VCD Pressemitteilung http://www.vcd.org/ Pressemmitteilungen des VCD (Verkehrsclub Deuschland) de_DE VCD Thu, 09 Apr 2020 13:50:19 +0200 Thu, 09 Apr 2020 13:50:19 +0200 TYPO3 EXT:news news-3597 Fri, 03 Apr 2020 13:56:44 +0200 Krisenfeste Mobilität muss jetzt unterstützt und gestaltet werden http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/krisenfeste-mobilitaet-muss-jetzt-unterstuetzt-und-gestaltet-werden/ Mobilität in der Corona-Krise ist eine Herausforderung. Um den Verkehr auf Dauer krisenfest zu machen, darf Klimaschutz nicht aus dem Blick geraten. Hilfen müssen Verkehrsträger stützen und klimaneutrale Mobilität fördern.
Berlin, 03. April 2020. Mobilität für Menschen auch in der Corona-Krise zuverlässig aufrecht zu erhalten, ist eine riesige Herausforderung. Vor allem der Nahverkehr, der dafür sorgt, dass notwendige Wege gut und so sicher wie möglich zurückgelegt werden können, braucht jetzt finanzielle Unterstützung.  
Schnelles Krisenmanagement hat angesichts der Nöte von Menschen und Wirtschaft Vorrang. Was beim Klimaschutz im Verkehr mühsam erreicht wurde, darf aber nicht wieder aufgehoben werden. Um Mobilität für die Zukunft krisenfest zu machen, müssen wir die richtigen Weichen stellen.   

Die Folgen der Corona-Krise für einzelne Verkehrsbereiche kommentieren die Sprecherinnen und Sprecher des VCD:   
 
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD:  
„Wir brauchen Konjunkturpakete, die Unternehmen im Bereich Mobilität vor den Folgen der Corona-Krise schützen und sie dauerhaft und nachhaltig widerstandsfähiger machen. Die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, haben weitreichende Auswirkungen. Der Klimaschutz im Verkehr darf nicht aufgeweicht werden. Sonst laufen wir Gefahr, nach Bewältigung der Corona-Krise an der nächsten Herausforderung, der Klimakrise, zu scheitern. Ohne Verkehrswende ist das nicht zu schaffen. Dafür müssen die richtigen Weichen gestellt werden und Investitionen zielgerichtet in den Ausbau einer nachhaltigen Infrastruktur fließen. Wir brauchen einen Ausbau der erneuerbaren Energien und den beschleunigten Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.“  
 
Alexander Kaas Elias, VCD-Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität: 
„Die Corona-Krise verändert unsere Arbeitswelt in vielerlei Hinsicht. Viele Unternehmen schaffen jetzt Möglichkeiten des mobilen Arbeitens. Um für die Zukunft besser gerüstet zu sein, ist der weitere Ausbau der Digitalisierung dringend erforderlich. Das trägt langfristig auch dazu bei, Verkehr zu vermeiden und besser zu organisieren und schont damit Umwelt und Klima. 

Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr:  
„Wie wichtig das oft unterschätzte Fahrrad für unser Verkehrs- und Gesundheitssystem ist, erleben wir jetzt. Daher müssen wir den notwendigen Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes nach der Corona-Krise viel konsequenter in Angriff nehmen. Wir müssen dafür sorgen, dass nicht nur für die Infrastruktur genug Geld eingestellt wird, sondern auch ausreichend qualifiziertes Personal für die Planung ausgebildet und in den Verwaltungen beschäftigt wird. Städte und Kommunen sollten schon jetzt, wo möglich, mehr Platz auf den Straßen für das Fahrrad schaffen. Der gesunde und umweltfreundliche Rad- und Fußverkehr muss sicherer werden, da helfen auch Geschwindigkeitsbegrenzungen in den Städten.“   

Philipp Kosok, VCD-Sprecher für Bahn und ÖPNV: 
“Obwohl derzeit deutlich weniger Menschen unterwegs sind und die Corona-Krise die Bus- und Bahnunternehmen vor enorme Herausforderungen stellt, halten sie den für die meisten Städten systemrelevanten Betrieb aufrecht. Häufig wird jetzt zum Samstagsfahrplan gefahren. So können alle, die an ihrem Arbeitsplatz unentbehrlich sind, zuverlässig an ihr Ziel kommen und dabei in den Fahrzeugen den gebotenen Abstand halten. Wenn die Verlagerung des Auto- und Flugverkehrs hin zu den umweltfreundlichen Verkehrsmitteln dauerhaft ins Stocken käme, ließe sich die Klimakrise nicht bewältigen. Ohnehin ging der Ausbau der dafür notwendigen Infrastruktur in den letzten Jahren zu langsam voran. Ein Konjunkturprogramm nach Corona sollte die bisher verpassten Investitionen nachholen. Der Bedarf ist riesig. Wichtige Bahnknoten wie Hamburg, Köln oder München sind seit Jahren überlastet und auch viele Straßenbahnstrecken werden zu langsam errichtet.”  


Pressekontakt:
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 0171/605 24 09 • presse@vcd.org • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3586 Mon, 30 Mar 2020 16:59:20 +0200 Abstand in Bus und Bahn ermöglichen, Fahrpläne nicht zu stark ausdünnen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/abstand-in-bus-und-bahn-ermoeglichen-fahrplaene-nicht-zu-stark-ausduennen/ Volle Busse und Bahnen sind in der Corona-Krise ein großes Sicherheitsrisiko. Einige ÖPNV-Unternehmen verkürzen ihren Fahrplan derzeit drastisch und riskieren so gefährliches Gedränge in den Fahrzeugen. Der ökologische Verkehrsclub VCD appelliert an die Verkehrsbetriebe, ausreichend Abstand zum Schutz der Fahrgäste zu ermöglichen. Philipp Kosok, VCD-Sprecher für ÖPNV: “Man kann sich leicht vorstellen, wie schwierig die Situation aktuell auch für die Verkehrsbetriebe ist. Die Fahrpläne dürfen aber trotz gesunkener Fahrgastzahlen nicht zu stark ausgedünnt werden. Der ÖPNV ist für viele Menschen unersetzlich. Sie müssen auch in Bus und Bahn den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten können. Wenn Fahrgäste im Bus direkt nebeneinandersitzen müssen ist es zu voll!” 

Ein einheitliches Vorgehen gibt es derzeit nicht. Während einige Städte in Nordrhein-Westfalen den Takt stark ausgedünnt haben, fahren etwa die öffentlichen Verkehrsmittel der Münchener Verkehrsgesellschaft fast wie gewohnt. Wie viele Busse und Bahnen gebraucht werden, muss aus Sicht des VCD individuell nach Region und aktuellem Verkehrsaufkommen entschieden werden. 

Philipp Kosok: „Viele Verkehrsbetriebe machen gerade mit dem Samstags- oder dem Ferienfahrplan gute Erfahrungen und ermöglichen ihren Fahrgästen so, den gebotenen Abstand einzuhalten. Länder und Kommunen müssen sie dabei schnell und konsequent unterstützen. Dies ist nicht die Zeit am ÖPNV zu sparen. Das heißt dann eben, lieber auch mal warme Luft durch die Gegend zu fahren, bevor sich Menschen in volle Fahrzeuge drängen müssen. Natürlich muss auch das Fahrpersonal bestmöglich geschützt werden, um das Angebot weiterhin aufrecht erhalten zu können. Einstieg an der ersten Bustür und Fahrkartenkauf beim Fahrer sollten jetzt tabu sein“.


Pressekontakt:
Philipp Kosok, VCD-Sprecher für ÖPNV • philipp.kosok@vcd.org bzw. Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 0171/605 24 09 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3585 Wed, 25 Mar 2020 16:07:04 +0100 Corona-Hilfspaket: Schnelle Hilfen - ökonomisch, ökologisch und sozial gerecht ausgestalten http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/corona-hilfspaket-schnelle-hilfen-oekonomisch-oekologisch-und-sozial-gerecht-ausgestalten/ Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt, dass der Bundestag ein nie dagewesenes Hilfspaket beschlossen hat, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, kommentiert: „Menschen in Not zu unterstützen und die durch Corona geschwächte Wirtschaft zu stabilisieren, ist das Gebot der Stunde. Gut, dass die Bundesregierung hier schnelle und umfassende Hilfe leistet. Bei aller gebotenen Eile sollten wir aber die bestehenden Umweltauflagen nicht kurzfristig preisgeben, und entsprechenden Forderungen aus Politik oder Wirtschaft eine Absage erteilen. Alle Maßnahmen sollten dazu beitragen, die Wirtschaft zukunftsfähig zu machen und ökonomisch, ökologisch und sozial gerecht ausgestaltet werden.“ 

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD •  0177-170 24 61 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw.Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 0171-605 24 09 • presse@vcd.org • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3573 Mon, 16 Mar 2020 14:26:44 +0100 Sinkender C02-Ausstoß: Verkehr bleibt Sorgenkind der Klimapolitik http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/sinkender-c02-ausstoss-verkehr-bleibt-sorgenkind-der-klimapolitik/ Die Treibhausgasemissionen sind in fast allen Wirtschaftsbereichen zum Teil deutlich zurückgegangen, zeigt eine Auswertung des Umweltbundesamts. Im Verkehr gab es aber einen leichten Anstieg. Michael Müller-Görnert, der verkehrspolitische Sprecher des ökologischen Verkehrsclub VCD, kommentiert: „Die CO2 Emissionen sind seit Jahrzehnten unverändert hoch und allen Klimaschutzmaßnahmen zum Trotz im letzten Jahr sogar leicht gestiegen. Lag der Anteil an den Gesamtemissionen Deutschlands 1990 noch bei 13 Prozent, sind es aktuell bereits 20 Prozent.

Die im Klimaschutzprogramm beschlossenen Maßnahmen für den Verkehr reichen nicht aus. Der Kfz-Bestand nimmt weiter zu und auch die Zahl der SUV. Steigende Fahrleistungen im Straßengüterverkehr machen die Effizienzsteigerungen bei Pkw und Lkw wieder zunichte. Zwei Gutachten, die letzte Woche veröffentlicht wurden, kommen zu dem Ergebnis, dass das Ziel, bis 2030 den CO2 Ausstoß im Verkehr um 42 Prozent zu verringern, deutlich verfehlt wird. Das ist eine schallende Ohrfeige für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Wir brauchen ein konsequentes Umsteuern im Verkehrsbereich: Mehr Anreize für klimaschonende Mobilität statt Vorfahrt fürs Auto. Vor allem in Städten sind Bus und Bahn sowie der Fuß- und Radverkehr das Grundgerüst einer umwelt- und sozialverträglichen Mobilität. Davon profitieren letztlich alle.“


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD •  030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw.Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3572 Fri, 13 Mar 2020 12:20:46 +0100 Bundesweites Aktionswochenende Kidical Mass am 21./22. März abgesagt http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/bundesweites-aktionswochenende-kidical-mass-am-2122-maerz-abgesagt/ Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus findet das bundesweite Aktionswochende der Kidical Mass am 21./22. März 2020 nicht statt. Zehntausende Kinder wollten in über 70 Städten für bessere Radwege und lebenswerte Städte protestieren. Der ökologische Verkehrsclub VCD, der die Kidical Mass unterstützt, hofft, dass die Aktion bald nachgeholt werden kann. “Der Schutz und die Sicherheit aller teilnehmenden Kinder und Erwachsenen hat oberste Priorität für uns, auch wenn wir natürlich enttäuscht sind, dass wir die KIDICAL MASS verschieben müssen” sagt Anika Meenken, Sprecherin für Radverkehr beim ökologischen Verkehrsclub VCD. “Wir hoffen, dass wir die Aktion bald nachholen können.”

„Die Kidical Mass wird aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Unsere Forderungen für kinder- und fahrradfreundliche Städte bleiben unverändert bestehen“, sagt Mitorganisator Steffen Brückner.

Für das Aktionswochenende waren mehr als 80 Fahrraddemos in über 70 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz angekündigt. Von Aachen bis Zürich sind neben fast allen größeren Städten auch Kreisstädte und ländliche Regionen bei der Initiative dabei. 

Die bundesweite Aktion wurde von der KIDICAL MASS KÖLN ins Leben gerufen. Sie wird von ADFC, Campact, Changing Cities, RADKOMM, VCD sowie mehr als 120 lokalen und regionalen Vereinen, Organisationen und Initiativen unterstützt und organisiert.


