VCD Pressemitteilung http://www.vcd.org/ Pressemmitteilungen des VCD (Verkehrsclub Deuschland) de_DE VCD Sun, 16 May 2021 16:10:38 +0200 Sun, 16 May 2021 16:10:38 +0200 TYPO3 EXT:news news-3934 Mon, 10 May 2021 16:05:31 +0200 Runter vom Gas für mehr Sicherheit und Umweltschutz! Spanien führt Tempo 30 ein http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/runter-vom-gas-fuer-mehr-sicherheit-und-umweltschutz-spanien-fuehrt-tempo-30-ein/ Als erstes Land in der EU geht Spanien konsequent gegen Unfälle im Straßenverkehr vor und ändert die Regelgeschwindigkeit. Tempo 30 wird ab morgen in Städten zur Norm, Tempo 50 zur Ausnahme. Was in Spanien geht, sollte auch in Deutschland möglich sein, kommentiert Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr: „Oft hilft ein Blick über die Grenze, um zu erkennen, dass vieles möglich ist, was hierzulande noch nicht vorstellbar erscheint. Es braucht nur den politischen Willen. Auch die Niederlande wollen Tempo 30 zur Regel machen. In Brüssel gilt schon jetzt weitgehend 30 km/h. In Helsinki und Oslo sind nach der Einführung von Tempo 30 im Jahr 2019 weder Kinder noch Fußgänger*innen oder Radfahrende ums Leben gekommen. Mehr Sicherheit auf den Straßen, besonders für Ältere und Kinder, mehr Lebensqualität und weniger Lärm, das wollen wir auch bei uns. 30 muss das neue 50 werden.

Noch immer sind wir von der Vision Zero (Null Tote im Verkehr) viel zu weit entfernt. 2019 starben im Straßenverkehr 3.046 Menschen, 384.000 wurden verletzt. Dass die Zahlen 2020 zurückgegangen sind, liegt vor allem am Corona-Effekt. Für nachhaltig mehr Sicherheit macht langsameres Fahren einen enormen Unterschied: Bei 50 km/h ist der Anhalteweg mehr als doppelt so lang wie bei einem Auto, das nur 30 km/h fährt. Auch das Tötungsrisiko für Fußgänger*innen ist durch die größere Aufprallwucht bei Unfällen mehr als doppelt so hoch.

Der VCD setzt sich seit seiner Gründung für Tempo 30 in geschlossenen Ortschaften ein. Dort, wo eine höhere Geschwindigkeit nachweislich sinnvoll ist, kann es auch Ausnahmen für Tempo 50 geben. Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit lässt den Verkehr sicherer und besser fließen, entlastet die Umwelt, verringert den Verwaltungsaufwand bei der Straßenbeschilderung und schafft mehr Klarheit bei den Verkehrsregeln. Dafür müssen wir die Straßenverkehrsordnung ändern: Damit unsere Städte lebenswert werden.“


Pressekontakt:
Anika Meenken • VCD-Sprecherin für Radverkehr und Mobilitätsbildung • anika.meenken@vcd.org
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV 


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3930 Wed, 05 May 2021 11:46:07 +0200 Nach Klima-Urteil: Chance für mehr Klimaschutz im Verkehr nutzen! http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/nach-klima-urteil-chance-fuer-mehr-klimaschutz-im-verkehr-nutzen/ Die Bundesregierung muss nach dem Klima-Urteil entschlossen nachsteuern und wirksamen Klimaschutz auch im Verkehr verankern, fordert der VCD. Treibhausgase müssen insgesamt bis 2030 um mindestens 65 Prozent reduziert werden. Für den Verkehr braucht es ein Sofortprogramm. Tempolimits helfen schnell, den CO2-Ausstoß zu senken. Berlin, 05.05.2021. Der ökologische Verkehrsclub VCD sieht das historische Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichts als klaren Auftrag an die Bundesregierung, beim Klimaschutz nachzujustieren. Eine Neuausrichtung der Verkehrspolitik ist hierfür entscheidend. So können Mobilität, Klimaschutz und Generationengerechtigkeit besser miteinander vereinbart werden.

Prof. Dr. Stefan Bajohr, Bundesvorsitzender VCD: „Ein klareres Votum als das Urteil aus Karlsruhe kann es nicht geben. Das ist das Stoppschild für die deutsche Klimapolitik, die 2020 nur wegen des Corona-Effekts ihre Ziele für den Verkehr geschafft hat. Ich fordere die Bundesregierung auf, die Chance für wirksamen Klimaschutz jetzt zu nutzen und ein Sofortprogramm auf den Weg zu bringen. Für die Bundestagswahl müssen alle Parteien ihr Programm neu überprüfen und zusätzliche Maßnahmen für eine umweltfreundlichere Mobilität vorlegen.“

Damit schärfere Klimaziele im Verkehr eingehalten werden können, sind schnell umsetzbare Maßnahmen notwendig. Ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen etwa würde kurzfristig wirken und im Jahr rund 2,6 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Mittelfristig müssen klima- und umweltschädliche Subventionen wie Dienstwagenprivileg, Dieselsubvention oder Entfernungspauschale sozialverträglich abgeschafft werden. Laut Umweltbundesamt belaufen diese sich auf 28 Milliarden Euro pro Jahr.

Auch ein ambitionierter CO2-Preis und ein Umbau der Kfz-Steuer mit Bonus-Malus-System sind aus Sicht des VCD dringend notwendig. Um den Verkehr nicht nur zu verlagern, sondern zu vermeiden, braucht es zudem einen gesetzlichen Rahmen für die Transformation hin zu einer modernen, nachhaltigen Mobilität. Deshalb setzt sich der VCD für ein Bundesmobilitätsgesetz ein. 

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD: „Union und SPD haben es in ihrer gesamten Regierungszeit nicht geschafft, nachhaltig mehr Klimaschutz im Verkehr auf den Weg zu bringen. Auf das neue Klimaschutzgesetz darf man gespannt sein. Deutschland muss seine Emissionsziele zum einen an die neuen EU-Vorgaben anpassen. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zwingt die Politik jetzt aber auch, Ziele für die Zeit nach 2030 zu setzen.“

Ein Bundesmobilitätsgesetz würde die notwendigen Weichen stellen, um eine zukunftsfähige Mobilitätspolitik sicherzustellen: planungssicher, klimaschonend, sozial und künftigen Generationen gegenüber gerecht. Genau dies hat das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil beabsichtigt.


Pressekontakt
Michael Müller-Görnert • verkehrspolitischer Sprecher VCD • michael.mueller-goernert@vcd.org Franziska Fischer • Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.
 

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news-3929 Tue, 04 May 2021 15:35:08 +0200 Sozialverträgliche Mobilitätswende nicht länger aufschieben http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/sozialvertraegliche-mobilitaetswende-nicht-laenger-aufschieben/ Bündnis diskutiert mit Kanzleramt über Forderungen zum Verkehr der Zukunft Ein Zusammenschluss aus Gewerkschaften, Sozial- und Umweltverbänden und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beschäftigt sich mit Unterstützung der Stiftung Mercator mit der Frage, wie unsere Mobilität in Zukunft aussehen soll. Klimakonform und sozial gerecht - auf 53 Seiten beschreiben die Beteiligten ihre gemeinsamen Vorschläge (download PDF). Diese Handlungsempfehlungen von DGB, IG Metall, ver.di, SoVD, VdK, AWO, VCD, BUND, EKD und NABU haben Vertreterinnen und Vertreter des Bündnisses jetzt im Rahmen eines Arbeitsgesprächs an das Bundeskanzleramt übergeben.

Daseinsvorsorge, Lebensqualität und Gesundheit, Mobilitätswirtschaft und ein allgemeiner Kulturwandel sind die vier Handlungsfelder. Alle Beteiligten haben unterschiedliche Ansätze in Bezug auf den Verkehrssektor. Das vorhandene Potenzial für den Klimaschutz ist immens. Seit drei Jahrzehnten fehlt jedoch der politische Wille, Treibhausgasemissionen einzusparen. Antworten werden auch in anderen Bereichen dringend gesucht. Gesundheit und Lebensqualität leiden unter Schadstoff- und Lärmemissionen sowie unter der Flächenkonkurrenz. Nicht alle Menschen in Deutschland haben gleichberechtigt Zugang zur Mobilität, Sparmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr führen zu schlechten Arbeitsbedingungen und auch die Automobilwirtschaft steht vor erheblichen Umbrüchen.

Vom Dialog mit dem Kanzleramt erwarten sich die Initiatoren ein entschlosseneres Handeln der jetzigen, aber auch der kommenden Bundesregierung. Dabei versteht sich das Bündnis als Anlaufstelle für die Gestaltung der Mobilitätswende. Das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum deutschen Klimaschutzgesetz - wonach die Bundesregierung zu viele Lasten in die Zukunft verschiebt - unterstreicht die Dringlichkeit des Ansinnens. Denn sonst sind die Möglichkeiten, mobil zu sein wie die Freiheitsrechte bedroht.


Hintergrundmaterial

Pressemitteilung mit Zitaten der Verbände

Papier „Wie wir das Klima schützen und eine sozial gerechte Mobilitätswende umsetzen können"


Pressekontakt
Alexander Kaas • Elias Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität • alexander.kaaselias @vcd.org, Franziska Fischer • Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV



Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

 

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news-3927 Thu, 29 Apr 2021 09:56:18 +0200 Das Verkehrswende-Kinderzimmer des VCD auf der BUGA 2021 http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/das-verkehrswende-kinderzimmer-des-vcd-auf-der-buga-2021/ Mit einem begehbaren Kinderzimmer auf der Fläche eines Parkplatzes macht der ökologische Verkehrsclub VCD auf der BUGA 2021 auf das Thema Flächengerechtigkeit aufmerksam. Die Installation wird ergänzt durch ein Quiz für Kinder und Jugendliche sowie durch verschiedene Veranstaltungen zu nachhaltiger Mobilität. Berlin/Erfurt, 29. April 2021. Ein Bett mit Nachttisch, ein Schreibtisch mit Stuhl und ein Kleiderschrank – all das passt problemlos auf einen Parkplatz. Denn mit durchschnittlich zwölf Quadratmetern ist er größer als viele deutsche Kinderzimmer. Auf den enormen Platzverbrauch durch parkende Pkw in unseren Städten macht der ökologische Verkehrsclub VCD auf der Bundesgartenschau (BUGA) in Erfurt mit seiner Installation „12qmENTDECKEN“ aufmerksam. Ein Parkplatz wird von April bis Oktober 2021 in ein begehbares Kinderzimmer mit zahlreichen Informationen zu nachhaltiger Mobilität verwandelt.

Tanja Terruli, Projektleiterin „Straßen für Menschen“: „Das begehbare Kinderzimmer verdeutlicht, wie viel Platz ein stehendes Auto im öffentlichen Raum einnimmt. Gerade in unseren Städten ist dieser Platz knapp und wertvoll, doch wir haben uns so sehr an die überall parkenden Pkw gewöhnt, dass sie uns gar nicht mehr auffallen. Wir möchten die Menschen daran erinnern, dass die Straße nicht automatisch den Autos gehört – sondern uns allen.“

In dem Kinderzimmer finden sich Informationen rund um die Themen Flächenverbrauch, lebenswerte Städte und nachhaltige Mobilität. Auf einem zweiten Parkplatz nebenan wird mit einem Bodenbanner der zunehmende Platzbedarf von Autos durch immer größere Modelle dargestellt. Bei einem Quiz können Kinder und Jugendliche ihr erworbenes Wissen testen und im Rahmen einer Verlosung tolle Preise gewinnen. Die Installation des VCD ist während des gesamten Zeitraums von April bis Oktober für alle BUGA-Besucher geöffnet. Parallel plant das VCD-Projekt „Straßen für Menschen“ gemeinsam mit der Ortsgruppe Erfurt zahlreiche Veranstaltungen rund um lebenswerte Städte.

Falko Stolp, Vorsitzender VCD-Ortsgruppe Erfurt: „Wir kreieren mit unserer Installation auf der BUGA einen Erlebnisraum – insbesondere für Kinder und Jugendliche. Die einstige Parkfläche wird so zu einem Ort des Entdeckens und Lernens. Gerade für Familien ist unser begehbares Kinderzimmer ein toller Ort für einen Ausflug der Spaß macht und gleichzeitig lehrreich ist.“

Passend zur Themenwoche „Bewusst(er) leben – Die Nachhaltigkeitswoche“ veranstaltet der VCD, vorausgesetzt die Corona-Pandemie lässt das zu, am 29.08.2021 das Aktionsformat 12qmKULTUR und zeigt mit einem bunten Programm auf einem umgewidmeten Parkplatz, wie wir das gesellschaftliche und kulturelle Leben wieder zurück in den öffentlichen Raum holen können. Ein weiteres Highlight sind die Aktionen im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche (16.09. bis 22.09 2021). Hier veranstaltet die VCD-Ortsgruppe ihren PARK(ing) Day auf der BUGA und lädt darüber hinaus in Erfurt zu einer Kidical Mass Fahrrad-Demonstration ein. Jeden zweiten Mittwoch im Monat lädt der VCD Erfurt außerdem zu Diskussionsrunden und Informationsabenden ein. Dort befassen sie sich mit Themen rund um den Fuß- und Radverkehr in Thüringen.

 

Die Installation des VCD befindet sich auf dem BUGA-Gelände am Petersberg in der Nähe des Grünen Klassenzimmers.

Bildmaterial finden Sie unter vcd.org/service/presse/bildmaterial/aktionsfotos/

Das Projekt wird von PHINEO im Rahmen der Initiative Mobilitätskultur gefördert. Mehr zum Projekt „Straßen für Menschen“: https://www.vcd.org/flaechengerechtigkeit  

 

Pressekontakt:
Anne Fröhlich, Pressereferentin • 0171/60 52 409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Ansprechpartner vor Ort:
Falko Stolp, Vorsitzender VCD-Ortsgruppe Erfurt • 0151/15 67 64 41 • erfurt@vcd.org
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3926 Wed, 28 Apr 2021 16:35:44 +0200 „Macht unsere Schulen fahrradfit!“ http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/macht-unsere-schulen-fahrradfit/ Viele Schulen sind nicht fahrradfreundlich gestaltet. Häufig fehlt es etwa an guten Abstellanlagen und sicheren Radwegen. Mit Klima-Aktivist Jakob Blasel, der Gründerin der Berliner Initiative „Sicher zur Schule“ und Schulleiter*innen diskutierten VCD und AKTIONfahrRAD die Frage „Fahrradfreundliche Schule! Wie geht das?“. Cem Özdemir, der seine Teilnahme kurzfristig absagen musste, äußerte sich in einer Videobotschaft. Berlin, 28. April 2021. Um die Frage, wie Schulen fahrradfreundlicher werden können, drehte sich am Mittwoch alles bei der Online-Diskussion „Fahrradfreundliche Schule! Wie geht das?“ des ökologischen Verkehrsclub VCD und AKTIONfahrRAD (AfR). Grünen-Politiker und AfR-Botschafter Cem Özdemir betonte in einer Videobotschaft den integrativen Charakter des Fahrrads: Die eigenständige Mobilität mache Kinder unabhängiger, selbstbewusster und fitter - und zwar unabhängig von Geschlecht oder Herkunft. Klima-Aktivist Jakob Blasel, Mitbegründer der Fridays-For-Future-Bewegung und Botschafter der „FahrRad!“-Jugendkampagne des VCD, hob die Wichtigkeit von sicheren Radwegen hervor. Um das Problem von immer mehr Elterntaxis in den Griff zu bekommen, müsse nicht nur das unmittelbare Schulumfeld für radelnde Kinder und Jugendliche sicherer werden, sondern alle Wege.

Anika Meenken, Sprecherin für Radverkehr und Mobilitätserziehung beim VCD, moderierte die Diskussion und zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis: „Ich nehme sehr viel mit aus der anregenden Debatte. Klar ist: es muss sich dringend etwas tun auf unseren Fahrradwegen, damit noch mehr Kinder und Jugendliche gern in die Pedale treten und ihre Eltern sich keine Sorgen um ihre Sicherheit machen müssen.“

Konkrete Vorstellungen und Ideen, wie man Schulen fahrradfreundlicher gestalten könnte, gab es in der Diskussion reichlich: etwa mehr Fahrrad- und Rollerstellplätze an Schulen sowie das verpflichtende Erstellen von Radschulwegplänen. Besonders wichtig war aus Sicht der Diskussionsteilnehmenden die Einführung von Tempo 30 nicht nur im direkten Umfeld von Schulen, sondern als allgemeine Basisgeschwindigkeit innerorts. Das betonte auch Cem Özdemir in seiner Videobotschaft. Vor allem Straßen, die laut Schulwegeplänen viel von Kindern benutzt werden, sollten fahrrad- und fußverkehrsfreundlich gestaltet werden. Das fordern auch der VCD und AfR in ihrem neuen Forderungspapier, das sich an Bundes- und Landespolitik, Kommunen und Schulen richtet.

