VCD Pressemitteilung https://www.vcd.org/ Pressemitteilungen des VCD (Verkehrsclub Deuschland) de VCD Mon, 18 May 2026 12:35:14 +0200 Mon, 18 May 2026 12:35:14 +0200 TYPO3 EXT:news news-5667 Mon, 18 May 2026 12:29:44 +0200 Anhörung im Bundestag: VCD warnt vor Absenkung der Luftverkehrsteuer https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/anhoerung-im-bundestag-vcd-warnt-vor-absenkung-der-luftverkehrsteuer Heute findet vor dem Finanzausschuss des Bundestages eine Anhörung zur geplanten Absenkung der Luftverkehrsteuer statt – die Koalition will die Steuer wieder auf den Stand vor der Erhöhung vor zwei Jahren zurücksetzen. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert diese Maßnahme angesichts von Energiekrise und Klimawandel als fatales Signal. Der Luftverkehrsexperte Alfred Schreiber vertritt den VCD in der Anhörung.  

„Der Flugverkehr genießt Privilegien, von denen die klimafreundliche Bahn nur träumen kann“, erklärt Alfred Schreiber, Luftverkehrsexperte des VCD und Vertreter des Verbands in der heutigen Anhörung. „Kerosin ist steuerfrei, Auslandsflüge sind von der Mehrwertsteuer befreit – und nun soll auch die Luftverkehrsteuer wieder gesenkt werden. Dabei wäre es gerade in Zeiten von Krieg, Klimakrise und Ressourcenmangel umso wichtiger, die fossile Abhängigkeit zu beenden. Durch Maßnahmen wie die Senkung der Luftverkehrsteuer ebnet die Koalition den Weg für Energieverschwendung auf Kosten der Allgemeinheit.“

Die staatlichen Subventionen für den Flugverkehr kosten rund 14 Milliarden Euro pro Jahr. Die Luftverkehrsteuer konnte dieses Defizit bisher zumindest um etwa zwei Milliarden Euro jährlich abfedern. Die Folge: Fliegen bleibt innerhalb Europas oft die billigste Option für Reisende, selbst wenn attraktive Bahnverbindungen existieren. Während Deutschland bei klimafreundlicher Mobilität Rückschritte macht, zeigen die Niederlande, dass es auch anders geht: Dort wird die Luftverkehrsteuer ab 2027 deutlich erhöht – je nach Entfernung auf bis zu 71 Euro. Für Kurzstreckenflüge bis 2.000 km werden in den Niederlanden knapp 30 Euro fällig und damit doppelt so viel wie für Kurzstreckenflüge in Deutschland.

Besonders brisant ist jedoch, dass die Bundesregierung plant, die Mindereinnahmen aus der Steuer ab 2027 durch Kürzungen im Verkehrshaushalt auszugleichen. Bis 2030 würden somit 1,5 Milliarden Euro für die dringend notwendige Sanierung der Verkehrsinfrastruktur fehlen, was inzwischen auch die Bundesländer beklagen. „Das ist doppelt bitter: Erst wird der klimaschädliche Flugverkehr durch kurzsichtige Maßnahmen noch stärker gefördert und dann fehlt das Geld bei der dringend notwendigen Sanierung der Bahn-Infrastruktur“, so Schreiber.

Der VCD appelliert daher an die Abgeordneten, die Steuersenkung zu stoppen. Stattdessen schlägt der Verband vor, Langstreckenflüge ab 13.000 km – beispielsweise nach Australien – höher zu besteuern, weil sie besonders klimaschädlich sind. Die Einnahmen sollten zweckgebunden in den Ausbau der Bahn und ein Teil der Einnahmen in die Förderung von E-Kerosin fließen, um Luftverkehr und Mobilität klimagerecht zu gestalten. 

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news-5663 Thu, 14 May 2026 11:10:00 +0200 Starkes Zeichen für sichere Kinderwege: 120.000 demonstrieren bei den Kidical Mass Aktionswochen https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/starkes-zeichen-fuer-sichere-kinderwege-120000-demonstrieren-bei-den-kidical-mass-aktionswochen Rund 120.000 Menschen sind europaweit dem Aufruf des Kidical Mass Aktionsbündnisses gefolgt: In den letzten zwei Wochen beteiligten sich allein in Deutschland knapp 27.000 Kinder, Familien und Engagierte an bunten Fahrraddemos und Aktionen im ganzen Land. Gemeinsam forderten sie die Städte und Gemeinden zum Handeln auf: Damit sich Kinder endlich sicher und selbstständig bewegen können, braucht es Schulstraßen, Tempo 30-Zonen sowie sichere Fuß- und Radwege. In den letzten zwei Wochen war viel Bewegung auf den Straßen: Bundesweit fanden 127 Kidical Mass Aktionen statt – darunter bunte Fahrraddemos, temporäre Schul- und Spielstraßen sowie Fahrradbusse. Unter den rund 27.000 Teilnehmenden waren Kinder und Erwachsene in kleinen und großen Städten. Sie alle fordern einen Straßenverkehr, der sich an den Bedürfnissen von Kindern orientiert und ihre Wege sicherer gestaltet.

Zu den Aktionswochen aufgerufen hatte das Kidical Mass Aktionsbündnis, dem über 400 lokale Organisationen und Initiativen sowie überregionale Partner*innen angehören. Das Bündnis sieht sich durch die hohe Beteiligung in seinen Forderungen bestärkt: Temporäre und dauerhafte Schulstraßen sind unerlässlich, um die Sicherheit von Schulwegen zu erhöhen. Die Bundesregierung sollte Schulstraßen daher im Straßenverkehrsrecht verankern, wie in Österreich bereits geschehen. Zugleich sind die Bundesländer gefordert, den Beispielen von Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zu folgen und ihre Kommunen per Erlass zur Einrichtung von Schulstraßen zu ermutigen.

Darüber hinaus ruft das Bündnis die Kommunen dazu auf, den im Zuge der StVO-Novelle im Herbst 2024 gewonnenen Handlungsspielraum konsequent zu nutzen. Dazu gehören Maßnahmen wie der Ausbau sicherer Fuß- und Radwegenetze sowie die Einrichtung von Tempo 30-Bereichen und Schulstraßen.

Simone Kraus, Co-Initiatorin der Kidical Mass: „Die Kidical Mass Aktionswochen senden ein klares Signal: Kinder müssen sich selbstständig und sicher im Straßenverkehr bewegen können. Dass viele Maßnahmen trotz der neuen Möglichkeiten durch die StVO-Novelle weiter nur schleppend umgesetzt werden, ist für viele Familien nur schwer nachvollziehbar. Hier braucht es mehr Tempo und Verbindlichkeit – bei Schulstraßen ebenso wie bei sicheren Querungen, Zebrastreifen und Tempo 30 auf Schulwegen." 

Christiane Rohleder, VCD-Bundesvorsitzende: „Verkehrssicherheit ist vielen Menschen ein wichtiges Anliegen – das haben die Kidical Mass Aktionswochen eindrücklich gezeigt. Zehntausende Menschen jeden Alters fordern eine kindgerechte Verkehrswende. Denn Städte, die die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen berücksichtigen, schaffen automatisch lebenswerte Räume für alle Generationen. Es ist Zeit, dass dieses Bewusstsein endlich auch in der Politik ankommt und Schulstraßen, Tempolimits sowie sichere Rad- und Fußwege umgesetzt werden. Dass Kinder sich frei und sicher im Verkehr bewegen können, gehört ins Zentrum der Verkehrspolitik.” 

Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Es ist überragend, dass so viele Kinder und Erwachsene für die Forderungen der Kidical Mass auf den Straßen unterwegs waren. Wir müssen Kinder und Jugendliche auch im Bereich der Stadt- und Verkehrsplanung kontinuierlich, umfassend und möglichst frühzeitig mitbestimmen lassen. Kinder und Jugendliche sind Expertinnen und Experten in eigener Sache, auch wenn es um ihre Sicherheit im Straßenverkehr geht. Wir brauchen endlich eine an den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen ausgerichtete Verkehrspolitik und eine echte Mobilitätswende.”

Milena Rauhaus, Changing Cities e.V.: „Wer mit Kind Fahrrad fährt, sieht die Straßen mit anderen Augen. Für die Kleinsten gilt noch mal mehr als für uns Erwachsene: Sie brauchen geschützte Radwege und Fahrradstraßen, die den Namen verdienen. Autos sollten in der Stadt nicht schneller als 30 km/h fahren. Die große Beteiligung an den Kidical Mass Demos hat gezeigt, wie viele Eltern und Kinder sich eine bessere Verkehrspolitik wünschen. Zeit, dass die Politik ins Handeln kommt.” 

Über das Kidical Mass Aktionsbündnis: Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. Bei bunten Fahrraddemos erobern Radfahrende von 0 bis 99 Jahren die Straße. Die Kidical Mass setzt sich für sichere Wege für Kinder sowie lebenswerte Städte und Gemeinden für alle ein. Herzstück des Aktionsbündnisses sind mehr als 400 lokale Organisationen und Initiativen. Ein einzigartiges Netzwerk – dezentral, selbstorganisiert und gemeinsam stark. Unterstützt wird es von den überregionalen Partner:innen: ADFC, Campact, Changing Cities, Clean Cities Campaign, Deutsches Kinderhilfswerk, VCD und Zukunft Fahrrad.
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news-5664 Wed, 13 May 2026 14:21:15 +0200 „Fahrgastpaket“ der EU-Kommission – VCD begrüßt Fortschritt bei internationalen Bahnreisen https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/fahrgastpaket-der-eu-kommission-vcd-begruesst-fortschritt-bei-internationalen-bahnreisen Heute hat die EU-Kommission ihren Vorschlag für ein „Fahrgastpaket“ für Bahnreisende veröffentlicht. Da die Passagierrechte von der EU geregelt werden, ist das auch für Deutschland von Bedeutung. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die Vorschläge, da sie das Bahnreisen erleichtern. Matthias Kurzeck, Bundesvorsitzender des VCD, erklärt dazu: „Bisher ist es kaum möglich, in einem Schritt ein Ticket für mehre Bahnbetreiber zu buchen. Oft braucht es diverse Tickets, um mit der Bahn über Grenzen hinweg ans Ziel zu kommen. Und wer seinen Anschluss verpasst, hat Pech. Das will die EU-Kommission jetzt ändern: Ein einziger Fahrschein soll reichen, um mit mehreren Bahnanbietern zu reisen. Das ist überfällig. 

Der VCD fordert dies schon lange. Wir begrüßen, dass es endlich vorangeht. Nur so können internationale Bahnreisen in Europa wirklich als klimaschonende Alternative zum Fliegen wachsen: Zug statt Flug wird endlich einfacher. 

Jetzt sind das Parlament und der Ministerrat in der Pflicht: Sie müssen die Vorschläge jetzt auch schnell beschließen.“

Zum Hintergrund: Das Fahrgastpaket sieht unter anderem vor, dass Fahrgäste Dienstleistungen verschiedener Eisenbahnunternehmen in einem einzigen Ticket finden, vergleichen und erwerben können. Den Fahrschein sollen sie mit nur einer Transaktion auf einer Ticketing-Plattform ihrer Wahl erwerben können. Dies können eine unabhängige Plattform oder der Ticketing-Service eines Bahnbetreibers wie der DB Navigator sein. 

Bei verpassten Verbindungen während Bahnfahrten mit mehreren Betreibern sollen Fahrgäste mit einem einzigen Ticket von einem neuen, umfassenden Schutz der Fahrgastrechte, einschließlich Unterstützung, anderweitiger Beförderung, Erstattung und Entschädigung erhalten.

