund fünf Jahren ausgetauscht werden.

Tipp 3: Das richtige Bremsen üben
Beim Pedelec wird die Bremswirkung häufig als überraschend stark empfunden. Deswegen sollte man sich zunächst im Stand mit den beiden Handbremsen für das Vorder- und das Hinterrad vertraut machen. Richtiges Bremsen will geübt sein: Experten empfehlen, stets mit beiden Bremsen gleichzeitig zu bremsen, wobei die stärkere Vorderradbremse immer sehr dosiert betätigt werden muss. Dies sollte zunächst bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten geübt werden.

Tipp 4: Stets vorausschauend fahren und Rücksicht nehmen
Die meisten Autofahrer können selbst auf den zweiten Blick nicht erkennen, ob man auf einem Pedelec oder einem herkömmlichen Fahrrad unterwegs ist. Im Vergleich zum Fahrrad erlaubt die Motorunterstützung des Pedelecs ein entspannteres Fahren und vermittelt so häufig den Eindruck, dass man langsamer fährt, als es tatsächlich der Fall ist. Man sollte deswegen vorausschauend fahren und die Geschwindigkeit der Situation anpassen. Beim Überholen von anderen Radlern sollte ausreichend Abstand gehalten und rücksichtsvoll gefahren werden.

Tipp 5: Einen Pedelec-Kurs besuchen
Wer das Pedelec für sich entdeckt, jedoch  jahrelang nicht oder nur selten mit dem Fahrrad unterwegs war, sollte am besten an einem Pedelec-Kurs teilnehmen. Solche Kurse werden von Organisationen wie dem ADFC, den Verkehrswachten oder dem Verband der Radfahrlehrer angeboten – vom kurzen Schnupperkurs bis zum mehrtägigen Sicherheitstraining. Eine bundesweite Über¬sicht zu Pedelec-Kursen gibt es unter www.e-radfahren.vcd.org/e-rad-kurse.

Informationsfilm und weitere Anleitungen zum sicheren Pedelec-Fahren
In einem online abrufbaren Film informiert der VCD gezielt Seniorinnen und Senioren über das Thema Pedelec und Verkehrssicherheit. Der Film „Gut und sicher unterwegs mit dem Pedelec“ ist in einer längeren Fassung unter e-radfahren.vcd.org/sicher-e-radfahren/pedelec-infofilm (fünf Minuten) und einer Kurzversion unter youtu.be/74O89neVBw0 (100 Sekunden) verfügbar. Er entstand in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Anleitungen vom Aufsteigen und Anfahren bis hin zu einfachen Bremsübungen gibt es auch in der VCD-Broschüre „Sicher fahren mit dem Pedelec. Ein Heft zum Selberüben in neun Schritten“. Als pdf zum Download unter kurzlink.de/pedelec-uebungsheft.

Pressekontakt:
Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org  • Twitter: @VCDeV  

 

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news-3421 Thu, 11 Apr 2019 13:45:00 +0200 Leben retten, Klima schützen: Breites Bündnis fordert generelles Tempolimit auf Autobahnen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/leben-retten-klima-schuetzen-breites-buendnis-fordert-generelles-tempolimit-auf-autobahnen/ Keine andere Verkehrsmaßnahme kann so schnell, günstig und sozial verträglich Millionen Tonnen klimaschädlicher Treibhausgasemissionen einsparen – Rund 70 Prozent der Autobahnen in Deutschland sind frei für gefährliche Raserei – 2018 starben 424 Menschen auf Autobahnen und 1866 auf Landstraßen – Koalitionsparteien scheitern gleich zwei Mal: Weder wird das Klimaschutzziel 2020 erreicht, noch das Ziel, bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent zu senken – Sichereres Verkehrssystem lässt sich nur mit Tempolimit erreichen – Klimakabinett muss Tempolimit als Bestandteil des Klimaschutzgesetzes beschließen. Berlin, 11.4.2019: Ein breites Bündnis, bestehend aus der Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen, der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland (VOD), dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem ökologischen Verkehrsclub VCD, Greenpeace sowie der Deutschen Umwelthilfe (DUH), hat heute in Berlin die kurzfristige Einführung eines generellen Tempolimits auf deutschen Autobahnen gefordert.  

Deutschland ist das einzige Industrieland weltweit ohne ein generelles Tempolimit. Obwohl die Maßnahme einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele für 2020 und 2030 leisten kann und erwiesenermaßen Menschenleben rettet, verweigert die Bundesregierung vehement die Einführung eines Tempolimits. „Es gibt keinen triftigen Grund, der gegen ein generelles Tempolimit spricht. Die Bundesregierung ist laut Grundgesetz zum Schutz des Lebens und des Klimas als natürliche Lebensgrundlage verpflichtet. Nicht zu handeln und das offensichtliche Potential eines generellen Tempolimits ungenutzt zu lassen, ist fahrlässig und widerspricht dem gesunden Menschenverstand“, so die Bündnispartner.

Nach Einschätzung der DUH können mit einem Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen sowie 80 km/h auf Landstraßen bis zu fünf Millionen Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Die Maßnahme kann kurzfristig, günstig und sozial verträglich die Klimaschutzlücke bis 2020 verringern. „Wir brauchen keine neuen Pläne, keine weiteren Untersuchungen und schon gar keine neuen Kommissionen. Was wir brauchen sind endlich klare Entscheidungen für den Klimaschutz. Die Mehrheit der Bürger steht hinter einem Tempolimit, hunderttausende Schüler verlangen von der Regierung wirksame Klimaschutzmaßnahmen – und zwar jetzt! Frau Merkel – handeln Sie! Nehmen Sie diese Forderungen ernst. Schützen Sie Klima und Leben. Straßen sind keine Rennstrecken,“ so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen aus 2017 zeigt: 70,4 Prozent der Autobahnen in Deutschland sind ohne jegliches Tempolimit und geben der gefährlichen Raserei einen Freifahrtschein. Ein Tempolimit rettet Leben, verbessert den Verkehrsfluss, sorgt für eine stressfreiere Fahrt und schützt die Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten.

Dazu Michael Mertens, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen: „Deutschland verliert bei der Verkehrssicherheit den Anschluss an die europäische Spitzengruppe. Rund 300 Menschen sterben jedes Jahr bei Unfällen auf Autobahnabschnitten ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Mit einem Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen könnten wir viele Menschen retten und Schwerverletzte verhindern. Eine Höchstgeschwindigkeit ist einfach einzuführen und wirkt sofort.“

Von dem eigens gesteckten Ziel, bis 2020 die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten im Vergleich zu 2010 um 40 Prozent zu reduzieren, ist die Bundesregierung weit entfernt. Der Rückgang liegt für 2017 bei nur 13 Prozent, müsste nach sieben Jahren allerdings bereits bei 28 Prozent liegen, so der VOD. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist im Jahr 2018 sogar mit einem Anstieg der Zahl der Verkehrstoten von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu rechnen. Auch vor dem Hintergrund der im Koalitionsvertrag vereinbarten „Vision Zero“, die mittelfristig die Zahl der Verkehrstoten auf null senken soll, ist ein Tempolimit zwingend notwendig.