Ulrich Fillies, AfR-Vorsitzender: „Fahrrad fahren tut gut, uns und dem Klima. Gerade Kinder und Jugendliche profitieren von mehr Bewegung und besserer Konzentrationsfähigkeit im Unterricht. Doch viel zu oft verhindern das Fehlen sicherer Radwege und eine schlechte Infrastruktur, dass mehr Kinder die zahlreichen Vorteile des Radfahrens erleben können. Deshalb fordern wir: Macht unsere Schulen fahrradfit!“

Um Kinder und Jugendliche für das Radfahren zu begeistern, hat der ökologische Verkehrsclub VCD die Kampagne »FahrRad! Fürs Klima auf Tour« ins Leben gerufen und konnte so schon über 80.000 Jugendliche aufs Rad bringen.

Die gemeinsamen Forderungen von VCD und AKTIONfahrRAD finden Sie hier.


Mehr zur VCD-Aktion „FahrRad!“:

Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren können sich mit ihren Schulklassen, Jugendgruppen oder Familien ab sofort und fortlaufend bis Ende August unter www.klima-tour.de anmelden. Jeder erradelte Kilometer kann auf dem Online-Portal eingetragen werden. Das bringt die teilnehmenden Gruppen gleichzeitig auf einer virtuellen Tour durch Deutschland und Europa voran. An 18 Stationen auf der Online-Tour werden Fahrrad- und Klimathemen jugendgerecht präsentiert. Außerdem gibt es Mitmachaktionen und Quizfragen. Für die Kombination aus richtigen Antworten und gesammelten Fahrradkilometern können als Hauptgewinn bis zu 500 Euro für die Gruppenkasse, eine Fahrradabstellanlage und weiteres Equipment für kommende Radausflüge gewonnen werden. Lehrkräfte und Jugendgruppenleiter finden auf der Webseite Unterrichtsmaterialien und Aktionsideen aus den Bereichen Fahrrad, Klimaschutz und Mobilitätsbildung. Das Jugendprojekt „FahrRad!“ ist eine Kooperation mit der »AKTIONfahrRAD« (www.aktionfahrrad.de). 


Pressekontakt
Anne Fröhlich • VCD-Pressestelle • 030/280351-18 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV  

Ulrich Fillies • Vorsitzender AKTIONfahrRAD • info@aktionfahrrad.de • www.aktionfahrrad.de


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

AKTIONfahrRAD ist angetreten, um Kinder und Jugendliche frühzeitig und nachhaltig aufs Rad zu bringen. Deshalb muss auch vor dem Hintergrund der aktuellen Umwelt-, Gesundheits- und Verkehrsproblematik spätestens in den Schulen damit begonnen werden, die Schülerinnen und Schüler verstärkt aufs Rad zu setzen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Lehrerinnen und Lehrer als starke Partner gebraucht. Für AKTIONfahrRAD bedeutet das, schulkonforme nachhaltige Projekte für sie zu schaffen, damit es ihnen möglich wird, im Schulbetrieb den Weg zum Fahrrad zu finden. Um das umzusetzen, sind die Aktionen, wie „Deutschlands fahrradfreundlichste Schule“, „Deutsche Schulmeisterschaft“, „Reparaturservice“, „Lehrerfortbildung“ und „Schülerreporter“ ins Leben gerufen worden. Durch diese hilft AKTION fahrRAD den Lehrkräften in den Schulen, das Fahrradfahren wieder populär und nachhaltig betreiben zu können.

 

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news-3923 Tue, 27 Apr 2021 09:00:00 +0200 Ambitionierter Plan für mehr Sicherheit im Radverkehr http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/ambitionierter-plan-fuer-mehr-sicherheit-im-radverkehr/ Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt den heute auf dem Radverkehrskongress vorgestellten NRVP 3.0 als ambitioniertes Bekenntnis zur Radverkehrsförderung. Gerade im Bereich Verkehrssicherheit enthält der Plan viele wichtige Verbesserungen. Allerdings kritisiert der VCD, dass Tempo 30 als zentrale Maßnahme im Sinne der Vision Zero nicht vorkommt. Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr und Mobilitätsbildung, kommentiert:

„Der Nationale Radverkehrsplan (NRVP) 3.0 ist ein ambitioniertes Bekenntnis zur Radverkehrsförderung für die nächsten zehn Jahre mit konkreten Zielen und Maßnahmen. So ist etwa vorgesehen, die Zahl der im Verkehr getöteten Radfahrenden gegenüber 2019 um 40 Prozent zu reduzieren, und zwar bei gleichzeitig angestrebter Verdoppelung der mit dem Rad gefahrenen Kilometer. Dass darüber hinaus die Vision Zero zu einem Leitbild der Radverkehrsförderung erklärt wird, ist wichtig und richtig. Ziel unserer Verkehrspolitik muss sein, dass wir eine Infrastruktur schaffen, die Fehler verzeiht. Nur dann können alle Menschen, ganz besonders Kinder, sicher und eigenständig mobil sein.

Darüber hinaus freuen wir uns, dass eine langjährige VCD-Forderung endlich Gehör gefunden hat: Vom Kindergarten an soll Mobilitätsbildung künftig in allen Ländern auf dem Bildungsplan stehen. Außerdem sollen Schulen fahrradfreundlicher gestaltet werden, unter anderem durch bessere Anbindung an das Radverkehrsnetz und den Bau von Fahrradabstellanlagen.

Das sind sehr gute Ansätze, allerdings fehlt ein klares Bekenntnis zu Tempo 30 innerorts. So ist im NRVP nur von „reduzierten Geschwindigkeitsunterschieden“ die Rede, doch Tempo 30 kommt auf den 80 Seiten des Radverkehrsplans nicht ein einziges Mal vor. Dabei ist Tempo 30 als Basisgeschwindigkeit innerorts eine der wichtigsten Maßnahmen überhaupt, um die Vision Zero greifbar zu machen. Außerdem trägt sie wie kaum eine andere so sehr zu mehr Lebensqualität in unseren Städten bei – durch bessere Luft, mehr Platz für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind und die Vermeidung von Lärm.“

 

Pressekontakt:
Anika Meenken • VCD-Sprecherin für Radverkehr und Mobilitätsbildung • 030 / 280 351-403 • anika.meenken@vcd.org
Anne Fröhlich, Pressereferentin VCD • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3918 Wed, 14 Apr 2021 14:22:31 +0200 Breites Bündnis fordert sozial- und klimaverträgliche Mobilitätswende http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/breites-buendnis-fordert-sozial-und-klimavertraegliche-mobilitaetswende/ Zusammenschluss aus Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverbänden und der Evangelischen Kirche in Deutschland stellt Handlungsempfehlungen vor Ein zivilgesellschaftliches Bündnis hat heute seine Handlungsempfehlungen für eine sozial gerechte und ökologische Mobilitätswende vorgestellt.

DGB, IG Metall, ver.di, SoVD, VdK, AWO, BUND, VCD, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und NABU vertreten zusammen viele Millionen Menschen und signalisieren damit, dass weite Teile der Bevölkerung dringenden Handlungsbedarf im Bereich der Mobilitätspolitik sehen. Entsprechend fordert das Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende die Bundesregierung zu entschlossenerem Handeln auf: Es ist möglich, gleichzeitig das Klima zu schützen und die Lebensqualität von Millionen Bürgerinnen und Bürgern spürbar zu verbessern.

Der Beitrag des Verkehrssektors zum Klimaschutz ist längst überfällig. Gleichzeitig bietet der  Umbau des Mobilitätssystems die Chance, den unterschiedlichen Bedürfnissen aller Menschen im Land gerecht zu werden: ob Menschen in der Stadt oder auf dem Land, Beschäftigte mit hohem oder niedrigen Einkommensniveau, jung oder alt, gesund oder mit körperlichen Einschränkungen. Außerdem geht es um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Mobilitätswirtschaft.

Das Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende hat sich gegründet, um den gesamtgesellschaftlichen Dialog über die Ausrichtung der Verkehrspolitik konstruktiv zu begleiten und einer weiteren Spaltung der Gesellschaft darüber entgegenzuwirken. Durch seine Arbeit strebt das Bündnis an, die fortwährenden Auseinandersetzungen über die Zukunft der Mobilität zu entschärfen. Die Vorschläge des Bündnisses sollen dazu dienen, eine gemeinsame Vorstellung der künftigen Mobilitätswelt zu entwickeln und daraus Handlungsschritte abzuleiten. Das vorgelegte Papier erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern dient als Debattenanstoß. Ziel ist, die Ideen in den kommenden Monaten im öffentlichen Austausch mit den Menschen und Bündnispartnern vor Ort weiter auszugestalten.

Die Arbeit des Bündnisses wird gefördert und unterstützt durch die Stiftung Mercator und die European Climate Foundation.

Die Handlungsempfehlungen zum Download: https://www.vcd.org/artikel/buendnis_sozialvertraegliche_mobilitaetswende
 

Nachfolgend finden Sie die Zitate der beteiligten Organisationen für Ihre Berichterstattung:

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub VCD: „Die Verkehrswende ist seit seiner Gründung oberstes Ziel des VCD. Unsere Klimaziele für den Verkehrsbereich schaffen wir nur, wenn wir Mobilität ökologisch und sozial gerecht gestalten. Dieser Herausforderung stellen wir uns mit dem Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende. Wenn Menschen aller Alters- und Einkommensgruppen besser und barrierefrei an Bahn, Bus, Fuß- und Fahrradinfrastruktur angebunden sind, profitieren davon am Ende alle. Nachhaltige Mobilität ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe, schont Klima und Umwelt und schafft neue, zukunftsfähige Jobs in der Mobilitätswirtschaft. Deshalb ist die Verkehrswende sozial.“

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Die Mobilitätswende hat das Zeug, als Gewinnergeschichte in die gesellschaftlichen Umbrüche des 21. Jahrhunderts einzugehen. Heute ist der Verkehrssektor ein entscheidender Treiber des Klimawandels und vieler anderer Umweltbelastungen. In den letzten 30 Jahren ist es uns nicht gelungen, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Das liegt auch an fehlenden guten Ideen für eine sozial gerechte Veränderung im Verkehrssektor. Kommen aber alle wesentlichen Akteure an einen Tisch, zeigt sich schnell, dass die Differenzen weit geringer sind, als von vielen vermutet. Künftig kann ein verändertes Mobilitätssystem auch zum Erreichen der Klimaziele beigetragen, die Lebensqualität aller erhöhen, den Wohlstand sichern und gesellschaftliche Teilhabe stärken. Der Fahrplan des Bündnisses Sozialverträgliche Mobilitätswende hat heute den Grundstein dafür gelegt.“

Verena Bentele, Präsidentin Sozialverband VdK: „Die Verkehrswende wird unsere Städte und Dörfer verändern. Als Sozialverband VdK wollen wir diesen Wandel aktiv mitgestalten und uns für mehr Teilhabe und Gerechtigkeit stark machen. Barrierefreie Bahnhöfe, mehr Platz für Rollatoren und Kinderwägen auf den Gehwegen oder vielfältige Sharing-Angebote auch auf dem Land: Eine soziale Mobilitätswende muss gesellschaftliche Teilhabe für alle ermöglichen.“

Dr. Ruth Gütter, Evangelische Kirche in Deutschland: „Seit vielen Jahren engagieren sich die evangelischen Landeskirchen und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) für Klimagerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung. Der christliche Glaube an Gott, der nach biblischem Zeugnis alles Leben geschaffen hat, ist für uns als kirchlicher Bündnispartner die entscheidende Motivation, für die Achtung und Erhaltung der Mitschöpfung sowie für die Würde und Lebensrechte aller Menschen der gegenwärtigen und der zukünftigen Generation einzutreten. Die EKD hat in vielen Synodenbeschlüssen und in Grundsatztexten die globalen Klimaziele und die Ziele für nachhaltige Entwicklung positiv gewürdigt und festgehalten, dass die EKD selbst aktiv mit ihren Möglichkeiten dazu beitragen will, dass diese Ziele erreicht werden. Die Verkehrswende in Deutschland ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Umsetzung dieser Ziele.“

SoVD-Präsident Adolf Bauer: „Der Schutz unserer Umwelt geht uns alle etwas an. Nur gemeinsam können wir es schaffen, den Klimawandel zu stoppen. Ein erster Schritt wäre ein klimaschonenderes Mobilitätsverhalten. Das muss aber auch für Jedermann bezahlbar sein. Klimaschutz darf kein Elitenprojekt und ein umweltbewusstes Leben kein Luxus sein. Bei allen Maßnahmen müssen die Stärkung der sozialen Gerechtigkeit und v.a. eine gerechte Verteilung der Lasten sowie ein gleicher Zugang zu Mobilität mitgedacht werden. Nur so können wir langfristig eine Mobilitätswende erreichen, von der am Ende alle profitieren.“

Stefan Körzell, DGB-Bundesvorstandsmitglied:„Die Transformation unseres Mobilitätssystems muss untrennbar mit sozialer Sicherheit und guter Arbeit verknüpft werden: Mitbestimmt, tariflich bezahlt und sozial abgesichert. Die Bundesregierung muss endlich damit beginnen, den Strukturwandel in der Mobilitätswirtschaft aktiv zu gestalten. Dazu gehören eine regionale Strukturpolitik, eine aktive Industriepolitik, Weiterbildungsinitiativen und eine Qualifizierungspolitik, die den Strukturwandel entschlossen gestaltet. Dort, wo Arbeitsplätze verloren gehen, muss es neue Perspektiven für die Beschäftigten geben: im Fahrzeugbau, bei der Bahn, im Öffentlichen Nahverkehr, in den Planungsverwaltungen oder in der Softwareentwicklung. Dabei geht es auch um gleichwertige Lebensverhältnisse: Viele ländliche Räume sind inzwischen vom öffentlichen Verkehr abgekoppelt. Der ÖPNV ist das Rückgrat einer Mobilitätswende für alle.“

Christine Behle, stellvertretende Vorsitzende ver.di-Vorsitzende: „Die Mobilitätswende geht alle an und sie kann nur gelingen, wenn die Politik handelt. Bei einem Blick in die Betriebe wird deutlich, wie groß der politische Handlungsdruck im ÖPNV ist. Bis 2030 werden 100.000 neue Beschäftigte benötigt, zugleich schrecken die Arbeitsbedingungen viele Bewerber*innen ab. Mit dem Ausbau des ÖPNV und Investitionen ins Personal kann die Wende ins Rollen gebracht werden, so dass die Umwelt, die Beschäftigten und die Nutzer*innen am Ende profitieren. Gute Arbeitsbedingungen sind dafür eine wichtige Voraussetzung.“

Dr. Lars Grotewold, Leiter Klimaschutz der Stiftung Mercator: „Mit der Förderung des Bündnisses möchte die Stiftung Mercator zu einem konstruktiven und lösungsorientierten zivilgesellschaftlichen Diskurs über die Umsetzung einer Mobilitätswende beitragen, die signifikante Minderungen von Emissionen mit wirtschaftlicher Prosperität und sozialer Gerechtigkeit verbindet“.

Antje von Broock, Geschäftsführerin Politik und Kommunikation des BUND: „Das Klima zu schützen und den sozialen Zusammenhalt unserer Demokratie zu erhalten, sind die großen Aufgaben unserer Zeit. Um unsere Klimaziele zu erreichen, werden einschneidende Veränderungen notwendig. Sie bergen die Chance für einen nachhaltigen Umbau unserer Gesellschaft. Dafür müssen wir die Umwelt, die Verkehrsteilnehmer*innen und auch die Beschäftigten im Mobilitätssektor gleichzeitig im Blick behalten. Die Arbeit in diesem Bündnis hat gezeigt, dass wir diese Erkenntnis teilen und gemeinsame Ziele haben. Gemeinsam können wir die Mobilitätswende, ein bedeutendes und zugleich herausforderndes Projekt, stemmen. Wir haben vorgelegt, die neue Bundesregierung muss ab Herbst folgen.“

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall: „Es ist unbestritten, dass wir eine Mobilitätswende brauchen, ihr Wie bleibt auszuhandeln. Wer die Mobilitätswende sozial gestalten will, muss auch die Interessen vieler hunderttausend Menschen in der Automobil- und Zulieferindustrie im Wandel berücksichtigen. Nur mit guter Vermittlung zwischen ökologischer und sozialer Perspektive auf Mobilität kann dieses gesellschaftliche Mega-Projekt gelingen. Dafür hat die IG Metall gemeinsam mit vielen Partnern das „Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende“ ins Leben gerufen. Die IG Metall freut sich sehr, in diesem Rahmen Unterstützung für ihre Forderung einer umfassenden industrie-, regional-, arbeitsmarkt- und weiterbildungspolitischen Begleitung der Transformation zu finden. Auch das gewerkschaftliche Leitbild „gute Arbeit“ für die gesamte Mobilitätswirtschaft und die Anerkennung der enormen Investitionsbedarfe sind Teil dieses integrierten Blicks auf die Mobilitätswende.“

Brigitte Döcker, Mitglied des AWO Bundesvorstandes: „Unser Ziel ist eine inklusive Mobilität, die flächendeckend für alle zugänglich ist und gleichzeitig Verkehr reduziert und verlangsamt - das ist die Vision, auf die die Politik konsequent hinarbeiten muss. Für mehr Lebensqualität, für mehr Gesundheit und Gerechtigkeit gegenüber künftigen Generationen. Die aktuelle Verkehrspolitik in Deutschland verfehlt nicht nur Klimaziele, sondern ist auch in sozialer Hinsicht sprichwörtlich vom Kurs abgekommen. Es mangelt ihr an einem Selbstverständnis, das gesellschaftliche Teilhabe und Gemeinwohl in den Mittelpunkt und vor die Interessen Einzelner bzw. großer Konzerne stellt.“

Pressekontakt
Alexander Kaas Elias • Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität • 030/280351 -281 • alexander.kaaselias@vcd.org
Franziska Fischer • Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org
Twitter: @VCDeV


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3905 Mon, 29 Mar 2021 08:10:59 +0200 Für mehr Mobilität mit weniger Verkehr - Zehn Forderungen an die nächste Bundesregierung http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/fuer-mehr-mobilitaet-mit-weniger-verkehr-zehn-forderungen-an-die-naechste-bundesregierung/ Sechs Monate vor der Bundestagswahl legt der ökologische Verkehrsclub VCD seine Forderungen an die Politik vor: Zehn Maßnahmen für eine zukunftsfähige Mobilität. Ein Bundesmobilitätsgesetz soll den Rahmen für die sozial-ökologische Verkehrswende bilden. Berlin, 29.03.2021. Die nächste Bundesregierung muss die Verkehrswende endlich entschlossen auf den Weg bringen. Fuß- und Radverkehr, Bahn und öffentlicher Nahverkehr müssen massiv ausgebaut und attraktiv gestaltet werden. Dann werden sie zu einer echten Alternative zum eigenen Pkw und ermöglichen Teilhabe auch für Menschen im ländlichen Raum oder mit geringem Einkommen.

