VCD Pressemitteilung https://www.vcd.org/ Pressemitteilungen des VCD (Verkehrsclub Deuschland) de_DE VCD Sun, 03 Jul 2022 11:00:05 +0200 Sun, 03 Jul 2022 11:00:05 +0200 TYPO3 EXT:news news-4229 Wed, 29 Jun 2022 10:55:06 +0200 FDP blockiert Klimaschutz in Europa – EU-Umweltrat einigt sich auf Verbrennerausstieg light /service/presse/pressemitteilungen/fdp-blockiert-klimaschutz-in-europa-eu-umweltrat-einigt-sich-auf-verbrennerausstieg-light Berlin, 29. Juni 2022. Gestern Nacht haben die EU-Umweltminister*innen ihre Position zu den CO2-Grenzwerten der EU-Kommission abgestimmt. Dabei ging es auch um das vorgesehene Verbrenner-Aus ab 2035. Die Entscheidung kommentiert die VCD-Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann: „Die EU-Umweltminister*innen haben sich zwar im Grundsatz darauf geeinigt, dass ab 2035 nur noch klimaneutrale Fahrzeuge zugelassen werden sollen, dennoch bleibt eine Hintertür für Verbrenner offen. Verantwortlich für die Misere ist die FDP, die sich geweigert hat, dem Aus für neue Verbrenner-Pkw ab 2035 zuzustimmen, obwohl sich die Bundesregierung bereits im März darauf geeinigt hatte. SPD und Grüne hat sie am Ring durch die Manege geführt. Die Folge: Deutschland hat seine Position im Umweltrat geändert und statt einem konsequenten Verbrenner-Aus haben sich die Umweltminister*innen darauf verständigt, auch nach 2035 Verbrenner zuzulassen, wenn sie mit klimaneutralen E-Fuels betrieben werden.

Dabei ist klar: E-Fuels sind ineffizient, teuer und auf absehbare Zeit nicht in ausreichenden Mengen verfügbar. Vielmehr müssen sie dort eingesetzt werden, wo keine direkte Elektrifizierung möglich ist: in der Industrie sowie im Flug- und Schiffsverkehr, nicht beim Pkw.

Die gestrige Entscheidung erweist dem Klimaschutz – aber auch der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Autoindustrie – einen Bärendienst, Deutschland hat seine Glaubwürdigkeit als Klimaschutzvorreiter in Europa verloren. CO2-Grenzwerte sind eines der effektivsten Instrumente zur Verringerung der CO2-Emissionen und tragen schon heute dazu bei, dass immer mehr Elektrofahrzeuge zugelassen werden. Auch die meisten Autohersteller haben sich längst auf den Weg gemacht, künftig nur noch E-Autos zu produzieren; einige Länder wollen bereits früher aus dem Verbrenner aussteigen. Die heutige Verzögerung gefährdet die Planungs- und Investitionssicherheit und der Klimaschutz rückt immer weiter in die Ferne. Nun ist es am Europaparlament, in den anstehenden Verhandlungen für eine Korrektur zu sorgen.“

Pressekontakt:
Anne Fröhlich, Magdalena Reiner, VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV  • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4223 Mon, 20 Jun 2022 13:08:20 +0200 Verkehrsverbände und Bahnbranche veröffentlichen Diskussionspapier “Brancheninitiative Fahrrad und Bahnen” und geben damit verkehrspolitischen Impuls /service/presse/pressemitteilungen/verkehrsverbaende-und-bahnbranche-veroeffentlichen-diskussionspapier-brancheninitiative-fahrrad-und-bahnen-und-geben-damit-verkehrspolitischen-impuls Rad-, Verkehrs- und Umweltverbände sowie Bahnunternehmen veröffentlichen heute ihre „Brancheninitiative Fahrrad und Bahnen“. Beide Verkehrsmittel können in Kombination nachweislich zu einer Verdopplung der Bahnnachfrage beitragen. Der Dialogprozesses wurde auf Initiative der Verbände und der Bahn im letzten Herbst gestartet; das Diskussionspapier als Ergebnis wird von den Verkehrsverbänden VCD, Fahrgastverband PRO BAHN, Changing Cities und Initiative clevere Städte, den Branchenverbänden Bundesverband Schienennahverkehr, mofair, Allianz pro Schiene und Zukunft Fahrrad sowie den Unternehmen DB Regio, DB Station&Service, Deutsche Bahn Connect und Netinera mitgetragen. Berlin, 20. Juni 2022. Die Verbände und Unternehmen schlagen vor, 1 Million neue Bike+Ride-Plätze an den Bahnhöfen zu bauen, die Mitnahmekapazitäten mittelfristig auszuweiten, Routing- und Buchungstools für die Kombination und Mietrad-Angebote sowie attraktive Ticket- und Mitnahmeregelungen zu schaffen. Die insgesamt fünf Schwerpunkte der Brancheninitiative werden in den nächsten Monaten in Arbeitsgruppen ausgearbeitet, um zum Herbst mit den entsprechenden verkehrspolitischen Positionen die Verantwortlichen für die Umsetzung zu gewinnen sowie den Finanzierungs- und Handlungsbedarf zu beziffern. Bei der morgigen Branchenkonferenz Bahn.Rad.Parken in Berlin werden die beteiligten Verbände mit Vertretern der Politik, u.a. Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing, die Vorschläge diskutieren.

Thomas Prechtl, Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) und Präsident des Bundesverbands SchienenNahverkehr (BSN): „Das 9-Euro-Ticket zeigt einmal mehr, dass nicht nur die Mittel für den Schienenverkehr ausgeweitet werden müssen, sondern die Kombination Fahrrad und Bahnen einen substantiellen Beitrag zum Wachstum des Umweltverbundes leisten können. Als Bundesverband treiben wir die „Brancheninitiative Fahrrad und Bahnen“ mit unseren Mitgliedern aktiv voran.“

Andreas Schilling, Vorstandsbeauftragter Marketing der DB Regio: „Fahrrad und Bahnen sind Kern einer klimafreundlichen Mobilität. Mit der Brancheninitiative Fahrrad und Bahnen machen wir die Kombination für unsere Fahrgäste so einfach und attraktiv wie möglich.“

Wasilis von Rauch, Geschäftsführer Bundesverband Zukunft Fahrrad: „Nie war der Druck der klimapolitischen Aufgaben so groß. Gleichzeitig wollen die Menschen mehr Radfahren und gute Bedingungen für die kombinierte Nutzung mit der Bahn. Es ist klar: Bahn und Fahrrad zusammen weiterzuentwickeln, ist ein Schlüssel für das Gelingen der Verkehrswende. Mit unserer Initiative ziehen wir als Verbände an einem Strang. Wir machen konkrete Vorschläge für mehr umweltfreundlichen Verkehr, diese wollen wir mit der Politik diskutieren.“

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD: „Der knappe und wertvolle Platz im Zug muss zwischen Fahrgästen mit und ohne Rad fair verteilt werden – das bringt auch die Verkehrswende voran. Mit unserem gemeinsamen Vorstoß appellieren wir an die Verkehrspolitik, Bahn- und Radfahren attraktiver zu gestalten.“

Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender Fahrgastverband PRO BAHN Dem Umweltverbund Bahn, Bus, Rad und Fuß gehört die Zukunft im Verkehr. Wir alle nutzen Bahn und Bus gemeinsam, es soll keine Regeln für den einen auf Kosten des anderen geben. Deshalb benötigen wir flexible Inneneinrichtungen in den Fahrzeugen.

Kerstin Stark, Vorstand, Changing Cities e. V.: „Die Zukunft der Mobilität liegt in der Vielfalt der Fortbewegungsmöglichkeiten; sie ist multimodal. Die smarte Kombination von Bahn und Rad ist der vielversprechendste Weg, die Städte und das Land lebenswerter zu machen.”

Heinrich Strößenreuther, Sprecher Initiative clevere Städte: “Wer Staus vermeiden, Parkplatz- und Klimaprobleme lösen will, muss den Auto-Pendlern die Alternative Fahrrad und Bahnen schmackhaft machen. Das Fahrrad vergrößert das Einzugsgebiet um die Bahnhöfe um den Faktor 10 - das bringt Nachfragewachstum. Die Brancheninitiative Fahrrad und Bahnen bringen wir gerne weiter mit voran.”


Die Branchenkonferenz Bahn.Rad.Parken findet morgen, Dienstag und Mittwoch, den 21./22. Juni 2022 in Berlin statt: https://radparken.info/blog/konferenz/.

Weiterführende Links:

Link zu der Brancheninitiative Fahrrad und Bahnen: https://www.dbregio.de/innovationen/fahrrad-und-bahnen

Download-Link zum PDF des Diskussionspapiers: Diskussionspapier Brancheninitiative Fahrrad und Bahnen (PDF, 795 KB)

Download-Link zu einer Kurzfassung als Onepager: One Pager Brancheninitiative Fahrrad und Bahnen (PDF, 845 KB)

Link zur Bike+Ride-Offensive der Deutschen Bahn: https://www1.deutschebahn.com/bikeandride

Link zur Infostelle Fahrradparken https://radparken.info

Hashtag #RadLovesBahn

Pressekontakt VCD:
Jan Langehein, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV  • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev • LinkedIn: @VCD Bundesverband

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4214 Wed, 08 Jun 2022 08:34:00 +0200 EU-Parlament entscheidet über CO2-Grenzwerte für Autos – VCD fordert ambitionierte Vorgaben für Klimaschutz und Abkehr von fossilen Energien /service/presse/pressemitteilungen/eu-parlament-entscheidet-ueber-co2-grenzwerte-fuer-autos-vcd-fordert-ambitionierte-vorgaben-fuer-klimaschutz-und-abkehr-von-fossilen-energien Im Rahmen ihres „Fit for 55“-Pakets hat die EU-Kommission eine Verschärfung der CO2-Grenzwerte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge vorgeschlagen. Es geht um ambitioniertere Vorgaben für 2030, das Ende des Verbrennungsmotors soll spätestens 2035 erreicht sein. Am heutigen Mittwoch stimmt das Europaparlament darüber ab. Berlin, 8. Juni 2022. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des ökologischen Verkehrsclubs VCD, fordert, die Grenzwerte noch stärker abzusenken als von der Kommission geplant: „Erst letzte Woche hat die EU ein Öl-Embargo gegen Russland vereinbart, auf dem G7-Gipfel hat sie sich für ein rasches Ende fossiler Energien ausgesprochen. Wenn es ihr damit Ernst ist, dann muss sie handeln.“

CO2-Grenzwerte seien das Instrument der Wahl, um die Emissionen von Autos rasch zu senken, die Elektrifizierung im Verkehr zu beschleunigen und unsere Abhängigkeit vom Öl zu beenden, so Müller-Görnert. „Davon profitieren Umwelt und Verbraucher*innen gleichermaßen. Nur wenn die Emissionen schnell und deutlich sinken, kann die EU ihre eigenen Klimaziele erreichen.“ Deshalb müsse das EU-Parlament die Grenzwerte für 2030 um 70 statt um 55 Prozent absenken und ein Zwischenziel für 2027 einführen. „Spätestens 2035 sollten dann wirklich nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zugelassen werden. Jegliches Verschieben und Aufweichen konterkariert Klimaschutz und Energiesicherheit.“

Das Parlament dürfe sich auch nicht von den alten Beharrungskräften beirren lassen, mit sogenannten E-Kraftstoffen den Verbrennungsmotor am Leben zu erhalten, fordert Müller-Görnert: „Strombasierte Kraftstoffe sind und bleiben teuer und wären nur dann annähernd klimaneutral, wenn sie aus 100 Prozent erneuerbarem Strom oder mit CO2 aus der Luft produziert werden. Zudem sind die Kapazitäten auf Dauer zu gering.“ Die Autoindustrie habe sich längst für den Elektroantrieb entschieden; entsprechend dürfe es keine Schlupflöcher für E-Kraftstoffe geben.

Müller-Görnert: „Nach dem Europaparlament sind die Ministerinnen und Minister der Mitgliedsstaaten gefordert, sich ebenfalls für ambitionierte CO2-Vorgaben auszusprechen. Anderenfalls haben sie dem Klimaschutz und der Abkehr vom Öl einen Bärendienst erwiesen.“

Zum Hintergrund: Der VCD hat gemeinsam mit weiteren Umweltverbänden ein Forderungspapier zu den Grenzwerten erstellt.

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news-4205 Thu, 19 May 2022 08:02:00 +0200 Breites Bündnis fordert: Jetzt die Weichen für eine sozialverträgliche Mobilitätswende stellen /service/presse/pressemitteilungen/breites-buendnis-fordert-jetzt-die-weichen-fuer-eine-sozialvertraegliche-mobilitaetswende-stellen Das Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende, bestehend aus Gewerkschaften, Umwelt-, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland fordert in einem gemeinsamen Papier die Umwandlung der Entfernungspauschale in ein Mobilitätsgeld sowie grundsätzliche Verbesserungen für den ÖPNV Berlin, 19. Mai 2022. Das zivilgesellschaftliche Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende, ein Zusammenschluss von DGB, IG Metall, ver.di, SoVD, VdK, AWO, NABU, BUND, VCD, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bewertet die im Zuge des Entlastungspakets vom Bundestag verabschiedeten Maßnahmen zur Mobilität kritisch. Neben kurzfristig wirksamen Instrumenten fehlen auch langfristige Impulse für sozial- und umweltverträgliche Mobilität.

„Die dreimonatige Entlastung durch das 9-Euro-Ticket kann lediglich kurzzeitige, finanzielle Effekte erzielen“, heißt es in der Erklärung des Bündnisses, „was es aber braucht, sind grundsätzliche und langfristig angelegte Verbesserungen insbesondere für einen barrierefreien ÖPNV, um allen Bevölkerungsgruppen, im Besonderen auch auf dem Land, gleichen Zugang zu Mobilität zu ermöglichen und zu einer fairen Lastenverteilung zu kommen. Hier muss die Bundesregierung jetzt nachlegen.“

Zudem fordert das Bündnis eine Reform der Pendlerpauschale: „Das Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende erwartet von der Bundesregierung die Umwandlung in ein Mobilitätsgeld. Von der derzeit geltenden und in der vergangenen Woche noch erhöhten Pendlerpauschale profitieren Personen mit hohem Einkommen deutlich stärker als solche, die mit niedrigem Einkommen den Eingangssteuersatz zahlen. Mit der Einführung eines Mobilitätsgeldes hingegen würde pro Pendel-Kilometer ein bestimmter Betrag direkt mit der Steuer verrechnet bzw. ausgezahlt. Es wäre unabhängig sowohl vom Einkommen als auch von den benutzen Verkehrsmitteln. Zudem sollte geprüft werden, ob auch bestimmte nicht berufsbedingte Wege geltend gemacht werden können, um das Mobilitätsgeld nicht ausschließlich auf erwerbstätige Personen zu beschränken.“

Des Weiteren erklärt das Bündnis auch die beschlossene dreimonatige Senkung der Energiesteuern für Kraftstoffe im Straßenverkehr als weder sozial ausgewogen noch als dienlich für den Klimaschutz. „Einkommensstarke Haushalte profitieren auch hier deutlich stärker, da diese statistisch mehr Kraftstoff verbrauchen. Statt den Verbrauch fossiler Energien weiter zu fördern, braucht es Anreize zum Sparen und zur Reduzierung von Abhängigkeiten“. Über eine gezielte Entlastung von Härtefällen hätten die veranschlagten Milliarden eine sowohl ökologisch als auch sozial und sogar wirtschaftlich sinnvolle Wirkung erzielen können, so das Bündnis weiter.