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news-5656 Fri, 01 May 2026 13:00:00 +0200 Mobilitätscheck ÖPNV: VCD stellt Bus und Bahn auf den Prüfstand https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/mobilitaetscheck-oepnv-vcd-stellt-bus-und-bahn-auf-den-pruefstand-mitmachaktion-gestartet Am 1. Mai feiert das Deutschlandticket seinen dritten Geburtstag – Anlass für den ökologischen Verkehrsclub VCD, seinen „Mobilitätscheck ÖPNV“ zu starten, um Bus und Bahn auf den Prüfstand zu stellen. Ab diesem Stichtag ruft der VCD bundesweit zur Teilnahme an seiner Online-Umfrage auf. Er will die Erfahrungen sammeln, die Fahrgäste mit Bus und Bahn machen. „Wir wollen wissen, wie der ÖPNV funktioniert, wo es läuft und wo es hakt – und zwar aus Sicht der Kundinnen und Kunden,“ so Alexander Kaas Elias, der ÖPNV-Experte des VCD. „Erst wenn die Anbindung in der Stadt und auf dem Land gesichert ist, kann der ÖPNV eine Alternative zum Auto werden.“  

Das Deutschlandticket hat Mobilität für viele bezahlbarer und einfacher gemacht. Doch viele andere haben wenig davon, weil ihnen die ÖPNV-Anbindung fehlt. Alexander Kaas Elias, ÖPNV-Experte des VCD stellt klar: „Damit alle profitieren können, braucht es überall ein gutes Angebot – denn wo Bus und Bahn selten oder gar nicht fahren, hilft auch das beste Ticket nicht.“

Daher will der VCD von den Fahrgästen erfahren, wie es um den ÖPNV vor Ort steht: Fährt der Bus zu selten? Sind Bahnverbindungen unzuverlässig oder umständlich? Klappt der Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt mit Bus und Bahn? Und was muss sich ändern, damit der ÖPNV für mehr Menschen eine attraktive Alternative zum Auto wird? Interessierte können den Mobicheck mit einem Klick erreichen – und benötigen nur drei Minuten, um die Fragen zu beantworten.

„Wir wollen herausfinden, wo es besser werden muss, wo es gut läuft und wo andere sich ein Beispiel nehmen können“, so Kaas Elias. „Die Ergebnisse werden wir nutzen, um Druck für bessere Verbindungen und dichtere Takte zu machen. Der VCD ist der Partner für einen attraktiven ÖPNV.“

Die aktuellen Takte und Verbindungen bei Bus und Bahn reichen dem Verband nicht aus. Zudem sei selbst dieser Bestand gefährdet, fürchtet Kaas Elias: „Wegen steigender Kosten drohen Bus- und Bahnverbindungen vielerorts eingestellt zu werden. Das wäre fatal; es würde zu noch mehr Autoverkehr führen – mit schlimmen Folgen für Klima und Umwelt.“

Auf die steigenden Spritpreise habe die Politik schnell reagiert – beim ÖPNV passiere nichts, obwohl die Probleme seit langem bekannt seien. „Schlimmer noch, der ‚Ausbau‘ ist aus dem einstigen ‚Ausbau- und Modernisierungspakt‘ gestrichen worden – und auch die Modernisierung von Bus und Bahn lässt auf sich warten“, kritisiert Kaas Elias. So werde kein Verkehr auf die Öffentlichen verlagert, die Klimaschutzziele des Sektors deshalb Jahr für Jahr gerissen werden.

„Wir fordern, mehr in den ÖPNV zu investieren und ihn so effizienter zu machen. Nur dann können Bus und Bahn zuverlässiger und öfter fahren, auch auf neuen Verbindungen. Das Ziel des VCD ist die Mobilitätsgarantie für alle.“

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news-5655 Thu, 30 Apr 2026 12:58:51 +0200 VCD zum Tankrabatt: Hohe Kosten, keine Wirkung https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-zum-tankrabatt-hohe-kosten-keine-wirkung Die Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel zum 1. Mai kommentiert Christiane Rohleder, Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclubs VCD:  

„Die Bundesregierung verzichtet auf 1,6 Milliarden Euro Steuereinnahmen, nur um Autofahrende um 17 Cent pro Liter zu entlasten. Bei den täglichen Preisschwankungen an den Tankstellen wird das kaum spürbar sein. Selbst wenn die Ersparnis weitergegeben wird, kommt ein durchschnittlicher Haushalt gerade mal auf Einsparungen von 20 bis 30 Euro in den kommenden zwei Monaten. 

Statt Steuergelder zu verschleudern, sollte die Regierung endlich Anreize zum Spritsparen setzen und Bus- und Bahnfahren vergünstigen. Mit der gleichen Summe ließe sich etwa der Preis des Deutschlandtickets für einige Monate auf 29 Euro absenken. Auch der Nutzen eines Tempolimits ist längst bekannt: Tempo 120 auf Autobahnen und maximal 80 km/h außerorts könnte pro Jahr rund zwei Milliarden Liter Sprit einsparen – ganz ohne teuren Tankrabatt. Doch hierfür fehlt es der Regierung an Mut. Stattdessen fahren wir mit Karacho in die nächste Krise.“

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news-5653 Fri, 24 Apr 2026 17:00:00 +0200 Fahrtziel Natur: 25 Jahre Partnerschaft für umweltfreundliche Mobilität in Schutzgebieten https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/fahrtziel-natur-25-jahre-partnerschaft-fuer-umweltfreundliche-mobilitaet-in-schutzgebieten Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen gewinnt Fahrtziel Natur-Award 2026 • Nationalpark Jasmund ausgezeichnet • Naturpark Nagelfluhkette wird neues Fahrtziel Natur  

Ein Vierteljahrhundert im Zeichen der umweltfreundlichen Mobilität: Im Potsdamer Kaiserbahnhof haben BUND, NABU, VCD und die Deutsche Bahn (DB) gemeinsam mit rund 100 geladenen Gästen den 25. Geburtstag der Kooperation Fahrtziel Natur gefeiert. Bundesumweltminister Carsten Schneider gratulierte zum Jubiläum und dankte vor Ort den Beteiligten für ihr Engagement.

Im Rahmen des Festakts wurde der neunte Fahrtziel Natur Award verliehen. Den Preis bekam das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen für den neu eingeführten, großräumig gültigen MOBIL PASS ALLGÄU. Ausgezeichnet wurde auch der Nationalpark Jasmund, der eine Mobilität auf Gästekarte entwickelt hat und ein Durchfahrverbot für PKW im Schutzgebiet effektiv durchsetzt.

Außerdem wurde der Naturpark Nagelfluhkette feierlich in die Kooperation aufgenommen. Das neue Fahrtziel Natur-Gebiet zwischen Allgäu und Bregenzerwald gilt als Juwel für Naturfreunde, Bergsportler und Kulturinteressierte.

Dr. Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „25 Jahre Fahrtziel Natur sind eine beispielhafte Erfolgsgeschichte. Sie zeigt, dass sich Geduld und Hartnäckigkeit beim Klima- und Naturschutz sowie nachhaltiger Mobilität lohnen. Alle Beteiligten leben die Kooperation mit voller Überzeugung.“ 

Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit: „Abschalten und neue Kraft tanken – für viele von uns geht das am besten in der Natur. Wer in den Bergen Wandern geht, an Flüssen Fahrrad fährt oder im Wald spaziert, der spürt, wie gut die Natur uns Menschen tut. Zugleich können auch wir Gutes für die Natur tun, zum Beispiel, indem wir klimafreundlich anreisen. Die Bahn ist dafür die beste Option, und das ‚Fahrtziel Natur‘ der verlässliche Kompass zu den schönsten Orten.“

Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): „Die Fahrtziel Natur Gebiete stehen für klimafreundliche Mobilität und den Erhalt wertvoller Naturlandschaften. Gleichzeitig stärken sie mit innovativen Verkehrskonzepten die Wertschöpfung vor Ort und damit die Entwicklung in ländlichen Räumen. Die Politik wünscht sich positive Visionen für eine nachhaltige Mobilität. Fahrtziel Natur ist eine solche, die sogar schon umgesetzt ist.“ 

Jörg-Andreas Krüger, Präsident Naturschutzbund (NABU): „Gemeinsam einzigartige Naturerlebnisse und nachhaltige Mobilität verknüpfen, auch gegen Widerstände, dafür steht Fahrtziel Natur. Das ist effektiver Natur- und Klimaschutz zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Schutzgebieten.“ 

Matthias Kurzeck, Bundesvorsitzender Verkehrsclub Deutschland (VCD): „Fahrtziel Natur setzt Maßstäbe für nachhaltige Mobilität im Tourismus. Alle Schutzgebiete in der Kooperation sind bequem mit der Bahn erreichbar und verfügen über ein gut ausgebautes Angebot mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor Ort ermöglichen ganzheitliche Konzepte wie die Gästekarte überall kostenlose Mobilität.“ 

Weitere Informationen unter www.fahrtziel-natur.de.

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news-5652 Tue, 21 Apr 2026 07:30:00 +0200 Lasst Kinder zur Schule laufen – aber sicher! https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/lasst-kinder-zur-schule-laufen-aber-sicher Um Kinder noch stärker darin zu unterstützen, ihren Schulweg zu Fuß zurückzulegen, müssen Politik und Kommunen mehr für ihre Sicherheit tun. Dies fordert das Bündnis „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ aus dem Deutschen Kinderhilfswerk (DKHW), dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) und dem ökologischen Verkehrsclub VCD. Dazu gehören der bessere Ausbau von Schulwegen, beispielsweise durch übersichtlichere Kreuzungen, ebenso wie ausreichend lange Ampelphasen und die vermehrte Ausweisung von Schulstraßen. Denn zwei Drittel der Kinder in Deutschland gehen gern zu Fuß; aber nur gut die Hälfte fühlt sich sicher, wenn sie auf dem Schulweg allein unterwegs sind.  

Grundsätzlich gehen 67 Prozent der Kinder zwischen 6 und 13 Jahren gern zu Fuß. 38 Prozent der Kinder, die ihren Schulweg zu Fuß zurücklegen, bewerten diesen als „sehr gut“ – während Kinder, die mit anderen Verkehrsmitteln unterwegs sind, dies nur zu 28 Prozent so bewerten. Das zeigt der Monitor Fußverkehr 2024 des Sinus-Instituts im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums: Die große Mehrzahl der Befragten genießt es, andere Kinder zu treffen, frische Luft zu bekommen oder zwischendurch einen Stopp, beispielsweise auf einem Spielplatz, einzulegen. Doch nur gut die Hälfte von ihnen (53 Prozent) fühlen sich sicher oder sehr sicher, wenn sie allein zu Fuß unterwegs sind. 

Die größte Angst haben Kinder vor Autos (38 Prozent). Auch vor dem Überqueren von Kreuzungen fürchten sich viele Kinder. Die Verbände fordern deshalb, Schulwege besser auszubauen: Verkehrsarten müssen besser voneinander getrennt und Kreuzungen übersichtlicher gestaltet werden. Tempo 30 und ausreichend lange Ampelphasen sind wichtige Maßnahmen, um Wege für Kinder sicherer zu machen. Für das unmittelbare Schulumfeld regen die Verbände an, Schulstraßen auszuweisen, um den Autoverkehr dort in Stoßzeiten ganz fernzuhalten. Ein erster Schritt kann auch das Einrichten von Elternhaltestellen sein, die deutlich vom Schultor entfernt sind, um den unmittelbaren Eingang auf das Schulgelände sicherer zu gestalten.

Auch Eltern, Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher können viel dafür tun, dass Kinder sich auf dem Weg zur Schule oder in die Kita sicherer fühlen. Deshalb rufen DKHW, VBE und VCD auch dieses Jahr zu den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ auf. 

Vom 21. September bis 02. Oktober 2026 können Kinder mit ihren Bezugspersonen eigene Projekte rund um dieses Thema entwickeln. Die Aktionstage richten sich gezielt an Grundschulen und Kindertageseinrichtungen, aber auch Kommunen oder (Sport-)Vereine können die Initiative ergreifen. Viele Materialien wie kostenlose Aktionsposter, Infoflyer und Projektideen gibt es unter: zu-fuss-zur-schule.de.  

Zum Hintergrund: Der vom Bundesverkehrsministerium geförderte „Monitor Fußverkehr“ 2024 hatte erstmals umfassend das Verhalten und die Einstellung der Bevölkerung in Deutschland zum Zufußgehen untersucht. Befragt wurden Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu Themen wie Intermodalität, Sicherheit, Fußgängerfreundlichkeit und Schulwege. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für Politik, Verwaltung und Fachöffentlichkeit dienen, um Mobilitätsmaßnahmen bedarfsgerecht zu gestalten. Aufgrund seines Grundlagencharakters ist das Projekt so angelegt, dass künftige Wiederholungen möglich sind, um Entwicklungen im Fußverkehr kontinuierlich zu beobachten. 