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD: „Wir fordern von der künftigen Bundesregierung, dass sie Mut zum Kurswechsel beweist. Die Ideen und Konzepte dafür sind längst da. Die Bundesregierung muss konsequent wirksame Maßnahmen für mehr Klimaschutz umsetzen. Ohne eine echte Verkehrswende ist das nicht zu schaffen. Dem darf sich auch das Bundesverkehrsministerium nicht länger verweigern. Dann gelingt es uns, unsere Klimaschutzziele auch dauerhaft einzuhalten.“

Welche Maßnahmen notwendig sind, damit wir mehr Mobilität mit weniger (Auto-)Verkehr erreichen, hat der VCD für zehn Bereiche zusammengefasst: ÖPNV, Bahn, sozial-ökologische Steuerreform, Antriebswende, Luftverkehr, sichere Mobilität, Radverkehr, Fußverkehr, Digitalisierung und Mobilitätsbildung. 

Für den Öffentlichen Nahverkehr fordert der VCD unter anderem eine Anschlussgarantie für Bus und Bahn. Eine mindestens stündliche Anbindung für alle Orte ab 200 Einwohnerinnen und Einwohnern soll den ÖPNV als Rückgrat der Verkehrswende stärken. Deutschlandweit soll der öffentliche Verkehr als kommunale Pflichtaufgabe festgelegt werden. Tarife sollen unter dem Dach eines Deutschlandtarifs vereinheitlicht werden – ein Ticket reicht dann für die gesamte Reisekette.

Um die Klimabilanz des Luftverkehrs zu verbessern müssen vor allem Steuerprivilegien abgebaut und spürbare Preissignale gesetzt werden. Flüge unter 700 km gehören auf die Schiene verlagert. 

Sämtliche Planungen für den Aus- und Neubau von Autobahnen und Bundesstraßen müssen auf ihre Klimaverträglichkeit überprüft werden. Bis dahin muss ein Moratorium gelten. Stattdessen müssen ab sofort mindestens drei Milliarden Euro jährlich und insgesamt zwei Drittel der Investitionen in Verkehrsinfrastruktur in den Aus- und Neubau der Schiene fließen.  

Um einen echten Paradigmenwechsel im Verkehr einzuleiten fordert der VCD zudem ein Bundesmobilitätsgesetz als Rahmen für klimafreundliche Mobilität. Dieses stellt sicher, dass Verkehr integriert über alle Verkehrsmittel und staatlichen Ebenen hinweg zielgerichtet geplant, finanziert und organisiert wird.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Das Bundesmobilitätsgesetz als Rahmen für klimafreundliche Mobilität kann die Verkehrswende unterstützen und beschleunigen. Unsere Forderungen werden wir bis zur Bundestagswahl in den politischen Prozess einbringen und dazu einen breiten Dialog über Notwendigkeit und Umsetzung eines Bundesmobilitätsgesetzes führen.“

Die Forderungen des VCD zur Bundestagswahl: https://www.vcd.org/artikel/zehn-forderungen-des-vcd-zur-bundestagswahl/

Mehr über das Bundesmobilitätsgesetz: https://www.vcd.org/bundesmobilitaetsgesetz/



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Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer • Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org
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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

 

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news-3904 Fri, 26 Mar 2021 14:35:01 +0100 Reform des Personenbeförderungsgesetzes: Kompromiss mit Luft nach oben http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/reform-des-personenbefoerderungsgesetzes-kompromiss-mit-luft-nach-oben/ Bundesrat verabschiedet PBefG-Novelle. Klare Spielregeln für neue Mobilitätsformen waren überfällig. Kompromiss reicht für den VCD aber nicht aus, On-Demand-Angebote effektiv, nachhaltig und im besten Interesse der Fahrgäste zu regulieren. Bastian Kettner, VCD-Sprecher für ÖPNV und Multimodalität, zieht Bilanz:

„Wir begrüßen es, dass die Behörden großer Städte Instrumente an die Hand bekommen, neben gewerblichen Poolingverkehren wie MOIA oder Clevershuttle auch die Dienste von App-vermittelten Mietwagenverkehren wie Uber oder Free Now zu regulieren – zumindest, wenn diese eine große Marktmacht haben. Dass kleinere Kommunen diese Möglichkeit nicht erhalten, sehen wir kritisch, weil gerade dort die wirtschaftliche Tragfähigkeit von ÖPNV oder klassischem Taxigewerbe stärker gefährdet werden könnte. Eine Vorbestellfrist für App-Mietwagenverkehre, wie von uns gefordert, hätte eine bessere Linie zu den klassischen Taxen gezogen.

Eine klarere Rechtsgrundlage gibt es nun dadurch, dass Vermittlungsplattformen als Personenbeförderer gelten, wenn sie die Mobilitätsservices kontrollieren. Dadurch tragen auch sie jetzt Verantwortung für die Einhaltung der Regelungen bei von ihnen vermittelten Fahrten - bislang eine rechtliche Grauzone.

Positiv bewerten wir auch, dass lokale Behörden die Möglichkeit bekommen, konkrete Vorgaben zur Barrierefreiheit und zu Emissionsstandards beim gewerblichen Pooling und für das Taxigewerbe zu erlassen, sowie ein dazugehöriges Sanktionsinstrument. So kann die Genehmigung für diese Services versagt werden, wenn Standards zur Emissionseinsparung oder zur Barrierefreiheit nicht erfüllt werden. Nicht nachvollziehbar ist hingegen, weshalb dies nicht genauso für das Mietwagengewerbe gelten soll. Dieses kann zwar auch seine Genehmigung verlieren, wenn Emissionsgrenzen nicht eingehalten werden. Pflichten zur Herstellung von Barrierefreiheit werden Mietwagenfirmen allerdings nicht auferlegt.

Ein Knackpunkt bleibt die fehlende Festlegung von Sozialstandards für On-Demand-Verkehre. Kommunen dürfen privaten Betreibern nur bei gewerblichen Poolingdiensten Vorgaben dazu machen. Für App-Mietwagenverkehre gilt das nicht – zum Nachteil der Beschäftigten. Auch hier wären einheitliche Mindestsozialstandards auf Bundesebene für alle On-Demand-Verkehre wichtig gewesen. Zum einen, um einen Flickenteppich an Regelungen zu verhindern, zum anderen um die Verantwortung für die Einführung solcher Standards nicht auf die die kommunale Ebene abzuwälzen. Sonst besteht die Gefahr, dass Kommunen organisatorisch überfordert sind und im schlimmsten Fall gar keine Sozialstandards setzen.

Der VCD fordert daher auch nach dem heutigen Abschluss der Novellierung des Gesetzes im Bundesrat Nachbesserungen, damit Kommunen, Fahrgäste und Beschäftigte nicht das Nachsehen haben. Zielführend wären bundesweite Mindestauflagen zu Emissionswerten und sozialen Standards sowie zum Ziel der Barrierefreiheit für alle flexiblen Mobilitätsangebote.“

 

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Bastian Kettner • VCD-Sprecher für Bahn, ÖPNV und Multimodalität• 030 / 280 351-36 • bastian.kettner@vcd.org
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.org
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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3902 Tue, 16 Mar 2021 11:53:23 +0100 Gesunkene CO2-Emissionen im Verkehr: Ein Jahr im Krisenmodus macht noch keine Verkehrswende http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/gesunkene-co2-emissionen-im-verkehr-ein-jahr-im-krisenmodus-macht-noch-keine-verkehrswende/ Die Klima-Bilanz 2020 der Bundesregierung zeigt: Die CO2-Emissionen im Verkehr sind im letzten Jahr um 11,4 Prozent gesunken. Der ökologische Verkehrsclub VCD warnt davor, Anstrengungen beim Klimaschutz zu reduzieren. Nach dem Ende der Corona-Lockdowns droht ein starker Wiederanstieg der Emissionen durch mehr Mobilität. Berlin, 16.03.2021. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind die CO2-Emissionen im Verkehr laut der aktuellen Klima-Bilanz der Bundesregierung deutlich zurückgegangen. Sofortmaßnahmen, wie im Klimaschutzgesetz vorgesehen, bleiben dem Verkehrsministerium damit vorerst erspart. Aus Sicht des VCD liegt der Rückgang aber vor allem an der stark gesunkenen Mobilität während der Corona-Krise, nicht an einer nachhaltigeren Verkehrspolitik.

Prof. Dr. Stefan Bajohr, VCD-Bundesvorsitzender: „Wegen der Lockdowns sind viele Autofahrten zum Büro entfallen, der Flugverkehr blieb fast komplett am Boden, viele Menschen sind auf das Fahrrad umgestiegen. Doch vor allem auf der Straße nimmt der Verkehr längst wieder zu. Viele Menschen werden wieder in den Urlaub fahren oder fliegen, sobald es möglich ist. Da gibt es großen Nachholbedarf. Schon in diesem oder im nächsten Jahr könnten die Emissionen wieder deutlich steigen. Der Verkehrsminister selbst hat herzlich wenig zu der guten Bilanz des vergangenen Jahres beigetragen. Umso wichtiger ist es jetzt, endlich wirksamen Klimaschutz auf den Weg zu bringen.“

Um die Klimaziele zu erreichen, braucht es aus Sicht des VCD auch in den kommenden Jahren einen Rückgang dieser Größenordnung. Werden die nationalen Ziele an das neue, verschärfte EU-Ziel angepasst, steht für den Verkehr eine noch deutlich höhere Reduktion von 50 bis 55 Prozent bis 2030 an.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD: „Die Bundesregierung muss ihr Klimaschutzprogramm zügig überarbeiten. Für den Verkehr bedeutet das: Die Antriebswende muss beschleunigt und die Alternativen zum eigenen Auto gestärkt werden. Was sich im letzten Jahr bewährt hat, sollten wir weiter ausbauen: Statt neuer Autobahnen lieber Pop-up-Radwege schaffen und verstetigen, statt Dienstwagenprivileg und Entfernungspauschale besser Lastenräder und ÖPNV-Abos fördern.“

Dass auch sehr viele Dienstreisen und damit Fahrtkilometer und CO2 durch Videokonferenzen gespart werden können, haben der VCD und das Borderstep Institut vor kurzem in einer Studie vorgestellt: https://www.vcd.org/artikel/klimaschutzpotenziale-von-videokonferenzen-und-homeoffice/


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Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher • michael.mueller-goernert@vcd.org
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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3783 Tue, 23 Feb 2021 13:41:25 +0100 Reform des Personenbeförderungsgesetzes führt Verkehrswende ad absurdum http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/reform-des-personenbefoerderungsgesetzes-fuehrt-verkehrswende-ad-absurdum/ Die Pläne zur Reform des PBefG verfehlen das Ziel, Verkehr zu verlagern, und führen zu ruinösem Wettbewerb zwischen Anbietern. So kann das Gesetz nicht beschlossen werden, kommentiert Bastian Kettner, Sprecher für ÖPNV und Multimodalität beim ökologischen Verkehrsclub VCD: „Eins wurde in der Anhörung zur PBefG-Reform im Bundestag gestern mehr als deutlich: Wird der Gesetzentwurf nicht noch mal gründlich überarbeitet, führt das Gesetz zu noch mehr überlasteten Städten, einer stärkeren Klimabelastung, prekären Jobs und einem ruinösen Wettbewerb zwischen alten und neuen Mobilitätsanbietern.

Was wir brauchen, sind klare, bundesweit einheitliche und für alle Mobilitätsarten gültige Mindestauflagen, die Klima und Beschäftigte schützen sowie Mobilität auch für Menschen mit Handicap sichern. Kommunen müssen die Möglichkeit haben, Mietwagenfirmen wie Uber oder Free Now zeitlich und räumlich zu beschränken sowie eine Vorbestellfrist für per App vermittelte Mietwagen einzuführen. Zudem sollte bei allen Mobilitätsformen immer ein barrierefreies Fahrzeug buchbar sein. Falls ein Anbieter gegen die Auflagen verstößt, müssen Kommunen auch Sanktionsmöglichkeiten haben. Dabei müssen die vermittelnden Plattformen in die Haftung genommen werden, denn sie setzen die Bedingungen für Anbieter fest. Mietwagenplattformen müssen wie Poolingdienste reguliert werden, sonst werden Anbieter dieser Dienste wie beispielsweise MOIA oder ioki in den Mietwagenbereich drängen – mit gravierenden Folgen für die Kommunen.

Eine Reform des PBefG sollte das Ziel haben, klimaschädlichen Autoverkehr auf neue, öffentliche Angebote zu verlagern. Mit dem aktuellen Gesetzentwurf wird dieses Ziel jedoch klar verfehlt.“
 

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Bastian Kettner • VCD-Sprecher für Bahn, ÖPNV und Multimodalität• 030 / 280 351-36 • bastian.kettner@vcd.org
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.org
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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3777 Thu, 18 Feb 2021 07:45:00 +0100 Klima schützen, Verkehr vermeiden – Potenziale für eine nachhaltige berufliche Mobilität http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/klima-schuetzen-verkehr-vermeiden-potenziale-fuer-eine-nachhaltige-berufliche-mobilitaet/ VCD und Borderstep Institut stellen repräsentative Befragung zu Klimaschutzpotenzialen von Videokonferenzen und Homeoffice vor. Millionen Tonnen Treibhausgase könnten eingespart werden, wenn die Rahmenbedingungen für mobiles Arbeiten und nachhaltige Mobilität stimmen. Ein großer Teil unserer Mobilität entsteht durch berufsbedingte Wege. Jeder vierte Weg ist auf das Pendeln zum Arbeitsplatz und auf Wege und Reisen zur Ausübung des Berufs zurückzuführen. 2019 wurde alleine mit 195 Mio. Geschäftsreisen ein neuer Höchststand erreicht – das entspricht fast einer Million Reisen pro Arbeitstag. Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie hat sich die Arbeitswelt jedoch grundlegend verändert. Homeoffice und mobiles Arbeiten sind für viele zur neuen Normalität geworden.

Das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit hat Geschäftsreisende zu ihrem Reiseverhalten sowie zur Nutzung von Videokonferenzen und Homeoffice vor und während der Pandemie befragt und sie um eine Einschätzung gebeten, wie sich diese Trends künftig entwickeln könnten. Demnach könnte die Zahl der Geschäftsreisen in Deutschland in Zukunft dauerhaft etwa ein Drittel niedriger liegen als vor der Pandemie.

Dr. Jens Clausen vom Borderstep Institut: „Videokonferenzen statt Dienstreise haben ein hohes Potenzial für den Klimaschutz. Damit könnten ca. drei Mio. t Treibhausgasemissionen im Jahr eingespart werden. Allein der Anteil der nicht gefahrenen Autokilometer bei dieser prognostizierten Reduktion der Geschäftsreisen macht rechnerisch 700.000 Pkw überflüssig und stellt die Frage nach dem Dienstwagenprivileg neu.“

Viele Menschen arbeiten zurzeit tageweise im Homeoffice und pendeln seltener zum Arbeitsplatz. Dafür nutzen sie dann aber häufiger als zuvor das Auto, um eine Infektion mit dem Corona-Virus zu vermeiden. Obwohl der Autoverkehr in diesem Szenario zunimmt, könnten beide Effekte zusammengenommen, also mehr Homeoffice bei gleichzeitig mehr Autoverkehr, in Deutschland zur Einsparung von ca. 1,5 Mio. t Treibhausgasemissionen im Jahr führen.