Mehr dazu in der ausführlichen Positionierung unter: vcd.org/Buendnis_SVM_Entlastungspaket_2022.pdf

Das Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende hat sich gegründet, um solch einen gesamtgesellschaftlichen Dialog über die Ausrichtung der Verkehrspolitik konstruktiv zu begleiten und einer Spaltung der Gesellschaft darüber entgegenzuwirken. Durch seine Arbeit strebt das Bündnis an, die fortwährenden Auseinandersetzungen über die Zukunft der Mobilität zu entschärfen und versteht sich als Dialogplattform, auf der Zielkonflikte ausgehandelt werden können. Die Vorschläge des Bündnisses sollen dazu dienen, eine gemeinsame Vorstellung der künftigen Mobilitätswelt zu entwickeln und daraus Handlungsschritte abzuleiten.

Die Arbeit des Bündnisses wird gefördert und unterstützt durch die Stiftung Mercator.

Pressekontakt:
Dominik Fette, Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität •
030/280351-281 • dominik.fette@vcd.org

Anne Fröhlich, Magdalena Reiner, VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV  • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4204 Wed, 18 May 2022 10:14:57 +0200 Entlastet werden vor allem Autofahrende: VCD kritisiert falsche Prioritäten beim Entlastungspaket /service/presse/pressemitteilungen/entlastet-werden-vor-allem-autofahrende-vcd-kritisiert-falsche-prioritaeten-beim-entlastungspaket Berlin, 18. Mai 2022. Morgen stimmt der Bundestag über die auf drei Monate befristete Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe sowie die Einführung eines Neun-Euro-Tickets für den ÖPNV ab. Die Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub VCD, Kerstin Haarmann, kommentiert: 

“Wieder einmal wird deutlich mehr Geld in den fossilen Autoverkehr als in seine nachhaltigen Alternativen gepumpt. Der Tankrabatt kostet rund 3,2 Milliarden Euro und kommt vielen Menschen zugute, die eine Entlastung kaum nötig haben: Vielfahrer und Halter großer, spritdurstiger Autos. Für die Organisation und Umsetzung des Neun-Euro-Tickets erhalten die Länder hingegen nur 2,5 Milliarden Euro vom Bund. Damit wird weder die Abhängigkeit vom russischen Öl verringert noch der Umstieg auf Bus, Bahn und Rad entschieden gefördert.

Das Neun-Euro-Ticket ist an sich eine gute Idee, um den ÖPNV in den Blickpunkt zu rücken. Allerdings nützt es nur denen etwas, für die es auch ein brauchbares ÖPNV-Angebot gibt. Für eine ökologische und sozial gerechte Verkehrswende fordert der VCD daher, jetzt die Weichen für einen deutlichen ÖPNV-Ausbau und für eine Mobilitätsgarantie zu stellen. Diese würde barrierefreie und bezahlbare Mobilität für alle ermöglichen und die Abhängigkeit vieler Menschen vom Auto – und damit vom Öl – beenden.

Mit dem Prinzip Gießkanne im Bereich Mobilität verzichtet die Bundesregierung zudem sowohl auf eine sozial ausgewogene Entlastung als auch auf eine ökologische Lenkungswirkung. Beides ist aber angesichts von Inflation und Klimakrise dringend geboten.“

Die aktuelle Online-Kampagne des VCD macht deutlich, wie wichtig eine Mobilitätsgarantie ist, um Menschen Alternativen zum Auto zu bieten. Mehr dazu finden Sie hier: www.vcd.org/autoabhaengigkeit


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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4203 Tue, 17 May 2022 11:12:45 +0200 12qmKULTUR 2022: Kultur statt Parkplatz in zwanzig Städten in Deutschland /service/presse/pressemitteilungen/12qmkultur-2022-kultur-statt-parkplatz-in-zwanzig-staedten-in-deutschland Der VCD bringt die Aktion 12qmKULTUR in diesem Jahr in 20 deutsche Städte, darunter auch im Rahmen der „Polis Mobility“ nach Köln. Der Verband macht damit auf das Thema Flächengerechtigkeit aufmerksam und füllt Parkplätze mit Leben, indem sie als Bühne für Kunst und Kultur genutzt werden. Gleichzeitig laden die Veranstaltungen zum Dialog über die faire Verteilung des öffentlichen Raums und lebenswerte Städte ein. Berlin, 17. Mai 2022. Zwölf Quadratmeter: So groß sind viele Kinderzimmer in Deutschland. Die gleiche Fläche nimmt ein durchschnittlicher Parkplatz im öffentlichen Raum ein. Zwölf Quadratmeter, die kaum unterschiedlicher genutzt werden könnten. Mit der Aktion 12qmKULTUR macht der ökologische Verkehrsclub VCD 2022 in über 20 Städten auf den enormen Platzverbrauch durch parkende Autos aufmerksam. Die nächste Veranstaltung findet am 21. Mai statt, im Rahmen der Mobilitätsmesse „Polis Mobility“ auf dem polisCAMP in Köln.

„Unsere Mini-Festivals auf der Fläche eines Parkplatzes beleben den öffentlichen Raum und verleihen ihm zeitweise ein neues Gesicht. Wo sonst im Schnitt 23 Stunden am Tag ein Auto ungenutzt herumsteht, schaffen wir Raum für gemeinsame Erlebnisse“, erklärt VCD-Projektleiterin Tanja Terruli den Hintergrund der Aktionsreihe. Gleichzeitig werfe der VCD damit die Frage auf, wie wir den öffentlichen Raum lebenswert gestalten und gerecht aufteilen können, so Terruli weiter. Denn besonders in Städten sei der Platz zu knapp und wertvoll, um ihn größtenteils den Autos zu überlassen. Die Aktionen laden die Teilnehmenden ein, bestehende Mobilitätsgewohnheiten zu hinterfragen und sich über die Folgen ungleicher Platzverteilung in den Städten auszutauschen.

Die Debatte um gerechte Flächenverteilung trifft einen Nerv in der Gesellschaft und immer mehr Städte und Kommunen ergreifen entsprechende Maßnahmen, wie die Erhöhung der Anwohnerparkgebühren. So hat beispielsweise Freiburg im Breisgau erst jüngst die Gebühren von 30,70 Euro pro Jahr auf 30 Euro pro Monat angehoben und außerdem an die Fahrzeuggröße angepasst. Terruli befürwortet diese Entwicklung: „Es ist nur gerecht, dass für einen SUV höhere Parkgebühren anfallen als für einen Kleinwagen. Es kann nicht angehen, dass wir den wertvollen öffentlichen Raum an immer größere Autos verschenken, während der Lebensraum für Menschen zunehmend eingeschränkt wird.“

Bei der deutschlandweiten Veranstaltungsreihe 12qmKULTUR bauen Aktivist*innen beispielsweise ein VCD-Glücksrad auf, stellen mit einem E-Rikscha-Velotaxi Alternativen zum Auto vor und machen mit einem sogenannten „Gehzeug“ auf den enormen Platzbedarf von Pkw aufmerksam. Dabei handelt es sich um ein Gestell in der Größe eines durchschnittlichen Autos, das man sich als Fußgänger umschnallen kann. Die nächsten 12qmKULTUR-Aktionen finden unter anderem am 04. Juni in Freiburg, am 25. Juni in Mannheim, am 03. Juli in Wiesbaden und am 24. Juli in München statt. Weitere Termine werden fortlaufend auf der Website strasse-zurueckerobern.de veröffentlicht.

Hintergrund:
12qmKULTUR ist eine Veranstaltungsreihe des VCD-Projektes „Straßen für Menschen“. Das Projekt wird von PHINEO im Rahmen der Initiative Mobilitätskultur gefördert. Ziel der Initiative ist es, eine erfolgreiche Verkehrswende einzuleiten und lebenswerte Städte zu schaffen. In den kommenden zehn Jahren werden Projekte und Organisationen gefördert, die das Bewusstsein für Mobilität verändern und urbane sowie lebenswerte Räume schaffen, in denen Menschen gerne auf ihr eigenes Auto verzichten.
Mehr zum Projekt „Straßen für Menschen“ finden Sie unter: vcd.org/flaechengerechtigkeit

Pressekontakt:
Tanja Terruli, Projektleiterin „Straßen für Menschen“ • tanja.terruli@vcd.org
bzw.
Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4201 Mon, 16 May 2022 10:35:51 +0200 Garantiert gut mobil: Klima- und sozialverträglich unterwegs mit der Mobilitätsgarantie /service/presse/pressemitteilungen/garantiert-gut-mobil-klima-und-sozialvertraeglich-unterwegs-mit-der-mobilitaetsgarantie Wie ermöglichen wir bezahlbare, klimafreundliche Mobilität für alle Menschen? Was muss sich ändern, damit die Verkehrswende in den Kommunen und Städten ankommt? Und welche Instrumente sind notwendig, um Verkehr nachhaltig und sozial gerecht zu finanzieren? Diese Fragen diskutiert der VCD mit Vertreter*innen der Bundes- und Landespolitik. Die heutige Veranstaltung ist der Auftakt einer dreiteiligen Online-Debattenreihe. Berlin, 16. Mai 2022. Das Auto wird immer wieder als Symbol der Freiheit inszeniert. Aber wie frei sind Autofahrer*innen wirklich in der Wahl ihres Verkehrsmittels? Diese Frage stellt der ökologische Verkehrsclub VCD mit seiner dreiteiligen Debattenreihe zur Mobilitätsgarantie. Gerade Menschen im ländlichen Raum oder mit körperlichen Einschränkungen sind häufig abhängig von einem eigenen Auto, um ihre täglichen Wege zu bestreiten. In der ersten Veranstaltung mit dem Titel “Gesellschaftliche Teilhabe sichern: selbstbestimmt und nachhaltig mobil” richtet der VCD den Blick auf Menschen, die aufgrund fehlender Infrastruktur und anderer Umstände in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Und auf diejenigen, die auf ein eigenes Auto angewiesen sind, auch wenn es ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigt.

Zu den Teilnehmenden der Diskussion gehören unter anderem die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, die Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, wo bereits eine Mobilitätsgarantie auf den Weg gebracht wurde, Elke Zimmer und FDP-Politiker und Verkehrsausschussmitglied Valentin Abel.

VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Viele Menschen sind heute aufgrund ihrer räumlichen, finanziellen oder körperlichen Situation von Mobilitätsarmut betroffen. Wenn jetzt nicht die Politik und wir als ganze Gesellschaft gegensteuern, werden angesichts steigender Preise immer mehr Menschen von Mobilität und damit vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen.”

Damit alle Menschen selbstbestimmt und nachhaltig mobil sein können, fordert der VCD eine Mobilitätsgarantie. Dominik Fette, VCD-Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität: „Die Mobilitätsgarantie ermöglicht allen Menschen eine klimaverträgliche und selbstbestimmte Mobilität. Sie setzt bundesweite Standards für einen attraktiven und barrierefreien ÖPNV, der durch soziale Tarife für alle bezahlbar wird. Die Mobilitätsgarantie beinhaltet auch deutliche Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr. Wir wollen Mobilität für Menschen gestalten. Das heißt, dass wir Mobilitätsarmut und die negativen Folgen von zu viel Autoverkehr überwinden.“

Der vom VCD erarbeitete Entwurf für ein Bundesmobilitätsgesetz bietet einen sinnvollen Rahmen für die Mobilitätsgarantie und eine integrierte Verkehrsplanung. Denn erst wenn Mobilität ganzheitlich betrachtet und gestaltet wird, können wir die Bedürfnisse aller Menschen angemessen berücksichtigen. Die aktuelle Gesetzgebung im Verkehr ist veraltet und begünstigt in erster Linie den Autoverkehr. Deshalb ist auch so wichtig, dass das Bundesmobilitätsgesetz übergeordnete Ziele wie Klima- und Gesundheitsschutz festschreibt, an denen sich die Politik auszurichten hat.

Informationen zur Debattenreihe und die Links zur Anmeldung zu allen drei Veranstaltungen finden Sie hier: www.vcd.org/artikel/debattenreihe

Mehr Informationen zur Mobilitätsgarantie finden Sie hier: www.vcd.org/FactSheet_Mobilitaetsgarantie

Den Entwurf des Bundesmobilitätsgesetztes finden Sie hier: www.vcd.org/bundesmobilitaetsgesetz


Pressekontakt:

Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4200 Sun, 15 May 2022 15:53:00 +0200 40.000 Teilnehmende fordern kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht /service/presse/pressemitteilungen/kidical-mass-grosse-kinder-fahrraddemo-in-mehr-als-200-orten-40000-teilnehmende-fordern-kinderfreundliches-strassenverkehrsrecht Berlin, 15. Mai 2022. Vergnügt sausten Kinder auf Fahrrädern, Laufrädern und Rollern durch Städte und Orte: Ihnen gehörten am 14. und 15. Mai 2022 die Straßen im ganzen Land. Die Kurzen, ihre Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel: 40.000 Menschen demonstrierten bei der Kidical Mass in mehr als 200 Orten in Deutschland und 14 weiteren Ländern ihre Vorstellung von Mobilität. Organisiert wurden die Veranstaltungen von einem Aktionsbündnis aus 250 Initiativen und Organisationen.

Den Grund für ihre Teilnahme an der Kidical Mass formuliert die achtjährige Pina aus Köln so: „Ich wünsche mir einfach, dass die Schulwege sicherer werden.“ Und Alia aus Köln (8 Jahre) sagt es ganz direkt: „Alle sollen ernst nehmen, was wir hier machen!“ 

Vorrang für Kinder

Die Kidical Mass Organisatorin Simone Kraus betont: „Kinder sind nicht nur niedlich. Sie brauchen Rechte, die sie im Straßenverkehr schützen. Deshalb fordern wir, dass das Straßenverkehrsrecht komplett umgekrempelt wird.“ Allen voran müsse der Schutz der Kinder in den Fokus gerückt werden. Alle Kinder und Jugendlichen sollen sich sicher und selbstständig mit dem Fahrrad und zu Fuß bewegen können. Egal ob auf dem Weg zur Schule, zum Hobby oder zu Freunden und Freundinnen.

VCD-Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann sagt: „Tausende haben an diesem Wochenende gezeigt, wie bunt, bewegt und sicher unsere Straßen für Kinder sein könnten. Damit das keine Ausnahme bleibt, braucht die Verkehrspolitik neue Ziele: Statt dem Auto, müssen endlich die Menschen im Mittelpunkt stehen. Dafür brauchen wir ein Bundesmobilitätsgesetz“

Über 74.000 Unterzeichnende unterstützen die Forderungen des Kidical Mass Aktionsbündnisses nach einem kinderfreundlichen Straßenverkehrsrecht in einer Petition.

Forderungen des Kidical Mass-Aktionsbündnisses

Das neue Straßenverkehrsrecht muss

  • die Schutzbedürftigkeit von Kindern in den Mittelpunkt stellen und Vision Zero – null Verkehrstote und Schwerverletzte – zum Ziel haben und
  • die selbständige und sichere Mobilität der Kinder ermöglichen – auf dem Weg zur Schule, zu Freund:innen, zum Sportverein oder Spielplatz.

Städte und Gemeinden müssen die Freiheit erhalten, kinder- und fahrradfreundliche Maßnahmen nicht nur an einzelnen Gefahrenstellen umzusetzen, sondern im gesamten Stadtgebiet.