Kontakt:
Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr, 030/ 280 351 -403, anika.meenken@vcd.org Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin: 030/ 280 351 -12, presse@vcd.org


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

 

 

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news-3571 Mon, 09 Mar 2020 14:48:57 +0100 „Platz da für die nächste Generation!“ Zehntausende Kinder und Familien erobern auf ihren Fahrrädern die Städte in Deutschland und der Schweiz. Erstmalig findet eine bundesweite KIDICAL MASS statt. http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/platz-da-fuer-die-naechste-generation-zehntausende-kinder-und-familien-erobern-auf-ihren-fahrraedern/
Köln/Berlin 09. März 2020. Am 21. und 22. März 2020 werden zehntausende Kinder, Jugendliche und Familien auf Fahrrädern in mehr als 60 Städten in Deutschland und in der Schweiz eine riesige KIDICAL MASS veranstalten. Sie fordern eine neue Verkehrspolitik. „Wir wollen, dass sich Kinder sicher und selbständig mit dem Fahrrad in unseren Städten bewegen können. Die eigenständige Mobilität ist enorm wichtig für die kindliche Entwicklung, sie fördert Bewegung, Selbstbewusstsein und das soziale Miteinander. Würde ich mein Kind hier allein mit dem Rad fahren lassen? Wenn die Antwort nein lautet, dann muss was passieren. An dieser Frage muss sich eine Stadt messen lassen“, erklärt Organisatorin Simone Kraus.

Die bundesweite Aktion, die in dieser Form erstmalig ist, wurde von der KIDICAL MASS KÖLN ins Leben gerufen. Sie wird von ADFC, Campact, Changing Cities, RADKOMM, VCD sowie mehr als 110 lokalen und regionalen Vereinen, Organisationen und Initiativen unterstützt und organisiert.

Kinder und Familien setzen ein Zeichen

In unseren Städten sind die Bedingungen für Radfahrende, insbesondere für Kinder und Jugendliche sehr schlecht. Es fehlt vor allem an Platz: zu schmale, ungeschützte oder oft gar keine Radwege. Viele Eltern haben Angst um ihre Kinder und fahren sie lieber mit dem Auto.

85 Prozent der Befragten in den Großstädten und 74 Prozent insgesamt würden Kinder nur mit schlechtem Gefühl allein Fahrradfahren lassen (ADFC-Fahrradklima-Test 2018). Immer weniger Kinder können sicher Radfahren.

Die Politik tut viel zu wenig, um die Situation zu verbessern. Aktuelle Maßnahmen wie die Einrichtung von Fahrradstraßen, die dennoch für den Durchgangsverkehr offen sind, oder bloße Markierungen auf viel befahrenen Straßen reichen bei weitem nicht aus. Für eine Verkehrswende braucht es ein progressiveres Vorgehen, so wie es unsere europäischen Nachbarn etwa in Utrecht oder Gent vormachen. Dafür setzen sich die Initiative KIDICAL MASS und ihre Teilnehmer*innen ein.

Die KIDICAL MASS fordert kinder- und fahrradfreundliche Städte

Die KIDICAL MASS will die Menschen für eine nachhaltige Mobilität begeistern. Fahrradfahren muss sicher und bequem werden, damit alle Generationen aufsatteln.

„Wir wollen eine komplett andere Priorisierung und Flächenaufteilung bei der Stadt- und Verkehrsplanung. Wir fordern ein Umdenken bei Politik und Verwaltung hin zu einer Stadtplanung, die die Menschen in den Fokus rückt. Dazu gehören zwingend die fahrradfreundliche Gestaltung unserer Städte und die konsequente Umsetzung von Vision Zero. Denn Fahrradstädte sind auch kinderfreundliche Städte“, sagt Organisator Steffen Brückner.

Die Kinder wissen genau, wie eine fahrradfreundliche Stadt aussehen muss, beispielsweise der 11-jährige Johann: „Bequem nebeneinander Rad fahren und quatschen können und vor allem keine Autos mehr vor meiner Schule!“

Die KIDICAL MASS fordert Tempo 30 innerorts und durchgängige, engmaschige Radwegenetze in den Städten, in denen Schulradwegenetze integriert sind. Im Umfeld von Schulen sollen flächendeckend Fahrradstraßen und als Sofortmaßnahmen Schulstraßen nach Wiener Vorbild eingerichtet werden.

Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr und Mobilitätsbildung: „Wir müssen unsere Städte und Straßen so gestalten, dass sicheres Radfahren für alle Menschen möglich ist. Gerade Kinder und Jugendliche profitieren von einer Verkehrsraumgestaltung, die Fehler verzeiht. Damit Kinder mit dem Rad sicher unterwegs sind, braucht es jederzeit gute Sichtbarkeit, vor allem in Kreuzungsbereichen, und Tempo 30 innerorts als Regelgeschwindigkeit.“ 

Lebenswerte Städte für alle Generationen

Die Veranstalter betonen, dass die KIDICAL MASS mehr ist als eine Fahrraddemo. Die Initiative setzt sich für lebenswerte Städte für alle Generationen ein.  Eine kindersichere Radinfrastruktur ermöglicht angstfreies Radfahren für Menschen jeden Alters. Die kinderfreundliche, grüne Stadt hat jede Menge Platz zum Spielen - und für Begegnungen. Auch von der besseren Luft- und Lebensqualität einer Fahrradstadt profitieren alle.

Ein breites Aktionsbündnis

Bisher wurden mehr als 70 Fahrraddemos in mehr als 60 Städten angekündigt. Von Aachen bis Zürich sind fast alle größeren Städte dabei, dazu auch Kreisstädte und ländliche Regionen. Die Liste aller Aktionsstandorte finden Sie auf den Infoseiten der Initiative.

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer*innen stellen die KIDICAL MASS auf die Ra?der. Die KIDICAL MASS knüpft ein wichtiges Netzwerk und stärkt die soziale Bewegung für eine Mobilitätswende. Um den Forderungen auf Bundesebene weiteren Nachdruck zu verleihen, startet das Bündnis mit lokalen Petitionen zur Verkehrswende ab Mitte März auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact.

Hashtags: #FahrradGeneration, #KidicalMass

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Für weitere Informationen und Bildmaterial: Sebastian Züger – Pressesprecher KIDICAL MASS, +49 170 480 94 25, presse@kinderaufsrad.org, www.kinderaufsrad.org

Hinweise an Redaktionen

Für Ihre Berichterstattung finden Sie hier Fotos von der KIDICAL MASS 2019. Weiteres Foto- und Filmmaterial der Aktion KIDICAL MASS finden Sie auf der Aktionswebsite. Im Downloadbereich der Initiative gibt es am 22. März ab 17 Uhr aktuelle Pressefotos von den Aktionsstandorten.

Hintergrund KIDICAL MASS
Die KIDICAL MASS setzt sich mit ihren bunten Fahrraddemos für kinderfreundliche und lebenswerte Städte ein. Die Touren sind für alle von 0 bis 99 Jahre geeignet. Die Polizei sichert die Wege.

Die KIDICAL MASS wurde in 2008 in Oregon, USA ins Leben gerufen. Die ersten deutschen KIDICAL MASS fanden 2017/2018 in Städten wie Berlin, Darmstadt, Stuttgart und Köln statt. 2019 gab es bereits 30 KIDICAL MASS in Deutschland und der Schweiz mit teils 700–1.100 Teilnehmenden. Mit dem Aktionswochenende am 21. & 22. März 2020 findet die KIDICAL MASS zum ersten Mal bundesweit statt.

Pressekontakt VCD: Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter:@VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3570 Thu, 05 Mar 2020 12:40:38 +0100 Klassenziel Klimaschutz nicht erreicht: Verkehrsminister muss nachsitzen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/klassenziel-klimaschutz-nicht-erreicht-verkehrsminister-muss-nachsitzen/ Die Medienberichte über zwei Gutachten im Auftrag der Bundesregierung zum Klimaschutzpaket der schwarz-roten Koalition kommentiert der verkehrspolitische Sprecher des ökologischen Verkehrsclub VCD, Michael Müller-Görnert:
„Offenbar wird die Bundesregierung ihre Klimaschutzziele für 2030 mit dem beschlossenen Maßnahmenprogramm verfehlen. Vor allem der Verkehrsbereich bleibt demnach meilenweit hinter dem Sektorziel von 42 Prozent CO2-Minderung zurück.

Jetzt zeigt sich, dass viele Maßnahmen aus dem Hause Scheuer nichts weiter als Luftnummern sind. Das Verkehrsministerium hat sich die CO2-Minderung schön gerechnet - mit absurden Potenzialen für Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb, dem Einsatz von Biokraftstoffen oder Lkw mit Gasantrieb. Das lässt sich die Bundesregierung einige Millionen Euro kosten, anstatt in wirklichen Klimaschutz zu investieren.

Jetzt ist das Klimakabinett wieder gefragt. Wir brauchen einen klaren Fokus auf Elektromobilität statt auf Wasserstoff. Wir brauchen effektive Maßnahmen, damit Menschen vom Auto auf Bahn, Bus und Rad umsteigen und mehr Güter über die Schiene transportiert werden. Dafür ist es unerlässlich, den Autoverkehr gegenüber umweltschonenden Alternativen zu verteuern. Schluss mit klimaschädlichen Steuerprivilegien und Subventionen für Diesel und Flugbenzin, und auch mit Dienstwagenprivileg und Entfernungspauschale. Stattdessen muss der CO2-Ausstoß Basis für Steuern und Abgaben im Verkehr sein. Die dadurch freiwerdenden Mittel können in einen attraktiven Nahverkehr, in sichere Radwege und zusätzliche Bahnverbindungen fließen. Das wäre nicht nur gut für die Umwelt, es stärkt auch die soziale Gerechtigkeit.

Wenn die Bundesregierung das Pariser Klimaabkommen ernst nimmt, muss vor allem der Verkehrsminister jetzt nachsitzen.“


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD •  030/280351-19 • michael.muelller-goernert@vcd.org bzw.Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3569 Wed, 04 Mar 2020 09:15:00 +0100 IAA in München: Angeschlagene Automesse muss auf zukunftsfähige Mobilität setzen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/iaa-in-muenchen-angeschlagene-automesse-muss-auf-zukunftsfaehige-mobilitaet-setzen/ Anlässlich der letzten IAA in Frankfurt hatten der ökologische Verkehrsclub VCD und andere Organisationen zu einer Großdemo für die Verkehrswende aufgerufen. Die Entscheidung, die Automesse 2020 nach München zu verlegen, kommentiert Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD:
„Der Branchenverband VDA will der angeschlagenen Automesse ein neues Image verpassen. Die nächste IAA in München wird dafür zum Testlauf. Nach den Protesten des VCD und anderer Umweltverbände gegen die autofixierte Verkehrspolitik und für eine Verkehrswende hat hoffentlich auch die Autoindustrie endlich die Zeichen der Zeit erkannt. Wichtig ist nicht, in welcher Stadt die IAA, der zuletzt auch viele Hersteller fernblieben, stattfindet - sie muss sich komplett neu erfinden. Mit Imagekorrekturen und grünem Anstrich ist es nicht getan. 

Mit der PS-Leistungsschau von gestern muss Schluss sein. Chrom und Blech in Messehallen ist out. Die Industrie muss weg von Autos, die für unsere Straßen zu groß und für die Umwelt eine Katastrophe sind. Die Veranstalter sollten vielmehr Lust auf nachhaltige und emissionsfreie Mobilität machen, in der das Auto zwar noch eine Rolle spielt, aber nicht mehr die zentrale.

So sieht die Zukunft aus: Umstieg vom Verbrenner für jeden auf weniger E-Autos, neue Mobilitätsangebote mit Sharing-Angeboten und Shuttlebussen, eingebettet in einen attraktiven öffentlichen Verkehr und eine gut ausgebaute, sichere Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur. Hier kann die Industrie zeigen, dass sie innovativ ist, und neben emissionsfreien Fahrzeugen attraktive Mobilitätsangebote liefern kann, die nicht nur in Städten, sondern auch auf dem Land funktionieren.

Wir brauchen intelligente Konzepte, die eine gute Mobilität für alle mit deutlich weniger Autos ermöglichen. Weniger Auto heißt nicht Verzicht, sondern Gewinn: An Gesundheit, Sicherheit, Lebensqualität. Dies sollten auch die Autohersteller begreifen."

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD • 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw. Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3568 Tue, 03 Mar 2020 10:30:00 +0100 Engagement für sichere Schulwege und eigenständige Mobilität von Kindern: VCD und Deutsches Kinderhilfswerk kooperieren mit VBE http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/engagement-fuer-sichere-schulwege-und-eigenstaendige-mobilitaet-von-kindern-vcd-und-deutsches-kinderhi/
Gemeinsame Pressemitteilung

Das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD richten seit 2007 die Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ aus. An diesen hatten sich 2019 bundesweit über 70.000 Kinder aus 2.800 Klassen und Kindergartengruppen beteiligt. Um die Aktionstage bei Beschäftigten im Bildungs- und Erziehungsbereich noch präsenter zu machen, kooperieren die ausrichtenden Organisationen mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) und seinen Landesverbänden.