Kerstin Haarmann, VCD-Bundesvorsitzende ergänzt: „Aus ideologischen Gründen verhindern alle Bundesverkehrsminister und die Autolobby seit Jahrzehnten die Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen. Die Mehrheit der Deutschen denkt längst vernünftiger und spricht sich für eine Geschwindigkeitsbegrenzung aus – also für ein entspannteres Fahren ohne Angst vor Raserei. Die Gesetze der Physik, internationale Studien sowie sinkende Verkehrsunfallzahlen hierzulande nach Einführung von lokalen Tempobeschränkungen zeigen eindeutig: Das Tempolimit sorgt für weniger schwere Unfälle, weniger Getötete und Verletzte.

Aus Sicht des Bündnisses ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung ein zwingender Bestandteil der dringend benötigten Verkehrswende. Für Elektromobilität und Digitalisierung ist ein Tempolimit unverzichtbar. Das Bündnis fordert die Mitglieder des Klimakabinetts auf, ein generelles Tempolimit auf Autobahnen und Landstraßen in den Maßnahmenkatalog aufzunehmen.

Arne Fellermann, BUND-Verkehrsexperte, erklärt hierzu: „Ohne strukturelle Veränderungen im Verkehrsbereich werden weder die Klimaziele erreicht noch wird die notwendige Verkehrswende eingeleitet. Anstatt kostengünstige und einfach umzusetzende Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen, setzt der Verkehrsminister lieber auf teure Industrieversprechen, umweltschädliche Agrotreibstoffe und ineffiziente synthetische Kraftstoffe. Das ist eine in unseren Augen nicht mehr zeitgemäße Haltung. Ein Tempolimit gehört zu dem Umbruch unseres Mobilitätsverständnisses zwingend dazu. Einfacher geht Klimaschutz nicht.“

Benjamin Stephan, Greenpeace-Verkehrsexperte: „Eine Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen würde Menschenleben retten, das Klima schützen und gerade den deutschen Autobauern zeigen, dass tonnenschwere PS-Protze nichts mit nachhaltiger Mobilität zu tun haben. Statt einer sexistischen Kampagne zu Fahrradhelmen muss Verkehrsminister Scheuer wirksame Maßnahmen umsetzen. Ein Tempolimit rettet Menschenleben, Plakate tun das nicht.“

Andreas Troge, ehemaliger Präsident des Umweltbundesamtes, unterstützt die Forderungen des Bündnisses. Andere Experten, Verbände und Vereine sind aufgerufen, dem Bündnis beizutreten.

Links:

Die Hintergrundpapiere zum Tempolimit der Verbände, das Pressematerial der Gewerkschaft der Polizei in NRW sowie eine Pressemitteilung der Verkehrsunfall-Opferhilfe vom 11.4.2019, finden Sie unter http://l.duh.de/p190411

Ein aktuelles VCD-Hintergrundpapier zum Tempolimit sowie weitere Informationen finden Sie auch hier: https://www.vcd.org/themen/verkehrssicherheit/tempolimit-auf-autobahnen/

Kontakt:

Gerd Lottsiepen, Verkehrspolitischer Sprecher des VCD
0171 8824449,gerd.lottsiepen@vcd.org

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer DUH
0171 3649170,  resch@duh.de

Michael Mertens, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen
0211 20910132, pressenrw@gdp-nrw.de

Arne Fellermann, BUND-Verkehrsexperte
030 27586484, arne.fellermann@bund.net

Benjamin Stephan, Greenpeace Verkehrsexperte
0151 57208151, benjamin.stephan@greenpeace.org

Wulf Hoffmann, Verkehrsunfall-Opferhilfe VOD
0176 61634519, wulf.hoffmann@lvw-lsa.de

 

VCD-Pressestelle:

Almut Gaude, Pressesprecherin
030 280351-12, presse@vcd.org, www.vcd.org

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news-3420 Tue, 09 Apr 2019 09:57:05 +0200 Bessere Fußwege in der Stadt stärken den ÖPNV. VCD veröffentlicht zehn Maßnahmen für ein attraktives Fußwegenetz http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/bessere-fusswege-in-der-stadt-staerken-den-oepnv-vcd-veroeffentlicht-zehn-massnahmen-fuer-ein-attraktives/ Unsere Städte sind oft unzureichend für Fußgänger ausgelegt. Dabei spielt der Fußverkehr gerade für Fahrgäste des ÖPNV eine zentrale Rolle. Der VCD hat zehn Maßnahmen entwickelt, wie Kommunen das Zufußgehen zur nächsten Haltestelle attraktiver machen können. Berlin, 09. April 2019. Jede Fahrt mit dem Bus oder der Bahn beginnt zu Fuß auf dem Weg zur Haltestelle. Wie dieser Weg gestaltet ist, entscheidet mit darüber, ob der öffentliche Nahverkehr genutzt wird. In unseren Städten sind Fußwege jedoch häufig schlecht ausgebaut. Sie sind oft zu schmal, mehr Stolperfalle als bequemer Gehweg und schlecht beleuchtet. Dazu kommen zu kurze Grünphasen für Fußgänger und zu wenige Möglichkeiten, Straßen bequem und sicher zu überqueren. Um die Situation für Fußgänger zu verbessern und den öffentlichen Nahverkehr zu stärken, hat der ökologische Verkehrsclub VCD den „Leitfaden für den guten Weg zur Haltestelle veröffentlicht. Dieser enthält zehn einfache Maßnahmen, wie Kommunen das Fußwegenetz schnell aufwerten können.

Philipp Kosok, VCD-Sprecher für öffentlichen Nahverkehr: „Spätestens seit dem Dieselskandal wissen Bund, Länder und Kommunen, dass der öffentliche Nahverkehr in den Städten massiv gefördert werden muss. Wir halten eine Verdopplung der ÖPNV-Fahrgäste bis zum Jahr 2030 für möglich und nötig, um unsere Klimaziele zu erreichen. Die Qualität des Fußwegs zu den Haltestellen entscheidet bereits darüber, ob die Menschen Bus und Bahn nutzen – oder schon vor ihrer Haustür in ein Auto steigen. Für saubere Luft in den Städten braucht es den Ausbau des ÖPNV und barrierefreie, sichere und direkte Wege zu den Haltestellen.“

In seinem Leitfaden fordert der VCD die Kommunen unter anderem auf, für eine Mindestbreite der Gehwege von 2,5 Metern zu sorgen. Bordsteinkanten an Querungen müssten abgesenkt, mehr Fußgängerüberwege und Mittelinseln gebaut sowie Wegweiser für Fußgänger aufgestellt werden. Um das Zufußgehen attraktiver zu machen, sollen die Städte zudem mehr Sitzmöglichkeiten im öffentlichen Raum schaffen und Gehwege sowie Haltestellen ausreichend beleuchten und begrünen. Einwohner sollten von ihrer Haustür aus maximal 300 Meter zur nächsten Bus- und Straßenbahnhaltestelle gehen müssen.