Das umfasst zum Beispiel:

  • geschützte oder baulich getrennte, breite Radwege an Hauptverkehrsstraßen und Landstraßen sowie geschützte Kreuzungen (nach niederländischem Vorbild)
  • Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen innerorts
  • Schulstraßen und Zonen ohne Autoverkehr (temporäre Kfz-Durchfahrtverbote)
  • Fahrradstraßen und Fahrradzonen als flächendeckendes Netz und Grundlage für ein sicheres Schulwegenetz
  • Straßen ohne Durchgangsverkehr in Wohngebieten (Bsp. Kiezblocks Berlin, Superblocks Barcelona)

Startschuss noch in diesem Jahr

Die Kidical Mass fordert Bundesverkehrsminister Volker Wissing dazu auf, umgehend die Reform des Straßenverkehrsrechts auf den Weg zu bringen. Parallel zur Überarbeitung des Straßenverkehrsgesetzes muss er frühzeitig das Gespräch mit den Ländern aufnehmen, um 2023 die Umsetzung der neuen Gesetzesziele sicherzustellen. 

Nach den Sommerferien wird das Kidical Mass Aktionsbündnis ihn daran erinnern.
 Am 24. & 25. September 2022 wird es das zweite Aktionswochenende in noch mehr Orten geben.

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Hashtags: #KidicalMass #UnsGehörtDieStraße #StreetsForKids

Alle Aktionsorte, Bildmaterial und Infos hier: www.kinderaufsrad.org

Pressekontakt:

VCD Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev

Kidical Mass Dr. Marie-Luise Braun Pressesprecherin presse@kinderaufsrad.org

Kidical Mass Aktionsbündnis: getragen von über 250 Organisationen
Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. Bei bunten Fahrraddemos erobern Radfahrende von 0 bis 99 Jahren die Straße. Die Kidical Mass setzt sich für kinder- und fahrradfreundliche Städte und Gemeinden ein.

Herzstück des Aktionsbündnisses sind über 250 lokale Organisationen und Initiativen. Ein einzigartiges Netzwerk - dezentral, selbstorganisiert und gemeinsam stark. Unterstützt wird es von den überregionalen Partner*innen: ADFC, Campact, Changing Cities, Deutsches Kinderhilfswerk, Greenpeace und Pro Velo Schweiz und VCD.

Eingeläutet wurden die Aktionstage im Mai 2022 bereits am 6. Mai mit dem ersten europäischen Aktionstag #StreetsForKids koordiniert durch Clean Cities Campaign. Insgesamt gab es damit im Mai 400 Aktionen für kinderfreundliche Mobilität.

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4194 Thu, 05 May 2022 10:29:57 +0200 Für Kinder und Umwelt: Adieu Elterntaxi! – Start der Anmeldephase zu den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ /service/presse/pressemitteilungen/fuer-kinder-und-umwelt-adieu-elterntaxi-start-der-anmeldephase-zu-den-aktionstagen-zu-fuss-zur-schule-und-zum-kindergarten
Berlin, 05. Mai 2022. Das Deutsche Kinderhilfswerk, der ökologische Verkehrsclub VCD und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) rufen Schulen und Kindertageseinrichtungen in ganz Deutschland unter dem Motto „Für Kinder und Umwelt: Adieu Elterntaxi!“ dazu auf, sich ab sofort zu den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ anzumelden. Während der Aktionstage vom 19. bis 30. September 2022 sollen möglichst viele Kinder deutschlandweit zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller zur Schule oder Kindertagesstätte kommen. In den letzten Jahren hatten zehntausende Kinder in ganz Deutschland bei den Aktionstagen mitgemacht und die Aktion zu einem großen Erfolg geführt. Wer in diesem Jahr teilnehmen will, sollte sich auf der Webseite zu-fuss-zur-schule.de eintragen, um vielfältige Informationen, Projektideen und Materialien zum Bewerben für die Aktionstage im September 2022 zu erhalten.

Gute Beispiele gibt es aus den vergangenen Jahren zur Genüge: So können Schulen und Kitas während der Aktionstage etwa sogenannte Laufbusse organisieren. Hierbei werden an unterschiedlichen Stellen vor Ort Haltestellen vereinbart, an denen sich die Kinder aus der Nachbarschaft verabreden und gemeinsam zur Schule gehen können. Auch das Sammeln von „Laufpunkten“ für jeden zu Fuß zurückgelegten Weg, auf den Boden gemalte Spiele oder selbstgemachte Aufkleber zur Kennzeichnung des Schul- und Kitawegs motivieren die Kinder, zu Fuß zu gehen.

Karin Prien, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Schirmherrin der Aktionstage, sagt: „In der kindlichen Entwicklung spielt Bewegung eine entscheidende Rolle. Dem natürlichen Bewegungsdrang nachzugehen, ist für ein gesundes Aufwachsen von Kindern elementar. Daher sollte jede Gelegenheit genutzt werden, um mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Der Weg zur Schule oder zum Kindergarten ist dafür perfekt geeignet. Die Strecken sind meist relativ kurz. Und mit anfänglicher Begleitung durch Erwachsene oder ältere Kinder können sie in der Regel problemlos zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller zurückgelegt werden. So starten Kinder aktiv in den Tag und können den Weg gemeinsam mit Freunden oder der Familie erleben. Als Schirmherrin freut es mich deshalb sehr, wenn sich möglichst viele Schulen und Kindergruppen an den diesjährigen Aktionstagen beteiligen. Ich wünsche allen Kindern auf ihrem Weg zur Schule oder in den Kindergarten eine bewegte Zeit mit vielen schönen Begegnungen.“

Damit möglichst viele Kinder ihren Weg zur Schule oder zum Kindergarten zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad zurücklegen, fordern VCD, VBE und das Deutsche Kinderhilfswerk eine Reihe von Maßnahmen, um den Weg für alle Kinder so zu gestalten, dass Eltern sie sorgenfrei in ihrer eigenständigen Mobilität unterstützen können: Dazu gehört neben Tempo 30 auf allen als Schulweg genutzten Straßen insbesondere die sicherere Gestaltung der Infrastruktur unter Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen bei den entsprechenden Planungsprozessen. Zudem muss der Straßenverkehr rund um Schulen und Kindergärten nach Ansicht der Verbände wirksam begrenzt werden. Eltern, die nicht auf das Elterntaxi verzichten können oder wollen, sollten Alternativparkplätze angeboten werden, damit durch Bring-Situationen vor den Bildungseinrichtungen niemand gefährdet wird.

Im Rahmen der Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ vom 19. bis 30. September 2022 können Kinder mit ihren Lehrkräften und Erzieherinnen und Erziehern oder ihren Eltern eigene Projekte rund um das Thema zu Fuß zur Schule und zur Kita entwickeln. Die Aktionstage richten sich gezielt an Grundschulen und Kindertageseinrichtungen. Viele Materialien wie kostenlose Aktionsposter, Infoflyer und Projektideen gibt es unter: zu-fuss-zur-schule.de.

 

Pressekontakt:

VCD Anne Fröhlich, Pressereferentin • Telefon 030/280351-59 • anne.froehlich@vcd.org • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV

DKHW Uwe Kamp, Pressesprecher • Telefon 030/308693-11 • kamp@dkhw.de • www.dkhw.de • Twitter: @DKHW_de

VBE Lars von Hugo, Referent für Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation • Telefon 030/7261966-14 • presse@vbe.de • www.vbe.de


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e. V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) vertritt als parteipolitisch unabhängige Gewerkschaft die Interessen von ca. 164.000 Pädagoginnen und Pädagogen – aus Kinderbereich, Primarstufe, Sekundarstufen I und II und dem Bereich der Lehrerbildung – in allen Bundesländern. Der VBE ist eine der beiden großen Lehrergewerkschaften in Deutschland und mitgliederstärkste Fachgewerkschaft im dbb Beamtenbund und Tarifunion. Unter dem Dach des dbb vertritt der VBE gleichermaßen die Interessen der verbeamteten und tariflich beschäftigten Mitglieder. Er setzt sich für die Stärkung des Lehrerberufs, eine an der Profession orientierte Lehrerbildung, die Anerkennung der Gleichwertigkeit der Lehrämter und eine gleiche Bezahlung für alle Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen ein. Er fordert für die Erzieherinnen und Erzieher eine Ausbildung an Fachhochschulen auf europäischem Niveau.

 

 

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news-4190 Tue, 03 May 2022 10:30:30 +0200 "ÖPNV braucht Zukunft": Breites Bündnis appelliert an Verkehrsminister, entschlossen voranzugehen /service/presse/pressemitteilungen/oepnv-braucht-zukunft-breites-buendnis-appelliert-an-verkehrsminister-entschlossen-voranzugehen Anlässlich der Verkehrsministerkonferenz der Länder (VMK) am morgigen Mittwoch, dem 04. Mai, fordert ein breites Bündnis „ÖPNV braucht Zukunft“ eine Strategie für zukunftsfähigen ÖPNV. Die Umweltverbände, sozialen Bewegungen und Gewerkschaften fordern die Mitglieder der VMK auf, endlich den entscheidenden Schritt in Richtung einer sozialökologischen Mobilitätswende zu gehen. Berlin, 03. Mai 2022. Bund und Länder haben beschlossen, im Rahmen eines Ausbau- und Modernisierungspaktes bis Herbst 2022 konkrete Vorschläge zur Finanzierung des ÖPNV-Ausbaus vorzulegen. Ein breites Bündnis aus Umweltverbänden, sozialen Bewegungen und Gewerkschaften ist sich einig, dass die angestrebte Verdopplung des ÖPNV-Angebots bis 2030 einschließlich des entsprechenden Personals zehn bis zwölf Milliarden Euro jährlich erfordere und somit insgesamt etwa 100 Milliarden Euro. Die Organisationen erwarten, dass diese Mittel zeitnah für den ÖPNV-Ausbau bereitgestellt werden. Auf dieser Grundlage hat das Bündnis auf einem ersten ÖPNV-Gipfel im vergangenen Juni den Dialog mit den Landesverkehrsminister*innen begonnen. Um ihn fortzusetzen, wird eine Delegation am Mittwoch im Rahmen der Verkehrsministerkonferenz der Vorsitzenden der VMK, der Bremer Verkehrssenatorin Dr. Maike Schäfer einen offenen Brief mit den gemeinsamen Forderungen überreichen.

Dass die Ampelkoalition mit ihrem zweiten Entlastungspaket sowohl Nutzer*innen von Bus und Bahn als auch die Gewinnung neuer Fahrgäste im Blick hat, begrüßen die Bündnispartner. Um eine echte Mobilitätswende einzuleiten und zu verankern, braucht es allerdings Konzepte, die allen Menschen langfristig den Zugang zu öffentlicher Mobilität sichern. Nicht nur in Städten, sondern insbesondere im ländlichen Raum, ist eine deutliche Angebotsverbesserung notwendig. Außerhalb der Großstädte fehlen heute vielerorts regelmäßige und gut vertaktete ÖPNV-Angebote. Wer bisher keine Möglichkeit hat, auf Bus und Bahn umzusteigen, dem hilft auch das 9-Euro-Ticket nicht weiter.

Das Bündnis fordert von der Politik weitsichtige Planungen: Nur ein deutlicher Ausbau öffentlicher Mobilitätsangebote mit zusätzlichen Linien und engeren Taktungen, einer nachhaltigen Finanzierung sowie günstige Ticketpreise bringen die Mobilitätswende voran. Schon heute gerät der ÖPNV im Berufsverkehr der Großstädte ebenso wie im Ausflugsverkehr am Wochenende an seine Kapazitätsgrenzen. Daran wird deutlich, wie sehr der ÖPNV-Ausbau in der Vergangenheit vernachlässigt wurde. Gerade deswegen muss jetzt in die Mobilitätswende investiert werden. Alte Anlagen in Stand setzen, neue Gleise bauen, die nötigen Fahrzeuge anschaffen, Barrierefreiheit und attraktive Arbeitsbedingungen schaffen – all das kostet zusätzlich Geld.

„Mit den Corona-Rettungsschirmen haben Bund und Länder gezeigt, dass sie bereit und in der Lage sind, mehr Geld für den ÖPNV in die Hand zu nehmen. Das 9-Euro-Ticket ist ein erster Schritt in diese Richtung. Die Mobilitätswende braucht aber mehr als kurzfristige Maßnahmen. Mit dem 9-Euro-Ticket ist den Verkehrsministern ein Vierteljahr Zeit geschenkt worden. Wir erwarten, dass sie die Zeit nutzen und ein Konzept erarbeiten, das den ÖPNV in Deutschland fit für die Mobilitätswende macht und die Finanzierung auf breite Schultern stellt“, unterstreicht Kerstin Haarmann, die Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub VCD.

Das Bündnis „ÖPNV braucht Zukunft“ wurde initiiert von: Fridays for Future Germany, Ökologischer Verkehrsclub VCD, ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), BUNDjugend, attac, NaturFreunde Deutschlands, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Campact und Changing Cities e.V.

Das gemeinsame Forderungspapier finden Sie hier.

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Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev • LinkedIn: @VCDBundesverband

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4189 Mon, 02 May 2022 17:23:45 +0200 Uns gehört die Straße – Kidical Mass fordert Vorfahrt für ungeschützte Verkehrsteilnehmende /service/presse/pressemitteilungen/uns-gehoert-die-strasse-kidical-mass-fordert-vorfahrt-fuer-ungeschuetzte-verkehrsteilnehmende Große Kinder-Fahrraddemo in über 180 Orten am 14. und 15. Mai Berlin, 03. Mai 2022. Am 14. und 15. Mai 2022 bringt das Kidical Mass Aktionsbündnis zehntausende Kinder und Familien auf die Straße. In 180 Orten in ganz Deutschland und weiteren Ländern finden unter dem Motto „Uns gehört die Straße“ Fahrraddemos für kinder- und fahrradfreundliche Orte statt. 250 Organisationen und fast 70.000 Unterzeichnende unterstützen die Forderungen der Kidical Mass nach einem kinderfreundlichen Straßenverkehrsrecht bereits in einer entsprechenden Petition.

Im Fokus: Schutzbedürftigkeit der Kinder

Die Kidical Mass Organisator*innen betonen: Alle Kinder und Jugendlichen sollen sich sicher und selbstständig mit dem Fahrrad und zu Fuß bewegen können. Doch das aktuelle Straßenverkehrsrecht verhindert das, denn es bevorzugt allein das Auto. Das muss sich dringend ändern. 

„Damit die Verkehrswende gelingt, ist es wichtig, dass sich alle Menschen auf dem Rad und zu Fuß sicher fühlen können. Wir brauchen ein Straßenverkehrsrecht, bei dem die ungeschützten Verkehrsteilnehmer*innen Vorfahrt haben - vor allem die Kinder. Davon profitieren wir alle“, so Simone Kraus vom Kidical Mass Aktionsbündnis.

Kerstin Haarmann, VCD-Bundesvorsitzende, ergänzt: „Kinder sollten sich selbstverständlich frei und sicher auf unseren Straßen bewegen können. Doch unser Verkehrssystem bremst sie im wahrsten Sinne des Wortes aus. Das muss sich ändern, deshalb setzt sich der VCD für ein Bundesmobilitätsgesetz ein. Damit wir Verkehr endlich ganzheitlich planen und Sicherheit und Klimaschutz an erster Stelle stehen – nicht das Auto.“

Forderungen des Kidical Mass-Aktionsbündnisses

Das neue Straßenverkehrsrecht muss

  • die Schutzbedürftigkeit von Kindern in den Mittelpunkt stellen und Vision Zero – null Verkehrstote und Schwerverletzte – zum Ziel haben und
  • die selbständige und sichere Mobilität der Kinder ermöglichen – auf dem Weg zur Schule, zu Freund*innen, zum Sportverein oder Spielplatz.