Der Bundesvorsitzende des VBE, Udo Beckmann, erklärt dazu: „Es ist uns von jeher ein Anliegen, die eigenständige Mobilität von Kindern zu fördern. Zudem beobachten wir mit Sorge, dass viele Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden und dadurch gefährliche Situationen vor den Schulen entstehen. Wir freuen uns, mit dem Deutschen Kinderhilfswerk und dem VCD zu kooperieren und die Aktionstage unterstützen zu können.“

Der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, Holger Hofmann, unterstreicht: „Kinder brauchen für ihr Aufwachsen und für ihre Teilhabe und Teilnahme an der Gesellschaft Autonomie und Orientierung im öffentlichen Raum. Das Bewusstsein dafür muss bei Eltern, Lehrkräften und den politisch Verantwortlichen weiter gestärkt werden. Mit dem VBE konnten wir hierfür einen starken Partner gewinnen.“

Die Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub Deutschland VCD, Kerstin Haarmann, betont: „Viele Eltern bringen ihre Kinder im Elterntaxi zur Schule in dem Glauben, ihnen damit etwas Gutes zu tun. Dabei hat es für Kinder viele Vorteile, wenn sie selbstständig mit Rad, Roller oder zu Fuß zur Schule kommen. So lernen sie, sich sicher im Verkehr zu bewegen und tun zudem ihrer eigenen Gesundheit und der Umwelt etwas Gutes.“

Kontext:
Die Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ werden durch das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. und den Verkehrsclub Deutschland e.V. initiiert und koordiniert und durch den Verband Bildung und Erziehung (VBE) unterstützt. Gemeinsam setzen sich die Kooperationspartner dafür ein, dass alle Kinder ihren Weg zur Schule oder Kita, wo es möglich ist, zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad zurückzulegen. Ideell und finanziell unterstützt wird das Projekt zudem vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Die Aktionstage stehen in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft der Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Kontakt:

Deutsches Kinderhilfswerk | Verkehrsclub Deutschland | Verband Bildung u. Erziehung
Uwe Kamp                                 Anne Fröhlich                          Anne Roewer
Pressesprecher                        Pressestelle                             Pressereferentin
kamp@dkhw.de                       anne.froehlich@vcd.org        a.roewer@vbe.de
030 308 693 11                        030 280 351 59                        030 726 1966 17

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news-3563 Fri, 28 Feb 2020 12:10:14 +0100 UBA-Analyse belegt hohe Klimaschutzwirkung von Tempolimits: VCD bekräftigt Forderung nach Tempo 120 auf Autobahnen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/uba-analyse-belegt-hohe-klimaschutzwirkung-von-tempolimits-vcd-bekraeftigt-forderung-nach-tempo-120/ Die aktuelle Analyse des Umweltbundesamts (UBA) zu den möglichen Klimaschutzeffekten niedrigerer Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen gibt der Diskussion um das Tempolimit neuen Aufwind. Die Analyse zeigt, dass die mögliche CO2-Einsparung beträchtlich ist und umso größer ausfällt, je niedriger die zulässige Höchstgeschwindigkeit angesetzt wird.
Berlin, 28. Februar 2020. Den Berechnungen des UBA zufolge führt ein Tempolimit von 120 km/h zu einer CO2-Minderung von 2,6 Millionen Tonnen CO2. Das entspricht in etwa dem Effekt von 1,3 Millionen Pkw weniger auf deutschen Straßen. Bei Tempo 130 liegt die Einsparung immer noch bei 1,9 Millionen Tonnen CO2, während sie bei Tempo 100 mit 5,4 Millionen Tonnen am größten wäre. Für den ökologischen Verkehrsclub VCD ist dies ein klares Argument für eine rasche Einführung von einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf Autobahnen.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Nach wie vor wird von Gegnern eines allgemeinen Tempolimits auf Autobahnen der Klimaeffekt klein geredet. Die UBA-Analyse widerlegt nun diese Argumentation in aller Deutlichkeit und beweist, dass die Klimawirkung beträchtlich ist. Keine andere Einzelmaßnahme führt sofort und vor allem nahezu kostenlos zu einer vergleichbaren CO2-Einsparung. Wer sich nach wie vor gegen ein Tempolimit ausspricht, kann sich nicht mehr auf das fadenscheinige Argument der angeblichen Wirkungslosigkeit für das Klima stützen. Darüber hinaus retten Geschwindigkeitsbegrenzungen Menschenleben. Noch immer gibt es viel zu viele Verkehrstote auf unseren Autobahnen, das haben die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes gerade wieder gezeigt. Am Tempolimit auf Autobahnen führt kein Weg mehr vorbei. Es schützt Menschenleben und das Klima.“

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.vcd.org/themen/verkehrssicherheit/tempolimit-auf-autobahnen/
 

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD • 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw. Anne Fröhlich, VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3562 Fri, 28 Feb 2020 11:02:15 +0100 VCD-Jugendkampagne “FahrRad!” startet mit prominenter Unterstützung in neue Runde http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-jugendkampagne-fahrrad-startet-mit-prominenter-unterstuetzung-in-neue-runde/ Fahrradkilometer sammeln und dabei Preise gewinnen - Jugendliche engagieren sich bei der VCD-Kampagne auf dem Fahrrad für den Klimaschutz. Gemeinsam mit Schirmherr Thorsten Schröder, Tagesschau-Sprecher und begeisterter Radsportler, unterstützt der VCD Kinder und Jugendliche beim Umstieg aufs Rad. Essen, 28.02.2020.  Der Startschuss der Jugendkampagne “FahrRad! Fürs Klima auf Tour” fiel dieses Jahr auf der Fahrradmesse in Essen. Der ökologische Verkehrsclub VCD ruft mit dieser Kampagne bereits zum 14. Mal Jugendliche dazu auf, ihre Wege mit dem Fahrrad zurück zu legen und dabei im wahrsten Sinne des Wortes fürs Klima aktiv zu werden. Als Schirmherr unterstützt Tagesschau-Sprecher Thorsten Schröder, in seiner Freizeit begeisterter Radsportler, die Kinder bei ihrem Engagement. Ab sofort können zehn bis 18-Jährige in ganz Deutschland an der Aktion teilnehmen und im September tolle Preise gewinnen. Um mitzumachen, müssen sie nur ihre mit dem Rad zurückgelegten Kilometer auf der Seite www.klima-tour.de eintragen.

Thorsten Schröder, Schirmherr der Kampagne: „Fahrradfahren tut einfach gut - sowohl körperlich als auch geistig. Die Bewegung an der frischen Luft, ganz nebenbei Stress abbauen und den Kopf frei kriegen. Deshalb liebe ich den Radsport. Besonders für Kinder ist Bewegung ungemein gesund und wichtig. Noch dazu lernen sie, wie man sich sicher im Verkehr bewegt und tun aktiv etwas für den Klimaschutz. Dafür setze ich mich als Schirmherr der Jugendkampagne „FahrRad!“ gern ein.“

Viele Städte sind eher auf das Auto als auf das Fahrrad ausgelegt: Nicht existierende oder enge Radwege schlängeln sich vielerorts durch den vollen Straßenverkehr. Auch das verbreitete Elterntaxi sorgt vor Schulen immer wieder für brenzlige Situationen: Autos parken in zweiter Reihe, blockieren die Sicht für Fußgänger und Radfahrer und sich plötzlich öffnende Autotüren werden zum gefährlichen Hindernis. Damit Kinder überall gut und sicher mit dem Rad fahren können, fordert der VCD gut ausgebaute Fahrradwege, Tempo 30 innerhalb von Ortschaften sowie ein Park- und Halteverbot vor Schulen.

Anika Meenken, Sprecherin für Radverkehr und Mobilitätsbildung beim VCD: “Fahrradfahren hat für Jugendliche viele Vorteile und fördert ihre Eigenständigkeit. Außerdem können sie so selbst ganz konkret etwas für den Klimaschutz tun. Damit Kinder sicher mit dem Rad unterwegs sein können, müssen aber auch die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Das bedeutet, dass die kürzlich im Bundesrat beschlossenen Maßnahmen der aktuellen Novelle der Straßenverkehrsordnung für mehr Sicherheit im Radverkehr auch tatsächlich schnell umgesetzt werden müssen.”

Ulrich Fillies, AKTIONfahrRAD: „Wenn Kinder und Jugendliche schon früh aufs Rad steigen, tun sie das auch als Erwachsene viel häufiger. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern ist mit vielen positiven Effekten für die eigene Gesundheit verbunden. Mit der Kampagne „FahrRad!“ schaffen wir einen Anreiz, das Rad im Alltag mehr zu nutzen und hoffentlich entdecken dadurch viele junge Menschen das Radfahren auch langfristig für sich.“


Mehr zur VCD-Aktion „FahrRad!“:
Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren können sich mit ihren Schulklassen, Jugendgruppen oder Familien ab sofort und fortlaufend bis Ende August unter www.klima-tour.de anmelden. Jeder erradelte Kilometer kann auf dem Online-Portal eingetragen werden. Das bringt die teilnehmenden Gruppen gleichzeitig auf einer virtuellen Tour durch Deutschland und Europa voran. An 18 Stationen auf der Online-Tour werden Fahrrad- und Klimathemen jugendgerecht präsentiert. Außerdem gibt es Mitmachaktionen und Quizfragen. Für die Kombination aus richtigen Antworten und gesammelten Fahrradkilometern können als Hauptgewinn bis zu 500 Euro für die Gruppenkasse, eine Fahrradabstellanlage und weiteres Equipment für kommende Radausflüge gewonnen werden. Lehrkräfte und Jugendgruppenleiter finden auf der Webseite Unterrichtsmaterialien und Aktionsideen aus den Bereichen Fahrrad, Klimaschutz und Mobilitätsbildung. Das Jugendprojekt „FahrRad!“ ist eine Kooperation mit der »AKTIONfahrRAD« (www.aktionfahrrad.de). 

Mehr Informationen zum VCD-Jugendprojekt: www.klima-tour.de
Mehr Informationen zu AKTIONfahrRad: https://www.aktionfahrrad.de/default.asp

Pressekontakt:
Anne Fröhlich • VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

AKTIONfahrRAD ist angetreten, um Kinder und Jugendliche frühzeitig und nachhaltig aufs Rad zu bringen. Deshalb muss auch vor dem Hintergrund der aktuellen Umwelt-, Gesundheits- und Verkehrsproblematik spätestens in den Schulen damit begonnen werden, die Schülerinnen und Schüler verstärkt aufs Rad zu setzen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Lehrerinnen und Lehrer als starke Partner gebraucht. Für AKTIONfahrRAD bedeutet das, schulkonforme nachhaltige Projekte für sie zu schaffen, damit es ihnen möglich wird, im Schulbetrieb den Weg zum Fahrrad zu finden. Um das umzusetzen, sind die Aktionen, wie „Deutschlands fahrradfreundlichste Schule“, „Deutsche Schulmeisterschaft“, „Reparaturservice“, „Lehrerfortbildung“ und „Schülerreporter“ ins Leben gerufen worden. Durch diese hilft AKTION fahrRAD den Lehrkräften in den Schulen, das Fahrradfahren wieder populär und nachhaltig betreiben zu können.

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news-3561 Thu, 27 Feb 2020 11:36:21 +0100 Vorfahrt für die Öffentlichen – kostenfreie Nutzung in Luxemburg nur eine von vielen Maßnahmen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vorfahrt-fuer-die-oeffentlichen-kostenfreie-nutzung-in-luxemburg-nur-eine-von-vielen-massnahmen/ Ab 1. März zahlen Luxemburger nichts mehr für Bus und Bahn. Heute stellt Verkehrsminister Bausch sein Konzept vor. Dortige Regierung treibt bereits seit sechs Jahren Verkehrswende voran. Gratisbeförderung nur ein Schritt von vielen. Vorbild für Deutschland ist Luxemburg vor allem was rasanten Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel betrifft. Philipp Kosok, VCD-Sprecher für Bahnverkehr und ÖPNV: „Endlich sprechen alle über dieses kleine Land, das seit Jahren unbemerkt die Verkehrswende mit Hochgeschwindigkeit umsetzt. Um sich ins Gespräch zu bringen, braucht es offensichtlich Preise mit Signalwirkung. Für die meisten Menschen ist aber nicht der Nulltarif entscheidend dafür, ob sie auf Bus und Bahn umsteigen. Wichtiger sind Zuverlässigkeit und ein gut ausgebautes Verkehrsangebot.“

Der VCD sieht in dem Schritt zum Gratis-ÖPNV nur einen kleinen Baustein in der großen Strategie der luxemburgischen Verkehrswende. Bislang hat das Land mit 670 Autos je 1.000 Einwohnern die höchste Pkw-Dichte in der Europäischen Union. Doch seitdem der Verkehrsminister und frühere Bahnmitarbeiter François Bausch 2013 sein Amt antrat, verfolgt die Regierung eine Politik, die den öffentlichen Verkehrsmitteln klaren Vorrang einräumt. Im ganzen Land wird pro Kopf fast zehnmal so viel Geld in die Bahn investiert wie in Deutschland. Das Bus- und Bahnangebot wurde bis in die Nachbarstädte auf deutscher und französischer Seite ausgeweitet, um auch Pendler zum Umstieg zu bewegen. Flankiert wird das Ganze durch einen Ausbau des Radwegenetzes und zusätzliche Elektrobusse.