Pressekontakt:
DKHW: Uwe Kamp • Pressesprecher • presse@dkhw.de • 030/30 86 93-11
VBE: Anne Roewer • Leiterin Kommunikation • presse@vbe.de • 0160/92 12 23 08
VCD: Jan Langehein • Pressesprecher • presse@vcd.org • 030/28 03 51-12

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e. V. setzt sich seit mehr als 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, bei ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen und der Überwindung von Kinderarmut. Ziel ist insgesamt die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) vertritt als parteipolitisch unabhängige Bildungsgewerkschaft die Interessen von ca. 164.000 Pädagoginnen und Pädagogen – aus dem frühkindlichen Bereich, der Primarstufe, den Sekundarstufen I und II und dem Bereich der Lehrkräftebildung – in allen Bundesländern. Der VBE ist eine der beiden großen Bildungsgewerkschaften in Deutschland und mitgliederstärkste Fachgewerkschaft im dbb beamtenbund und tarifunion. Unter dem Dach des dbb vertritt der VBE gleichermaßen die Interessen der verbeamteten und tariflich beschäftigten Mitglieder.

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news-5651 Wed, 15 Apr 2026 10:08:03 +0200 Kinder fordern sichere Straßen: Kidical Mass Aktionsbündnis ruft zu Demos und Aktionen auf https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/kinder-fordern-sichere-strassen-kidical-mass-aktionsbuendnis-ruft-zu-demos-und-aktionen-auf Mit bundesweiten Fahrraddemos demonstrieren Kinder vom 1. bis 10. Mai dafür, dass sie sicher zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren können. Trotz der Verbesserungen in der StVO werden Maßnahmen zur Verkehrssicherheit viel zu zögerlich umgesetzt. Bei den Kindern ist de facto noch nichts angekommen, trotz aller guten Absichten.  

Ohne sichere Straßen keine selbstständigen Kinder. Die Kidical Mass zeigt, wie wichtig sichere Wege für den Alltag von Kindern sind: Nur wenn sie sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad sicher bewegen können, gewinnen sie Selbstständigkeit und wichtige Lebenserfahrungen. Deshalb fordert ein breites Bündnis kinderfreundliche Straßen statt Verkehr, an den sich Kinder anpassen müssen – weg vom verkehrsgerechten Kind hin zum kindgerechten Verkehr.

Seit der StVO-Novelle im Herbst 2024 ist es um einiges leichter geworden, Tempo 30 anzuordnen, Zebrastreifen einzurichten und Radwege aus Gründen der Verkehrssicherheit und Gesundheit anzulegen. Trotzdem sind die Fortschritte minimal. Immer noch bringen tausende Eltern jeden Morgen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule und Kita – nicht weil sie es wollen, sondern weil die Straßen nicht sicher genug sind. Das Ergebnis: Mehr Autoverkehr, wodurch die Straßen noch unsicherer werden! Bei einer Kidical Mass-Demonstration können die Kinder – oft zum ersten Mal in ihrem Leben – unbeschwerte Mobilität erleben.

Das Bündnis fordert: 

  1. Die Bundesregierung soll Schulstraßen in die StVO nach österreichischem Vorbild aufnehmen.
  2. Bundesländer sollten den Beispielen von Schleswig-Holstein, Niedersachsen, NRW und BaWü folgen und Kommunen über einen Erlass zur Einrichtung von Schulstraßen ermutigen.
  3. Kommunen sollten ihren neu gewonnenen Spielraum mutig nutzen und Maßnahmen wie den Ausbau sicherer und dichter Fuß- und Radwegenetze, Tempo 30-Bereichen und Schulstraßen umsetzen.

Simone Kraus, Co-Initiatorin der Kidical Mass: „Kinder haben ein Recht darauf, sich sicher, selbstständig und geschützt zu bewegen. Erst wenn wir Kinder und vulnerable Menschen bei der Verkehrspolitik in den Fokus setzen, schaffen wir eine zukunftsgerechte Gestaltung des öffentlichen Raumes für alle. Städte wie Paris, Gent und Utrecht machen es jetzt vor und krempeln dafür das Verkehrssystem schnell und effizient um. Genauso wollen wir das auch!“

Christiane Rohleder, VCD-Bundesvorsitzende: „Unsere Städte sind oft alles andere als kinderfreundlich. Daher setzen wir auch in diesem Jahr mit bundesweiten Fahrraddemos ein starkes Zeichen für kindgerechte und lebenswerte Städte. Schulstraßen müssen zum Standard werden und gerade rund um Schulen und Kitas braucht es konsequent Tempo 30. Davon profitieren nicht nur Kinder, sondern alle Generationen. Die Instrumente liegen auf dem Tisch – jetzt sind die Kommunen am Zug, sie auch zu nutzen."

Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes: “Es braucht endlich ein verkehrspolitisches Umdenken. Alle Kinder und Jugendlichen sollen sich sicher und selbstständig mit dem Fahrrad bewegen können. Kinder, die sich selbstständig im Straßenverkehr bewegen und beispielsweise mit dem Rad zur Schule kommen, tun etwas für ihre Gesundheit und entwickeln vor allem ein Gefühl für ihren Sozialraum und ihre Mitmenschen. Das stärkt ihre Eigenständigkeit und fördert ihr Selbstbewusstsein und soziale Kompetenzen in der Wahrnehmung unterschiedlicher Lebensverhältnisse. Daher fordern wir eine an den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen ausgerichtete Verkehrspolitik und eine echte Mobilitätswende.“

Ragnhild Sørensen, Changing Cities e.V.: „Allein in Berlin werden 700 Kinder jährlich im Verkehr verletzt. Zwei pro Tag, jeden Tag. Das ist absolut nicht hinnehmbar. Mit den einfachsten Mitteln wie Tempo 30 und Schulstraßen können wir das weitgehend verhindern. Mit den Kidical Mass-Aktionen fordern wir genau das ein. Nicht in ein paar Jahren, nicht bald, sondern jetzt!“

Über das Kidical Mass Aktionsbündnis: Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. Bei bunten Fahrraddemos erobern Radfahrende von 0 bis 99 Jahren die Straße. Die Kidical Mass setzt sich für sichere Wege für Kinder sowie lebenswerte Städte und Gemeinden für alle ein. Herzstück des Aktionsbündnisses sind mehr als 400 lokale Organisationen und Initiativen. Ein einzigartiges Netzwerk – dezentral, selbstorganisiert und gemeinsam stark. Unterstützt wird es von den überregionalen Partner:innen: ADFC, Campact, Changing Cities, Clean Cities Campaign, Deutsches Kinderhilfswerk, VCD und Zukunft Fahrrad.
Hashtags: #KidicalMass #StrassenFürAlle #StreetsForKids
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news-5649 Mon, 13 Apr 2026 11:04:58 +0200 VCD zur Senkung der Spritsteuer: Teurer Deal zulasten von Steuerzahlern und Klima https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-zur-senkung-der-spritsteuer-teurer-deal-zulasten-von-steuerzahlern-und-klima Die Ergebnisse des Koalitionsausschusses zu Entlastungsmaßnahmen angesichts hoher Spritpreise kommentiert Christiane Rohleder, Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclubs VCD:  

„Statt den ÖPNV zu stärken und gezielt diejenigen zu entlasten, die besonders unter den hohen Spritpreisen leiden, setzt die Regierung erneut auf das Gießkannenprinzip und verbilligt Benzin und Diesel für alle. Menschen ohne Auto gehen leer aus. 

Das ist teuer und bringt wenig: Durch die Absenkung der Energiesteuer um 17 Cent pro Liter entgehen dem Staat im geplanten Zeitraum von zwei Monaten rund 1,3 Milliarden Euro – etwa so viel wie der Bundesanteil am Deutschlandticket. Gleichzeitig ist die Entlastung für Einzelne gering: Im Schnitt sparen Autofahrende gerade einmal rund 25 Euro.

Denn: Deutsche fahren im Durchschnitt etwa 12.000 Kilometer im Jahr. Bei einem Verbrauch von 7,4 Litern pro 100 Kilometer entspricht das rund 888 Litern jährlich – auf zwei Monate gerechnet fällt die Ersparnis entsprechend niedrig aus.

Profitieren werden vor allem Vielfahrende, die in der Regel ein höheres Einkommen haben und die gestiegenen Preise daher besser schultern können. Dabei ist weder klar, ob die Mineralölkonzerne die niedrigeren Preise vollständig an der Tankstelle weitergeben, noch ob sie angesichts des Kriegs im Iran überhaupt Erleichterung bringen. 

Statt Steuermilliarden zu verschleudern, sollte die Regierung ein Sozialticket einführen, den ÖPNV stärken und gezielte Anreize zum Spritsparen setzen, z.B. durch ein Tempolimit. Davon profitieren alle."

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news-5648 Sun, 12 Apr 2026 15:54:00 +0200 VCD fordert Kurswechsel – Tempolimits als Lebensretter https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-fordert-kurswechsel-tempolimits-als-lebensretter Anlässlich der zweiten Nationalen Verkehrssicherheitskonferenz am 14. April fordert der ökologische Verkehrsclub VCD einen grundlegenden Kurswechsel in der Verkehrspolitik hin zur Vision Zero. Trotz ambitionierter Ziele der Bundesregierung stagniert die Verkehrssicherheit in Deutschland – insbesondere für ungeschützte Verkehrsteilnehmende wie Fußgänger*innen und Radfahrende.  

„Der Straßenverkehr muss endlich sicherer werden. Jede im Verkehr getötete Person ist eine zu viel. Stattdessen ist der Straßenverkehr in Deutschland noch gefährlicher geworden: 2.814 Menschen wurden im letzten Jahr im Straßenverkehr getötet. Das sind 44 Verkehrstote mehr als im Vorjahr. 62 Prozent der Getöteten waren 2024 innerorts zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs. Wer sich ohne Auto bewegt, trägt ein unverhältnismäßig hohes Risiko. Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis politischer Versäumnisse“, sagt Christiane Rohleder, Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclubs VCD.

Besonders im Stadtverkehr kommt es zu schweren Unfällen, häufig an Kreuzungen. Zu hohe Geschwindigkeiten, unsichere Infrastruktur und immer größere Fahrzeuge verschärfen die Gefahrenlage. Gleichzeitig bleiben viele wirksame Maßnahmen bislang ungenutzt oder werden nur zögerlich umgesetzt. „Oft werden Hinweise aus der Bevölkerung auch einfach nicht ernst genug genommen. Gerade erst wurde in Berlin in der Tautenburger Straße ein Kind schwer verletzt, obwohl eine Anwohnerinitiative dort seit langem auf die Gefahren hinweist und Tempo 30 fordert“, so Rohleder.

„Wir wissen längst, was wirkt: Tempo 30 in geschlossenen Ortschaften halbiert den Anhalteweg gegenüber Tempo 50 und reduziert Unfallrisiko und Unfallschwere deutlich. Sichere Infrastruktur rettet Leben. Statt auf Appelle an das Verhalten Einzelner zu setzen, muss die Politik Straßen so gestalten, dass Fehler nicht tödlich enden“, so Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr und Mobilitätsbildung. „Auch auf Landstraßen wird die wirksamste Maßnahme – Tempo 80 – weiter ignoriert.“ Rohleder ergänzt: „Hier wird die Freiheit, schnell zu fahren, über Menschenleben gestellt. Das ist unverantwortlich“.

Die Bundesregierung will die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 40 Prozent senken. Doch ohne wirksame Maßnahmen wird dieses Ziel verfehlt. Der VCD fordert die Bundesregierung deshalb auf, die Verkehrssicherheit endlich zur Priorität zu machen und konsequent zu handeln: Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts, der Ausbau sicherer Infrastruktur, wirksamer Schutz für Kinder sowie mehr Handlungsspielraum und Mittel für Kommunen – auch für konsequente, digitale Verkehrskontrollen.

Nur mit einem entschlossenen politischen Kurswechsel kann die Zahl der Verkehrstoten deutlich gesenkt werden.