Städte und Gemeinden müssen die Freiheit erhalten, kinder- und fahrradfreundliche Maßnahmen nicht nur an einzelnen Gefahrenstellen umzusetzen, sondern im gesamten Stadtgebiet.

Das umfasst zum Beispiel:

  • geschützte oder baulich getrennte, breite Radwege an Hauptverkehrsstraßen und Landstraßen sowie geschützte Kreuzungen (nach niederländischem Vorbild)
  • Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen innerorts
  • Schulstraßen und Zonen ohne Autoverkehr (temporäre Kfz-Durchfahrtverbote)
  • Fahrradstraßen und Fahrradzonen als flächendeckendes Netz und Grundlage für ein sicheres Schulwegenetz
  • Straßen ohne Durchgangsverkehr in Wohngebieten (Bsp. Kiezblocks Berlin, Superblocks Barcelona)

„Wer sagt, dass Straßen nur für Autos da sind und nicht für Kinder?", fragt Paula (13) aus Berlin. Und Wenzel (10) aus Guayaquil in Ecuador, fordert: „Die Politiker sollen endlich aufhören, uns Kinder zu ignorieren!“         

Startschuss noch in diesem Jahr

Die Kidical Mass fordert Bundesverkehrsminister Volker Wissing dazu auf, umgehend die Reform des Straßenverkehrsrechts auf den Weg zu bringen. Parallel zur Überarbeitung des Straßenverkehrsgesetzes muss er frühzeitig das Gespräch mit den Ländern aufnehmen, um 2023 die Umsetzung der neuen Gesetzesziele sicherzustellen. __________________________________________________________________________

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Kidical Mass Dr. Marie-Luise Braun Pressesprecherin presse@kinderaufsrad.org

 

Kidical Mass Aktionsbündnis: getragen von über 250 Organisationen
Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. Bei bunten Fahrraddemos erobern Radfahrende von 0 bis 99 Jahren die Straße. Die Kidical Mass setzt sich für kinder- und fahrradfreundliche Städte und Gemeinden ein.

Herzstück des Aktionsbündnisses sind über 250 lokale Organisationen und Initiativen. Ein einzigartiges Netzwerk - dezentral, selbstorganisiert und gemeinsam stark. Unterstützt wird es von den überregionalen Partner:innen: ADFC, Campact, Changing Cities, Deutsches Kinderhilfswerk, Greenpeace, Pro Velo Schweiz und VCD.

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4183 Fri, 29 Apr 2022 10:16:00 +0200 Geht`s auch ohne? VCD startet Kampagne für autofreies Leben /service/presse/pressemitteilungen/gehts-auch-ohne-vcd-startet-kampagne-fuer-autofreies-leben Viele Menschen würden angesichts der Abhängigkeit vom russischen Gas, der Klimakrise und der steigenden Spritpreise gerne auf das eigene Auto verzichten. Doch sie sind darauf angewiesen, weil es an guten Alternativen mangelt. Wer sich schon heute kein Auto leisten oder aus anderen Gründen nicht Autofahren kann, ist in seiner gesellschaftlichen Teilhabe eingeschränkt. Darauf macht der ökologische Verkehrsclub VCD mit seiner neuen Kampagne für eine soziale Verkehrswende aufmerksam und fordert eine Mobilitätsgarantie für alle. Berlin, 29. April 2022. Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, gut und sicher mobil zu sein, ohne dabei auf ein eigenes Auto angewiesen zu sein. Die Realität sieht jedoch anders aus. Besonders problematisch ist das für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, Menschen mit niedrigem Einkommen und Menschen im ländlichen Raum. Mit einer Bildaktion vor dem Reichstagsgebäude startete der ökologische Verkehrsclub VCD heute seine Kampagne für eine soziale Verkehrswende und die Forderung nach einer Mobilitätsgarantie. Begleitend legt der Verband in einem Hintergrundpapier dar, wie man eine solche Garantie für alle Menschen, unabhängig von Geldbeutel, Wohnort oder körperlichen Voraussetzungen, umsetzen könnte.

Teil der Kampagne ist auch eine Online-Aktion. Dafür befragt der VCD Menschen aus ganz Deutschland, inwiefern sie in ihrem Alltag vom Auto abhängig sind. Das Ergebnis wird auf der Website des Verbandes in einer Deutschlandkarte dargestellt.

Kerstin Haarmann, VCD Bundesvorsitzende: „Viele Menschen nutzen für ihre täglichen Wege hauptsächlich das Auto. Aber nicht, weil sie es wollen, sondern weil sie keine andere Wahl haben – gerade auf dem Land. Aber was ist mit denjenigen, die sich kein Auto leisten oder nicht fahren können? Wir wollen mit der Mobilitätsgarantie den Missstand beenden, dass viele Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Wir brauchen endlich überall gute Alternativen zum eigenen Auto.“

Auf dem Land gibt es oftmals kein oder nur ein unzureichendes ÖPNV-Angebot. Ähnlich sieht es bei der Infrastruktur für den Radverkehr aus. Deshalb fordert der VCD verbindliche Mindeststandards für Bus und Bahn und den Ausbau von Radwegen. Ab einer Ortsgröße von 200 Einwohner*innen soll es mindestens im Ein-Stunden-Takt eine Verbindung bis zur nächsten größeren Stadt geben. Um Mobilität für alle zu gewährleisten, muss Barrierefreiheit umfassend gedacht werden: Die Beseitigung von physischen und sonstigen Barrieren ermöglicht vielen Menschen mit körperlichen, sensorischen (Sehen und Hören) oder psychischen Einschränkungen erst, mobil zu sein. Breitere Gehwege, abgesenkte Bordsteine und Aufzüge wären zudem auch für Menschen mit Kinderwagen oder Gepäck eine Erleichterung. Und schließlich müsse Mobilität für alle bezahlbar sein: mindestens durch bundesweit verfügbare Sozialtickets, die unbürokratisch zugänglich sind.

Dominik Fette, Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität: „Eine Mobilitätsgarantie geht weit hinaus über den Minimalanspruch auf ein Taxi, wenn der Bus ausfällt. Das Ziel ist, dass künftig niemand mehr auf ein eigenes Auto angewiesen ist und wirklich alle Menschen mobil sein können. Denn Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe.“

Mit der Mobilitätsgarantie müssen jetzt die Weichen für eine sozial- und klimaverträgliche Verkehrswende gestellt werden, so der VCD. Kurzfristig fordert der Verband außerdem, die Pendlerpauschale durch ein Mobilitätsgeld zu ersetzen. Denn die Pendlerpauschale sei in ihrer jetzigen Ausgestaltung sozial ungerecht. Von ihr profitierten vor allem gutverdienende Haushalte mit einem höheren Steuersatz und längeren Arbeitswegen. Um die Menschen zu entlasten, die auf das Pendeln angewiesen sind, und gleichzeitig die soziale Schieflage der Pendlerpauschale zu beseitigen, sollte diese in ein Mobilitätsgeld umgewandelt werden. Dabei bekommen alle Pendler*innen den gleichen Betrag pro Pendelkilometer ausbezahlt beziehungsweise von der Steuerlast abgezogen. Der Steuersatz hätte somit keinen Einfluss auf die Höhe der Entlastung.

Fotos von der Bildaktion finden Sie ab 29. April, 17.30 Uhr hier: vcd.org/service/presse/bildmaterial/aktionsfotos

Weitere Informationen zur Online-Aktion finden Sie hier: vcd.org/autoabhaengigkeit

Das Hintergrundpapier finden Sie hier: vcd.org/FactSheet_Mobilitaetsgarantie.pdf

Pressekontakt:
Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev • LinkedIn: @VCDBundesverband

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4173 Tue, 05 Apr 2022 09:06:00 +0200 Urlaub mit dem Rad – umweltfreundlich und kostengünstig /service/presse/pressemitteilungen/urlaub-mit-dem-rad-umweltfreundlich-und-kostenguenstig Die Fahrrad-Frühlingssaison startet und damit für viele auch die Suche nach einem gut ausgestatteten und bezahlbaren Fahrrad. Andere planen schon ihren nächsten Urlaub mit dem Rad. Der VCD fördert zwei junge Start Ups, die hierfür innovative Lösungen entwickelt haben. Cycle.deals vereinfacht den Online-Handel mit Gebrauchträdern. 1Nite Tent bringt Garten- und Grundstücksbesitzer*innen mit Campingfans zusammen. Berlin, 05. April 2022. Die Osterferien stehen kurz bevor und damit für viele auch die ersten ausgiebigen Radtouren des Jahres. Wem dafür noch der fahrbare Untersatz fehlt, findet auf der Plattform cycle.deals gute Gebrauchträder zu fairen Preisen. Die Betreiber sind ein junges Start Up, gefördert vom ökologischen Verkehrsclub VCD über das Projekt »DIY: Verkehrswende selber machen«. Ziel der Gründer ist es, den Online-Handel mit Gebrauchträdern unkompliziert und sicher zu machen. Mit wenigen Klicks findet man passende Modelle in der Umgebung, sortiert nach Kriterien wie Budget und Körpergröße.

Naturfans, die mit dem neuen Rad nicht nur einen Tagesausflug planen, sondern einen mehrtägigen Trip, finden auf der Online-Karte von 1Nite Tent allein in Deutschland mehr als 700 Übernachtungsmöglichkeiten. Der Clou, des ebenfalls geförderten »DIY«-Projekts: Das Ganze ist kostenfrei und fernab klassischer Campingplätze. Bei 1Nite Tent stellen Menschen ähnlich wie beim Couchsurfing ihren Garten oder ihr Grundstück Camper*innen für eine Nacht zur Verfügung. So lernt man Land und Leute anders kennen und kommt mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck nach Hause.

Anika Meenken, VCD-Projektleiterin »DIY: Verkehrswende selber machen«, sagt: „Mit unseren Projekten unterstützen wir junge Menschen, die etwas verändern wollen. Die Gründer*innen bringen kreative Ideen und Lösungen voran, die ein wichtiges Puzzleteil der Verkehrswende sind und zu einem bewussten Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen anregen.“

Umsatteln auf das Fahrrad erleichtern
In der Freizeit nutzen die Menschen in Deutschland das Fahrrad am stärksten. Doch auch für den Weg zur Arbeit steigt sein Stellenwert. Schon rund die Hälfte der mit dem Rad zurückgelegten Strecken entfällt auf Ausbildung, Beruf und andere Geschäftsfahrten, wie unsere neue Infografik auf Basis von Daten des Bundesverkehrsministeriums zeigt. Auf Strecken bis zu 5 km Länge sind die Menschen damit innerstädtisch auch schneller unterwegs als mit dem Auto. Trotzdem wird das Auto immer noch für mehr als 40 Prozent aller Fahrten auf solchen Kurzstrecken genutzt. Das liegt unter anderem an der mangelnden Rad-Infrastruktur. Denn wenn sichere Radwege fehlen, ist der Umstieg wenig attraktiv. Die Politik ist aus Sicht des VCD gefordert, stärkere Anreize für das klimafreundliche Fahrrad zu setzen. Der Bau von Radschnellwegen in Stadt und Land ist dafür ein wichtiger Schritt. Laut den Ergebnissen des Fahrrad-Monitors 2021 werden Radschnellwege von mehr als 70 Prozent der Befragten befürwortet und rund ein Drittel erklärt sie sogar zum entscheidenden Grund endlich umzusteigen. Dieses klare Signal aus der Bevölkerung, die Radinfrastruktur flächendeckend auszubauen, dürfe die Politik nicht länger ignorieren, mahnt der VCD.

Das aktuelle VCD Positionspapier „Gewinnfaktor Fahrrad“ enthält zentrale Forderungen des VCD an Bund, Länder und Kommunen, um gute Rahmenbedingungen für das Fahrradfahren zu schaffen.

Pressekontakt:
Anika Meenken • Projektleiterin »DIY: Verkehrswende selber machen« • 030/28 03 51-403 • anika.meenken@vcd.org • https://diy.vcd.org

Alexander Knebel, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV  • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev • LinkedIn: @VCD Bundesverband

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Das Projekt »DIY: Verkehrswende selber machen« wird im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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news-4172 Thu, 31 Mar 2022 08:46:04 +0200 „Aufsatteln fürs Klima“: VCD startet Fahrrad-Wettbewerb für Studierende und Auszubildende /service/presse/pressemitteilungen/aufsatteln-fuers-klima-vcd-startet-fahrrad-wettbewerb-fuer-studierende-und-auszubildende Der VCD will Auszubildende und Studierende für klimafreundliche Mobilität begeistern und motiviert sie mit dem Wettbewerb „Aufsatteln fürs Klima“, mehr Wege mit dem Rad zurückzulegen. Wer die meisten Kilometer sammelt, gewinnt attraktive Preise. Der Teilnahmezeitraum ist vom 01. April bis 30. Juni 2022. Berlin, 31. März 2022. Der Frühling steht vor der Tür und damit auch der Fahrrad-Wettbewerb „Aufsatteln fürs Klima“ des Projekts „DIY: Verkehrswende selber machen“ des ökologischen Verkehrsclub VCD. Studierende und Auszubildende können vom 01. April bis 30. Juni 2022 Radkilometer sammeln. Um am Wettbewerb teilzunehmen, müssen sich die Hoch- und Berufsschulen vorab online registrieren. Anschließend können die Studierenden und Auszubildenden über die App „Naviki“ das Rennen um die meisten Kilometer starten. In der App werden alle geradelten Strecken bis 100 km aufgezeichnet und gespeichert. Alle Hoch- oder Berufsschulmitglieder können bei dem Wettbewerb mitmachen und alleine oder gemeinsam im Team antreten.

„Hoch- und Berufsschulen engagieren sich mit der Teilnahme am Wettbewerb aktiv für gesunde und umweltfreundliche Mobilität“, sagt DIY-Projektleiterin Anika Meenken. „Unser Ziel ist es, junge Menschen fürs Radfahren zu begeistern und ein Gruppenerlebnis zu schaffen, das Spaß macht und zeigt: Gemeinsam können wir beim Klimaschutz viel bewirken.“

Viele attraktive Preise bieten zusätzlichen Ansporn für die Teilnahme am Wettbewerb. Als Hauptgewinn winkt eine Fahrradbox für den Berufs- oder Hochschulcampus von Paul Wolff. Außerdem gibt es Beleuchtungssets von Sigma, Gutscheine von nextbike, Handyhalterungen von Rubberman und viele weitere Gewinne. Der Einstieg in den Wettbewerb ist jederzeit zwischen dem 01.04. und 30.06.2022 möglich. Die Gewinner*innen werden im Juli bekannt gegeben.