Andere Faktoren könnten diese Einsparung aber noch weiter verringern, etwa die Wahl eines vom Arbeitsplatz weiter entfernten Wohnortes oder das Anmieten größerer Wohnungen, um Platz für das Homeoffice zu haben.

„Berufsbedingte Mobilität bringt neben dem Ausstoß von CO2 immer auch Stau, Lärm, Unfälle und Abgasbelastung mit sich“, sagt Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des ökologischen Verkehrsclub VCD. „Mit Zoom zum Meeting ist besser für Umwelt und Klima als der Flug zum Meeting. Und wer öfter von zuhause arbeitet, spart sich das Pendeln. Videokonferenzen und Homeoffice können einen wichtigen Beitrag leisten, um Verkehr zu vermeiden. Dafür müssen Unternehmen und Politik die notwendigen Anreize und Rahmenbedingungen schaffen.“

Aus Sicht des VCD und des Borderstep Instituts sollten Unternehmen die technischen Voraussetzungen dafür bereitstellen, mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Auch Reise- und Datenschutzrichtlinien sollten angepasst und Mobilitätspauschalen oder Diensträder eingeführt werden. Das Dienstwagenprivileg und die Entfernungspauschale sollten von der Bundesregierung abgeschafft und die rechtlichen Rahmenbedingungen für digitales Arbeiten weiter verbessert werden. Mobilitätsanbieter wie Bahnen und ÖPNV müssten mit gezielten Kommunikationskampagnen Vertrauen wiedergewinnen, ihr Angebot ausweiten und flexible Ticketangebote schaffen. Wenn diese Rahmenbedingungen stimmen, profitieren alle: Das Klima wird geschützt, der Verkehr entlastet, Arbeitnehmer gewinnen Zeit und Flexibilität und Unternehmen sparen reisebedingte Kosten.

Die Befragung des Borderstep Instituts „Klimaschutzpotenziale der Nutzung von Videokonferenzen und Homeoffice. Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Geschäftsreisenden.“ (CliDiTrans Werkstattbericht) wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
 

Hier finden Sie die Befragung: www.vcd.org/videokonferenzen


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VCD: Franziska Fischer • Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit: Maya Kristin Schönfelder • Pressesprecherin • 030 30 645 100-8 • schoenfelder@borderstep.de • www.borderstep.de


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gGmbH
Borderstep erforscht als unabhängige und gemeinnützige Wissenschaftseinrichtung die Zukunft und untersucht, was kommt (Innovation) und was bleibt (Nachhaltigkeit). Im Mittelpunkt steht dabei die Erarbeitung von Problemlösungen und Handlungsstrategien für ein nachhaltiges Wirtschaften.

 

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news-3768 Thu, 04 Feb 2021 14:12:52 +0100 Deutscher Verkehrsplanungspreis 2020 geht an Hamburg-Altona http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/deutscher-verkehrsplanungspreis-2020-geht-an-hamburg-altona/ Das Projekt „Ottensen macht Platz“ in Hamburg hat den Deutschen Verkehrsplanungspreis 2020 gewonnen. Eine Anerkennung erhielten das Projekt „Fahrradstraßen 2.0 in Münster“ sowie das Projekt „Österreichischer Platz“ in Stuttgart. Der Deutsche Verkehrsplanungspreis 2020 wird wieder von der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) e.V. in Kooperation mit dem ökologischen Verkehrsclub VCD verliehen. Prämiert werden besonders innovative integrierte stadt- und verkehrsplanerische Konzepte und Projekte. Der Preis wird im Rahmen einer Fachtagung in Karlsruhe vergeben, pandemiebedingt voraussichtlich im Sommer 2021. „Vom Parkraum zum Freiraum“ – so lautete das Motto der Ausschreibung des Deutschen Verkehrsplanungspreises 2020. Gesucht wurden innovative und ressortübergreifende Konzepte und Projekte, die aufzeigen, wie Parkplatzflächen zu attraktiven Aufenthaltsflächen im öffentlichen Raum umgewandelt werden können. Dabei sollten die wachsenden Flächenansprüche des Fuß- und Radverkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs berücksichtigt, Lösungen für das Parken im Quartier und in der Stadt aufgezeigt und so den Anforderungen an lebenswerte Stadträume und Klimaschutzmaßnahmen Rechnung getragen werden. Beworben haben sich insgesamt 13 Städte und Initiativen.

Ausgewählt wurde das Projekt „Ottensen macht Platz“, eingereicht vom Bezirksamt Altona, Hamburg. „Das komplexe Projekt zeigt, wie es gelingen kann, im vorhandenen planungsrechtlichen Rahmen vom Verkehrsversuch zu einer dauerhaften Lösung zu gelangen. Dafür braucht es Mut, auch im Umgang mit den Konflikten! Der Quartiersbezug bietet eine flächenhaft wirksame Lösung. Für den Umgang mit dem ruhenden Verkehr ist es gelungen, einen tragfähigen Lösungsansatz zu finden, der bundesweit in Bestandsquartieren in dieser Konsequenz so noch nicht umgesetzt wurde“, so Katalin Saary, Vorsitzende der Jury. „Die ausgewählten Projekte sind gute Beispiele dafür, wie Verwaltungen und Bürger*innen vor Ort die Verkehrswende voranbringen, um aus Verkehrsraum wieder mehr Lebensraum zu schaffen“, so Jurymitglied Thomas J. Mager, VCD Bundesvorstand.

Das Projekt „Fahrradstraßen 2.0 in Münster", eingereicht von der Stadt Münster, erhält eine Anerkennung seitens der Jury, „weil es aufzeigt, wie durch eine neue Prioritätensetzung der Flächenbedarf des ruhenden Verkehrs eingehegt werden kann.“ Das Projekt setze neue Standards und Qualitäten für den Radverkehr. Auch das Projekt „Österreichischer Platz" in Stuttgart erhält eine Anerkennung. Die Initiative Stadtlücken e.V. mache deutlich, dass die Verkehrswende nicht nur ein Projekt der Kommunalpolitik und Verwaltung ist, sondern alle angeht.

Mitglieder der Jury waren: Dipl.-Ing. Katalin Saary (Jury-Vorsitz), SRL-Vorstand, Büro MOBILITÄTSLÖSUNG, Dipl.-Geogr. Uta Bauer, Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH (Difu), Dipl.-Ing. Michael Glotz-Richter, Stadtverwaltung Bremen, Dipl.-Ing. Thomas Kiel d‘Aragon, Deutscher Städtetag, Dipl.-Geogr. Thomas J. Mager, Verkehrsministerium Baden-Württemberg, VCD-Bundesvorstand, Dipl.-Ing. Ulf Millauer, SRL-Vorstand, Dipl.-Ing. Mechtild Stiewe, Stadt Bochum.

Kontakt:   
Dr. Gabriele Schmidt, SRL-Geschäftsführerin • 030 / 2787 4680 • info@srl.de
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030 / 280351-12 • presse@vcd.org


Die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) e. V. ist der deutsche Berufsverband aller in der räumlichen Planung Tätigen und ein interdisziplinäres Netzwerk, das integriertes räumliches Planen fördert (weitere Informationen unter: www.srl.de).

Der ökologische Verkehrsclub VCD tritt als gemeinnütziger Umweltverband für eine umwelt- und sozialverträgliche, sichere und gesunde Mobilität ein, mit dem Ziel, die Verkehrswende in Deutschland umzusetzen (weitere Informationen unter: www.vcd.org). 

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news-3767 Thu, 21 Jan 2021 10:25:39 +0100 Priorität für die Schiene! Nächste Bundesregierung muss Tempo machen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/prioritaet-fuer-die-schiene-naechste-bundesregierung-muss-tempo-machen/ Die drei Kernforderungen der Bahnverbände im Wahljahr 2021: Infrastruktur ausbauen, Schiene konsequent digitalisieren, Verkehrswende forcieren. Die acht Bahnverbände haben zu Beginn des Wahljahrs 2021 ihre drei wichtigsten Forderungen an die Politik präsentiert. Die nächste Bundesregierung muss die Infrastruktur für den Deutschlandtakt ausbauen, die Digitalisierung der Schiene vorantreiben und die Verkehrswende forcieren, heißt es in einem gemeinsamen Papier der Verbände zur Bundestagswahl. Darin erkennt die Schienenbranche an, dass die amtierende schwarz-rote Koalition die finanziellen Mittel für den Eisenbahnsektor aufgestockt hat. Doch die künftige Bundesregierung muss das Tempo erhöhen und der Schiene Priorität einräumen. In den vergangenen vier Jahren habe sich viel getan, betonen Allianz pro Schiene, BAG SPNV, Mofair, NEE, VCD, Verband der Bahnindustrie, VDV und VPI in ihrem Papier. Mittlerweile gibt es einen „Masterplan Schienengüterverkehr“, einen „Masterplan Schienenverkehr“ und einen „Zielfahrplan Deutschlandtakt 2030“. Von überragender Bedeutung ist das Klimaschutzprogramm 2030, das nur mit mehr Schienenverkehr gelingen kann. Die acht Bahnverbände pochen nun auf Umsetzung der Zusagen. Bundesregierung und Bundestag haben bereits in dieser Legislatur das Ziel formuliert, in diesem Jahrzehnt die Zahl der Fahrgäste im Nah- und Fernverkehr zu verdoppeln und den Marktanteil des Schienengüterverkehrs auf mindestens 25 Prozent zu erhöhen. Dafür muss die nächste Bundesregierung an drei Punkten ansetzen.

  1. Infrastruktur ausbauen

Der Schlüssel für eine erfolgreiche Schienenpolitik liegt in einem Ausbau der Schieneninfrastruktur. Für einen Deutschlandtakt und eine leistungsfähigere Schieneninfrastruktur sind vier Dinge wichtig.

  • Der Bund muss die Mittel für den Neu- und Ausbau des Schienennetzes spätestens ab Mitte der Legislaturperiode auf mindestens drei Milliarden Euro pro Jahr erhöhen.
  • Ausbau und Modernisierung der Schieneninfrastruktur müssen finanziell langfristig abgesichert sein, so wie es der Erhalt des Netzes bereits ist. Dafür eignet sich ein staatlicher Bahninfrastrukturfonds nach Schweizer Vorbild.
  • Bund und Branche müssen auf dem Weg zum Deutschlandtakt Zwischenschritte mit konkreten Angebotsverbesserungen definieren. Für jede einzelne Etappe muss der Bund den nötigen Infrastrukturausbau finanziell absichern. 
  • Auch die Eisenbahninfrastruktur, die sich nicht im Bundesbesitz befindet, benötigt eine stärkere Förderung.  Nur so ist es möglich, die Verbindung zu den Kunden in der Fläche (die „letzte Meile“) attraktiv zu gestalten. 
  1. Bahnsystem digitalisieren

Sowohl der Bahnbetrieb als auch die Infrastruktur werden durch Digitalisierung leistungsfähiger und zuverlässiger. Dabei geht es insbesondere um vier Weichenstellungen.

  • Deutschland muss in einem finanziellen und organisatorischen Kraftakt das gesamte Bundesschienennetz bis 2035 digitalisieren.
  • Die Schlüsseltechnologie für mehr Effizienz im Schienengüterverkehr heißt Digitale Automatische Kupplung (DAK). Die Umrüstung der europaweit 450.000 Güterwagen in dieser Dekade kostet mehr als acht Milliarden Euro. Für diese Herkulesaufgabe brauchen die Unternehmen eine finanzielle Unterstützung vom Bund und der EU.
  • Für einen verbraucherfreundlichen öffentlichen Verkehr müssen durchgehende Tickets von Tür zu Tür die Regel werden. Dazu gehören branchenweite Informationen über Fahrpläne aller Anbieter in Echtzeit und über moderne Features wie Auslastungsdaten.
  • Der Bund muss mehr Anreize für Innovationen setzen, etwa durch eine Aufstockung des „Bundesprogramms Zukunft Schienengüterverkehr“ und einen Innnovationsbonus für Investitionen in digitale, emissionsfreie Technologien.
  1. Verkehrswende forcieren

Mit einem substanziell höheren Marktanteil der Schiene kommt Deutschland beim Klimaschutz voran. Mehr Verkehr auf der Schiene bedeutet mehr Lebensqualität für alle: weniger Staus, weniger Abgasen, weniger Flächenverbrauch und weniger Verkehrsopfer. Drei Dinge sind für eine Verkehrswende dringend erforderlich. 

  • Der Bund muss sich wieder Gestaltungsspielraum beim Einsatz der Lkw-Mauteinnahmen verschaffen. Also weg vom Prinzip „Straße finanziert nur Straße“, hin zum Grundsatz „Verkehr finanziert Verkehr“. Mit dem Aufkommen aus der Lkw-Maut, mit dem Abbau umweltschädlicher Subventionen und mit CO2-Abgaben lässt sich das höhere Tempo bei der Verkehrswende finanzieren.
  • Die Schiene muss beim Neu- und Ausbau von Verkehrsinfrastruktur Priorität im Bundeshaushalt bekommen und mindestens zwei Drittel dieses Etats erhalten.
  • Für eine Verkehrswende bedarf es zusätzlich einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Dafür gilt es, die Bahnen von der Stromsteuer zu befreien, die EEG-Umlage für elektrisch betriebene Züge zu senken, einen Rahmen für zukunftsfähige Einzelwagenverkehre zu setzen und die Entgelte für die Infrastrukturnutzung im Personen- und Güterverkehr dauerhaft zu reduzieren. Gebühren, die als Sonderlast nur den Eisenbahnsektor treffen, müssen abgeschafft werden. 

 

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Pressekontakte:

Allianz pro Schiene: Markus Sievers, markus.sievers@allianz-pro-schiene.de, 030/2462599-20

BAG-SPNV: Renate Bader, bader@bag-spnv.de, 0152/51 07 08 68

mofair: Dr. Matthias Stoffregen, matthias.stoffregen@mofair.de, 0160/96 90 61 43

NEE: Christiane Clever, clever@netzwerk-bahnen.de, 0151/55508183

VCD: Franziska Fischer, franziska.fischer@vcd.org, 030/280351-12

VDB: Pauline Maître, maitre@bahnindustrie.info, 030/206289 60

VDV: Lars Wagner, wagner@vdv.de, 030/39993214

VPI: Kerstin Domscheit, presse@vpihamburg.de, 040/41912670

 

Zitate

Dirk Flege, Geschäftsführer Allianz pro Schiene:

Keine Verkehrswende ohne Politikwende. Bislang hat der Bund alle Verkehrsarten gefördert, egal ob umweltfreundlich oder nicht. Die nächste Bundesregierung muss der klimaschonenden Schiene Vorfahrt vor anderen Verkehrsträgern geben. Dazu gehören Mut und Entschlossenheit. Aber nur mit dieser Prioritätensetzung kann Deutschland seine Klimaverpflichtungen im Verkehr erfüllen.

Frank Zerban, Hauptgeschäftsführer BAG-SPNV:

Um die Klimaziele zu erreichen, müssen wir das Verkehrsangebot der Eisenbahn deutlich ausweiten. Dies können wir jedoch erst umsetzen, wenn die Engpässe bei Schienenstrecken und in Bahnhöfen beseitigt und der Deutschlandtakt eingeführt wurden. Daher fordern wir, dass der Bund für Neu- und Ausbau jährlich mindestens drei Milliarden Euro bereitstellt.

Dr. Matthias Stoffregen, Geschäftsführer Mofair:

Für eine echte Verkehrswende müssen wir die bisher getrennten Finanzierungskreisläufe für Straße und Schiene miteinander verbinden: Verkehr finanziert Verkehr. Ein Infrastrukturfonds wird dann mit Einnahmen aus der Autobahnmaut und anderen Abgaben auf klimaschädliche Verkehre gespeist und kann diese Mittel für Schienenprojekte einsetzen.

Peter Westenberger, Geschäftsführer NEE:

Das Parlament muss mit einem Infrastrukturfonds-Gesetz die Bundesgelder für Neu- und Ausbauten im Schienennetz langfristig verlässlich bereitstellen. Die Schweiz nutzt dieses durch mehrere Volkabstimmungen bestätigte Prinzip für ihre erfolgreiche Eisenbahnpolitik seit 1987. Nur so kommen wir weg von der bisherigen Stop-and-Go-Finanzierung wichtiger Zukunftsprojekte.

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende ökologischer Verkehrsclub VCD:

Die Schiene ist das Rückgrat der Verkehrswende. Ausbau und Digitalisierung des Bahnsystems müssen oberste Priorität haben. Wir fordern: Mindestens zwei Drittel der Investitionen in Verkehrsinfrastruktur müssen in das Schienennetz fließen. So verlagern wir Verkehr weg von der Straße: für mehr Umweltweltschutz und weniger Staus und Verkehrsopfer.

Dr. Ben Möbius, Hauptgeschäftsführer VDB:

Schiene 4.0 spielt eine Schlüsselrolle für den Klimaschutz, die Menschen und den Re-Start unserer Wirtschaft. 2021 muss es mit Schub weitergehen: Digitalisierung, Forschungsförderung, fairer Wettbewerb, Innovationsbonus in Vergaben. Der Schulterschluss der Verbände demonstriert: Der Sektor ist bereit für eine neue Ära emissionsfreier Mobilität.