Kosok: „In der Verkehrsplanung der Städte spielt der Fußverkehr bisher kaum eine Rolle. Besonders ältere Menschen leiden unter zu kurzen Grünphasen für Fußgänger und hindernisreichen Bürgersteigen. Wer im Rollstuhl sitzt oder mit dem Kinderwagen unterwegs ist, vermisst häufig abgesenkte Bordsteine oder verzweifelt an viel zu engen Gehwegen. Verbessern die Kommunen ihre Fußwege, verbessern sie auch die Lebensqualität ihrer Bewohner.“

Den „VCD-Leitfaden für den guten Weg zur Haltestelle“ finden Sie hier: www.vcd.org/zu-fuss-zur-haltestelle
Pressebilder finden Sie im Laufe des Vormittags unter: www.vcd.org/service/presse/bildmaterial/aktionsfotos

Pressekontakt:
Philipp Kosok, VCD-Sprecher für ÖPNV und Projektleiter »Zu Fuß zur Haltestelle«• Telefon 030/280351-36 • philipp.kosok@vcd.org
Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org  • Twitter: @VCDeV

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news-3418 Wed, 03 Apr 2019 11:18:18 +0200 VCD gibt Startschuss für bundesweite Jugendkampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-gibt-startschuss-fuer-bundesweite-jugendkampagne-fahrrad-fuers-klima-auf-tour/ Mehr Jugendliche aufs Rad! Ökologischer Verkehrsclub VCD ruft mit Schirmherrin Regine Günther, Berliner Umweltsenatorin, Schülerinnen und Schüler zum Fahrrad fahren auf. Bundesweite Kampagne heute in Berlin gestartet. VCD fordert Reform der Straßenverkehrsordnung, damit Kommunen das Schulumfeld fahrradfreundlich und sicher gestalten können. Berlin, 03.04.2019. Zum Beginn der Fahrradsaison ruft der ökologische Verkehrsclub VCD mit seiner Kampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ bundesweit Jugendliche dazu auf, mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren und somit das Klima zu schützen. Unterstützt von Regine Günther, Berliner Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und Schirmherrin des Projekts in Berlin, startete der VCD die Kampagne heute mit Schülerinnen und Schülern der Evangelischen Schule Berlin Zentrum. Jugendliche in ganz Deutschland können ab sofort an der Aktion teilnehmen, ihre  mit dem Rad zurückgelegten Kilometer auf der Seite www.klima-tour.de sammeln und zum Ende des Projekts im September Preise gewinnen.

Stephanie Päßler, Leiterin VCD-Projekt „FahrRad!“: „Jugendliche, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren, tun aktiv etwas für den Klimaschutz. Anstatt mit dem Elterntaxi Lärm zu verursachen, CO2 oder Stickoxide auszustoßen, lernen sie, klimafreundlich mobil zu sein. Wer schon in jungen Jahren mit dem Fahrrad unterwegs ist, nutzt es auch später häufiger auf seinen Alltagswegen. Damit ist langfristig viel gewonnen – für das Klima, die eigene Gesundheit und lebenswerte  Städte mit weniger Lärm, weniger Stress und besserer Luft.“

Damit Kinder und Jugendliche ihre Schulwege gut und sicher mit dem Rad zurücklegen können, müssen die Straßen und Radwege entsprechend gestaltet sein. Bislang sind die Städte jedoch nach wie vor zu sehr auf den Autoverkehr als auf die Mobilitätsbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet.  Aus diesem Grund fordert der VCD die Bundesregierung auf, die Straßenverkehrsverordnung zu reformieren. Die Verkehrsplanung muss so vereinfacht werden, dass Kommunen ein sicheres und fahrradfreundliches Umfeld an Schulen schaffen können.

Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Fahrradpolitik: „Die Hürden zur flächendeckenden Ausweisung von Tempo 30 und von Fahrradstraßen sind für Kommunen noch zu hoch. Hier muss die Bundesregierung dringend nachbessern, damit Jugendliche sicherer zur Schule radeln können. Auch braucht es für die Kommunen die Möglichkeit, auf einfachem Wege generelle Halte- und Parkverbote im direkten Schulumfeld einzurichten. So verringert sich das Verkehrschaos und die Unfallgefahr vor den Schulen.“

Mehr zur VCD-Aktion „FahrRad!“:
Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren können sich mit ihren Schulklassen, Jugendgruppen oder Familien ab sofort und fortlaufend bis Ende August unter www.klima-tour.de anmelden. Jeder erradelte Kilometer kann auf dem Online-Portal eingetragen werden. Das bringt die teilnehmenden Gruppen gleichzeitig auf einer virtuellen Tour durch Deutschland und Europa voran. An 18 Stationen auf der Online-Tour werden Fahrrad- und Klimathemen jugendgerecht präsentiert. Außerdem gibt es Mitmachaktionen und Quizfragen. Für die Kombination aus richtigen Antworten und gesammelten Fahrradkilometern können als Hauptgewinn bis zu 500 Euro für die Gruppenkasse, eine Fahrradabstellanlage und weiteres Equipment für kommende Radausflüge gewonnen werden. Lehrkräfte und Jugendgruppenleiter finden auf der Webseite Unterrichtsmaterialien und Aktionsideen aus den Bereichen Fahrrad, Klimaschutz und Mobilitätsbildung. Das Jugendprojekt „FahrRad!“ ist eine Kooperation mit der »AKTIONfahrRAD« (www.aktionfahrrad.de). 

Pressebilder finden Sie im Laufe des Nachmittags unter: www.vcd.org/service/presse/bildmaterial/aktionsfotos

Pressekontakt:
Stephanie Päßler, Projektleiterin »FahrRad! Fürs Klima auf Tour« • Tel 030/280351-403 • stephanie.paessler@vcd.org bzw.
Almut Gaude • VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3412 Thu, 28 Mar 2019 13:46:27 +0100 VCD zur Bahnbilanz: Minister Scheuer muss jährliche Investitionen ins Schienennetz verdoppeln http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-zur-bahnbilanz-minister-scheuer-muss-jaehrliche-investitionen-ins-schienennetz-verdoppeln/ Berlin. Die Deutsche Bahn hat heute ihre Jahresbilanz für 2018 veröffentlicht. Danach nutzten im vergangenen Jahr rund 148 Millionen Fahrgäste die Fernverkehrszüge der DB. Das sind 5,7 Millionen mehr als 2017. Die Pünktlichkeit im Fernverkehr im Jahr 2018 lag bei nur 74,9 Prozent. Das operative Ergebnis des Staatskonzerns ging 2018 auf 2,11 Milliarden Euro zurück nach 2,15 Milliarden Euro im Jahr davor. Der ökologische Verkehrsclub VCD kommentiert dies wie folgt: Philipp Kosok, VCD-Sprecher für Bahnpolitik: „Hochverschuldet und anhaltend unpünktlich. Die Bilanz der Bahn kann weder Fahrgäste noch die Bundesregierung zufrieden stellen. Der Verkauf der Konzerntochter Arriva kann nur kurzfristig den Druck vom Kessel nehmen. Solange Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer weiterhin auf Straße vor Schiene setzt, wird die Deutsche Bahn nie in Fahrt kommen. Bahnchef Lutz hat heute indirekt eingestanden, dass es unter den geltenden Rahmenbedingungen keine Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2030 geben wird. Eine wachsende, pünktliche und wirtschaftlich gesunde DB braucht dauerhaft die Rückendeckung der Politik. Um eine deutlich höhere Pünktlichkeit und deutlich mehr Fahrgäste zu erreichen, muss der Bund seine jährlichen Investitionen in den Ausbau des Schienennetzes schnellstmöglich verdoppeln. Die Wettbewerbssituation der Schiene lässt sich auch verbessern, wenn die Regierung endlich auf die milliardenschweren, klimaschädlichen Subventionen für den Straßen- und Flugverkehr verzichtet.“