Weitere Informationen zum Wettbewerb „Aufsatteln fürs Klima“ und den Teilnahmebedingungen: https://diy.vcd.org/kilometersammeln

Pressekontakt:
Anika Meenken • Projektleiterin „DIY: Verkehrswende selber machen“ • 030/28 03 51-403 • anika.meenken@vcd.org

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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4171 Thu, 31 Mar 2022 07:28:33 +0200 Abschaffung der Partner-Bahncard leider kein Aprilscherz /service/presse/pressemitteilungen/abschaffung-der-partner-bahncard-leider-kein-aprilscherz Zur am 1. April 2022 bevorstehenden Abschaffung der Partnerkarte zur Bahncard durch die Deutsche Bahn erklärt Bastian Kettner, bahnpolitischer Sprecher des VCD: "Es ist leider kein Aprilscherz. Während auch die neue Bundesregierung die Verdopplung der Fahrgastzahlen im Schienenverkehr anstrebt, schafft die DB am 1. April 2022 die Partnerkarte zur BahnCard still und heimlich ab. Lediglich die Verlängerung einer bestehenden Partnerkarte soll bis Ende März noch ein einziges weiteres Mal möglich sein. Damit stößt sie bislang überzeugte Fahrgäste wie auch potenzielle Neukund*innen vor den Kopf.

Die DB selbst hat die Partnerkarte als „kleine Schwester“ zur BahnCard bezeichnet. Leider wurden dieser „kleinen Schwester“ vom Vertrieb der DB Steine in den Weg gelegt. So kann eine Partnerkarte beispielsweise ausschließlich im Reisezentrum beantragt werden, wenn sie nicht zeitgleich mit einer Hauptkarte erworben wurde. Dass sich dieses an sich attraktive Angebot unter diesen Umständen nicht optimal entwickeln konnte, verwundert nicht. Der VCD stellt jedoch fest, dass großes Interesse an attraktiven und bezahlbaren Angeboten für Reisen mit der Bahn besteht.

Für eine sozial gerechte Verkehrswende, die Klima und Umwelt schont, benötigen wir attraktive Angebote für die Schiene, die das Bahnfahren für immer mehr Menschen nicht nur attraktiv, sondern auch bezahlbar macht. Die Partnerkarte zur BahnCard ist dafür bislang ein kleiner, aber wichtiger Teil gewesen. Gerade auch nach der Corona-Pandemie wird es für die Bahn und für andere Schienenunternehmen darum gehen, die Menschen durch attraktive Einstiegsangebote auf die Schiene zu holen. Dafür sind niedrigschwellige Angebote für breite gesellschaftliche Gruppen dringend notwendig. Denn gerade für Menschen mit geringem Einkommen oder älteren Kindern kann Bahnfahren trotz verschiedener Bahncard-Modelle schnell teuer werden. Daran müssen die Bahn und andere Schienenunternehmen dringend arbeiten.“

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news-4165 Fri, 25 Mar 2022 12:30:00 +0100 Bundesweite Jugendkampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ in Berlin gestartet /service/presse/pressemitteilungen/bundesweite-jugendkampagne-fahrrad-fuers-klima-auf-tour-in-berlin-gestartet Ökologischer Verkehrsclub VCD ruft mit AKTIONfahrRAD Schülerinnen und Schüler auf, aufs Rad zu steigen und für das Klima in die Pedale zu treten. Bundesweite Kampagne heute in Berlin gestartet. Gerade jetzt, wo es darum geht, Deutschlands Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten zu verringern, muss die Regierung ressourcenschonende Mobilität fördern. Berlin, 25. März 2022. Die Abhängigkeit vom Import fossiler Energien drastisch reduzieren, so lautet das Gebot der Stunde. Das gilt ganz besonders für den Verkehrsbereich. Zum Beginn der Fahrradsaison rufen der ökologische Verkehrsclub VCD und AKTIONfahrRAD (AfR) mit der Kampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ bundesweit Jugendliche und ihre Eltern dazu auf, das Elterntaxi stehen zu lassen und stattdessen mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Heute startete die Kampagne mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule an der Peckwisch in Berlin-Reinickendorf. Unterstützt werden sie von Jakob Blasel, Klima-Aktivist und Botschafter des Projekts. Jugendliche in ganz Deutschland können ab sofort an der Aktion teilnehmen, ihre mit dem Rad zurückgelegten Kilometer auf der Seite klima-tour.de sammeln und zum Ende des Projekts im August Preise gewinnen.

Stephanie Päßler, VCD-Projektleiterin „FahrRad!“: „Die aktuelle Lage zeigt überdeutlich, dass unsere bisherige Verkehrspolitik die falschen Impulse gesetzt hat. Noch immer dominiert das Auto unsere Straßen und Städte. Das Fahrrad bietet eine wunderbare Alternative zum Elterntaxi, es ist klimafreundlich und gut für die Gesundheit. Deshalb muss die Regierung jetzt dafür sorgen, dass Radwege ausgebaut und unsere Straßen für alle sicherer werden.“

Zur Auftaktveranstaltung wurde eine Straße vor der Schule für den Autoverkehr gesperrt, sodass die Kinder und Jugendlichen auf einem Parcours erste Kilometer für den Wettbewerb sammeln konnten. Bei einer Podiumsdiskussion zur Mobilität von Kindern und Jugendlichen diskutierte die Reinickendorfer Stadträtin für Umwelt und Verkehr, Korinna Stephan mit Aktivist*innen und Schüler*innen, wie man Schulen fahrradfreundlicher gestalten könnte.

Jakob Blasel, „FahrRad!“-Botschafter: „Das Fahrrad bedeutet Unabhängigkeit – von fossilen Energien und von den eigenen Eltern. Rad fahren ist für Jugendliche Freiheit und bietet ihnen die Möglichkeit, selbstständiger zu werden. Leider hindert unsere Verkehrsinfrastruktur bislang viele Kinder und Jugendliche daran, diese Vorteile zu erleben. Zu schmale oder abrupt endende Radwege und fehlende sichere Abstellmöglichkeiten an den Schulen sind eher Regel als Ausnahme. Das muss sich dringend ändern.“

Ulrich Fillies, AfR-Vorsitzender: „Die Politik könnte eine Menge tun, um das Radfahren nachhaltig in die Schulen zu bringen. Dafür bedarf es der Mithilfe der Lehrerinnen und Lehrer als starke Partner. Sie stehen für die Verkehrserziehung, die Fahrradprüfung und die Motivation der Schülerinnen und Schüler. Mit ihrer Hilfe können Radprojekte wie die Klima-Tour in vielen weiteren Schulen umgesetzt werden. Dazu bedarf es jedoch Stundenkontingenten, die die entsprechenden Kultusministerien der Lehrerschaft zur Verfügung stellen müssten. Daran mangelt es zur Zeit.“


Mehr zur VCD-Aktion „FahrRad!“:
Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren können sich mit ihren Schulklassen, Jugendgruppen oder Familien ab sofort und fortlaufend bis Ende August unter www.klima-tour.de anmelden. Jeder erradelte Kilometer kann auf dem Online-Portal eingetragen werden. Das bringt die teilnehmenden Gruppen gleichzeitig auf einer virtuellen Tour durch Deutschland und Europa voran. An 18 Stationen auf der Online-Tour werden Fahrrad- und Klimathemen jugendgerecht präsentiert. Außerdem gibt es Mitmachaktionen und Quizfragen. Für die Kombination aus richtigen Antworten und gesammelten Fahrradkilometern können als Hauptgewinn bis zu 500 Euro für die Gruppenkasse, eine Fahrradabstellanlage und weiteres Equipment für kommende Radausflüge gewonnen werden. Lehrkräfte und Jugendgruppenleiter finden auf der Webseite Unterrichtsmaterialien und Aktionsideen aus den Bereichen Fahrrad, Klimaschutz und Mobilitätsbildung. Das Jugendprojekt „FahrRad!“ ist eine Kooperation mit der »AKTIONfahrRAD« (www.aktionfahrrad.de).

Die gemeinsamen Forderungen von VCD und AfR finden Sie hier.

Pressebilder finden Sie im Laufe des Nachmittags unter: www.vcd.org/service/presse/bildmaterial/aktionsfotos

Pressekontakt
Alexander Knebel, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV  • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev • LinkedIn: @VCD Bundesverband

Ulrich Fillies • Vorsitzender AKTIONfahrRAD • info@aktionfahrrad.de • www.aktionfahrrad.de

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

AKTIONfahrRAD ist angetreten, um Kinder und Jugendliche frühzeitig und nachhaltig aufs Rad zu bringen. Deshalb muss auch vor dem Hintergrund der aktuellen Umwelt-, Gesundheits- und Verkehrsproblematik spätestens in den Schulen damit begonnen werden, die Schülerinnen und Schüler verstärkt aufs Rad zu setzen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Lehrerinnen und Lehrer als starke Partner gebraucht. Für AKTIONfahrRAD bedeutet das, schulkonforme nachhaltige Projekte für sie zu schaffen, damit es ihnen möglich wird, im Schulbetrieb den Weg zum Fahrrad zu finden. Um das umzusetzen, sind die Aktionen, wie „Deutschlands fahrradfreundlichste Schule“, „Deutsche Schulmeisterschaft“, „Reparaturservice“, „Lehrerfortbildung“ und „Schülerreporter“ ins Leben gerufen worden. Durch diese hilft AKTION fahrRAD den Lehrkräften in den Schulen, das Fahrradfahren wieder populär und nachhaltig betreiben zu können.

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news-4164 Thu, 24 Mar 2022 13:59:35 +0100 Zeitenwende muss auch im ÖPNV stattfinden /service/presse/pressemitteilungen/zeitenwende-muss-auch-im-oepnv-stattfinden Zur Sonderverkehrsministerkonferenz und ÖPNV Regionalisierungsmitteln erklärt Kerstin Haarmann, VCD Bundesvorsitzende: Die Corona- und jetzt die Energiepreiskrise zeigen es deutlich: Der ÖPNV ist in Deutschland nicht krisenfest aufgestellt. Er ist strukturell unterfinanziert, dabei überreguliert und er erfüllt schon gar nicht die an ihn durch die Verkehrswende und die Klimakrise gestellten, gestiegenen Ansprüche. Das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 die Fahrgäste im ÖPNV mindestens zu verdoppeln, kann mit dem gegenwärtigen Finanzrahmen nicht erreicht werden. Auch im ÖPNV ist eine „Zeitenwende“ erforderlich.

Der ÖPNV hangelt sich gegenwärtig von Rettungsschirm zu Rettungsschirm. Nachdem im Entwurf d. Bundeshaushaltes bisher weder die von den Bundesländern geforderte Erhöhung der Regionalisierungsmittel um mindestens 750 Mio. Euro für 2022 enthalten  noch der (Corona-) Rettungsschirm für dieses Jahr verankert war, greift jetzt  sogar die Bundesregierung selbst in die Ticketgestaltung ein und will im Rahmen des befristeten Maßnahmenpaketes zum Umgang mit den hohen Energiekosten aufgrund des Ukraine Krieges für 90 Tage ein Ticket für 9 Euro/Monat („9 für 90“) einführen. Die Regionalisierungsmittel sollen dafür so erhöht werden, dass die Länder dies organisieren können.

Selbstverständlich ist es sehr zu begrüßen, dass im Mobilitätsbereich neben der ebenfalls beschlossenen Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe für 3 Monate der ÖPNV so gesondert gefördert werden soll. Der Koalitionsbeschluss weist zu Recht darauf hin, dass „Der ÖPNV gerade in der aktuellen Situation für viele Bürgerinnen und Bürger eine notwendige, leistungsfähige und kostengünstige Alternative zum eigenen Pkw und gleichzeitig das umweltfreundlichste Verkehrsmittel neben dem Fahrrad ist“.

Über diese Rettungsschirme und ad hoc Maßnahmen hinaus darf jedoch nicht vergessen werden, dass das ganze System der sog. „Spaghettifinanzierung“ des ÖPNV „krank“ ist und dringend reformiert werden muss. Es kann nicht sein, dass in unterversorgten Gebieten in Deutschland kommunale Aufgabenträger hauptsächlich mit den Schülerbeförderungsmitteln jonglieren um einen irgendwie geartetes Nahverkehrsangebot aufrechtzuerhalten.

ÖPNV ist Daseinsvorsorge – und zwar für alle, nicht nur für die Schüler*innen auf dem Weg zur Schule. Wir brauchen deshalb gesetzlich verankerte, definierte Mindestbedienstandards – am besten jede Stunde jede Richtung mindestens für Orte ab 200 Einwohnern. Der Bund muss sich neben einer adäquaten Erhöhung der Regionalisierungsmittel mit einem definierten substantiellen Nahverkehrsbeitrag an den Betriebskosten des ÖPNV in der Fläche beteiligen. Allein mit Fahrtgeldeinnahmen und Ländermitteln kann die für die Verkehrswende notwendige Kapazitätserhöhung und eine erforderliche Mobilitätsgarantie in der Fläche nicht erreicht werden. Dass der Bundesverkehrsminister Erhöhungen der ÖPNV Finanzierungskomponenten nur gegen ein verbessertes Controlling gewähren will, ist verständlich und geboten. Ein gutes Instrument hierfür ist ein Bundesmobilitätsgesetz, in dem sich die Bundesländer zu einem mengenmäßig und qualitätsmäßig definierten ÖPNV Angebot verpflichten und dafür Finanzmittel erhalten.

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news-4158 Wed, 23 Mar 2022 09:12:26 +0100 Ein Jahr Karlsruher Klima-Urteil: Klimaschutz sichert Freiheit /service/presse/pressemitteilungen/ein-jahr-karlsruher-klima-urteil-klimaschutz-sichert-freiheit Erstmals jährt sich am Donnerstag das Klimaschutz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Ein Abrücken von Deutschlands Klimazielen hätte unvorhersehbare Folgen, warnt der ökologische Verkehrsclub VCD. Die Bundesregierung ist gefordert, mit einem Klimaschutzsofortprogramm auch im Verkehr zügig wirksame Maßnahmen gegen die Erderhitzung einzuleiten - damit auch künftige Generationen noch eine solide Lebensgrundlage haben. Berlin, 23. März 2022. Am 24. März 2021 erklärte das Bundesverfassungsgericht das Klimaschutzgesetz für teilweise verfassungswidrig. Das oberste deutsche Gericht begründete dies mit der Gefährdung grundrechtlich geschützter Freiheiten künftiger Generationen. Diese sei unzumutbar. Exemplarisch hatte Karlsruhe in seinem Urteil den Verkehrssektor als wichtiges Handlungsfeld benannt. Er zählt nicht nur zu den größten CO2-Emittenten, sondern auch zu den Sektoren, in denen Fortschritte zur CO2-Minderung bislang weitgehend ausgeblieben sind.

Das geltende Klimaschutzgesetz sieht vor, dass der Treibhausgasausstoß des Verkehrs bis 2030 auf 85 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente sinkt. Im vergangenen Jahr waren die CO2 Emissionen aber wieder gestiegen, und zwar auf 148 Millionen Tonnen. „Die Ampel-Koalition muss jetzt handeln, damit die im Klimaschutzgesetz festgelegten Treibhausgas-Limits eingehalten werden. In ihrem bis Ostern angekündigten Klimaschutzsofortprogramm muss die Bundesregierung daher schnell und entschlossen Maßnahmen zur Emissionsminderung ergreifen“, fordert die VCD Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann. „Neben den auf EU Ebene zu erlassenen strengeren CO2-Grenzwerten für Pkw-Flotten benötigen wir ebenso nationale Maßnahmen, um auf den von Karlsruhe vorgeschriebenen Klimaschutzpfad zu gelangen“, mahnt die VCD Bundesvorsitzende.

Der VCD hatte seinen Maßnahmenkatalog für das Klimaschutzsofortprogramm bereits Anfang Februar vorgelegt. Zu den Forderungen gehören u.a. der Abbau klimaschädlicher Subventionen sowie eine Ausbau- und Investitionsoffensive für den Umweltverbund. Denn die Bundesregierung hat ihren Ankündigungen im Koalitionsvertrag, so u.a. bei der finanziellen Ausstattung der Schiene, bisher keine Taten folgen lassen.

