VCD Pressemitteilung http://www.vcd.org/ Pressemmitteilungen des VCD (Verkehrsclub Deuschland) de_DE VCD Thu, 17 Oct 2019 14:57:29 +0200 Thu, 17 Oct 2019 14:57:29 +0200 TYPO3 EXT:news news-3499 Tue, 15 Oct 2019 10:19:20 +0200 Falsches Signal: StVO-Novelle beschränkt Fahrradparken http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/falsches-signal-stvo-novelle-beschraenkt-fahrradparken/ Aktueller Entwurf StVO-Novelle verbietet Fahrradparken am Rand der Fahrbahn. Klimaneutrale Mobilität muss gefördert, nicht beschränkt werden. VCD fordert Vorrang für Fußgänger und Radfahrer. Berlin, 15. Oktober 2019. Das Parken von Fahrrädern am rechten Fahrbahnrand soll im Zuge der Novellierung der Straßenverkehrsordnung (StVO) künftig nicht mehr erlaubt sein. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf, die geplante Änderung ersatzlos zu streichen. Gerade in Zeiten der Klimakrise ist es wichtig, den Fuß und Fahrradverkehr attraktiver zu machen. Dazu gehört auch, mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder jenseits der Gehwege zu schaffen, statt die vorhandenen einzuschränken. Rund 40 Prozent aller mit dem Auto zurückgelegten Wege in Deutschland sind weniger als fünf Kilometer lang, zu diesem Ergebnis kommt die bundesweite Studie „Mobilität in Deutschland“ von 2017. Solche kurzen Strecken können oft leicht durch das Fahrrad ersetzt werden – wenn die Voraussetzungen auf der Straße stimmen.

Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr: „Wer selbst regelmäßig mit dem eigenen Fahrrad, einem Lasten- oder Bike-Sharing-Rad unterwegs ist, weiß, wie schwierig es oft ist, einen Parkplatz für sein Fahrrad zu finden, ohne Fußgänger zu behindern. Bisher konnte man sich damit behelfen, das Rad am Straßenrand abzustellen. Der vorliegende StVO-Entwurf würde das verbieten. So beschneidet er einerseits die Rechte der Fahrradfahrer und engt andererseits Fußgänger auf dem ohnehin meist schmalen Bürgersteig ein. In Zeiten, in denen immer mehr Menschen für den Klimaschutz auf die Straße gehen, ist das ein falsches Signal. Gerade jetzt muss die StVO-Novelle dazu genutzt werden, den emissionsfreien Fuß- und Fahrradverkehr zu fördern.“

Bislang galt: Ein Fahrrad ist ein Fahrzeug, und kann deshalb auch am rechten Fahrbahnrand abgestellt werden. Als einziges Fahrzeug dürfen Fahrräder auch auf dem Gehweg parken, wenn sie keine Fußgänger behindern. Gemäß der neuen Verordnung dürften Fahrräder künftig nur noch auf dem Gehweg abgestellt werden – nicht mehr am Fahrbahnrand oder auf Parkstreifen und in -buchten. Gerade Lastenräder und Fahrräder mit Anhänger sind dort aber richtig aufgehoben, um Fußgänger nicht zu benachteiligen. So wird die angeblich angestrebte Verlagerung des innerstädtischen Last- und Lieferverkehrs auf Fahrräder mit Anhänger und auf Lastenräder erschwert statt erleichtert.

Pressekontakt:
Anika Meenken • VCD-Sprecherin für Radverkehr • Fon 030/280351-403 • anika.meenken@vcd.org bzw. Lisa Feitsch • VCD-Pressereferentin • Fon 030/280351-18 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3498 Tue, 15 Oct 2019 09:12:04 +0200 Tempolimit jetzt! Verbände-Bündnis fordert Bundestagsabgeordnete zur Abstimmung nach Faktenlage und nicht nach Fraktionszwang auf http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/tempolimit-jetzt-verbaende-buendnis-fordert-bundestagsabgeordnete-zur-abstimmung-nach-faktenlage-und/ Mitglieder des breiten Verbände-Bündnisses zur Einführung eines Tempolimits fordern für die Abstimmung am kommenden Freitag im Deutschen Bundestag eine mutige und freie Entscheidung auf Basis von Fakten – Tempolimit ist eine kostenneutrale und sofort wirksame Maßnahme für den Klimaschutz und erhöht die Sicherheit auf den Straßen GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 15.10.2019. Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags haben an diesem Freitag, den 18. Oktober, die einmalige Gelegenheit, ein klares Zeichen für den Klimaschutz zu setzen und noch in diesem Jahr ein generelles Tempolimit auf Autobahnen zu beschließen. Damit würde der Bundestag nach über 30 Jahren irrationaler Widerstände deutsche Straßen sicherer machen und den CO2-Ausstoß des Autobahnverkehrs deutlich verringern.

Das Bündnis aus Deutscher Umwelthilfe, ökologischem Verkehrsclub VCD, Verbund Service und Fahrrad e.V. (VSF), HannovAIR Connection, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND, Initiative für sichere Straßen, Verkehrsunfallopferhilfe (VOD), Changing Cities und der Gewerkschaft der Polizei NRW fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, die Chance auf mehr Klimaschutz und größere Verkehrssicherheit zu nutzen und in freier Abstimmung ohne Fraktionszwang für den Klimaschutz zu stimmen. Die Abgeordneten sollten bei dieser, für den Klimaschutz fundamental wichtigen Entscheidung, nur ihrem Gewissen und den Wählern verpflichtet sein und nicht den Autokonzernen.

Die Bundesregierung hat ein Klimaschutzgesetz vorgelegt, das seinen Namen nicht verdient. Mit dem mutigen Beschluss zur Einführung eines generellen Tempolimits könnte der Bundestag ein Zeichen setzen und eine konkrete, kostenneutrale und sofort wirksame Maßnahme zur CO2-Einsparung im Straßenverkehr beschließen. An der Entscheidung für oder gegen ein Tempolimit lässt sich die Glaubwürdigkeit jedes einzelnen Abgeordneten für oder gegen den Klimaschutz ablesen“, so das Bündnis. Zudem gehöre das Tempolimit zu einer zentralen Maßnahme, um das beschlossene Ziel der „Vision Zero“ zur Reduzierung der Verkehrstoten auf deutschen Straßen wirksam zu erreichen.

Deutschland ist das einzige Industrieland weltweit ohne generelles Tempolimit auf Schnellstraßen – obwohl so viele Menschen wie nie zuvor ein Tempolimit fordern. 57 Prozent sprechen sich für ein Tempolimit aus, lediglich 42 Prozent sind dagegen, so eine Forsa-Umfrage aus dem Sommer 2019. Dies zeigt, dass in der Bevölkerung die faktenbasierten Argumente längst angekommen sind und die guten Erfahrungen aus dem europäischen Ausland überzeugt haben.

Ohne ein Tempolimit wird Deutschland seine Klimaschutzverpflichtungen nicht einhalten können. Darüber hinaus schadet die Bundesregierung dem Wirtschaftsstandort Deutschland, wenn sie sich weiterhin gegen ein Tempolimit sperrt. Denn dieses ist Grundvoraussetzung für die nötige Verkehrswende, die unter anderem auf elektrische und teilautonome Mobilität setzt.

Im aktuellen Koalitionsvertrag hat sich die Regierung mit der „Vision Zero“ zum Ziel gesetzt, die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Im Jahr 2019 ist erst ein Drittel des Weges erreicht. Auf den deutschen Autobahnen ist die Zahl an Verkehrstoten zudem wieder angestiegen, zwischen 2016 und 2018 um fast zehn Prozent (424 zu 393). Ein Tempolimit trägt dazu bei, die bestehende Lücke zu schließen und zahlreiche Menschenleben zu retten.

„Auch in Deutschland muss das Schaufahren gegen Klimaschutz und Verkehrssicherheit endlich ein Ende finden. Wir brauchen keine rührseligen Plakate des Bundesverkehrsministeriums, bitte nicht zu rasen. Was wir brauchen, ist die Umsetzung des Willens der Bürgerinnen und Bürger, die sich mit klarer Mehrheit für ein verbindliches Tempolimit auf Autobahnen aussprechen“, so die Verbändeallianz.

Hintergrund:

Das im Dezember 2018 von der Deutschen Umwelthilfe gestartete breite Verbände-Bündnis umfasst mittlerweile zehn Organisationen: Die Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen, die Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland (VOD), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der ökologische Verkehrsclub VCD, Greenpeace, Changing Cities, HannovAIR, die Initiative für sichere Straßen, die Deutsche Umwelthilfe (DUH), der Verbund Service und Fahrrad (VSF). Mit dabei ist auch Andreas Troge, ehemaliger Präsident des Umweltbundesamtes.

Das Bündnis fordert ein Tempolimit auf Autobahnen sowie eine Begrenzung der Geschwindigkeit von 80 km/h außerorts. Innerorts soll künftig eine Regelgeschwindigkeit von 30 km/h gelten.

Mehr Informationen:

Kontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer DUH
0171 3649170, resch@duh.de 

Anika Meenken, Stellv. Verkehrspolitische Sprecherin VCD
030-280351-403, Anika.Meenken@vcd.org

Ragnhild Sørensen, Pressesprecherin Changing Cities
0171 5357734, ragnhild.soerensen@changing-cities.org

Michael Mertens, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen
0211 20910132, pressenrw@gdp-nrw.de

Albert Herresthal, Geschäftsführer Verbund Service und Fahrrad e.V.
0177 612 18 70, herresthal@vsf-mail.de

Arne Käthner, Sprecher der HannovAIR Connection
0176 96449668, hannovair@posteo.de

Wulf Hoffmann, Verkehrsunfall-Opferhilfe VOD
0176 61634519, wulf.hoffmann@lvw-lsa.de

Jörn Wolter, Pressesprecher Initiative für sichere Straßen
0228 52279990, j.wolter@sichere-strassen.org

Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik, BUND e.V.  
030 27586-467, jens.hilgenberg@bund.net

Stephanie Krone, Pressesprecherin Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club ADFC
030 209149865, presse@adfc.de

VCD-Pressestelle:
Lisa Feitsch
030 28035118, presse@vcd.org, www.vcd.org

DUH-Pressestelle:
Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann
030 2400867-20, presse@duh.de, www.duh.de

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news-3497 Wed, 09 Oct 2019 11:23:47 +0200 Klimaschutzpaket: Zu wenig, zu spät http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/klimaschutzpaket-zu-wenig-zu-spaet/ Berlin, 9.10.2019. Das heute vom Bundeskabinett verabschiedete Klimaschutzpaket ist mutlos und wird nicht zur Erreichung der Klimaziele führen, kommentiert Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: “Ein Klimaschutzpaket, das seinen Namen verdient, muss klare Ziele vorgeben, deren Einhaltung konsequent überwachen und bei Bedarf nachsteuern. Die Chance, große Pflöcke einzuschlagen, hat die Bundesregierung aber vertan. Vor allem im Problemsektor Verkehr, der die größte CO2-Einsparung zu stemmen hat, muss dringend nachgebessert werden. Das darf nicht auf die nächste Bundesregierung abgewälzt werden. Besonders problematisch ist, dass ein Sektor, der seine Einsparziele nicht schafft, diese auf andere verschieben kann.

Größter Konstruktionsfehler aber bleibt: Ein CO2-Preis von 10 Euro ist zu wenig und startet mit 2021 zu spät. Das entfaltet keinerlei Lenkungswirkung und wird durch die Erhöhung der Pendlerpauschale konterkariert: Wer viel pendelt und viel verdient, bekommt am Ende sogar Geld heraus. Auch eine Verdoppelung des Bahnverkehrs kann mit diesem Klimaschutzpaket nicht gelingen. Priorität muss der Ausbau der Infrastruktur bei Bus und Bahn haben. Für den besonders umweltschädlichen Flugverkehr brauchen wir eine Kerosinsteuer. Hingegen müsste der komplett emissionsfreie Fuß- und Radverkehr stärker gefördert werden.  

Mit diesem mutlosen Paket sind die Klimaziele nicht zu erreichen. Dabei war der Rückhalt in der Bevölkerung für mehr Klimaschutz noch nie so groß. Dieses Fenster sollte die Politik nutzen und im weiteren Prozess die zustimmungspflichtigen Teile des Pakets nachbessern. Gefordert sind nun Bundestag und Bundesrat. Sonst werden die Proteste auf den Straßen nicht aufhören.“  

Die Stellungnahme des VCD zum Klimaschutzgesetz: https://www.vcd.org/fileadmin/user_upload/Redaktion/Themen/Klimafreundliche_Mobilitaet/2019_10_08_Stellungnahme_Klimaschutzgesetz_VCD.pdf

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD • Telefon 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3496 Tue, 01 Oct 2019 09:05:37 +0200 Neuer Rekord bei VCD-Jugendprojekt: 11.000 Jugendliche steigen aufs Fahrrad um http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/neuer-rekord-bei-vcd-jugendprojekt-11000-jugendliche-steigen-aufs-fahrrad-um/ Immer mehr Jugendliche steigen für mehr Klimaschutz aufs Fahrrad und sparen dabei aktiv hunderte Tonnen CO2 ein. Neuer Rekord bei VCD-Jugendprojekt „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ zeigt, wie wichtig jungen Menschen der Klimaschutz ist. Berlin, 01.10.2019. In ganz Deutschland setzen sich Jugendliche für mehr Klimaschutz ein. Mit mehr als 11.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erzielte der Jugend-Fahrradwettbewerb „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ des ökologischen Verkehrsclub VCD in diesem Jahr einen neuen Rekord. Die Jugendlichen waren von März bis August bundesweit zusammengerechnet mehr als 2,3 Millionen Kilometer mit dem Fahrrad gefahren. Das entspricht 56 Erdumrundungen. Damit sparten die zehn bis 18-Jährigen rund 314 Tonnen CO2 ein. Ziel des Projekts ist es, selbstständig aufs Fahrrad zu steigen, statt im Auto der Eltern mitzufahren. So fallen Bring- und Abholwege weg und die Jugendlichen sparen durch jeden gesammelten Fahrradkilometer aktiv CO2 ein.