Pressekontakt:
Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

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news-3409 Thu, 21 Mar 2019 08:47:35 +0100 Klimakrise stoppen – Verkehrswende jetzt! Bündnis fordert Einhaltung der Klimaziele im Verkehr http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/klimakrise-stoppen-verkehrswende-jetzt-buendnis-fordert-einhaltung-der-klimaziele-im-verkehr/ Berlin, 21. 3. 2019 - Verkehrsminister überrollt in Geländewagen die Erde – so stellt ein großes Klima-Bündnis seine Unzufriedenheit mit der Verkehrspolitik von Minister Andreas Scheuer (CSU) dar. Heute soll die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission ein Maßnahmenpaket für Klimaschutz im Verkehr vorlegen. „Klimakrise stoppen – Verkehrswende jetzt!”, fordern die Demonstrierenden auf einem Banner. Gemeinsame Pressemitteilung von ökologischem Verkehrsclub VCD, BUND, Campact, Deutsche Umwelthilfe, Changing Cities, Greenpeace, Klima-Allianz Deutschland und NaturFreunde Deutschland

„Minister Scheuer darf den Klimaschutz im Verkehr nicht länger blockieren”, sagt Marion Tiemann, Verkehrsexpertin von Greenpeace. „Seit 1990 ist der CO2-Ausstoß im Verkehr nicht gesunken, sondern sogar noch gestiegen. Wenn Scheuer das Klimaziel im Verkehr nicht erreicht, drohen Milliarden an Strafzahlungen. Statt dieses Geld zum Fenster rauszuwerfen, sollte es besser in die Verkehrswende investiert werden.”

Die von Scheuer eingesetzte Kommission soll Maßnahmen erarbeiten, mit denen der Verkehr seinen Rückstand im Klimaschutz aufholen kann. Ohne wirksame und verbindliche Schritte wird der Sektor sein Klimaziel für das Jahr 2030 deutlich verfehlen. Laut Projektionsbericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2017 beträgt die Klimalücke im Verkehr mehr als 50 Millionen Tonnen CO2. Das entspricht in etwa den jährlichen CO2-Emissionen Schwedens.

Das Bündnis aus BUND, Campact, Changing Cities, Deutscher Umwelthilfe, Greenpeace, der Klima-Allianz Deutschland, Naturfreunde Deutschland sowie dem ökologischen Verkehrsclub VCD fordert insbesondere in Städten eine klare Fokussierung auf Bus und Bahn sowie den Rad- und Fußverkehr. „Moderne Verkehrspolitik sorgt dafür, dass vor allem in Städten immer weniger Menschen vom eigenen Auto abhängig sind”, so Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. “Die überfällige Verkehrswende weg vom Privat-Pkw hin zu attraktivem öffentlichem Verkehr und einem dichten Netz aus sicheren Radwegen darf nicht länger aufgeschoben werden. Minister Scheuer muss jetzt liefern.”

Klares Ziel des Bündnisses ist eine Verkehrswende hin zu klimaneutraler Mobilität. „Wir müssen uns so bald wie möglich vom Verbrennungsmotor verabschieden. Nur den Antrieb zu wechseln, reicht allein aber nicht aus. Gefragt sind weniger und vor allem effiziente und gemeinsam genutzte Fahrzeuge, es müssen mehr Güter auf der Schiene transportiert werden. Die Maßnahmen dafür müssen von der Verkehrskommission jetzt angestoßen werden”, kommentiert Dorothee Saar, Leiterin des Bereiches Verkehr und Luftreinhaltung bei der Deutschen Umwelthilfe.

„Die Klimabilanz durch den Einsatz umwelt- und sozialschädlicher Agrokraftstoffe schönzurechnen, ist der Versuch, Teufel mit Beelzebub auszutreiben“, fügt der stellvertretende BUND-Vorsitzende Ernst-Christoph Stolper hinzu. „Wir brauchen mehr öffentlichen Verkehr, mehr Platz für Fahrrad und Fußgänger sowie kleine Elektromobile, aber keine SUVs, die Treibstoffe aus Palmöl und Gensoja verbrennen.“

Die Bundesregierung hat zugesagt, in diesem Jahr ein Klimaschutzgesetz zu beschließen, das verbindliche Maßnahmen aus Bereichen wie Verkehr, Energie und Landwirtschaft bündelt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze hatte vor wenigen Wochen einen Entwurf hierfür vorgelegt. Das Gesetz soll sicherstellen, dass Deutschland seine Zusage einhält, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Das Ziel für das Jahr 2020 - ein Minus von 40 Prozent CO2 - wird die Bundesregierung nach aktuellem Stand sehr deutlich um ein knappes Viertel verfehlen. Das Klimaschutzgesetz muss entsprechend auch wirksame Reduktionsmaßnahmen für den Verkehr enthalten.

Fotos von der Aktion finden Sie ab ca. 12 Uhr hier: https://campact.org/Verkehrskommission_Aktion

Kontakte:

BUND: Sigrid Wolff, E-Mail: presse@bund.net, Tel. 030-2758 6425

Campact: Svenja Koch, presse@campact.de, Tel. 04231-957 590

Changing Cities: ragnhild.soerensen@changing-cities.org, Tel. 0171-535 7734

Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH): Dorothee Saar, saar@duh.de, Tel. 0151-1622 5862

Greenpeace: Gregor Kessler, gregor.kessler@greenpeace.de, Tel. 0151-7270 2918

Klima-Allianz Deutschland: Julia Dittmann, presse@klima-allianz.de, Tel. 0175-571 7835

NaturFreunde Deutschlands: Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de, Tel. 0176-6201 5902

Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD): Lisa Feitsch, presse@vcd.org, Tel. 030-2803 5118

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news-3408 Wed, 20 Mar 2019 14:45:38 +0100 Bahnverbände sehen Eckwertebeschluss zum Bundeshaushalt 2020 skeptisch: „So erreicht man die Klimaziele im Verkehrssektor nicht“ http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/bahnverbaende-sehen-eckwertebeschluss-zum-bundeshaushalt-2020-skeptisch-so-erreicht-man-die-klimazi/ Die Bahnverbände zeigen sich enttäuscht angesichts der Haushaltsansätze, die sich im heutigen Eckwertebeschluss zu allen Zukunftsthemen des Bahnverkehrs finden. Die Verpflichtung der Bundesrepublik, ihre Treibhausgasemissionen im Verkehr bis 2030 um mindestens 40 Prozent zu senken, sei so nicht zu erfüllen. Die Politik müsse für die zahlreichen Infrastrukturprojekte im Eisenbahnsektor jetzt die entscheidenden Umschichtungen im Haushalt vornehmen – nicht irgendwann. Gemeinsame Pressemitteilung von Allianz pro Schiene – BAG-SPNV – mofair – NEE – VDB – VDV – VCD – VPI