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news-5645 Sat, 11 Apr 2026 09:05:00 +0200 Klimatour 2026: Jugendkampagne „FahrRad!“ startet auf der VELOBerlin https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/klimatour-2026-jugendkampagne-fahrrad-startet-auf-der-veloberlin Heute feiert die bundesweite Kampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ des ökologischen Verkehrsclubs VCD und der AKTIONfahrRAD ihren Auftakt auf der VELOBerlin. Ab sofort heißt es für Jugendliche wieder: Rauf aufs Fahrrad und gemeinsam mit der Schulklasse, Freund*innen oder Familie Kilometer sammeln, Preise gewinnen und dabei das Klima schützen. Mit ihrer Kampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ wollen der ökologische Verkehrsclub VCD und die AKTIONfahrRad Jugendliche aufs Rad bringen und für klimafreundliche Mobilität begeistern. Denn wer selbst fährt statt gefahren zu werden, bringt nicht nur Schwung in seinen Alltag, sondern wird auch selbstständiger. Mit einem Wettbewerb lädt die Klimatour zum Mitmachen ein: Gemeinsam mit ihren Schulklassen, Freund*innen oder Familien können Jugendliche bundesweit Fahrradkilometer sammeln, ihr Wissen testen und Preise gewinnen. Bis Ende August kann jeder geradelte Kilometer kann ganz einfach im Online-Portal auf klima-tour.de eingetragen werden.

Julian Janssen, bekannt aus der KiKA-Sendung „Checker Julian“, ist Botschafter der Kampagne und gibt heute auf der internationalen Fahrradmesse VELOBerlin das Startsignal: „Den ganzen Frühling und Sommer über sammeln wir fleißig Kilometer und radeln virtuell quer durch Deutschland und Europa – ganz ohne CO2-Ausstoß, wie cool ist das? Zusammen können wir richtig viel bewegen, also ladet am besten gleich eure Freund*innen oder Klassenkamerad*innen zum Mitradeln ein.“

Ebenfalls Botschafter der Kampagne ist der Bundestagsabgeordnete Truels Reichardt (SPD). In seiner Funktion als Kinderbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion macht er sich dafür stark, Deutschland kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten: „Auch im Straßenverkehr müssen Kinder und Jugendliche endlich konsequent mitgedacht werden. Deshalb setzen wir uns für sichere sowie kindgerechte Rad- und Fußwege ein. Kein Kind sollte darauf angewiesen sein, von den Eltern zur Schule oder zum Sport gebracht zu werden – selbstständige, sichere Mobilität muss die Regel sein.“

Um Kinder und Jugendliche langfristig zum Umstieg aufs Fahrrad zu bewegen, braucht es vor allem eine gut ausgebaute Infrastruktur, weiß Stephanie Päßler, Projektleiterin „FahrRad“: „Dazu zählen sichere, dichte und komfortable Radwege in der Stadt und auf dem Land sowie ausreichende Abstellmöglichkeiten auf Schulhöfen. Unsere Kampagne ist ein guter Anlass für Schulen, genauer zu prüfen, wie fahrradfreundlich sie bereits sind – und wo sie gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern nachbessern können.“ 

Mehr zur VCD-Aktion „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“:
Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren können sich mit ihren Schulklassen, Jugendgruppen oder Familien ab sofort und fortlaufend bis Ende August unter www.klima-tour.de anmelden. Jeder geradelte Kilometer kann auf dem Online-Portal eingetragen werden. Mit jedem geradelten Kilometer kommen die Teilnehmenden auf einer virtuellen Tour durch Deutschland und Europa voran. An 18 Stationen auf der Online-Tour werden Fahrrad- und Klimathemen jugendgerecht präsentiert. Außerdem gibt es Mitmachaktionen und Quizfragen. Für die Kombination aus richtigen Antworten und gesammelten Fahrradkilometern können als Hauptgewinn bis zu 500 Euro für die Gruppenkasse, eine Fahrradabstellanlage und weiteres Equipment für kommende Radausflüge gewonnen werden. Lehrkräfte und Jugendgruppenleitende finden auf der Webseite Unterrichtsmaterialien und Aktionsideen aus den Bereichen Fahrrad, Klimaschutz und Mobilitätsbildung. Das Jugendprojekt „FahrRad!“ ist eine Kooperation mit der »AKTIONfahrRAD« (www.aktionfahrrad.de). 

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news-5644 Fri, 10 Apr 2026 10:12:41 +0200 VCD zu Vorschlägen gegen hohe Spritpreise: ineffizient, teuer und nicht zielgenau – Tempolimit und Mobilitätsgeld sind bessere Alternativen https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-zu-vorschlaegen-gegen-hohe-spritpreise-ineffizient-teuer-und-nicht-zielgenau-tempolimit-und-mobilitaetsgeld-sind-bessere-alternativen Heute trifft sich Bundesfinanzminister Lars Klingbeil mit Industrievertretern und Gewerkschaften, um mit ihnen über Maßnahmen zu sprechen, die die hohen Spritpreise abfedern und die Verbraucher*innen entlasten können. Aus Sicht des ökologischen Verkehrsclubs VCD greifen die bisher im Raum stehenden Vorschläge jedoch zu kurz: Sie sind teuer, ineffizient und entlasten oft die Falschen. Stattdessen braucht es gezielte Maßnahmen wie ein Tempolimit und ein Mobilitätsgeld für Menschen mit geringem Einkommen. Christiane Rohleder, Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclubs VCD, erklärt: „Sobald die Spritpreise steigen, folgt reflexartig der Ruf nach Tankrabatten, Preisdeckeln oder einer höheren Entfernungspauschale. Dabei bringen solche Maßnahmen wenig, nutzen vor allem Besserverdienenden und kosten den Staat Milliarden. Entlastung muss aber vor allem bei den Menschen mit geringeren Einkommen ankommen und vor allem auch dann, wenn sie umweltfreundliche Verkehrsmittel verwenden.“

Hohe Spritpreise sind ein Ausdruck knapper Ressourcen. Die Preise künstlich zu senken, sende daher das falsche Signal. Stattdessen brauche es jetzt Anreize, den Spritverbrauch zu reduzieren. „Ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstraßen wirkt sofort, ist nahezu kostenlos und senkt den Spritverbrauch um mehrere Milliarden Liter. Gleichzeitig verbessert es die Verkehrssicherheit und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, erläutert Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD.

Kritisch bewertet der VCD auch eine weitere Erhöhung der Entfernungspauschale. Es profitieren vor allem Menschen mit höheren Einkommen. Wer wenig oder gar keine Steuern zahlt, bekommt in der Regel keine oder nur eine geringe Entlastung. Ein Vergleich zeigt: wer viel verdient bekommt für dieselbe Pendelstrecke deutlich mehr Geld vom Staat zurück als Geringverdienende, obwohl die Kosten für alle gleich hoch sind. Das ist ungerecht. Als Alternative schlägt der VCD ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld vor, das gezielt Geringverdienende entlastet. 

„Statt populistischer Schnellschüsse, die wenig bringen und viel kosten sind jetzt kluge und zukunftsfeste Maßnahmen gefragt, die den Energieverbrauch senken und unsere Abhängigkeit von fossilen Energien verringern. Denn die nächste Energiekrise kommt bestimmt“, resümiert Müller-Görnert.

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news-5642 Thu, 02 Apr 2026 09:21:38 +0200 Gegen hohe Tankkosten im Osterurlaub: VCD gibt alltagsnahe Spritspartipps – und fordert Elektrowende https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/gegen-hohe-tankkosten-im-osterurlaub-vcd-gibt-alltagsnahe-spritspartipps-und-fordert-elektrowende Der Osterurlaub wird für viele wegen der hohen Spritpreise dieses Jahr deutlich teurer als in der Vergangenheit. Dies zeigt vor dem Hintergrund des Irankriegs, wie abhängig wir von fossilen Energieträgern sind. Das neue Spritpreis-Paket der Koalition verspricht allenfalls eine kurzfristige Dämpfung. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert die Bundesregierung auf, den Ausbau erneuerbarer Energien und Maßnahmen zur Energieeinsparung entschieden zu beschleunigen, um wiederkehrende Krisen zu vermeiden. Für private Haushalte, die unter steigenden Preisen leiden, stellt der VCD alltagsnahe Tipps zum Spritsparen bereit. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert die Bundesregierung auf, die fossile Abhängigkeit langfristig zu beenden: „Hier geht es um Klimaschutz ebenso wie um Versorgungssicherheit“, betont Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. „Wir müssen raus aus den fossilen Energien und gleichzeitig Energie sparen, wo es geht. Für den Verkehrssektor heißt das: Die Politik muss jetzt in den Antriebswechsel und in attraktive Bus- und Bahnangebote investieren – insbesondere auf dem Land, wo viele Menschen nach wie vor aufs Auto angewiesen sind.“ Aktuell entfällt fast ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland auf den Verkehrssektor. Dort machen Benzin und Diesel immer noch fast 98 Prozent aus.

Für alle, die in der aktuellen Situation auf ein Auto angewiesen sind, stellt der VCD auf seiner Webseite alltagstaugliche Spritspartipps bereit. „Nicht alle können ohne Weiteres auf Bus und Bahn umsteigen“, erklärt Müller-Görnert. „Aber schon mit einfachen Maßnahmen lässt sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu 30 Prozent senken. Das macht sich auch im Geldbeutel bemerkbar – 5 Euro weniger auf 100 km sind locker drin.“

Die Spritspartipps des VCD in Kurzform – ausführlich erklärt auf unserer Webseite:

  • Langsam fahren
  • Vorausschauend rollen
  • Kurzstrecken und Verschleiß vermeiden
  • Kein Ballast im Auto
  • Luftdruck und Reifen mit geringem Rollwiderstand
  • Früh schalten, niedertourig fahren
  • Stromfresser ausschalten
  • Motor im Stillstand aus

Klar ist aber auch: Wer kann, sollte seinen Verbrenner gegen ein E-Auto austauschen. Müller-Görnert: „Jetzt ist die Zeit, zu wechseln. Elektromobilität macht uns weniger abhängig vom Öl – doch ohne Förderung für gebrauchte E-Autos bleiben Haushalte mit wenig Geld außen vor. Diese Lücke muss endlich geschlossen werden.“

Zum Hintergrund: Die Spritspartipps des VCD finden Sie hier; weiterführende Informationen zum E-Auto-Kauf hier.

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news-5638 Thu, 26 Mar 2026 14:43:56 +0100 VCD: Höherer Preis für Deutschlandticket ist ein völlig falsches Signal https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-hoeherer-preis-fuer-deutschlandticket-ist-ein-voellig-falsches-signal Die Verkehrsministerkonferenz hat beschlossen, den Preis des Deutschlandtickets künftig zu indexieren. Damit soll der Preis für das Deutschlandticket künftig einmal im Jahr mithilfe einer komplizierten Formel neu berechnet werden. Das führt zu einer kontinuierlichen Verteuerung des öffentlichen Verkehrs. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert dies scharf und fordert einen stabilen Preis für das Deutschlandticket – gerade in Zeiten steigender Energiekosten. Christiane Rohleder, Bundesvorsitzende des VCD, kommentiert:  

„Während steigende Spritpreise sofort politische Debatten über Entlastung auslösen, werden hohe Preissteigerungen im öffentlichen Verkehr einfach hingenommen. Dabei treffen die hohen Preise für Busse und Bahnen diejenigen am stärksten, die sich kein Auto leisten können. Angesichts der hohen Energiekosten ist eine Verteuerung des Deutschlandtickets das völlig falsche Signal. Die Menschen erwarten in dieser Situation Entlastung. Gerade jetzt sollte alles getan werden, um die Alternativen zum Auto attraktiver zu machen. Wenn mehr Menschen Bus und Bahn fahren, senkt das auch die Nachfrage nach Sprit und entlastet so die Spritpreise.“

Was es jetzt braucht, ist Verlässlichkeit – gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungs- und Energiekosten. Ein erschwingliches Deutschlandticket sichert die Mobilität von Millionen Menschen. Der VCD fordert Bund und Länder auf, den Preis des Deutschlandtickets langfristig stabil zu halten. Nur so bleibt das Deutschlandticket eine echte Alternative zum Auto.“

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news-5636 Wed, 25 Mar 2026 10:08:43 +0100 Dieses ‚Klimaschutzprogramm‘ schützt das Klima nicht – VCD fordert Tempolimits und Elektrowende https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/dieses-klimaschutzprogramm-schuetzt-das-klima-nicht-vcd-fordert-tempolimits-und-elektrowende Auf den letzten Drücker stellt die Bundesregierung heute ihr Klimaschutzprogramm vor. Darin legt sie dar, mit welchen Maßnahmen die Ziele des Klimaschutzgesetzes erreicht werden sollen. Aus Sicht des ökologischen Verkehrsclubs VCD reichen die Maßnahmen nicht aus, um den Verkehrssektor auf Klimakurs zu bringen. Dies gefährdet das Gesamtziel. Schnell helfen würde ein Tempolimit auf Autobahnen und Landstraßen sowie eine klare und verlässliche Förderung der Elektromobilität. Christiane Rohleder, VCD-Bundesvorsitzende, kritisiert den Mangel an Klimaschutz-Maßnahmen für den Verkehrssektor: „Da wird die E-Auto-Förderung als großer, neuer Schritt verkauft – obwohl sie längst beschlossen ist und ihre Wirkung durch die Förderung von Riesen-SUVs und Plug-In-Hybriden selbst torpediert.“ Auch das Deutschlandticket sei längst etabliert und somit keine neue Maßnahme, die der wachsenden Klimaschutzlücke entgegenwirken könne.