„Viele Jugendliche engagieren sich für mehr Klimaschutz, das zeigen die regelmäßigen „Fridays for Future“-Demonstrationen. Unser Jugend-Fahrradwettbewerb zeigt auch, wie die jungen Menschen ihr Verhalten an die Bedrohungen der Klimakrise anpassen. Statt mit dem Auto der Eltern zu Schule oder Freizeitprogramm gefahren zu werden, steigen immer mehr Jugendliche selbst aufs Rad. So schützen sie das Klima und erleben gleichzeitig, wie viel Spaß und Unabhängigkeit das Fahrradfahren bringt“, sagt Stephanie Päßler, VCD-Leiterin des Projekts „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“.

Ihre gefahrenen Kilometer konnten die Jugendlichen online eintragen und damit an einem Wettbewerb teilnehmen. Sie begaben sich dabei auf eine virtuelle Tour durch Deutschland und Europa und beantworteten Quizfragen und lernten jede Menge Wissenswertes zum sicheren Fahrradfahren und Klimaschutz. Die Gewinner-Schule des Hauptpreises von 500 Euro für die Klassenkasse ist in diesem Jahr die (ehemalige) Klasse 5b des Gymnasiums Achern in Baden-Württemberg. Sie erradelten insgesamt über 18.000 Kilometer.

„Es ist weit mehr als Klimaschutz, wenn sich Schülerinnen und Schüler wieder vermehrt mit dem Fahrrad beschäftigen. Gesundheit, umweltfreundliche Mobilität und die körperliche Fitness machen der jungen Generation einfach wieder Spaß. Dies wird dokumentiert durch den rasanten Anstieg der Mitmachzahlen bei der Klima-Tour. Weiter so!“, sagt Ulrich Fillies, Vorsitzender des Beirats der Initiative AKTIONfahrRAD.

Die „FahrRad!“-Kampagne des VCD wird von der AKTIONfahrRAD unterstützt, die das Projekt finanziell und ideell mitträgt, und von vielen Unternehmen aus der Fahrradbranche. Seit Start des Projekts im Jahr 2006 haben insgesamt 72.500 Jugendliche mitgemacht.

Alle Gewinnergruppen und Hintergründe zur Aktion hier: www.klima-tour.de

 

Pressekontakt:

Lisa Feitsch, VCD-Pressereferentin • Tel.: 030-280351-18 • Mail: presse@vcd.org • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.
 

AKTIONfahrRAD ist angetreten, um Kinder und Jugendliche frühzeitig und nachhaltig aufs Rad zu bringen. Deshalb muss auch vor dem Hintergrund der aktuellen Umwelt- Gesundheits- und Verkehrsproblematik spätestens in den Schulen damit begonnen werden, die Schülerinnen und Schüler verstärkt aufs Rad zu setzen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Lehrerinnen und Lehrer als starke Partner gebraucht. Für AKTIONfahrRAD bedeutet das, schulkonforme nachhaltige Projekte für sie zu schaffen, damit es ihnen möglich wird, im Schulbetrieb den Weg zum Fahrrad zu finden. Um das umzusetzen, sind die Aktionen, wie “Deutschlands fahrradfreundlichste Schule“, „Deutsche Schulmeisterschaft“, „Reparaturservice“, „Lehrerfortbildung“, und „Schülerreporter“ ins Leben gerufen worden. Durch diese hilft AKTIONfahrRAD den Lehrkräften in den Schulen, das Fahrradfahren wieder populär und nachhaltig betreiben zu können.

 

 

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news-3495 Mon, 30 Sep 2019 10:31:18 +0200 Verkehr auf Bahn, Bus und Rad verlagern hat enormes CO2-Einsparpotential - KCW-Analyse stützt VCD-Forderung http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/verkehr-auf-bahn-bus-und-rad-verlagern-hat-enormes-co2-einsparpotential-kcw-analyse-stuetzt-vcd-fo/ Berlin, 30.09.2019. Das Beratungsunternehmen KCW hat die Eckpunkte des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung analysiert. Demnach könnte der CO2-Ausstoß im Verkehr bis 2030 um 32 Millionen Tonnen verringert werden, wenn ein Großteil des Verkehrs von der Straße auf die Schiene, den öffentlichen Personennahverkehr sowie den Rad- und Fußverkehr verlagert würde. Basis der Analyse ist das im Koalitionsvertrag enthaltene Ziel, den Bahnverkehr bis 2030 zu verdoppeln. Durch die Verlagerung könne ein maßgeblicher Teil der für 2030 erwarteten Klimaschutzlücke im Verkehr in Höhe von 52 bis 55 Millionen Tonnen geschlossen werden, so die Experten. Für den ökologischen Verkehrsclub VCD folgt daraus: Die Bundesregierung muss ihr Klimaschutzpaket nachschärfen. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Die Analyse macht deutlich, dass bei den Maßnahmen, die aus dem Verkehrsministerium stammen, die Bedeutung der Verlagerung des Verkehrs sträflich vernachlässigt wird. Stattdessen setzt Verkehrsminister Scheuer darauf, den CO2-Ausstoß durch Milliardeninvestitionen in technologische Verbesserungen an Pkw und Lkw zu reduzieren. Dahinter steckt das Prinzip „business as usual“, die Verkehrswende wird damit kaum gelingen. Wir müssen weg von der Subventionierung des Straßenverkehrs. Grundlegende Veränderungen dürfen nicht weiter aufgeschoben werden. Im Jahr 2030 könnte Mobilität ganz anders aussehen: klimaverträglich und sozial gerecht.

Das Maßnahmenprogramm zum Klimaschutz muss konsequent auf die Verlagerung des Verkehrs auf klima- und umweltfreundlichere Verkehrsträger ausgerichtet werden. Nur so kann die geplante Verdoppelung beim Umweltverbund aus Bahn, Bus, Rad- und Fußverkehr gelingen. Angesichts der langen Zeiträume, die eine Realisierung von Maßnahmen im Schienenverkehr benötigt, brauchen wir umgehend eine sinnvolle Konzeption und Umsetzung – und dazu ausreichende Finanzmittel. Besonders wichtig: Alle Maßnahmen müssen auf das angestrebte Ziel der Bundesregierung - Klimaneutralität bis 2050 – ausgerichtet sein, damit die Entwicklung nicht in die falsche Richtung geht.“

Die KCW-Analyse finden Sie hier: www.kcw-online.de/content/6-veroeffentlichungen/162-klimaschutz-und-mobilitaet/erste-bewertung-der-eckpunkte-zum-klimaschutzprogramm-2030.pdf


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsexperte • Telefon 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org www.vcd.org • Twitter: @VCDeV
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3492 Thu, 26 Sep 2019 12:14:21 +0200 „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“: Schon die Kleinsten engagieren sich für den Klimaschutz http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/zu-fuss-zur-schule-und-zum-kindergarten-schon-die-kleinsten-engagieren-sich-fuer-den-klimaschutz/ Zehntausende Kinder laufen bei bundesweiten Aktionstagen von VCD und Deutschem Kinderhilfswerk ihren Weg zur Schule und zum Kindergarten selbst und lassen das Elterntaxi stehen. Dabei lernen die Kinder, das Klima zu schützen und sich sicher im Verkehr zu verhalten. Berlin, 26. September 2019. Vom 16. bis zum 27. September standen deutschlandweit vielerorts die Elterntaxis still. Mehr als 70.000 Kinder aus mehr als 2.800 Klassen waren dem Aufruf des Deutschen Kinderhilfswerkes und des ökologischen Verkehrsclub VCD gefolgt und sind während der Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad zur Schule oder zum Kindergarten gekommen. Zusammen mit ihren Eltern, Lehrerinnen und Lehrern lernten die Kinder dabei, wie sie sich selbstständig sicher im Straßenverkehr bewegen können und warum ein Zuviel an Autoverkehr schlecht für das Klima und die Sicherheit der Kinder ist.

„Die Kinder lernen während der Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ nicht nur, wie sie sich selbstständig und sicher im Straßenverkehr verhalten, sondern bekommen auch früh ein Bewusstsein dafür, was gut und was schlecht für das Klima ist. Denn auch für Kindergarten- und Grundschulkinder ist Klimaschutz bereits ein Thema. Durch die Aktionstage können sie selbst mit ihren Eltern aktiv werden”, sagt Stephanie Päßler, Projektleiterin beim VCD für „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“.

Die besten Projektideen haben der VCD und das Deutsche Kinderhilfswerk mit bewegungsfördernden Gruppenspielen wie einem umfangreichen Ball-Set, einem Schwungtuch und einem Teller-Dart ausgezeichnet. Der erste Platz geht an die Aktion „Zu Fuß erlebst du einiges auf dem Schulweg“ der Luitpoldgrundschule aus Selb, die mit ihrer Buchmalaktion Geschichten und Bilder der Kinder auf ihrem Schulweg sammelte und in einem Buch vorstellt. Auf Platz zwei ist die Aktionsidee der Kita Zauberwald aus Oberursel, wo die Kinder zur Sensibilisierung der Gefahren durch Elterntaxis ein großes selbstgebasteltes Auto vor die Kita gestellt haben. Mit einem Rollerprojekt, in dem Kinder unter anderem einen Rollerführerschein machen können, hat die Kita Freundschaft e.V. aus Cottbus es auf Platz drei geschafft.

„Die vielen tollen Projekte, die während der Aktionstage stattgefunden haben, zeigen die Kreativität der Kinder und ihren Willen zur Veränderung. Sei es auf dem Schulweg oder bei den vielerorts chaotischen Zuständen vor dem Eingangstor. Unser Fokus richtet sich neben den Kindern insbesondere auch auf die Eltern. Sie sind die Hauptverantwortlichen für die allmorgendlichen Autokarawanen. Hier können die Eltern von den Kindern lernen, dass Zufußgehen Spaß macht, und zudem das Selbstbewusstsein der Kinder stärkt“, sagt Claudia Neumann, Expertin für Spiel und Bewegung des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Weitere Informationen:
Aktionstage „Zu Fuß zur Schule“: www.zu-fuss-zur-schule.de
Weitere Tipps für den sicheren Schulweg: www.vcd.org/sicher-zur-schule.html

Pressekontakt:
Lisa Feitsch, VCD-Pressereferentin • Tel.: 030-280351-18 • Mail: presse@vcd.org • Internet: www.vcd.org • Twitter: @VCDeV 

Uwe Kamp, Pressesprecher des Deutschen Kinderhilfswerkes • Tel.: 030-308693-11 • Mobil: 0160-6373155 • Mail: presse@dkhw.de • www.dkhw.de und www.facebook.com/dkhw.de • Twitter: @DKHW_de

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

 

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news-3491 Wed, 25 Sep 2019 18:01:59 +0200 Klimapaket muss nachgebessert werden - Verkehrswende braucht mutige Maßnahmen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/klimapaket-muss-nachgebessert-werden-verkehrswende-braucht-mutige-massnahmen/ Eckpunkte für mehr Klimaschutz würden CO2-Emissionen im Verkehr nicht ausreichend senken. Verkehr muss echten Beitrag zum Klimaschutz leisten, fordert der ökologische Verkehrsclub VCD. Straßenverkehr muss auf Bahn, Bus und Rad verlagert werden. Die vom Bundeskabinett beschlossenen Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030 führen aus Sicht des VCD nicht dazu, die notwendige Verkehrswende anzustoßen. Damit der Verkehrsbereich bis 2050 klimaneutral ist, braucht es entschlossenere Maßnahmen als bislang vorgesehen. Oberstes Ziel muss sein, Straßenverkehr zu verringern und zu verlagern.

„Klimaneutrale Mobilität bekommen wir nur, wenn die geplanten Maßnahmen dazu führen, den Pkw- und Lkw-, aber auch den Flugverkehr zu verringern“, sagt Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD.  „Es müssen wirksame Anreize gesetzt werden, um Autoverkehr zu vermeiden und weitgehend auf Bahn und Bus sowie Rad- und Fußverkehr zu verlagern.“

Der VCD kritisiert, dass der vergünstigte Energiesteuersatz auf Diesel und das Dienstwagenprivileg beibehalten werden. Dies verzerrt den Wettbewerb der Verkehrsmittel zugunsten des Autos. „Eine der größten Schwachstellen des Klimapakets ist, dass es kaum Anreize zur Vermeidung von CO2-Emissionen im Verkehr enthält. Ein CO2-Preis in dieser Höhe ist völlig ineffektiv und wird durch die steigende Pendlerpauschale konterkariert“, so Müller-Görnert.

Darüber hinaus braucht es auch im Flugverkehr ein Ende der Steuerprivilegien. Die Luftverkehrsteuer muss deutlich erhöht und die Mehrwertsteuer auf Tickets bei Auslandsflügen erhoben werden. Zusammen mit anderen EU-Staaten muss in die Kerosinbesteuerung eingestiegen werden. Um die Verkehrswende zu erreichen, muss auch das Potential der öffentlichen Verkehrsmittel ausgeschöpft werden.