Ingo Wortmann, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV):

Deutschland braucht angesichts zunehmender klimapolitischer Herausforderungen eine starke Eisenbahn. Der Grundstein dafür wurde in dieser Legislaturperiode durch wichtige Entscheidungen des Bundes gelegt. Dies ist auch ein Verdienst der gemeinsamen Positionierung der acht Eisenbahnverbände, die auf Initiative des VDV erstmals drei Kernforderungen für den gesamten Sektor präsentiert haben: Einführung des Deutschland-Takts, Halbierung der Trassenpreise und ein nationales Forschungsprogramm. Auch bei anderen Branchenforderungen wie der Vereinfachung des Planungsrechtes und der Überarbeitung der Standardisierten Bewertung sind wir deutlich vorangekommen. Diesen Weg müssen wir gemeinsam mit der Politik weitergehen.

Malte Lawrenz, Vorsitzender des VPI

Die Bundesregierung hat in puncto Digitaler Automatischer Kupplung Engagement gezeigt. Das muss auch in der kommenden Legislatur so bleiben, denn die DAK stellt die Weichen für einen wettbewerbsfähigen Schienengüterverkehr. 2023 soll der Migrationsprozess beginnen, spätestens dann müssen Berlin und Brüssel die finanziellen Mittel für die nötigen Förderprogramme bereitstellen

 

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news-3765 Mon, 18 Jan 2021 10:59:30 +0100 So teuer ist ein eigenes Auto wirklich: VCD-Kostencheck vergleicht Verkehrsmittel und deckt wahre Kosten auf http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/so-teuer-ist-ein-eigenes-auto-wirklich-vcd-kostencheck-vergleicht-verkehrsmittel-und-deckt-wahre-kos/ Ein Auto zu besitzen ist deutlich teurer als viele denken. Der Kostenrechner des ökologischen Verkehrsclub VCD macht deutlich: Der Umstieg auf klimafreundliche Alternativen zum Pkw lohnt sich auch finanziell. Berlin, 18. Januar 2021. Wie teuer ist ein Elektroauto im Vergleich zum Verbrenner im monatlichen Gebrauch? Lohnt es sich, ein Lastenrad anzuschaffen? Kaufe ich mir ein E-Rad oder ist ein Jahresabo für den ÖPNV sinnvoller? Es ist gar nicht so einfach, sich für ein Verkehrsmittel zu entscheiden, das sowohl zu den eigenen Bedürfnissen als auch zum Kontostand passt. Der neue Kostencheck des ökologischen Verkehrsclub VCD hilft, diese Fragen zu beantworten und sich einen Überblick über die Kosten verschiedener Verkehrsmittel zu verschaffen. 

Das kostenfreie Tool vergleicht jeweils zwei verschiedene Mobilitätsangebote - vom Kleinwagen über das E-Auto bis hin zu Lastenrad und ÖPNV-Ticket und wägt die Anschaffungskosten, die monatlichen Kosten und die Kosten pro Kilometer gegeneinander ab. Auch Reparaturkosten, Versicherungsbeiträge oder den Wertverlust eines Autos kann man sich anzeigen lassen. Dabei wird deutlich, dass das eigene Auto im monatlichen Gebrauch viel teurer ist, als die meisten Menschen annehmen. 

Alexander Kaas Elias, Projektleiter „Verkehrswende: klimaverträglich und sozial gerecht“: „Viele Menschen unterschätzen die Kosten für ein eigenes Auto massiv. Selbst die günstigste Fahrzeugklasse, ein Kleinstwagen, kostet monatlich mehr als die vermeintlich teure Bahncard 100 und dreimal so viel wie eine Monatskarte für den ÖPNV. Das liegt unter anderem am Wertverlust, der selten mitgedacht wird. Mit dem Umstieg auf den ÖPNV oder das Fahrrad tut man also nicht nur der Umwelt etwas Gutes – es schont auch den eigenen Geldbeutel.“

Interessant ist der Kostenrechner deshalb insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen.  Da der Satz für Mobilität im Arbeitslosengeld (ALG) II bei rund 35 Euro monatlich liegt, bleibt vielen nur das Fahrrad als bezahlbare Mobilitätsform, selbst Sozialtickets für den ÖPNV sind häufig teurer. Daher fordert der VCD, dass das Sozialticket nicht teurer sein darf als der für Mobilität berechnete Satz im ALG II. Auch jüngere Menschen, die noch eine Ausbildung absolvieren oder studieren, müssen in der Regel mit einem knappen Budget auskommen. Von den etwas mehr als 900 Euro pro Monat, die ihnen durchschnittlich zur Verfügung stehen, müssen sie rund 100 Euro allein für Mobilität aufwenden.

Anika Meenken, Projektleiterin „DIY. Dein Mobilitätsprojekt“: „Gerade junge Menschen in Berufs- oder Hochschulausbildung brauchen eine realistische und transparente Übersicht darüber, wie viel sie wirklich für welches Verkehrsmittel aufwenden müssen. Nach Wohnen und Essen steht die Mobilität an dritter Stelle bei den durchschnittlichen Ausgaben im Monat. Und das Geld ist in der Regel bekanntermaßen knapp. Mit unserem Kostenrechner tragen wir dazu bei, dass sie eine informierte und gute Wahl treffen können.“ 

Der VCD Kostencheck wurde im Rahmen der beiden Projekte „DIY. Dein Mobilitätsprojekt” und „Verkehrswende: klimaverträglich und sozial gerecht“ durch das Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt finanziert.

Den VCD Kostencheck finden Sie hier: vcd.org/service/kostencheck/ sowie unter diy.vcd.org/angebote/kostencheck/
  
Mit welchem Verkehrsmittel kann man die größte Menge CO2, die meiste Zeit und das meiste Geld einsparen? Den VCD Verkehrsmittelvergleich finden Sie hier: vcd.org/themen/klimafreundliche-mobilitaet/verkehrsmittel-im-vergleich

 

Pressekontakt:
Anne Fröhlich, Pressereferentin • 0171/60 52 409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3741 Wed, 09 Dec 2020 11:20:00 +0100 Good Practice Broschüre: Wie an Hochschulen die Mobilität von morgen entsteht http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/good-practice-broschuere-wie-an-hochschulen-die-mobilitaet-von-morgen-entsteht/ An vielen Universitäten und Hochschulen ist die Verkehrswende schon heute gelebte Realität. Die besten Beispiele zeigt die Broschüre „Nachhaltige Mobilität an Hochschulen“ von VCD und netzwerk n – mit innovativen Lösungen und kreativen Ideen zum Nachahmen.
Berlin, 09. Dezember 2020. Ein verkehrsberuhigter Campus, ein klimaneutrales Semesterticket oder ein Podcast zum öffentlichen Raum – nur drei von vielen Ideen, mit denen Studierende und ihre Hochschulen neue Wege gehen. Als wichtige Bildungs- und Forschungsinstitutionen nehmen Hochschulen auch bei der Mobilitätsbildung eine zentrale Rolle ein. Hier setzt die Broschüre „Nachhaltige Mobilität an Hochschulen“ an, die das Projekt „DIY. Dein Mobilitätsprojekt“ des ökologischen Verkehrsclub VCD gemeinsam mit netzwerk n heute in Berlin vorgestellt hat. Beispiele aus Deutschland und dem angrenzenden Umland zeigen, wie und wo klimaschonende Mobilität bereits heute erdacht, erprobt und gelebt wird.

Anika Meenken, VCD-Projektleiterin „DIY. Dein Mobilitätsprojekt“: „An unseren Unis ist die Verkehrswende bereits in vollem Gange. Es ist großartig, wie viele Ideen es bereits gibt, um den Verkehr und unsere Städte sicherer und lebenswerter zu machen. Das wollten wir mit unserer Publikation sichtbar machen und sind sehr stolz auf das Ergebnis. Die unterschiedlichen Ansätze und Projekte machen Mut und regen zum Nachahmen an.“ 

Die Good Practice Broschüre enthält 19 Projektvorstellungen in fünf Themenkapiteln, die die Leser auf einem imaginären Weg über den Campus führen und dabei engagierte Lösungsansätze und Projekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aufzeigen. Dabei unter anderem: der verkehrsberuhigte Campus der Leuphana Universität Lüneburg, das klimaneutrale Semesterticket der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der „Raumcast“, ein Podcast zum öffentlichen Raum von Studierenden der Technischen Universität Berlin.

Paul Weisser, Projektmanager netzwerk n: „Hochschulen haben eine gesamtgesellschaftliche Vorbildfunktion, die sie auch in der Frage nach einer zukunftsfähigen Mobilität wahrnehmen müssen. Dennoch geschieht die Umsetzung bislang nur punktuell und getragen von einigen Pionieren. Unsere Broschüre zeigt auf, wie nachhaltige Mobilität in allen Handlungsfeldern einer Hochschule (Lehre, Forschung, Betrieb, Governance und Transfer) konkret umgesetzt werden kann. Mit der Veröffentlichung möchten wir gezielt Hochschulakteure motivieren, an ihrer Institution klimafreundliche Mobilität ganzheitlich umzusetzen.“

Ergänzt werden die Projektvorstellungen von Gastbeiträgen renommierter Stimmen aus der Wissenschaft und Lehre, wie Prof. Dr. Andreas Knie, Prof. Dr. Ulrike Reutter und Dr. Philine Gaffron, sowie von engagierten Studierenden. Die Broschüre wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und vom Bundeministerium für Bildung und Forschung gemeinsam gefördert.

 

Die Publikation ist sowohl über die Seite von netzwerk n, als auch über die Seite des DIY-Projektes aufrufbar.
Darüber hinaus steht Ihnen eine digitale Pressemappe zum Download bereit, die neben der Broschüre auch ein Factsheet und Bildmaterial enthält.

 

 

Pressekontakt VCD:

Anne Fröhlich, Pressereferentin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV 
 

Pressekontakt netzwerk n:

Paul Weisser • Projektmanager • paul.weisser@netzwerk-n.org • netzwerk-n.org • Twitter: @netzwerkn


 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

Im netzwerk n setzen sich Studierende, Initiativen, Promovierende und junge Berufstätige mit den unterschiedlichsten fachlichen Hintergründen für einen strukturellen Wandel von Hochschulen im Sinne der Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung, Betrieb, Governance und Transfer ein. Dazu bringt es Studierenden und Promovierende mit Akteuren der Hochschullandschaft zusammen und stellt digitale und physische Plattformen bereit, um Vernetzung, Wissens- und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

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news-3740 Tue, 08 Dec 2020 15:34:49 +0100 Nachtzüge müssen eine echte Alternative zum Fliegen werden http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/nachtzuege-muessen-eine-echte-alternative-zum-fliegen-werden/ Bahnunternehmen aus Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz wollen neue Nachtzugverbindungen in Europa anbieten. Damit Nachtzüge umwelt- und klimaschädliche Kurzflüge ersetzen können, müssen aber Fahrzeiten, Fahrplan und Ticketpreis stimmen. Bastian Kettner, Sprecher für Bahn, ÖPNV und Multimodalität beim ökologischen Verkehrsclub VCD, kommentiert:

„Der VCD begrüßt die Initiative für bessere, grenzüberschreitende Bahnverbindungen in Europa. Mit der Ankündigung neuer Nachtzugverbindungen der vier Bahngesellschaften ist der erste Schritt in Richtung eines europäischen TEE 2.0-Konzepts getan. Die Österreichische Bundesbahn beweist schon jetzt mit ihrem Nachtzugangebot, dass Menschen gerne auch ins Ausland klimaschonend mit der Bahn reisen. Allein bei einem Nachtzugnetz für Zentraleuropa darf es aber nicht bleiben. Es ist höchste Zeit, dass darüber hinaus alle wichtigen Städte Europas von Moskau bis Lissabon und von Neapel bis Stockholm rund um die Uhr mit schnellen Zugverbindungen verknüpft werden. Hier sehen wir alle Staaten Europas und ihre Bahngesellschaften in der Pflicht, ein attraktives Angebot zu schaffen.

Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es neben einer abgestimmten Kooperation aber nicht nur komfortable Züge, in denen große Entfernungen stressfrei zurückgelegt werden können. Auch preislich müssen die neuen Schienenverbindungen mit dem Luftverkehr konkurrieren können. Die Senkung der Trassenpreise wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Außerdem müssen stündliche Verbindungen, der Ausbau der Strecken für höhere Geschwindigkeiten und gute Umsteigemöglichkeiten dafür sorgen, dass auch auf internationalen Strecken das Bahnfahren eine beliebte Alternative zum Fliegen wird.

Der VCD sieht in der europäischen Schienenverkehrspolitik allerdings noch generell Handlungsbedarf. So müssen die Kosten für neue internationale Angebote fair auf alle teilnehmenden Staaten verteilt werden. Deutschland darf sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen. Auch hinsichtlich einheitlicher Fahrgastrechte und durchgehender Tarife über Ländergrenzen hinweg mahnt der VCD eine Einigung der EU-Mitgliedsstaaten im Sinne der Fahrgäste an.“

 
Pressekontakt:
Bastian Kettner • VCD-Sprecher für Bahn, ÖPNV und Multimodalität• 030 / 280 351-36 • bastian.kettner@vcd.org
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.org
www.vcd.org Twitter: @VCDeV 


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3739 Fri, 04 Dec 2020 14:32:16 +0100 PBefG-Novelle: VCD fordert Klima-, Umwelt- und Sozialstandards auch für Pooling-Dienste http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/pbefg-novelle-vcd-fordert-klima-umwelt-und-sozialstandards-auch-fuer-pooling-dienste/ Digitale Mobilitätsangebote wie Pooling-Dienste sollen dauerhaft erlaubt werden. Der VCD begrüßt das Ende der rechtlichen Grauzone. Eine Stellungnahme zum Referentenentwurf der Bundesregierung mahnt aber auch klare Standards an. Digitale Angebote dürfen nicht auf Kosten des ÖPNV gehen. Berlin, 4. Dezember 2020. In seiner Stellungnahme begrüßt der VCD, dass On-Demand-Dienste und Pooling-Angebote, bei denen sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen, mit der Novelle dauerhaft erlaubt werden. Bislang war die Laufzeit für viele der Mobilitätsprojekte auf Grundlage einer Experimentierklausel auf vier Jahre begrenzt. Mit der Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) erhalten Anbieter endlich die notwendige Rechtssicherheit.

Um den Verkehr nachhaltig zu reduzieren, dürfen digitale Angebote aus Sicht des VCD bestehende ÖPNV-Linien nicht ersetzen, sondern sollen künftig als integrale Bausteine eines öffentlichen Nahverkehrssystems Angebotslücken schließen. Eine festgelegte Poolingquote, wie sie die Novelle vorsieht, hält der VCD für sinnvoll, um eine bessere Fahrzeugauslastung und damit mehr Nachhaltigkeit im Verkehr zu erreichen. Dies darf jedoch nicht die einzige klima- und umweltpolitische Anforderung an die neuen Angebote sein. Aus Sicht des VCD fehlen Vorgaben zum Monitoring einer möglichen Verkehrsverlagerung auf Kosten des Umweltverbundes. Auch muss es vom Bund festgelegte, klar definierte Mindestniveaus für Klima-, Umwelt- und Sozialstandards geben.

Unverständlich ist für den VCD, dass keine Vorgaben für App-gestützte Mietwagenanbieter vorgesehen sind. Das kann dazu führen, dass Anbieter wie Uber oder Free Now Taxi und ÖPNV verdrängen und den Markt für App-basierte Sammelverkehre schon in der Entstehung beeinträchtigen. Darum fordert der VCD, dass die vorgesehenen Vorgaben für App-Sammelverkehre auch für App-gestützte Mietwagenverkehre gelten müssen.

Zur Stellungnahme:  https://www.vcd.org/stellungnahme-pbefg


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Bastian Kettner • VCD-Sprecher für Bahn, ÖPNV und Multimodalität• 030 / 280 351-36 • bastian.kettner@vcd.org
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.org
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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3734 Thu, 26 Nov 2020 09:17:10 +0100 Baustelle Mobilitätsarmut: Wie wir mit der Verkehrswende mehr soziale Gerechtigkeit schaffen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/baustelle-mobilitaetsarmut-wie-wir-mit-der-verkehrswende-mehr-soziale-gerechtigkeit-schaffen/ Unser Verkehrssystem ist sozial ungerecht. Es benachteiligt Menschen mit geringem Einkommen und ihre Mobilitätsbedürfnisse. Was ist zu wenig, was zu viel Mobilität? Wer sind Verursacher und Leidtragende von umwelt- und klimaschädlichem Verkehr? Diesen Fragen geht ein VCD Factsheet nach. Seit Jahrzehnten steigt das Verkehrsaufkommen, Menschen werden immer mobiler. Doch das gilt nicht für alle Bevölkerungsgruppen. Wer beruflich und privat viel unterwegs ist, hat einen entsprechend hohen CO2-Fußabdruck. Damit der Verkehr umweltschonender wird, müssen Maßnahmen bei diesen sogenannten „Hypermobilen“ ansetzen. Weniger im Fokus der Öffentlichkeit stehen dagegen die sogenannten „Mobilitätsarmen“: Menschen, deren Mobilität - und damit ihre Möglichkeit zu gesellschaftlicher Teilhabe - eingeschränkt ist. Wer nur ein geringes Einkommen hat, muss einen großen Teil davon in Mobilität investieren oder weniger mobil sein. Mobilitätsarmut betrifft aber nicht nur Menschen mit geringerem Einkommen. Vor allem im ländlichen Raum sind viele Ziele ohne Auto schwer erreichbar. Der Mangel an attraktiven Alternativen führt oft zu einem „erzwungenen Autobesitz“, der die Betreffenden finanziell stark belasten kann. Diese sind dann vor die Wahl gestellt: Hohe Kosten für das Auto in Kauf zu nehmen oder die eigene Mobilität einzuschränken.

