VCD Pressemitteilung http://www.vcd.org/ Pressemmitteilungen des VCD (Verkehrsclub Deuschland) de_DE VCD Wed, 27 May 2020 17:52:34 +0200 Wed, 27 May 2020 17:52:34 +0200 TYPO3 EXT:news news-3636 Wed, 27 May 2020 17:50:22 +0200 Letzte Ausfahrt vor der Abwrackprämie http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/letzte-ausfahrt-vor-der-abwrackpraemie/ Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert ein klares Nein zu einer neuen Abwrackprämie. Die Bundesregierung muss jetzt Mut zum Umsteuern beweisen. Eine Mehrheit der Deutschen ist gegen eine Kaufprämie für Autos. Konzepte für eine moderne Mobilitätsprämie liegen bereit. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, kommentiert: „Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung wechseln können. Die zuständige Arbeitsgruppe der Bundesregierung kann immer noch umsteuern und beim Autogipfel nächste Woche Vorschläge präsentieren, mit denen sowohl die Konjunktur angekurbelt als auch die ökologische Transformation der Autoindustrie beschleunigt werden kann. Wer glaubt denn wirklich, dass eine Abwrackprämie die ideale Lösung ist, wenn es schon 2009 nicht funktioniert hat?

Sechs von zehn Bürgern wollen laut einer Umfrage der Allianz Pro Schiene keine reine Autoprämie. Immer mehr Menschen wünschen sich klimafreundliche Mobilität. Sie wollen Unterstützung beim Kauf einer Jahreskarte für den Bus, einer BahnCard oder für ein neues Fahrrad – ein Startgeld für grüne Mobilität! Vielleicht hilft hier eine Erinnerung an die Politik: 
Das sind nicht nur kaufkräftige Konsumenten, sondern auch Wähler.“

 

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert • verkehrspolitischer Sprecher VCD • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • 0171/60 52 409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3633 Wed, 20 May 2020 14:22:04 +0200 Keine Kaufprämien für große Verbrenner, nur nachhaltige Mobilität fördern http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/keine-kaufpraemien-fuer-grosse-verbrenner-nur-nachhaltige-mobilitaet-foerdern/ Kaufprämien für Autos sind ökologisch und ökonomisch kontraproduktiv. Stattdessen muss die Politik in nachhaltige Mobilität investieren. Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub VCD, kommentiert:

„Auf dem Autogipfel Anfang Mai wurde vereinbart, in einer Arbeitsgruppe mit Vertretern der Bundesregierung und der Autoindustrie Maßnahmen für ein Konjunkturprogramm zu erarbeiten. Jetzt zeichnet sich ab, dass es tatsächlich zu einer Neuauflage der Abwrackprämie kommt. Dabei wird diese von einem großen Teil der Bevölkerung abgelehnt, auch Teile der Wirtschaft und der Politik sprechen dagegen aus. Trotzdem hält die Bundesregierung offenbar daran fest, den Absatz von Autos mit Steuergeldern anzukurbeln. Das zeigt den nach wie vor bestehenden Einfluss der Autoindustrie auf die Politik.

Nicht genug, dass sich Verkehrsminister Scheuer für eine Kaufprämie auch für Autos mit klimaschädlichem Verbrennungsmotor einsetzt. Es wäre geradezu absurd, wenn es dabei zu einer CO2-Obergrenze von 140 Gramm pro Kilometer käme, wie aktuell berichtet wird. Das würde angesichts zahlreicher Absichtserklärungen, den Verkehr klimafreundlicher zu gestalten, ein völlig falsches und fatales Zeichen setzen. Bis Ende dieses Jahres müssen Autohersteller den europäischen Flottengrenzwert von 95 Gramm CO2 einhalten. Wenn jetzt sogar der Kauf von SUV gefördert würde, konterkariert dies die EU-Vorgaben und macht jeglichen Klimaschutz im Verkehr zunichte.
 
Eine Autokaufprämie ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch kontraproduktiv. Die Abwrackprämie 2009 konnte den Autoabsatz nur kurzfristig erhöhen. Bereits im Folgejahr brachen die Neuwagenkäufe rapide ein. Zudem haben vor allem ausländische Hersteller von der Prämie profitiert.

Wenn die Bundesregierung ihre Klimaziele ernst nimmt, muss sie die Transformation der Autoindustrie fördern und die Weichen für eine nachhaltige Mobilität stellen. Dazu gehören Konjunkturhilfen für Bus und Bahn, um ein ausreichendes Angebot trotz eingebrochener Einnahmen sicherzustellen, der beschleunigte Ausbau der Schieneninfrastruktur und der Digitalisierung, die nicht nur im Verkehr notwendig ist, sowie der rasche Antriebswechsel hin zum Elektroauto mitsamt der dafür notwendigen Infrastruktur. Einseitig nur Autos und dann auch noch Verbrenner zu fördern, ist der falsche Weg.“


Pressekontakt:
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3632 Mon, 18 May 2020 09:10:00 +0200 Eigenständig, gut und sicher zur Schule: VCD und Deutsches Kinderhilfswerk rufen gemeinsam mit VBE zu Aktionstagen auf http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/eigenstaendig-gut-und-sicher-zur-schule-vcd-und-deutsches-kinderhilfswerk-rufen-gemeinsam-mit-vbe-zu/ Heute startet die Anmeldephase für die Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“, die im September bundesweit stattfinden. VCD und Deutsches Kinderhilfswerk wollen gemeinsam mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) Kinder ermutigen, zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller zur Grundschule oder in die Kita zu kommen.
Berlin, 18. Mai 2020. Nachdem wegen der Corona-Krise bundesweit sämtliche Bildungseinrichtungen wochenlang schließen mussten, läuft der Schul- und Kitabetrieb nun schrittweise wieder an. In dem Papier, das die Kultusministerkonferenz als Rahmenbeschluss für die Schulöffnungen verabschiedet hat, wird explizit empfohlen, „nach Möglichkeit verstärkt zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren.“ Die Mobilität zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller ist daher unbedingt zu fördern.

Das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD rufen gemeinsam mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) Grundschulen und Kitas in ganz Deutschland auf, sich zu den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ anzumelden. Los geht es dann im Herbst. Vom 21. September bis 2. Oktober können Kinder zwei Wochen ausprobieren wie es ist, selbstständig zur Schule oder in die Kita zu kommen: egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Roller.

Kerstin Haarmann, VCD-Bundesvorsitzende: „Gerade Corona hat uns die Wichtigkeit einer krisenfesten Mobilität vor Augen geführt. Das empfohlene Verkehrsmittel erster Wahl: das Fahrrad oder die eigenen Füße. Aber auch unabhängig von der Krise hat diese Art der Fortbewegung viele Vorteile: Besonders für Kinder ist Bewegung an der frischen Luft gesund, außerdem lernen sie, sich gut und sicher im Verkehr zu bewegen und tun der Umwelt etwas Gutes.“

Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Die Aktionstage bieten Kindern die Chance, die vielen positiven Effekte zu entdecken, die es mit sich bringt, wenn sie den Schulweg eigenständig bewerkstelligen. Die Bewegung tut ihrer Gesundheit gut, außerdem können sie gemeinsam mit Mitschülerinnen und Mitschülern, mit Freundinnen und Freunden zur Schule oder Kita gehen. Das macht Spaß und nebenbei gewinnen sie langfristig Sicherheit im Straßenverkehr.“

Udo Beckmann, VBE-Bundesvorsitzender: „Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher und die Schulleitungen können im Rahmen der Aktionstage gemeinsam mit den Eltern und Schülerinnen und Schülern erproben, welche Auswirkungen es hat, wenn die Kinder selbstständig zu Fuß, mit dem Roller oder dem Rad zur Schule kommen. Gleich morgens körperlich aktiv zu sein, hilft ihnen dabei, im Unterricht konzentriert zu bleiben, sie werden ausgeglichener und aufnahmefähiger. Außerdem können so gefährliche Situationen, die immer wieder durch das Bringen der Kinder mit dem Auto entstehen, vermieden werden.“

Im Rahmen der Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ vom 21. September bis 2. Oktober 2020 können Kinder mit ihren Lehrkräften und Erzieherinnen und Erziehern eigene Projekte rund um das Thema zu Fuß zur Schule und zur Kita entwickeln. Die Aktionstage richten sich gezielt an Grundschulen und Kindertageseinrichtungen. Viele Materialien wie kostenlose Aktionsposter, Infoflyer und Projektideen gibt es unter: www.zu-fuss-zur-schule.de.


Pressekontakt:
Anne Fröhlich, VCD-Pressestelle  • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org  • Twitter: @VCDeV
Uwe Kamp, DKHW-Pressesprecher • Telefon 030/308693-11 • presse@dkhw.dewww.dkhw.de • Twitter: @DKHW_de
Anne Roewer, VBE-Pressereferentin • Telefon 030/7261966-17 • presse@vbe.dewww.vbe.de


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) vertritt als parteipolitisch unabhängige Gewerkschaft die Interessen von ca. 164.000 Pädagoginnen und Pädagogen – aus Kinderbereich, Primarstufe, Sekundarstufen I und II und dem Bereich der Lehrerbildung – in allen Bundesländern. Der VBE ist eine der beiden großen Lehrergewerkschaften in Deutschland und mitgliederstärkste Fachgewerkschaft im dbb Beamtenbund und Tarifunion. Unter dem Dach des dbb vertritt der VBE gleichermaßen die Interessen der verbeamteten und tariflich beschäftigten Mitglieder. Er setzt sich für die Stärkung des Lehrerberufs, eine an der Profession orientierte Lehrerbildung, die Anerkennung der Gleichwertigkeit der Lehrämter und eine gleiche Bezahlung für alle Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen ein. Er fordert für die Erzieherinnen und Erzieher eine Ausbildung an Fachhochschulen auf europäischem Niveau.

]]>
news-3631 Fri, 15 May 2020 13:34:00 +0200 Menschenleben schützen, nicht das Recht auf Rasen! http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/menschenleben-schuetzen-nicht-das-recht-auf-rasen/ StVO-Reform soll kurz nach Inkrafttreten wieder aufgeweicht werden. VCD fordert Bundesverkehrsminister Scheuer auf, dem Druck nicht nachzugeben. Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr, kommentiert: „Ein Verkehrsminister verteidigt das Recht auf deutliche Geschwindigkeitsübertretungen, das ist eine Ohrfeige für viele andere Verkehrsteilnehmer! Niemand muss in der Stadt mehr als 20 Stundenkilometer schneller fahren als erlaubt. Statt solchen Forderungen nachzugeben, sollte sich Herr Scheuer lieber für mehr Sicherheit auf unseren Straßen einsetzen.

Ein Fahrverbot bei einer einmaligen Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h innerorts und 26 km/h außerorts bezeichnet das Verkehrsministerium als unverhältnismäßig. Diese Ansicht teilt der VCD nicht. Ein solches Fahrverbot kann oft besser als ein Bußgeld dazu führen, dass Menschen ihr Verhalten überdenken und entsprechend ändern.

Wir erinnern uns: Ziel der StVO-Novelle war es, Mobilität sicherer, klimafreundlicher und gerechter zu machen. Die neuen Regeln sollten insbesondere Verkehrsteilnehmer ohne eingebauten Airbag besser schützen, wie Kinder, Fußgänger und Radfahrer. Gerade für letztere hat die neue StVO auch durchaus einige Verbesserungen gebracht. 

Jetzt plant der Verkehrsminister bei der ersten sich bietenden Gelegenheit die Rolle rückwärts. Dabei dürfte auch ihm bekannt sein: Die Geschwindigkeit um mehr als 20 km/h zu überschreiten führt zu erheblichen Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer. Die Bremswege werden deutlich länger, Verletzungen schwerer und die Todesrate zum Beispiel für Fußgänger steigt um ein Vielfaches. Autofahrer, die sich nicht an die Regeln halten, mit Fahrverboten zu bestrafen, ist deshalb völlig richtig. Wer dies für nicht zumutbar hält, ist als Verkehrsminister einer Bundesregierung, die sich zu Vision Zero - Null Verkehrstote bekennt, eine Fehlbesetzung.“

 

Pressekontakt:
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 0171/ 650 24 09 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3626 Wed, 06 May 2020 12:37:34 +0200 Wohnen und Mobilität: Bundesweites Projekt zu umwelt- und sozialverträglichen Mobilitätskonzepten für Wohnquartiere http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/wohnen-und-mobilitaet-bundesweites-projekt-zu-umwelt-und-sozialvertraeglichen-mobilitaetskonzepten-f/ Das Projekt des ökologischen Verkehrsclubs VCD will Austausch und Zusammenarbeit von Wohnungsunternehmen, Kommunen und Mobilitätsdienstleistern stärken. Mieter sollen in ihrem Quartier mit attraktiven Alternativen zum eigenen Auto unterstützt werden, nachhaltig mobil zu sein und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Berlin, 06. Mai 2020. Der ökologische Verkehrsclub VCD startet das Projekt „Bundesweites Netzwerk Wohnen und Mobilität“. Das Nachfolgeprojekt baut auf den Erfahrungen des vorangegangenen Projekts „Wohnen leitet Mobilität“ auf und wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) vom Bundesumweltministerium gefördert. Seit 2017 informiert und berät der VCD mit großem Erfolg in den Metropolregionen Kiel, Hannover, Darmstadt, Chemnitz und Berlin, wie innovative Mobilitätskonzepte in Wohnquartieren umgesetzt werden können. Dieses Konzept wird nun bundesweit fortgesetzt und ausgebaut. Zentrales Anliegen des Projekts ist es, die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu unterstützen. Millionen Menschen entscheiden täglich an der Haustür, welches Verkehrsmittel sie nutzen. Gute Mobilitätsangebote am Wohnort tragen dazu bei, dass Mieter auf klimaverträglichere Verkehrsmittel umsteigen und sich die CO2-Emissionen im Mobilitätsbereich spürbar reduzieren.