Philipp Kosok, VCD-Sprecher für Bus- und Bahnverkehr: „Ein ambitioniertes Klimaschutzpaket hätte so aussehen können: Ab jetzt gilt Schiene vor Straße. Einnahmen aus der Lkw-Maut fließen ab dem kommenden Jahr in die öffentlichen Verkehrsmittel. Damit werden mehr Fahrten von Regionalzügen geplant, die Mittel für Aus- und Neubau des Schienennetzes verdoppelt und die Städte beim Ausbau ihrer ÖPNV-Infrastruktur mit jährlich zwei Milliarden Euro unterstützt. Stattdessen verliert sich die Bundesregierung im Klein-Klein von Schienenförderprogrammen, die allesamt unterfinanziert bleiben. Die Unterstützung von Kommunen kommt über Absichtserklärungen nicht hinaus. Die angestrebte Verdoppelung der Fahrgastzahlen ist so kaum zu erreichen.“

Um den komplett emissionsfreien und zudem gesunden Rad- und Fußverkehr zu fördern, muss das Klimaschutzprogramm hier stärkere Anreize setzen. Mit vergleichsweise geringen Investitionen würde so ein hoher gesellschaftlicher Nutzen erzielt. Eine erweiterte Kaufprämie auch für E-Lastenräder etwa kann die Verlagerung des wachsenden städtischen Güterverkehrs hin zum Fahrrad lenken. Die Bundesregierung muss im Sinne einer nachhaltigen Mobilität nacharbeiten.
 

Pressekontakt:

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD • Telefon 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org
Philipp Kosok, VCD-Bahnexperte • Telefon 030/280351-11 • philipp.kosok@vcd.org
VCD-Pressesprecherin Franziska Fischer • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

 
 

 

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news-3490 Fri, 20 Sep 2019 17:23:57 +0200 Bundesregierung streikt beim Klimaschutz http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/bundesregierung-streikt-beim-klimaschutz/ Maßnahmenpaket des Klimakabinetts ist keine Antwort auf die Klimakrise. Der CO2-Ausstoß im Verkehr wird so nicht reduziert. Gefördert wird der Autoverkehr, nicht die Verkehrswende. Kerstin Haarmann, VCD-Bundesvorsitzende: „Hunderttausende Menschen haben heute für den Klimaschutz gestreikt. Angesichts der Klimakrise ist entschlossenes Handeln gefragt. Doch was die Bundesregierung jetzt vorlegt, grenzt an Arbeitsverweigerung. Herausgekommen ist eine milliardenschwere Mogelpackung, die die CO2-Emissionen im Verkehr nicht nennenswert reduzieren wird.“ 

Dass die Bundesregierung für das Jahr 2021 einen CO2-Preis von gerade einmal 10 Euro pro Tonne vorsieht, ist aus Sicht des VCD völlig verfehlt. Damit würde ein Liter Benzin um nicht einmal drei Cent verteuert. Ein derart niedriger CO2-Preis verfehlt jede Lenkungswirkung.

„Selbst bei einem SUV, der 10 Liter pro 100 Kilometer verbraucht, sind das gerade mal 0,3 Cent mehr pro Kilometer. Gleichzeitig will die Regierung Vielfahrer mit einer um 5 Cent pro Kilometer steigenden Pendlerpauschale entlasten. Was als Klimaschutz gemeint war, wird so zu einem Maßnahmenkatalog für mehr Autoverkehr“, so Kerstin Haarmann.

„Von zukunftsfähiger Mobilität kann keine Rede sein, wenn alle Verkehrsarten wachsen sollen. Wir müssen den Autoverkehr auf Bus und Bahn verlagern,“ erklärt Haarmann. „Dass sich die  Bundesregierung nicht zu einem wirksamen CO2-Preis auf Kraftstoffe durchringen konnte, ist mehr als enttäuschend. Jeder CO2-Preis unter 40 Euro pro Tonne wird keine Wirkung entfalten. Das Klimakabinett muss nachsitzen.“  
 

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news-3489 Tue, 17 Sep 2019 10:15:09 +0200 VCD: „Klimaschutz-Vorschläge von Verkehrsminister Scheuer enthalten zu viel heiße Luft“ - Verkehr muss endlich zum Klimaschutz beitragen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-klimaschutz-vorschlaege-von-verkehrsminister-scheuer-enthalten-zu-viel-heisse-luft-verkehr-mu/ Berlin, 17.09.2019. Am kommenden Freitag verabschiedet das Klimakabinett sein Konzept, wie Deutschland sein Klimaziel für 2030 einhalten soll. In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert der ökologische Verkehrsclub VCD heute gemeinsam mit anderen Umwelt- und Verkehrsverbänden wirksame Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrsbereich. Das bisher vorgelegte Maßnahmenprogramm zur Erreichung der Klimaziele im Verkehr von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer kommentiert der VCD wie folgt: Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Die bisherigen Vorschläge von Bundesverkehrsminister Scheuer für mehr Klimaschutz im Verkehr enthalten zu viel heiße Luft. Aberwitzige Annahmen zum CO2-Einsparpotenzial durch strombasierte Kraftstoffe und Biokraftstoffe sowie durch die Digitalisierung sind unrealistisch. Hinzu kommen planlose Förderungen und Subventionen aller Verkehrsmittel in Milliardenhöhe, die nicht zur notwendigen Verkehrswende führen. Der Verkehr muss endlich zum Klimaschutz beitragen. Dazu braucht es den drastischen Ausbau der Schieneninfrastruktur, eine Angebotsoffensive bei Bus und Bahn und sichere Rad- und Fußwege in Städten und Dörfern. Eine effektive CO2-Bepreisung auf Kraftstoffe setzt die notwendigen Anreize, umzusteigen. Gleichzeitig müssen bestehende Steuerprivilegien und umweltschädliche Subventionen im Verkehr abgebaut werden. So werden Mittel für die Verkehrswende frei.“

Den offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel finden Sie hier: https://www.vcd.org/fileadmin/user_upload/Redaktion/Themen/Klimafreundliche_Mobilitaet/offener_Brief_BK_in_Merkel_Klimakabinett_Verkehr.pdf

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD • Fon 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw. Lisa Feitsch, VCD-Pressereferentin • Fon 030/280351-18 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3488 Mon, 16 Sep 2019 10:55:56 +0200 Deutsches Kinderhilfswerk und VCD: „Mitmachen und Elterntaxi stehen lassen!“ - Bundesweite Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ starten http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/deutsches-kinderhilfswerk-und-vcd-mitmachen-und-elterntaxi-stehen-lassen-bundesweite-aktionsta/ Berlin, 15. September 2019. Am Montag starten in Schulen und Kindergärten die bundesweiten Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“. Unter dem Motto „Mitmachen und Elterntaxi stehen lassen!“ legen dabei zehntausende Kinder ihren Weg zur Schule oder zum Kindergarten zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad zurück. Aufgerufen zu den Aktionstagen vom 16. bis 27. September haben das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD. „Das Problem kennen alle Eltern und Kinder: Elterntaxis vor Schulen und Kindergärten sorgen für Verkehrschaos. Für Kinder schaffen diese Autos unübersichtliche und gefährliche Situationen. Weniger Elterntaxis heißt, mehr Platz und größere Sicherheit für alle Kinder. Auch die Luft, die die Kinder einatmen, wird besser. So werden Kinder, die zu Fuß gehen, mit dem Roller oder Rad zur Schule oder zum Kindergarten fahren, schon früh zu Klimaschützern“, sagt Stephanie Päßler, VCD-Projektleitung „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten.“

Damit das Zufußgehen des Schul- und Kindergartenweges Spaß macht, sammeln die Kinder Fußmeilen oder führen ein Lauftagebuch. Schulen veranstalten „Mein Schulweg“-Malwettbewerbe oder stellen für die Kinder spannende Rätsel in ihrem Schulviertel. An anderen Orten laufen die Kinder im „Laufbus“ gemeinsam zur Schule und zum Kindergarten. Hier treffen sich mehrere Kinder an zuvor verabredeten „Lauf-Haltestellen“, um den Schul- oder Kindergartenweg von diesem Sammelpunkt aus als Laufgemeinschaft gemeinsam zurückzulegen. Unter www.zu-fuss-zur-schule.de/mitmachen/aktionsideen finden Schulen und Eltern weitere Ideen wie etwa „Straßenbeschilderungen selbst basteln“ oder „Rap und Freundlichkeit gegen falsches Parken“.

„Wir müssen unseren Kindern endlich wieder mehr zutrauen, auch auf dem Kindergarten- oder Schulweg. Damit kann man gar nicht früh genug beginnen. Zu Fuß zur Schule oder in den Kindergarten gehen ist insgesamt gut für die Entwicklung von Kindern. Die Kinder lernen, sich sicher im Verkehr zu bewegen. Und Eltern stärken das Selbstbewusstsein ihrer Kinder, wenn sie diese eigenständig und mit anderen Kindern zur Schule laufen oder mit dem Roller oder Rad fahren lassen. Die dabei gewonnene Eigenverantwortung hilft den Kindern auch in anderen Situationen“, sagt Claudia Neumann, Expertin für Spiel und Bewegung des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Weitere Informationen:
Aktionstage „Zu Fuß zur Schule“: www.zu-fuss-zur-schule.de
Tipps für den sicheren Schulweg: www.vcd.org/sicher-zur-schule.html

Pressekontakt:

Uwe Kamp, Pressesprecher des Deutschen Kinderhilfswerkes
Tel.: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Mail: presse@dkhw.de
Internet: www.dkhw.de und www.facebook.com/dkhw.de
Twitter: @DKHW_de

Lisa Feitsch, VCD-Pressereferentin
Tel.: 030-280351-18
Mail: presse@vcd.org
Internet: www.vcd.org
Twitter: @VCDeV

Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen!

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3487 Sat, 14 Sep 2019 14:53:00 +0200 25.000 protestieren für wirksamen Klimaschutz und Verkehrswende! http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/25000-protestieren-fuer-wirksamen-klimaschutz-und-verkehrswende/ Gemeinsame Pressemitteilung des Bündnisses #aussteigen
Frankfurt am Main, 14. September 2019. Unter dem Motto “Raus aus dem Verbrennungsmotor – Verkehrswende jetzt!” haben heute mehr als 25.000 Menschen mit einer Fahrrad-Sternfahrt und Demonstration in Frankfurt protestiert. Vor den Toren der Internationalen Automobilausstellung (IAA) forderten die Demonstrierenden eine Verkehrswende, die die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens sicherstellt. Zu den Protesten hatte das Bündnis #aussteigen aufgerufen, in dem sich ADFC, BUND, Campact, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace, NaturFreunde Deutschlands und VCD engagieren. 

„Die Zeit für protzige Spritschlucker und immer größere SUVs ist vorbei. Heute haben sich Tausende Menschen zu Fuß und auf dem Fahrrad die Stadt von der Autoindustrie zurückerobert“, hieß es aus dem #aussteigen-Bündnis. „Dieser eindrucksvolle Protest zeigt, dass viele Menschen die klimafreundliche Verkehrswende fordern – und zwar jetzt!“

Radfahrende aus Mannheim und Gießen starteten bereits in den frühen Morgenstunden. Insgesamt nahmen 18.000 Menschen an der Fahrrad-Sternfahrt teil. Die Routen führten teilweise über die Autobahnen A648 und die A661, die für die Sternfahrt gesperrt wurden. Auf der letzten Etappe schloss sich der Kidical Ride an, bei dem zahlreiche Familien mit Kindern einen eigenen Fahrrad-Block bildeten. Bei der Abschlusskundgebung vor der IAA-Messe forderte das Demo-Bündnis Vorrang für den Fuß- und Radverkehr, den massiven Ausbau von Bus und Bahn und den klimaneutralen Verkehr bis 2035.  

Der Protest richtet sich sowohl an die Autoindustrie als auch an die Politik. Am 20. September will das Klimakabinett der Bundesregierung sein Maßnahmenpaket für den Klimaschutz vorlegen. Dem Verkehr kommt dabei eine besondere Rolle zu. Denn einzig im Verkehrssektor sind die klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in den vergangenen 30 Jahren nicht gesunken. „Jetzt muss die Regierung liefern und den Rahmen setzen für eine Wende weg von der autofixierten Verkehrspolitik und hin zu klimafreundlichen, sauberen und lebenswerten Städten“, so die Organisatoren der #aussteigen-Proteste. 


Hinweis für Redaktionen:

Drohnenaufnahmen der Sternfahrt frei zur redaktionellen Nutzung ab 16:30 hier: https://www.campact.org/video-sternfahrt

Pressekontakte:
ADFC: Torsten Willner, mobil 0179 9449346, torsten.willner@adfc-hessen.de
BUND: Judith Freund, Tel. 030 27 586 497, mobil 0176 - 47684164, presse@bund.net
Campact: Olga Perov, mobil 0151 - 52582390, Tel. 04231 957 590, perov@campact.de
DUH: Ann-Kathrin Marggraf, Tel. 030 2400 867 21, presse@duh.de
Greenpeace: Gregor Kessler, mobil 0151 - 72702918, gregor.kessler@greenpeace.de
NaturFreunde: Samuel Lehmberg, Tel. 030 29 77 32 65, presse@naturfreunde.de
VCD: Franziska Fischer, Tel. 030 280 351 12, mobil 0171 - 605 24 09, Franziska.Fischer@vcd.org
VCD Hessen: Heiko Nickel, mobil 0151 - 20153300, landespolitik@vcd-hessen.de

Das Bündnis dankt seinen unterstützenden Organisationen:
ADFC Hessen, Attac, BUND Hessen, BUNDjugend, Bergwald Projekt, Changing Cities, Fuss e.V., Greenpeace Frankfurt, Klima- und Umweltbündnis Stuttgart, Klimaliste Erlangen, NABU, NaturFreunde Hessen, Umweltinstitut München, Powershift, Pro Bahn, Radentscheid Frankfurt, Radkomm, VCD Hessen, Volksinitiative Aufbruch Fahrrad, Powershift

und seinen unterstützenden Parteien:
Bündnis90/Die Grünen, Grüne Jugend, DIE LINKE im Römer, Bündnis90/Die Grünen in Frankfurt, Piratenpartei, Ökologische Plattform, V-Partei³

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3486 Thu, 12 Sep 2019 10:15:39 +0200 Bundestag muss Schiene Vorfahrt einräumen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/bundestag-muss-schiene-vorfahrt-einraeumen/ Gemeinsame Pressemitteilung. Die Bahnverbände rufen zu Nachbesserungen beim Haushalt auf.
Berlin, 12. September 2019. Die Bahnverbände rufen den Deutschen Bundestag auf, die Haushaltsberatungen im Interesse des Klimaschutzes für dringend notwendige Verbesserungen im Verkehrsetat zu nutzen. Zwar nehmen die acht Organisationen das deutliche Bemühen der Bundesregierung wahr, den umweltfreundlichen Schienensektor zu stärken. Die vom Bundeskabinett beschlossenen Mittelsteigerungen reichen jedoch bei Weitem noch nicht, um bis 2030 die Zahl der Fahrgäste zu verdoppeln und den Güterverkehr auf der Schiene zu stärken.