Berlin, 20. März 2019

„Statt der bisherigen gut fünfeinhalb Mrd. Euro pro Jahr brauchen wir absehbar das Doppelte an jährlichen Mitteln für klimaneutrale Mobilität auf der Schiene. Der Investitionshochlauf für die Schiene muss jetzt beginnen. Was wir feststellen, ist aber das Gegenteil: Die Mittel sollen gegenüber dem, was bereits vereinbart war, wieder zurückgehen,“ kritisieren die Verbände. „Das neue Klimakabinett hat nun die Chance, eine erste wegweisende Entscheidung zu treffen, indem es das erforderliche Investitionsgesamtpaket in Angriff nimmt und die Planungen für 2019 und die Folgejahre entsprechend korrigiert.“

Der Eckwertebeschluss bleibe bei entscheidenden Fragen Antworten schuldig. Die Einführung des Deutschland-Takts, ein Bundesverkehrswegeplan, dessen Schienenvorhaben auch gebaut werden können, die Digitalisierung von Signal- und Stellwerkstechnik, Kapazitätsausbau, weitere Streckenelektrifizierung, 1000 Bahnhöfe-Programm oder eine Schienenverkehrsforschung und Innovationsförderung, die den Namen verdient – das alles soll und muss gemacht werden, um die Zahl der Fahrgäste und der die Güterverkehrsleistung bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln und den Schienengüterverkehr zu stärken. Alles Ziele aus dem Koalitionsvertrag, die die acht Bahnverbände sehr begrüßt haben. Noch im Herbst lobten sie eine „neue Ernsthaftigkeit“, weil Versprechungen – anders als früher – in dieser Legislaturperiode unter Einbindung der Branche konzeptionell unterlegt worden waren.

Natürlich muss auch die Erneuerung der bestehenden Infrastruktur mit kundenfreundlich konzipierten Baustellenplanungen auf hohem Niveau fortgeführt werden. Hier findet sich die einzige, mit einer „Vorsorge-Milliarde“ angedeutete Anpassungsbereitschaft der Regierung. Die Steigerung reiche aber weder zur Kompensation steigender Baupreise noch zum kundenfreundlicheren Bauen mit weniger Vollsperrungen.

Statt der nach Berechnung der Bahnverbände notwendigen zweistelligen Milliardenbetrags pro Jahr für Schieneninvestitionen und Investitionsförderung sehen die aktuellen Planungen nur einen Aufwuchs auf weniger als sieben Milliarden Euro vor, während die Mittel für den Straßenbau allein bei den Bundesfernstraßen auf mehr als 8 Milliarden Euro angehoben werden sollen. Wie da mehr Verkehr auf die Schiene kommen soll, bleibe das Geheimnis der Bundesregierung.

Die Bahnverbände fordern die Bundesregierung deshalb auf, bis zum Kabinettsbeschluss des Haushalts im Juni deutliche Umschichtungen zugunsten der Schiene vorzunehmen.

 

Was würde alles nicht kommen, wenn die Planungen so blieben?

Umsetzung der Schienenprojekte aus dem BVWP (nötig: mittelfristig 3 Mrd. Euro p.a., derzeit geplant: 1,6 Mrd. Euro p.a.). Schon die bisher im Bundesverkehrswegeplan vorgesehenen Projekte waren – entgegen den Beteuerungen der Bundesregierung – nicht durchfinanziert. Die neu hinzukommenden Projekte, die aus dem bisherigen „potenziellen“ in den vordringlichen Bedarf hochgestuft worden sind, hängen allesamt in der Luft. Künftige Baukostensteigerungen sind nicht berücksichtigt.

Zusätzliche Projekte für den Deutschland-Takt/Elektrifizierung: Ebenso wenig sind Mittel für zusätzliche, oft kleinere Infrastrukturvorhaben vorgesehen, die sich aus den weiteren Unter-suchungen zum Deutschland-Takt noch ergeben werden. Nötig wäre in der Mittelfristplanung ein guter dreistelliger Millionenbetrag. Auch für weitere Streckenelektrifizierung findet sich kein gesonderter Ansatz. Die Mittel aus der GVFG-Steigerung dürften vor allem in dringende Projekte des kommunalen ÖPNV gehen.

ETCS/digitale Stellwerke: Der Ansatz im Eckwertebeschluss liegt zunächst sogar unter dem, was Deutschland aus europarechtlichen Verpflichtungen ohnehin tun muss (v.a. Ausrüstung der TEN-Korridore). Nötig wären perspektivisch 1,5 Mrd. Euro p.a. Mit dem jetzigen Ansatz misslingt nicht nur der Einstieg in die digitale Schiene; Deutschland steht weiter in der Gefahr, sich das nächste EU-Vertragsverletzungsverfahren einzuhandeln. Möglichkeiten für eine Kapazitätserweiterung von bis zu 20 % bleiben ungenutzt; auf den TEN-Strecken müssten auf Dauer dann zwei Leit- und Sicherungssysteme gleichzeitig unterhalten werden – wirtschaftliches Handeln sieht anders aus. Stuttgart 21 würde mit alter Sicherungstechnik ausgerüstet werden – eine absurde Vorstellung.

Darüber hinaus muss nicht nur die Infrastruktur, sondern müssen auch die Fahrzeuge für ETCS ertüchtigt werden. Ohne Fahrzeugumrüstung gäbe es zwar einige ETCS-fähige Strecken mehr – aber keine Züge, die darauf fahren können.

Alternative Antriebe: Ohne zusätzliches Geld ist eine weitere Dekarbonisierung auf der Schiene nur extrem schleppend möglich. Bisher gibt es ein Förderprogramm, aus dem in den kommenden Jahren etwa 44 Fahrzeuge pro Jahr gefördert werden könnten. Bei einem Bedarf von ca. 3.000 Fahrzeugen im Schienengüter- und -personenverkehr würden bis 2030 gerade einmal 17 % des heutigen Dieselfuhrparks auf alternative Antriebe auf- oder umgerüstet.

Zukunftsinvestitionen in Innovationen: Schieneninnovationen erhöhen Effizienz, Sicherheit, Klimaschutz und Kundenkomfort – jedoch nur, wenn sie es auch aufs Gleis schaffen. Die Bundesregierung muss Anreize setzen für nachhaltige Schienentechnologien wie alternative Antriebe.

Mittel für die Schienenverkehrsforschung und Förderprogramm für den Schienengüterverkehr: Zwar wurde zwischenzeitlich ein Deutsches Zentrum für Schienenverkehrsforschung geschaffen. Ohne eine adäquate Ausstattung kann es aber weder Forschungsprojekte anstoßen, noch ist eine sinnvolle Förderung von Innovationen im Schienenbereich möglich. Deshalb muss nun mit Ernsthaftigkeit ein Schienenforschungsprogramm auf den Weg gebracht werden – mit einer konkreten Agenda und vor allem einer ausreichenden Finanzierung. Für den Start des schon 2017 vom Verkehrsministerium als notwendig erachteten „Bundesprogramms Zukunft Schienengüterverkehr“ wären ab 2020 jährlich 100 Mio. Euro notwendig.