Klimaschutz ist Sicherheitspolitik
Offensichtlich wird dies im diese Woche vom Bundestag beratenen Bundeshaushalt. „Es muss dringend nachgebessert werden, um den Anforderungen des Klimaschutzes gerecht zu werden“, fordert Haarmann. Neben der Infrastrukturfinanzierung zugunsten der umweltfreundlichen Schiene geht es generell um Preissignale, die klimafreundliches Wirtschaften belohnen. Dies haben die Verfassungsrichter ebenfalls in ihrem Urteil betont, genauso wie eine frühzeitige Festlegung von niedrigen CO2-Grenzwerten Anreize für klimafreundliche Mobilität schaffen kann. „Die vom Bundesverfassungsgericht vorgenommenen Setzungen dürfen gerade auch in einer Zeit nicht vergessen werden, da der Krieg in der Ukraine viele andere Themen in der öffentlichen Wahrnehmung weniger prominent erscheinen lässt. Klimaschutzpolitik ist Sicherheitspolitik. Das gilt für kurzfristig wirksame Maßnahmen wie ein Tempolimit ebenso wie für langfristiges Umsteuern wie es durch den vom VCD vorgelegten Entwurf für ein Bundesmobilitätsgesetz mit seiner verkehrsträgerübergreifenden Infrastrukturplanung möglich wird“, betont Haarmann.

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news-4149 Tue, 22 Mar 2022 11:39:27 +0100 ADFC und VCD begrüßen Vorstoß zum Mobilitätsgeld /service/presse/pressemitteilungen/adfc-und-vcd-begruessen-vorstoss-zum-mobilitaetsgeld Der ökologische Verkehrsclub VCD und der Fahrradclub ADFC begrüßen die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil vorgelegten Pläne zu einem nach Einkommen gestaffelten Pauschalbetrags für Mobilität. Doch für eine sozial gerechte Verkehrswende braucht es weitere, langfristig wirkende Maßnahmen, fordern VCD und ADFC. Berlin, 22. März 2022. Die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil vorgeschlagene Mobilitätsprämie - von ihm als Mobilitätsgeld bezeichnet - ist eine kurzfristig sinnvolle und sozial ausgestaltete Entlastung angesichts gestiegener Energiepreise. Das betonen der ökologische Verkehrsclub VCD und der Fahrradclub ADFC.

„Wir begrüßen den Vorschlag des Arbeitsministers, der die monatliche Auszahlung eines nach Einkommen gestaffelten Pauschalbetrags für Mobilität in die Diskussion gebracht hat. Gleichzeitig müssen ökologische Fehlanreize und Ungerechtigkeiten dauerhaft abgebaut werden: Die Pendlerpauschale muss endlich durch ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld ersetzt werden. Außerdem müssen wir weg vom Öl: Dafür braucht es überall im Land einen attraktiven Umweltverbund und bezahlbaren ÖPNV. Eine Mobilitätsgarantie würde dafür die Weichen stellen“, unterstreicht die VCD Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann.

ADFC-Bundesvorsitzende Rebecca Peters sagt: „Tankrabatte sind doppelt falsch, denn sie begünstigen Besserverdienende und animieren zum klimaschädlichen Autofahren. Wir begrüßen den Vorschlag eines Mobilitätsgeldes, denn es hilft, Mobilität unabhängig vom Einkommen und vom Verkehrsmittel zu sichern. Wer gern häufiger mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren will, kann das Mobilitätsgeld auch in ein schickes Fahrrad investieren – das ist gut. Der ADFC sagt aber auch: Finanzielle Entlastungen reichen nicht aus, um die Bürgerinnen und Bürger zu einer nachhaltigeren Mobilität zu motivieren. Wir brauchen super attraktive Radwege im ganzen Land und einen dicht getakteten öffentlichen Nahverkehr.“       

Mit Nachdruck wenden sich ADFC und VCD gegen die von Bundesfinanzminister Christian Lindner vorgelegten Pläne für sogenannte Tankrabatte. Diese schaffen nach Auffassung der beiden Verbände nur Anreize für zusätzlichen Ölverbrauch statt zum Energiesparen.

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news-4150 Sat, 19 Mar 2022 11:40:00 +0100 NGO-Bündnis: “Stoppt Lindners Spritfresser-Subvention!” /service/presse/pressemitteilungen/ngo-buendnis-stoppt-lindners-spritfresser-subvention Campact, DNR, Germanwatch und VCD fordern von Ampel-Regierung, ein sozial gerechtes Energiegeld einzuführen anstatt Spritfresser zu subventionieren. Berlin, 19. März 2022. Die Organisationen Campact, DNR, Germanwatch und VCD wenden sich mit einem Eil-Appell an die Spitzen der Ampel-Regierung und fordern: “Stoppt Lindners Spritfresser-Subvention!” Das Bündnis betont, dass am stärksten Menschen mit wenig Geld unter den hohen Kosten für Sprit, Heizung und Gas leiden würden. Jedoch, so die Kritik, sei Lindners Vorschlag vor allem ein Spritgeld-Geschenk, das Reiche am meisten entlaste. Innerhalb von nur 15 Stunden setzten bereits über 100.000 Menschen ihre Unterschrift unter die Forderungen. Der Bündnis-Appell richtet sich an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck (Grüne) und Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil (SPD).

Die Forderungen lauten (im Wortlaut):

  1. Die Milliarden-Subventionen für fossile Spritschleudern zu stoppen und die Rekordgewinne der Mineralölkonzerne per Kartellrecht zu unterbinden.
  2. Mit einem Energiegeld vor allem Haushalten mit geringen und mittleren Einkommen zu helfen. Stützen Sie mit höheren Hartz-IV-Regelsätzen Menschen, die von hohen Preisen am härtesten getroffen werden. 
  3. Die Preise im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr zu halbieren, um das Pendeln mit Bus und Bahn zu erleichtern und klimafreundliche Mobilität zu fördern.
  4. Mit ambitionierten CO2-Grenzwerten für Autos den Spritverbrauch dauerhaft zu senken.

Zum Appell: https://www.campact.de/klima/suv-soli/

Kontakt Presse
Alexander Knebel, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org Twitter:@VCDeV 
Campact: Iris Karolin Rath • presse@campact.de • 01512 2125 420
DNR: Tobias Pforte-von Randow • tobias.pfortevonrandow@dnr.de • 030/67 81 775 913
Germanwatch: Pascal Molinario • molinario@germanwatch.org

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4152 Thu, 17 Mar 2022 11:42:00 +0100 Bundesregierung muss in der Verkehrspolitik entschlossen umsteuern /service/presse/pressemitteilungen/bundesregierung-muss-in-der-verkehrspolitik-entschlossen-umsteuern Zur 100 Tage-Bilanz der Ampel-Koalition erklärt Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD:
„Trotz und gerade wegen des Krieges in der Ukraine ist die Bundesregierung gefordert, endlich die Verkehrswende einzuleiten. Denn nur mit einem entschlossenen Umsteuern in der Verkehrspolitik können wir unseren Energie- und Klimaziele näherkommen und gesellschaftlichen Fortschritt erreichen.

Mit ihrem Koalitionsvertrag hat die Ampel-Koalition im Dezember einige sinnvolle, wenn auch bei weitem nicht ausreichende Vorhaben angekündigt, so u.a. verstärkte Investitionen in die Schiene sowie Erschließungs- und Qualitätsstandards für ein alltagstaugliches Mobilitätsangebot. Hier muss Bundesverkehrsminister Volker Wissing zusammen mit Ländern und Kommunen jetzt endlich liefern, um öffentliche Mobilität attraktiver zu machen.

Die Umsetzung der im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen kann aber nur der Beginn einer Verkehrswende sein, die Mobilität für alle nachhaltig ermöglicht. Denn ohne Tempolimits, ohne ein klares Aus für Straßenneubau und Verbrenner, ohne absoluten Vorrang für den Umweltverbund aus Bahn, Bus, Rad und Fußgänger*innen bleiben wir mit unseren Abhängigkeiten in der fossilen Energiewelt gefangen. Statt Tankrabatten und Steuergeschenken für Gutverdiener muss die Bundesregierung vielmehr die Weichen für eine klimaverträgliche und sozial gerechte Verkehrswende stellen. Dazu gehört ein Mobilitätsgeld, das vor allem einkommensschwachen Bevölkerungsteilen hilft.

Mit dem Klimaschutz-Sofortprogramm für den Verkehr kann Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing zeigen, wie ernst ihm diese Anliegen sind.“

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Alexander Knebel, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev • LinkedIn: @VCD Bundesverband

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4151 Thu, 17 Mar 2022 11:41:00 +0100 Stuttgart 21 redimensionieren und zukunftsfähig machen /service/presse/pressemitteilungen/stuttgart-21-redimensionieren-und-zukunftsfaehig-machen Zur Diskussion um die erneuten Mehrkosten beim Bahnprojekt Stuttgart 21 erklärt Kerstin Haarmann, VCD Bundesvorsitzende, vor dem Hintergrund der morgigen Aufsichtsratssitzung der Deutsche Bahn AG: "Die Mehrkosten in Milliardenhöhe, die Stuttgart 21 verschlingt, behindern die dringend notwendige Modernisierung der Deutschen Bahn und gefährden damit auch eine Verkehrswende, die den Namen verdient. Statt für Entlastung und die dringend erforderlichen Zusatz-Kapazitäten auf der Schiene zu sorgen, droht mit Stuttgart 21 ein neuer Engpass im süddeutschen Eisenbahnnetz. Um das zu verhindern, sollten auch weiterhin oberirdisch Züge am Stuttgarter Hauptbahnhof verkehren. Dafür müssen die Planungen jetzt beginnen. Der Rücktritt von DB-Vorstand Ronald Pofalla sollte zum Anlass genommen werden, Nutzen und Kosten der noch ausstehenden Bauarbeiten erneut abzuwägen. Stuttgart 21 muss redimensioniert und zukunftsfähig gemacht werden!“

 

Pressekontakt:
Kerstin Haarmann, VCD Bundesvorsitzende, Telefon 01751858285

Alexander Knebel, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter:@VCDeV 

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4153 Tue, 15 Mar 2022 11:43:00 +0100 VCD fordert entschiedene Maßnahmen als Antwort auf die Klima- und Energiekrise /service/presse/pressemitteilungen/vcd-fordert-entschiedene-massnahmen-als-antwort-auf-die-klima-und-energiekrise Heute hat das Umweltbundesamt die Zahlen für den Treibhausgasausstoß Deutschlands im vergangenen Jahr veröffentlicht. Danach hat der Verkehrssektor sein Emissionsziel für 2021 verfehlt. Trotz pandemiebedingter Wirtschaftsflaute lag der Ausstoß mit 148 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente um rund 3 Millionen Tonnen über dem vorgegebenen Limit. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und hoher Energiepreise fordert der ökologische Verkehrsclub VCD jetzt entschiedene Maßnahmen der Bundesregierung im Verkehrsbereich ein. Berlin, 15. März 2022. „Der Ukraine-Krieg macht uns bewusst, dass wir nicht nur eine Klimakrise sondern auch eine - ebenfalls selbst verschuldete - Energiekrise haben. Der Bundesverkehrsminister muss daher jetzt wirksame Maßnahmen auf den Weg bringen, die sowohl die Treibhausgasemissionen des Verkehrs nachhaltig senken als auch unseren Energiedurst und damit die Abhängigkeit vom Erdöl verringern. Das heißt in erster Linie: rasch erneuerbare Energien ausbauen, auf effiziente, umweltfreundliche Verkehrsmittel umsteigen und alle Einsparpotenziale nutzen. Nur so machen wir uns unabhängiger von Ölimporten und sichern langfristig unsere Mobilität“, erklärt die VCD Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann.

Aus Sicht des VCD ist ein generelles Tempolimit die Maßnahme im Verkehrsbereich, die sofort wirkt, einen erheblichen Beitrag zur Verringerung des Ölverbrauchs leisten kann und praktisch kostenlos ist. Nach Berechnungen des Umweltbundesamts verringert sich der Kraftstoffverbrauch durch ein Tempolimit auf Autobahnen von 100 km/h bereits im ersten Jahr um 2,1 Mrd. Liter. Das entspricht rund vier Prozent des deutschen Gesamtkraftstoffverbrauchs. Bei Tempo 120 sind es immer noch etwas mehr als eine Milliarde Liter weniger.

„Wenn wir Klimaschutz und Energiesicherheit ernst nehmen, kommen wir nicht mehr um das Tempolimit herum“, betont Haarmann Für den VCD heißt dies konkret: Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts, Tempo 80 auf Landstraßen und 120 km/h auf Autobahnen. Zusätzlicher Gewinn: mehr Verkehrssicherheit sowie weniger Lärm und Schadstoffe.

Wie ein Reflex wird von verschiedenen Seiten als Antwort auf steigende Spritpreise gefordert, die Steuern auf Benzin und Diesel zu senken oder einen Tankrabatt einzuführen. Dies wäre aber nur eine Scheinlösung, denn sie verringerte nicht das eigentliche Problem, die Abhängigkeit von Erdölimporten. Klar ist aber auch: einkommensschwache Haushalte, die besonders von den hohen Energiepreisen betroffen sind, müssen gezielt entlastet werden. „Statt die Pendlerpauschale zu erhöhen, von der im Wesentlichen Besserverdienende profitieren, sollte ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld eingeführt werden“, verlangt die VCD Bundesvorsitzende.

Diese Maßnahmen fordert der VCD konkre

  1. Neue Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen, Landstraßen und innerorts einführen. Diese leisten sofort einen Beitrag für mehr Klimaschutz und Verkehrssicherheit, senken den Spritverbrauch und damit die Abhängigkeit von Ölimporten und verringern gleichzeitig Lärm- und Schadstoffemissionen. Das heißt: Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts, Tempo 80 auf Landstraßen und 120 km/h auf Autobahnen.
  2. Für ambitionierte CO2-Vorgaben für Neuwagen auf EU-Ebene sorgen. Diese sind ein entscheidender Stellhebel zur CO2-Minderung und beschleunigen den Antriebswechsel hin zum Elektroauto. Dafür müssen die Grenzwerte bereits 2025 verschärft und bis 2030 auf Null sinken. Deutschland muss seine bisherige schwache Position in Brüssel entsprechend ändern.
  3. Den öffentlichen Verkehr als echte Alternative zum Auto massiv ausbauen. Das spart Energie, Ressourcen und knappe städtische Flächen. Zudem profitieren vor allem Menschen, die kein Auto besitzen oder aufgrund ihres Alters oder körperlicher Einschränkungen nicht Auto fahren können.
  4. Klima- und umweltschädliche Subventionen abbauen. Steuerprivilegien und Subventionen im Verkehr belasten den Staatshaushalt jährlich mit mehr als 30 Mrd. Euro. Ein Großteil davon kann zugunsten nachhaltiger Mobilität und zur Entlastung von einkommensschwachen Haushalten genutzt werden. Die Pendlerpauschale ist in ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld umzuwandeln. Davon profitieren alle, insbesondere einkommensschwache Haushalte, die proportional stärker unter hohen Mobilitätskosten leiden.

Zusätzlich kann jede und jeder Autofahrer*in selbst mit einfachen Maßnahmen höhere Spritkosten abmildern, die Abhängigkeit vom Erdöl verringern und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Hierfür hat der VCD einige Tipps und Anregungen zusammengestellt.