René Waßmer, Projektleiter „Bundesweites Netzwerk Wohnen und Mobilität“: „Unser Projekt zielt darauf ab, intelligente Mobilität am Wohnstandort so zu fördern, dass Mieter ebenso bequem auf das Fahrrad, den Bus oder Sharing-Angebote zugreifen können, wie bisher auf den privaten Pkw. Verschiedene Mobilitätsangebote und die dazu notwendige Infrastruktur schaffen einen wirkungsvollen Anreiz,  auf das Auto im Privatbesitz zu verzichten. Das können beispielsweise sichere Abstellanlagen für Fahrräder, Rollatoren und Kinderwagen sein oder die Einrichtung einer Carsharing-Station im Wohngebiet.“ 

Die Beschäftigung mit nachhaltiger Mobilität im Wohnungsbau und der Bestandsbewirtschaftung steht bei vielen Unternehmen noch am Anfang, gerät aber immer mehr als ein dringendes Thema in den Fokus der Planungsprozesse. Auch auf politischer Ebene wird der Druck größer, die Rahmenbedingungen zugunsten einer umweltverträglichen Mobilität zu verbessern. Wohnungsunternehmen müssen sich in Zukunft nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus ökologischen und sozialen Gründen intensiver mit innovativen, integrierten und nachhaltigen Mobilitätskonzepten auseinandersetzen.
Dafür werden Wohnungsunternehmen, kommunale Verwaltungen, Mobilitätsdienstleister (z. B. Verkehrsbetriebe, Car- und Bike-Sharing-Anbieter) sowie Städteplaner oder Architekten in bundesweit acht Regionen (mit jeweils zwei Städten) angesprochen, inhaltlich geschult und ihre Vernetzung untereinander gefördert. Die dadurch ermöglichten Kooperationen sollen die Umsetzung konkreter Maßnahmen vor Ort anstoßen. Die Beratungen und die intensive Netzwerkarbeit tragen dazu bei, intelligente Mobilitätskonzepte im Bestand und im Neubau zu implementieren, um so den mobilitätsbedingten CO2-Ausstoß im und ausgehend vom Wohnquartier zu reduzieren. Die Akteure können sich auf die Handlungsempfehlungen stützen, die das Bundesumweltministerium (BMU) und der VCD im November 2019 veröffentlicht haben. Das Projekt wird in den kommenden drei Jahren mit insgesamt rund 2,1 Millionen Euro aus Mitteln der NKI gefördert.

Für die neuen Projektregionen Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sucht der VCD noch Kommunen, die mit Unterstützung des Projektes innovative Mobilitätskonzepte in Wohnquartieren umsetzen wollen. Der VCD ruft interessierte Kommunen aus diesen Regionen auf, sich zeitnah beim Projekt zu melden, gern per Mail an den Projektleiter René Waßmer: rene.wassmer@vcd.org.

Die Handlungsempfehlungen „Intelligent mobil im Wohnquartier“ finden sie hier: womo.vcd.org

 

Pressekontakt:
René Waßmer, VCD-Projektleiter  • Telefon 030/280351-31 • rene.wassmer@vcd.org 
Anne Fröhlich, VCD-Pressestelle • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org  • Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3625 Mon, 04 May 2020 15:55:48 +0200 Verkehrswende nicht ausbremsen beim Autogipfel: Mobilitätsprämie statt Autoprämie! http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/verkehrswende-nicht-ausbremsen-beim-autogipfel-mobilitaetspraemie-statt-autopraemie/ Eine neue Abwrackprämie für Benziner und Diesel ist aus Sicht des VCD ein Irrweg. Statt das klimaschädliche Geschäftsmodell der Autoindustrie zu stützen, muss der notwendige Umbau vorangetrieben werden. Nur so gelingt der Neustart in die grüne Mobilität. Vor dem morgigen Autogipfel im Kanzleramt fordert der ökologische Verkehrsclub VCD, Forderungen der Autoindustrie nach einer Kaufprämie für Verbrenner abzulehnen. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, kommentiert:

„Statt einer reinen Autoprämie brauchen wir eine Mobilitätsprämie für alle. Den Verkauf umweltschädlicher Verbrenner zu fördern verfestigt das überholte Geschäftsmodell der Autoindustrie und erschwert den Umstieg auf E-Mobilität. Wir wollen ein Startgeld für grüne Mobilität, das man auch für Bus- und Bahn-Abos, Fahr- und Lastenräder oder Sharing-Angebote nutzen kann.
Das Wort „Abwrackprämie“ wird zwar geflissentlich vermieden, im Kern geht es aber um das Gleiche: Der Kauf von neuen Autos soll durch eine Prämie aus Steuergeldern gefördert werden. Warum jetzt noch der Absatz von Benzinern und Dieseln angeschoben werden sollte, ist aber völlig unverständlich.
Die Aussage von VDA-Chefin Hildegard Müller, auch moderne Verbrennungsmotoren lieferten einen "erheblichen Beitrag für Umwelt- und Klimaschutz", ist ein Hohn. Dieses rückwärtsgewandte Denken schadet der Wettbewerbsfähigkeit der Autohersteller. Jetzt muss es darum gehen, die Transformation der Autoindustrie vom reinen Pkw-Produzenten hin zum modernen Mobilitätsdienstleister zu gestalten.“
 

Mehr dazu: www.vcd.org/themen/verkehrspolitik/nach-corona-neustart-in-die-gruene-mobilitaet


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3621 Wed, 29 Apr 2020 11:52:01 +0200 Deutsche EU-Ratspräsidentschaft: Bundesregierung muss europäische Verkehrspolitik auf Klimaschutzkurs bringen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/deutsche-eu-ratspraesidentschaft-bundesregierung-muss-europaeische-verkehrspolitik-auf-klimaschutzku/ Umweltverbände stellen Forderungen an deutsche EU-Ratspräsidentschaft für den Verkehrssektor – Europäische Verkehrspolitik steht im Fokus des Green Deals – Bundesregierung muss emissionsfreie Antriebe, an Klimaschutz orientierte Abgaben und Verkehrswende forcieren Berlin. In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der ökologische Verkehrsclub VCD sowie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Bundesregierung auf, ihre EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 für eine ambitionierte Klimaschutzpolitik zu nutzen. Aus Sicht der Verbände sollte die Bundesregierung Klimaschutz im Verkehr während der EU-Ratspräsidentschaft zu einem zentralen Thema für Europa machen. 

Die Bundesregierung sollte mit den Entscheidungen und Prozessen während der EU-Ratspräsidentschaft die Zielsetzung des Green Deal unterstützen und dessen Umsetzung vorantreiben. Vor diesem Hintergrund haben die unterzeichnenden Verbände ein Memorandum zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft erstellt, das die zentralen Meilensteine einer zukunftsgerechten europäischen Verkehrspolitik benennt. Die Ratspräsidentschaft muss ein europäisches Klimaschutzgesetz voranbringen, das das EU-Klimaziel für 2030 anhebt und Klimaneutralität deutlich vor 2050 sicherstellt.

Die von der Kommission angekündigte Strategie für eine nachhaltige und intelligente Mobilität muss einen verbindlichen Pfad für einen raschen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energien im Verkehrsbereich aufzeigen und dazu emissionsfreie Antriebe als Eckpfeiler der europäischen Klima- und Industriepolitik forcieren. Energiesteuern und Straßennutzungsgebühren sollten dazu an CO2-Emissionen ausgerichtet und umweltschädliche Steuerprivilegien beendet werden. Während ihrer Präsidentschaft muss die Bundesregierung die Verkehrswende auch abseits der Straße voranbringen, etwa mit Impulsen für eine europäische Bahn- und Radverkehrspolitik.

Weitere Informationen: Das Memorandum und den offenen Brief finden Sie unter: https://www.vcd.org/startseite/newsroom-uebersicht/vcd-verkehrswende-blog/klimaschonende-mobilitaet-in-den-fokus-ruecken-forderungen-von-bund-duh-und-vcd-an-die-anstehende-de/

Kontakte:
DUH: Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer, Mobil: 0171 3649170, E-Mail: resch@duh.de
Pressestelle: Marlen Bachmann, Thomas Grafe, Telefon: 030-240086720, E-Mail: presse@duh.de
VCD: Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD, Mobil: 0177-1702461, E-Mail: michael.mueller-goernert@vcd.org
Pressestelle: Franziska Fischer, VCD Pressesprecherin, Telefon: 030-28035112, E-Mail: presse@vcd.org
BUND: Jens Hilgenberg, Verkehrsexperte des BUND, Mobil: 0151-6313302, E-Mail: jens.hilgenberg@bund.net
Pressestelle: Daniel Jahn, BUND-Pressesprecher, Mobil: 0170-1606658, E-Mail: presse@bund.net

 

]]>
news-3620 Tue, 28 Apr 2020 12:15:25 +0200 VCD-Positionspapier: So klappt der Neustart in die grüne Mobilität http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-positionspapier-so-klappt-der-neustart-in-die-gruene-mobilitaet/ Konjunkturpakete müssen an Umwelt-Kriterien geknüpft werden, um den Umbau zu einer ökologisch-sozialen Mobilität voranzutreiben. Ein VCD-Positionspapier nennt Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden müssen. Gemeinsam mit einem breiten Bündnis fordert der VCD eine Mobilitätsprämie für alle, mit der man auch E-Bikes, BahnCards und ÖPNV-Abos kaufen kann. Um ökologisch-soziale Mobilität zu fördern, müssen Konjunkturpakete so gestaltet werden, dass sie vor allem den Umweltverbund aus Bahn, Bus, Fuß- und Radverkehr stärken. Der VCD fordert im Rahmen eines breiten Verbände- und Unternehmensbündnis eine Mobilitätsprämie für alle, die nachhaltige Mobilität stärken soll.

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD: „Eine reine Autoprämie darf es nicht geben, diesen Fehler haben wir schon einmal gemacht. Eine Lockerung der Umweltauflagen für die Branche wäre ebenfalls der falsche Weg. Außerdem lösen Investitionen in die Fahrzeugindustrie die verhältnismäßig geringsten Beschäftigungswirkungen aus, das zeigt eine Studie unseres österreichischen Partnerverbandes VCÖ. Deshalb fordern wir ein „Startgeld grüne Mobilität“. Damit kann man sich etwa eine BahnCard, ein ÖPNV-Abo oder ein E-Rad oder Lastenrad kaufen. Oder man nutzt das Startgeld für Car- und Bikesharing-Angebote oder als Beitrag zum Kauf eines E-Autos.“   

In Folge der Corona-Pandemie leidet die Mobilitätsbranche unter einer schweren Krise. Autoindustrie und Fluggesellschaften stehen vor großen Herausforderungen. Der öffentliche Verkehr mit Bussen und Bahnen hat einen dramatischen Fahrgastrückgang und hohe Einnahmeverluste zu verkraften. Damit Menschen auf den Straßen Abstand halten können, sind eine gute Infrastruktur sowie wesentlich mehr Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer wichtig. Die Chance, den öffentlichen Raum besser und gerechter aufzuteilen, gilt es jetzt zu nutzen.  