Alexander Kaas Elias, Projektleiter „Verkehrswende: klimaverträglich und sozial gerecht“: „Mobilitätsarmut ist nicht nur eine Frage des Einkommens. Sie kann auch räumliche, zeitliche oder persönliche Gründe haben. Unser Verkehrssystem muss endlich sozial gerechter werden. Dafür müssen wir Verkehr, Umwelt und Soziales zusammenzudenken. Wir brauchen weniger klimaschädliche Mobilität bei den einen, mehr umweltfreundliche Mobilität für die soziale Teilhabe bei den anderen.“

Das VCD Factsheet zeigt: Mobilität und Einkommen hängen klar zusammen. Je höher das Einkommen, desto mehr Autos besitzt ein Haushalt. Und je höher das Einkommen, desto höhere Emissionen entstehen durch Mobilität. Menschen mit dem höchsten ökonomischen Status sind im Durchschnitt an einem Tag zwar nur 15 Minuten länger unterwegs, legen aber fast doppelt so viele Kilometer zurück – oft mit dem Auto. Nach dem Verursacherprinzip müssten Hypermobile am meisten für die Folgeschäden ihrer Mobilität zahlen. Haushalte mit hohem Einkommen profitieren aber überdurchschnittlich von klimaschädlichen Subventionen wie der Entfernungspauschale oder der Dienstwagenregelung.

Von den verkehrsbedingten Umweltbelastungen stärker betroffen sind dafür Menschen aus einkommensschwachen Haushalten. Denn die Mieten an Hauptverkehrsstraßen sind häufig niedriger, Lärm und Luftverschmutzung durch Feinstaub und Stickoxide sind dort hingegen größer. In Folge leiden armutsgefährdete Personen mehr unter Lärmbelästigung, unter anderem durch Verkehrslärm. Menschen mit höherem Einkommen können sich dagegen meist auch die Mieten in ruhigeren und grüneren Gegenden leisten.

„Um Mobilitätsarmut zu verringern brauchen wir einen gut ausgebauten, bezahlbaren ÖPNV und gute Rad- und Fußwege, damit man weniger abhängig vom Auto ist. Sozialtickets dürfen nicht teurer sein als der dafür vorgesehene Satz für Menschen im Arbeitslosengeld II (etwa 35 Euro). Und wer mehr CO2-Emissionen verursacht, muss auch mehr bezahlen. Wir fordern, dass die Entfernungspauschale in ein Mobilitätsgeld umgewandelt wird, damit auch Menschen mit geringeren Einkommen profitieren.“

Das VCD Factsheet „Die Verkehrswende ist sozial gerecht! Welche Mobilitätsbedürfnisse haben Menschen mit geringem Einkommen?“ finden Sie hier zum Download: https://www.vcd.org/fileadmin/user_upload/Redaktion/Themen/soziale_Verkehrswende/VCD_Fact_Sheet-_Die_Verkehrswende_ist_sozial_gerecht.pdf


Pressekontakt:
Alexander Kaas Elias • VCD-Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität • alexander.kaaselias@vcd.org
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • 0171/60 52 409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3730 Tue, 24 Nov 2020 11:03:58 +0100 Was treibt Autos in Zukunft an? VCD Faktencheck zu alternativen Antrieben und Kraftstoffen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/was-treibt-autos-in-zukunft-an-vcd-faktencheck-zu-alternativen-antrieben-und-kraftstoffen/ Das Rennen um den Antrieb der Zukunft läuft. Batterieantrieb, Plug-In-Hybride, Brennstoffzelle oder flüssige Kraftstoffe - VCD Faktencheck nimmt Vor- und Nachteile unter die Lupe Berlin 24.11.2020. Das Ende des Verbrennungsmotors ist in Sicht: Schweden, Norwegen, Großbritannien und andere Länder wollen nach 2030 keine neuen Benziner und Diesel mehr zulassen. In Kalifornien sollen ab 2035 keine Autos mit Verbrenner-Motor mehr verkauft werden. Doch was treibt uns künftig an? Batterieantrieb, Plug-In-Hybride, Brennstoffzellen oder flüssige Kraftstoffe auf Basis von Biomasse und Strom – was eignet sich am besten, um den Autoverkehr emissionsfrei zu machen? Der ökologische Verkehrsclub VCD hat alle Optionen in einem Faktencheck geprüft und gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern Orientierung.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Die Debatte über Kraftstoffe und Antriebe wird kontrovers geführt und liefert kein einheitliches Bild. Und auch nicht alle Studien zum Thema sind seriös. Bei manchen sind Argumentation und Annahmen mehr als fragwürdig. Dabei geht es meist um knallharte Industrieinteressen – und um viel Geld.“

Entscheidend für die Bewertung der Antriebe sind aus Sicht des VCD diese Faktoren: Klima- und Umweltnutzen über den gesamten Lebensweg, technologische Reife, Infrastruktur, Menge und Verfügbarkeit der Antriebsenergie sowie Kosten für Verbraucherinnen und Verbraucher und für die Gesellschaft.

Im VCD Faktencheck schneidet das batterieelektrische Auto am besten ab. Die direkte Stromnutzung gekoppelt mit einem Elektromotor ist unter allen Antriebsoptionen am effizientesten und klimaschonendsten. Je nach verwendetem Strommix und Größe der Batterie überholt das E-Auto bereits nach 20.000 bis 40.000 Kilometern einen vergleichbaren Benziner oder Diesel in der Klimabilanz. Der hohe Energiebedarf für die Produktion der Batterien und die sozialen und ökologischen Folgen des Abbaus von Kobalt und Lithium verschlechtern zwar zunächst die ökologische Gesamtbilanz. Aber der Rohstoff- und Energiebedarf neuester Batterien sinkt ständig und die Forschung an Batterien ohne diese Rohstoffe läuft.  

Als Mogelpackung bezeichnet der VCD weiterhin Plug-In-Hybride, die den extern aufladbaren Batterieantrieb mit einem Verbrennungsmotor kombinieren. Die sehr niedrigen Herstellerangaben zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß werden in der Realität um das Mehrfache überschritten. Das Problem: die Autos sind meist schwer und ineffizient und werden überwiegend nicht elektrisch gefahren. „Wenn die Bundesregierung jetzt für die weitere Förderung eine höhere elektrische Reichweite fordert, nutzt das gar nichts, wenn die Autos nicht regelmäßig geladen werden“, kritisiert Müller-Görnert. „Vielmehr muss die tatsächliche elektrische Fahrleistung Bedingung für staatliche Fördermittel sein.“

Brennstoffzelle und strombasierte Kraftstoffe, auch E-Fuels genannt, sind aus Sicht des VCD noch Zukunftsmusik. Denn Grundlage für beide Antriebe ist Wasserstoff, der erst unter hohem Energieaufwand hergestellt werden muss. Wirklich nachhaltig ist nur grüner Wasserstoff, der auf Basis zusätzlich erneuerbaren Stroms erzeugt wird. Noch gibt es keine entsprechenden Produktionsanlagen, außerdem fehlt es in Deutschland an den benötigten erneuerbaren Strommengen. Darum wird der Aufbau einer Wasserstoffproduktion in den sonnenreichen Gegenden der Erde, wie z.B. in Nordafrika in den Fokus genommen. „Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft muss an strenge Nachhaltigkeitskriterien geknüpft werden. Zunächst wird der regenerative Strom in den Ländern zuerst selbst benötigt, bevor er für die Wasserstoffproduktion eingesetzt werden kann. Auch der Wasserbedarf ist in den vorwiegend trockenen Gegenden ein weiteres Thema, das gelöst werden muss, ohne die Wasserversorgung der Bevölkerung zu gefährden“, fordert Müller-Görnert.  

Erdgasfahrzeuge und Benzin-Vollhybride ohne externe Aufladung sind dagegen ausgereifte Technologien und derzeit noch eine umweltschonende Alternative zu Benzin und Diesel. Wegen der fehlenden regenerativen Komponente sind sie aber keine Lösung für einen emissionsarmen Antrieb. Das gleiche gilt für Biokraftstoffe, die seit Jahren herkömmlichem Benzin und Diesel beigemischt werden. Zwar werden beim Verbrennen der Biokraftstoffe nur die Mengen an CO2 frei, die die Pflanzen vorher aufgenommen haben, allerdings sorgen Düngung, Anbau in Monokulturen und andere Faktoren für desaströse Folgen für Klima und Diversität. Die sogenannten indirekten Landnutzungseffekte (ILUC) führen dazu, dass viele Biokraftstoffe eine deutlich schlechtere Klimabilanz haben als herkömmliche Kraftstoffe. „In absehbarer Zeit haben Biokraftstoffe auf Basis von Nahrungs- und Futtermitteln nichts im Tank zu suchen. Die EU begrenzt zu Recht deren Anteil am Kraftstoffmix. Auch Biosprit aus Rest- und Abfallstoffen ist mengenmäßig begrenzt und zu kostbar, um in Autos zu verbrennen“, resümiert Müller-Görnert.

Ausführliche Informationen im VCD Faktencheck „Was treibt uns in Zukunft an? Antriebe und alternative Kraftstoffe“ zum Download unter https://vcd.org/faktencheck-alternative-antriebe

 

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

 

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news-3729 Thu, 19 Nov 2020 10:34:11 +0100 November ist Wechselzeit: Jetzt Kfz-Versicherung überprüfen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/november-ist-wechselzeit-jetzt-kfz-versicherung-ueberpruefen-1/ VCD Service GmbH bietet günstige Kfz-Versicherungen mit Öko-Bonus. Bei der „VCD Eco-Line“ Versicherung gilt: Je umweltverträglicher das Auto, desto günstiger die Beiträge. Auch Fahrräder und E-Bikes können versichert werden. Bis 30. November ist der Wechsel noch möglich. Berlin, 19. November 2020. Ein alljährliches Ritual: Die Kfz-Versicherungen werben im November um neue Kundinnen und Kunden. Denn bis zum 30. November besteht in aller Regel die Möglichkeit, die Kfz-Versicherung zu wechseln. Bei einer Beitragserhöhung verlängert sich das Kündigungsrecht sogar bis Ende Dezember. Neben der klassischen Frage „Kann ich mit dem Wechsel Geld sparen?“ sollten Fahrzeughalter unbedingt die Konditionen unter die Lupe nehmen. Passen diese zu mir und meinen Bedürfnissen?

Grundsätzlich gilt es, als Autobesitzer darauf zu achten, dass eine ausreichend hohe Summe bei Haftpflichtschäden versichert ist. Mit der gesetzlichen Mindestsumme wäre an der falschen Stelle gespart. Gut beraten sind Autofahrerinnen und Autofahrer mit einer Deckungssumme bis zu 100 Millionen Euro. Auch sollte darauf geachtet werden, dass Schäden aus grober Fahrlässigkeit regressfrei bleiben. Darüber hinaus sind eine lange Neuwertabsicherung (mind. 12 Monate) sowie eine freie Werkstattwahl bei Kaskoschäden empfehlenswert. Der Bestand an Elektroautos erhöht sich merklich, hierfür bietet die VCD Service GmbH passende Versicherungen an. Übliche erweiterte Einschlüsse sind die Absicherung für ein E-Ladekabel und die Batterie.

Die Indikatoren für die Beitragshöhe bei der Kfz-Versicherung Eco-Line sind der CO2-Ausstoß und die Schadstoffklasse. Den höchsten Öko-Bonus bekommen Elektro-, Hybrid- und Erdgasautos. Denn neben dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis lautet das Motto: Je weniger das Auto die Umwelt schädigt, umso günstiger sind die Beiträge.

Der zweite Baustein für eine gute Absicherung ist die zuverlässige Pannenhilfe. Auch die Schutzbriefpreise sind ökologisch gestaffelt. Je besser die Schadstoffklasse, desto niedriger die Prämie. Für Fahrzeuge mit Abgasnorm Euro 6 und besser sowie für Elektro-, Hybrid- und Erdgasfahrzeuge kostet der Schutzbrief jährlich 29 Euro.

Auch Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer können Pannen- und Unfallschutz bekommen. Bei der VCD Service GmbH beispielsweise für neun Euro im Jahr. Für Mitglieder des ökologischen Verkehrsclub VCD gibt es weitere Extras, unter anderem eine individuelle Mobilitätsberatung.

Berechnen Sie hier Ihr Wechselangebot mit der VCD Ecoline: http://www.vcd-service.de oder rufen Sie unser Service-Team an unter Tel. 0228-98585-85.


Pressekontakt: 
Stephan Oldenburg, Geschäftsführer VCD Service GmbH • Telefon 0228-98585-82 • stephan.oldenburg@vcd-service.de
Anne Fröhlich VCD-Pressereferentin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3728 Tue, 17 Nov 2020 13:21:33 +0100 Mobilität für Menschen ohne Auto fördern und sichern http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/mobilitaet-fuer-menschen-ohne-auto-foerdern-und-sichern/ Bei einem weiteren Autogipfel diskutieren Bundesregierung und Automobilkonzerne heute über neue Milliardenhilfen für die Autoindustrie. Weitere Kaufanreize für E-Autos gehen am Problem vorbei, kritisiert der VCD. Keine Förderung für Diesel-LKW, sondern Unterstützung auch für Menschen, die mit Bus, Bahn oder Fahrrad unterwegs sind. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des ökologischen Verkehrsclub VCD kommentiert:

„Ein Autogipfel jagt den nächsten, das hilft vor allem denen, die bisher recht gut durch die Krise kommen: den großen Konzernen. Gerade jetzt gilt es aber, gute Mobilität für alle zu ermöglichen, und all denen, die sich in der Krise kein Auto leisten können oder wollen, mit einem „Startgeld grüne Mobilität“ unter die Arme zu greifen. Dies könnte für sämtliche Formen nachhaltiger Mobilität verwendet werden: eine Jahreskarte für den ÖPNV, ein neues Fahrrad oder Lastenrad, eine BahnCard oder Carsharing-Angebote. Mobilität muss für alle verfügbar und für alle bezahlbar sein. Dringend brauchen wir auch einen ÖPNV-Gipfel, wie wir ihn gemeinsam mit Gewerkschaften und anderen Umweltschutzorganisationen schon länger fordern. 

Diskutiert wird stattdessen nur darüber, wie man mehr Autos verkaufen kann. Die Kaufprämie für Elektroautos bis 2025 zu verlängern, ist aber sehr kostspielig und hilft nur einer kleinen Nutzergruppe. Geradezu absurd ist es, Prämien für das Abwracken älterer Lkw zu zahlen und damit den Kauf neuer Diesel-Lkw nach der Schadstoffnorm Euro VI zu vergünstigen. Die aktuelle Lkw-Abgasnorm gilt bereits seit 2013 für Neufahrzeuge und schon heute werden über 80 Prozent der Fahrleistungen mautpflichtiger Lkw mit solchen Fahrzeugen erbracht. Unternehmen, die jetzt mit staatlicher Hilfe einen neuen Diesel-Lkw kaufen, werden in den kommenden Jahren nicht auf einen klimaschonenden Antrieb umsteigen.“

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3725 Sun, 08 Nov 2020 15:17:59 +0100 VCD-Bundesdelegierte wählen Doppelspitze - Verkehrswende-Diskussion über den Mut der Anderen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-bundesdelegierte-waehlen-doppelspitze-verkehrswende-diskussion-ueber-den-mut-der-anderen/ Der VCD hat erstmals eine Doppelspitze: Kerstin Haarmann und Stefan Bajohr. Digitale Bundesdelegiertenversammlung startete mit Diskussion über die Verkehrswende in anderen europäischen Ländern. Berlin, 8. November 2020. Was wir von unseren Nachbarn in Europa lernen können – dieser Frage ging die Online-Diskussion „Mut zur Verkehrswende“ am Samstag vor Beginn der zweitägigen digitalen BDV nach. Der luxemburgische Vizepremierminister und Mobilitätsminister François Bausch sprach von einem Paradigmenwechsel: Es ginge darum, Menschen zu bewegen, nicht darum, Autos von A nach B zu bringen. Luxemburg geht mit seiner Strategie Multimodalität 2.0 neue Wege, um eine bessere Verteilung des Verkehrs auf umweltfreundliche Verkehrsträger zu erreichen und hat als erstes Land der Welt kostenlosen Nahverkehr eingeführt. Das sei aber nur das Sahnehäubchen auf einem umfassenden Gesamtkonzept, betonte Bausch. Dass das Auto der große Gewinner der Corona-Krise sei, bezweifelte er, dies sei eher ein kurzfristiger Effekt. Für die Zukunft seien Verkehrsverlagerung und eine konsequente Mobilitätsplanung für die Gesellschaft von größter Wichtigkeit.