 

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news-4154 Mon, 14 Mar 2022 11:44:00 +0100 Deutscher Verkehrsplanungspreis ausgelobt /service/presse/pressemitteilungen/deutscher-verkehrsplanungspreis-ausgelobt Die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) verleiht in Kooperation mit dem ökologischen Verkehrsclub VCD den Deutschen Verkehrsplanungspreis 2022. In diesem Jahr steht der Wettbewerb unter dem Motto „Qualität der Nähe - Attraktiver Aufenthalt und sicheres Erreichen von Stadtteil- und Ortszentren“. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli. Berlin, 14. März 2022. Verstärkt durch die Corona-Pandemie erleben wir derzeit eine Renaissance der Stadt der kurzen Wege. Der diesjährige Deutsche Verkehrsplanungspreis der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) und des ökologischen Verkehrsclub VCD knüpft an diesen Trend an. Der Wettbewerb steht unter dem Motto „Qualität der Nähe – Attraktiver Aufenthalt und sicheres Erreichen von Stadtteil- und Ortszentren“. Gesucht werden innovative Projekte oder Konzepte aus den Jahren 2016 bis 2021, die zu einer höheren Aufenthaltsqualität in den Zentren beitragen und gewährleisten, dass sich diese sicher und über attraktive Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem ÖPNV erreichen lassen. Die Beiträge sollen zudem aufzeigen, wie Verkehrsplanung zum kommunalen Klimaschutz beitragen kann.

„Mit dem Deutschen Verkehrsplanungspreis fördern wir die Planungskultur. Der Wettbewerb würdigt Projekte und Konzepte, die komplexe Aufgaben innovativ und ressortübergreifend lösen“, betont SRL-Vorstandsmitglied Katalin Saary, die zugleich Vorsitzende der Jury ist. „Mit dem Preis will die SRL Beispiele sichtbar und bekannt machen, die sich gleichermaßen durch eine integrierte Stadt- und Verkehrsplanung, hohe Gestaltungsqualität und verbesserte Umweltsituation auszeichnen“, erläutert Saary den diesjährigen Schwerpunkt des im zweijährigen Turnus ausgelobten Preises.

Der VCD Bundesvorsitzende Stefan Bajohr erklärt: „Der Schlüssel zur Verkehrswende liegt in einer integrierten Stadt- und Verkehrsplanung. Denn die Infrastruktur bestimmt, welche Verkehrsmittel wir nutzen, um zum Ziel zu kommen. Damit der Umstieg auf klimafreundliche Alternativen leichtfällt, braucht es sichere Fuß- und Radwege, gute ÖPNV-Anbindungen und Sharing-Angebote als wichtigen Bestandteil von Planungsmaßnahmen. In diesem Sinne freue ich mich auf die diesjährigen Beiträge zum Deutschen Verkehrsplanungspreis.“

Für Projekte und Konzepte, die sich für den Verkehrsplanungspreis bewerben, gilt neben der „Qualität der Nähe“, technisch auch als Nahmobilität bekannt, eine Reihe weiterer Kriterien. Neben einer verbesserten Aufenthaltsqualität zählt dazu die Anpassung von Stadtteil- und Ortszentren an die Erderhitzung, die so genannte Klimaresilienz. Weit oben im Kriterienkatalog rangiert auch die Stärkung von Sharing- und stadtverträglichen Logistiklösungen. Die Integration der Projekte und Konzepte in übergeordnete Stadtentwicklungs- und Mobilitätsstrategien wird ebenso berücksichtigt. Die abschließende Bewertung richtet sich auch danach, ob die Projekte Modellcharakter aufweisen und ortsunabhängig übertragbar sind.

Bewerbungsfrist ist der 15. Juli 2022. Die einzureichenden Unterlagen müssen bis 12:00 Uhr in der SRL-Geschäftsstelle, Schrammstr. 8, 10715 Berlin, eingegangen sein. Die Preisverleihung wird am 25. November dieses Jahres stattfinden.

Genaue Informationen zu den Bewerbungsvoraussetzungen finden sich online unter folgendem Link: srl.de/deutscher-verkehrsplanungspreis-2022

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news-4155 Thu, 24 Feb 2022 09:03:00 +0100 VCD fordert einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld statt Pendlerpauschale /service/presse/pressemitteilungen/vcd-fordert-einkommensunabhaengiges-mobilitaetsgeld-statt-pendlerpauschale Der Koalitionsausschuss von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP hat angesichts der Energiepreisdiskussion ein Maßnahmenpaket beschlossen. Darin enthalten ist auch eine Erhöhung der sogenannten Pendlerpauschale. Der verkehrspolitische Sprecher des VCD, Michael Müller-Görnert, kommentiert: „Die Erhöhung der Pendlerpauschale ist sozial ungerecht. Es profitieren vor allem Menschen mit hohem Einkommen. Untere Einkommensgruppen, die von steigenden Energie- und Spritpreisen am härtesten betroffen sind, werden auch mit einer höheren Entfernungspauschale nicht entlastet, da sie kaum oder keine Steuern zahlen. Die Bundesregierung sollte daher die Entfernungspauschale auf ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld umstellen. Davon profitieren alle, insbesondere Haushalte mit geringerem Einkommen.“

 

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Alexander Knebel, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV • Instagram: @vcd_ev • Facebook: @vcdbundesverband

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4142 Wed, 23 Feb 2022 10:57:00 +0100 Bund und Länder müssen ÖPNV besser ausstatten /service/presse/pressemitteilungen/bund-und-laender-muessen-oepnv-besser-ausstatten Berlin, 23. Februar 2022. Bei ihrer außerordentlichen Sitzung am heutigen Mittwoch müssen die Verkehrsminister*innen von Bund und Ländern nicht nur eine deutlich bessere finanzielle Ausstattung des ÖPNV beschließen, sondern auch Reformen für ein verbessertes Angebot bei Bussen und Bahnen verbindlich einleiten. Das fordert der ökologische Verkehrsclub VCD. Der VCD fordert die Bundesregierung auf, ihren Ankündigungen aus dem Koalitionsvertrag für einen attraktiveren ÖPNV Taten folgen zu lassen und diese zu konkretisieren. Der von den Ampel-Parteien angekündigte Ausbau- und Modernisierungspakt für den ÖPNV braucht jetzt eine solide finanzielle Basis, um die Folgen der Pandemie zu überwinden und nachhaltig in Infrastruktur und Angebotsstruktur zu investieren. Der VCD fordert deshalb eine grundlegende Reform der bisherigen Finanzierungskonzepte für den ÖPNV. Dazu gehört eine Verdopplung der Regionalisierungsmittel, mit denen der Bund die Länder unterstützt, ebenso wie ein Nahverkehrsbeitrag des Bundes für den Öffentlichen Straßenpersonenverkehr (ÖSPV). „Die deutlich erhöhten Zuweisungen des Bundes sind nötig, damit Länder und Kommunen ihr ÖPNV-Angebot spürbar ausweiten und damit mehr Bürger*innen für Bus und Bahn gewinnen“ erklärt die VCD Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann.

Mindestbedienstandards endlich auf den Weg bringen - Bundesfinanzierung daran knüpfen
Mit der verbesserten Finanzierung soll das Angebot an Bussen und Bahnen verdoppelt werden. Verwendet werden sollen die Mittel u.a., um gerade auch Kommunen im ländlichen Raum besser an den ÖPNV anzubinden. Der VCD verlangt u.a. eine stündliche Mindesterschließung für alle Orte ab 200 Einwohner*innen mit Bus, Bahn oder mit flexiblen Bedienformen wie Ruftaxis. Für das effektive Controlling dieser Ziele hat der VCD das passende Instrument vorgelegt: Den Entwurf für ein Bundesmobilitätsgesetz (BuMoG). „Unsere Forderung: Für Angebote des ÖPNV sind bundesweit gültige Erreichbarkeitsstandards bis 2025 einzuführen. Spätestens mit dem ersten Bundesmobilitätsplan kann der Finanzierungsbeitrag des Bundes für den Nahverkehr auch an die Einhaltung dieser Standards geknüpft werden und so die vollständige Umsetzung beschleunigen“, betont Haarmann.

Thema bei den heutigen Beratungen von Bund und Ländern dürfte auch der jüngste Bericht des Bundesrechnungshofs zur ÖPNV-Finanzierung sein. Er kritisiert, dass die Länder größere Mengen an zweckgebundenen Zuweisungen des Bundes nicht oder nur schleppend in den ÖPNV investierten. „Zurecht, denn Geld, das nicht beim ÖPNV ankommt, kann auch keine neuen Angebote schaffen“, kommentiert VCD Sprecher für Bahn und ÖPNV, Bastian Kettner. Wie der Rechnungshof in seinem Bericht, so fordert auch der VCD eine verbesserte Transparenz bei den von den Ländern verwendeten Bundesmitteln. „Unser BuMoG-Vorschlag sieht vor, dass der Bund künftig nur noch solche Verkehrsprojekte finanziert, die auf einer integrierten, auf den Klimaschutz und die Daseinsvorsorge fokussierenden Mobilitätsplanung beruhen“, betont die VCD Vorsitzende. Ein umfassend verbessertes ÖPNV-Angebot sei einer der zentralen Schalthebel, um die überfällige Verkehrswende in Deutschland endlich auf den Weg zu bringen und sich der Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu nähern.

Im „ÖPNV-Verkehrswende-Bündnis“, das im letzten Jahr gemeinsam mit der Vorsitzenden der Landesverkehrsministerkonferenz, Dr. Maike Schaefer, einen ersten ÖPNV-Gipfel veranstaltet und ein Forderungspapier vorgelegt hat, setzt sich der VCD gemeinsam mit Attac, BUND, Campact, Changing Cities, EVG, den Naturfreunden Deutschlands sowie ver.di für die rasche Einberufung eines „Nahverkehrs-Gipfels“ ein. Dort muss mit allen relevanten Akteuren eine sozial-ökologische Mobilitätswende eingeleitet werden.

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news-4139 Thu, 17 Feb 2022 08:35:00 +0100 VCD-Projekt schreibt Förderpreis für Abschlussarbeiten aus /service/presse/pressemitteilungen/vcd-projekt-schreibt-foerderpreis-fuer-abschlussarbeiten-aus Wissen teilen und gewinnen: Absolvent*innen, die sich in ihrer Abschlussarbeit der Verkehrswende widmen, können sich jetzt erstmalig für den DIY-Förderpreis des ökologischen Verkehrsclub VCD bewerben. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2022. Berlin, 17. Februar 2022. Wissen teilen, Verkehrswende voranbringen – unter diesem Motto schreibt das Projekt „DIY: Verkehrswende selber machen“ des ökologischen Verkehrsclub VCD zum ersten Mal den DIY-Förderpreis für Abschlussarbeiten aus. Mitmachen können Absolvent*innen aller Studienrichtungen, die sich in ihrer Arbeit mit verschiedenen Aspekten der nachhaltigen Mobilität befassen. Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält die Möglichkeit, die Ergebnisse auf dem VCD-Mobilitätsforum am 13. Mai 2022 einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Herausragende Arbeiten werden außerdem mit verschiedenen Sachpreisen prämiert. So gibt es beispielsweise eine Bahncard 25 für Bachelor- und eine Bahncard 50 für Masterarbeiten und eine VCD-Jahresmitgliedschaft zu gewinnen.

Eine gelingende Verkehrswende braucht Forschung und Innovation. Deshalb ist es umso wichtiger, den Transfer von Wissenschaft in die Praxis zu fördern. DIY-Projektleiterin Anika Meenken betont: „Die Mobilität der Zukunft können wir nur gemeinsam gestalten. Dafür brauchen wir viele kluge Köpfe mit kreativen Ideen. Wir wollen junge Talente fördern und Potenziale nutzen, damit das vorhandene Wissen unserer Gesellschaft zugutekommt.“

Teilnahmevoraussetzungen und Bewerbungsverfahren
Die Abschlussarbeit muss auf Deutsch oder Englisch verfasst und zwischen dem 01. Januar 2021 und dem 28. Februar 2022 abgegeben und benotet worden sein. Sie muss außerdem die formalen wissenschaftlichen Kriterien einer Abschlussarbeit erfüllen und zur Veröffentlichung auf der DIY-Projektwebseite freigegeben sein. Wer diese Anforderungen erfüllt, kann sich bis einschließlich 28. Februar 2022 mit einem kurzen Exposé online bewerben.

Bewertet werden die Abschlussarbeiten von einer Jury aus Mobilitätsexpert*innen: Prof. Dr. Volker Blees, (Hochschule RheinMain in Wiesbaden), Dr. Ines Kawgan-Kagan, (AEM Institute und HTW Berlin), Philipp Kosok (Agora Verkehrswende), Anika Meenken (VCD) und Prof. Dr. Ulrike Reutter (Bergische Universität Wuppertal).

Weitere Informationen zum DIY-Förderpreis und zur Bewerbung finden Sie hier: https://diy.vcd.org/foerderpreis-abschlussarbeiten

Pressekontakt:
Anika Meenken • Projektleiterin „DIY: Verkehrswende selber machen” • 030/28 03 51-403 • anika.meenken@vcd.org

Alexander Knebel, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV  • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev • LinkedIn: @VCD Bundesverband

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-4133 Thu, 10 Feb 2022 13:55:00 +0100 VCD legt Bundesmobilitätsgesetz für Reform des Verkehrssektors vor /service/presse/pressemitteilungen/vcd-legt-bundesmobilitaetsgesetz-fuer-reform-des-verkehrssektors-vor Für die dringend notwendige Neuausrichtung des deutschen Verkehrssystems steht ein neues Instrument zur Verfügung: Das Bundesmobilitätsgesetz. Der ökologische Verkehrsclub VCD hat dazu heute einen konkreten Gesetzentwurf vorgelegt, der von renommierten Verfassungsrechtlern erarbeitet und bei einer digitalen Diskussionsveranstaltung mit Bundestagsabgeordneten erörtert wurde. Berlin, 10. Februar 2022. In ihrem Koalitionsvertrag haben sich die Ampel-Parteien einen Aufbruch „für eine nachhaltige, effiziente, barrierefreie, intelligente, innovative und für alle bezahlbare Mobilität“ zum Ziel gesetzt. Der heute vom ökologischen Verkehrsclub VCD präsentierte Vorschlag für ein Bundesmobilitätsgesetz schafft den notwendigen neuen Rechtsrahmen für einen solchen Aufbruch. „Das Bundesmobilitätsgesetz (BuMoG) nimmt erstmals alle Verkehrsträger gleichberechtigt in den Blick und ermöglicht so die Umsetzung der Klimaziele im Verkehrssektor durch eine integrierte Planung und Finanzierung der Bundesverkehrswege. Im Vordergrund stehen der Mensch und seine Mobilitätbedürfnisse“, erklärt die VCD Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann.

Erstmals strategische Leitziele und Umsetzungsziele

Erstmals werden mit dem Bundesmobilitätsgesetz übergeordnete, strategische Leitziele für den Verkehrssektor definiert, u.a. zu Mobilitätssicherung, Verkehrssicherheit, Gesundheitsschutz sowie zu Umwelt- und Klimaschutz. Diese Leitziele haben zahlreiche Schnittmengen mit den im Koalitionsvertrag von der Ampel-Regierung skizzierten Vorhaben und bilden das Dach, unter dem sich Umsetzungsziele und konkrete Verkehrsplanung bewegen. Herzstück des Gesetzesvorschlags ist ein Bundesmobilitätsplan, der diese Leitziele Konkretisiert. Der Bundesmobilitätsplan soll vom Bundesverkehrsministerium entwickelt und vom Parlament verabschiedet werden, und zwar mit verbindlichen Finanzierungszusagen. „Das Gesetz setzt Prioritäten und schafft Verlässlichkeit. Ein Monitoring ist ebenso verankert wie ein geregeltes Verfahren zum Nachsteuern und Anpassen von Zielen in einem festgelegten mehrjährigen Rhythmus“, erläutert die VCD Bundesvorsitzende.