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD: „Wir müssen jetzt die Chance für einen Neustart in die grüne Mobilität nutzen. Mit dem Startgeld grüne Mobilität können wir Menschen beim Umstieg auf umweltschonende Verkehrsmittel unterstützen und die Wirtschaft ankurbeln. Wir müssen Mobilität neu denken und dabei mutig sein. Städte wie Mailand oder Brüssel richten jetzt Vorrangzonen für Fuß- und Radverkehr ein. Berlin richtet zahlreiche sogenannte zusätzliche oder verbreiterte Pop-up bike-lanes ein, von denen einige permanent bestehen bleiben sollen. Das müssen wir überall in Deutschland tun. Wir brauchen die Verkehrswende – mehr denn je. Für Mensch, Umwelt und Klima.“ 


Zum Positionspapier des VCD: https://www.vcd.org/themen/verkehrspolitik/nach-corona-neustart-in-die-gruene-mobilitaet

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert • verkehrspolitischer Sprecher VCD • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • 0171/60 52 409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3619 Mon, 27 Apr 2020 15:00:00 +0200 Mit dem E-Rad fit und gesund durch die Krise – VCD gibt fünf Tipps zum richtigen Training http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/mit-dem-e-rad-fit-und-gesund-durch-die-krise-vcd-gibt-fuenf-tipps-zum-richtigen-training/ Mit dem Elektro-Rad kann jeder in Zeiten von Corona mobil bleiben, auch ohne eigenes Auto. Besonders für die Risikogruppe, also ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Menschen, ermöglicht das Pedelec dank Motor-Unterstützung Bewegung an der frischen Luft. Das fördert nicht nur Fitness und Gesundheit, sondern schont auch die Umwelt. Für das optimale Training mit dem Pedelec hat der ökologische Verkehrsclub VCD fünf Tipps zusammengestellt. Berlin, 27. April 2020. Ohne große Anstrengung bergauf fahren, schwere Einkäufe transportieren und mit dem Rad ganz entspannt ans Ziel kommen. Im Alltag und vor allem auf Strecken bis zehn Kilometer ist das E-Rad flexibler und schneller als das Auto oder der ÖPNV. Nicht ohne Grund liegt es im Trend, jedes dritte hierzulande verkaufte Rad hat inzwischen einen Motor. „Mithilfe des ‘eingebauten Rückenwindes‘ lassen sich auch längere oder steilere Strecken gut bewältigen – unabhängig vom Fitnesslevel“, erklärt Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr.

Von den gesundheitlichen Vorzügen ist auch Dr. Achim Schmidt, Radsportexperte an der Deutschen Sporthochschule Köln, überzeugt: „Mit dem Pedelec lässt sich eine aktive und gesunde Mobilität leicht in den Alltag integrieren. Das macht es gerade für ältere oder körperlich eingeschränkte Menschen zum idealen Trainingsgerät. Bei Übergewicht, aber auch bei Diabetes, Asthma, Arthrose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat E-Radfahren einen positiven Einfluss. Es stärkt das Immunsystem, aktiviert den Stoffwechsel, baut Stress ab und steigert die Ausdauer – und das schon bei zwei- bis dreimal Training pro Woche.“

Im Ratgeber „Fit und gesund mit dem Pedelec“ hat der VCD spezielle Tipps und Trainingspläne für unterschiedliche Ansprüche vom Einsteiger bis zum Alltagsradler zusammengestellt. Die wichtigsten Ratschläge im Überblick:

  • Für jedes Pedelec-Training gilt: Hohe Trittfrequenz und leichte Gänge erhöhen den Trainingseffekt und sind gelenkschonend. Man darf ruhig einmal aus der Puste kommen, sollte sich aber insgesamt wohlfühlen. In unserem Fitnessplan erklären wir, wie Sie ihre Trainingsherzfrequenz bestimmen und die Belastung für das Herz-Kreislaufsystem optimal halten.
  • Um Rücken- oder Knieschmerzen zu vermeiden, sollte das E-Rad optimal eingestellt sein. Am besten lassen Sie Ihr Pedelec vor Trainingsbeginn beim Fachhändler durchchecken. Wer länger nicht Fahrrad gefahren ist, kann sich auf einer unbefahrenen Strecke oder Fläche wieder damit vertraut machen. Auch spezielle Pedelec-Kurse sind zu empfehlen. Auf der Seite des VCD finden Sie eine Übersicht über Angebote in Ihrer Nähe:
    e-radfahren.vcd.org/e-rad-kurse
  • Gerade der Arbeitsweg lässt sich perfekt als Trainingsstrecke nutzen. Radeln Sie morgens mit höherer Motorunterstützung ins Büro, um zügig und trotzdem ohne Schweißflecken unter den Armen anzukommen. Nach der Arbeit und ohne Zeitdruck folgt dann das Training mit weniger Hilfe durch den Elektromotor. Auch Umwege für Einkäufe oder notwendige Erledigungen können unkompliziert eingebaut werden.
  • Es gibt zahlreiche Anbieter, die E-Räder verleihen. So können Sie testen, welches Modell zu Ihnen passt, denn E-Bikes sind eine größere Investition als ein normales Rad. Zur Kaufberatung stellt der VCD in seiner E-Rad Datenbank eine Auswahl verschiedener Modelle, Informationen und Preise zu E-Bikes, Pedelecs und S-Pedelecs bereit. (e-radkaufen.vcd.org)
  • Fitness-Apps fürs Smartphone können zum Pulsmessen oder zur Trainingsdokumentation genutzt werden.


Weitere Informationen

Der 48-seitige Fitnessplan "Fit und gesund mit dem Pedelec – ein Fitnessplan für (Neu-) Einsteiger, Gelegenheits- und Alltagsradler" wurde vom Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur gefördert. Sie können ihn auf der Website kostenlos herunterladen oder gegen eine Versandkostenpauschale von 2,55 Euro im VCD-Shop bestellen.

Mehr Informationen sowie das PDF zum Download und den Link zum VCD-Shop finden Sie auf: e-radfahren.vcd.org/fitness-und-gesundheit/fitnessplan/

 

Pressekontakt:
Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr • fahrrad@vcd.org
Anne Fröhlich, VCD-Pressestelle • 0171/60 52 409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV 

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3618 Sat, 25 Apr 2020 06:01:00 +0200 Grüne Mogelpackung Plug-in-Hybride: BUND und VCD fordern realistische Angaben und Streichung von Vergünstigungen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/gruene-mogelpackung-plug-in-hybride-bund-und-vcd-fordern-realistische-angaben-und-streichung-von-ver/ Anlässlich der Diskussion um Kaufbeihilfen und Steuernachlässe für Pkw haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der ökologische Verkehrsclub VCD den realen Umweltvorteil von Plug-in-Hybriden überprüft. In einem gemeinsamen Papier untersuchen die Verbände, welchen Beitrag Plug-in-Hybride tatsächlich leisten können, um den Kraftstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen von Pkw zu mindern. Das Ergebnis: Umwelt und Verbraucher haben wenig positiven Nutzen von Plug-In-Hybriden Gemeinsame Pressemitteilung

Berlin, 25. April 2020. Angaben der Hersteller weisen die Fahrzeuge als saubere Alternative zum reinen Benzin- oder Diesel-Pkw aus, die typische Nutzung im Alltagsbetrieb steht dem jedoch häufig entgegen. Trotz der aus Sicht von BUND und VCD unrealistischen Herstellerangaben gibt es für Plug-in-Hybride zahlreiche Anreize zum Kauf. Davon profitieren jedoch vor allem die Hersteller, die mit den Fahrzeugen ihre CO2-Vorgaben, die die EU-Grenzwertregulierung ihnen auferlegt, verbessern.

„Es ist absurd, dass Plug-in-Hybride weiterhin mit völlig unrealistischen Verbrauchswerten in die Berechnungen der CO2-Flottenwerte eingehen und dank sogenannter „super credits“ sogar mehrfach angerechnet werden“, kritisiert Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. „Vor allem Premiumhersteller werden diese Anreize nutzen, um anstehende Strafzahlungen der EU zu vermeiden. So könnten zunehmend Plug-in-Modelle auf den Markt gelangen, deren tatsächlicher Kraftstoffverbrauch sehr viel höher liegt. Diesen Umstand blendet die Politik völlig aus.“

Damit Plug-in-Fahrzeuge tatsächlich einen Umweltvorteil gegenüber Fahrzeugen ohne zusätzlichen Elektromotor entfalten, muss laut BUND und VCD gewährleistet sein, dass die Fahrzeuge vorwiegend elektrisch betrieben und mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen werden. Nur dann sind die aktuellen Kaufbeihilfen zu rechtfertigen.

Dazu Jens Hilgenberg, Leitung Verkehrspolitik des BUND: „Kaufbeihilfen oder andere Vergünstigungen dürfen Käufern von Plug-in-Hybriden nur dann gewährt werden, wenn diese nachweisen, dass sie ihr Fahrzeug zum weitaus überwiegenden Teil elektrisch betrieben haben. 70 bis 80 Prozent muss der elektrische Anteil mindestens betragen. Der Nachweis kann durch Auslesen des Bordcomputers erbracht werden, Beihilfen würden dann erst im Nachgang ausgezahlt. Diese Regelung muss insbesondere beim halbierten Steuersatz bei der Dienstwagenbesteuerung Anwendung finden. Wenn ein solcher Nachweis nicht erfolgt, müssen Kaufprämien und sonstige Begünstigungen gestrichen werden.“

Die Vergünstigungen für Plug-in-Hybride – sowohl bei der Anrechnung in der europäischen CO2-Grenzwertregulierung als auch in der nationalen Steuergesetzgebung – entbehren derzeit für die meisten Plug-in-Hybride jeglicher Grundlage und müssen aus Sicht von BUND und VCD beendet oder neu geregelt werden. Die sogenannten super-credits, also die Mehrfachanrechnung in der EU-Grenzwertberechnung, tragen nicht dazu bei, dass Automobilhersteller ihre Neuwagenflotte klimaverträglich ausrichten und sollten ebenfalls gestrichen werden. Vielmehr ermöglicht sie Autokonzernen, weiterhin verbrauchsintensive Pkw zu verkaufen, indem sie ihre Verbrauchswerte durch die Mehrfachanrechnung von Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden schönrechnen.

Faktenpapier von BUND und VCD: https://www.vcd.org/startseite/newsroom-uebersicht/vcd-verkehrswende-blog/plug-in-hybride-gruene-mogelpackung-statt-sauberer-loesung-fuer-die-umwelt-bund-und-vcd-fordern-real/

Kontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD, Mobil: 0177-170 24 61, E-Mail michael.mueller-goernert@vcd.org

Jens Hilgenberg, BUND-Verkehrsexperte, Mobil: 0151-56313302, E-Mail: jens.hilgenberg@bund.net

]]>
news-3615 Fri, 24 Apr 2020 10:18:51 +0200 Schluss mit dem Regelwirrwarr für Fahrgäste http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/schluss-mit-dem-regelwirrwarr-fuer-fahrgaeste/ Breites Bündnis fordert bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Öffentlichen Verkehr Berlin, 24. April 2020. In der Allianz pro Schiene organisierte Gewerkschaften und Fahrgastverbände haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten aufgefordert, bei ihrer nächsten Konferenz am 30. April bundesweit einheitliche Regeln für das Tragen von Masken im Öffentlichen Verkehr zu verabreden.

Klares Nein zu Sonderregeln allein für den öffentlichen Verkehr

Außerdem müssten Bund und Länder die verbliebenen Regelungslücken schließen und die Maskenpflicht für alle öffentliche Verkehrsmittel einschließlich Flugzeug, Taxen und privater Fahrdienste einführen. Der Schutz dient Fahrgästen und Beschäftigten. Den Aufruf unterzeichnet haben die Allianz pro Schiene, die Eisenbahngewerkschaften EVG und GDL, der Fahrgastverband Pro Bahn, der Deutsche Bahnkunden-Verband und der Verkehrsclub Deutschland VCD.

Unverzichtbar sei die Maskenpflicht auch für den Einkauf im Einzelhandel und vergleichbare öffentliche Räume. Eine Sonderregelung allein für den Öffentlichen Personenverkehr wie in Berlin lehnen die Fahrgastverbände und Gewerkschaften entschieden ab. Das Bündnis erwartet von der Politik bereits jetzt eine Zusage, dass die Maskenpflicht im Öffentlichen Personenverkehr nur befristet gelten und regelmäßig überprüft werden soll. Zudem müsse sie auch für die Beschäftigten gelten. EVG und GDL sehen die Arbeitgeber in der Pflicht, den Schutz der Angestellten zu gewährleisten. Die Schutzregeln für die Fahrgäste und deren Einhaltung müsse dagegen der Bund festlegen, so das Verbändebündnis. Dies dürfe nicht Ländern oder Unternehmen überlassen werden, schon um verwirrende Abweichungen zu vermeiden. Auch die Kontrolle der Einhaltung der Regeln und eine ausreichende Bereitstellung der Masken sei Aufgabe der öffentlichen Hand und nicht der Unternehmen.