Die Mobilitätsbürgermeisterin der Brüsseler Gemeinde Anderlecht, Susanne Müller-Hübsch, schilderte, wie dort innovative Verkehrskonzepte umgesetzt werden. Mit dem Mobilitätsplan „Good Move“ wurde das Zentrum der von Staus geplagten belgischen Hauptstadt zur verkehrsberuhigten Zone erklärt. Fußgänger und Radfahrende haben dort Vorfahrt, Autos dürfen maximal 20 Stundenkilometer fahren. Anfang des Jahres sei noch undenkbar gewesen, was jetzt ganz schnell geht, erklärte Müller-Hübsch. Auch wegen der Corona-Pandemie seien Lebensqualität und Verkehrssicherheit wichtiger denn je, die Resonanz auf das Konzept Good Move bezeichnete sie als sehr positiv.

Die VCD Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann, die die Diskussion moderierte, zog eine positive Bilanz: „Der Blick über den deutschen Tellerrand war sehr inspirierend und zeigt, wie mutig man die Verkehrswende vorantreiben kann, wenn man nur will. Von unseren Nachbarn können wir uns eine Menge abgucken, und das gilt nicht nur für Belgien und Luxemburg. Höchste Zeit also für German Mut, nicht German Angst!“    

Die zweitägige Bundesdelegiertenversammlung des ökologischen Verkehrsclub VCD wurde Corona-bedingt erstmals komplett digital durchgeführt. Die mehr als 100 Delegierten stellten dabei die Weichen, um die Verbandsarbeit künftig rechtssicher virtuell durchführen zu können. Bei der Wahl des neuen Bundesvorstands wählten die Delegierten am Sonntag erstmals eine Doppelspitze und stimmten für Kerstin Haarmann und den bisherigen Schatzmeister Prof. Dr. Stefan Bajohr als Bundesvorsitzende. Die neue Doppelspitze will den Verband bundesweit weiterhin als zentralen Akteur für die Verkehrswende positionieren und Visionen für eine klimagerechte und umweltfreundliche Mobilität entwickeln.


Pressekontakt:
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • 0171/60 52 409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3724 Thu, 05 Nov 2020 08:32:00 +0100 StVO-Kompromiss: Rechtssicherheit schaffen, Menschenleben schützen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/stvo-kompromiss-rechtssicherheit-schaffen-menschenleben-schuetzen/ Morgen stimmt der Bundesrat erneut über die Reform der StVO ab. Nach langem politischem Stillstand liegt ein akzeptabler Kompromiss vor. VCD fordert Bundesrat auf, dem Vorschlag zuzustimmen, damit die Regelungen in Kraft treten können.
Berlin, 05. November 2020. Der ökologische Verkehrsclub VCD erwartet im Streit um die Straßenverkehrsordnung eine Einigung im Bundesrat. Wegen eines Formfehlers sind Teile der StVO-Novelle weiter ungültig. Doch anstatt den von seinem Ministerium verursachten Fehler zu beheben, will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die Gelegenheit nutzen und die vorgesehenen schärferen Strafen für Raser abmildern. Unterstützung erhält er dabei von den unionsgeführten Bundesländern, während andere Landesregierungen entschieden dagegen sind - bestärkt vom VCD und zahlreichen weiteren Umwelt- und Verkehrsverbänden. Nun liegt ein Kompromissvorschlag vor, der zwar die Schwelle für Fahrverbote erhöht, im Gegenzug aber Bußgelder für Raser nahezu verdoppelt und das Einrichten von Pop-up-Radwegen erleichtert. Der VCD fordert den Bundesrat auf, den Stillstand endlich zu beenden und dem Kompromiss zuzustimmen.

Kerstin Haarmann, VCD Bundesvorsitzende: „Noch Ende letzten Jahres feierte sich Bundesverkehrsminister Scheuer dafür, mit seinem Gesetzesvorschlag die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger zu verbessern. Im Nachhinein dann die Strafen für Raser abmildern zu wollen, ist ein Unding. Autofahrer vor Fahrverboten zu bewahren, ist ihm offensichtlich wichtiger als die allgemeine Sicherheit auf unseren Straßen. Der Kompromissvorschlag gibt dem Minister nun die Möglichkeit, zu zeigen, dass er die im Koalitionsvertrag verankerte „Vision Zero“ doch ernst nimmt, indem er die unionsgeführten Bundesländer zur Unterstützung des Vorschlags aufruft.“

Der VCD hatte dazu aufgerufen, an die Verantwortlichen in den Bundesländern zu appellieren, keinen Rückschritt bei der Verkehrssicherheit zuzulassen. Über 3.800 Bürgerinnen und Bürger sind dem Aufruf gefolgt und haben ein entsprechendes Schreiben an die jeweiligen Landesverkehrsministerien geschickt. Mit dem aktuellen Vorschlag liegt ein akzeptabler Kompromiss vor. Deshalb fordert der VCD die Länder auf, diesem Kompromiss zuzustimmen – um endlich Rechtssicherheit zu schaffen und wichtige Verbesserungen für die Verkehrssicherheit nicht aufs Spiel zu setzen.

„Der VCD hat von Beginn an die Beibehaltung des Strafmaßes gefordert, wie es bereits demokratisch beschlossen war“, betont Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Kommt es aber morgen zu keinem Ergebnis im Bundesrat, bleibt vorerst alles bei der alten Fassung von Straßenverkehrsordnung und Bußgeldkatalog – ohne die vielen Verbesserungen für die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrerinnen. Das wäre ein Schlag ins Gesicht aller ungeschützten Verkehrsteilnehmenden und ein fatales Signal für die Verkehrssicherheit. Darum unterstützen wir den Kompromissvorschlag.“

Um den Fuß- und Radverkehr sicherer zu machen, braucht es grundsätzlich niedrigere Geschwindigkeiten und entsprechende Sanktionen, damit diese auch eingehalten werden. So können Bremswege enorm verkürzt und Aufprallgeschwindigkeiten verringert werden. Dadurch lassen sich viele Unfälle vermeiden oder zumindest ihre Schwere erheblich verringern. Die Geldbußen für Geschwindigkeitsverstöße auf das Niveau unserer europäischen Nachbarländer anzuheben, wie es der Kompromiss vorsieht, ist daher ein dringend notwendiger Schritt für mehr Verkehrssicherheit.

Der Kompromissvorschlag enthält auch andere, wichtige Verbesserungen wie die erleichterte Einrichtung von Pop-Up-Radwegen und die erweiterte Experimentierklausel. Um den Fuß- und Radverkehr im Sinne der Verkehrswende zu stärken, muss ihnen der rote Teppich ausgerollt werden. Pop-Up-Radwege, Spielstraßen oder Begegnungszonen müssen unbürokratisch eingerichtet und verstetigt werden können. Es ist wichtig und überfällig, die Voraussetzungen zu schaffen, um neue Regeln oder Verkehrsmaßnahmen erproben und etablieren zu können.

Damit die Verkehrswende gelingt, muss schnellstmöglich auch das Straßenverkehrsgesetz angepasst werden. In einer weiteren StVO-Novelle sollten neben der Gefahrenabwehr weitere Ziele wie Vision Zero, Klima- und Umweltschutz verankert werden. Um auf Bundesebene dafür einen geeigneten rechtlichen Rahmen zu schaffen, setzt sich der VCD für ein Bundesmobilitätsgesetz ein.
 

Pressekontakt:
Anne Fröhlich, Pressereferentin VCD • 0171/60 52 409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3723 Wed, 04 Nov 2020 14:32:08 +0100 ÖPNV-Gipfel statt Luftfahrtgipfel – Keine Steuergelder für marode Flughäfen, sondern für nachhaltige Mobilität http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/oepnv-gipfel-statt-luftfahrtgipfel-keine-steuergelder-fuer-marode-flughaefen-sondern-fuer-nachhaltig/ Vor dem Flugverkehrsgipfel am Freitag fordert der ökologische Verkehrsclub VCD, überkommene Strukturen nicht mit Milliardenhilfen zu stützen. Angesichts Corona-Pandemie und Klimawandel ist diese Förderung nicht zeitgemäß, kommentiert Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD: „Nach mehreren Autogipfeln gibt es nun einen neuen Luftfahrt-Gipfel der Bundesregierung. Die Prioritäten im Verkehrsbereich sind damit klar. Aber der Flugverkehr muss angesichts sinkender Passagierzahlen durch Corona und mit Blick auf den Klimawandel entschlossen umgebaut werden. Statt Flughäfen weiter auszubauen und weitere Gelder in bereits vor der Pandemie unrentable Regionalflughäfen zu versenken, braucht es einen sozialverträglichen Umbau in Richtung des Umweltverbundes. Daher benötigen wir endlich einen ÖPNV-Gipfel, wie ihn der VCD gemeinsam mit Fridays For Future, ver.di, BUND, attac, Naturfreunden und anderen Organisationen fordert.

Die öffentlichen Verkehrsunternehmen sind ebenso stark von der Krise betroffen. Ihre Ticketeinnahmen sind teilweise um mehr als 80 Prozent eingebrochen. Die Unternehmen müssen auch über das Jahr 2020 hinaus gesichert werden, damit sie weiterhin systemrelevante Mobilität gewährleisten können. Ein ausreichendes Angebot ist nicht nur wegen der Corona-Krise wichtig, auch für die Klimakrise braucht es einen ÖPNV, der bis 2030 doppelt so viele Fahrgäste aufnehmen kann. Hierfür werden mehr Mittel für den Ausbau der Infrastruktur und mehr Personal benötigt. Das Geld der Bundesregierung ist dafür besser angelegt als für die Rettung von Regionalflughäfen, denen längst die Insolvenz droht.


Finanzhilfen für angeschlagene Airlines müssen mit Auflagen verbunden werden. Bereits im Juni hatte die Lufthansa Hilfen in Höhe von 9 Milliarden Euro erhalten – ohne Auflagen zum Klimaschutz, wie etwa die Kurzstreckenflüge einzuschränken. Neue bedingungslose Hilfen darf es diesmal nicht geben, sie müssen an die Ziele des Klimaschutzes gekoppelt werden.“


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Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3722 Fri, 30 Oct 2020 11:16:50 +0100 Naturpark Ammergauer Alpen gewinnt Fahrtziel Natur-Award 2020 http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/naturpark-ammergauer-alpen-gewinnt-fahrtziel-natur-award-2020/ Umfassende Erweiterung des mit Gästekarte kostenlos nutzbaren Mobilitätsangebots überzeugt die Jury - Nationalpark Harz und Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe ebenfalls ausgezeichnet Der Fahrtziel Natur-Award 2020 geht an den Naturpark Ammergauer Alpen. Das Schutzgebiet erhält den Preis für das umfassend erweiterte Mobilitätsangebot, das mit den Gästekarten kostenlos nutzbar ist. Ebenfalls ausgezeichnet werden der Nationalpark Harz für das auf weite Teile des Westharzes ausgeweitete Harzer Urlaubsticket HATIX und das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe für die nachhaltig entwickelte Mobilität im Landkreis Prignitz.

In seiner Laudatio sagt Dr. Michael Peterson, Vorstandsvorsitzender der DB Fernverkehr AG: „Die Verantwortlichen im Naturpark Ammergauer Alpen haben sich nicht auf den Erfolgen der letzten Jahre ausgeruht, sondern das Mobilitätsangebot konsequent ausgeweitet. Touristen können jetzt das gesamte Linienbusangebot der regionalen Anbieter vom Tegernsee bis ins Allgäu und die relevanten Bahnlinien der Region bis Murnau und Garmisch-Partenkirchen kostenlos mit der Gästekarte oder der Königscard nutzen.“ Diese attraktive Möglichkeit für Übernachtungsgäste, die Region ohne Zusatzkosten und ohne eigenes Auto zu erkunden, sei eine entscheidende Voraussetzung für die Anreise mit der Bahn. Die Gästekarte wird von allen Gastgebern im Naturpark ausgegeben.

Für die VCD Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann ist die Ausweitung des im Landkreis Harz seit Januar 2010 bestehenden HATIX auf weite Teile des Westharzes „ein bedeutender Meilenstein für die Zusammenarbeit über die Grenzen der Bundesländer hinweg. In 25 Gemeinden können Besucher jetzt die einzigartige Natur des Nationalparks mit dem HATIX klimaschonend erkunden.“ Auch die Kommunikation von und für HATIX sei mit einem Info-Faltblatt, den Internet-Seiten von harz-nah-dran.de und der Harz-App noch einmal verbessert worden, so Haarmann.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger hebt das „außerordentliche Engagement und die zielgerichtete Zusammenarbeit“ hervor, mit der in den letzten beiden Jahren im Landkreis Prignitz ein Basismobilitätsangebot für Urlauber und Einheimische geschaffen wurde: „Mit dem neuen PlusBus ‚Prignitzer Elbtalaue‘ ist im täglichen Stundentakt ein optimaler Anschluss an den Fern- und Regionalverkehr in Wittenberge garantiert. Damit wird Urlaubern die bequeme Anreise mit der Bahn etwa aus Berlin und Hamburg in die Elbtalaue ermöglicht.“ Auch für Tagesausflügler seien wichtige Ziele wie die Burg Lenzen oder die Fähre Lenzen-Pevestorf in Richtung Niedersachsen jetzt gut erreichbar.

Der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt lobt die Verknüpfung von Tourismus und Mobilität in den Fahrtziel Natur-Gebieten allgemein: Der Ausbau der nachhaltigen Mobilitätsangebote hat in den letzten Jahren deutlich an Dynamik gewonnen. Nicht nur die ausgezeichneten Projekte belegen, wie sehr das gemeinsame Engagement von Umweltverbänden, Verkehrsunternehmen und regionalen Akteuren im Rahmen der Kooperation ‚Fahrtziel Natur‘ mittlerweile Früchte trägt.“

Fahrtziel Natur verleiht den Award in diesem Jahr zum siebten Mal. Träger der Kooperation sind die großen Umweltverbände BUND, NABU und VCD und die Deutsche Bahn. Sie setzen sich zusammen mit 23 Fahrtziel Natur-Gebieten für die Verbindung umweltfreundlicher Mobilität mit aktivem Naturerlebnis ein. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Fahrtziel Natur-Award 2020 im Rahmen einer Online-Veranstaltung verliehen.

Seit 2009 wird mit dem Fahrtziel Natur-Award das Engagement zur Vernetzung von nachhaltigem Tourismus und umweltfreundlicher Mobilität in Fahrtziel Natur-Gebieten gewürdigt. Ausgezeichnet werden bereits umgesetzte Projekte mit Vorbildcharakter. Der Gewinner erhält ein aus Medialeistungen von BUND, NABU, VCD und Deutscher Bahn bestehendes Kommunikationspaket im Wert von 25.000 Euro.

Fahrtziel Natur fördert seit 2001 umweltfreundliche Mobilität und nachhaltigen Tourismus im Umfeld von nationalen Naturlandschaften und sichert damit das Naturerbe und die Biodiversität. Ziel ist es, den Freizeitverkehr auf umweltverträgliche Verkehrsmittel zu verlagern. Weitere Informationen im Internet unter www.fahrtziel-natur.de/award2020.

 

Pressekontakte:

Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
Judith Freund
Pressereferentin
Tel. +49 (0) 30 2 75 86-497
judith.freund@bund.net
www.bund.net

Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
Tizia Labahn
Referentin Presse
Tel. +49 (0) 30-28 49 84-15 10
Tizia.Labahn@NABU.de www.nabu.de

Ökologischer Verkehrsclub VCD
Franziska Fischer
Pressesprecherin
Tel. +49 (0)30 280351-12
presse@vcd.org
www.vcd.org

Deutsche Bahn
Andreas Fuhrmann
Stellv. Sprecher
Personenverkehr
Tel. +49 (0) 30 297-60016
presse@deutschebahn.com
www.deutschebahn.com/presse
twitter.com/DB_Presse

 

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news-3720 Tue, 27 Oct 2020 09:23:37 +0100 Mit Digitalisierung zur Verkehrswende: Mobilität effizient, sicher und nachhaltig gestalten http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/mit-digitalisierung-zur-verkehrswende-mobilitaet-effizient-sicher-und-nachhaltig-gestalten/ Wie wir Mobilität mit Hilfe von Digitalisierung und Automatisierung besser organisieren können, zeigt der neue Leitfaden „Verkehrswende durch Digitalisierung“ des ökologischen Verkehrsclub VCD. Er gibt Anregungen und Impulse für eine erfolgreiche Transformation. Handlungsempfehlungen für Kommunen beleuchten Chancen sowie Risiken der Digitalisierung. Berlin, 27.10.2020. Digitalisierung und Automatisierung sorgen für einen noch nie dagewesenen Umbruch unseres Verkehrssystems. Algorithmen verknüpfen Ridesharing-Angebote, Carsharing, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad und Co. Smartphone-Apps mit integrierter Routenplanung ermöglichen mindestens die gleiche Mobilität wie ein eigenes Auto, nur viel günstiger. Für Bewohnerinnen und Bewohner der Innenstädte wird der private Pkw überflüssig. Im ländlichen Raum können Angebote dank der Digitalisierung stärker ausgebaut werden, damit Menschen überall besser mobil sind.