Investitionsmittel für Neu- und Ausbau sinken im Regierungsentwurf
Der Regierungsentwurf lässt insgesamt nach Einschätzung der acht Verbände den politischen Willen vermissen, der umweltfreundlichen Schiene Vorfahrt im deutschen Verkehrssektor einzuräumen. So summieren sich die Ausgaben für Bundesfernstraßen in der Haushaltsplanung für 2020 auf 10,8 Milliarden Euro. Für die Bundesschienenwege sind nach aktuellem Stand 6,8 Milliarden Euro vorgesehen. Nötig ist jedoch mittelfristig ein zweistelliger Milliardenbetrag.

Als ein Beispiel für den dringenden Nachbesserungsbedarf in der Haushaltsplanung nennen die Bahnverbände den Kabinettsbeschluss, mit dem die ohnehin zu niedrigen Investitionsmittel für den Neu- und Ausbau der Schienenwege von 1,64 Milliarden Euro (Plan 2019) auf 1,52 Milliarden Euro (Plan 2020) sinken. Völlig unzureichend sind zudem die Ansätze für die Förderung der digitalen Schiene. So sind im Haushaltsplan für 2020 gerade 207 Millionen Euro für die Förderung des Europäischen Zugsicherungssystems ETCS vorgesehen, das die Betriebsabläufe europaweit mit digitaler Signaltechnik vereinfachen soll. Die tatsächlichen Kosten für die Umrüstung auf das moderne ETCS-System belaufen sich nach Branchenberechnungen allein bei den Lokomotiven und Triebwagen auf vier Milliarden Euro bis 2030. Auch die Mittel für die Elektrifizierung der Schiene sind viel zu gering, um das von der Bundesregierung selbst gesteckte Ziel bis zum Jahr 2025 zu erreichen.

Bund muss Grundlagenforschung und Innovationen stärker fördern
Noch immer auf sich warten lässt eine angemessene finanzielle Ausstattung des bereits 2017 angekündigten „Bundesprogramms Zukunft Schienengüterverkehr“ zur Erprobung und Markteinführung von Innovationen, das ursprünglich mit 100 Millionen Euro jährlich dotiert sein sollte und für das im kommenden Jahr nur 20 Millionen Euro vorgesehen sind. Auch bei der Grundlagenforschung für den gesamten Bahnsektor muss das Tempo deutlich erhöht werden: Zwar wurde 2019 das Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung geschaffen. Ohne eine adäquate Finanzierung und Ausstattung kann es aber weder Forschungsprojekte anstoßen noch Innovationen im Schienenbereich fördern.

Viele Förderprogramme leiden an zu viel Bürokratie
Handeln muss der Gesetzgeber zudem beim Planungsrecht. Hier erwarten die Verbände vom Bundestag eine Entbürokratisierung und Vereinfachung, um den Mittelabfluss zu beschleunigen. Das Gleiche gilt für zahleiche Förderprogramme, die mit einem so hohen bürokratischen Aufwand und so hohen Risiken für Unternehmen verbunden sind, dass sie nicht in Anspruch genommen werden können. Bei der Förderung von Gleisanschlüssen etwa scheitern viele Unternehmen an den komplexen, zwischen Bund und Ländern nicht harmonisierten Regularien für Bau und Betrieb. Zu umfangreiche und unterschiedliche staatliche Vorgaben verteuern häufig den Betrieb und führen im Einzelfall sogar zum Verzicht beziehungsweise zur Stilllegung eines Gleisanschlusses.

Mehr Infos unter:

 

Pressekontakte:

Allianz pro Schiene: Markus Sievers, markus.sievers@allianz-pro-schiene.de, 030 2462599-20

BAG-SPNV: Renate Bader, bader@bag-spnv.de, (0)152 51 07 08 68

mofair: Dr. Matthias Stoffregen, matthias.stoffregen@mofair.de, 0160 96 90 61 43

NEE: Peter Westenberger, westenberger@netzwerk-bahnen.de, 0170 485 486 4

VCD: Lisa Feitsch, lisa.feitsch@vcd.org, 030 280351-18

VDB: Pauline Maître, maitre@bahnindustrie.info, 030 206289 60

VDV: Lars Wagner, wagner@vdv.de, 030 39993214

VPI: Kerstin Domscheit, presse@vpihamburg.de, 040 41912670

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news-3485 Wed, 11 Sep 2019 11:32:00 +0200 Echter Klimaschutz im Luftverkehr ist überfällig http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/echter-klimaschutz-im-luftverkehr-ist-ueberfaellig/ Umweltverbände legen Forderungspapier zum Flugverkehr vor - Gemeinsame Pressemitteilung -

Berlin, 11.09.2019. Mit Blick auf die Sitzung des Klimakabinetts der Bundesregierung am 20. September haben sechs Umweltverbände einen klimapolitischen Forderungskatalog zum Flugverkehr vorgelegt. „Der Luftverkehr darf sich nicht mehr aus der Verantwortung stehlen, sondern muss endlich seinen angemessenen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so die Umweltorganisationen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), Germanwatch, ökologischer Verkehrsclub VCD, WWF Deutschland sowie der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) in ihrem gemeinsamen Papier.

Als Sofortmaßnahmen fordern die Verbände von der Bundesregierung unter anderem eine Erhöhung der Luftverkehrsteuer insbesondere für Ultrakurzstreckenflüge bis 600 Kilometer bei gleichzeitiger Abschaffung der Einnahmenobergrenze von 1 Milliarde Euro sowie eine Verbesserung des Emissionshandels durch vollständige Auktionierung der Zertifikate für die Luftfahrt. Darüber hinaus setzen sie sich für ein Markteinführungsprogramm für synthetische Kraftstoffe mit Nachhaltigkeitskriterien und nachgewiesener CO2-Reduktion sowie eine deutliche Verlagerung des Flugverkehrs auf die Schiene ein.

„Der Hauptgrund für das Luftverkehrswachstum sind Subventionen und Steuerbefreiungen, die den Luftverkehr gegenüber der Bahn massiv privilegieren. Das ist klimapolitisch unverantwortlich, marktverzerrend und sozial ungerecht, weil Fliegen eher ein Mittel- und Oberschichtenphänomen ist“, so die Verbände. Die Bundesregierung müsse dafür sorgen, dass innerdeutsche Flüge spätestens 2030 der Vergangenheit angehören.

Nach Überzeugung der Verbände muss auch Kerosin endlich besteuert werden. „Es kann nicht sein, dass ausgerechnet der umweltschädlichste Verkehrsträger nicht besteuert wird, angefangen von der Steuerfreiheit auf Kerosin bis hin zur fehlenden Mehrwertsteuer auf Flugtickets ins Ausland“, so die Position der Verbände. Die Einführung einer Kerosin- oder CO2-Steuer zusammen mit Nachbarstaaten durch Einführung und schrittweise Anhebung des europäischen Energiesteuer-Mindestsatz von 33 Eurocent/Liter auf mindestens 65 Cent wäre zusammen mit Nachbarstaaten auch kurzfristig möglich

Das Verbändepapier „Klimapolitische Forderungen zum Flugverkehr“ ist unter www.dnr.de erhältlich.

 

Für Rückfragen:

BUND: Dr. Werner Reh, Stellvertretender Sprecher BUND-AK Verkehr, Tel. 0176-45719292, rehwerner2@gmail.com

BVF: Carl Ahlgrimm, Vorsitzender, Tel. 0157-58075840, geschaeftsstelle@fluglaerm.de

DNR: Florian Schöne, Politischer Geschäftsführer, Tel. 030-6781775-99, florian.schoene@dnr.de

Germanwatch: Oldag Caspar, Teamleiter Deutsche und Europäische Klimapolitik, Tel. 030-2888356-85, caspar@germanwatch.org

VCD: Michael Müller-Görnert, Verkehrspolitischer Sprecher, Tel. 030-280351-19, michael.mueller-goernert@vcd.org

WWF: Juliette de Grandpré, Senior Advisor Klimaschutz- und Energiepolitik, Tel. 030-311777-213, juliette.degrandpre@wwf.de

 

 

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news-3484 Mon, 09 Sep 2019 11:10:05 +0200 Gemeinsame Pressemitteilung des Bündnisses #aussteigen: Verkehrswende jetzt! http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/gemeinsame-pressemitteilung-des-buendnisses-aussteigen-verkehrswende-jetzt/ Anlässlich der IAA ruft ein Bündnis aus Umweltverbänden, ökologischen Verkehrsverbänden und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen zur Teilnahme an einer Großveranstaltung am Samstag, dem 14. September auf. Zur Kundgebung, Fußdemo und Fahrrad-Sternfahrt bringt das Bündnis Menschen zum Thema Verkehrswende und Klimaschutz aus ganz Deutschland nach Frankfurt. Das Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen erwartet dazu mehrere tausend Teilnehmende. Wer die Berichterstattung über die Klimakrise in diesem Sommer verfolgt hat, kann aufgrund dieser besorgniserregenden Entwicklung nicht länger die Augen verschließen. Waldbrände, Gletscherschmelze und Hitzerekorde, all dies sind Auswirkungen einer globalen Erderhitzung. Der deutsche Verkehrssektor ist maßgeblich daran beteiligt, die Klimakrise zu verschärfen, denn der CO2-Ausstoß im Verkehr ist seit 1990 nicht gesunken, sondern steigt sogar noch weiter an. Trotz Dieselskandal und stetig wachsenden Klimaprotesten stellt die IAA (Internationale Automobilausstellung) immer größere Geländewagen und Autos im Premiumsegment zur Schau.

Heute hat ein Trägerkreis bestehend aus ADFC, BUND, Campact, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace, NaturFreunde Deutschlands und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf seiner Pressekonferenz seine Forderungen für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor, saubere Luft, sowie für klimagerechte Mobilität vorgestellt und zugleich Einblick in die bevorstehende Großdemonstration gegeben.

Am Samstag werden in Frankfurt Tausende zu Fuß und auf dem Fahrrad für eine Verkehrswende jetzt! protestieren, weil Bundesregierung und Autolobby einfach keinen wirksamen Klimaschutz hinbekommen“, sagt Uwe Hiksch, Mitglied des Bundesvorstands der NaturFreunde Deutschlands und Anmelder der Demonstration. „Wir fordern von der Bundesregierung noch in diesem Jahr ein Klimaschutzgesetz, mit dem Deutschland das 1,5-Grad-Ziel einhalten kann.

Daher müssten die deutschen Autohersteller eine umgehende Transformation mit dem Fokus auf batterieelektrische Fahrzeuge vollziehen und laufende Entwicklungen angekündigter weiterer SUVs oder sonstiger Verbrenner-Modelle beenden. Mit ihrer aktuellen Politik hat die deutsche Autoindustrie keine Überlebenschance. Um die krankmachende Luft in deutschen Städten sauberer zu bekommen, muss die Industrie außerdem zur Hardware-Nachrüstung aller manipulierter Dieselfahrzeuge verpflichtet werden.

"Vier Jahre ist der Diesel-Skandals alt, 11 Millionen Diesel-Käufer wurden von BMW, Daimler, VW und Co. betrogen. Die Konzern-Spitzen müssen bei der IAA-Eröffnung zusagen, dass sie die Kosten für die Hardware-Nachrüstungen übernehmen;" sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Doch eine echte Verkehrswende erfordert weit mehr, als den Schadstoffausstoß von Verbrennungsmotoren zu minimieren oder sie durch Elektroantriebe zu ersetzen. Denn die hoch motorisierten und immer größer dimensionierten SUV ruinieren auch das Verkehrsklima und mindern die Lebensqualität in unseren Städten.

“Mit ihren spritschluckenden SUVs zeigen die Autobosse zukünftigen Generationen und lebenswerten Städten den Mittelfinger. Wollen die Hersteller nicht länger ein großer Teil des Problems bleiben, müssen sie schleunigst auf kleine, leichte, geteilte E-Autos setzen und Mobilität als Dienstleistung begreifen”, sagt Marion Tiemann, Verkehrsexpertin von Greenpeace.

Dagegen bedeutet der hohe und immer noch wachsende Fahrzeugbestand, dass sowohl fahrende als auch parkende Autos riesige Flächen in unseren Städten verschlingen. Wohnraum und Grünflächen sind heute und morgen aber viel wichtiger als Autoparkplätze. Radverkehr, Fußverkehr und ÖPNV brauchen viel mehr Platz und dürfen nicht länger vom alles dominierenden Autoverkehr an den Rand gedrängt werden – einem Verkehrsmittel mit miserabler Effizienz:

"In Deutschland sind 50 Prozent aller Autofahrten unter fünf Kilometer lang. Die Folgen sind zugeparkte Städte, kranke Menschen und die Zerstörung des Klimas. Ein Verkehrssystem mit dem Fahrrad im Mittelpunkt muss diese Autofahrten und Autos überflüssig machen", erläutert Ludger Koopmann, stellvertretender Bundesvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC).