Pressekontakte:

Allianz pro Schiene:
Markus Sievers, markus.sievers@allianz-pro-schiene.de, 030 2462599-20

BAG-SPNV:
Renate Bader, bader@bag-spnv.de, (0)152 51 07 08 68

mofair:
Dr. Matthias Stoffregen, matthias.stoffregen@mofair.de, 0160 96 90 61 43

NEE:
Peter Westenberger, westenberger@netzwerk-bahnen.de, 0170 485 486 4

VCD:
Lisa Feitsch, lisa.feitsch@vcd.org, 030 280351-18

VDB:
Pauline Maître, maitre@bahnindustrie.info, 030 206289 60

VDV:
Lars Wagner, wagner@vdv.de, 030 39993214

VPI:
Kerstin Domscheit, presse@vpihamburg.de, 040 41912670

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news-3407 Wed, 20 Mar 2019 12:24:00 +0100 Zu heute eingesetztem Klimakabinett: „Scheuer fährt Klimaschutz im Verkehr an die Wand. Jetzt soll es Schulze in neuem Klimakabinett richten.“ http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/zu-heute-eingesetztem-klimakabinett-scheuer-faehrt-klimaschutz-im-verkehr-an-die-wand-jetzt-soll-e/ Berlin, 20.03.2019. Die Bundesregierung setzt heute das Klimakabinett ein. Unter Leitung von Umweltministerin Svenja Schulze soll das Gremium erarbeiten, mit welchen konkreten Gesetzen und Maßnahmen Deutschland seine Ziele beim Klimaschutz einhalten kann. Der ökologische Verkehrsclub VCD kommentiert die Einsetzung des Klimakabinetts wie folgt: Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsexperte: „Das bisherige Versagen von Verkehrsminister Scheuer ist Hauptursache für die Gründung des Klimakabinetts. Deshalb ist es richtig, Umwelministerin Svenja Schulze mit der Leitung zu betrauen. Die Bundesregierung muss jetzt beim Klimaschutz handeln anstatt nur die Verantwortlichkeiten zu verlagern. Auch der Verkehrsminister muss sich den Klimazielen unterordnen. Er darf seine selbst eingesetzte Kommission zum Klimaschutz im Verkehr, die Nationale Plattform Mobilität (NPM) nicht weiter blockieren, um notwendige Maßnahmen zu verwässern oder zu verhindern.

Damit der Verkehr seine Klimaziele erreicht, brauchen wir ein Klimaschutzgesetz mit konkreten Maßnahmen. Es führt kein Weg an der Bepreisung des Treibhausgases CO2, dem massiven Ausbau des Schienenverkehrs und Tempolimits vorbei. Bisher plant der Verkehrsminister die Klimaziele durch Digitalisierung, den Einsatz höchst umstrittenen Biosprits und nicht verfügbarer aber teurer strombasierter Kraftstoffe zu erreichen. Ohne eine wirkliche Verkehrswende bleibt das eine unzureichende Luftnummer.“

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsexperte • Fon 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw. Lisa Feitsch, VCD-Pressestelle • Fon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3405 Thu, 14 Mar 2019 13:25:00 +0100 Bundestag beschließt Gesetz gegen den Gesundheitsschutz http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/bundestag-beschliesst-gesetz-gegen-den-gesundheitsschutz/ Fahrverbotsverhinderungs-Gesetz statt Nachrüstung, aber Grenzwert bleibt Grenzwert. GroKo wertet offenbar Interessen der betrügerischen Autoindustrie höher als Gesundheit der Menschen. VCD fordert stattdessen endlich Einstieg in die Verkehrswende. Berlin, 11. März 2019. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert die Gesetzentwürfe, die heute mit den Stimmen der Großen Koalition im Bundestag beschlossen werden, scharf. Hinter den neutralen Bezeichnungen der Gesetze verbergen sich skandalöse Versuche, die durch betrügerisches Verhalten der Autoindustrie verursachte Luftverschmutzung unter den Teppich zu kehren.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher:„Die Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein Fahrverbotsverhinderungs-Gesetz. Die Verordnung greift den Grenzwert für Stickstoffdioxid an, der seit 2010EU-weit gilt. Statt die Bürger vor hohen Immissionen zu schützen, werden einfach Fahrverbote für unverhältnismäßig erklärt, wenn der Grenzwert „nur“ um bis zu ein Viertel überschritten wird.“ Der EU-Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) beträgt 40 Mikrogramm pro Kubikmeter, die Bundesregierung will die Schwelle für Fahrverbote nun auf 50 Mikrogramm erhöhen. Fahrverbote sind die letzte Notmaßnahme, um die Gesundheit der Menschen zu schützen. Sie sind nötig, weil die Bundesregierung und die Städte viele Jahre nichts getan haben und die Autoindustrie in betrügerischer Absicht Dreckschleudern auf die Straße brachte. „Mit der Gesetzesänderung unterstützt die Bundesregierung den Tiefschlaf einiger Städte und übt Druck auf Gerichte aus. Aber die EU hat schon klar gestellt: Grenzwert bleibt Grenzwert. Der Versuch, den Wert aufzuweichen, grenzt an Rechtsbeugung. Der VCD geht davon aus, dass unabhängige Gerichte weiterhin Recht sprechen und Fahrverbote als letztes Mittel verordnen, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen, den EU-Grenzwert einzuhalten“, so Lottsiepen.

Parallel dazu wird das Straßenverkehrsgesetz geändert. Das hat vor allem das Ziel, die Blaue Plakette zu verhindern und die automatisierte Kennzeichenerfassung zu ermöglichen. Damit werden die Kontrollen von Fahrverboten, die von Gerichten verhängt wurden, derart kompliziert und teuer, dass sie ausbleiben. Lottsiepen: „Das ist ein Kontrollverhinderungsgesetz. Eine infame Doppelstrategie der Bundesregierung soll Fahrverbote verhindern. Stattdessen sollte die Bundesregierung endlich die Hardwarenachrüstung für alle geeigneten Dieselfahrzeuge durchsetzen. Selbstverständlich muss die Nachrüstung von der Autoindustrie finanziert werden. Um Fahrverbote überflüssig zu machen, sollten die Bundesregierung und die betroffenen Städte in die Verkehrswende einsteigen. Ein positives Beispiel hier ist Wiesbaden. Dort wurde in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen in einem Verfahren mit DUH und VCD ein ambitionierter Luftreinhalteplan vorgelegt, der Fahrverbote überflüssig macht.