Zu bundesweit einheitlichen Regeln fehlt noch ein ganzes Stück

Einheitliche, bundesweit gültige Regeln im Öffentlichen Verkehr seien unverzichtbar für den Gesundheitsschutz und die Praxistauglichkeit. Beispielsweise sei unklar, in welchen Bundesländern die Maskenpflicht nur für Bus und Straßenbahn gelte und wo sie den gesamten Schienenverkehr erfasse. „Öffentliche Personenverkehrsmittel machen genau wie das Corona-Virus nicht an Bundeslandgrenzen halt“, betonen die Verbände. „Ein Flickenteppich ist für Fahrgäste und Beschäftigte unzumutbar und gesundheitspolitisch nicht zu rechtfertigen.“

Weitere Informationen:

 

_____________

 

Pressekontakt:

Allianz pro Schiene 
Markus Sievers, 030. 246 25 99 - 20 / 0162. 211 53 64, markus.sievers@allianz-pro-schiene.de

VCD
Franziska Fischer,  0171/605 24 09, franziska.fischer@vcd.org 

]]>
news-3602 Thu, 16 Apr 2020 11:11:38 +0200 Maske auf in Bus und Bahn - VCD begrüßt Schutzmasken-Empfehlung für den ÖPNV http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/maske-auf-in-bus-und-bahn-vcd-begruesst-schutzmasken-empfehlung-fuer-den-oepnv/ Der ökologische Verkehrsclub VCD hält zusätzliche Hygienemaßnahmen in öffentlichen Verkehrsmitteln, wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, in der derzeitigen Situation für sehr sinnvoll. Von einer ausnahmslosen Masken-Pflicht, wie sie einzelne Bundesländer fordern, rät der VCD jedoch aktuell ab. Philipp Kosok, VCD-Sprecher für ÖPNV und Bahn: “Wir sollten weder Fahrgäste noch Verkehrsbetriebe mit allzu strengen Auflagen überfordern. Die Bundesregierung hat eine klare Empfehlung ausgesprochen, das genügt. Die Pflicht, Schutzmasken zu tragen, würde auch Kontrollen und Bußgelder nach sich ziehen. Dass Verkehrsbetriebe jetzt ihre Fahrgäste kontrollieren oder gar an jeder Haltestelle Masken verteilen, ist aber kaum umzusetzen. Auch muss nicht jeder kleine Verstoß geahndet werden. Wir sollten erstmal auf die Eigenverantwortlichkeit der Fahrgäste bauen.”
 
Busse und Bahnen gehören unter normalen Umständen zu den sichersten Verkehrsmitteln. Damit sich die Fahrgäste in ihnen auch weiterhin sicher fühlen können, sind in den nächsten Monaten zusätzliche Hygienemaßnahmen in allen öffentlichen Verkehrsmitteln notwendig. Auch das verstärkte Reinigen von Haltegriffen, das automatische Öffnen aller Türen oder Desinfektionsmittel an Haltestellen können dazu zählen.  

Kosok weiter: “Dass die Masken einigen Fahrgästen noch etwas unheimlich erscheinen können, ist verständlich. Aber es ist eine sinnvolle Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie und ein Zeichen der Solidarität mit anderen Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel. Die Erfahrungen aus Asien zeigen, dass das Tragen von Masken im öffentlichen Raum schnell Akzeptanz findet.”  

Der VCD begrüßt, dass viele Verkehrsunternehmen den Schutz ihrer Mitarbeiter und Fahrgäste engagiert und verantwortungsvoll umsetzen. So haben beispielsweise die Österreichischen Bundesbahnen eine breit angelegte Informationskampagne gestartet und alle Mitarbeiter mit Masken ausgestattet. Die Berliner Verkehrsbetriebe bitten in ihren Social Media-Kanälen derweil Fahrgäste um ihre schönsten Masken-Selfies. Durch sinnvolle Sicherheitsmaßnahmen können sich die Nutzer bestmöglich geschützt fühlen, wenn der Nahverkehr in den nächsten Wochen wieder zunehmend stärker genutzt wird.
 

Pressekontakt: 
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org Twitter: @VCDeV  


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3601 Wed, 15 Apr 2020 10:56:03 +0200 Straßen für Menschen öffnen: Sicheren Fuß- und Radverkehr stärken http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/strassen-fuer-menschen-oeffnen-sicheren-fuss-und-radverkehr-staerken/ Abstand halten ist wichtig, um das Coronavirus eindämmen zu können, aber viele Rad- und Gehwege sind dafür zu schmal. Städte sollten verkehrsberuhigte Zonen, temporäre Radfahrstreifen und Spielstraßen für Kinder schaffen - Bund muss mit weiterer Novelle der Straßenverkehrsordnung langfristig Weichen stellen. Wer momentan notwendige Wege zurücklegen will, zur Arbeit oder zum Einkaufen, sollte möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sein. Bewegung an frischer Luft ist für die Gesundheit und das Wohlbefinden wichtig und macht in den öffentlichen Verkehrsmitteln Platz für die, die darauf angewiesen sind. Auf vielen Straßen aber drängen sich derzeit die Menschen. 

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Die Corona-Krise zeigt, dass viele Geh- und Radwege viel zu schmal sind. Um den notwendigen Abstand einzuhalten, muss man oft auf die Fahrbahn ausweichen. Wir brauchen mehr Platz auf den Straßen, damit Menschen sich nicht zu nahekommen.“  

Der VCD plädiert deshalb dafür, in Bereichen, in denen besonders viele Fußgänger und Radfahrende unterwegs sind, Straßen freizugeben und wenn möglich für den Autoverkehr zu sperren. Auch temporäre Radfahrstreifen können schnell umgesetzt werden und verschaffen Menschen mehr Platz im öffentlichen Raum. Wie es schnell und unkompliziert geht, zeigt gerade die Stadt Berlin.

Michael Müller-Görnert: „Städte sollten jetzt Straßen für Fußgänger und Radfahrer öffnen und verkehrsberuhigte Bereiche schaffen. Auch Spielstraßen für Kinder, die sich momentan zu viel in der Wohnung aufhalten, können schnell und unbürokratisch eingerichtet werden. Langfristig brauchen wir einen konsequenten Ausbau der Fuß- und Radinfrastruktur, das sehen wir jetzt wieder ganz deutlich.“   

Die aktuelle Novelle der Straßenverkehrsordnung, die demnächst in Kraft tritt, gibt Kommunen nun den Spielraum, beispielsweise Fahrradzonen oder punktuell Tempo 30-Zonen einzurichten. Niedrigere Geschwindigkeiten helfen, Unfälle zu vermeiden und Ärzte und Krankenhäuser zu entlasten. Aber für mehr Verkehrssicherheit und einen dauerhaften Ausbau der Fuß - und Radwege fordert der VCD eine weitere Öffnung des Straßenverkehrsrechts, die rasch vom Bundesverkehrsministerium auf den Weg gebracht werden muss. Dazu gehört auch, Tempo 30 grundsätzlich als Regelgeschwindigkeit innerorts einzuführen. Attraktivere Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr beschleunigen den Umstieg vom Auto, senken den CO2- und Schadstoffausstoß und tragen so zu einem umweltfreundlicheren und damit weniger gesundheitsschädlichen Verkehr bei. 


Pressekontakt:
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.
 

 

 

]]>
news-3597 Fri, 03 Apr 2020 13:56:44 +0200 Krisenfeste Mobilität muss jetzt unterstützt und gestaltet werden http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/krisenfeste-mobilitaet-muss-jetzt-unterstuetzt-und-gestaltet-werden/ Mobilität in der Corona-Krise ist eine Herausforderung. Um den Verkehr auf Dauer krisenfest zu machen, darf Klimaschutz nicht aus dem Blick geraten. Hilfen müssen Verkehrsträger stützen und klimaneutrale Mobilität fördern.
Berlin, 03. April 2020. Mobilität für Menschen auch in der Corona-Krise zuverlässig aufrecht zu erhalten, ist eine riesige Herausforderung. Vor allem der Nahverkehr, der dafür sorgt, dass notwendige Wege gut und so sicher wie möglich zurückgelegt werden können, braucht jetzt finanzielle Unterstützung.  
Schnelles Krisenmanagement hat angesichts der Nöte von Menschen und Wirtschaft Vorrang. Was beim Klimaschutz im Verkehr mühsam erreicht wurde, darf aber nicht wieder aufgehoben werden. Um Mobilität für die Zukunft krisenfest zu machen, müssen wir die richtigen Weichen stellen.   

Die Folgen der Corona-Krise für einzelne Verkehrsbereiche kommentieren die Sprecherinnen und Sprecher des VCD:   
 
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD:  
„Wir brauchen Konjunkturpakete, die Unternehmen im Bereich Mobilität vor den Folgen der Corona-Krise schützen und sie dauerhaft und nachhaltig widerstandsfähiger machen. Die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, haben weitreichende Auswirkungen. Der Klimaschutz im Verkehr darf nicht aufgeweicht werden. Sonst laufen wir Gefahr, nach Bewältigung der Corona-Krise an der nächsten Herausforderung, der Klimakrise, zu scheitern. Ohne Verkehrswende ist das nicht zu schaffen. Dafür müssen die richtigen Weichen gestellt werden und Investitionen zielgerichtet in den Ausbau einer nachhaltigen Infrastruktur fließen. Wir brauchen einen Ausbau der erneuerbaren Energien und den beschleunigten Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.“  
 
Alexander Kaas Elias, VCD-Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität: 
„Die Corona-Krise verändert unsere Arbeitswelt in vielerlei Hinsicht. Viele Unternehmen schaffen jetzt Möglichkeiten des mobilen Arbeitens. Um für die Zukunft besser gerüstet zu sein, ist der weitere Ausbau der Digitalisierung dringend erforderlich. Das trägt langfristig auch dazu bei, Verkehr zu vermeiden und besser zu organisieren und schont damit Umwelt und Klima. 

Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr:  
„Wie wichtig das oft unterschätzte Fahrrad für unser Verkehrs- und Gesundheitssystem ist, erleben wir jetzt. Daher müssen wir den notwendigen Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes nach der Corona-Krise viel konsequenter in Angriff nehmen. Wir müssen dafür sorgen, dass nicht nur für die Infrastruktur genug Geld eingestellt wird, sondern auch ausreichend qualifiziertes Personal für die Planung ausgebildet und in den Verwaltungen beschäftigt wird. Städte und Kommunen sollten schon jetzt, wo möglich, mehr Platz auf den Straßen für das Fahrrad schaffen. Der gesunde und umweltfreundliche Rad- und Fußverkehr muss sicherer werden, da helfen auch Geschwindigkeitsbegrenzungen in den Städten.“   

Philipp Kosok, VCD-Sprecher für Bahn und ÖPNV: 
“Obwohl derzeit deutlich weniger Menschen unterwegs sind und die Corona-Krise die Bus- und Bahnunternehmen vor enorme Herausforderungen stellt, halten sie den für die meisten Städten systemrelevanten Betrieb aufrecht. Häufig wird jetzt zum Samstagsfahrplan gefahren. So können alle, die an ihrem Arbeitsplatz unentbehrlich sind, zuverlässig an ihr Ziel kommen und dabei in den Fahrzeugen den gebotenen Abstand halten. Wenn die Verlagerung des Auto- und Flugverkehrs hin zu den umweltfreundlichen Verkehrsmitteln dauerhaft ins Stocken käme, ließe sich die Klimakrise nicht bewältigen. Ohnehin ging der Ausbau der dafür notwendigen Infrastruktur in den letzten Jahren zu langsam voran. Ein Konjunkturprogramm nach Corona sollte die bisher verpassten Investitionen nachholen. Der Bedarf ist riesig. Wichtige Bahnknoten wie Hamburg, Köln oder München sind seit Jahren überlastet und auch viele Straßenbahnstrecken werden zu langsam errichtet.”  


Pressekontakt:
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 0171/605 24 09 • presse@vcd.org • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3586 Mon, 30 Mar 2020 16:59:20 +0200 Abstand in Bus und Bahn ermöglichen, Fahrpläne nicht zu stark ausdünnen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/abstand-in-bus-und-bahn-ermoeglichen-fahrplaene-nicht-zu-stark-ausduennen/ Volle Busse und Bahnen sind in der Corona-Krise ein großes Sicherheitsrisiko. Einige ÖPNV-Unternehmen verkürzen ihren Fahrplan derzeit drastisch und riskieren so gefährliches Gedränge in den Fahrzeugen. Der ökologische Verkehrsclub VCD appelliert an die Verkehrsbetriebe, ausreichend Abstand zum Schutz der Fahrgäste zu ermöglichen. Philipp Kosok, VCD-Sprecher für ÖPNV: “Man kann sich leicht vorstellen, wie schwierig die Situation aktuell auch für die Verkehrsbetriebe ist. Die Fahrpläne dürfen aber trotz gesunkener Fahrgastzahlen nicht zu stark ausgedünnt werden. Der ÖPNV ist für viele Menschen unersetzlich. Sie müssen auch in Bus und Bahn den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten können. Wenn Fahrgäste im Bus direkt nebeneinandersitzen müssen ist es zu voll!” 

Ein einheitliches Vorgehen gibt es derzeit nicht. Während einige Städte in Nordrhein-Westfalen den Takt stark ausgedünnt haben, fahren etwa die öffentlichen Verkehrsmittel der Münchener Verkehrsgesellschaft fast wie gewohnt. Wie viele Busse und Bahnen gebraucht werden, muss aus Sicht des VCD individuell nach Region und aktuellem Verkehrsaufkommen entschieden werden. 