Kosok: „Bisher ist Luxemburg vor allem ein reiches Autoland. In wenigen Jahren könnte man es hingegen als das Land kennen, das es geschafft hat, allen Einwohnern eine zukunftsfähige Mobilität zu ermöglichen. Der rasante Ausbau der Öffentlichen sollte Vorbild für die Verkehrsminister in Deutschland sein. In nur fünf Jahren wurde in der Stadt Luxemburg, die gerade einmal rund 120.000 Einwohner hat, eine Straßenbahn etabliert. Wenn jede deutsche Stadt dieser Größe – davon gibt es über 60 – alle fünf Jahren eine Straßenbahnstrecke eröffnet, käme die Verkehrswende auch in Deutschland voran.“

Die Verkehrswende kann aus Sicht des VCD erst dann gelingen, wenn neben dem Ausbau von Bus, Bahn und Rad gleichzeitig dem Auto Verkehrsflächen entzogen und Privilegien wie kostenlose Parkplätze beendet werden. Hier gingen Städte wie Wien sogar noch konsequenter voran als Luxemburg, betont der VCD.

„Die Forderung nach dem ÖPNV-Nulltarif für alle ist überzogen. Woran es in Deutschland aber leider oft fehlt, sind Sozialtickets, also Fahrscheine für Menschen mit besonders geringem Einkommen, die von den Ländern und Gemeinden bezuschusst werden. ÖPNV muss nicht gratis sein wie in Luxemburg aber er sollte für alle bezahlbar sein“, findet VCD-Sprecher Kosok.


Pressekontakt:
Philipp Kosok • VCD-Sprecher für Bahnverkehr und ÖPNV • 030/280351-36 • philipp.kosok@vcd.org
Anne Fröhlich, Pressestelle VCD • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org
www.vcd.org Twitter: @VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3560 Thu, 27 Feb 2020 09:42:52 +0100 3.059 Tote und 384.000 Verletzte im Straßenverkehr sind nicht hinnehmbar - VCD fordert Tempo 30/80/120 http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/3059-tote-und-384000-verletzte-im-strassenverkehr-sind-nicht-hinnehmbar-vcd-fordert-tempo-30801/ Laut den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts ist die Zahl der Unfälle 2019 erneut gestiegen. Die Anzahl der im Straßenverkehr Verletzten ging leicht zurück. Für den ökologischen Verkehrsclub VCD kein Anlass zur Entwarnung. „Dass tausende Menschen jedes Jahr auf unseren Straßen sterben und hunderttausende verletzt werden, dürfen wir nicht verdrängen oder als gottgegeben hinnehmen. Solche Zahlen würden in keinem anderen Bereich akzeptiert werden“, sagt Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. „Die Bundesregierung hat sich vollmundig zum Ziel „Vision Zero –­ Null Verkehrstote“ bekannt. Bereits bis 2020 sollten 40 Prozent weniger Verkehrstote gegenüber 2011 erreicht werden. Davon sind wir noch meilenweit entfernt. Das zeigt: alle bisherigen Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit reichen bei weitem nicht aus. Viele Unfälle könnten etwa durch niedrigere Geschwindigkeiten vermieden werden.“

Der VCD fordert deshalb die Einführung von Tempolimits. Innerorts muss Tempo 30 zur Regelgeschwindigkeit werden. Auf Landstraßen muss die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h gelten und auf Autobahnen 120 km/h. Nach wie vor ist Deutschland das einzige Industrieland, das kein generelles Tempolimit auf Autobahnen hat. Niedrigere Geschwindigkeiten verringern die Unfallgefahr und mildern die Folgen im Falle eines Unfalls – auf Autobahnen, Landstraßen und in den Städten.

Müller-Görnert: „Die „Vision Zero“ darf für die Politik kein reines Lippenbekenntnis sein. Sie muss dieses Ziel konsequent verfolgen. Andere Länder machen vor, wie es geht. Die norwegische Hauptstadt Oslo meldet nur einen Verkehrstoten im vergangenen Jahr. Im finnischen Helsinki kam 2019 kein einziger Radfahrer und Fußgänger ums Leben. Veränderungen sind möglich, wenn der politische Wille da ist. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel: Statt „Auto first“ fordern wir „Sicherheit first.“       

Mehr dazu auf: https://www.vcd.org/themen/verkehrssicherheit/


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert • verkehrspolitischer Sprecher VCD • 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org
Anne Fröhlich • VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität. 

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news-3559 Tue, 25 Feb 2020 11:16:25 +0100 VCD fordert von Bundesregierung maßvollen und nachhaltigen Einsatz von Wasserstoff http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-fordert-von-bundesregierung-massvollen-und-nachhaltigen-einsatz-von-wasserstoff/
Berlin, 25. Februar 2020.  Aktuell berät die Bundesregierung die Inhalte für eine nationale Wasserstoffstrategie, die den Rahmen für den Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft bis 2030 und darüber hinaus setzen soll. Um falsche Weichenstellungen zu vermeiden, fordert der ökologische Verkehrsclub VCD in einem offenen Brief die Bundesministerinnen und -minister für Umwelt, Verkehr, Wirtschaft und Forschung sowie das Bundeskanzleramt dazu auf, für die Produktion von Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen auf Wasserstoffbasis – sogenannten E-Fuels – strenge Nachhaltigkeitskriterien zu entwickeln. Wasserstoff solle zudem nur dort zum Einsatz kommen, wo die direkte Stromnutzung nicht möglich ist. 

Kerstin Haarmann, VCD-Bundesvorsitzende: "Wasserstoff ist nur dann eine umweltfreundliche Option, wenn für die Produktion ausschließlich Öko-Strom verwendet wird. Dafür müssen zusätzliche Öko-Stromkapazitäten aufgebaut werden, damit er nicht an anderer Stelle fehlt. Anderenfalls verursacht Wasserstoff höhere CO2-Emissionen als die fossilen Energieträger, die ersetzt werden sollen. Notwendig ist: erneuerbare Energien ausbauen und der direkten Stromnutzung, etwa bei E-Autos, Vorrang geben.“

Vergleicht man die Effizienz von Wasserstoffantrieben mit der von Elektro-Autos, schneiden letztere deutlich besser ab. So benötigt ein Fahrzeug, das mit E-Fuels betankt wird im Vergleich zum batterieelektrischen Auto für die gleiche Strecke fünfmal mehr Energie, beim Brennstoffzellenauto sind es immer noch rund zweieinhalb Mal mehr. Synthetische Kraftstoffe kommen vor allem für den Flugverkehr in Frage, da elektrisches Fliegen in absehbarer Zukunft nicht möglich sein wird.

Völlig absurd ist aus Sicht des VCD, wenn Wasserstoff weiter wie bisher aus Erdgas produziert werden soll, wofür zusätzliche Erdgasimporte nötig würden. Zum einen sei Erdgas ein fossiler Energieträger und zum anderen würde man so neue Abhängigkeiten produzieren, kritisiert der VCD.

Den offenen Brief finden Sie hier: https://vcd.org/wasserstoffstrategie

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Anne Fröhlich • VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

 

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news-3557 Tue, 18 Feb 2020 11:11:41 +0100 Mit Rad und Bahn auf Reisen – VCD gibt fünf Tipps zur Fahrradmitnahme http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/mit-rad-und-bahn-auf-reisen-vcd-gibt-fuenf-tipps-zur-fahrradmitnahme/ Wer nachhaltig verreisen möchte, fährt mit dem Zug in den Urlaub – aber was ist mit dem Fahrrad? Kann ich es in jeden Zug mitnehmen? Was kostet das? Und wie funktioniert die Buchung? Laut einer Befragung des ökologischen Verkehrsclub VCD ist die Mehrheit der Fahrgäste dabei unsicher. Damit der Radtour am Reiseziel nichts im Wege steht, hat der VCD fünf Tipps zusammengestellt.
Berlin, 18. Februar 2020. Das Fahrrad aus dem Zug heben und dann am Strand entlang die Ostseeküste runter, mit Freunden auf dem Elbe-Radweg unterwegs oder mit der Familie durch das Weserbergland: Mit Bahn und Rad lässt sich wunderbar Urlaub machen. Doch leider ist das mit der Fahrradmitnahme nicht so einfach. Für den VCD Bahntest 2019/20 wurden Bahnreisende nach ihrer Meinung gefragt. Das Ergebnis: Knapp zwei Drittel finden die Fahrradmitnahme im Fernverkehr zu kompliziert. 62 Prozent der Reisenden ist unklar, in welchen Zügen eine Mitnahme überhaupt möglich ist. Fast die Hälfte wünscht sich eine kurzfristige Verfügbarkeit von Stellplätzen und mehr als ein Drittel findet den Buchungsvorgang unübersichtlich.

Momentan kann man in rund der Hälfte aller Fernverkehrszüge das Fahrrad mitnehmen – abgesehen von Falträdern, die kostenlos als Handgepäck transportiert werden dürfen. Bis 2025 will die Deutsche Bahn die Mitnahme in 60 Prozent der Züge ermöglichen. Während das Reisen mit dem Rad in Regionalzügen schon jetzt meist ohne größere Probleme möglich ist, geht es im ICE nur auf bestimmten Strecken und in neueren Zügen. In allen ICE ab der vierten Generation soll es künftig mindestens acht Fahrradstellplätze pro Zug geben. In den ICE der Baureihe eins bis drei kann dagegen kein Fahrrad mitgenommen werden.

Fünf Tipps, damit der Fahrradurlaub zuverlässig klappt

  • In allen Intercity, Eurocity sowie den neusten ICE-Zügen, aber auch bei anderen Bahnunternehmen wie Flixtrain oder ÖBB Nightjet können Fahrräder mitgenommen werden. Für alle gilt: Vor Fahrtantritt müssen ein extra Fahrrad-Ticket gekauft und ein Stellplatz reserviert werden. Nur im Nahverkehr (RE, RB) können Fahrräder ohne Reservierung mitgenommen werden.
  • Bei der Verbindungssuche auf www.bahn.de oder am Fahrscheinautomaten lässt sich die Option „Fahrradmitnahme“ auswählen. So können Verbindungen ohne diese Möglichkeit aus den Ergebnissen herausgefiltert werden.
  • Die Kosten für ein Fahrrad-Ticket im Fernverkehr liegen bei 8 Euro ohne und 5,40 Euro mit Bahncard. Es gilt auch noch für die Anschlussfahrt im Nahverkehr, wo
    ein Fahrrad-Ticket sonst bundesweit einheitlich 6,50 Euro pro Tag kostet. Manche Verkehrsverbünde bieten zusätzlich eigene Fahrrad-Tickets an, die oft günstiger sind. In manchen Regionen ist die Fahrradmitnahme sogar kostenlos.
  • Besonders im Sommer empfiehlt es sich, so früh wie möglich zu buchen, damit nicht alle Stellplätze bereits belegt sind – spätestens jedoch einen Tag vor Antritt der Reise.
  • Das Fahrrad-Ticket gilt auch für andere Arten von Fahrrädern wie Pedelecs, zusammengeklappte Fahrradanhänger, Tandems und Liegeräder. Die Mitnahme von Lastenrädern ist jedoch nicht gestattet.

Mehr Informationen finden Sie im VCD Bahntest: www.vcd.org/bahntest


Pressekontakt:
Philipp Kosok, Sprecher für Bahnverkehr • 030/280351-36 • philipp.kosok@vcd.org
Anne Fröhlich, VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter:@VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3556 Fri, 14 Feb 2020 14:37:37 +0100 Vertane Chance im Bundesrat: VCD-Bilanz der neuen Straßenverkehrsordnung http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vertane-chance-im-bundesrat-vcd-bilanz-der-neuen-strassenverkehrsordnung/ Länder bremsen Tempolimit aus und stimmen für kleinere Verbesserungen für Fuß- und Radverkehr. VCD-Bilanz der StVO-Reform fällt durchwachsen aus. Für einen großen Wurf fehlt der Politik der Mut, kritisiert der ökologische Verkehrsclub. Berlin, 14. Februar 2020. Bei der Abstimmung über die neue Straßenverkehrsordnung hat der Bundesrat die Chance vertan, sichere und klimafreundliche Mobilität konsequenter zu fördern. Einige Maßnahmen hält der VCD für sinnvoll. Eine Verkehrswende braucht aber stärkere Anreize, vor allem um den Fuß- und Radverkehr sicherer zu machen. Die wichtigsten Punkte:

Tempolimit
Ein generelles Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen und Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts sind aus Sicht des VCD die wichtigsten Maßnahmen für mehr Sicherheit und Klimaschutz. Dass nur wenige Bundesländer für die Geschwindigkeitsbegrenzungen gestimmt haben, kritisiert der VCD als kurzsichtig. Moderne Verkehrspolitik darf nicht mehr das Auto und das Recht auf schnelles Fahren in den Mittelpunkt stellen.