Der Trägerkreis der #aussteigen-Demo fordert daher Vorrang für den Rad- und Fußverkehr sowie den massiven Ausbau von Bus und Bahn. Solange SUVs statt kleiner Elektromobile das Bild bestimmen, bleibt der Autoverkehr das Sorgenkind des Klimaschutzes.

Ernst-Christoph Stolper, stellvertretender Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND): "Deutsche Hersteller haben seit Jahrzehnten die CO2-Minderung im Verkehr hintertrieben und wundern sich jetzt, dass sie den Anschluss verloren haben. Das Auto muss sich zukünftig einfügen in eine Vorrangpolitik für Schiene und ÖPNV sowie Fuß- und Radverkehr."

Dazu ergänzt Gerald Neubauer, Campaigner von Campact: “Die Klimabewegung ist so stark wie nie, und jetzt knöpfen wir uns die Autoindustrie vor.”

Um klimaschädliche Emissionen zu verringern und das Verkehrsklima sowie die Sicherheit zu verbessern, sind außerdem Tempolimits für den Autoverkehr ein Gebot der Vernunft: Innerstädtisch sollen in der Regel 30 km/h die Höchstgeschwindigkeit sein, außerhalb geschlossener Ortschaften 80 km/h und auf Autobahnen 120 km/h.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD sagt dazu: „Wir müssen die Zahl der Autos reduzieren. Damit die Menschen wirklich umsteigen, braucht es ein attraktives Bus- und Bahnangebot sowie sichere Fuß- und Radwege. Und wir brauchen einen CO2- Preis, um klimaschonende Mobilität zu belohnen. 
 

Alle Informationen zur Demonstration, Fahrrad-Sternfahrt und Abschlusskundgebung unter:

www.iaa-demo.de

Pressekontakte:

ADFC: Torsten Willner, mobil: 0179 – 9449346, torsten.willner@adfc-hessen.de

BUND: Judith Freund, Tel. 030 27 586 - 497, mobil: 0176 - 47684164 presse@bund.net

Campact: Olga Perov, Tel. 04231 957 590 (auch mobil), perov@campact.de

DUH: Ann-Kathrin Marggraf, Tel 030 2400 867 - 21, presse@duh.de

Greenpeace: Gregor Kessler, Tel. 0151 - 72702918, gregor.kessler@greenpeace.de

NaturFreunde: Samuel Lehmberg, Tel. 030 29 77 32 65, presse@naturfreunde.de

VCD: Franziska Fischer, Tel. 030 280 351 - 12, mobil: 0171 - 605 24 09, Franziska.Fischer@vcd.org

VCD Hessen: Heiko Nickel, mobil: 0151 - 20153300, landespolitik@vcd-hessen.de

Das Bündnis dankt

seinen unterstützenden Organisationen:

ADFC Hessen, Attac, BUND Hessen, BUND Jugend, Bergwald Projekt, Changing Cities, Fuß e.V., Greenpeace Frankfurt, Klima- und Umweltbündnis Stuttgart, NABU Frankfurt, NaturFreunde Hessen, Powershift, Umweltinstitut München, VCD Hessen, Volksinitiative Aufbruch Fahrrad

seinen unterstützenden Parteien:

Bündnis90 /Die Grünen, Grüne Jugend, DIE LINKE im Römer, Bündnis90/Die Grünen in Frankfurt, Piratenpartei, Ökologische Plattform

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news-3483 Mon, 09 Sep 2019 10:45:47 +0200 VCD: Luxus-SUVs statt effiziente E-Autos auf der IAA http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-luxus-suvs-statt-effiziente-e-autos-auf-der-iaa/ Automobilindustrie bleibt hinter den Erwartungen im Bereich Elektromobilität zurück. VCD-Autoexperte Michael Müller-Görnert steht vor Ort für Interviews zur Verfügung. Berlin, 06. September 2019. Kommende Woche startet die diesjährige Internationale Automobilausstellung (IAA) unter dem Motto „Driving Tomorrow“. Für den VCD ist klar: die Zukunft fährt emissionsfrei. Die Industrie habe wichtige Weichenstellungen hin zur Elektromobilität viel zu lange verschlafen. Auch in diesem Jahr nehmen große Luxus-SUVs und schwere Spritschlucker einen großen Raum ein. Dabei müsste die IAA zeigen, was sie im Bereich kleiner, effizienter E-Autos zu bieten hat.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, steht am ersten Pressetag, dem 10.09. für Interviews direkt von der IAA zur Verfügung.

Die neue VCD Auto-Umweltliste 2019/2020
Der VCD hat pünktlich zur IAA die neue VCD Auto-Umweltliste 2019/2020 veröffentlicht. Um in Zeiten der Klimakrise ein Zeichen zu setzen, stellt er darin erstmals nur Elektrofahrzeuge vor. Die wichtigsten Ergebnisse sowie die komplette VCD Auto-Umweltliste 2019/2020 zum Download finden Sie unter: www.vcd.org/auli2019


Pressekontakt:
Anne Fröhlich, VCD-Pressevolontärin • Telefon 030/280351-59 • presse@vcd.orgwww.vcd.org  • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3481 Wed, 04 Sep 2019 09:01:55 +0200 VCD Auto-Umweltliste 2019/2020 Unter Strom: Elektroautos – Fakten und Perspektiven http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-auto-umweltliste-20192020-unter-strom-elektroautos-fakten-und-perspektiven/ Autokauf in Zeiten der Klimakrise: VCD nimmt erstmals nur E-Autos unter die Lupe. Insgesamt 19 Stromer erfüllen die ökologischen Anforderungen des VCD. Fakten und Analysen zum Stand der E-Mobilität: E-Autos fahren schon heute klimaschonender als Benziner und Diesel. CO2-Gesetzgebung sorgt ab 2020 für mehr Schub und neue E-Modelle. Berlin, 4. September 2019. Der ökologische Verkehrsclub VCD hat für die Auto-Umweltliste 2019/2020 „Unter Strom: Elektroautos – Fakten und Perspektiven“ zum ersten Mal ausschließlich Elektroautos überprüft. E-Autos sind ein wichtiger Baustein für die klimaneutrale Mobilität der Zukunft: Ein Kompromiss für alle, die umweltschonend unterwegs sein wollen, aber auf ein Auto angewiesen sind. Insgesamt 19 Elektroautos erfüllen die ökologischen Mindestkriterien des VCD.

Die diesjährige VCD Auto-Umweltliste enthält 16 reine Elektroautos und drei Plug-In-Hybride. Zu den empfehlenswerten Elektrofahrzeugen von deutschen Herstellern gehören der BMW i3, der smart als Zwei- oder Viersitzer sowie der VW e-Golf. Daneben komplettieren Elektromodelle von Hyundai, Kia, Nissan, Renault und Toyota die Liste. Große und schwere Wagen mit E-Antrieb sind nicht dabei.

Kerstin Haarmann, VCD-Bundesvorsitzende: „Auch das E-Auto ist nicht klimaneutral. Wir brauchen aber auch zukünftig Mobilität für Menschen – nachhaltig, bezahlbar und sozial. Wenn wir die Klimaziele einhalten wollen, müssen wir so schnell wie möglich raus aus dem Verbrennungsmotor und hin zu emissionsfreien Antrieben. Diese Entwicklung haben die Hersteller viel zu lange hinausgezögert.“

Die Analyse für die diesjährige VCD Auto-Umweltliste hat ergeben: Deutschland hat noch Nachholbedarf bei Elektroautos. So fahren aktuell lediglich 200.000 Autos mit E-Antrieb auf deutschen Straßen – bei 47 Millionen Pkw insgesamt.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Andere Länder sind bei der Elektromobilität schon sehr viel weiter. In Norwegen fährt bereits mehr als jedes zweite neue Auto mit Strom, in den Niederlanden jedes zehnte. Dort begünstigen hohe, nach CO2 gestaffelte Steuern für Benziner und Diesel das Elektroauto. Die Bundesregierung muss jetzt die Weichen stellen, damit Elektroautos auch hierzulande in Fahrt kommen.“

Die Liste liefert kein Ranking der besten E-Autos. Eine Bewertung auf Modellebene ist mangels Daten zur Batterieproduktion nicht möglich. Audi sowie PSA mit den Konzernmarken Citroen, DS, Peugeot und Opel haben ihre Teilnahme ganz abgesagt. Auch Tesla konnte keine Werte für sein Model 3 liefern.

„Die Ergebnisse unserer Datenabfrage sind ernüchternd. Für viele Elektromodelle liegen aktuell keine Daten vor, Kaufinteressenten werden teilweise mit Lieferzeiten von bis zu einem Jahr abgeschreckt“, sagte Müller-Görnert. „In diesem Jahr können wir deshalb nur wenige Modelle empfehlen. Für 2020 haben die Hersteller aber eine regelrechte Modelloffensive angekündigt, die könnte den Durchbruch für das E-Auto bringen. Ärgerlich nur, dass die Konzerne nicht aus Einsicht handeln, sondern nur auf Druck. Wir wissen seit Jahren, was auf dem Spiel steht, und brauchen die Verkehrswende sofort. Nur auf Absatzmärkte und fette Gewinne zu schauen, damit muss endlich Schluss sein.“

Ein wesentlicher Grund für die E-Offensive: Ab dem nächsten Jahr gelten EU-weit schärfere CO2-Grenzwerte. Neuwagen dürfen dann im Schnitt nicht mehr als 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen, sonst werden saftige Strafzahlungen fällig. Und Elektroautos werden als Nullemissionsfahrzeuge in der CO2-Bilanz des Unternehmens doppelt angerechnet. Die Analyse des VCD zeigt: Auf den kompletten Lebenszyklus gerechnet sind E-Autos schon heute sauberer als Verbrenner. Je höher der Anteil von regenerativen Energien im Ladestrom und bei der Batterieproduktion, desto besser die Klima-Gesamtbilanz.

„Am besten schneiden E-Autos im städtischen Einsatz ab. Dort verbrauchen sie wenig Strom und sind mit kleinerer Batterie im Durchschnitt schon nach knapp 40.000 Kilometern Fahrleistung klimaschonender unterwegs als ein vergleichbarer Benziner“, so Müller-Görnert. „Ideal genutzt sind sie in städtischen Flotten, bei Lieferdiensten und Taxiunternehmen oder im Sharing-Betrieb. Große und schwere E-SUVs sowie die meisten Plug-In-Hybride sind dagegen kein Teil der Lösung, sondern eine Mogelpackung. Sie sind reine Energiefresser und haben aufgrund größerer Batterien eine miserable Umweltbilanz.“

Damit E-Mobilität sich wirklich durchsetzt, braucht es bessere Rahmenbedingungen für E-Autos: einen einheitlichen Zugang sowie Tarifgestaltung an der Ladesäule, eine Änderung des Baurechts für das Laden in Tiefgaragen oder Mehrfamilienhäusern, sowie eine CO2-Besteuerung im Verkehr. Von ihr würden Fahrer von E-Autos in hohem Maße profitieren. Das E-Auto braucht die Energiewende, daher muss der Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigt werden.

Mehr Informationen:
Die vollständige VCD Auto-Umweltliste 2019/2020 zum Download unter: www.vcd.org/auli2019

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher • Telefon 030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw. Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3480 Thu, 08 Aug 2019 15:19:53 +0200 Zum Schulanfang: Drei Tipps, wie Kinder sicher zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten kommen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/zum-schulanfang-drei-tipps-wie-kinder-sicher-zu-fuss-zur-schule-und-zum-kindergarten-kommen/ „Mitmachen und Elterntaxi stehen lassen!“ - Das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD rufen zum Schulbeginn alle Kinder dazu auf, den Schulweg möglichst zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad zurückzulegen. Gemeinsame Pressemitteilung von VCD und Deutschem Kinderhilfswerk e.V.

Berlin, 09.08.2019. Fast die Hälfte aller Grundschulkinder in Deutschland wird mit dem Auto zur Schule gefahren. Laut der Studie „Mobilität in Deutschland“ von 2017 sind es 43 Prozent. Nur rund ein Drittel der Kinder geht zu Fuß, 13 Prozent kommen mit dem Fahrrad und 10 Prozent mit dem Bus. Laufen Kinder schon morgens zu Fuß zur Schule oder zum Kindergarten, fördert dies ihre körperliche und geistige Entwicklung. Die Kinder lernen dabei, sich selbstständig und sicher im Verkehr zu bewegen. Aktive Kinder sind den Tag über entspannter und können sich besser konzentrieren. Gerade zum Schulstart der Erstklässler ist es wichtig, die Kinder von Anfang an in ihrer Eigenständigkeit zu unterstützen und ab Schulbeginn mit ihnen sichere Wege zu Schule und Kita zu Fuß einzuüben.

Das Deutsche Kinderhilfswerk und der VCD geben Eltern, Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrkräften drei Tipps, wie Kinder sicher ohne Elterntaxi zur Schule und zum Kindergarten gelangen können.

Tipp 1: Laufgemeinschaften bilden

Für den Weg zur Schule können Eltern oder auch Kinder selbst sogenannte Laufbusse organisieren. Hierbei werden an unterschiedlichen Stellen vor Ort Haltestellen vereinbart, an denen sich die Kinder aus der Nachbarschaft verabreden, um von dort aus gemeinsam zur Schule zu gehen. Kinder, die zusammen mit Freunden den Schulweg zurücklegen, lernen, auf andere aufzupassen. Ihr soziales Verhalten wird gefördert und sie können auf dem Weg zur Schule Freundschaften pflegen oder schließen.