„Der kürzlich vorgestellte Projektionsbericht des Umweltbundesamtes hat gezeigt, dass diese Lücke nochmals größer geworden ist – nicht zuletzt, weil Impulse aus dem Verkehr fehlen“, kritisiert Rohleder. Sie fordert, flächendeckende Tempolimits einzuführen – auf Autobahnen, Landstraßen und innerorts: „Tempo 120 auf der Autobahn ist überfällig. Es ist schnell und günstig umzusetzen, mindert den CO2-Ausstoß um bis zu 7 Millionen Tonnen im Jahr und rettet obendrein Leben.“ Für Landstraßen fordert der VCD maximal Tempo 80 und innerorts Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, betont die Bedeutung der Elektrowende für den Klimaschutz: „Die Regierung muss aufhören, EU-Regelungen anzugreifen. Sie muss jetzt konsequent den Umstieg aufs E-Auto fördern, statt weiter die Nebelkerze der Technologieoffenheit zu schwenken – mit Mogelpackungen wie E-Fuels wird der Verkehr seine Klimaziele nicht erreichen.“

Es sei absurd, bei der Wiederauflage der Kaufprämie auch energiefressende Plug-In-SUVs zu fördern. „Sowas hilft allein der Autoindustrie – nicht dem Klima und auch nicht denjenigen, die beim Kauf eines E-Autos auf Unterstützung angewiesen sind.“ Der VCD fordert daher eine Förderung auch für gebrauchte E-Autos, so Müller-Görnert: „Denn Haushalte mit geringem Einkommen können sich auch mit Förderung keinen Neuwagen leisten.“

Zum Hintergrund: Die Vorschläge des VCD für ein effektives Klimaschutzprogramm finden Sie hier.

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news-5635 Tue, 24 Mar 2026 08:13:56 +0100 Mobilitätsgarantie jetzt! – Bündnis fordert flächendeckende, barrierefreie Mobilität für alle https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/mobilitaetsgarantie-jetzt-buendnis-fordert-flaechendeckende-barrierefreie-mobilitaet-fuer-alle Verlässliche Mobilitätsangebote, gesicherte Erreichbarkeit zentraler Versorgungsangebote und eine langfristige Finanzierung sind die Grundvoraussetzungen für Mobilität in Stadt und Land. Berlin – Vor dem Start der Verkehrsminister*innenkonferenz in Bayern hat das Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende heute sein neues Positionspapier „Mobilität ist Daseinsvorsorge“ veröffentlicht. Darin fordert das Bündnis eine verbindliche Mobilitätsgarantie mit fairen Arbeitsbedingungen im ÖPNV und einer Stärkung des Rad- und Fußverkehrs. Außerdem fordert das Bündnis, die Erreichbarkeit von Einrichtungen wie Supermärkten, Arztpraxen, Schulen oder Krankenhäusern gesetzlich zu verankern und so die Versorgung sicherzustellen. Dafür gilt es eine verlässliche und langfristige Finanzierungsgrundlage zu schaffen: Für den ÖPNV, aber auch den Rad- und Fußverkehr. Nur so lassen sich Teilhabe, Klimaschutz und gleichwertige Lebensverhältnisse auch auf dem Land sicherstellen.

„Mobilität ist Daseinsvorsorge und entscheidend für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Als Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende fordern wir einen gesicherten Zugang zu grundlegenden Versorgungsangeboten für alle Menschen. Ein wichtiger Baustein hierfür ist eine bundesweite Mobilitätsgarantie. Konkret heißt das: verlässliche Takte, barrierefreie Angebote, wohnortnahe Grundversorgung sowie langfristige Finanzierung – nur so kann Mobilität für alle gesichert werden“, erklärt das Bündnis in seinem Positionspapier.

Für einen Erfolg der Mobilitätsgarantie braucht es verbindliche Mindeststandards für Bus und Bahn, Fuß- und Radverkehr, abgestimmt auf die Siedlungsstruktur. Ziel ist ein flächendeckendes, barrierefreies Grundangebot, das Teilhabe unabhängig von Wohnort und Einkommen ermöglicht. Regionale, kommunale und überregionale Verkehrsmittel sollen so vernetzt werden, dass Busse, Bahnen, Rad- und Fußwege sowie Sharing- und On-Demand-Angebote nahtlos zusammenwirken und echte Wahlfreiheit bieten.

Gleichzeitig fordert das Bündnis, die Erreichbarkeit von zentralen Einrichtungen der Grundversorgung wie Lebensmitteln, medizinischen Angeboten oder Betreuung als eigenständiges Ziel gesetzlich zu verankern. Von kürzeren Wegen und weniger Verkehrsbelastung profitieren alle – insbesondere vulnerable Gruppen. „Es braucht klare Verantwortlichkeiten und eine langfristige Finanzierung, damit Bund, Länder und Kommunen gemeinsam stabile, gut ausgebaute und digital unterstützte Mobilitätsangebote dauerhaft sicherstellen können. Ein konsequentes Zusammendenken von Mobilität und Versorgung ermöglicht eine klima- und sozial gerechte Mobilität für alle Menschen“, so das Bündnis einstimmig.

Über das Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende
Das Bündnis bündelt die Expertise aus Gewerkschaften (IG Metall, ver.di, DGB), Sozial-, Wohlfahrts- und Umweltverbänden (VdK, SoVD, AWO, VCD, BUND, NABU) sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), um die Transformation der Mobilität in Deutschland zu unterstützen. Gemeinsam vertritt das Bündnis viele Millionen Mitglieder und bietet eine Plattform für die Gestaltung einer klima- und sozialverträglichen Mobilitätswende. Gefördert wird das Bündnis durch die Stiftung Mercator.

Das Papier zum Download sowie weitere Informationen finden Sie hier.

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news-5634 Mon, 23 Mar 2026 10:50:50 +0100 Breites Bündnis fordert Beschluss für Tempolimit 80 außerorts https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/breites-buendnis-fordert-beschluss-fuer-tempolimit-80-ausserorts Die Verkehrsministerkonferenz muss angesichts von 366.000 Verletzten im Straßenverkehr im Jahr 2025 endlich Maßnahmen für erhöhte Verkehrssicherheit beschließen: Tempolimit auf Autobahnen, Tempo 80 außerorts und Tempo 30 innerorts retten jedes Jahr hunderte Menschenleben und sind die wichtigsten Klimaschutzmaßnahme im Verkehrssektor. Ein Breites Bündnis fordert die Verkehrsministerkonferenz auf, sich für Tempo 80 außerorts auszusprechen Ein von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) koordiniertes, breites gesellschaftliches Bündnis fordert die am Donnerstag tagende Verkehrsministerkonferenz auf, sich für eine sofortige Absenkung der Höchstgeschwindigkeit außerorts von 100 auf 80 km/h auszusprechen. Darüber hinaus braucht es die Einführung eines Tempolimits auf Autobahnen und mehr Tempo 30 innerorts. Die Maßnahmen sind nahezu kostenfrei, sofort umsetzbar und würden jährlich hunderte Verkehrstote und tausende Schwerstverletzte vermeiden. Dazu sparen sie jährlich bis zu 11,7 Millionen Tonnen CO2 ein und verringern die Abhängigkeit von Ölimporten. Bereits seit mehreren Jahren beschäftigen sich die Landesverkehrsministerinnen und -minister mit der Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Landstraßen. Berichte, die Tempo 80 als wirksame Maßnahme identifizieren, wurden von der Verkehrsministerkonferenz bislang nur „zur Kenntnis genommen“.

Christiane Rohleder, Bundesvorsitzende des VCD: „Fast sechzig Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle passieren auf Landstraßen, bei mehr als einem Drittel war zu schnelles Fahren die Hauptursache. Wie lange wollen wir noch den Tod so vieler Menschen im Straßenverkehr hinnehmen? Wir brauchen endlich wirksame Maßnahmen, um den Verkehr im Sinne der Vision Zero für alle sicherer zu machen. Maximal Tempo 80 außerorts gehört als wichtigste Maßnahme dazu.“

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Seit Jahren diskutiert die Verkehrsministerkonferenz über Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Sachverständige empfehlen die Absenkung der Höchstgeschwindigkeit außerorts auf maximal 80 km/h – und trotzdem passiert nichts. Wir fordern die Landesverkehrsminister auf, sich endlich für ein Tempolimit von 100 auf Autobahnen, 80 außerorts und 30 innerorts einzusetzen – um Menschenleben zu retten und die klaffende CO2-Lücke im Verkehrssektor zu schließen. Dass diese effektive und kostengünstige Maßnahme nicht längst umgesetzt ist, lässt uns fassungslos zurück. Bürgerinnen und Bürger laden wir ein, sich unserer Forderung nach einem Tempolimit anzuschließen und unsere Petition zu unterschreiben.“

Jochen Kopelke, Bundesvorsitzender Gewerkschaft der Polizei: „Der Unfallschwerpunkt Landstraße muss auch in der Fahrausbildung verpflichtender Bestandteil bleiben: Der durch den Bundesverkehrsminister eingebrachte Vorstoß zum Wegfall eines Großteils der Pflichtstunden in der praktischen Fahrausbildung sendet diesbezüglich ein völlig falsches Signal. Wir wissen durch die Unfallstatistik, dass auf Landstraßen die meisten tödlichen Unfälle passieren. Wir müssen uns den Landstraßen zum Schutz der Verkehrsteilnehmer intensiv widmen und Geschwindigkeiten reduzieren.“

Arno Wolter, Geschäftsführer der Initiative für sichere Straßen: „Erfahrungen und Studien aus dem Ausland zum Beispiel aus Frankreich belegen klar, dass eine Absenkung der Höchstgeschwindigkeit auf 80km/h auf Landstraßen die Zahl der Unfälle und Personenschäden signifikant reduzieren kann. Solche Potentiale sollten konsequenter genutzt werden zur Erreichung der Vision Zero Ziele, denen sich auch die Bundesregierung in ihrem Verkehrssicherheitsprogramm verpflichtet hat.“

Wulf Hoffmann, Vorstandsmitglied der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland: „Für uns steht in Übereinstimmung mit der Deutschen Verkehrswacht und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat insbesondere die Vermeidung von getöteten oder schwerverletzen Verkehrsopfern im Vordergrund. Die Korrelation zwischen Geschwindigkeit und schweren Unfallfolgen ist mit diversen Studien belegt: Hier ist anzusetzen, um der Vision Zero näher zu kommen.“

Roland Stimpel, Vorstand FUSS e.V.: „Auch Gehende brauchen dringend mehr Sicherheit auf Landstraßen. Im Jahr 2024 starben außerhalb von Ortschaften 89 Menschen zu Fuß, 1.627 wurden verletzt. Viele hatten am Rand von Straßen ohne Gehwege laufen müssen, was bei Tempo 100 noch viel gefährlicher ist als bei 80.“

Zum Hintergrund: Das von der DUH initiierte Aktionsbündnis besteht aus den folgenden Organisationen: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Changing Cities e.V., FUSS e.V., Gewerkschaft der Polizei (GdP), Greenpeace Deutschland, Hannovair, Initiative für sichere Straßen, Klimaschutz im Bundestag, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Robin Wood e.V., Verbund Service und Fahrrad (VSF), Verkehrsclub Deutschland (VCD), Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland (VOD). 