Höhere Bußgelder für Falschparker
Falsches Parken auf Geh- oder Radwegen und das Halten in zweiter Reihe und auf Fahrradschutzstreifen werden teurer. Gefordert hatte der VCD gemeinsam mit anderen ein einheitliches Bußgeld von 100 Euro und einen Punkt in Flensburg. Dahinter bleiben die neuen Sätze zurück. Aus Sicht des VCD ist die deutliche Anhebung aber erstmal ein Erfolg. Ob sie ausreicht, um Falschparker wirksam abzuschrecken, bleibt abzuwarten.

Anwohnerparken
Abgelehnt wurde der Antrag, dass Kommunen für Parkausweise für Anwohner künftig bis zu 240 Euro verlangen können. Aus Sicht des VCD ist damit die Chance vertan, die Kosten für den öffentlichen Raum gerechter zu verteilen. Angesichts überfüllter Städte und explodierender Mieten darf Straßenraum nicht billig sein. Das Auto darf nicht länger Vorrang haben und Fußgänger und Radfahrer an den Rand drängen.

Kein Parkverbot für Fahrräder
Das ursprünglich geplante Parkverbot für Fahrräder am rechten Fahrbahnrand wurde gestrichen. Der VCD hatte die Pläne nach Bekanntwerden deutlich kritisiert und begrüßt nun, dass das Verbot in der neuen StVO nicht mehr vorgesehen ist. Um den klimafreundlichen Radverkehr zu stärken braucht es mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, anstatt die bestehenden einzuschränken.

Abbiegeassistenten
Gar nicht erst zur Abstimmung kam auch der Vorschlag, dass Kommunen Sicherheitszonen einrichten können, in denen nur Lkw mit Abbiegeassistent fahren dürfen. Dabei wäre das eine zentrale Maßnahme, um Unfälle zu vermeiden, kritisiert der VCD. Immer wieder kommt es zu Todesfällen, weil Fußgänger oder Radfahrer in den toten Winkel der Lkw-Fahrer geraten. Eine EU-Verordnung für verpflichtende Abbiegeassistenten tritt erst 2024 in Kraft und gilt nur für neue Lkw. Kommunen müssen deshalb aus Sicht des VCD die Möglichkeit haben, Lkw ohne Sicherheitstechnik die Durchfahrt zu verbieten.
 

Kontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD, Telefon: 030/280351-19, michael.mueller-goernert@vcd.org
Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr • 030/280351-403 • anika.meenken@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.org
www.vcd.org Twitter:@VCDeV
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3554 Wed, 12 Feb 2020 12:05:00 +0100 Breites Bündnis fordert vom Bundesrat ein klares Votum für ein generelles Tempolimit http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/breites-buendnis-fordert-vom-bundesrat-ein-klares-votum-fuer-ein-generelles-tempolimit/ Breites Verbändebündnis fordert Länderchefs auf, für Tempolimit und mehr Sicherheit und Klimaschutz im Straßenverkehr zu stimmen - Bundesrat stimmt Freitag über generelles Tempolimit auf Autobahnen und Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts ab Berlin, 12. Februar 2020. Anlässlich der Bundesratssitzung am kommenden Freitag ruft ein breites gesellschaftliches Bündnis die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder auf, bei der Revision der Straßenverkehrsordnung (StVO) für ein generelles Tempolimit sowie Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts zu stimmen. Das Bündnis aus Deutscher Umwelthilfe, Greenpeace, ökologischem Verkehrsclub VCD, Verbund Service und Fahrrad e.V. (VSF), HannovAIR Connection, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Initiative für sichere Straßen, Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD), Changing Cities und der Gewerkschaft der Polizei NRW fordert mehr Sicherheit und Klimaschutz durch ein Tempolimit im Straßenverkehr.

Die Entschlussempfehlungen der Ausschüsse Verkehr, Recht, Innere Angelegenheiten und Umwelt zur kommenden Bundesratssitzung sehen als Änderungen in der StVO die Einführung eines Tempolimits auf Autobahnen sowie Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts vor. Damit bestätigen die Bundesratsausschüsse zwei der zentralen Forderungen des Bündnisses.

Dazu das Bündnis: „Der Bundesrat hat jetzt die Chance, für die Verkehrswende, den Klimaschutz und mehr Sicherheit auf unseren Straßen zu stimmen. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger wünscht sich ein generelles Tempolimit. Tempo 30 innerorts ist zentraler Teil der Verkehrswende in Städten und Kommunen, um Rad- und Fußverkehr sicher zu machen. Niedrigere Geschwindigkeiten auf Autobahnen können etwa die Hälfte aller tödlichen und schweren Unfälle vermeiden. Wir fordern daher ein klares Bekenntnis des Bundesrats für ein generelles Tempolimit sowie Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts.“

Hintergrund:

In der Beschlussempfehlung der Ausschüsse heißt es, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen aus Verkehrssicherheitsgründen sowie zur Luftreinhaltung, zur Lärmminderung und zum Klimaschutz sei "sachgerecht und notwendig". Das Straßenverkehrsrecht, so der Vorschlag, solle „künftig darauf ausgerichtet werden, die klima- und umweltschädlichen Auswirkungen des motorisierten Individualverkehrs zu reduzieren und die „Vision Zero“ als verbindliches Ziel zur Verbesserung der Verkehrssicherheit umzusetzen“.

Die Empfehlung der Ausschüsse legt damit dem Bundesrat nahe, sich im Sinne einer Verkehrswende für die Weiterentwicklung der Straßenverkehrsordnung einzusetzen. So sollten ergänzend „die Belange des Klima- und Umweltschutzes sowie der Lebensqualität als Rechtsziel und Begründungszusammenhang aufgenommen werden und damit umweltverträglichen Verkehrsformen ein deutlich größerer Anteil des öffentlichen Verkehrsraums zugestanden“ werden.

 

Links:

Empfehlungen der Ausschüsse im Bundesrat zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften: www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2019/0501-0600/591-1-19.pdf  


Für Fragen und Interviewwünsche:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer DUH, 0171 3649170, resch@duh.de    

Michael Müller-Görnert, Verkehrspolitischer Sprecher VCD, 0177 1702461, michael.mueller-goernert@vcd.org

Jens Hilgenberg, Leitung Verkehrspolitik BUND, 0151 56313302, jens.hilgenberg@bund.net

Gregor Kessler, Pressesprecher Greenpeace, 0151 72702918, gkessler@greenpeace.org

Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD, 030 280351-12, presse@vcd.org

Ragnhild Sørensen, Pressesprecherin Changing Cities, 0171 5357734, ragnhild.soerensen@changing-cities.org

Jörn Wolter, Pressesprecher Initiative für sichere Straßen
Tel: 0228-52279990, j.wolter@sichere-strassen.org

 

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann, Thomas Grafe

030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3552 Tue, 11 Feb 2020 13:56:24 +0100 Einigung nach VCD-Klage gegen Bahnhof-Verlegung in Hamburg-Altona: Fahrgäste profitieren von Berücksichtigung des Deutschlandtakts http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/einigung-nach-vcd-klage-gegen-bahnhof-verlegung-in-hamburg-altona-fahrgaeste-profitieren-von-berueck/ Im Klageverfahren Bahnhof Altona/Diebsteich haben der klagende Landesverband Nord des ökologischen Verkehrsclub VCD, die Hansestadt Hamburg und die Deutsche Bahn eine Verständigung erzielt. Die Hamburger Bürgerschaft muss der Einigung noch zustimmen. Hamburg/Berlin, 11.02.2020. In der Vereinbarung werden umfassende Festlegungen für den neuen Fern- und Regionalbahnhof am Diebsteich, den öffentlichen Verkehr im Hamburger Westen sowie zur Entlastung des überlasteten Hamburger Hauptbahnhofs getroffen. Sie wird am morgigen Mittwoch der Hamburger Bürgerschaft zur Abstimmung vorgelegt. Die wichtigsten Punkte der Einigung:

  • Fahrgäste profitieren von Vereinbarungen zu mehr Kapazität und besserer Erreichbarkeit
  • Leistungsfähigkeit des neuen Fernbahnhofs Hamburg-Altona wird gestärkt und testiert
  • Konsens-Vereinbarung wird der Bürgerschaft zur Abstimmung vorgelegt
  • Der VCD ist im Gegenzug zur Rücknahme der Klage bereit.

Der Bahnhof Hamburg-Altona hat für den Deutschen ICE- und IC-Verkehr als Start und Endbahnhof sowie für den Regionalverkehr im Norden eine große Bedeutung. Kapazitätseinschränkungen würden den deutschlandweiten Bahn-Fernverkehr massiv behindern. Der neue Bahnhof muss deshalb die notwendige Leistungsfähigkeit auch für zukünftige Anforderungen wie den Deutschlandtakt bereithalten. Ein neues Drehkreuz für einen attraktiven ÖPNV und Fernverkehr entsteht im Hamburger Westen. „Der öffentliche Verkehr wird gestärkt, die Fahrgäste haben davon klare Vorteile. Die Verhandlungen und die damit verbundene Denkpause haben sich gelohnt“, sagt Matthias Kurzeck, Bundesvorstandsmitglied des VCD. „Die Hamburger Politik und die Deutsche Bahn tragen die Vereinbarung mit und zeigen damit, dass eine deutliche Verbesserung der bisherigen Planungen notwendig und möglich ist.“

Der ursprünglich geplante reine Ersatz des Bahnhofs Altona am neuen Standort Diebsteich hätte zu großen Nachteilen für die Fahrgäste im Hamburger Raum geführt. Gegen die Verlegung des Bahnhofs Altona hatte der VCD Nord gemeinsam mit der Bürgerinitiative Prellbock geklagt und einen vorläufigen Baustopp erreicht. Erst danach kam es zu einem „Faktencheck“, bei dem wesentliche Grundlagen z.B. zur Steigerung von Leistungsfähigkeit und Fahrgastzahlen gemeinsam erarbeitet wurden. Mit der erzielten Vereinbarung wird ein Paket geschnürt, das die entstehenden Nachteile überkompensieren soll.

Mit der Fortführung der Klage über Jahre wäre kaum ein besseres Ergebnis erzielbar gewesen, die errungenen Erfolge aber gefährdet worden. VCD-Nord Vorstand Rainer Schneider: „Der Kompromiss ist mit Vor- und Nachteilen verbunden, die Vorteile überwiegen deutlich. Mit der Vereinbarung haben wir für das System Schiene und den Deutschlandtakt, für die Fahrgäste im Hamburger Westen und darüber hinaus das erreichbare Maximum herausgeholt.“

Der VCD dankt Prellbock für die enge und intensive Zusammenarbeit und den übrigen Teilnehmern des Faktenchecks für ihre Kompromissbereitschaft. Der VCD bedankt sich auch bei dem ehemaligen Präsidenten des Hamburgischen Verfassungsgerichtes Friedrich-Joachim Mehmel, der die Verhandlungen als externer Moderator wesentlich unterstützte.

 

Kontakt:

Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin,: 030/ 280 351 -12, presse@vcd-org

Rainer Schneider, Vorstand VCD Nord: 040-28055120, E-Mail: nord@vcd.org


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3551 Tue, 11 Feb 2020 13:11:23 +0100 Rückgang der NO2-Belastung ist kein Grund zum Aufatmen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/rueckgang-der-no2-belastung-ist-kein-grund-zum-aufatmen/ Wie das Umweltbundesamt (UBA) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze heute bekannt gab, sank die Zahl der NO2-Grenzwertüberschreitungen im vergangenen Jahr deutlich. Doch noch immer ist die Belastung vielerorts zu hoch. Die NO2-Reduktion in einigen Städten beruhe zudem kaum auf Software-Updates bei Diesel-Pkw. Wesentlicher sei die Flottenerneuerung mit sauberen Fahrzeugen und der außergewöhnlich milde Winter, kommentiert der verkehrspolitische Sprecher des VCD, Michael Müller-Görnert: „Die erfreuliche Nachricht ist, dass weniger Städte eine Überschreitung der gesetzlichen NO2-Grenzwerte zu verzeichnen haben als im Vorjahr. Damit hat sich die Luftqualität teilweise zwar verbessert, es wäre jedoch falsch, sich nun zurückzulehnen. Denn nach wie vor liegen die Werte vielerorts über dem EU-Grenzwert. Wir brauchen daher dringend Maßnahmen zur weiteren Reduktion der Schadstoffbelastung.

Die NO2-Werte sind unter anderem aufgrund des milden Winters niedriger, da sich weniger kalte Luftschichten bilden, die die Schadstoffe am Boden halten. Ebenfalls zur Reduktion beigetragen hat die jährliche Erneuerung der Fahrzeugflotte, vor allem durch moderne Benziner, Hybride und Elektroautos. Neue Diesel der aktuellsten Abgasnorm sind zwar im Realbetrieb relativ sauber, ihr Anteil an den Neuwagen ist aber erneut gesunken. Zwei Drittel der NO2-Belastung gehen nach wie vor auf das Konto älterer Diesel-Pkw. Software-Updates bei schmutzigen Dieseln haben laut UBA nur einen vergleichsweise geringen Beitrag zur NO2-Reduktion geleistet. Hardwarenachrüstungen wären stattdessen wesentlich wirkungsvoller gewesen.