Dr. Uwe Böhme, Projektleiter: „Die Digitalisierung ist eine echte Chance für die Verkehrswende und damit für den Klimaschutz im Verkehr. Mit ihrer Hilfe können wir beispielsweise Staus reduzieren, den Schadstoffausstoß senken und den Verkehr sicherer machen. Aber es gibt auch Risiken zu bedenken, etwa bei der Bereitstellung von Daten. Die Daten von Nutzer*innen dürfen nicht in falsche Hände gelangen oder für falsche Zwecke genutzt werden.“

Der Handlungsleitfaden „Verkehrswende durch Digitalisierung“ ist das Ergebnis des VCD-Projektes „Autonom unterwegs“ sowie dreier Workshops, die im Landkreis Barnim, in Darmstadt und Berlin stattgefunden haben und unterschiedliche Raumstrukturen berücksichtigten. In der virtuellen Abschlussveranstaltung wurden erfolgreiche Projekte aus den Regionen vorgestellt. Ansätze wie das Elektro-Carsharing BARshare, das Barsikower Dorfmobil oder autonom fahrende Kleinbusse zeigen, wie Kommunen, Verkehrsunternehmen und Mobilitätsanbieter gemeinsam die Verkehrswende in kleinen Schritten voranbringen können.

„Die Digitalisierung kann die Verkehrswende stärker als bisher möglich vorantreiben. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Kommunen mit den nötigen finanziellen und personellen Mitteln ausgestattet werden“ erklärt Projektleiter Dr. Uwe Böhme. „Um die zahlreichen gesetzlichen Hürden zu überwinden, bedarf es mutiger und engagierter Akteure, die alte Denkmuster ablegen und Raum für neue Mobilitätsformen schaffen.“

Damit die Digitalisierung die Verkehrswende wirklich vorantreibt, fordert der VCD ein Umdenken in Politik und Verwaltung. Streng reglementierte Förderprogramme und Gesetze, die den Autoverkehr bevorteilen, behindern innovative Ansätze einer umwelt- und menschenfreundlichen Mobilität. Beim Erproben neuer Projekte und Technologien darf nicht nur die Frage nach der Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt stehen. Reallabore und Experimentierräume mit flexiblen Regeln sollten weiter ausgeweitet werden. Zudem muss bei der Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) die Experimentierklausel verlängert werden. Denn bislang gelten die Sondergenehmigungen höchstens für vier Jahre und bieten Unternehmen damit nicht die nötige Rechtssicherheit für eine langfristige Planung.

Das Projekt „Autonom unterwegs“ wurde vom Bundesumweltministerium und vom Umweltbundesamt gefördert.  

Hier können Sie den Handlungsleitfaden downloaden:  https://www.vcd.org/fileadmin/user_upload/Redaktion/Themen/Digitalisierung/VCD_Digitalisierung_Leitfaden.pdf
 

Pressekontakt:
Dr. Uwe Böhme • Projektleiter „Autonom unterwegs“ • uwe.boehme@vcd.org
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • 0171/60 52 409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3719 Wed, 14 Oct 2020 11:24:02 +0200 Bündnis fordert von Bundesregierung ÖPNV-Gipfel – Besuch der Landesverkehrsministerkonferenz   http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/buendnis-fordert-von-bundesregierung-oepnv-gipfel-besuch-der-landesverkehrsministerkonferenz/
Saarbrücken, 14. Oktober 2020. Anlässlich der heute stattfindenden Landesverkehrsministerkonferenz (VMK) macht ein breites Bündnis aus der Gewerkschaft ver.di, Fridays for Future, BUND, BUNDjugend, Attac Deutschland, den Naturfreunden Deutschlands, dem ökologischen Verkehrsclub VCD, der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Changing Cities und anderen klar, dass eine konsequente Verkehrswende entschiedene Investitionen in den öffentlichen Personennahverkehr und den Umweltverbund erfordert. Deshalb bekräftigt das Bündnis bei seinem heutigen Besuch der VMK seine Forderung an die Bundesregierung zur Ansetzung eines ÖPNV-Gipfels. Im Gespräch hat Anke Rehlinger, Verkehrsministerin im Saarland und Vorsitzende der VMK, die Initiative begrüßt und Unterstützung zugesagt.

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub VCD: „Um die Fahrgastzahlen in Bus und Bahn bis 2030 zu verdoppeln, müssen wir offensiv in Personal und Infrastruktur investieren. Anstatt Unsummen in neue Autobahnen zu investieren, sollten wir deutlich stärker den Fuß- und Radverkehr, sowie Bus und Bahn fördern. Wir brauchen einen ÖPNV-Gipfel statt immer weiterer Autogipfel, um den Verkehr auf das Gleis Richtung Klimaneutralität zu setzen.”

Helena Marschall, Sprecherin von Fridays for Future: „Für die Erreichung des 1,5 Grad Ziels brauchen wir eine sofortige sozial-gerechte Mobilitätswende, die den ÖPNV in den Fokus stellt. Jetzt müssen durch massive Investitionen in den ÖPNV die Bedingungen dafür geschaffen werden. Besonders im Vordergrund müssen dabei die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten stehen – sie verdienen als grüne und systemrelevante Jobs der Zukunft Anerkennung.”

Antje von Broock, Geschäftsführerin Politik und Kommunikation beim BUND: „Wir brauchen einen kompletten Neustart der Verkehrs- und Investitionspolitik. Die A49 und andere Fernstraßenneubauprojekte sind unverzüglich zu stoppen und bedürfen einer Überprüfung. Vielmehr müssen die für den nicht mehr zeitgemäßen Fernstraßenneubau eingeplanten Mittel zu Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs umgewidmet werden.“

Christine Behle, stellvertretende ver.di-Bundesvorsitzende: „Mehr Klimaschutz gelingt nur durch eine echte Verkehrswende und mehr ÖPNV und dazu gehören anständige Arbeitsbedingungen und Löhne. Weil viele Kommunen unterfinanziert sind, brauchen wir ein bundesweites Finanzierungsprogramm für den ÖPNV. Das schafft zehntausende neue Arbeitsplätze und schützt das Klima. Wir fordern einen ÖPNV-Gipfel für einen guten Start in eine nachhaltige Verkehrswende.”

Achim Heier aus dem Koordinierungskreis von Attac Deutschland: „Während die Autolobby bei Autogipfeln regelmäßig exklusiven Zugang zur Politik erhält, wird Vertreter*innen des ÖPNV, Radfahrens oder Zufußgehens nirgendwo so viel Gehör geschenkt. Klimagerechte Verkehrsmittel müssen endlich bevorzugt behandelt werden - nur dann ist die Mobilitätswende zu machen!"

Moritz Tapp, Bundesvorstandsmitglied der BUNDjugend: „In Zukunft und Mobilität für alle investieren, die die Bedürfnisse der Menschen und des Klimas in den Mittelpunkt stellt – das ist die Aufgabe der Bundesregierung. Aktuell verschwendet sie nur Steuergeld für die zerstörerische Autoindustrie, die noch heute auf Technologien der Vergangenheit setzt. Wir brauchen mehr Geld für den ÖPNV – das verbessert kurzfristig die Mobilität für alle und führt langfristig zu einer Mobilitätswende.“

Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands: „Ziel einer ökologischen und sozialen Verkehrswende muss die drastische Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs sein. Die NaturFreunde unterstützen deshalb die Initiativen zur Schaffung von autofreien Innenstädten und Förderung des Umweltverbunds – sowie die berechtigten Forderungen der Gewerkschaft ver.di: Denn ohne eine gerechtere Bezahlung wird die Mobilitätswende nicht gelingen.“

Martin Burkert, stellvertretender Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG): „Der Ausbau des ÖPNV gelingt nur mit einer Fachkräfteoffensive für Busse und Bahnen. Langfristig steigende Löhne, gute Arbeitsbedingungen und den Schutz des Personals vor unreguliertem Dumping-Wettbewerb: Nur so lassen sich neue Beschäftigte gewinnen. Um dafür die richtigen Weichen zu stellen, fordern wir zeitnah einen ÖPNV-Gipfel von Bund, Ländern und Kommunen. Für uns steht fest: Die Beschäftigten dürfen nicht die Leidtragenden der Krise werden!“

Ragnhild Sørensen, Changing Cities: „Um nachhaltige Mobilität zu schaffen, brauchen wir gute Alternativen zum Auto – in den Städten und auf dem Land. Dazu gehören gute Infrastruktur für Radfahrende und Fußgänger*innen sowie ein massiver Ausbau des öffentlichen Personenverkehres. Das ist nicht nur gut fürs Klima, es ist gut für unsere Städte, für unsere Gesundheit und für die Wirtschaft. Denn was macht mehr Sinn in Zeiten des Klimawandels: Drei Kilometer Autobahn zu bauen oder für dasselbe Geld 500 Kilometer Radwege?“

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Positionspapier als PDF mit allen Unterzeichner*innen: https://oepnvbrauchtzukunft.de/wp-content/uploads/2020/09/Verkehrswende-Investitionen-fu%CC%88r-den-Umweltverbund_Buendnisposition.pdf

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Pressekontakte:

Anne Fröhlich, VCD-Pressereferentin, 030 2803 5159, presse@vcd.org

Martina Sönnichsen, ver.di, 030 6956 1015

Karla Wiegmann, Fridays for Future, Presse Koordination Berlin & Deutschland, 01575 8408 320

Jens Hilgenberg, BUND Leiter Verkehrspolitik, 030 27586 467

Achim Heier, Koordinierungskreis Attac Deutschland Tel. 0176 8799 3760, jheier@web.de

Moritz Tapp, Bundesvorstandsmitglied der BUNDjugend, moritz.tapp@bundjugend.de

Ragnhild Sørensen, Changing Cities, 0171 5357 734, ragnhild.soerensen@changing-cities.org

Oliver Kaufhold, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Abteilungsleiter Kommunikation, 0172 6156 580, oliver.kaufhold@evg-online.org 
 

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität. 

 

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news-3718 Sat, 10 Oct 2020 12:00:00 +0200 12qmKULTUR statt Autoverkehr: VCD macht mit beim Aktionstag „Tauentzien autofrei“ http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/12qmkultur-statt-autoverkehr-vcd-macht-mit-beim-aktionstag-tauentzien-autofrei/ Mit seinem Projekt 12qmKULTUR hat sich der VCD an der dreistündigen Aktion auf der Berliner Tauentzienstraße beteiligt. Gemeinsam mit anderen Organisationen zeigte der ökologische Verkehrsclub, wie öffentlicher Raum stärker für Menschen als für Autos genutzt werden kann. Bei der bundesweiten Aktionsreihe 12qmKULTUR wird die durchschnittliche Fläche eines Parkplatzes für ein Kulturprogramm genutzt.
Berlin, 10. Oktober 2020. Gute Stimmung und entspanntes Schlendern dort, wo sonst Autos entlangrasen – gemeinsam mit der Initiative Stadt für Menschen, Greenpeace und vielen anderen hat der ökologische Verkehrsclub VCD aus der Betonwüste Tauentzienstraße eine Fläche der Erholung und des Austauschs gemacht. Drei Stunden lang wurde ein Abschnitt der sechsspurigen Straße für den Autoverkehr gesperrt und mit einem bunten Programm bespielt. Inmitten eines Kiezlabors, einer grünen Plantage und einem Spielbereich für Kinder nahm der VCD die Fläche eines Parkplatzes ein und funktionierte sie zu einem Ort der Begegnung und der politischen Diskussion um.

Ingrid Ahrens, Mitglied im VCD-Bundesvorstand: „Das Auto nimmt in unseren Städten enorm viel Platz ein. Allein parkende Autos belegen in Berlin etwa ein Fünftel der Fläche! Ich freue mich sehr, dass gerade die jungen Menschen das nicht mehr hinnehmen wollen und sich die Straße zunehmend zurückzuerobern. Mit der Aktion heute im Herzen des Berliner Westens machen wir erlebbar, was die Menschen gewinnen, wenn wir den öffentlichen Raum gerechter verteilen.“

In zwei Gesprächsrunden diskutierte der VCD mit Passanten, Initiativen, Planern und weiteren Stadtmachern, wie sich die Fläche eines Parkplatzes für die Gesellschaft sinnvoller nutzen lässt, als nur zum Abstellen eines Autos. Darüber hinaus konnten die Besucher bei einem Verkehrswende-Quiz ihr Wissen testen und ein Überraschungsgeschenk gewinnen. Mit Burkhard Horn, Verkehrsplaner und Berater für die Initiative Mobilitätskultur bei Phineo, sowie der Initiative Kiezerfahren und dem Bündnis temporäre Spielstraßen diskutierte Ingrid Ahrens aus dem VCD-Vorstand über Möglichkeiten und Herausforderungen von Experimenten im öffentlichen Raum. In einer weiteren Runde wurde mit der Stadtmacher Akademie der Weg von temporären Experimenten hin zur langfristigen Umsetzung beleuchtet. 

Tanja Terruli, Projektleiterin „Straßen für Menschen“: „Wir stellen heute die Frage: wofür kann dieser Platz genutzt werden, wenn dort kein Auto rumsteht? Wir haben uns so an die Allgegenwärtigkeit des Autos gewöhnt, dass wir aus dem Blick verloren haben, wie sehr der wertvolle Platz im öffentlichen Raum zugestellt wird. Mit 12qmKULTUR wollen wir zeigen, dass wir diesen Platz auch den Menschen für Begegnung und Kommunikation zur Verfügung stellen könnten.“ 

Das Aktionsformat 12qmKULTUR fand in Berlin als sechste Veranstaltung im Jahr 2020 statt und bildete gleichzeitig den diesjährigen Abschluss. Zuvor war der VCD an fünf Orten in Deutschland und eroberte mit Initiativen und regionalen VCD-Gruppen die Straßen zurück. Die Schwerpunkte waren breit gefächert – von verkehrsberuhigten Bereichen über Fußgängerzonen bis hin zu autofreien Innenstädten und neuen Mobilitätskonzepten. Die Aktionen wurden jeweils mit Musik, Mitmachaktionen und Diskussionsrunden begleitet.
 

Das Projekt: 
Das Projekt »Straßen für Menschen« des ökologischen Verkehrsclub VCD fördert das bürgerschaftliche Engagement für die Verkehrswende. Der Fokus liegt dabei auf der Rückeroberung der Straße für eine flächengerechte Verteilung des öffentlichen Raums unter den Verkehrsteilnehmenden und mehr Lebensqualität in der Stadt.  
Mit 12qmKULTUR möchte der VCD auf die ungerechte Flächenverteilung im Straßenraum aufmerksam machen und Alternativen zur autogerechten Stadt aufzeigen. Mit den Anwohner*innen vor Ort möchte der VCD die Straße zurückerobern, um gesellschaftliches Leben dort hin zurückzubringen, damit sich Menschen treffen können, wo heute zahllose Autos unsere Straßen verstopfen.  
Das Projekt Straßen für Menschen wird von PHINEO im Rahmen der Initiative Mobilitätskultur gefördert. 

 

Pressekontakt: 
Anne Fröhlich, VCD-Pressereferentin • 030/280351-59 • presse@vcd.org • www.vcd.org Twitter: @VCDeV   
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität. 

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news-3717 Thu, 08 Oct 2020 12:29:29 +0200 Das Maß ist voll - Scheuer ist als Bundesverkehrsminister nicht mehr haltbar http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/das-mass-ist-voll-scheuer-ist-als-bundesverkehrsminister-nicht-mehr-haltbar/ Nach der Vernehmung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer letzte Woche im Untersuchungsausschuss zur Pkw-Maut steht heute eine weitere Zeugenbefragung an. In einer aktuellen Stunde debattiert der Bundestag über politische Konsequenzen. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des ökologischen Verkehrsclub VCD, kommentiert: „Die Verfehlungen von Andreas Scheuer füllen inzwischen ganze Akten. Dabei ist ein Thema besonders brisant: die Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen. Was vor der Bundestagswahl 2013 als Stammtischparole in CSU-Bierzelten seinen Ursprung fand, hat sich mittlerweile zum Desaster für die CSU entwickelt. 

Die Warnungen waren da. Eine Pkw-Maut, die nur Ausländer zahlen sollen, ist nicht konform mit EU-Recht. Es ist ein Unding, dass der Minister Verträge unterschrieb, ohne das Urteil des Europäischen Gerichtshofes abzuwarten. Denn so kommen zu den fast 80 Millionen Euro, die bereits für die Pkw-Maut ausgegeben wurden, möglicherweise bis zu 560 Millionen Euro Schadenersatz hinzu. Aufkommen für das Scheitern der Maut müssen die Steuerzahler. Das ist Geld, das der Verkehrswende fehlt. Die Amtsführung des Ministers würde inzwischen schon für mehrere Rücktritte ausreichen – er ist als Verkehrsminister schlichtweg nicht mehr haltbar.“


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD • michael.mueller-goernert@vcd.org Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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