Philipp Kosok: „Viele Verkehrsbetriebe machen gerade mit dem Samstags- oder dem Ferienfahrplan gute Erfahrungen und ermöglichen ihren Fahrgästen so, den gebotenen Abstand einzuhalten. Länder und Kommunen müssen sie dabei schnell und konsequent unterstützen. Dies ist nicht die Zeit am ÖPNV zu sparen. Das heißt dann eben, lieber auch mal warme Luft durch die Gegend zu fahren, bevor sich Menschen in volle Fahrzeuge drängen müssen. Natürlich muss auch das Fahrpersonal bestmöglich geschützt werden, um das Angebot weiterhin aufrecht erhalten zu können. Einstieg an der ersten Bustür und Fahrkartenkauf beim Fahrer sollten jetzt tabu sein“.


Pressekontakt:
Philipp Kosok, VCD-Sprecher für ÖPNV • philipp.kosok@vcd.org bzw. Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 0171/605 24 09 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3585 Wed, 25 Mar 2020 16:07:04 +0100 Corona-Hilfspaket: Schnelle Hilfen - ökonomisch, ökologisch und sozial gerecht ausgestalten http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/corona-hilfspaket-schnelle-hilfen-oekonomisch-oekologisch-und-sozial-gerecht-ausgestalten/ Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt, dass der Bundestag ein nie dagewesenes Hilfspaket beschlossen hat, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, kommentiert: „Menschen in Not zu unterstützen und die durch Corona geschwächte Wirtschaft zu stabilisieren, ist das Gebot der Stunde. Gut, dass die Bundesregierung hier schnelle und umfassende Hilfe leistet. Bei aller gebotenen Eile sollten wir aber die bestehenden Umweltauflagen nicht kurzfristig preisgeben, und entsprechenden Forderungen aus Politik oder Wirtschaft eine Absage erteilen. Alle Maßnahmen sollten dazu beitragen, die Wirtschaft zukunftsfähig zu machen und ökonomisch, ökologisch und sozial gerecht ausgestaltet werden.“ 

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD •  0177-170 24 61 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw.Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 0171-605 24 09 • presse@vcd.org • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

]]>
news-3573 Mon, 16 Mar 2020 14:26:44 +0100 Sinkender C02-Ausstoß: Verkehr bleibt Sorgenkind der Klimapolitik http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/sinkender-c02-ausstoss-verkehr-bleibt-sorgenkind-der-klimapolitik/ Die Treibhausgasemissionen sind in fast allen Wirtschaftsbereichen zum Teil deutlich zurückgegangen, zeigt eine Auswertung des Umweltbundesamts. Im Verkehr gab es aber einen leichten Anstieg. Michael Müller-Görnert, der verkehrspolitische Sprecher des ökologischen Verkehrsclub VCD, kommentiert: „Die CO2 Emissionen sind seit Jahrzehnten unverändert hoch und allen Klimaschutzmaßnahmen zum Trotz im letzten Jahr sogar leicht gestiegen. Lag der Anteil an den Gesamtemissionen Deutschlands 1990 noch bei 13 Prozent, sind es aktuell bereits 20 Prozent.

Die im Klimaschutzprogramm beschlossenen Maßnahmen für den Verkehr reichen nicht aus. Der Kfz-Bestand nimmt weiter zu und auch die Zahl der SUV. Steigende Fahrleistungen im Straßengüterverkehr machen die Effizienzsteigerungen bei Pkw und Lkw wieder zunichte. Zwei Gutachten, die letzte Woche veröffentlicht wurden, kommen zu dem Ergebnis, dass das Ziel, bis 2030 den CO2 Ausstoß im Verkehr um 42 Prozent zu verringern, deutlich verfehlt wird. Das ist eine schallende Ohrfeige für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Wir brauchen ein konsequentes Umsteuern im Verkehrsbereich: Mehr Anreize für klimaschonende Mobilität statt Vorfahrt fürs Auto. Vor allem in Städten sind Bus und Bahn sowie der Fuß- und Radverkehr das Grundgerüst einer umwelt- und sozialverträglichen Mobilität. Davon profitieren letztlich alle.“


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD •  030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw.Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

]]>
news-3572 Fri, 13 Mar 2020 12:20:46 +0100 Bundesweites Aktionswochenende Kidical Mass am 21./22. März abgesagt http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/bundesweites-aktionswochenende-kidical-mass-am-2122-maerz-abgesagt/ Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus findet das bundesweite Aktionswochende der Kidical Mass am 21./22. März 2020 nicht statt. Zehntausende Kinder wollten in über 70 Städten für bessere Radwege und lebenswerte Städte protestieren. Der ökologische Verkehrsclub VCD, der die Kidical Mass unterstützt, hofft, dass die Aktion bald nachgeholt werden kann. “Der Schutz und die Sicherheit aller teilnehmenden Kinder und Erwachsenen hat oberste Priorität für uns, auch wenn wir natürlich enttäuscht sind, dass wir die KIDICAL MASS verschieben müssen” sagt Anika Meenken, Sprecherin für Radverkehr beim ökologischen Verkehrsclub VCD. “Wir hoffen, dass wir die Aktion bald nachholen können.”

„Die Kidical Mass wird aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Unsere Forderungen für kinder- und fahrradfreundliche Städte bleiben unverändert bestehen“, sagt Mitorganisator Steffen Brückner.

Für das Aktionswochenende waren mehr als 80 Fahrraddemos in über 70 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz angekündigt. Von Aachen bis Zürich sind neben fast allen größeren Städten auch Kreisstädte und ländliche Regionen bei der Initiative dabei. 

Die bundesweite Aktion wurde von der KIDICAL MASS KÖLN ins Leben gerufen. Sie wird von ADFC, Campact, Changing Cities, RADKOMM, VCD sowie mehr als 120 lokalen und regionalen Vereinen, Organisationen und Initiativen unterstützt und organisiert.


Kontakt:
Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr, 030/ 280 351 -403, anika.meenken@vcd.org Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin: 030/ 280 351 -12, presse@vcd.org


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

 

 

]]>
news-3571 Mon, 09 Mar 2020 14:48:57 +0100 „Platz da für die nächste Generation!“ Zehntausende Kinder und Familien erobern auf ihren Fahrrädern die Städte in Deutschland und der Schweiz. Erstmalig findet eine bundesweite KIDICAL MASS statt. http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/platz-da-fuer-die-naechste-generation-zehntausende-kinder-und-familien-erobern-auf-ihren-fahrraedern/
Köln/Berlin 09. März 2020. Am 21. und 22. März 2020 werden zehntausende Kinder, Jugendliche und Familien auf Fahrrädern in mehr als 60 Städten in Deutschland und in der Schweiz eine riesige KIDICAL MASS veranstalten. Sie fordern eine neue Verkehrspolitik. „Wir wollen, dass sich Kinder sicher und selbständig mit dem Fahrrad in unseren Städten bewegen können. Die eigenständige Mobilität ist enorm wichtig für die kindliche Entwicklung, sie fördert Bewegung, Selbstbewusstsein und das soziale Miteinander. Würde ich mein Kind hier allein mit dem Rad fahren lassen? Wenn die Antwort nein lautet, dann muss was passieren. An dieser Frage muss sich eine Stadt messen lassen“, erklärt Organisatorin Simone Kraus.

Die bundesweite Aktion, die in dieser Form erstmalig ist, wurde von der KIDICAL MASS KÖLN ins Leben gerufen. Sie wird von ADFC, Campact, Changing Cities, RADKOMM, VCD sowie mehr als 110 lokalen und regionalen Vereinen, Organisationen und Initiativen unterstützt und organisiert.

Kinder und Familien setzen ein Zeichen

In unseren Städten sind die Bedingungen für Radfahrende, insbesondere für Kinder und Jugendliche sehr schlecht. Es fehlt vor allem an Platz: zu schmale, ungeschützte oder oft gar keine Radwege. Viele Eltern haben Angst um ihre Kinder und fahren sie lieber mit dem Auto.

85 Prozent der Befragten in den Großstädten und 74 Prozent insgesamt würden Kinder nur mit schlechtem Gefühl allein Fahrradfahren lassen (ADFC-Fahrradklima-Test 2018). Immer weniger Kinder können sicher Radfahren.

Die Politik tut viel zu wenig, um die Situation zu verbessern. Aktuelle Maßnahmen wie die Einrichtung von Fahrradstraßen, die dennoch für den Durchgangsverkehr offen sind, oder bloße Markierungen auf viel befahrenen Straßen reichen bei weitem nicht aus. Für eine Verkehrswende braucht es ein progressiveres Vorgehen, so wie es unsere europäischen Nachbarn etwa in Utrecht oder Gent vormachen. Dafür setzen sich die Initiative KIDICAL MASS und ihre Teilnehmer*innen ein.

Die KIDICAL MASS fordert kinder- und fahrradfreundliche Städte

Die KIDICAL MASS will die Menschen für eine nachhaltige Mobilität begeistern. Fahrradfahren muss sicher und bequem werden, damit alle Generationen aufsatteln.

„Wir wollen eine komplett andere Priorisierung und Flächenaufteilung bei der Stadt- und Verkehrsplanung. Wir fordern ein Umdenken bei Politik und Verwaltung hin zu einer Stadtplanung, die die Menschen in den Fokus rückt. Dazu gehören zwingend die fahrradfreundliche Gestaltung unserer Städte und die konsequente Umsetzung von Vision Zero. Denn Fahrradstädte sind auch kinderfreundliche Städte“, sagt Organisator Steffen Brückner.

Die Kinder wissen genau, wie eine fahrradfreundliche Stadt aussehen muss, beispielsweise der 11-jährige Johann: „Bequem nebeneinander Rad fahren und quatschen können und vor allem keine Autos mehr vor meiner Schule!“

Die KIDICAL MASS fordert Tempo 30 innerorts und durchgängige, engmaschige Radwegenetze in den Städten, in denen Schulradwegenetze integriert sind. Im Umfeld von Schulen sollen flächendeckend Fahrradstraßen und als Sofortmaßnahmen Schulstraßen nach Wiener Vorbild eingerichtet werden.

Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr und Mobilitätsbildung: „Wir müssen unsere Städte und Straßen so gestalten, dass sicheres Radfahren für alle Menschen möglich ist. Gerade Kinder und Jugendliche profitieren von einer Verkehrsraumgestaltung, die Fehler verzeiht. Damit Kinder mit dem Rad sicher unterwegs sind, braucht es jederzeit gute Sichtbarkeit, vor allem in Kreuzungsbereichen, und Tempo 30 innerorts als Regelgeschwindigkeit.“ 

Lebenswerte Städte für alle Generationen

Die Veranstalter betonen, dass die KIDICAL MASS mehr ist als eine Fahrraddemo. Die Initiative setzt sich für lebenswerte Städte für alle Generationen ein.  Eine kindersichere Radinfrastruktur ermöglicht angstfreies Radfahren für Menschen jeden Alters. Die kinderfreundliche, grüne Stadt hat jede Menge Platz zum Spielen - und für Begegnungen. Auch von der besseren Luft- und Lebensqualität einer Fahrradstadt profitieren alle.

Ein breites Aktionsbündnis

Bisher wurden mehr als 70 Fahrraddemos in mehr als 60 Städten angekündigt. Von Aachen bis Zürich sind fast alle größeren Städte dabei, dazu auch Kreisstädte und ländliche Regionen. Die Liste aller Aktionsstandorte finden Sie auf den Infoseiten der Initiative.

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer*innen stellen die KIDICAL MASS auf die Ra?der. Die KIDICAL MASS knüpft ein wichtiges Netzwerk und stärkt die soziale Bewegung für eine Mobilitätswende. Um den Forderungen auf Bundesebene weiteren Nachdruck zu verleihen, startet das Bündnis mit lokalen Petitionen zur Verkehrswende ab Mitte März auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact.

Hashtags: #FahrradGeneration, #KidicalMass

___________________________________________________________________________

Für weitere Informationen und Bildmaterial: Sebastian Züger – Pressesprecher KIDICAL MASS, +49 170 480 94 25, presse@kinderaufsrad.org, www.kinderaufsrad.org

Hinweise an Redaktionen

Für Ihre Berichterstattung finden Sie hier Fotos von der KIDICAL MASS 2019. Weiteres Foto- und Filmmaterial der Aktion KIDICAL MASS finden Sie auf der Aktionswebsite. Im Downloadbereich der Initiative gibt es am 22. März ab 17 Uhr aktuelle Pressefotos von den Aktionsstandorten.

Hintergrund KIDICAL MASS
Die KIDICAL MASS setzt sich mit ihren bunten Fahrraddemos für kinderfreundliche und lebenswerte Städte ein. Die Touren sind für alle von 0 bis 99 Jahre geeignet. Die Polizei sichert die Wege.

Die KIDICAL MASS wurde in 2008 in Oregon, USA ins Leben gerufen. Die ersten deutschen KIDICAL MASS fanden 2017/2018 in Städten wie Berlin, Darmstadt, Stuttgart und Köln statt. 2019 gab es bereits 30 KIDICAL MASS in Deutschland und der Schweiz mit teils 700–1.100 Teilnehmenden. Mit dem Aktionswochenende am 21. & 22. März 2020 findet die KIDICAL MASS zum ersten Mal bundesweit statt.