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news-5632 Fri, 20 Mar 2026 12:39:01 +0100 "Taskforce zuverlässige Bahn": VCD fordert schnelle Umsetzung https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/taskforce-zuverlaessige-bahn Die „Taskforce zuverlässige Bahn“ hat heute ihren Bericht beschlossen. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert nun eine schnelle Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Entscheidend ist auch, dass die erforderlichen finanziellen Mittel bereitgestellt werden. Christiane Rohleder, Bundesvorsitzende des VCD, kommentiert. „Schon seit langem werden für überlastete Schienenwege sogenannte ‚Pläne zur Erhöhung der Schienenwegkapazität‘ beschlossen, damit Überlastung nicht zur Verspätungsfalle wird. Bisher existieren diese Maßnahmen aber nur auf dem Papier. Daher fordert der VCD, dass die Pläne endlich mit Leben gefüllt werden. Ich begrüße sehr, dass der Bericht nun ein klares Bekenntnis zur Umsetzung enthält.“

Darüber hinaus benennt der Bericht konkrete Stellschrauben, um das System Schiene zu stabilisieren und die Pünktlichkeit zu verbessern. Besonders sinnvoll sind aus Sicht des VCD:

  • Kleine Fahrtzeitreserven bei der Einfahrt in hochbelastete Knoten, damit Züge zuverlässiger ein- und ausfahren können.
  • Fahren auf Sicht bei Tieren oder Personen im Gleis, statt sofort die Strecken vollständig zu sperren.
  • Vorbeugender Vegetationsschnitt, um Sturmschäden durch herabfallende Bäume zu vermeiden.
  • Dezentrale Vorhaltung von Ersatzteilen, damit Störungen schneller behoben werden können.

„Eine Reduzierung des Zugangebots wäre hingegen der falsche Weg“, so Rohleder. „Das würde die Situation für Fahrgäste verschlechtern, ohne die Pünktlichkeit zu verbessern. Im Gegenteil: Vollere Züge führen an Bahnhöfen zu zusätzlichen Verzögerungen. Jetzt kommt es darauf an, dass die beschlossenen Maßnahmen schnell umgesetzt werden. Der Wille dazu war bei allen Beteiligten spürbar", betont Rohleder.

Zentral bleibt, dass für die notwendige Sanierung und Beseitigung von Engpässen ausreichend finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Nur so kann die Bahn mittelfristig wieder zuverlässiger und das Netz resilienter werden.

Hintergrund:
Die Taskforce wurde vom Bundesverkehrsministerium im Dezember 2025 ins Leben gerufen. Ziel war es, gemeinsam mit Akteuren des Bahnsektors Maßnahmen zur Verbesserung der Zuverlässigkeit der Bahn zu erarbeiten. Mitglieder der Taskforce waren unter anderem Verbände, Eisenbahnverkehrsunternehmen, Fahrgastvertretungen, Gewerkschaften sowie Behörden von Bund und Ländern. Für den VCD wirkten die beiden Bundesvorsitzenden Dr. Christiane Rohleder und Matthias Kurzeck aktiv in der Taskforce mit.

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news-5631 Thu, 19 Mar 2026 10:44:59 +0100 VCD fordert Reform der Schienenmaut https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-fordert-reform-der-schienenmaut Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute die Trassenpreisbremse für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Deutschland für EU-rechtswidrig erklärt. Damit müssen auch Regionalzüge den vollen Trassenpreis zahlen. Matthias Kurzeck, Bundesvorsitzender des ökologischen Verkehrsclub VCD, kommentiert. "Das EuGH-Urteil zur SPNV-Trassenpreisbremse war absehbar,“ so Matthias Kurzeck, Bundesvorsitzender des VCD: „Jetzt drängt die Trassenpreisreform umso mehr und das Bundesverkehrsministerium muss schnell handeln, weil die Kosten für Regionalzüge sonst erheblich steigen. Infolgedessen könnten die Ticketpreise angehoben und Züge abbestellt werden.“ Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert seit langem, die Trassenpreise vom Vollkosten- auf das Grenzkostenprinzip umzustellen.

Die Trassenpreisbremse sei zwar kurzfristig sinnvoll, erläutert Kurzeck: „Sie ist aber keine vollständige und vor allem keine dauerhafte Lösung. Die Trassenpreise sind bereits in den vergangenen Jahren in einem Maß gestiegen, das dem Zugverkehr schadet.“

Anders als in den meisten anderen europäischen Ländern und von der EU empfohlen, müssen die Bahnunternehmen in Deutschland die gesamten Kosten für den Betrieb des Schienennetzes tragen (Vollkostenprinzip). Das treibt die Kosten für die Bahnunternehmen und damit auch die Ticketpreise für die Fahrgäste in die Höhe. Hier ist der Bund gefordert, die Trassenpreise auf die Grenzkosten zu reduzieren, welche unmittelbar durch die Zugfahrt verursacht werden.

Letztlich sei der Bund gefordert, jetzt Farbe zu bekennen. Er müsse verhindern, dass auf Grund steigender Preise der SPNV ausgedünnt wird. „Wer Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern will, muss mehr in Bahn und Bus investieren.“ Die Bundesregierung muss bis Ende März ein Klimaschutzprogramm vorlegen; auch der Verkehr muss dazu beitragen, den CO2-Ausstoß zu senken. „Ein besseres Angebot auf der Schiene geht nur mit der zukunftsfähigen Lösung des Grenzkostenprinzips für die Trassenpreise“, meint Kurzeck. Dazu braucht es auch den ÖPNV-Ausbau. „Andernfalls droht die Streichung von Bus- und Bahnverbindungen und, dass Deutschland seine Klimaschutzziele noch stärker reißt. Damit wäre niemandem gedient.“

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news-5630 Mon, 16 Mar 2026 10:12:15 +0100 Verkehr gefährdet zunehmend Klimaziele – VCD fordert Tempolimits und Elektrowende jetzt! https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/verkehr-gefaehrdet-zunehmend-klimaziele-vcd-fordert-tempolimits-und-elektrowende-jetzt Das Umweltbundesamt hat am Wochenende die neuesten Treibhausgas-Projektionsdaten veröffentlicht. Demnach vergrößert sich die Klimalücke im Verkehr bis 2030 im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des ökologischen Verkehrsclubs VCD, fordert eine schnellere Elektrifizierung und Tempolimits. Die Klimabilanz des Verkehrs gefährdet immer stärker die nationalen und europäischen Klimavorgaben – mit allen Folgen. Hauptgrund: Die Elektrifizierung des Verkehrs kommt viel zu langsam voran. Die Zahl der E-Autos auf deutschen Straßen ist zu gering. Sollten jetzt, wie geplant, die europäischen CO2-Vorgaben abgeschwächt werden, sind die Folgen noch fataler.

Das anstehende Klimaschutzprogramm muss endlich gegensteuern, um den Verkehr auf Klimakurs zu bringen. Die CO2-Grenzwerte müssen bleiben, die Förderung – auch gebrauchter – E-Autos muss endlich in die Gänge kommen. Und als Sofortmaßnahme brauchen wir das Tempolimit von 120 auf Autobahnen. Allein das würde bis zu 7 Millionen Tonnen CO2 im Jahr einsparen."

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news-5629 Sun, 15 Mar 2026 08:33:00 +0100 „Infrastruktur-Zukunftsgesetz“ ist verfassungswidrig und bringt keine Beschleunigung https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/infrastruktur-zukunftsgesetz-ist-verfassungswidrig-und-bringt-keine-beschleunigung Der Verkehrsausschuss des Bundestages debattiert am Montag in einer Anhörung mit Experten über den Vorschlag der Bundesregierung für ein „Infrastruktur-Zukunftsgesetz“. Für den VCD nimmt die Bundesvorsitzende Christiane Rohleder als Expertin teil. Ziel des Gesetzes ist es, insbesondere Planungs- und Genehmigungsverfahren von Verkehrsinfrastrukturvorhaben zu beschleunigen. Der ökologische Verkehrsclub VCD hält weite Teile des Vorschlags für verfassungswidrig und fürchtet eine Fehlsteuerung ohne Beschleunigung. Der Gesetzentwurf stellt zahlreiche Bauvorhaben von Autobahnen, Bundesstraßen und sogar Lkw-Rastplätzen in ein „überragendes öffentliches Interesse“. Das verleiht ihnen Vorrang vor Umwelt- und Naturschutz. Christiane Rohleder, VCD-Bundesvorsitzende, kritisiert: „Das Grundgesetz verpflichtet den Gesetzgeber zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. Es ist offensichtlich verfassungswidrig, diese herabzustufen gegenüber Straßen und Rastanlagen, für die es keine solche Schutzpflicht gibt." Drei Punkte seien besonders problematisch:

  • Die Streichung der Raumverträglichkeitsprüfung für viele Vorhaben: „Diese Prüfung ist das einzige Instrument, um großräumig Alternativen zu suchen. So kann die ‚beste‘ Trassenführung gewählt werden,“ so Rohleder. Das sei wichtig für die Umwelt und Menschen, z.B. wenn Straßen durch Wohngebiete, Äcker oder Schutzgebiete führten. „Ohne diese frühe Prüfung kann es passieren, dass Probleme zu spät erkannt werden. Es drohen langwierige und teure Planungsänderungen.“  
  • Auch soll in bestimmten Fällen die Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschafft werden. Dies erhöhe das Risiko, Umweltaspekte zu übersehen. Rohleder: „Das kann zu erheblichen Eingriffen in Natur und Landschaft führen, die vermeidbar wären. Schaut man hier nicht mehr so genau hin, können Eingriffe auch nicht mehr ausgeglichen werden, wie es gesetzlich vorgesehen ist.“ Mit der Umweltverträglichkeitsprüfung entfällt auch die Öffentlichkeitsbeteiligung. „Das kostet massiv Akzeptanz,“ so Rohleder.
  • Ebenfalls hochproblematisch ist die Ausweitung des vorzeitigen Baubeginns auf irreversible Maßnahmen. Hierzu Rohleder: „Der vorzeitige Baubeginn kann zu irreparablen Schäden an wertvollen Ökosystemen führen. Besonders fatal ist, dass auch der Rechtsschutz eingeschränkt wird, indem die Hürden für aufschiebende Rechtsbehelfe hochgesetzt werden. Das kann dazu führen, dass ein alter Wald gerodet oder ein Moor trockengelegt wird, obwohl noch in den Sternen steht, ob das Vorhaben überhaupt kommt.“

Rohleder resümiert: „Die inflationäre Ausweitung des ‚überragenden öffentlichen Interesses‘ führt dazu, dass sich die entsprechend privilegierten Vorhaben gegenseitig blockieren. Damit wird am Ende gar nichts privilegiert – beziehungsweise beschleunigt.“

Autobahnen und vierspurigen Bundesstraßen den Vorrang zu geben, heiße, Klima und Natur zusätzlich zu belasten. Der VCD fordert, stattdessen die bestehende Infrastruktur – Brücken, Straßen und Schienen – zu sanieren und das Schienennetz auszubauen. Um den Bahnausbau zu beschleunigen, brauche es eine zuverlässige und ausreichende Finanzierung. Sonst verzögerten sich derzeit baureife Bahnstrecken um Jahre, weil die nötigen Mittel nicht zur Verfügung gestellt werden. „Intakte Verkehrswege sichern Mobilität für alle; eine attraktive Bahn fördert den Umstieg auf die Schiene und leistet einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz“, so Rohleder.