Mit dem Bundesmobilitätsgesetz werden auch die Interessen von Bund, Ländern und Gemeinden in eine neue, sinnvolle Balance gebracht, wie die Rechtsexperten ausführen, die den Gesetzesvorschlag im Auftrag des VCD verfassten. Denn der Gesetzentwurf schafft für Länder und Kommunen verbesserte Handlungsspielräume, so durch Änderungen im Straßenverkehrsgesetz. Andererseits sollen sie ihre Verkehrsplanung auch konkret in Konzepte gießen.

Planungssicherheit und Fortschritt für die Verkehrswende

Mobilität wird im Gesetzentwurf unter ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten gleichermaßen betrachtet und ist damit integrativ angelegt. Integrativ heißt: Die verschiedenen Verkehrsträger wie Straße und Schiene werden gemeinsam und im Vergleich zueinander betrachtet. „Damit unterscheidet sich das Bundesmobilitätsgesetz entscheidend von der bisherigen Praxis im Bundesverkehrswegeplan mit seiner isolierten Betrachtungsweise und der langen Schleppliste unerledigter Projekte“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher des VCD, Michael Müller-Görnert. Zentral ist für ihn zudem die gesicherte Finanzierung von Maßnahmen, die das Bundesmobilitätsgesetz erst ermöglicht. „Die beschlossenen Maßnahmen müssen ausfinanziert sein, das schafft Planungssicherheit und bündelt Planungskapazitäten auf die dringendsten Projekte für die Verkehrswende“, unterstreicht Müller-Görnert.

An der anschließenden Diskussion nehmen teil: der stellvertretende Verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Mathias Stein, die Bundestagsabgeordnete Susanne Menge von Bündnis 90/Die Grünen und der internationale Verkehrsberater Dr. Axel Friedrich aus dem Wissenschaftlichen Beirat des VCD. 

Der VCD sieht die Bundesregierung nun in der Pflicht. Denn die im Koalitionsvertrag formulierten Ziele verlangen nach Umsetzung. „Für diese Umsetzung ist nun das Bundesmobilitätsgesetz da“, betont Haarmann. Bestärkt sieht sich der VCD durch das vor knapp einem Jahr ergangene Klimaschutz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Es hatte den Verkehrssektor beispielhaft als Handlungsfeld benannt. Auch das jüngste Klimaschutz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Januar 2022 zur Klage der DUH enthält Hinweise auf die Verantwortlichkeit für Klimaschutz zwischen Bund und Ländern.

Die Initiative für die Arbeit am BuMoG Gesetzentwurf war vom VCD ausgegangen, um den institutionellen Rahmen der Verkehrspolitik in Deutschland an den Erfordernissen nachhaltiger Mobilität auszurichten. Der VCD wird dabei unterstützt von zahlreichen Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Mobilitätswirtschaft. Fachliche Impulse lieferte der wissenschaftliche Beirat des VCD, darunter die Verkehrsberater Dr. Axel Friedrich und Dr. Jan Werner, die auf der Online-Diskussion des VCD nochmals die Notwendigkeit für ein Bundesmobilitätsgesetz betonten und die Umsetzung anmahnten. Erstellt wurde der Gesetzentwurf von renommierten Staats- und Verwaltungsrechtlern um Prof. Dr. Georg Hermes von der Goethe-Universität Frankfurt/M., Prof. Dr. Urs Kramer von der Universität Passau sowie Dr. Holger Weiss von W2K Rechtsanwälte. Begleitet wird der Vorschlag von einem verfassungsrechtlichen Gutachten zu den nationalen Auswirkungen ebenso wie zur Vereinbarkeit mit EU-Recht. „Das Fazit: Die im Entwurf entwickelten Instrumente schaffen eine solide, demokratisch legitimierte Grundlage für eine nachhaltige Verkehrspolitik auf dem Boden von Grundgesetz und EU-Recht“, betont Haarmann.                        

Den Gesetzentwurf und weitere Dokumente zum BuMoG können Sie hier herunterladen.

Den Mitschnitt der Veranstaltung und Präsentationen gibt’s hier.

Das Projekt Bundesmobilitätsgesetz wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Verbraucherschutz (BMUV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

 

 

 

 

 

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news-4129 Thu, 03 Feb 2022 12:01:02 +0100 Klimaschutz-Sofortprogramm: VCD fordert ambitionierte Maßnahmen im Verkehr /service/presse/pressemitteilungen/klimaschutz-sofortprogramm-vcd-fordert-ambitionierte-massnahmen-im-verkehr Mit einem Sofortprogramm möchte die neue Regierung das Land wieder auf klimapolitischen Kurs bringen. Besonders im Verkehr gibt es viel Aufholbedarf. Deshalb hat der ökologische Verkehrsclub VCD einen Maßnahmenkatalog für den Verkehrsbereich vorgelegt. Berlin, 03.02.2022. Mit einem Sofortprogramm möchte die neue Regierung das Land wieder auf klimapolitischen Kurs bringen. Aktuell erarbeiten die einzelnen Ressorts ihre Vorschläge, bis Ostern soll ein erstes Maßnahmenpaket veröffentlicht werden. Besonders im Verkehr gibt es viel Aufholbedarf, wie der ökologische Verkehrsclub VCD betont. Dies ist der einzige Bereich, in dem die Emissionen in den letzten Jahrzehnten so gut wie gar nicht zurückgegangen sind – abgesehen von leicht gesunkenen Zahlen aufgrund der Pandemie in den Jahren 2020 und 2021. Der VCD hat einen Maßnahmenkatalog entwickelt, mit wirksamen Sofortmaßnahmen, die sich schnell umsetzen lassen und einen großen Effekt für Mensch und Klima erzielen. Allen voran fordert der Verband, drei Maßnahmen in das Sofortprogramm aufzunehmen: ein Bundesmobilitätsgesetz, den Abbau klimaschädlicher Subventionen wie das Dienstwagenprivileg und eine massive Investitionsoffensive für Bus und Bahn sowie Fuß- und Radinfrastruktur.

„Die neue Regierung muss der Erkenntnis, dass es erheblichen Nachholbedarf beim Klimaschutz gibt, nun schnell Taten folgen lassen“, fordert Kerstin Haarmann, VCD Bundesvorsitzende. „Besonders im Verkehrsbereich haben die Vorgänger-Regierungen den Klimaschutz konsequent verschlafen. Mit dem bisherigen Klein-Klein muss jetzt Schluss sein. Die wirklich effektiven Maßnahmen liegen seit Jahren auf dem Tisch und müssen endlich umgesetzt werden.“, so Haarmann weiter.

Die drei wichtigsten Sofortmaßnahmen für den Verkehr sind aus Sicht des VCD:

1. Die Verkehrsinfrastrukturplanung von Bund und Ländern verkehrsträgerübergreifend am Klimaschutz und weiteren Nachhaltigkeitszielen ausrichten - mit dem Bundesmobilitätsgesetz.

2.  Klimaschädliche Subventionen abbauen, Steuern und Abgaben im Verkehr konsequent am Klimaschutz ausrichten: Dienstwagenprivileg beenden, Kfz-Steuer um Bonus-Malus-Komponente ergänzen; für ambitionierte CO2-Grenzwerte auf EU-Ebene einsetzen.

3. Ausbau- und Investitionsoffensive für den Umweltverbund: Mehr Geld für Bus und Bahn sowie sichere Rad- und Fußverkehrsnetze in Stadt und Land.

Eine zentrale Rolle nimmt für den VCD das Bundesmobilitätsgesetz ein, welches im Grunde überhaupt erst die Voraussetzungen schaffe, um den Verkehrssektor klimafreundlicher zu gestalten. Denn erst dann könne die Regierung Verkehrsplanung endlich als Großes Ganzes betrachten und verkehrsträgerübergreifend handeln. Darüber hinaus ermöglicht es dem VCD zufolge, Mobilität an übergeordneten Zielen wie Nachhaltigkeit und Verkehrssicherheit auszurichten.

„Das Bundesmobilitätsgesetz sichert eine zukunftsfähige Mobilität. Ohne einen grundlegend neuen und modernen Rechtsrahmen kommen wir in Sachen Klimaschutz im Verkehr nur in Trippelschritten voran. So lösen wir den massiven Reformstau in der deutschen Verkehrspolitik nie auf“, betont Michael Müller-Görnert, der verkehrspolitische Sprecher des VCD.

Das ausführliche Forderungspapier des VCD finden Sie hier.


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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-4127 Wed, 02 Feb 2022 12:33:00 +0100 30 Jahre Maastricht: EU-Verkehrsnetze fit machen für nachhaltige Mobilität /service/presse/pressemitteilungen/30-jahre-maastricht-eu-verkehrsnetze-fit-machen-fuer-nachhaltige-mobilitaet Vor 30 Jahren unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union am 7. Februar 1992 den Vertrag von Maastricht, der die Grundlagen für den EU-Binnenmarkt legte und sich auch auf den Verkehrssektor erstreckt. Seitdem haben Verkehrsaufkommen und Mobilität in einer von 12 auf 27 Mitgliedstaaten gewachsenen EU massiv zugenommen. Trotz Fortschritten in der Gesetzgebung hinkt die EU-Verkehrspolitik hinter den gewaltigen Aufgaben in Klima-, Verbraucher- und Gesundheitsschutz weit hinterher. Berlin, 2. Februar 2022. Erstmals wurden mit dem Vertrag von Maastricht Fragen der Verkehrssicherheit, des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts sowie des Umweltschutzes zu EU-Politikbereichen erwähnt. Festgelegt wurde zudem das Ziel, die Verkehrsnetze der Mitgliedstaaten mit den „Transeuropäischen Netzen“ (TEN) besser miteinander zu verknüpfen und infrastrukturelle Schwachstellen zu beseitigen. Dies wird häufig vergessen, weil der Vertrag von Maastricht mit Binnenmarkt und Euro-Einführung gleichgesetzt wird. „Was seinerzeit, wenige Monate vor Unterzeichnung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen in Europa noch fehlte, war eine gleichberechtige Berücksichtigung von Umwelt- und Gesundheitsschutz“, erklärt die VCD Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann. Entsprechend waren die Folgen im Verkehrssektor (s. Infografik).

Anteil des Verkehrssektors an Klimagasemissionen auf 30 Prozent gestiegen

Die Dominanz der Straße nahm in den letzten 30 Jahren weiter zu, der Flugverkehr verdoppelte seinen Marktanteil im Personenverkehr auf mittlerweile rund 10 Prozent. Hingegen sank der Anteil der Bahn am „Modal Split“ bei den Frachten und stagniert im Personenverkehr. „Die bisherigen Marktentwicklungen im Personen- und Güterverkehr sind eine Folge falscher politischer Weichenstellungen auf nationaler und EU-Ebene“, bilanziert Haarmann. Mehr Nachhaltigkeit im Verkehrssektor ist dringend geboten. Denn anders als die Energiewirtschaft in der Stromproduktion durch den Umstieg auf Erneuerbare Energien konnte der Verkehrssektor sein Wachstum bisher nicht vom Klimagasausstoß entkoppeln. Mit der Steigerung von Personen- und Frachtverkehr erhöhte sich der Anteil des Verkehrssektors am Klimagasausstoß der EU von 19 Prozent im Jahr 1995 auf knapp 30 Prozent im Jahr 2019. „Die gegenläufige Entwicklung ist Spiegel der massiven Versäumnisse in der Verkehrspolitik. Umso dringender ist ein Umsteuern, auch der Verkehr muss endlich zum Klimaschutz beitragen – wir brauchen die Verkehrswende“, erklärt die VCD-Bundesvorsitzende.

Europaabgeordnete als Treiber für Umwelt- und Gesundheitsschutz

Gestärkt wurden mit dem Vertrag von Maastricht nicht nur die EU-Verkehrs- und Umweltpolitik, sondern auch das Europaparlament. Denn der Vertrag regelte, dass verkehrspolitische Fragen und Gesetze im Mitentscheidungsverfahren zwischen EU-Kommission, Regierungen und Europaparlament beschlossen werden. „Die Abgeordneten haben sich immer wieder als Treiber für ehrgeizigen Klima- und Gesundheitsschutz erwiesen“, lobt Haarmann. Dabei denkt sie unter anderem an Schadstoff-Limits für bessere Luftqualität und CO2-Vorgaben für Fahrzeuge im Kampf gegen die Erderhitzung. „Obwohl Verkehrspolitik mit dem Maastrichter Vertrag auf der EU-Agenda weiter nach oben rückte, kamen Impulse für nachhaltige Mobilität erst später“, erinnert Haarmann. So nahm die EU-Kommission 1995 erstmals eine Gemeinschaftsstrategie zur Minderung der CO2-Emissionen von Pkw an, ehrgeizige Zielvorgaben folgten aber erst viel später.  Aktuell wird zwischen EU-Kommission, Europaparlament und Mitgliedstaaten über striktere CO2-Grenzwerte für Neuwagen verhandelt. Im Europaparlament unterstützt man deutlich strengere Limits als von der EU-Kommission geplant.

Strenge CO2-Grenzwerte im Straßenverkehr und deutlicher Ausbau der Bahn erforderlich

 „Wir haben uns seit Jahren für strengere CO2-Grenzwerte als Weg zur stärkeren Elektrifizierung auf der Straße eingesetzt, berichtet Michael Müller-Görnert, Verkehrspolitischer Sprecher des VCD. „Rat und Parlament müssen den CO2-Ausstoß von Neuwagen bereits 2030 auf null senken und schärfere Zwischenziele setzen“, fordert Müller-Görnert.

Für das Bahnsystem sind laut Haarmann neben regulatorischen Maßnahmen, die zu einer Vereinheitlichung des Bahnverkehrs in Europa und zu gleichen Wettbewerbsbedingungen der Verkehrsträger untereinander führen, verstärkte Investitionen erforderlich. Dazu zählt sie den TEN-Ausbau, schnelle, durchgehende und grenzüberschreitende Reisezugverbindungen, die Digitalisierung des Bahnsystems mit dem Europäischem Zugsicherungssystem (ETCS) und automatischen Kupplungen (DAK). „Eine leicht verständliche und einfach zu handhabende elektronische Buchungsplattform für Bahnreisen in Europa ist ebenfalls essentiell“, mahnt Haarmann.  Denn die Angebote für Reisende sind bislang häufig wenig attraktiv. Lediglich 7 Prozent des EU-Personenverkehrs auf der Schiene ist laut Angaben der EU-Kommission grenzüberschreitend, während nur 0,4 Prozent der Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors auf die Schiene entfallen. „Das unerschlossene Potenzial für mehr Klimaschutz und hochwertige Mobilität in Europa durch eine Verlagerung von Personen- und Güterverkehr auf die Schiene ist riesig. Für dessen Erschließung dürfen wir in Deutschland wie in Europa nicht noch mehr Zeit verlieren. Die Vorschläge der EU aus dem „Fit for 55“-Programm sind erst der Anfang“, betont die VCD-Bundesvorsitzende.

 

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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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