Städte können jetzt keineswegs aufatmen, sondern müssen den begonnenen Umbau der Mobilität fortsetzten. Voranzutreiben sind der Ausbau des ÖPNV und sicherer Radwege, bei einer gleichzeitigen Verringerung des Autoverkehrs.“

Die Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) kann eine wichtige Basis für eine solche Umstrukturierung des Verkehrs sein. Der Bundesrat stimmt am kommenden Freitag über zahlreiche Änderungen ab, die die Verkehrssicherheit und die Gestaltungsmöglichkeiten für Kommunen verbessern sollen.
 

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD • 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw. Anne Fröhlich, VCD-Pressestelle • 030/280351-59 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3549 Thu, 06 Feb 2020 15:02:37 +0100 Radverkehr als Unifach: Neue Fahrradprofessuren fördern nachhaltige Mobilität http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/radverkehr-als-unifach-neue-fahrradprofessuren-foerdern-nachhaltige-mobilitaet/ Sieben Hochschulen bekommen eine Stiftungsprofessur für Fahrradverkehr, gefördert vom Bundesverkehrsministerium. Ein erster, überfälliger Schritt, kommentiert Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr: „Wir begrüßen es, dass Radverkehr zum Unifach wird und gratulieren den geförderten Hochschulen. Dass das Thema Fahrradfahren stärker in Bildung und Forschung verankert wird, hatten wir schon länger gefordert. Denn die Verkehrswende erreichen wir nicht ohne einen Ausbau des Radverkehrs. Das Fahrrad kann nur zum gleichberechtigten Verkehrsmittel der Zukunft werden, wenn wir ihm mehr Platz auf unseren Straßen verschaffen. Außerdem müssen Forschungsgelder künftig deutlich stärker in den Fahrrad- und weniger in den Autobereich fließen.“

Der ökologische Verkehrsclub VCD hatte mehrere Hochschulen bei der Beantragung der Förderung unterstützt und bringt als praktischer Partner sein Know-how zum Thema Fahrrad ein. Das Potential der Professuren liegt darin, zeitgemäße Strategien für den Radverkehr zu entwickeln und die Behörden bei der Planung und Realisierung einer besseren Fahrradinfrastruktur zu unterstützen.

Pressekontakt:
Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr • 030/280351-403 • anika.meenken@vcd.org bzw. Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3548 Mon, 03 Feb 2020 12:08:37 +0100 CSU-Tempolimit-Kampagne? Nein Danke! http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/csu-tempolimit-kampagne-nein-danke/ Die CSU stemmt sich mit einer neuen Kampagne gegen ein generelles Tempolimit auf Autobahnen. Wieder einmal zeigt sich: Das Thema Mobilität ist bei der bayerischen Landespartei nicht in guten Händen, kommentiert der ökologische Verkehrsclub VCD. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher: „Die CSU beschwört die Gegner eines Tempolimits, die angeblich letzte Bastion der Freiheit zu retten. Dahinter steht ein völlig veralteter Freiheitsbegriff, der von der Mehrheit der Bevölkerung längst nicht mehr geteilt wird.

Mit dem Argument, dass die Zahl der Verkehrstoten in Ländern mit Tempolimit zum Teil deutlich höher als in Deutschland ist, wird Stimmung gemacht. Fakt ist: Verglichen mit Ländern wie der Schweiz, Schweden, Dänemark oder Großbritannien schneidet Deutschland viel schlechter ab – sowohl bei der Zahl der Getöteten pro Autobahnkilometer als auch bei den Getöteten pro einer Milliarde Fahrzeugkilometer. Dass die Zahlen in manchen Ländern mit Tempolimit schlechter ausfallen, liegt oft an anderen Faktoren, wie dem Ausbauzustand der Autobahnen oder dem Sicherheitsstandard der Pkw.“

Jedes Jahr sterben mehr als 400 Menschen auf deutschen Autobahnen, mehr als 30.000 werden zum Teil schwer verletzt. Müller-Görnert: „Jedes einzelne Leben zählt. Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Die Einführung eines Tempolimits ist eine Sofortmaßnahme, die nichts kostet, Leben rettet, und das Klima schützt. Es senkt sofort den Spritverbrauch und verringert damit den Treibhausgasausstoß spürbar. Bei einer Begrenzung auf 120 km/h ließen sich jährlich rund drei Millionen Tonnen CO2 einsparen.

Die CSU fordert eine ideologiefreie Diskussion, handelt aber selbst ideologisch verbohrt. Die Bevölkerung und auch die Autofahrer sind längst weiter. Der ACE hat sich inzwischen für ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen ausgesprochen und sogar der ADAC gibt seinen Widerstand langsam auf. Das Tempolimit auf Autobahnen wird kommen, trotz oder gerade wegen der CSU.“

Ein Hintergrundpapier mit allen Fakten und Argumenten für ein Tempolimit auf Autobahnen: https://www.vcd.org/fileadmin/user_upload/Redaktion/Themen/Verkehrssicherheit/Tempolimit_auf_Autobahnen/VCD_Hintergrundpapier_Tempolimit_04_2019.pdf


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD• Telefon 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org
www.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3547 Fri, 31 Jan 2020 14:29:29 +0100 Umweltorganisationen kritisieren Gesetz zur Genehmigungsbeschleunigung als kontraproduktive und rechtswidrige Symbolpolitik http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/umweltorganisationen-kritisieren-gesetz-zur-genehmigungsbeschleunigung-als-kontraproduktive-und-rech/ Verbesserte Planung und Beteiligung statt Aushebelung des Rechtsschutzes nötig Berlin, 31.01.2020 - Die Umweltorganisationen BUND, NABU, DUH, UVP-Gesellschaft, VCD und der Umweltdachverband DNR haben die heutige Verabschiedung des Gesetzes zur Genehmigungsbeschleunigung von Infrastrukturmaßnahmen im Verkehrsbereich durch den Deutschen Bundestag als kontraproduktive und rechtswidrige Symbolpolitik kritisiert. Das so genannte Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz verstoße gegen die Vorgaben des Grundgesetzes und gegen EU-rechtlich verbriefte Klagerechte. Zudem sei es ungeeignet, um die Planungs- und Genehmigungsprozesse wirksam zu beschleunigen. „Das Gesetz hebelt Klagerechte aus, führt aber nicht zu einer beschleunigten und verbesserten Planung, sondern befördert nur Rechtsunsicherheit“, so die Überzeugung der Verbände.

Dem Maßnahmengesetz vorgeschaltet ist ein Planfeststellungsverfahren für jeden Einzelfall, das nicht mit einem Planfeststellungsbeschluss, sondern mit einem nachgeschalteten Gesetzesbeschluss ende, in dem der Gesetzgeber eine eigene Abwägungsentscheidung zu treffen habe. Die einzig mögliche Zeitersparnis entstünde dadurch, dass Klageverfahren ausgebremst würden.

Das Maßnahmengesetz könne zudem der Anfang dafür sein, zukünftig jedes beliebige Infrastrukturprojekt vom Deutschen Bundestag anstelle der zuständigen Fachbehörden beschließen zu lassen, so die Befürchtung der Verbände. Die insbesondere von zahlreichen Abgeordneten der Unionsfraktion unterstützte Initiative lenke von den eigentlich relevanten Faktoren bei der Planung und Genehmigung großer Infrastrukturmaßnahmen ab und stelle einen Dammbruch zu Lasten von Umwelt und Rechtsschutz dar.

Auch aus Sicht der Verbände spielt die Planungsbeschleunigung für den zügigen Umbau der Infrastruktur eine große Rolle, doch werde das Gesetz dieser Aufgabe nicht gerecht. Die Rechtswidrigkeit des Gesetzesvorstoßes selbst könne vielmehr zu erheblichen Verzögerungen führen. Daher sei mit Blick auf die im Gesetz aufgeführten 14 Verkehrsinfrastrukturprojekte unter Rechtsexperten schon die Rede von einer „Todesliste“. Die Verbände appellieren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, zielführende Initiativen für eine Planungsbeschleunigung zu ergreifen, die im Einklang mit dem Umweltrecht und dem Recht auf Zugang zu den Gerichten im Sinne der Aarhus-Konvention stehen.

Die Handlungsempfehlungen der Verbände zur Planungsbeschleunigung sind unter www.dnr.de/positionen erhältlich.

 

Fachliche Nachfragen

BUND | Laura von Vittorelli, Tel. 030-27586-532, laura.vonvittorelli@bund.net;

DUH | Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer  Tel. 0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

DNR | Florian Schöne, Tel. +49 (0)30 678 1775 99, florian.schoene@dnr.de

NABU | Daniel Rieger, Tel. 030-284984-1927, daniel.rieger@nabu.de

UVP-Gesellschaft, Dr. Joachim Hartlik, Tel. 05175-9291003, hartlik@uvp.de

VCD | Alexander Kaas Elias, Tel. 030-280351-281, alexander.kaaselias@vcd.org

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news-3545 Thu, 30 Jan 2020 16:39:46 +0100 Neuer Schwung für die Verkehrswende: Bund gibt Milliarden für Bus und Bahn http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/neuer-schwung-fuer-die-verkehrswende-bund-gibt-milliarden-fuer-bus-und-bahn/ Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt, dass der Bundestag zusätzlichen Fördermitteln in Milliardenhöhe für den öffentlichen Nahverkehr zugestimmt hat. Auch viele Kommunen mit kleinem Straßenbahn-Netz profitieren, da die Zweckbindung an separate Gleiskörper entfällt, sagt ÖPNV-Sprecher Philipp Kosok: „Über leere Kassen kann der Bund zurzeit nicht klagen, deshalb war es überfällig, die Kommunen bei der Verkehrswende mit zusätzlichem Geld zu unterstützen. Nun kann stärker in den Ausbau und die Sanierung von Straßenbahnstrecken und in zusätzliche Fahrten von Regionalzügen investiert werden. Für die Verkehrswende ist das ein großer Schritt.

Neu ist, dass von den Fördermitteln nun mehr Kommunen profitieren. Erst wenige Stunden vor der Abstimmung des Bundestags hat die Regierung einen entscheidenden Satz im Gesetzentwurf geändert. Zunächst war geplant, Straßenbahntrassen, die sich aus Platzmangel die Fahrbahn mit Autos teilen müssen, anstatt neben der Straße entlang zu laufen, nicht zu fördern. Das betrifft mehr als ein Drittel aller Strecken, vor allem im Osten Deutschlands, wo besonders viele Straßenbahnen zum Einsatz kommen. Heute kann man auch mit einer intelligenten Ampelschaltung verhindern, dass die Straßenbahn im Stau steht. Gut, dass auch solche Lösungen jetzt möglich werden.“ 


Pressekontakt:
Philipp Kosok, VCD-Sprecher für Bahnverkehr und ÖPNV • Telefon 030/280351-36 • philipp.kosok@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org
www.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3544 Mon, 27 Jan 2020 09:13:10 +0100 Falschparker-Petition „Knolle statt Knöllchen“ führt endlich zu höheren Bußgeldern http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/falschparker-petition-knolle-statt-knoellchen-fuehrt-endlich-zu-hoeheren-bussgeldern/ Breites Verbändebündnis beendet Online-Petition erfolgreich. Bußgelder für Falschparker sollen mit der StVO-Novelle angehoben werden. Zum Schutz von Radfahrern und Fußgängern muss jedoch nachgebessert werden. Berlin, 27. Januar 2020. Mit der Reform der Straßenverkehrsordnung (StVO), die am Mittwoch im Verkehrsausschuss beraten wird, sollen die Bußgelder für Falschparker angehoben werden. Wer auf Geh- oder Radwegen parkt, zahlt künftig 55 statt bislang 20 Euro. Das ist ein Erfolg der im Mai 2019 gestarteten Initiative „Knolle statt Knöllchen“. Ein breites Bündnis aus Verbänden und Organisationen hatte ein Bußgeld von 100 Euro für Falschparker und einen Punkt in Flensburg gefordert. 33.000 Unterschriften wurden Ende Juni an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer übergeben. Anfang Juli kündigte dieser an, das Bußgeld auf „bis zu 100 Euro“ anzuheben. Inzwischen sind mehr als 38.000 Unterschriften für die Forderung der Verbände nach angemessenen Bußgeldern zusammengekommen.

Kerstin Haarmann, VCD-Bundesvorsitzende:Falschparken wird schon viel zu lange als Kavaliersdelikt behandelt, dabei kann es Radfahrer und Fußgänger das Leben kosten. Es ist höchste Zeit, dass sich das ändert. Mit Tausenden von Unterschriften im Rücken haben wir ein klares Zeichen gesetzt und bewirkt, dass die Bußgelder endlich deutlich korrigiert werden. Aber es ist noch Luft nach oben.“

Künftig sollen nur die Falschparker 100 Euro zahlen, die ihr Auto auf einem Schutzstreifen abstellen und dadurch einen Unfall verursachen. Kommt es nicht zu einem Unfall, werden für das Parken auf Radwegen bei Behinderung von Radfahrern 70 Euro fällig. Das Halten in zweiter Reihe soll in Zukunft mit 80 Euro geahndet werden – wenn dadurch Radfahrer gefährdet werden. Vom Parken auf Bus- und Tramspuren, Ladestationen, Carsharing- und Behindertenparkplätzen ist hingegen ebenso wenig die Rede wie von Feuerwehreinfahrten oder Kreuzungen.