Tipp 2: Roller- und Fahrradständer bauen

Ist der Schulweg zu lang zum Laufen, sind Tretroller oder Fahrräder eine gute Alternative. Roller- und Fahrradständer vor Schulen und Kitas helfen den Kindern, ihre Fortbewegungsmittel sicher und ordentlich abzuschließen. Dabei lernen sie außerdem, sich eigenverantwortlich um ihre Roller und Fahrräder zu kümmern. Zunächst sollten Eltern den Kontakt mit der Schulleitung aufnehmen, um den Bedarf abzuklären. Ist dieser geregelt, ist es oft hilfreich, wenn sich die Schulleitung oder eine Gruppe von Eltern um einen lokalen Sponsor bemüht. Gemeinsam kann Material angeschafft und die Montage vorgenommen werden.

Tipp 3: Schulstraßen beantragen

Um die unübersichtlichen und gefährlichen Situationen durch Elterntaxis vor Schulen und Kitas in den Griff zu bekommen, haben Eltern die Möglichkeit, einen Brief an ihre Schulleitung zu schreiben. Schulleitungen können sich wiederum an die Kommunen wenden und diese dazu auffordern, die Straße vor der Schule oder Kita als Schulstraße mit temporären Durchfahrtsbeschränkungen auszuweisen, wenn es die Lage der Schule erlaubt. Das Deutsche Kinderhilfswerk und der VCD unterstützen die Eltern sowie die Schulleitung mit jeweils einer Briefvorlage. Beide können online unter www.zu-fuss-zur-schule.de/Briefvorlagen_Schulstrasse.pdf heruntergeladen werden.

Stephanie Päßler, VCD-Projektleitung „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“: „Viele Eltern fahren ihre Kinder mit dem Auto direkt bis vor das Schultor oder die Kita, damit sie sicher ankommen. Doch gerade diese Elterntaxis machen den Schulweg gefährlicher und sorgen vor vielen Schulen und Kitas für Chaos. Sind weniger Autos unterwegs, werden die Straßen sicherer und die Luft vor den Schulen wird besser. Mit unseren Tipps möchten wir Eltern und Schulen unterstützen, damit Kinder auch zu Fuß oder mit dem Rad oder Roller sicher und selbstständig zur Schule und zum Kindergarten kommen."

Claudia Neumann, Expertin für Spiel und Bewegung des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Ein eigenständig zurückgelegter Schulweg sorgt für mehr Bewegung im Alltag der Kinder, bringt Spaß, fördert die Selbstständigkeit und ist zudem gut für die Umwelt. Um das Elterntaxi überflüssig zu machen, greifen wir Eltern und Schulen gern mit konkreten Anregungen für die praktische Umsetzung vor Ort unter die Arme. Außerdem geben wir Handlungsempfehlungen, um das grundsätzliche Elterntaxiproblem mit Hilfe von Politik und Verwaltung nachhaltig zu lösen.“

Unter dem Motto „Mitmachen und Elterntaxi stehenlassen!“ rufen das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD vom 16. bis 27. September 2019 Schulen und Kindertageseinrichtungen in ganz Deutschland zu den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ auf. Im letzten Jahr hatten rund 80.000 Kinder aus mehr als 3.500 Schulklassen in ganz Deutschland mitgemacht. Wer auch in diesem Jahr während der Aktionstage zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller zur Schule oder Kindertagesstätte kommt oder kommen möchte, kann sich unter www.zu-fuss-zur-schule.de anmelden. Auf der Webseite können auch Aktions- und Spielideen eingesehen, die konkreten Tipps heruntergeladen sowie Materialien bestellt werden. Zudem nehmen alle bis Ende August online registrierten Projekte an einem Ideenwettbewerb teil, bei dem es tolle Preise zu gewinnen gibt.

Weitere Informationen:
Aktionstage „Zu Fuß zur Schule“: www.zu-fuss-zur-schule.de
Weitere Tipps für den sicheren Schulweg: www.vcd.org/sicher-zur-schule.html

Pressekontakt:
Lisa Feitsch, VCD-Pressereferentin • Tel.: 030-280351-18 • Mail: presse@vcd.org • Internet: www.vcd.org • Twitter: @VCDeV 

Uwe Kamp, Pressesprecher des Deutschen Kinderhilfswerkes • Tel.: 030-308693-11 • Mobil: 0160-6373155 • Mail: presse@dkhw.de • Internet: www.dkhw.de und www.facebook.com/dkhw.de • Twitter: @DKHW_de

Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen!

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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news-3471 Mon, 29 Jul 2019 12:03:00 +0200 „Mehrwertsteuer im Bahnverkehr senken ist überfällig“ http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/mehrwertsteuer-im-bahnverkehr-senken-ist-ueberfaellig/ Der VCD begrüßt den Vorschlag des CSU-Vorsitzenden Markus Söder, die Mehrwertsteuer im Bahnfernverkehr zu senken.
VCD-Bahnexperte Philipp Kosok: „Da zunehmend positive Signale aus der Bundespolitik kommen, die Mehrwertsteuer im Bahnverkehr zu senken, erwarte ich eine Umsetzung noch in diesem Jahr. Die Deutsche Bahn hat ankündigt, dass die Einsparungen den Fahrgästen zugutekommen sollen, deshalb können Bahnkunden sich vermutlich auf niedrigere Ticketpreise freuen. Die Bahnunternehmen wären aber gut beraten, einen Teil der gesparten Abgaben in zusätzliche Züge und Personal zu investieren. Das Angebot auf der Schiene muss deutlich ausgeweitet werden.“
Um mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern, sollte nach Ansicht des VCD zudem eine Mehrwertsteuer auf internationale Flugtickets eingeführt werden. So könnten die Steuerausfälle durch die billigeren Bahntickets kompensiert werden.

Pressekontakt:
Philipp Kosok, VCD-Bahnexperte • Telefon 030/280351-36 • philipp.kosok@vcd.org bzw. VCD-Pressesprecherin Franziska Fischer • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3470 Thu, 18 Jul 2019 10:05:00 +0200 VCD fordert Klimakabinett zu entschlossenem Handeln auf: CO2-Steuer muss kommen – auch im Flugverkehr http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-fordert-klimakabinett-zu-entschlossenem-handeln-auf-co2-steuer-muss-kommen-auch-im-flugverkeh/ Die Bundesregierung muss angesichts der Klimakrise die Verkehrswende endlich konsequent in Angriff nehmen. Ohne Einführung einer CO2-Steuer wird Deutschland seine Klimaziele bis 2030 nicht erreichen. Auch der Flugverkehr muss in die Pflicht genommen werden.
Berlin, 18. Juli 2019. Vor der heutigen Sitzung des Klimakabinetts fordert der ökologische Verkehrsclub VCD dazu auf, die jüngsten Regierungsgutachten ernst zu nehmen und umzusetzen. Dabei ist aus Sicht des VCD eine CO2-Steuer einer Ausweitung des Emissionshandels vorzuziehen, denn sie ist sofort umsetzbar und die Zeit drängt.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD: „Jetzt darf sich niemand mehr mit leeren Floskeln aus der Verantwortung stehlen. Die Zeit der Ausflüchte ist vorbei. Wer die Beschlüsse des Pariser Klimaabkommens ernst nimmt, muss jetzt handeln. CO2 ist ein Klimakiller, und ein wichtiges Element einer neuen Klimapolitik muss die Einführung einer CO2-Steuer sein.“

Vor allem im Mobilitätsbereich hinkt Deutschland beim Erreichen seiner Klimaschutzziele massiv hinterher. Aktuell liegen die CO2-Emissionen im Verkehr mehr als drei Prozent über dem Ausgangswert von 1990. Der Grund: Gestiegene Fahrleistungen sowie der Trend zu größeren Autos. Eine CO2-Steuer muss deshalb aus Sicht des VCD so gestaltet sein, dass sie zu grundlegenden und nachhaltigen Änderungen im Verkehrsverhalten führt. Ein sozialer Ausgleich kann über eine Klimaprämie hergestellt werden, die an alle Bürger in gleicher Höhe ausgezahlt wird. Um Planungssicherheit zu garantieren, müssten CO2-Steuer und Klimaprämie jährlich angehoben werden.

Michael Müller-Görnert: „Die Gegner einer CO2-Steuer versuchen, ökologische und soziale Gerechtigkeit gegeneinander auszuspielen, aber das ist falsch! Wir müssen erreichen, dass klimaverträgliche Mobilität belohnt wird. Wer viel mit großen Spritschluckern unterwegs ist, sollte mehr bezahlen. Wer viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad fährt, oder als Pendler ein E-Auto benutzt, sollte profitieren.“

Darüber hinaus begrüßt der VCD den Vorstoß von Bundesumweltministerin Svenja Schulze, auch den ungebremst wachsenden Flugverkehr stärker in die Pflicht zu nehmen. Kerosin muss endlich besteuert werden. Bis es soweit ist, sollte die bestehende Luftverkehrsteuer erhöht werden. Um den Ausstoß von Kohlendioxid wirksam zu reduzieren, müssen aber auch andere Maßnahmen in Angriff genommen werden, darunter ein generelles Tempolimit auf Autobahnen.
 

Pressekontakt:
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org  • Twitter: @VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3468 Tue, 16 Jul 2019 10:05:00 +0200 Per E-Scooter unterwegs: Gut versichert mit dem VCD http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/per-e-scooter-unterwegs-gut-versichert-mit-dem-vcd/ E-Scooter können eine umweltfreundliche Alternative sein, um in der Stadt mobil zu sein. Einen Monat nach ihrer Zulassung gibt es aber auch viel Kritik an den elektrisch betriebenen Tretrollern und erste schwere Unfälle. Die VCD Service GmbH bietet neben bedarfsgerechten Unfallversicherungen nun auch eine spezielle Haftpflichtversicherung für E-Scooter an.
Berlin, 16. Juli 2019. Damit Sie sicher mit dem E-Scooter unterwegs sind, sollten Sie gut auf andere Verkehrsteilnehmer achten und einzeln hintereinander fahren. Zu zweit auf einem Roller fahren ist nicht erlaubt. Wer mit dem eigenen E-Scooter unterwegs ist braucht in jedem Fall eine Haftpflichtversicherung. Die VCD Service GmbH und ihr Partner „Die Bayerische“ bieten auf Wunsch auch Teilkasko-Schutz an. Um für den Verkehr zugelassen zu sein, müssen E-Scooter eine amtliche Betriebserlaubnis sowie eine Brems- und Lichtanlage haben. Eine Führerscheinpflicht besteht nicht. E-Scooter dürfen ab 14 Jahren genutzt werden, allerdings nicht auf Gehwegen.  

Vorteile der E-Scooter-Versicherung

  • Günstige Prämie: Haftpflichtversicherung ab 30,75 Euro pro Jahr.
  • Jahresprämie mit Teilkasko-Versicherung: ab 61,65 Euro. So sind Sie gegen Diebstahl von Fahrzeugteilen versichert. In der Teilkasko gilt pro Schadenfall ein Selbstbehalt von 150 Euro.
  • Ihr neues Kennzeichen erhalten Sie ganz einfach online, es ist immer bis Ende Februar gültig. Deswegen wird auch die Versicherungsprämie immer bis Ende Februar berechnet.    

Mehr Informationen und Antrag zum Download auf: https://www.vcd-service.de/die-produktpalette/e-scooter-versicherung/produkt/

Sicher unterwegs mit dem E-Scooter: Alle Fragen und Antworten im VCD Verkehrswende Blog: https://www.vcd.org/startseite/newsroom-uebersicht/vcd-verkehrswende-blog/fragen-und-antworten-rund-um-e-scooter/


Pressekontakt:
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org  • Twitter: @VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3467 Fri, 12 Jul 2019 18:34:41 +0200 Parkplatz als Bühne: VCD veranstaltet kleinstes Kulturfest Berlins auf zwölf Quadratmetern http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/parkplatz-als-buehne-vcd-veranstaltet-kleinstes-kulturfest-berlins-auf-zwoelf-quadratmetern/ Mit Musik, Diskussion und Theater auf besetztem Pkw-Parkplatz in Berlin fordert der ökologische Verkehrsclub VCD eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung und mehr Freiraum für Bürger statt Parkraum für Autos. Berlin, 13.07.2019. Rund zwölf Quadratmeter beansprucht ein parkendes Auto im öffentlichen Raum – und das im Durchschnitt 23 Stunden täglich. Statt Fläche zum Entspannen und für Austausch zu bieten, reiht sich dort ein Pkw an den anderen. Der ökologische Verkehrsclub VCD veranstaltete heute das kleinste Kulturfest Berlins „12qmKultur“ und zeigte: Öffentliche Flächen können auch anders genutzt werden als nur für parkende Autos. Von 14 bis 20 Uhr lud der VCD im Berliner Kollwitzkiez Anwohner auf einem besetzten Parkplatz dazu ein, gemeinsam zu Swing der 30er-Jahre zu tanzen, sich beim Varieté-Theater zu amüsieren und sich von einer Lesung inspirieren zu lassen.