Pressekontakt VCD: Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter:@VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3570 Thu, 05 Mar 2020 12:40:38 +0100 Klassenziel Klimaschutz nicht erreicht: Verkehrsminister muss nachsitzen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/klassenziel-klimaschutz-nicht-erreicht-verkehrsminister-muss-nachsitzen/ Die Medienberichte über zwei Gutachten im Auftrag der Bundesregierung zum Klimaschutzpaket der schwarz-roten Koalition kommentiert der verkehrspolitische Sprecher des ökologischen Verkehrsclub VCD, Michael Müller-Görnert:
„Offenbar wird die Bundesregierung ihre Klimaschutzziele für 2030 mit dem beschlossenen Maßnahmenprogramm verfehlen. Vor allem der Verkehrsbereich bleibt demnach meilenweit hinter dem Sektorziel von 42 Prozent CO2-Minderung zurück.

Jetzt zeigt sich, dass viele Maßnahmen aus dem Hause Scheuer nichts weiter als Luftnummern sind. Das Verkehrsministerium hat sich die CO2-Minderung schön gerechnet - mit absurden Potenzialen für Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb, dem Einsatz von Biokraftstoffen oder Lkw mit Gasantrieb. Das lässt sich die Bundesregierung einige Millionen Euro kosten, anstatt in wirklichen Klimaschutz zu investieren.

Jetzt ist das Klimakabinett wieder gefragt. Wir brauchen einen klaren Fokus auf Elektromobilität statt auf Wasserstoff. Wir brauchen effektive Maßnahmen, damit Menschen vom Auto auf Bahn, Bus und Rad umsteigen und mehr Güter über die Schiene transportiert werden. Dafür ist es unerlässlich, den Autoverkehr gegenüber umweltschonenden Alternativen zu verteuern. Schluss mit klimaschädlichen Steuerprivilegien und Subventionen für Diesel und Flugbenzin, und auch mit Dienstwagenprivileg und Entfernungspauschale. Stattdessen muss der CO2-Ausstoß Basis für Steuern und Abgaben im Verkehr sein. Die dadurch freiwerdenden Mittel können in einen attraktiven Nahverkehr, in sichere Radwege und zusätzliche Bahnverbindungen fließen. Das wäre nicht nur gut für die Umwelt, es stärkt auch die soziale Gerechtigkeit.

Wenn die Bundesregierung das Pariser Klimaabkommen ernst nimmt, muss vor allem der Verkehrsminister jetzt nachsitzen.“


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD •  030/280351-19 • michael.muelller-goernert@vcd.org bzw.Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3569 Wed, 04 Mar 2020 09:15:00 +0100 IAA in München: Angeschlagene Automesse muss auf zukunftsfähige Mobilität setzen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/iaa-in-muenchen-angeschlagene-automesse-muss-auf-zukunftsfaehige-mobilitaet-setzen/ Anlässlich der letzten IAA in Frankfurt hatten der ökologische Verkehrsclub VCD und andere Organisationen zu einer Großdemo für die Verkehrswende aufgerufen. Die Entscheidung, die Automesse 2020 nach München zu verlegen, kommentiert Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD:
„Der Branchenverband VDA will der angeschlagenen Automesse ein neues Image verpassen. Die nächste IAA in München wird dafür zum Testlauf. Nach den Protesten des VCD und anderer Umweltverbände gegen die autofixierte Verkehrspolitik und für eine Verkehrswende hat hoffentlich auch die Autoindustrie endlich die Zeichen der Zeit erkannt. Wichtig ist nicht, in welcher Stadt die IAA, der zuletzt auch viele Hersteller fernblieben, stattfindet - sie muss sich komplett neu erfinden. Mit Imagekorrekturen und grünem Anstrich ist es nicht getan. 

Mit der PS-Leistungsschau von gestern muss Schluss sein. Chrom und Blech in Messehallen ist out. Die Industrie muss weg von Autos, die für unsere Straßen zu groß und für die Umwelt eine Katastrophe sind. Die Veranstalter sollten vielmehr Lust auf nachhaltige und emissionsfreie Mobilität machen, in der das Auto zwar noch eine Rolle spielt, aber nicht mehr die zentrale.

So sieht die Zukunft aus: Umstieg vom Verbrenner für jeden auf weniger E-Autos, neue Mobilitätsangebote mit Sharing-Angeboten und Shuttlebussen, eingebettet in einen attraktiven öffentlichen Verkehr und eine gut ausgebaute, sichere Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur. Hier kann die Industrie zeigen, dass sie innovativ ist, und neben emissionsfreien Fahrzeugen attraktive Mobilitätsangebote liefern kann, die nicht nur in Städten, sondern auch auf dem Land funktionieren.

Wir brauchen intelligente Konzepte, die eine gute Mobilität für alle mit deutlich weniger Autos ermöglichen. Weniger Auto heißt nicht Verzicht, sondern Gewinn: An Gesundheit, Sicherheit, Lebensqualität. Dies sollten auch die Autohersteller begreifen."

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD • 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw. Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3568 Tue, 03 Mar 2020 10:30:00 +0100 Engagement für sichere Schulwege und eigenständige Mobilität von Kindern: VCD und Deutsches Kinderhilfswerk kooperieren mit VBE http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/engagement-fuer-sichere-schulwege-und-eigenstaendige-mobilitaet-von-kindern-vcd-und-deutsches-kinderhi/
Gemeinsame Pressemitteilung

Das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD richten seit 2007 die Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ aus. An diesen hatten sich 2019 bundesweit über 70.000 Kinder aus 2.800 Klassen und Kindergartengruppen beteiligt. Um die Aktionstage bei Beschäftigten im Bildungs- und Erziehungsbereich noch präsenter zu machen, kooperieren die ausrichtenden Organisationen mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) und seinen Landesverbänden.

Der Bundesvorsitzende des VBE, Udo Beckmann, erklärt dazu: „Es ist uns von jeher ein Anliegen, die eigenständige Mobilität von Kindern zu fördern. Zudem beobachten wir mit Sorge, dass viele Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden und dadurch gefährliche Situationen vor den Schulen entstehen. Wir freuen uns, mit dem Deutschen Kinderhilfswerk und dem VCD zu kooperieren und die Aktionstage unterstützen zu können.“

Der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, Holger Hofmann, unterstreicht: „Kinder brauchen für ihr Aufwachsen und für ihre Teilhabe und Teilnahme an der Gesellschaft Autonomie und Orientierung im öffentlichen Raum. Das Bewusstsein dafür muss bei Eltern, Lehrkräften und den politisch Verantwortlichen weiter gestärkt werden. Mit dem VBE konnten wir hierfür einen starken Partner gewinnen.“

Die Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub Deutschland VCD, Kerstin Haarmann, betont: „Viele Eltern bringen ihre Kinder im Elterntaxi zur Schule in dem Glauben, ihnen damit etwas Gutes zu tun. Dabei hat es für Kinder viele Vorteile, wenn sie selbstständig mit Rad, Roller oder zu Fuß zur Schule kommen. So lernen sie, sich sicher im Verkehr zu bewegen und tun zudem ihrer eigenen Gesundheit und der Umwelt etwas Gutes.“

Kontext:
Die Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ werden durch das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. und den Verkehrsclub Deutschland e.V. initiiert und koordiniert und durch den Verband Bildung und Erziehung (VBE) unterstützt. Gemeinsam setzen sich die Kooperationspartner dafür ein, dass alle Kinder ihren Weg zur Schule oder Kita, wo es möglich ist, zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad zurückzulegen. Ideell und finanziell unterstützt wird das Projekt zudem vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Die Aktionstage stehen in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft der Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Kontakt:

Deutsches Kinderhilfswerk | Verkehrsclub Deutschland | Verband Bildung u. Erziehung
Uwe Kamp                                 Anne Fröhlich                          Anne Roewer
Pressesprecher                        Pressestelle                             Pressereferentin
kamp@dkhw.de                       anne.froehlich@vcd.org        a.roewer@vbe.de
030 308 693 11                        030 280 351 59                        030 726 1966 17

]]>
news-3563 Fri, 28 Feb 2020 12:10:14 +0100 UBA-Analyse belegt hohe Klimaschutzwirkung von Tempolimits: VCD bekräftigt Forderung nach Tempo 120 auf Autobahnen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/uba-analyse-belegt-hohe-klimaschutzwirkung-von-tempolimits-vcd-bekraeftigt-forderung-nach-tempo-120/ Die aktuelle Analyse des Umweltbundesamts (UBA) zu den möglichen Klimaschutzeffekten niedrigerer Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen gibt der Diskussion um das Tempolimit neuen Aufwind. Die Analyse zeigt, dass die mögliche CO2-Einsparung beträchtlich ist und umso größer ausfällt, je niedriger die zulässige Höchstgeschwindigkeit angesetzt wird.
Berlin, 28. Februar 2020. Den Berechnungen des UBA zufolge führt ein Tempolimit von 120 km/h zu einer CO2-Minderung von 2,6 Millionen Tonnen CO2. Das entspricht in etwa dem Effekt von 1,3 Millionen Pkw weniger auf deutschen Straßen. Bei Tempo 130 liegt die Einsparung immer noch bei 1,9 Millionen Tonnen CO2, während sie bei Tempo 100 mit 5,4 Millionen Tonnen am größten wäre. Für den ökologischen Verkehrsclub VCD ist dies ein klares Argument für eine rasche Einführung von einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf Autobahnen.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Nach wie vor wird von Gegnern eines allgemeinen Tempolimits auf Autobahnen der Klimaeffekt klein geredet. Die UBA-Analyse widerlegt nun diese Argumentation in aller Deutlichkeit und beweist, dass die Klimawirkung beträchtlich ist. Keine andere Einzelmaßnahme führt sofort und vor allem nahezu kostenlos zu einer vergleichbaren CO2-Einsparung. Wer sich nach wie vor gegen ein Tempolimit ausspricht, kann sich nicht mehr auf das fadenscheinige Argument der angeblichen Wirkungslosigkeit für das Klima stützen. Darüber hinaus retten Geschwindigkeitsbegrenzungen Menschenleben. Noch immer gibt es viel zu viele Verkehrstote auf unseren Autobahnen, das haben die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes gerade wieder gezeigt. Am Tempolimit auf Autobahnen führt kein Weg mehr vorbei. Es schützt Menschenleben und das Klima.“

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.vcd.org/themen/verkehrssicherheit/tempolimit-auf-autobahnen/
 

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD • 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw. Anne Fröhlich, VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3562 Fri, 28 Feb 2020 11:02:15 +0100 VCD-Jugendkampagne “FahrRad!” startet mit prominenter Unterstützung in neue Runde http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-jugendkampagne-fahrrad-startet-mit-prominenter-unterstuetzung-in-neue-runde/ Fahrradkilometer sammeln und dabei Preise gewinnen - Jugendliche engagieren sich bei der VCD-Kampagne auf dem Fahrrad für den Klimaschutz. Gemeinsam mit Schirmherr Thorsten Schröder, Tagesschau-Sprecher und begeisterter Radsportler, unterstützt der VCD Kinder und Jugendliche beim Umstieg aufs Rad. Essen, 28.02.2020.  Der Startschuss der Jugendkampagne “FahrRad! Fürs Klima auf Tour” fiel dieses Jahr auf der Fahrradmesse in Essen. Der ökologische Verkehrsclub VCD ruft mit dieser Kampagne bereits zum 14. Mal Jugendliche dazu auf, ihre Wege mit dem Fahrrad zurück zu legen und dabei im wahrsten Sinne des Wortes fürs Klima aktiv zu werden. Als Schirmherr unterstützt Tagesschau-Sprecher Thorsten Schröder, in seiner Freizeit begeisterter Radsportler, die Kinder bei ihrem Engagement. Ab sofort können zehn bis 18-Jährige in ganz Deutschland an der Aktion teilnehmen und im September tolle Preise gewinnen. Um mitzumachen, müssen sie nur ihre mit dem Rad zurückgelegten Kilometer auf der Seite www.klima-tour.de eintragen.

Thorsten Schröder, Schirmherr der Kampagne: „Fahrradfahren tut einfach gut - sowohl körperlich als auch geistig. Die Bewegung an der frischen Luft, ganz nebenbei Stress abbauen und den Kopf frei kriegen. Deshalb liebe ich den Radsport. Besonders für Kinder ist Bewegung ungemein gesund und wichtig. Noch dazu lernen sie, wie man sich sicher im Verkehr bewegt und tun aktiv etwas für den Klimaschutz. Dafür setze ich mich als Schirmherr der Jugendkampagne „FahrRad!“ gern ein.“

Viele Städte sind eher auf das Auto als auf das Fahrrad ausgelegt: Nicht existierende oder enge Radwege schlängeln sich vielerorts durch den vollen Straßenverkehr. Auch das verbreitete Elterntaxi sorgt vor Schulen immer wieder für brenzlige Situationen: Autos parken in zweiter Reihe, blockieren die Sicht für Fußgänger und Radfahrer und sich plötzlich öffnende Autotüren werden zum gefährlichen Hindernis. Damit Kinder überall gut und sicher mit dem Rad fahren können, fordert der VCD gut ausgebaute Fahrradwege, Tempo 30 innerhalb von Ortschaften sowie ein Park- und Halteverbot vor Schulen.