Heinrich Strößenreuther, Geschäftsführer der Initiative Clevere Städte: „2014 haben wir die Kampagne für höhere Bußgelder angeschoben, um der Verkehrswende ihre Flächen freizuhalten. Statt 100 Euro sind es 55 Euro - mehr war mit dieser Regierung nicht drin. Richtige Knollen für Falschparker stehen noch aus, auch wenn es nie wieder Knöllchen geben wird.“

Ein einheitliches Bußgeld in abschreckender Höhe würde dabei helfen, das Verkehrschaos in den Städten einzudämmen und die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer und die Chancen für die Verkehrswende deutlich zu verbessern, so die Verbände.

Rückenwind erhält das Verbändebündnis aus der breiten Bevölkerung: Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, halten zwei Drittel der Befragten höhere Bußgelder für wirkungsvoll, 64 Prozent finden eine strengere Punktevergabe sinnvoll.

Roland Stimpel, Vorstand des FUSS e.V.: „Fußgänger und Autofahrer können sich durch falsch geparkte Autos nicht rechtzeitig sehen, das Überqueren der Straße wird so gerade für Kinder und ältere Menschen lebensgefährlich. Besonders rücksichtslos und gefährlich ist das Falschparken an Zebrastreifen und Ampel-Übergängen. Dass Falschparken endlich teurer wird ist ein wichtiges Signal. Aber notorische Falschparker, die gut verdienen, schreckt erst ein Punkt in Flensburg richtig ab.“

Das Verbändebündnis für eine Anhebung der Bußgelder für Falschparker besteht aus dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), der Initiative Clevere Städte, dem FUSS e.V., dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV), dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), dem Bundesverband Carsharing (BCS), dem Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK), Changing Cities, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), der Deutschen Umwelthilfe (DUH), dem Verbund Service und Fahrrad (VSF) sowie dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV).


 

Mehr Informationen:
Forderungspapier des Verbändebündnisses: www.vcd.org/forderungspapier-verbaendebuendnis-bussgelder-fuer-falschparker  
 

Pressekontakte:
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org

Heinrich Strößenreuther, Geschäftsführer Initiative Clevere Städte, Telefon 0160 - 9744 2395, presse@clevere-staedte.de, www.clevere-staedte.de

Stefan Lieb, Bundesgeschäftsführer FUSS e.V. Telefon: 030-492-7473, info@fuss-ev.de, www.fuss-ev.de

 

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news-3543 Fri, 17 Jan 2020 14:05:00 +0100 Umweltorganisationen kritisieren Gesetzentwurf zur Genehmigungsbeschleunigung als rechtswidrig und ungeeignet http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/umweltorganisationen-kritisieren-gesetzentwurf-zur-genehmigungsbeschleunigung-als-rechtswidrig-und-u/ Verbesserte Planung und Beteiligung statt Aushebelung des Rechtsschutzes nötig  

Gemeinsame Pressemeldung von DNR, BUND, DUH, NABU, UVP-Gesellschaft und VCD

Berlin, 17.01.2020. Die Umweltorganisationen BUND, NABU, DUH, UVP-Gesellschaft, VCD und der Umweltdachverband DNR haben den Gesetzentwurf zur Genehmigungsbeschleunigung von Infrastrukturmaßnahmen im Verkehrsbereich (so genanntes Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz) als in mehrfacher Hinsicht rechtswidrig kritisiert. Der Gesetzentwurf verstoße gegen die Vorgaben des Grundgesetzes und gegen EU-rechtlich verbriefte Klagerechte. Zudem sei er ungeeignet, um die Planungs- und Genehmigungsprozesse wirksam zu beschleunigen. Denn dem Maßnahmengesetz für jeden Einzelfall vorgeschaltet sei ein Planfeststellungsverfahren, das nicht mit einem Planfeststellungsbeschluss, sondern mit einem nachgeschalteten Gesetzesbeschluss ende, in dem der Gesetzgeber eine eigene Abwägungsentscheidung zu treffen habe. Die einzig mögliche Zeitersparnis entstünde dadurch, dass Klageverfahren ausgehebelt würden. Der Entwurf für ein Maßnahmengesetz könne ferner der Anfang dafür sein, zukünftig jedes beliebige Infrastrukturprojekt vom Deutschen Bundestag anstelle der zuständigen Fachbehörden beschließen zu lassen, so die Befürchtung der Verbände. „Der Gesetzentwurf hebelt Klagerechte und Rechtsstaatlichkeit aus, führt aber nicht zu einer beschleunigten und verbesserten Planung“, so die Einschätzung der Verbände am Rande einer Veranstaltung im Deutschen Bundestag. Der Vorstoß des Bundesverkehrsministeriums lenke daher von den eigentlich relevanten Faktoren bei der Planung und Genehmigung großer Infrastrukturmaßnahmen ab und stelle einen Dammbruch zu Lasten von Umwelt und Rechtsschutz dar.

Nach Überzeugung der Verbände gebe es zahlreiche Ansatzpunkte, um eine konkrete Planungsbeschleunigung zu erreichen, ohne die Umwelt- und Klagerechte auszuhebeln. Hierzu gehöre die deutliche Stärkung einer frühzeitigen und umfangreichen Öffentlichkeitsbeteiligung. Eine ergebnisoffene Prüfung möglicher Alternativen und eine plausible Begründung der dann gewählten Variante könnten zudem beschleunigend auf die weiteren Planungsschritte sowie die Umsetzung des Projektes wirken. Dafür müssten die Planungs- und Personalkapazitäten in den zuständigen Verwaltungen der Bundesländer gestärkt und neue Formen der Planung wie interdisziplinäre Teams etabliert werden. Schließlich könnte eine verstärkte Kooperation mit den Umweltverbänden zur Verbesserung und Beschleunigung von Planungsverfahren führen. Der bundesweite „Bürgerdialog Stromnetz“ sei ein gutes Beispiel dafür, wie Öffentlichkeits- und Verbändebeteiligung informell funktionieren kann.

„Umweltverbände haben in Zeiten reduzierter behördlicher Vollzugskapazitäten die immer wichtigere Aufgabe, erkennbare Fehler oder Verstöße beispielsweise gegen umweltrechtliche Vorschriften aufzudecken“, so die Einschätzung der Verbände in einem gemeinsamen Papier. Auch aus Sicht der Verbände spielt die Planungsbeschleunigung für den zügigen Umbau der Infrastruktur eine große Rolle, doch werde der vorgelegte Gesetzesentwurf dieser Aufgabe nicht gerecht. Die Rechtswidrigkeit des Gesetzesvorstoßes selbst führe vielmehr zu einer weiteren Verzögerung. Die Verbände appellieren daher an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, den vorliegenden Gesetzentwurf für ein Maßnahmengesetz zurückzuweisen und zielführende Initiativen für eine Planungsbeschleunigung im Einklang mit dem Umweltrecht zu ergreifen.

Die Handlungsempfehlungen der Verbände sind unter www.dnr.de erhältlich.

 

Fachliche Nachfragen

BUND | Laura von Vittorelli, Tel. 030-27586-532, laura.vonvittorelli@bund.net;

DUH | Dr. Cornelia Nicklas, Leiterin Recht, Tel. +49 162 6344657, nicklas@duh.de 

DNR | Florian Schöne, Tel. +49 (0)30 678 1775 99, florian.schoene@dnr.de

NABU | Daniel Rieger, Tel. 030-284984-1927, daniel.rieger@nabu.de

UVP-Gesellschaft, Dr. Joachim Hartlik, Tel. 05175-9291003, hartlik@uvp.de

VCD | Alexander Kaas Elias, Tel. 030-280351-281, alexander.kaaselias@vcd.org

 

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news-3542 Thu, 16 Jan 2020 12:02:00 +0100 Wasserstoff, E-Auto oder E-Fuels: Warum das E-Auto die beste Alternative ist http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/wasserstoff-e-auto-oder-e-fuels-warum-das-e-auto-die-beste-alternative-ist/ Das Wasserstoffauto gilt vielen zunehmend als die bessere Alternative zum E-Auto. Tatsächlich ist seine Ökobilanz aber deutlich schlechter. Der ökologische Verkehrsclub VCD räumt mit gängigen Fehlinformationen auf und nennt die wichtigsten Vor- und Nachteile. Berlin, 16. Januar 2020. Dieses Jahr könnte das Elektro-Auto seinen Durchbruch erleben. Zahlreiche Hersteller bringen vor dem Hintergrund strengerer CO2-Grenzwerte der EU neue E-Modelle auf den Markt. Gleichzeitig wird das Wasserstoffauto immer wieder als die vermeintlich bessere Alternative diskutiert - oft allerdings auf Basis von Halbwissen und veralteten Zahlen, kritisiert der VCD. Wasserstoff als Antrieb stellt aus Sicht des ökologischen Verkehrsclubs (noch) keine Alternative dar. Der VCD klärt über Vor- und Nachteile auf: 

Vorteile: Wasserstoffautos sind meist Autos mit Brennstoffzelle. Sie haben eine höhere Reichweite als Elektroautos. Wegen der großen Energiedichte von Wasserstoff können sie längere Strecken mit einer Tankfüllung zurücklegen als ein vergleichbares E-Auto. Das macht die Brennstoffzelle interessant für Langstreckenfahrer oder für den Güterverkehr mit großen und schweren Lkw. Wasserstoffautos müssen auch nicht lange geladen, sondern können schnell betankt werden. Nur auf den ersten Blick von Vorteil: Im Betrieb selbst entstehen keine Schadstoffemissionen. Aus dem Auspuff kommt nur Wasser.

Nachteile: Um Autos mit Wasserstoff anzutreiben, muss dieser mittels Elektrolyse und unter großem Energieaufwand aus Wasser hergestellt werden. Eine Studie der Denkfabrik Agora Verkehrswende zeigt, dass die CO2-Emissionen eines Brennstoffzellen-Pkw in der Gesamtbilanz um 75 Prozent über denen eines vergleichbaren E-Autos liegen können - wenn man den durchschnittlichen deutschen Strommix zugrunde legt. Dieselbe Strommenge, mit der ein batterieelektrisches E-Auto 100 km weit kommt, reicht bei einem Brennstoffzellenauto nur für 48 km, also für weniger als die Hälfte der Strecke. 

Einen Klimavorteil hat das Brennstoffzellenauto gegenüber dem Verbrenner nur dann, wenn bei der Produktion von Wasserstoff nur Ökostrom verwendet wird.  Das übersteigt die deutschen Kapazitäten. Klimaneutrale wasserstoffbasierte Kraftstoffe müssten importiert und Anlagen für die Erzeugung aufgebaut werden.

Gegen das Wasserstoffauto sprechen auch die derzeit wenigen verfügbaren Modelle, das kleine Tankstellennetz sowie die hohen Kosten. Aktuell sind nur zwei Brennstoffzellenmodelle auf dem Markt, die Preise dafür liegen bei über 70.000 Euro. Tanken lassen sich die Fahrzeuge an gerade einmal 70 Tankstellen bundesweit. Elektroautos sind bereits ab rund 16.000 Euro erhältlich und es kommen zunehmend neue Modelle auf den Markt. Strom gibt es mittlerweile an rund 24.000 öffentlichen Ladepunkten, zusätzlich können Elektrofahrzeuge oft auch zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden.

Ein Kilogramm Wasserstoff kostet etwa 9,50 Euro und reicht für rund 100 km. Bei 100 km im E-Auto fallen etwa 4,50 Stromkosten für das Laden an. Die entsprechenden Kosten für Benzin und Diesel im Vergleich: Bei einem Verbrauch von 6 Litern Benzin bzw. 5 Litern Diesel aktuell 8,40 Euro bzw. 6,70 Euro.

Nachteile von E-Fuels: Neben der Brennstoffzelle werden auch strombasierte Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels, als weitere Antriebsoption diskutiert. Sie basieren ebenfalls auf Wasserstoff. Für ihre Herstellung braucht es einen zusätzlichen Produktionsschritt, bei dem Wasserstoff in gasförmige oder flüssige Kraftstoffe weiterverarbeitet wird. Dies erhöht den Energiebedarf zusätzlich. Zusammen mit dem niedrigen Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren sinkt die Gesamteffizienz im Vergleich zu Elektroauto und Brennstoffzelle nochmals deutlich. Die Reichweite beträgt gerade einmal 15 Kilometer. Damit sind auch E-Fuels keine wirkliche Alternative zum E-Auto. Denkbare künftige Einsatzgebiete sind vor allem Verkehrsmittel, die nicht mit Elektro-Antrieb ausgestattet werden können. Dazu zählen insbesondere der Flug- und Schiffsverkehr.