Ole Kamm, Projektleiter „Lebenswerte Städte“ beim VCD: „Wir fordern Freiraum für Anwohner statt Parkplätze für Autos. Parkende Autos zerschneiden den öffentlichen Raum, schaffen gefährliche Situationen für Fußgänger und Radfahrer und verschärfen den Platzmangel in den Städten. Mit 12qmKultur möchte der VCD zeigen: Der öffentliche Raum kann sinnvoller genutzt werden als für parkende Autos – zum Beispiel als Ort, um Nachbarn zu begegnen, sich kennenzulernen und auszutauschen.“

Der VCD fordert von der Bundesregierung, die im Straßenrecht verankerte Parklogik umzukehren. Die Straßenfläche stünde dann vorrangig Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung. Das Parken von Autos im öffentlichen Raum wäre nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt. Derzeit ist eine Reform der Straßenverkehrsordnung (StVO) geplant. Darin müsse Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die Privilegien des Autoparkens gezielt abbauen, um Städte sicherer und lebenswerter zu machen.

„Die autofixierte Verkehrspolitik verdrängt das gesellschaftliche Leben von der Straße. Gewinnen die Menschen Räume zur Gestaltung ihres Lebensumfeldes, ist zum Beispiel Platz für spielende Kinder, das Pflanzen von Blumen und Kräutern oder für Nachbarschaftsfeste wie 12qmKultur“, sagt Kamm.

Bereits heute haben es die Kommunen in der Hand, Verkehrsflächen umzuwidmen und so die Stadt lebenswerter zu gestalten. Sie können den Rad- oder Fußverkehr bevorzugen oder Parkplätze zu Spielplätzen und anderen Aufenthaltsräumen umgestalten. Der VCD fordert Kommunen auf, diese Möglichkeiten zu nutzen. Zudem sollten die Kommunen das Parken von Pkw mit einer flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung steuern und Parkfläche angemessen bepreisen. Der bundesweit geltende maximale Gebührensatz von 30,70 Euro pro Jahr für Anwohnerparken ist nach Ansicht des VCD auszuschöpfen.

Wie Flächen im Straßenraum zugunsten der Bewohner umverteilt werden können, haben andere Städte in Europa längst vorgemacht. In Paris gehört seit 2016 eines der Seine-Ufer allein den Fußgängern und Radfahrern. In Wien ist in der Mariahilfer Straße, einer Hauptverkehrsstraße der Stadt, seit 2013 eine beliebte Begegnungszone entstanden. In Berlin zeigt das Kulturfest 12qmKultur den Bürgern, welche Vorteile es hat, wenn der öffentliche Raum zuerst den Menschen und nicht dem Auto gehört.

Pressebilder der Aktion finden Sie im Laufe des Tages unter: www.vcd.org/service/presse/bildmaterial/aktionsfotos

Weitere Termine der 12qmKultur-Reihe sind der 10. August in Kreuzberg und der 31. August in Rixdorf, Neukölln. Das Kulturfest findet in Anlehnung an den jährlich stattfindenden, internationalen Park(ing) Day statt. Auf der ganzen Welt besetzen Bürger an diesem Tag Pkw-Parkplätze, um den öffentlichen Raum für Nachbarschaftsfeste, Spiele und Austausch zu nutzen. In diesem Jahr findet der Park(ing) Day am 20. September statt.
Mehr Info zu 12qmKultur finden Sie hier: www.vcd.org\12qmkultur

Pressekontakt:
Lisa Feitsch • VCD-Pressereferentin • Mobil 0171/6052409 • Fon 030/280351-18 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3466 Fri, 05 Jul 2019 13:00:00 +0200 „Erster Schritt zu einem konsequenten Klimaschutzgesetz“: VCD zu den Plänen von Umweltministerin Schulze für eine C02-Steuer http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/erster-schritt-zu-einem-konsequenten-klimaschutzgesetz-vcd-zu-den-plaenen-von-umweltministerin-sc/ Berlin. Bundesumweltministerin Svenja Schulze will eine CO2-Steuer schrittweise einführen und mit Hilfe einer „Klimaprämie“ sozialverträglich gestalten. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die Äußerungen der Umweltministerin – angesichts sich überschlagender Meldungen vom Klimakollaps: teurer Hochwasserschutz für die Halligen in der Nordsee oder Ausrufung des Klimanotstandes in Düsseldorf. Der VCD verlangt deshalb schnelles, konsequentes Handeln und kritisiert den Widerstand von Autoindustrie sowie Verkehrs- und Wirtschaftsministerium gegen eine klimaverträgliche Verkehrspolitik.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Spätestens seit der Klimakonferenz von Rio 1992 ist klar, dass etwas gegen den Klimawandel getan werden muss. Der VCD hat bereits in den 1990er Jahren die Einführung einer CO2-Steuer mit sozialen Ausgleichszahlungen und einen globalen Klimafonds gefordert. Hätten Bundesregierung und Kommunen nicht so lange im Tiefschlaf gelegen, dann müsste man jetzt keinen Klimanotstand ausrufen. Jetzt muss umgehend gehandelt werden! Der VCD fordert ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz noch in diesem Jahr. Wer klimafreundlich mit dem Fahrrad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, sollte belohnt werden. Die Abhängigkeit vom Auto muss dringend reduziert werden. Wer jetzt noch einen spritdurstigen SUV kauft, sollte wissen, dass die Tankrechnung von Jahr zu Jahr höher wird. Die Pläne der Umweltministerin gehen schon mal in die richtige Richtung. Die finanziellen Anreize – vorgesehen sind zunächst 80 Euro pro Jahr für jeden Einwohner – und die angestrebten Steuersätze – 35 Euro pro Tonne CO2 im Jahr 2020 bis zu 180 Euro 2030 – könnten beide durchaus höher ausfallen, damit die CO2-Emissionen schnell sinken. Den Lackmustest, ob die Umweltministerin ihre Pläne auch durchsetzen kann, erleben wir bei den nächsten Treffen des Klimakabinetts.“

Pressekontakt: Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher • Fon 030/280351-11 • gerd.lottsiepen@vcd.org bzw. VCD-Pressestelle • Fon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3457 Tue, 25 Jun 2019 11:00:00 +0200 Die Stadt als Wohnzimmer: VCD veröffentlicht Visionsbuch „Mit Füßen und Pedalen - Hol dir deine Stadt zurück!“ http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/die-stadt-als-wohnzimmer-vcd-veroeffentlicht-visionsbuch-mit-fuessen-und-pedalen-hol-dir-deine-sta/ Neue VCD-Publikation zeigt Auswirkungen der autogerechten Stadt auf Lebensqualität, Gesundheit und Umwelt. VCD fordert fußgänger- und fahrradfreundliche StVO-Reform. Berlin. Wird der Verkehr in den Städten weg vom Auto und hin zu mehr Fuß- und Radverkehr organisiert, wirkt sich dies positiv auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Sicherheit der Menschen aus. Das zeigt das heute vom ökologischen Verkehrsclub VCD veröffentlichte Visionsbuch „Mit Füßen und Pedalen - Hol dir deine Stadt zurück!“. Mit Bildmontagen sowie eindrücklichen Fakten aus Stadtplanung, Soziologie und Verkehrspolitik stellt das Buch die Geschichte, die Folgen und die gesellschaftlichen Kosten der heutigen, autogerechten Stadt dar. Gleichzeitig zeigt es Visionen und Beispiele auf, wie Straßen in der Stadt besser genutzt werden können, als hauptsächlich von Autos. Der VCD fordert, Fußgängern und Radfahrern mehr Raum zu geben und den Autoverkehr zu reduzieren. Dafür muss unter anderem in der anstehenden Reform der Straßenverkehrsordnung Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts eingeführt, das Bußgeld für Falschparken auf mindestens 100 Euro angehoben und das Parken von Pkw teurer werden.

Katja Täubert, VCD-Sprecherin für Fußverkehr: „Ob Menschen sich in ihrer Umwelt wohlfühlen, hängt auch maßgeblich davon ab, wie der Lebensraum Stadt gestaltet ist. Im Moment dominiert in unseren Städten der Autoverkehr. Wir können uns Straßen nur schwer als etwas anderes als Fahrbahn für Autos vorstellen. Doch Straßen können mehr sein als reine Fahrbahn, um von A nach B zu kommen. Sie sollten Orte sein zum Entspannen, zum Reden und zum Entdecken, ein zweites Wohnzimmer. Der Platz dazu wird frei, wenn viele Menschen zu Fuß und dem Rad unterwegs sind.“

Rund 60 Prozent der Menschen, die bislang kein Rad fahren, würden dies nach eigener Aussage tun, wenn die Wege dafür sicherer wären. Da 40 Prozent der Autofahrten in der Stadt kürzer als fünf Kilometer sind und zehn Prozent sogar kürzer als zwei Kilometer, könnten viele Autofahrten leicht durch Rad- und Fußstrecken ersetzt werden. Laut einer Untersuchung aus Dänemark kostet ein mit dem Auto gefahrener Kilometer eine Stadt rund 16 Cent. Darin eingerechnet sind externe Kosten verursacht durch Stau, Verkehrsunfälle und Luftverschmutzung. Ein mit dem Rad gefahrener Kilometer bringt einer Kommune hingegen 23 Cent ein.

Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr: „Täglich verunglücken knapp 700 Menschen bei Zusammenstößen im Verkehr in Städten und Ortschaften. Die Stickoxidwerte in der Luft sinken zu langsam und Kinder können sich oft nicht draußen frei bewegen, weil der Straßenverkehr zu gefährlich ist. Wir müssen den Pkw-Verkehr reduzieren. Wird Tempo 30 innerorts zur Regelgeschwindigkeit, wird der Fuß- und Radverkehr deutlich sicherer und damit attraktiver. Gleichzeitig muss Parken teurer werden. Es kann nicht sein, dass man beispielsweise als Anwohner in Berlin gerade einmal zehn Euro im Jahr für seinen Parkplatz zahlt. In Amsterdam sind es 535 Euro. Die Kommunen müssen die Gebühren deutlich anheben und die Parkraumbewirtschaftung ausweiten.“

Mehr Informationen:
Einen ersten Einblick in das VCD-Visionsbuch „Mit Füßen und Pedalen - Hol dir deine Stadt zurück!“ gibt es unter www.vcd.org/mit-fuessen-und-pedalen  

Bildmaterial zum Buch gibt es hier: www.vcd.org/service/presse/bildmaterial/aktionsfotos

Redaktionen senden wir gerne eine Print- oder Pdf-Version des Buches als Rezensionsexemplar zu, bitte kontaktieren Sie uns unter: presse@vcd.org

Die ersten 100 Bücher gibt es kostenfrei unter www.vcd.org/mit-fuessen-und-pedalen zu bestellen, danach ist die Publikation für 15 Euro für Nicht-VCD-Mitglieder und für 12 Euro für VCD-Mitglieder zu erwerben.

Pressekontakt:
Lisa Feitsch • VCD-Pressereferentin • Fon 030/280351-18 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3456 Fri, 21 Jun 2019 11:16:29 +0200 Tempolimit jetzt! Verbände-Bündnis fordert Entscheidung für Klimaschutz und Verkehrssicherheit http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/tempolimit-jetzt-verbaende-buendnis-fordert-entscheidung-fuer-klimaschutz-und-verkehrssicherheit/ Breites Bündnis aus Deutscher Umwelthilfe, dem ökologischen Verkehrsclub VCD, Greenpeace, Changing Cities und Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland VOD fordert noch für 2019 eine generelle Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen und 80 km/h außerorts – In Städten reduziert eine Regelgeschwindigkeit von 30 km/h Lärm und erhöht Lebensqualität – Tempolimit ist die einzige Maßnahme, um im Verkehrsbereich kostenneutral und sofort bis zu fünf Millionen Tonnen CO2 jährlich einzusparen – Bundesregierung muss „Vision Zero“ umsetzen und Leben schützen Berlin: Vor dem Autogipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Vorstandschefs der deutschen Autokonzerne am kommenden Montag unterstreicht ein breites Verbände-Bündnis die Forderung, noch in diesem Jahr ein generelles Tempolimit einzuführen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH), der ökologische Verkehrsclub VCD, Greenpeace, Changing Cities und die Verkehrsunfall-Opferhilfe VOD fordern ein Tempolimit auf Autobahnen und 80 km/h außerorts. Innerorts muss künftig eine Regelgeschwindigkeit von 30 km/h gelten. Als sofort wirksame Klimaschutzmaßnahme muss die Bundeskanzlerin diese neuen Höchstgeschwindigkeiten und einen beschleunigten Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor ankündigen. Zudem gilt es, das Versprechen der „Vision Zero“ aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen und Menschenleben durch die Tempolimits zu schützen.

Die Bundesregierung und der Bundestag müssen aus Sicht des Bündnisses jetzt handeln. Weitere Studien und Arbeitsgruppen sind weder notwendig noch zielführend, ebenso wie weitere Milliardenzuschüsse in nicht zukunftsweisende Technologien.

Nach Einschätzung der DUH können mit einem Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen sowie 80 km/h auf Landstraßen bis zu fünf Millionen Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Die Maßnahme kann kurzfristig, günstig und sozial verträglich die Klimaschutzlücke bis 2020 verringern. „30 Jahre Diskussion über die Sinnhaftigkeit eines Tempolimits sind genug. Wie brauchen ein Ende des Schaufahrens gegen den Klimaschutz. Auf welche weiteren alarmierenden Zeichen für das Fortschreiten der vom Menschen gemachten Klimaerwärmung möchte diese Bundesregierung noch warten? Die Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen noch in diesem Jahr ist der Lackmustest für die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung in Klimafragen“, erklärt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. „Ein Tempolimit noch in diesem Jahr ist auch zwingende Voraussetzung für die Entwicklung moderner, digitaler Fahrzeuge. Die Kehrseite des fehlenden Tempolimits auf deutschen Autobahnen ist eine auf analoge PS-Boliden setzende Automobilindustrie, die wie Nokia und Telefunken neue digitale Technologien verpennt.