Zum Hintergrund: Die Stellungnahme von Christiane Rohleder für die Anhörung im Verkehrsausschuss können Sie hier herunterladen.

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news-5623 Fri, 06 Mar 2026 16:44:44 +0100 Allgäuer Hochalpen und Jasmund sind Finalisten beim Fahrtziel Natur Award 2026 https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/allgaeuer-hochalpen-und-jasmund-sind-finalisten-beim-fahrtziel-natur-award-2026 Nachhaltigen Tourismus und umweltfreundliche Mobilität vorbildlich verknüpft  

Die Finalisten für den neunten Fahrtziel Natur-Award stehen fest. Mit der Auszeichnung wird das Engagement gewürdigt, nachhaltigen Tourismus und umweltfreundliche Mobilität zu vernetzen. Folgende Fahrtziel Natur-Gebiete sind nominiert:

  • Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen für die Einführung des “MOBIL PASS ALLGÄU“
  • Nationalpark Jasmund für das Engagement für Verkehrsverlagerung auf klimafreundliche Verkehrsmittel durch Einführung einer Mobilität auf Gästekarte in Glowe und Lohme sowie die Umsetzung von restriktiven Maßnahmen zur Vermeidung von PKW-Verkehr.

Fahrtziel Natur, die Kooperation der drei großen Umweltverbände BUND, NABU, VCD und der Deutschen Bahn, hat den Wettbewerb 2009 ins Leben gerufen. Dabei werden umgesetzte Projekte mit Vorbildcharakter ausgezeichnet. 

Der Fahrtziel Natur-Award wird im April 2026 auf der Jubiläumsfeier „25 Jahre Fahrtziel Natur“ verliehen. Der Gewinner erhält ein aus Medialeistungen der Kooperationspartner bestehendes Kommunikationspaket im Wert von 25.000 Euro. Die Nominierten wurden von einer Expertenjury aus den Fortschrittsberichten aller Fahrtziel Natur-Gebiete ermittelt.

Zum Hintergrund: 
Fahrtziel Natur fördert seit 2001 die Vernetzung von nachhaltigem Tourismus und umweltfreundlicher Mobilität und sichert damit das Naturerbe und die biologische Vielfalt. Weitere Informationen finden Sie unter www.fahrtziel-natur.de.

Pressekontakte:
VCD: Jan Langehein, Pressesprecher, Tel. 030/28 03 51 12, presse@vcd.org
BUND: Daniel Jahn, Pressesprecher, Tel. 030/27 58 65 31, daniel.jahn@bund.net
NABU: Jérôme Lombard, Pressesprecher, Tel. 030/28 49 84 15 37, Jerome.Lombard@NABU.de
Deutsche Bahn: Andreas Fuhrmann, Sprecher Personenfernverkehr, Tel. 030/29 76 00 16, presse@deutschebahn.com

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news-5620 Fri, 06 Mar 2026 07:43:21 +0100 Hohe Spritpreise sind Ergebnis fossiler Abhängigkeit https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/hohe-spritpreise-sind-ergebnis-fossiler-abhaengigkeit Die Spritpreise haben angesichts der Nahost-Krise zum ersten Mal seit Jahren wieder die Schwelle von 2 Euro übersprungen. Der ökologische Verkehrsclub VCD sieht darin einen erneuten Beleg, dass die gefährliche Abhängigkeit von fossilen Energien überwunden werden muss. Die Bundesregierung müsse jetzt umsteuern, fordert die VCD-Bundesvorsitzende Christiane Rohleder. Die Zukunft müsse den Erneuerbaren und der Elektromobilität gehören. Die explodierenden Spritpreise zeigen, dass die Abhängigkeit von Öl und Gas nicht nur ein Problem für das Klima ist, sondern auch für den Geldbeutel. Die Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen an der Zapfsäule gerade die Zeche für die deutsche Energieabhängigkeit“, sagt die VCD-Bundesvorsitzende Christiane Rohleder. „Diese Abhängigkeit kann nur reduziert werden, wenn wir in Deutschland unsere eigene Energie erneuerbar erzeugen. Wir müssen konsequent Richtung E-Mobilität und auch Alternativen zum Auto umsteuern.“

Es sei grundfalsch, dass die Bundesregierung es Eigenheimbesitzern schwerer mache, Solarenergie zu produzieren und die Regelungen zu emissionsfreien Fahrzeugen ab 2035 aufweichen wolle, kritisiert Rohleder. „Das verschärft die Abhängigkeit, statt sie zu reduzieren.“

Elektroautos schonen nicht nur Klima und Umwelt, sondern sind bei den Kosten den Verbrennern zumindest ebenbürtig. Weil sie nicht von Spritpreisen abhängig sind, sind ihre Kosten auch besser kalkulierbar. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, fordert kluge Anreize, um die Kostenvorteile weiter zu steigern: „Eine CO2-basierte Zulassungssteuer ist das Mittel der Wahl. Das sollte die Bundesregierung schnell umsetzen. Sie würde damit auch das anstehende Klimaschutzprogramm voranbringen.“

Ein Blick ins europäische Ausland zeige eindrucksvoll, wie eine solches Instrument die Elektromobilität andernorts zum neuen Normal werden lässt, so Müller-Görnert: „In Norwegen sind nahezu alle Neuwagen Stromer, in Dänemark über 80 Prozent. Deutschland hinkt hinterher – und wird von den Benzinkosten umso stärker getroffen. Das müssen wir ändern.

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news-5610 Thu, 26 Feb 2026 09:56:05 +0100 Nach Auswertung von über 3.300 Meldungen: VCD fordert Kommunen auf, gefährliches Gehwegparken zu unterbinden https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/nach-auswertung-von-ueber-3300-meldungen-vcd-fordert-kommunen-auf-gefaehrliches-gehwegparken-zu-unterbinden Im Herbst 2025 hatte der ökologische Verkehrsclub VCD dazu aufgerufen, regelmäßig zugeparkte Gehwegabschnitte über ein Online-Tool zu melden. Die Auswertung der über 3.300 Meldungen zeigt ein bundesweites Problem: Häufig bleiben Fußgänger*innen viel zu schmale Wege. Der VCD fordert die zuständigen Kommunen daher auf, gemeldete Stellen zu prüfen und konsequent gegen gefährliches Gehwegparken vorzugehen. Parkende Fahrzeuge engen vielerorts Gehwege stark ein und gefährden damit Zufußgehende und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Das zeigt die Aktion „Freie Gehwege“ des ökologischen Verkehrsclubs VCD, bei der bundesweit über 3.300 Meldungen zu regelmäßig blockierten Gehwegabschnitten eingingen. Das Parken auf Gehwegen ist nur dann zulässig, wenn es durch eine entsprechende Bordsteinmarkierung oder ein Verkehrsschild erlaubt ist. Es muss ausreichend Platz bestehen bleiben, damit sich Fußgänger*innen und Rollstuhlfahrende ungehindert begegnen können. „Ob zulässig oder nicht: Bei nahezu allen gemeldeten Gehwegabschnitten verbleiben Passant*innen weniger als 1,50 Meter, in über 80 Prozent der Fälle sogar nur ein Meter oder weniger“, berichtet Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. „Mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator wird es da eng.“

Auf jedem vierten gemeldeten Gehwegabschnitt fahren zudem regelmäßig Kinder mit dem Rad. Bis zum Alter von acht Jahren müssen Kinder zum Radfahren den Gehweg nutzen, um sicher unterwegs zu sein. Engstellen durch parkende Autos widersprechen dieser Schutzfunktion jedoch, so Müller-Görnert. „Bei jeder zweiten Meldung war der Gehweg auf beiden Straßenseiten zugeparkt. Den radelnden Kindern, aber auch Fußgänger*innen und Rollstuhlfahrenden, bleibt dann häufig nichts anderes übrig, als auf die Straße auszuweichen – was schnell lebensgefährlich werden kann.“

Der VCD hat die zuständigen Kommunen daher aufgefordert, die gemeldeten Stellen zu überprüfen und bei Bedarf Maßnahmen gegen regelwidriges Gehwegparken zu ergreifen. „Wir werden dranbleiben und die Kommunen bei der Suche nach Lösungen unterstützen“, betont Müller-Görnert. Auch Kommunen, aus denen keine oder nur wenige Meldungen vorliegen, sollten die Situation vor Ort prüfen. „Die Meldungen stammen aus Großstädten ebenso wie aus kleineren Orten und ländlichen Regionen. Unsere Aktion macht deutlich: Gehwegparken ist ein bundesweites Problem.“

Darüber hinaus unterstützt der VCD die Klage einer Familie aus Bremen vor dem Verwaltungsgericht, die als Präzedenzfall für den Schutz von Gehwegen Bedeutung erlangen könnte. Die Familie möchte so sicherstellen, dass ihre Kinder das Radfahren auf dem Gehweg – wie gesetzlich vorgesehen – sicher ausüben können. Müller-Görnert: „Kinder haben ein Recht auf geschützte Bewegungsräume. Dafür braucht es Platz zum Radfahren und freie, sichere Gehwege.“

Zum Hintergrund: Die VCD-Aktion „Freie Gehwege“ lief vom 20. Oktober bis zum 5. Dezember 2025. Diese Online-Karte zeigt alle Meldungen enger Gehwege, die in diesem Zeitraum eingegangen sind. Die zentralen Ergebnisse sind auf der VCD-Webseite zusammengestellt.

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news-5609 Wed, 25 Feb 2026 10:01:16 +0100 Zahl der Verkehrstoten steigt – VCD fordert: Endlich Tempolimit! https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/zahl-der-verkehrstoten-steigt-vcd-fordert-endlich-tempolimit 2.814 Menschen sind laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr auf Deutschlands Straßen ums Leben gekommen. Das sind 2 Prozent mehr als 2024. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ist um 1 Prozent gestiegen. Der ökologische Verkehrsclub Deutschland fordert seit Jahren konkrete Maßnahmen, um von diesen Zahlen herunter zu kommen. VCD-Sprecher Michael Müller-Görnert kommentiert. Wieder fast 3.000 Tote – wie lange noch wollen wir diese Zahlen dulden? Zwar hat sich die Bundesregierung die Vision Zero, also das Ziel von null Verkehrstoten, aufs Banner geschrieben und will die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten bis 2030 halbieren. Aber das ist nicht mehr als ein Lippenbekenntnis, faktisch tut sie nichts. In der Praxis gilt nach wie vor: Freie Fahrt für Autos statt Schutz für Menschen! 

Dabei ist die Lösung einfach und fast kostenlos: Tempo raus aus dem Straßenverkehr! Der VCD fordert ein Limit von 120 auf Autobahnen, 80 auf Landstraßen und 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts. Das rettet Menschenleben, macht das Fahren entspannter und erhöht die Verkehrssicherheit für alle.

Wie wirksam diese Maßnahmen wären, belegt das Beispiel Helsinki – dort ist die Vision Zero dank Einführung weitreichender Tempolimits nahezu Realität geworden. Das zeigt: Die Koalition darf sich nicht länger hinter Appellen zum vorsichtigen Fahren verstecken. Sie muss endlich handeln!

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news-5608 Wed, 18 Feb 2026 10:37:30 +0100 Plug-In-Hybride sind Mogelpackung – Förderung streichen! https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/plug-in-hybride-sind-mogelpackung-foerderung-streichen Eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts belegt, dass sogenannte Plug-In-Hybride deutlich mehr Sprit verbrauchen, als von den Herstellern behauptet. Bei einem angegeben Normverbrauch von 1,5 Litern auf 100 km seien es real 6 Liter. Diese Zahlen belegen die These des ökologischen Verkehrsclubs VCD, dass Plug-In-Hybride wenig bis gar nichts zum Klimaschutz beitragen. VCD-Sprecher Michael Müller-Görnert fordert deshalb, die staatliche Förderung zu streichen. Die Belege sind eindeutig: Plug-In-Hybride verbrauchen im Alltag rund viermal mehr Kraftstoff, als die Hersteller behaupten. Ihr Durchschnittsverbrauch liegt nur geringfügig unter dem von klassischen Verbrennern. Damit ist ihr Klimavorteil verschwindend gering.