Pressekontakt:
Anne Fröhlich, VCD-Pressestelle • Telefon 030/280351-59 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3385 Mon, 11 Mar 2019 11:24:39 +0100 Ein Jahr Große Koalition: VCD fordert „Ende von Scheuers Bremspolitik“ http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/ein-jahr-grosse-koalition-vcd-fordert-ende-von-scheuers-bremspolitik/ CDU, CSU und SPD wieder ein Jahr im Amt: Verkehrs- und Klimapolitik stehen still. Verkehrsminister Scheuer bremst Verkehrswende. SPD lässt keinen klaren Klimakurs erkennen. Berlin, 11. März 2019. Der ökologischen Verkehrsclub VCD zieht eine ernüchternde Bilanz der Klima- und Verkehrspolitik der Großen Koalition. Vor einem Jahr startete die Wiederauflage der Großen Koalition aus CDU, CSU und SPD. Sowohl bei der Luftreinhaltung als auch beim Klimaschutz steht die Bundesregierung seit einem Jahr auf der Bremse. Fortschritte für mehr Verkehrssicherheit sind ebenfalls nicht zu sehen.

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD: „Das Ergebnis der Verkehrs- und Klimapolitik nach einem Jahr Große Koalition ist ernüchternd. Den Ankündigungen aus dem Koalitionsvertrag folgten nur wenige Taten. Die versprochene Offensive für die Bahn lässt auf sich warten und dreckige Diesel belasten weiterhin die Luft in zahlreichen Städten. Klimapolitisch hinkt der Verkehr den Zielen meilenweit hinterher. Minister Scheuer bremst die Verkehrswende aus. Doch die ist überfällig, sonst ersticken unsere Städte in Abgasen, Lärm und Staus. Und Deutschland verfehlt krachend seine Klimaziele für 2030.“

Es scheint, als blockiere Scheuer bewusst den Koalitionsvertrag. Die im Herbst 2017 von der Bundesregierung ins Leben gerufene Nationale Plattform „Zukunft der Mobilität“ sollte der Bundesregierung bis Ende 2018 konkrete Handlungsempfehlungen liefern. Damit sollten die im Klimaschutzplan verankerten Ziele für den Verkehr in 2030 erreicht werden. Doch Verkehrsminister Scheuer fiel seiner selbst eingesetzten Expertenkommission in den Rücken. Aus seiner Geringschätzung für deren Arbeit machte er keinen Hehl. Er kritisierte erste Vorschläge zum Tempolimit auf Autobahnen und zur Erhöhung der Steuern auf Benzin und Diesel. Nun fordert er, dass der Abschlussbericht keine kritischen Maßnahmen enthalten soll. Der VCD befürchtet, dass solche weichgespülten Empfehlungen kaum Wirkung für die benötigte CO2-Minderung im Verkehr haben. Auf europäischer Ebene blockierte Deutschland weiterhin als eines der wenigen Länder ambitionierte CO2-Grenzwerte für Pkw und Lkw und damit den notwendigen Klimaschutz.

Die Argumente des Verkehrsministers sind auf Stammtischniveau angekommen. Obwohl ein Tempolimit auf Autobahnen sowohl zum Klimaschutz als auch zur Verkehrssicherheit beitragen würde – mehr als einhundert Tote und 5000 Verletzte könnten damit jährlich vermieden werden – bezeichnete Scheuer eine Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen als „gegen jeden Menschenverstand“. Damit verhöhnt Scheuer den Koalitionsvertrag, denn dort ist die „Vision Zero“, das Ziel „Null Verkehrstote“ festgehalten.

Ohne Zögern machte sich der Minister auch die ihm willkommene Position der 107 Lungenärzte zu Eigen und stimmte damit in die Falschbehauptung mit ein, Luftschadstoffe seien nahezu unbedenklich für die menschliche Gesundheit. Obwohl der Stand der Forschung eindeutig ist, forderte Scheuer Brüssel sogar dazu auf, die Grenzwerte für Stickstoffdioxid zu überprüfen. Statt den Gesundheitsschutz der Bevölkerung an erste Stelle zu stellen, geht es dem Verkehrsminister einzig darum, Fahrverbote von schmutzigen Diesel-Pkw zu verhindern.

Im Koalitionsvertrag wurde angekündigt, die Straßenverkehrsordnung zu überprüfen, um den Radverkehr zu fördern. Aktuell arbeitet eine Expertenkommission an einem Entwurf, konkrete Empfehlungen stehen jedoch noch aus. Ebenfalls vereinbart wurde das Ziel, die Fahrgastzahlen bei der Bahn zu verdoppeln. Dennoch erhöhte die Bundesregierung ihre Investitionen in den Bau von Autobahnen und Bundestraßen beträchtlich gegenüber denen für die Schiene.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Nach einem Jahr GroKo bleibt die Frage: Wohin scheuert der Verkehr? Weder liefert Minister Scheuer mit seinem Ressort einen Beitrag zum Klimaschutz noch lässt die SPD einen klaren Klimakurs erkennen. Bisher kamen zwar einige vernünftige Vorschläge von Umweltministerin Schulze, die wurden von Scheuer und Wirtschaftsminister Altmaier jedoch abgebügelt und von Vizekanzler Scholz kaum unterstützt. In ihrer letzten Amtsperiode muss Kanzlerin Merkel den Gesundheits- und Klimaschutz zur Chefsache erklären. Die Bundesregierung muss sich spätestens jetzt auf den Koalitionsvertrag besinnen anstatt weiter ziellos zwischen den Ressorts herumzueiern. Für das Klima und die Gesundheit der Menschen braucht es ein Ende von Scheuers Bremspolitik.“

Die sechs Kernforderungen des VCD für die Verkehrswende finden Sie hier: www.vcd.org/themen/vcd-kernforderungen-fuer-die-verkehrswende 

Pressekontakt:
Lisa Feitsch, VCD-Pressestelle • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3373 Mon, 25 Feb 2019 12:28:30 +0100 Bund muss Schieneninvestitionen jetzt erhöhen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/bund-muss-schieneninvestitionen-jetzt-erhoehen/ Verkehrsverbände fordern gemeinsam mehr Geld und mehr Transparenz Gemeinsame Pressemitteilung der drei Verkehrsverbände Allianz pro Schiene, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG und der ökologische Verkehrsclub VCD

Berlin, den 25. Februar 2019. Kurz vor wegweisenden Entscheidungen über die staatliche Finanzierung der Schieneninfrastruktur haben die drei Verkehrsverbände Allianz pro Schiene, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG und der ökologische Verkehrsclub VCD gemeinsam die Bundesregierung sowohl zu mehr Investitionen in die Netze als auch zu einer offenen und ehrlichen Debatte über den tatsächlichen Bedarf aufgefordert. „Durch den enormen Investitionsrückstand ist das Schienennetz völlig veraltetet. Jetzt muss die Politik die Investitionsmittel deutlich aufstocken, damit die Infrastruktur endlich verjüngt werden kann“, sagte EVG-Chef Alexander Kirchner. „Dies ist der entscheidende Hebel, um die Störanfälligkeit im System Schiene zu reduzieren.“

Derzeit laufen die Gespräche über den staatlichen Beitrag zu Ersatzinvestitionen in das Schienennetz in den nächsten fünf Jahren, also über die so genannte „Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung“ (LuFV) zwischen Bund und Deutscher Bahn. Mit einer Einigung wird in Kürze gerechnet.