Anika Meenken, Sprecherin für Radverkehr und Mobilitätsbildung beim VCD: “Fahrradfahren hat für Jugendliche viele Vorteile und fördert ihre Eigenständigkeit. Außerdem können sie so selbst ganz konkret etwas für den Klimaschutz tun. Damit Kinder sicher mit dem Rad unterwegs sein können, müssen aber auch die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Das bedeutet, dass die kürzlich im Bundesrat beschlossenen Maßnahmen der aktuellen Novelle der Straßenverkehrsordnung für mehr Sicherheit im Radverkehr auch tatsächlich schnell umgesetzt werden müssen.”

Ulrich Fillies, AKTIONfahrRAD: „Wenn Kinder und Jugendliche schon früh aufs Rad steigen, tun sie das auch als Erwachsene viel häufiger. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern ist mit vielen positiven Effekten für die eigene Gesundheit verbunden. Mit der Kampagne „FahrRad!“ schaffen wir einen Anreiz, das Rad im Alltag mehr zu nutzen und hoffentlich entdecken dadurch viele junge Menschen das Radfahren auch langfristig für sich.“


Mehr zur VCD-Aktion „FahrRad!“:
Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren können sich mit ihren Schulklassen, Jugendgruppen oder Familien ab sofort und fortlaufend bis Ende August unter www.klima-tour.de anmelden. Jeder erradelte Kilometer kann auf dem Online-Portal eingetragen werden. Das bringt die teilnehmenden Gruppen gleichzeitig auf einer virtuellen Tour durch Deutschland und Europa voran. An 18 Stationen auf der Online-Tour werden Fahrrad- und Klimathemen jugendgerecht präsentiert. Außerdem gibt es Mitmachaktionen und Quizfragen. Für die Kombination aus richtigen Antworten und gesammelten Fahrradkilometern können als Hauptgewinn bis zu 500 Euro für die Gruppenkasse, eine Fahrradabstellanlage und weiteres Equipment für kommende Radausflüge gewonnen werden. Lehrkräfte und Jugendgruppenleiter finden auf der Webseite Unterrichtsmaterialien und Aktionsideen aus den Bereichen Fahrrad, Klimaschutz und Mobilitätsbildung. Das Jugendprojekt „FahrRad!“ ist eine Kooperation mit der »AKTIONfahrRAD« (www.aktionfahrrad.de). 

Mehr Informationen zum VCD-Jugendprojekt: www.klima-tour.de
Mehr Informationen zu AKTIONfahrRad: https://www.aktionfahrrad.de/default.asp

Pressekontakt:
Anne Fröhlich • VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

AKTIONfahrRAD ist angetreten, um Kinder und Jugendliche frühzeitig und nachhaltig aufs Rad zu bringen. Deshalb muss auch vor dem Hintergrund der aktuellen Umwelt-, Gesundheits- und Verkehrsproblematik spätestens in den Schulen damit begonnen werden, die Schülerinnen und Schüler verstärkt aufs Rad zu setzen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Lehrerinnen und Lehrer als starke Partner gebraucht. Für AKTIONfahrRAD bedeutet das, schulkonforme nachhaltige Projekte für sie zu schaffen, damit es ihnen möglich wird, im Schulbetrieb den Weg zum Fahrrad zu finden. Um das umzusetzen, sind die Aktionen, wie „Deutschlands fahrradfreundlichste Schule“, „Deutsche Schulmeisterschaft“, „Reparaturservice“, „Lehrerfortbildung“ und „Schülerreporter“ ins Leben gerufen worden. Durch diese hilft AKTION fahrRAD den Lehrkräften in den Schulen, das Fahrradfahren wieder populär und nachhaltig betreiben zu können.

]]>
news-3561 Thu, 27 Feb 2020 11:36:21 +0100 Vorfahrt für die Öffentlichen – kostenfreie Nutzung in Luxemburg nur eine von vielen Maßnahmen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vorfahrt-fuer-die-oeffentlichen-kostenfreie-nutzung-in-luxemburg-nur-eine-von-vielen-massnahmen/ Ab 1. März zahlen Luxemburger nichts mehr für Bus und Bahn. Heute stellt Verkehrsminister Bausch sein Konzept vor. Dortige Regierung treibt bereits seit sechs Jahren Verkehrswende voran. Gratisbeförderung nur ein Schritt von vielen. Vorbild für Deutschland ist Luxemburg vor allem was rasanten Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel betrifft. Philipp Kosok, VCD-Sprecher für Bahnverkehr und ÖPNV: „Endlich sprechen alle über dieses kleine Land, das seit Jahren unbemerkt die Verkehrswende mit Hochgeschwindigkeit umsetzt. Um sich ins Gespräch zu bringen, braucht es offensichtlich Preise mit Signalwirkung. Für die meisten Menschen ist aber nicht der Nulltarif entscheidend dafür, ob sie auf Bus und Bahn umsteigen. Wichtiger sind Zuverlässigkeit und ein gut ausgebautes Verkehrsangebot.“

Der VCD sieht in dem Schritt zum Gratis-ÖPNV nur einen kleinen Baustein in der großen Strategie der luxemburgischen Verkehrswende. Bislang hat das Land mit 670 Autos je 1.000 Einwohnern die höchste Pkw-Dichte in der Europäischen Union. Doch seitdem der Verkehrsminister und frühere Bahnmitarbeiter François Bausch 2013 sein Amt antrat, verfolgt die Regierung eine Politik, die den öffentlichen Verkehrsmitteln klaren Vorrang einräumt. Im ganzen Land wird pro Kopf fast zehnmal so viel Geld in die Bahn investiert wie in Deutschland. Das Bus- und Bahnangebot wurde bis in die Nachbarstädte auf deutscher und französischer Seite ausgeweitet, um auch Pendler zum Umstieg zu bewegen. Flankiert wird das Ganze durch einen Ausbau des Radwegenetzes und zusätzliche Elektrobusse.

Kosok: „Bisher ist Luxemburg vor allem ein reiches Autoland. In wenigen Jahren könnte man es hingegen als das Land kennen, das es geschafft hat, allen Einwohnern eine zukunftsfähige Mobilität zu ermöglichen. Der rasante Ausbau der Öffentlichen sollte Vorbild für die Verkehrsminister in Deutschland sein. In nur fünf Jahren wurde in der Stadt Luxemburg, die gerade einmal rund 120.000 Einwohner hat, eine Straßenbahn etabliert. Wenn jede deutsche Stadt dieser Größe – davon gibt es über 60 – alle fünf Jahren eine Straßenbahnstrecke eröffnet, käme die Verkehrswende auch in Deutschland voran.“

Die Verkehrswende kann aus Sicht des VCD erst dann gelingen, wenn neben dem Ausbau von Bus, Bahn und Rad gleichzeitig dem Auto Verkehrsflächen entzogen und Privilegien wie kostenlose Parkplätze beendet werden. Hier gingen Städte wie Wien sogar noch konsequenter voran als Luxemburg, betont der VCD.

„Die Forderung nach dem ÖPNV-Nulltarif für alle ist überzogen. Woran es in Deutschland aber leider oft fehlt, sind Sozialtickets, also Fahrscheine für Menschen mit besonders geringem Einkommen, die von den Ländern und Gemeinden bezuschusst werden. ÖPNV muss nicht gratis sein wie in Luxemburg aber er sollte für alle bezahlbar sein“, findet VCD-Sprecher Kosok.


Pressekontakt:
Philipp Kosok • VCD-Sprecher für Bahnverkehr und ÖPNV • 030/280351-36 • philipp.kosok@vcd.org
Anne Fröhlich, Pressestelle VCD • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org
www.vcd.org Twitter: @VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

]]>
news-3560 Thu, 27 Feb 2020 09:42:52 +0100 3.059 Tote und 384.000 Verletzte im Straßenverkehr sind nicht hinnehmbar - VCD fordert Tempo 30/80/120 http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/3059-tote-und-384000-verletzte-im-strassenverkehr-sind-nicht-hinnehmbar-vcd-fordert-tempo-30801/ Laut den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts ist die Zahl der Unfälle 2019 erneut gestiegen. Die Anzahl der im Straßenverkehr Verletzten ging leicht zurück. Für den ökologischen Verkehrsclub VCD kein Anlass zur Entwarnung. „Dass tausende Menschen jedes Jahr auf unseren Straßen sterben und hunderttausende verletzt werden, dürfen wir nicht verdrängen oder als gottgegeben hinnehmen. Solche Zahlen würden in keinem anderen Bereich akzeptiert werden“, sagt Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. „Die Bundesregierung hat sich vollmundig zum Ziel „Vision Zero –­ Null Verkehrstote“ bekannt. Bereits bis 2020 sollten 40 Prozent weniger Verkehrstote gegenüber 2011 erreicht werden. Davon sind wir noch meilenweit entfernt. Das zeigt: alle bisherigen Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit reichen bei weitem nicht aus. Viele Unfälle könnten etwa durch niedrigere Geschwindigkeiten vermieden werden.“

Der VCD fordert deshalb die Einführung von Tempolimits. Innerorts muss Tempo 30 zur Regelgeschwindigkeit werden. Auf Landstraßen muss die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h gelten und auf Autobahnen 120 km/h. Nach wie vor ist Deutschland das einzige Industrieland, das kein generelles Tempolimit auf Autobahnen hat. Niedrigere Geschwindigkeiten verringern die Unfallgefahr und mildern die Folgen im Falle eines Unfalls – auf Autobahnen, Landstraßen und in den Städten.

Müller-Görnert: „Die „Vision Zero“ darf für die Politik kein reines Lippenbekenntnis sein. Sie muss dieses Ziel konsequent verfolgen. Andere Länder machen vor, wie es geht. Die norwegische Hauptstadt Oslo meldet nur einen Verkehrstoten im vergangenen Jahr. Im finnischen Helsinki kam 2019 kein einziger Radfahrer und Fußgänger ums Leben. Veränderungen sind möglich, wenn der politische Wille da ist. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel: Statt „Auto first“ fordern wir „Sicherheit first.“       

Mehr dazu auf: https://www.vcd.org/themen/verkehrssicherheit/


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert • verkehrspolitischer Sprecher VCD • 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org
Anne Fröhlich • VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität. 

]]>
news-3559 Tue, 25 Feb 2020 11:16:25 +0100 VCD fordert von Bundesregierung maßvollen und nachhaltigen Einsatz von Wasserstoff http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-fordert-von-bundesregierung-massvollen-und-nachhaltigen-einsatz-von-wasserstoff/
Berlin, 25. Februar 2020.  Aktuell berät die Bundesregierung die Inhalte für eine nationale Wasserstoffstrategie, die den Rahmen für den Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft bis 2030 und darüber hinaus setzen soll. Um falsche Weichenstellungen zu vermeiden, fordert der ökologische Verkehrsclub VCD in einem offenen Brief die Bundesministerinnen und -minister für Umwelt, Verkehr, Wirtschaft und Forschung sowie das Bundeskanzleramt dazu auf, für die Produktion von Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen auf Wasserstoffbasis – sogenannten E-Fuels – strenge Nachhaltigkeitskriterien zu entwickeln. Wasserstoff solle zudem nur dort zum Einsatz kommen, wo die direkte Stromnutzung nicht möglich ist. 

Kerstin Haarmann, VCD-Bundesvorsitzende: "Wasserstoff ist nur dann eine umweltfreundliche Option, wenn für die Produktion ausschließlich Öko-Strom verwendet wird. Dafür müssen zusätzliche Öko-Stromkapazitäten aufgebaut werden, damit er nicht an anderer Stelle fehlt. Anderenfalls verursacht Wasserstoff höhere CO2-Emissionen als die fossilen Energieträger, die ersetzt werden sollen. Notwendig ist: erneuerbare Energien ausbauen und der direkten Stromnutzung, etwa bei E-Autos, Vorrang geben.“

Vergleicht man die Effizienz von Wasserstoffantrieben mit der von Elektro-Autos, schneiden letztere deutlich besser ab. So benötigt ein Fahrzeug, das mit E-Fuels betankt wird im Vergleich zum batterieelektrischen Auto für die gleiche Strecke fünfmal mehr Energie, beim Brennstoffzellenauto sind es immer noch rund zweieinhalb Mal mehr. Synthetische Kraftstoffe kommen vor allem für den Flugverkehr in Frage, da elektrisches Fliegen in absehbarer Zukunft nicht möglich sein wird.