Fazit von Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Das umweltfreundliche Wasserstoffauto ist noch auf absehbare Zeit eine Wunschvorstellung, aber keine reelle Option. Wir dürfen beim Ausstieg aus dem Verbrenner aber keine Zeit verlieren. Deshalb sollten wir uns auf die viel weiter entwickelte Elektromobilität konzentrieren. E-Autos sind für den Pkw-Bereich die effizienteste, kostengünstigste und klimaschonendste Lösung. Dank der Erhöhung der Kaufprämie sind E-Autos für viele Verbraucher inzwischen auch eine bezahlbare Alternative geworden.“

 

Für Fragen und Interviewwünsche:
Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsexperte • Fon 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw. VCD-Pressestelle • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter:@VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3541 Mon, 13 Jan 2020 11:45:41 +0100 Schreckensszenarien zum Arbeitsplatzabbau in der Autoindustrie helfen der Verkehrswende nicht: Mit E-Mobilität und Umstieg auf Bus und Bahn neue Jobs schaffen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/schreckensszenarien-zum-arbeitsplatzabbau-in-der-autoindustrie-helfen-der-verkehrswende-nicht-mit-e/ Eine aktuelle Studie für die Bundesregierung kommt zu dem Ergebnis, dass der Umbau auf Elektro-Antriebe in Deutschland hunderttausende Jobs kosten könnte. Der VCD kritisiert, dass mit derartigen Schreckensszenarien vor dem Autogipfel am Mittwoch Stimmung in der Autoindustrie gemacht wird. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Vor allem der IG Metall geht es jetzt um die Durchsetzung von Kurzarbeitergeld, Qualifizierungs- und Umschulungsmaßnahmen. Damit soll auch das bisherige Versagen von Industrie und Gewerkschaften bei der Transformation kaschiert werden. Die Maßnahmen sind grundsätzlich richtig und wichtig, hätten aber viel früher eingefordert und angestoßen werden müssen.“

Die Weichen hin zu emissionsarmen und -freien Antrieben wurden bereits vor längerer Zeit gestellt. Doch die Industrie habe zu lange am alten Geschäftsmodell mit Verbrennungsmotoren festgehalten, kritisiert der VCD. Müller-Görnert: “Der Anschluss bei den Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und autonomem Fahren droht verloren zu gehen. Wenn dies jetzt Arbeitsplätze kostet, ist es zu großen Teilen selbstverschuldet.

Immer weniger Autos werden in Deutschland produziert, denn die Automobilhersteller verlagern zunehmend ihre Produktion ins Ausland. So produzieren beispielsweise BMW und Mercedes einige neue Elektromodelle in China. Dass es auch anders geht, zeigt der Volkswagenkonzern. Der vollelektrische ID3 wird in Deutschland hergestellt und sichert damit Arbeitsplätze. Statt zu jammern, sollte die Industrie, aber sollten auch die Gewerkschaften endlich in die Offensive gehen und Richtung Zukunft steuern. Nur dann ist die deutsche Automobilindustrie wettbewerbsfähig und die Arbeitsplätze dort zukunftssicher.

Andere Mobilitätsbranchen suchen unterdessen händeringend Personal: Nicht nur Busfahrer und Zugführer sind Mangelware, auch Elektroniker, Ingenieure, IT-Spezialisten und Servicekräfte fehlen. Allein die Deutsche Bahn stellt aktuell mehr als 50.000 neue Mitarbeiter ein. Warum sollten Menschen in der Autoproduktion nicht künftig Schienenfahrzeuge bauen? Schon vor 20 Jahren hat der VCD zusammen mit dem Öko-Institut eine Studie erstellt, die zeigt, dass eine Verkehrswende neue Arbeitsplätze schafft, statt sie abzuschaffen. Wir müssen über den Tellerrand der Auto-Branche hinaus und auf das große Ganze sehen, dafür braucht es Entschlossenheit und Weitblick.“


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsexperte • Telefon 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org
www.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3522 Tue, 07 Jan 2020 13:04:59 +0100 CO2-Emissionen insgesamt gesunken – nur im Verkehr ist keine Trendwende in Sicht! http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/co2-emissionen-insgesamt-gesunken-nur-im-verkehr-ist-keine-trendwende-in-sicht/ Laut der Jahresauswertung der Denkfabrik Agora Energiewende sind die Treibhausgasemissionen in Deutschland 2019 gegenüber 1990 insgesamt um 35 Prozent gesunken. Ganz anders sieht es im Verkehrsbereich aus: Dort stagniert der CO2-Ausstoß im gleichen Zeitraum. Im Vergleich zum Vorjahr ist er sogar leicht gestiegen. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Alle reden von der Verkehrswende, aber davon kann in Wirklichkeit keine Rede sein! Die CO2-Emissionen des Verkehrs bewegen sich noch immer auf dem Niveau von 1990. Auch die gerade beschlossenen Maßnahmen des Klimapakets der Bundesregierung werden nicht ausreichen, um die notwendige Trendwende einzuleiten. Die im Klimaschutzgesetz verankerten Einsparziele rücken damit in weite Ferne.

Die gerade veröffentlichten Pkw-Zulassungszahlen für das vergangene Jahr zeigen klar, wo das Problem liegt: Seit 1990 wurden - mit Ausnahme des Jahres 2009, in dem die Abwrackprämie den Autoabsatz hochschnellen ließ - noch nie so viele Autos neu zugelassen wie letztes Jahr.  Ausgerechnet SUV und Geländewagen feierten erneut den höchsten Zuwachs und stellen inzwischen jeden dritten Neuwagen. Alle Fortschritte durch sparsamere, effizientere Motoren werden so zunichte gemacht. Zwar haben auch die Zulassungen von E-Autos um drei Viertel zugelegt, die absoluten Zahlen jedoch sind nach wie vor auf niedrigem Niveau. Über 95 Prozent der Neuwagen werden weiterhin mit fossilen Kraftstoffen angetrieben, erneuerbare Energien spielen so gut wie keine Rolle.

Wenn wir die Verkehrswende wollen, müssen wir aufhören, immer größere und schwerere Autos zu kaufen! Die Zahl der Autos auf den Straßen muss verringert werden, und statt SUVs müssen effiziente Elektroautos auf die Straßen kommen. Das ist auch im Interesse der Autohersteller: Seit Jahresbeginn ist der neue verschärfte EU-Grenzwert für den CO2-Ausstoß in Kraft. Die Neuwagen eines Herstellers dürfen im Schnitt nicht mehr als 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Anderenfalls sind hohe Strafen fällig, die sich in Milliardenhöhe bewegen können.

Insgesamt brauchen wir aber ein generelles Umsteuern im Verkehr: Es müssen mehr Wege mit Bus und Bahn, mit dem Rad und zu Fuß zurückgelegt werden. Dafür braucht es attraktive Angebote und einen konsequenten, bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur. Intelligente Lösungen sind auch im Güterverkehr gefragt. Das immer stärkere Wachstum des Lkw-Verkehrs ist ein wesentlicher Treiber der CO2-Emissionen. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.“


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Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsexperte • Telefon 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org
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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3520 Mon, 09 Dec 2019 17:17:32 +0100 Günstig reisen mit der Bahn – Sieben Tipps zum schlauen Buchen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/guenstig-reisen-mit-der-bahn-sieben-tipps-zum-schlauen-buchen-1/ Der VCD begrüßt, dass die Deutsche Bahn zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember keine Preiserhöhung plant. Niedrige Preise sind ein wichtiger Anreiz zum Bahnfahren. Der ökologische Verkehrsclub hat Ticketpreise unter die Lupe genommen und hilft Bahnkunden durch den Tarif-Dschungel. Gute Nachrichten für Zugreisende: Die Deutsche Bahn verzichtet zum Fahrplanwechsel auf eine Preiserhöhung. 2020 soll zudem die Mehrwertsteuer auf Bahntickets im Fernverkehr von 19 auf 7 Prozent gesenkt werden. Der Ende September veröffentlichte VCD Bahntest 2019/20 bestätigt: Ticketpreise spielen eine entscheidende Rolle bei der Reiseplanung.
Vier von fünf Fahrgästen sind mit vergünstigten Tickets unterwegs und nehmen dafür andere Reisezeiten oder die Bindung an einen bestimmten Zug in Kauf. Jeder dritte Bahnreisende hätte sich ohne Rabatt für das Auto, Flugzeug oder den Fernbus entschieden. Damit der Umstieg auf die klimaschonendere Schiene leichter fällt, gibt der VCD sieben Tipps zum unkomplizierten Buchen und Reisen:

  • Sparpreis statt Flexpreis buchen: Die besten Chancen für günstigere Tickets hat man einen Monat vor der Reise, dann sind durchschnittlich 55 Prozent Rabatt drin. Aber auch 24 Stunden vorher gibt es oft noch günstige Sparpreise mit durchschnittlich 33 Prozent Rabatt, wenn die Verbindung nicht stark nachgefragt ist.
     
  • Dienstag, Donnerstag und Samstag sind die besten Reisetage: Wer zeitlich flexibel ist, sollte seine Reise auf einen dieser Tage legen.
     
  • Auch die Uhrzeit spielt eine wichtige Rolle: Tickets für Verbindungen vor 10 und nach 20 Uhr sind meistens deutlich preiswerter.
     
  • Aufpassen bei Online-Buchungen: Auf der Webseite oder in der App der Deutschen Bahn ist automatisch ein Häkchen bei „schnellste Verbindungen suchen“ gesetzt. Wer es wegklickt, bekommt auch langsamere Verbindungen angezeigt, die häufig weniger kosten.
     
  • Bahncard-Rechner: Wer oft Zug fährt, für den lohnt sich eine Bahncard 25, 50 oder 100. Mit welcher Bahncard Sie am meisten sparen, zeigt der kostenfreie Bahncard-Rechner des VCD: www.vcd.org/bahncard-rechner
     
  • Angebote der Konkurrenz prüfen: Auch Anbieter wie Flixtrain oder der österreichische ÖBB Nightjet bieten Reisen auf der Schiene durch Deutschland an. Tickets für den Flixtrain sind günstiger als eine Reise im ICE mit Bahncard 50. Mit dem Nachtzug der ÖBB sparen Sie sich eventuell sogar eine Übernachtung im Hotel.
     
  • Reisen mit Kindern: Unter 15 Jahren fahren Kinder im DB Fernverkehr zum Nulltarif, wenn Sie in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern sind. Die Sitzplatzreservierung kostet für Familien insgesamt nur 9 Euro, auch bei mehr als zwei Personen. 

Den kompletten VCD Bahntest können Sie hier nachlesen: www.vcd.org/Bahntest


Pressekontakt:
Philipp Kosok, VCD-Bahnexperte • Telefon 030/280351-36 • philipp.kosok@vcd.org
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.
 

 

 

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news-3519 Mon, 09 Dec 2019 14:32:08 +0100 Mehr Klimaschutz ins Klimapaket: CO2-Preis erhöhen, Pendlerpauschale abbauen, Mehrwertsteuer auf Zugtickets wie geplant senken! http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/mehr-klimaschutz-ins-klimapaket-co2-preis-erhoehen-pendlerpauschale-abbauen-mehrwertsteuer-auf-zug/ Vor den Beratungen im Vermittlungsausschuss plädiert der ökologische Verkehrsclub VCD dafür, die Chance zu nutzen und entscheidende Punkte nachzubessern. Dazu erklärt Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Die Staatengemeinschaft sucht auf der UN-Klimakonferenz in Madrid gerade nach Wegen, wie das Pariser Klimaabkommen eingehalten werden kann. Schon jetzt ist absehbar, dass die bisher eingeleiteten und geplanten Maßnahmen keinesfalls ausreichen, das 1,5-Grad-Ziel, geschweige denn das Zwei-Grad-Ziel, zu erreichen.

Jetzt brauchen wir den politischen Willen, das Ruder noch mal rumzureißen. Bund und Länder müssen sich auf einen deutlich höheren CO2-Preis einigen, der eine spürbare Lenkungswirkung entfalten kann. Der Einstiegspreis sollte bei 50 Euro pro Tonne liegen. Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung müssen sozial gerecht verteilt werden, um Härtefälle und soziale Nachteile zu vermeiden. 

Statt die Entfernungspauschale ab dem 21. Kilometer zu erhöhen, wovon im Wesentlichen Besserverdiener profitieren, sollte sie schrittweise abgebaut werden. Für soziale Ausgewogenheit sorgen eine Klimaprämie pro Kopf, eine einkommensunabhängige Mobilitätspauschale und das Absenken der Stromsteuer auf den EU-Mindeststeuersatz. Davon profitieren Bezieherinnen und Bezieher mittlerer und unterer Einkommen sowie Haushalte mit Kindern.

Gleichzeitig muss auch der Weg für niedrigere Ticketpreise im Bahnfernverkehr frei gemacht werden, damit die Änderung wie versprochen rasch kommen kann. Das Absenken der Mehrwertsteuer ist ein wichtiger Schritt, damit mehr Menschen auf die umweltschonende Bahn umsteigen.“


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD • Telefon 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org
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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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