Die neue Studie belegt, was der VCD schon lange sagt: Plug-In-Hybride sind eine Mogelpackung. Diese Technik ist ein Auslaufmodell und gehört nicht gefördert. Stattdessen sollte die neue Kaufprämie der Bundesregierung ausschließlich für batterieelektrische Fahrzeuge gelten und – anders als geplant – auch gebrauchte E-Autos einbeziehen. Das schont das Klima und hilft Familien mit wenig Geld“.

Zum Hintergrund: Tipps zum Kauf von E-Autos gibt der VCD hier.

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news-5606 Fri, 13 Feb 2026 14:41:06 +0100 Sicherheit von Bahn-Beschäftigten: VCD fordert mehr Personal statt Technikoffensive https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/sicherheit-von-bahn-beschaeftigten-vcd-fordert-mehr-personal-statt-technikoffensive Nach der tödlichen Messerattacke auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz wird beim heutigen DB-Sicherheitsgipfel über wirksame Maßnahmen beraten. Der VCD appelliert: Es braucht dauerhaft wirksame Lösungen. Christiane Rohleder, VCD-Bundesvorsitzende, kommentiert:  

„Die tödliche Attacke auf einen Zugbegleiter ist zutiefst erschütternd. Wer täglich für einen funktionierenden öffentlichen Verkehr sorgt, muss bestmöglich geschützt werden. Bodycams auf freiwilliger Basis können unterstützen – sie ersetzen jedoch keine sichtbare Präsenz von ausreichend qualifiziertem Personal. Wer Sicherheit will, muss vor allem in Menschen investieren: in mehr Personal, gute Schulung, Prävention und eine verlässliche Finanzierung. Technik allein schafft keine Sicherheit.“

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news-5604 Thu, 12 Feb 2026 09:04:19 +0100 E-Autos: VCD gibt praktische Tipps für den Einstieg https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/e-autos-vcd-gibt-praktische-tipps-fuer-den-einstieg Unsere Mobilität der Zukunft steht unter Strom: Elektromobilität mit direkter Stromnutzung ist derzeit die klimaschonendste und effizienteste Antriebsform. Doch wie gelingt der Einstieg in die E-Mobilität? Welche Modelle sind erschwinglich und was sollte man beim Kauf eines gebrauchten E-Autos beachten? Der ökologische Verkehrsclub VCD bündelt ab sofort aktuelle Informationen und praktische Tipps auf seiner Webseite. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher informieren sich derzeit über den Umstieg auf ein E-Auto und suchen nach verlässlichen Informationen. Der ökologische Verkehrsclub VCD stellt auf seiner Webseite Informationen und Tipps für den Einstieg in die Elektromobilität bereit – inklusive einer Übersicht verschiedener Modelle für jeden Geldbeutel.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, kennt die Sorgen vieler Autofahrerinnen und Autofahrer: „Der Umstieg auf ein E-Auto scheitert oft noch an den vermeintlich hohen Kosten. Auch Zweifel an der Reichweite und ausreichenden Lademöglichkeiten sind weiterhin sehr verbreitet. Auf unserer Webseite zeigen wir, wie es wirklich um die E-Mobilität steht und warum E-Autos nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer Sicht schon heute die bessere Wahl sind.“

Im Gegensatz zur Bundesregierung nimmt der VCD dabei auch gebrauchte Elektrofahrzeuge in den Blick: „Das Förderprogramm für den Kauf von E-Autos muss dringend nachgebessert werden. Denn auch mit der neuen Förderung können sich viele Menschen keinen Neuwagen leisten.“ Worauf man beim Kauf eines gebrauchten E-Autos achten sollte, erklärt der VCD auf seiner Webseite.

„Die Politik muss klare Anreize für den Umstieg auf Elektromobilität setzen, statt CO2-Vorgaben für Neuwagen abzuschwächen und Steuerprivilegien für Verbrenner auszubauen“, fordert Müller-Görnert. „Nur Technologieklarheit schafft Planungssicherheit für die Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen.“

Zum Hintergrund: Die aktualisierte Themenseite E-Auto bündelt Informationen und Tipps zum Kauf (gebrauchter) E-Autos.

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news-5599 Tue, 03 Feb 2026 13:05:35 +0100 VCD: Rücktritt im ADAC darf Debatte über Klimaschutz im Verkehr nicht blockieren https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-ruecktritt-im-adac-darf-debatte-ueber-klimaschutz-im-verkehr-nicht-blockieren Nach dem Rücktritt von ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand warnt der ökologische Verkehrsclub VCD vor einer weiteren Polarisierung in der Verkehrspolitik. Instrumente wie die CO2-Bepreisung seien wissenschaftlich fundiert und unverzichtbar für den Klimaschutz. Statt ideologischer Grabenkämpfe brauche es jetzt einen konstruktiven Dialog über eine sozial gerechte Verkehrswende. Christiane Rohleder, VCD-Bundesvorsitzende, kommentiert:  

„Der Rücktritt von ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand zeigt, wie schwer es in Deutschland noch immer ist, sachlich über Klimaschutz im Verkehr zu diskutieren. Eine konstruktive Debatte wird allzu oft von einer einseitigen Fixierung auf das Auto überlagert. Hinweise auf die Notwendigkeit wirksamer Instrumente wie der CO2-Bepreisung entsprechen dem Stand der Wissenschaft und dürfen nicht politisch tabuisiert werden. Statt Kulturkampf braucht es jetzt einen konstruktiven Dialog über eine zukunftsfähige Mobilität. Wir rufen dazu auf, alle mitzunehmen: Ziel muss sein, die soziale Gerechtigkeit und die Lebensqualität aller zu erhöhen. Autofahrende, die sich nach den jüngsten Entwicklungen beim ADAC nicht mehr vertreten fühlen, sind herzlich eingeladen, sich beim VCD für eine zukunftsfähige Mobilität zu engagieren – als Mitglieder, Unterstützer*innen oder im politischen Dialog – und gerne auch in den Schutzbrief des VCD zu wechseln.“

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news-5597 Mon, 02 Feb 2026 10:14:35 +0100 Nach wegweisendem Klima-Urteil gegen die Bundesregierung: Breites gesellschaftliches Bündnis fordert Tempolimit https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/nach-wegweisendem-klima-urteil-gegen-die-bundesregierung-breites-gesellschaftliches-buendnis-fordert-tempolimit Wegweisendes Urteil zur Klimaklage der DUH: Bundesverwaltungsgericht verpflichtet Bundesregierung zu neuen wirksamen Klimaschutzmaßnahmen. / Breites gesellschaftliches Bündnis fordert in offenem Brief Verankerung von Tempolimits im kommenden Klimaschutzprogramm. / Ein Tempolimit auf Autobahnen, Tempo 80 km/h außerorts und 30 km/h innerorts ist wichtigste sofort wirksame Klimaschutzmaßnahme und rettet jedes Jahr hunderte Menschenleben. Nach dem wegweisenden Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Klimaklage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen die Bundesregierung fordert ein breites gesellschaftliches Bündnis die feste Verankerung von Tempolimits im kommenden Klimaschutzprogramm. Konkret verlangt das Bündnis in einem offenen Brief an die Bundesregierung die Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen, die Absenkung der Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h außerorts sowie Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts. Mit diesen Maßnahmen lassen sich nahezu kostenfrei und sofort bis zu 11,7 Millionen Tonnen CO2-Emissionen im Verkehrssektor pro Jahr einsparen – und gleichzeitig viele hunderte Menschenleben auf deutschen Straßen retten.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte in der vergangenen Woche in letzter Instanz geurteilt, dass das geltende Klimaschutzprogramm den gesetzlichen Anforderungen nicht genügt, weil es an konkreten und wirksamen Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele fehlt. Das Urteil ist von grundsätzlicher Bedeutung, da erstmalig ein oberstes Gericht entschieden hat, dass die Bundesregierung nicht nur Klimaziele festlegen muss, sondern auch hinreichende Klimaschutzmaßnahmen zu deren Erreichung. Diese Verpflichtung gilt auch für das nun neu zu erstellende Klimaschutzprogramm, das die Bundesregierung bis Ende März vorlegen muss. Der Verkehrssektor ist hierbei besonders relevant, da er nach jetzigem Stand bis 2030 rund 169 Millionen Tonnen CO2-Emissionen zu viel ausstoßen wird.

Zitate ausgewählter Bündnispartner:

Dr. Christiane Rohleder, VCD-Bundesvorsitzende: „Ein allgemeines Tempolimit ist überfällig. Mit keiner anderen Maßnahme lässt sich der CO2-Ausstoß so schnell, einfach und auch noch kostenlos reduzieren. Vor allem würde ein Tempolimit auch Unfälle verhindern und damit Leben retten. Auch der Verkehr selbst würde durch einen besseren Verkehrsfluss profitieren. Eine Win-Win-Win-Situation.“

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Das von uns erstrittene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist ein Paukenschlag: Die Bundesregierung ist nun höchstrichterlich verpflichtet, endlich wirksame Maßnahmen im Klimaschutzprogramm zu verankern. Ein Tempolimit 100/80/30 kann jährlich 11,7 Millionen Tonnen CO2 einsparen und so die Klimaschutzlücke im Verkehr bis 2030 um rund ein Drittel schließen. Damit ist das Tempolimit die effektivste, kostengünstigste und schnellste Klimaschutzmaßnahme im Verkehr. Seit vergangener Woche ist klar: Wer ein Tempolimit weiter blockiert, handelt nicht nur verantwortungslos, sondern rechtswidrig. Wir fordern die Bundesregierung auf, das Tempolimit verbindlich im neuen Klimaschutzprogramm zu verankern, und bieten allen Menschen die Möglichkeit, sich mit ihrer Stimme dieser Forderung anzuschließen.“

Annika Fuchs, Mobilitätsreferentin bei ROBIN WOOD: „Dass Deutschland als eines der wenigen Länder auf der Welt noch immer kein Tempolimit eingeführt hat, zeigt den starken politischen Einfluss der Auto-Lobby. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet ein Tempolimit. Ein Tempolimit ist eine der kostengünstigsten Klimamaßnahmen und könnte jährlich mehr als elf Millionen Tonnen CO2 einsparen. Der Verkehrssektor ist besonders dringend darauf angewiesen, seine viel zu hohen Emissionen zu verringern. Deshalb ist es höchste Zeit, dass die Bundesregierung handelt und im Klimaschutzprogramm ein Tempolimit verankert!"

Peter Schlanstein, Vorsitzender der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland: „Die Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD) weist darauf hin, dass niedrigere und einheitlichere Geschwindigkeiten die Unfallwahrscheinlichkeit deutlich senken und die Schwere von Unfallfolgen verringern, da Bremswege kürzer sind und Korrekturen eher möglich bleiben. Tempolimits reduzieren zudem große Geschwindigkeitsunterschiede, stabilisieren den Verkehrsfluss und erhöhen die Resilienz des Verkehrssystems, auch in kritischen Situationen. Damit leisten sie zugleich einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit sowie zu Umwelt- und Gesundheitsschutz.“

Verena Graichen, Bundesgeschäftsführerin Politik des BUND: „Seit Jahren zeigen Umfragen eindeutig: Eine klare Mehrheit der Bevölkerung unterstützt ein generelles Tempolimit auf Autobahnen – und das parteiübergreifend. Selbst unter den Mitgliedern des größten deutschen Automobilclubs spricht sich die Mehrheit dafür aus. Raser gefährden die Freiheit; die einer sicheren Fahrt und eines entspannten, unversehrten Ankommens. Es ist Zeit, dass verantwortliche Politiker*innen ihre Zurückhaltung ablegen und im Interesse von Sicherheit und Klimaschutz entschlossen handeln.“

Hintergrund: 
Das von der DUH initiierte Aktionsbündnis besteht aus den folgenden Organisationen: 
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Changing Cities e.V., FUSS e.V., Gewerkschaft der Polizei (GdP), Greenpeace Deutschland, Hannovair, Initiative für sichere Straßen, Klimaschutz im Bundestag, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Robin Wood e.V., Sozialverband VdK Deutschland, Verbund Service und Fahrrad (VSF), Verkehrsclub Deutschland (VCD), Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland (VOD). 

Links: 
Offener Brief des Bündnisses an die Bundesregierung

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