Allianz pro Schiene kritisiert „Verhandlungen in Hinterzimmern“

In diesem Zusammenhang forderte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, mehr Transparenz ein. „Die Verhandlungen sind viel zu wichtig, um in Hinterzimmern und ohne öffentliche Beteiligung und Kontrolle geführt zu werden“, so Flege. „Die Steuerzahler haben einen Anspruch auf ehrliche Informationen und eine offene Debatte darüber, was mit ihren Milliarden im Schienensektor geschieht.“ Insbesondere beklagte Flege, dass Gutachten zum Investitionsbedarf unter Verschluss gehalten würden. Grundsätzlich sei es richtig, die Investitionen in den Erhalt des Schienennetzes über die LuFV und damit über Qualitätskriterien und wirtschaftliche Kennzahlen zu steuern, sagte Flege. Das Instrument müsse aber weiter verbessert werden. Auch müsse über die unter anderem vom Bundesrechnungshof monierten Fehlanreize debattiert werden.

„Es ist dringend nötig, den Schienenverkehr auszubauen und attraktiver zu gestalten“, betonte Matthias Kurzeck, Mitglied im Bundesvorstand vom ökologischen Verkehrsclub VCD. „Mehr Schiene ist das beste Mittel, um im Verkehrssektor die Klimaziele zu erreichen. Wenn die Bundesregierung es ernst meint mit dem Klimaschutz, muss sie jetzt die finanziellen Weichen für den Erhalt des Schienennetzes und für mehr Schienenverkehr stellen.“ 

Pressekontakt:
Markus Sievers • Pressesprecher Allianz pro Schiene • Telefon 030/246 25 99 - 20 bzw. 0162/2115364 • markus.sievers@allianz-pro-schiene.dewww.allianz-pro-schiene.de 

Almut Gaude • VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org

Die Allianz pro Schiene ist ein breites Bündnis von Unternehmen und Umweltverbänden, Gewerkschaften, Hochschulen und Verbraucherorganisationen mit dem gemeinsamen Interesse an einer Stärkung des Schienenverkehrs. In Deutschlands unkonventionellstem Verkehrsbündnis arbeiten 23 Non-Profit-Verbände und über 150 Unternehmen aus der gesamten Eisenbahnbranche mit insgesamt 30 Milliarden Umsatz im Schienenverkehr dauerhaft zusammen.

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news-3372 Thu, 21 Feb 2019 12:04:21 +0100 Fünf Eckpunkte für ein ökologisch sinnvolles Ridesharing-Angebot: VCD zur Reform des Personenbeförderungsgesetzes http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/fuenf-eckpunkte-fuer-ein-oekologisch-sinnvolles-ridesharing-angebot-vcd-zur-reform-des-personenbefoerderungsgesetzes/ On-Demand-Ridesharing ist nur als Teil des ÖPNV eine Chance. Liberalisierung mit Augenmaß ist gefragt. Berlin, 21.2.2019. Das Gesetz zur Personenbeförderung ist nicht mehr zeitgemäß. Neue Angebote wie On-Demand-Ridesharing – also ein Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) auf Bestellung – werden darin kaum behandelt. Die Modernisierung des Personenbeförderungsgesetzes, die die Bundesregierung nun angeht, ist aus Sicht des ökologischen Verkehrsclub VCD überfällig. Eine uneingeschränkte Marktöffnung für Sharing-Dienste ist aber weder notwendig noch hilfreich. Es braucht eine Liberalisierung mit Augenmaß, bei der die Kommunen die Planungshoheit über das Angebot der Ridesharing-Dienste besitzen.

Philipp Kosok, VCD-Sprecher für öffentliche Verkehrsmittel: „On-Demand-Ridesharing-Dienste dürfen keine Konkurrenz zum ÖPNV werden, sondern müssen Teil davon sein. Es hat sich in Deutschland bewährt, dass die Kommunen den ÖPNV planen. Sie haben den politischen Auftrag, für eine ausreichende Mobilität der Menschen zu sorgen, auch da, wo ein eigenwirtschaftlicher Betrieb nicht möglich ist. Mit dem Nahverkehrsplan entscheiden sie heute bereits in welchem Stadtteil wie viel Busse abfahren und wie häufig eine Straßenbahnlinie auch am Sonntag noch fahren muss. Künftig müssen Kommunen auch entscheiden dürfen, wo und wann Ridesharing-Dienste angeboten werden.“

Der VCD fordert die Bundesregierung auf, folgende fünf Eckpunkte in die Neufassung des Personenbeförderungsgesetzes aufzunehmen:

  1. Die Aufgabenträger des ÖPNV müssen die Leistungen, die mit On-Demand-Ridesharing erbracht werden sollen, beschreiben und vergeben. Sie sind es, die Bedienungsstandards im Nahverkehrsplan definieren und für eine fahrgastfreundliche Abstimmung mit dem bestehenden Bus- und Bahnangebot sorgen.
  2. Das Bedienungsgebiet der Sharing-Anbieter sollte beschränkt sein auf die durch den ÖPNV unzureichend bedienten Gebiete.
  3. Ridesharing-Dienste dürfen ausschließlich Pooling-Fahrten  anbieten – also Fahrten, bei denen mehrere Personen von unterschiedlichen Orten mitgenommen werden. Nur so kann eine möglichst kostengünstige und ökologisch nachhaltige Nutzung der Fahrzeuge gewährleistet werden.
  4. Ridesharing muss in den Tarif und in die Fahrgastinformation des ÖPNV integriert werden.
  5. Sozialdumping muss ausgeschlossen werden. Die Anforderungen an das Fahrpersonal müssen analog zum Taxi gestaltet werden.

Der VCD sieht großes Potential in den On-Demand-Diensten. Die Chance besteht darin, den bestehenden ÖPNV zu erweitern und den privaten Pkw-Verkehr zu verringern. Für Menschen außerhalb der Städte stellt der bestehende Nahverkehr bis heute oft keine ernsthafte Alternative zum eigenen Auto dar. On-Demand-Ridesharing könnte das Angebot zukünftig ergänzen und attraktiver machen. Linienbusse könnten zum Beispiel wichtige und stark frequentierte Hauptlinien in einem Landkreis bedienen, während Kleinbusse als Ridesharing-Dienst Lücken im Angebot schließen. Ridesharing kann als Zubringer zu diesen Hauptlinien, als Zubringer zu Bahnstationen oder auch mit einer Tür-zu-Tür-Bedienung funktionieren. In den Innenstädten von Metropolen ist der Bedarf jedoch gering. Dafür ist hier die Gefahr hoch, dass die Menschen vom ÖPNV auf die Sharing-Dienste umsteigen und so der Autoverkehr wächst, warnt der VCD.

Mehr Informationen

Weitere VCD-Informationen zum On-Demand-Ridesharing finden Sie hier: www.vcd.org/themen/oeffentlicher-personennahverkehr/modern-digital/

Eine VCD-Position zum On-Demand-Ridesharing finden Sie hier: www.vcd.org/fileadmin/user_upload/Redaktion/Themen/OEffentlicher_Personennahverkehr/modern_und_digital/Position_On-Demand-Ridesharing.pdf

Pressekontakt:
Almut Gaude • VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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