Völlig absurd ist aus Sicht des VCD, wenn Wasserstoff weiter wie bisher aus Erdgas produziert werden soll, wofür zusätzliche Erdgasimporte nötig würden. Zum einen sei Erdgas ein fossiler Energieträger und zum anderen würde man so neue Abhängigkeiten produzieren, kritisiert der VCD.

Den offenen Brief finden Sie hier: https://vcd.org/wasserstoffstrategie

Pressekontakt:
Anne Fröhlich • VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

 

]]>
news-3557 Tue, 18 Feb 2020 11:11:41 +0100 Mit Rad und Bahn auf Reisen – VCD gibt fünf Tipps zur Fahrradmitnahme http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/mit-rad-und-bahn-auf-reisen-vcd-gibt-fuenf-tipps-zur-fahrradmitnahme/ Wer nachhaltig verreisen möchte, fährt mit dem Zug in den Urlaub – aber was ist mit dem Fahrrad? Kann ich es in jeden Zug mitnehmen? Was kostet das? Und wie funktioniert die Buchung? Laut einer Befragung des ökologischen Verkehrsclub VCD ist die Mehrheit der Fahrgäste dabei unsicher. Damit der Radtour am Reiseziel nichts im Wege steht, hat der VCD fünf Tipps zusammengestellt.
Berlin, 18. Februar 2020. Das Fahrrad aus dem Zug heben und dann am Strand entlang die Ostseeküste runter, mit Freunden auf dem Elbe-Radweg unterwegs oder mit der Familie durch das Weserbergland: Mit Bahn und Rad lässt sich wunderbar Urlaub machen. Doch leider ist das mit der Fahrradmitnahme nicht so einfach. Für den VCD Bahntest 2019/20 wurden Bahnreisende nach ihrer Meinung gefragt. Das Ergebnis: Knapp zwei Drittel finden die Fahrradmitnahme im Fernverkehr zu kompliziert. 62 Prozent der Reisenden ist unklar, in welchen Zügen eine Mitnahme überhaupt möglich ist. Fast die Hälfte wünscht sich eine kurzfristige Verfügbarkeit von Stellplätzen und mehr als ein Drittel findet den Buchungsvorgang unübersichtlich.

Momentan kann man in rund der Hälfte aller Fernverkehrszüge das Fahrrad mitnehmen – abgesehen von Falträdern, die kostenlos als Handgepäck transportiert werden dürfen. Bis 2025 will die Deutsche Bahn die Mitnahme in 60 Prozent der Züge ermöglichen. Während das Reisen mit dem Rad in Regionalzügen schon jetzt meist ohne größere Probleme möglich ist, geht es im ICE nur auf bestimmten Strecken und in neueren Zügen. In allen ICE ab der vierten Generation soll es künftig mindestens acht Fahrradstellplätze pro Zug geben. In den ICE der Baureihe eins bis drei kann dagegen kein Fahrrad mitgenommen werden.

Fünf Tipps, damit der Fahrradurlaub zuverlässig klappt

  • In allen Intercity, Eurocity sowie den neusten ICE-Zügen, aber auch bei anderen Bahnunternehmen wie Flixtrain oder ÖBB Nightjet können Fahrräder mitgenommen werden. Für alle gilt: Vor Fahrtantritt müssen ein extra Fahrrad-Ticket gekauft und ein Stellplatz reserviert werden. Nur im Nahverkehr (RE, RB) können Fahrräder ohne Reservierung mitgenommen werden.
  • Bei der Verbindungssuche auf www.bahn.de oder am Fahrscheinautomaten lässt sich die Option „Fahrradmitnahme“ auswählen. So können Verbindungen ohne diese Möglichkeit aus den Ergebnissen herausgefiltert werden.
  • Die Kosten für ein Fahrrad-Ticket im Fernverkehr liegen bei 8 Euro ohne und 5,40 Euro mit Bahncard. Es gilt auch noch für die Anschlussfahrt im Nahverkehr, wo
    ein Fahrrad-Ticket sonst bundesweit einheitlich 6,50 Euro pro Tag kostet. Manche Verkehrsverbünde bieten zusätzlich eigene Fahrrad-Tickets an, die oft günstiger sind. In manchen Regionen ist die Fahrradmitnahme sogar kostenlos.
  • Besonders im Sommer empfiehlt es sich, so früh wie möglich zu buchen, damit nicht alle Stellplätze bereits belegt sind – spätestens jedoch einen Tag vor Antritt der Reise.
  • Das Fahrrad-Ticket gilt auch für andere Arten von Fahrrädern wie Pedelecs, zusammengeklappte Fahrradanhänger, Tandems und Liegeräder. Die Mitnahme von Lastenrädern ist jedoch nicht gestattet.

Mehr Informationen finden Sie im VCD Bahntest: www.vcd.org/bahntest


Pressekontakt:
Philipp Kosok, Sprecher für Bahnverkehr • 030/280351-36 • philipp.kosok@vcd.org
Anne Fröhlich, VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter:@VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>
news-3556 Fri, 14 Feb 2020 14:37:37 +0100 Vertane Chance im Bundesrat: VCD-Bilanz der neuen Straßenverkehrsordnung http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vertane-chance-im-bundesrat-vcd-bilanz-der-neuen-strassenverkehrsordnung/ Länder bremsen Tempolimit aus und stimmen für kleinere Verbesserungen für Fuß- und Radverkehr. VCD-Bilanz der StVO-Reform fällt durchwachsen aus. Für einen großen Wurf fehlt der Politik der Mut, kritisiert der ökologische Verkehrsclub. Berlin, 14. Februar 2020. Bei der Abstimmung über die neue Straßenverkehrsordnung hat der Bundesrat die Chance vertan, sichere und klimafreundliche Mobilität konsequenter zu fördern. Einige Maßnahmen hält der VCD für sinnvoll. Eine Verkehrswende braucht aber stärkere Anreize, vor allem um den Fuß- und Radverkehr sicherer zu machen. Die wichtigsten Punkte:

Tempolimit
Ein generelles Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen und Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts sind aus Sicht des VCD die wichtigsten Maßnahmen für mehr Sicherheit und Klimaschutz. Dass nur wenige Bundesländer für die Geschwindigkeitsbegrenzungen gestimmt haben, kritisiert der VCD als kurzsichtig. Moderne Verkehrspolitik darf nicht mehr das Auto und das Recht auf schnelles Fahren in den Mittelpunkt stellen.

Höhere Bußgelder für Falschparker
Falsches Parken auf Geh- oder Radwegen und das Halten in zweiter Reihe und auf Fahrradschutzstreifen werden teurer. Gefordert hatte der VCD gemeinsam mit anderen ein einheitliches Bußgeld von 100 Euro und einen Punkt in Flensburg. Dahinter bleiben die neuen Sätze zurück. Aus Sicht des VCD ist die deutliche Anhebung aber erstmal ein Erfolg. Ob sie ausreicht, um Falschparker wirksam abzuschrecken, bleibt abzuwarten.

Anwohnerparken
Abgelehnt wurde der Antrag, dass Kommunen für Parkausweise für Anwohner künftig bis zu 240 Euro verlangen können. Aus Sicht des VCD ist damit die Chance vertan, die Kosten für den öffentlichen Raum gerechter zu verteilen. Angesichts überfüllter Städte und explodierender Mieten darf Straßenraum nicht billig sein. Das Auto darf nicht länger Vorrang haben und Fußgänger und Radfahrer an den Rand drängen.

Kein Parkverbot für Fahrräder
Das ursprünglich geplante Parkverbot für Fahrräder am rechten Fahrbahnrand wurde gestrichen. Der VCD hatte die Pläne nach Bekanntwerden deutlich kritisiert und begrüßt nun, dass das Verbot in der neuen StVO nicht mehr vorgesehen ist. Um den klimafreundlichen Radverkehr zu stärken braucht es mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, anstatt die bestehenden einzuschränken.

Abbiegeassistenten
Gar nicht erst zur Abstimmung kam auch der Vorschlag, dass Kommunen Sicherheitszonen einrichten können, in denen nur Lkw mit Abbiegeassistent fahren dürfen. Dabei wäre das eine zentrale Maßnahme, um Unfälle zu vermeiden, kritisiert der VCD. Immer wieder kommt es zu Todesfällen, weil Fußgänger oder Radfahrer in den toten Winkel der Lkw-Fahrer geraten. Eine EU-Verordnung für verpflichtende Abbiegeassistenten tritt erst 2024 in Kraft und gilt nur für neue Lkw. Kommunen müssen deshalb aus Sicht des VCD die Möglichkeit haben, Lkw ohne Sicherheitstechnik die Durchfahrt zu verbieten.
 

Kontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD, Telefon: 030/280351-19, michael.mueller-goernert@vcd.org
Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr • 030/280351-403 • anika.meenken@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.org
www.vcd.org Twitter:@VCDeV
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

]]>
news-3554 Wed, 12 Feb 2020 12:05:00 +0100 Breites Bündnis fordert vom Bundesrat ein klares Votum für ein generelles Tempolimit http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/breites-buendnis-fordert-vom-bundesrat-ein-klares-votum-fuer-ein-generelles-tempolimit/ Breites Verbändebündnis fordert Länderchefs auf, für Tempolimit und mehr Sicherheit und Klimaschutz im Straßenverkehr zu stimmen - Bundesrat stimmt Freitag über generelles Tempolimit auf Autobahnen und Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts ab Berlin, 12. Februar 2020. Anlässlich der Bundesratssitzung am kommenden Freitag ruft ein breites gesellschaftliches Bündnis die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder auf, bei der Revision der Straßenverkehrsordnung (StVO) für ein generelles Tempolimit sowie Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts zu stimmen. Das Bündnis aus Deutscher Umwelthilfe, Greenpeace, ökologischem Verkehrsclub VCD, Verbund Service und Fahrrad e.V. (VSF), HannovAIR Connection, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Initiative für sichere Straßen, Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD), Changing Cities und der Gewerkschaft der Polizei NRW fordert mehr Sicherheit und Klimaschutz durch ein Tempolimit im Straßenverkehr.

Die Entschlussempfehlungen der Ausschüsse Verkehr, Recht, Innere Angelegenheiten und Umwelt zur kommenden Bundesratssitzung sehen als Änderungen in der StVO die Einführung eines Tempolimits auf Autobahnen sowie Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts vor. Damit bestätigen die Bundesratsausschüsse zwei der zentralen Forderungen des Bündnisses.

Dazu das Bündnis: „Der Bundesrat hat jetzt die Chance, für die Verkehrswende, den Klimaschutz und mehr Sicherheit auf unseren Straßen zu stimmen. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger wünscht sich ein generelles Tempolimit. Tempo 30 innerorts ist zentraler Teil der Verkehrswende in Städten und Kommunen, um Rad- und Fußverkehr sicher zu machen. Niedrigere Geschwindigkeiten auf Autobahnen können etwa die Hälfte aller tödlichen und schweren Unfälle vermeiden. Wir fordern daher ein klares Bekenntnis des Bundesrats für ein generelles Tempolimit sowie Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts.“

Hintergrund:

In der Beschlussempfehlung der Ausschüsse heißt es, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen aus Verkehrssicherheitsgründen sowie zur Luftreinhaltung, zur Lärmminderung und zum Klimaschutz sei "sachgerecht und notwendig". Das Straßenverkehrsrecht, so der Vorschlag, solle „künftig darauf ausgerichtet werden, die klima- und umweltschädlichen Auswirkungen des motorisierten Individualverkehrs zu reduzieren und die „Vision Zero“ als verbindliches Ziel zur Verbesserung der Verkehrssicherheit umzusetzen“.

Die Empfehlung der Ausschüsse legt damit dem Bundesrat nahe, sich im Sinne einer Verkehrswende für die Weiterentwicklung der Straßenverkehrsordnung einzusetzen. So sollten ergänzend „die Belange des Klima- und Umweltschutzes sowie der Lebensqualität als Rechtsziel und Begründungszusammenhang aufgenommen werden und damit umweltverträglichen Verkehrsformen ein deutlich größerer Anteil des öffentlichen Verkehrsraums zugestanden“ werden.

 

Links:

Empfehlungen der Ausschüsse im Bundesrat zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften: www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2019/0501-0600/591-1-19.pdf  


Für Fragen und Interviewwünsche:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer DUH, 0171 3649170, resch@duh.de    

Michael Müller-Görnert, Verkehrspolitischer Sprecher VCD, 0177 1702461, michael.mueller-goernert@vcd.org

Jens Hilgenberg, Leitung Verkehrspolitik BUND, 0151 56313302, jens.hilgenberg@bund.net

Gregor Kessler, Pressesprecher Greenpeace, 0151 72702918, gkessler@greenpeace.org

Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD, 030 280351-12, presse@vcd.org

Ragnhild Sørensen, Pressesprecherin Changing Cities, 0171 5357734, ragnhild.soerensen@changing-cities.org

Jörn Wolter, Pressesprecher Initiative für sichere Straßen
Tel: 0228-52279990, j.wolter@sichere-strassen.org

 

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann, Thomas Grafe

030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

]]>