Der gesellschaftliche Rückhalt für die Einführung einer Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen ist so groß wie nie. Eine Petition der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands hat es mit über 66.000 Unterschriften in den Petitionsausschuss geschafft, der sich ebenfalls am kommenden Montag (24. Juni) damit befasst. Eine Meinungsumfrage von Forsa aus Juni 2019 belegt eine noch nie dagewesene Zustimmung für ein Tempolimit mit einer eindeutigen Mehrheit von 57 Prozent zu 42 Prozent.

Deutschland ist das einzige Industrieland, das die Geschwindigkeit auf Autobahnen nicht begrenzt. Das Bündnis wertet dies als weiteren Beleg für den klimaschädlichen Kurs dieser Regierung.

Aus Sicht des Bündnisses ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung Schnittstelle zwischen Klimaschutz und Verkehrssicherheit sowie ein zwingender Bestandteil der dringend benötigten Verkehrswende. Für die zukünftige elektrische und teilautonome Mobilität ist ein Tempolimit unverzichtbar. Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher VCD: „Ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen ist überfällig. Analysen zeigen, dass eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h über 100 Menschenleben pro Jahr retten und mehr als 5.000 Verletzte verhindern würde. Auch die Autos der Zukunft brauchen eine Höchstgeschwindigkeit. Die Batterien von Elektroautos entleeren sich bei hohen Geschwindigkeiten extrem schnell. Die Sensorik für autonomes Fahren ist bei hohen Geschwindigkeitsunterschieden auf Autobahnen überfordert. Die Blockadehaltung der Bundesregierung zum Tempolimit behindert die Entwicklungsabteilungen der Autohersteller und der IT-Unternehmen.”

Die Bundesregierung ist laut Grundgesetz zum Schutz des Lebens und des Klimas als natürliche Lebensgrundlage verpflichtet. Durch ihre Blockadehaltung beim Tempolimit bricht die Regierung auch das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel der „Vision Zero“. Von dem eigens gesteckten Ziel, bis 2020 die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten im Vergleich zu 2010 um 40 Prozent zu reduzieren, ist die Bundesregierung weit entfernt. Zur Zielerreichung hätte die Anzahl der Verkehrstoten nach sieben Aktionsjahren um 28 Prozent auf 2.627 zurückgegangen sein müssen. Tatsächlich starben im Jahr 2017 auf Deutschlands Straßen 3.180 Menschen, was einem Rückgang von nur 13 Prozent entspricht. Dazu Wulf Hoffmann, Vorsitzender der Verkehrsunfall-Opferhilfe VOD: „Die Anzahl der getöteten Verkehrsopfer ist im Jahr 2018 auf 3.270 und somit um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen. Es ist erschreckend, dass trotz fehlender Argumente gegen ein Tempolimit auf Autobahnen jährlich über 100 vermeidbare Verkehrsopfer hingenommen werden. In fast allen Sonntagsreden wird immer wieder dargelegt, dass jeder Tote einer zu viel wäre.”

Das Bündnis macht sich auch für eine Geschwindigkeitsreduktion in der Stadt von 30 km/h stark. Diese verringert die Unfallzahlen, reduziert Lärm, kann die Luftqualität verbessern und sorgt für mehr Lebensqualität. Ragnhild Sørensen, Pressesprecherin Changing Cities: „Auch in den Städten und Dörfern ist nicht angepasste Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Unfälle. Die autogerechte Stadt hat sich inzwischen zu Tode gesiegt und die Zivilgesellschaft fordert eine sofortige Neuausrichtung der Mobilität, wo der Mensch und nicht der motorisierte Individualverkehr in Zentrum steht.“

Weigert sich die Bundesregierung weiterhin, neue Höchstgeschwindigkeiten einzuführen, ignoriert sie schnell umsetzbare und kostenlose Schritte hin zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Mobilität. Ein Treffen der Kanzlerin mit Vertretern der Autoindustrie zur Zukunft dieser und zum Erhalt mehrerer hunderttausend Arbeitsplätze wäre nicht notwendig, hätte die Regierung rechtzeitig zukunftsorientiert und zugleich umwelt- und klimafreundlich gehandelt. Dazu Benjamin Stephan, Greenpeace-Verkehrsexperte: „Mit seinem Widerstand gegen eine Höchstgeschwindigkeit verschenkt Verkehrsminister Scheuer einen ersten einfachen Schritt hin zu mehr Klimaschutz und Sicherheit. Stattdessen gaukelt Scheuer mit Kraftstoffen aus Pflanzen und Strom vermeintliche Lösungen vor, die weder bezahlbar noch wirksam sind.

Hintergrund:

Das im Dezember 2018 gestartete breite Verbände-Bündnis umfasst mittlerweile zehn Verbände: Der Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen, der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland (VOD), dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem ökologischen Verkehrsclub VCD, Greenpeace, Changing Cities, Hannovair, Initiative für sichere Straßen, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Verbund Service und Fahrrad (VSF). Mit dabei ist auch Andreas Troge, ehemaliger Präsident des Umweltbundesamtes

Links:

Mehr über das Bündnis: https://www.duh.de/tempolimit/ 

Hintergrundpapier Tempolimit DUH: http://l.duh.de/p190621

Hintergrundpapier VCD: www.vcd.org/themen/verkehrssicherheit/tempolimit-auf-autobahnen/

Kontakt:

Gerd Lottsiepen, Verkehrspolitischer Sprecher des VCD

0171 8824449, gerd.lottsiepen@vcd.org

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer DUH

0171 3649170, resch@duh.de 

Wulf Hoffmann, Vorstandsmitglied Verkehrssicherheit der Verkehrsunfall-Opferhilfe VOD

0176 61634519, wulf.hoffmann@lvw-lsa.de

Ragnhild Sørensen, Pressesprecherin Changing Cities    

0171 5357734, ragnhild.soerensen@changing-cities.org

Dr. Benjamin Stephan, Greenpeace Verkehrsexperte

0151 57208151, benjamin.stephan@greenpeace.org

VCD-Pressestelle:

Almut Gaude, Pressesprecherin, 030 280351-12, presse@vcd.org, www.vcd.org 

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Pressesprecherin, 030 2400867-20, presse@duh.de, www.duh.de

 

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news-3450 Tue, 18 Jun 2019 12:19:52 +0200 EuGH kippt deutsche Pkw-Maut. VCD: Ein Sieg der Vernunft http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/eugh-kippt-deutsche-pkw-maut-vcd-ein-sieg-der-vernunft/ Berlin/Luxemburg: Die deutsche Pkw-Maut verstößt gegen europäisches Recht. Die Abgabe ist gegenüber Fahrzeughaltern aus dem Ausland diskriminierend. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) heute in Luxemburg entschieden. Damit geben die Richter einer entsprechenden Klage Österreichs statt. Die Einführung der Maut nach dem jetzigen Modell ist damit nicht möglich. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt das Urteil und kommentiert wie folgt: Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Das Urteil ist eine Ohrfeige für die Verkehrs- und Umweltpolitik der Großen Koalition. Die von der CSU vorangetriebene Pkw-Maut war von Anfang an ausländerfeindlich, unsozial und ökologisch fragwürdig. Zahlreiche Verbände und Wissenschaftler hatten die Bundesregierung davor gewarnt, dieses Projekt durchzuziehen. Für die Blamage des Verkehrsministeriums müssen nun auch noch die Steuerzahler aufkommen. Es fallen die bis heute angelaufenen Planungskosten und wahrscheinlich auch Entschädigungen von bisher involvierten Firmen an.

 Wenn eine Maut, dann muss sie eine ökologische Lenkungswirkung haben. Für jeden Kilometer, der gefahren wird, muss gezahlt werden. Eine Maut sollte auch nach dem CO2-Ausstoß der Pkw unterscheiden. Sie wäre auch sozial gerecht, weil Wenigfahrer nur wenig zahlen müssten. Die von Verkehrsminister Andreas Scheuer propagierte, undifferenzierte Maut hat auf viele Jahre diese viel sinnvollere Lösung blockiert. Die Bundesregierung muss den Paukenschlag aus Luxembourg ernst nehmen und endlich Klimaschutz betreiben statt bayerischer Bierzeltpolitik.“

Pressekontakt:
Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

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news-3448 Fri, 14 Jun 2019 11:04:40 +0200 Stoppt den Straßentod! 3.270 Verkehrstote sind 3.270 zu viel! http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/stoppt-den-strassentod-3270-verkehrstote-sind-3270-zu-viel/ Protest vor dem Bundesverkehrsministerium für null Verkehrstote zum Tag der Verkehrssicherheit. VCD, Changing Cities und Personenbündnis Mahnmal für die Verkehrstoten prangern Untätigkeit der Bundesregierung an. Berlin, 14.06.2019. Unter dem Motto „Stoppt den Straßentod“ protestierten heute zahlreiche  Menschen mit einem Trauermarsch und anschließendem „Die-In“ vor dem Bundesverkehrsministerium (BMVI) für eine Verkehrspolitik, die alle am Leben lässt. Zum Gedenken an die 3.270 Verkehrstoten im letzten Jahr legten sich die Demonstranten für fünf Schweigeminuten bewegungslos vor das Ministerium. Im Anschluss zogen sie ihre Körperumrisse mit Kreide nach. Zugleich stellten Aktivisten ein symbolisches Mahnmal für die mehr als 700.000 Menschen auf, die seit 1949 in Deutschland im Straßenverkehr getötet wurden. Zu dem Protest hatten der ökologische Verkehrsclub VCD, der Verein Changing Cities und das Personenbündnis Mahnmal für die Verkehrstoten anlässlich des Tages der Verkehrssicherheit (15. Juni) aufgerufen.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Jeden Tag findet unfassbares Leid auf unseren Straßen statt. Pro Tag verlieren im Schnitt neun Menschen ihr Leben im Straßenverkehr. Alarmierend wirken solche Zahlen auf das Bundesverkehrsministerium nicht – das Sterben auf der Straße wird vielmehr mit Bedauern als Kollateralschaden hingenommen. Verkehrsminister Scheuer verweigert wirksame Maßnahmen wie schärfere Tempolimits, die dieses Leid sofort mindern würden. Dieses unverantwortliche Nicht-Handeln prangern wir an und rufen das Verkehrsministerium dazu auf, endlich tätig zu werden.“

Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag der Vision Zero verpflichtet, dem Ziel mittelfristig die Zahl der Verkehrstoten auf null zu senken. Davon ist sie noch meilenweit entfernt. Auch das Zwischenziel, bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent gegenüber 2010 zu verringern, wird die Bundesregierung voraussichtlich verfehlen. Dazu müsste die Zahl der Getöteten bis 2020 auf etwa 2.200 bis 2.400 sinken.

„Wenn jährlich mehr als 3000 Menschen wegen einer Epidemie oder durch einen terroristischen Anschlag sterben würden, stünde die Bundesregierung Kopf. Beispielsweise bei der Grippe (2018: 1.665 Tote) gibt es Impfungen und massive öffentliche Aufklärungskampagnen. Das Sterben auf der Straße hingegen wird einfach ignoriert. Alle Menschen haben ein Recht auf sichere Mobilität – aber die Bürgerinnen und Bürger können nicht selbst sichere Straßen bauen und die ´Vision Zero` umsetzen. Minister Scheuer, jetzt Sie sind dran!”, sagt Kerstin Leutloff von Changing Cities.

„Es ist nicht Unvermögen und Versagen, sondern die Ignoranz der Bundesregierung und des Verkehrsministers, die für den vieltausendfachen Tod auf den Straßen verantwortlich ist. Wirksame Maßnahmen für weniger Getötete und Verletzte sind seit Jahren bekannt, werden aber vorsätzlich nicht umgesetzt. Das ist schäbig, zynisch und unanständig. Wir fordern als Bekenntnis zur Systemverantwortung ein Mahnmal der Bundesrepublik für die im Straßenverkehr Getöteten. Der Bundestag muss mit einem Beschluss für diesen zentralen Trauer- und Gedenkort vor dem Bundesverkehrsministerium ein Zeichen des Anstands aussenden“, sagt Denis Petri, Mitinitiator des Personenbündnisses für ein zentrales Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland für die im Straßenverkehr Getöteten.

Die Verbände fordern Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zudem auf, sofort Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit wie ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen, 80 km/h auf Landstraßen und 30 km/h innerorts umzusetzen. Darüber hinaus müssten Radwege massiv ausgebaut, grüne Ampelphasen für Fußgänger verlängert und Kreuzungsbereiche für Fußgänger und Radfahrer sicherer werden. Kommunen müssten umgehend die Erlaubnis erhalten, Lkw ohne Abbiegeassistenten in der Stadt zu verbieten.

 

Mehr Informationen:

VCD-Hintergrundpapier zu aktuellen Verkehrsunfallzahlen und Forderungen: www.vcd.org/hintergrundpapier-verkehrssicherheit    

Petition für ein zentrales Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland für die im Straßenverkehr Getöteten bei change.org: www.change.org/mahnmal-verkehrstote   

Hintergründe zum Personenbündnis für ein Mahnmal für die Verkehrstoten: http://mahnmal-verkehrstote.de/wp-content/uploads/2019/06/Factsheet-Personenbündnis-Mahnmal-Verkehrstote.pdf


Druckfähige Fotos der Aktion vor dem BMVI finden Sie ab spätestens 18 Uhr unter: www.vcd.org/service/presse/bildmaterial sowie unter www.picdrop.de/volksentscheidfahrrad/Presse

 

VCD-Pressekontakt:
Almut Gaude • VCD-Pressesprecherin • Fon: 030/280351-12 • Mobil: +49 171 6052409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Pressekontakt Changing Cities:
Ragnhild Sørensen • Pressesprecherin Changing Cities • Mobil: +49 171 535 77 34 • ragnhild.soerensen@changing-cities.orgwww.changing-cities.org

Pressekontakt Personenbündnis Mahnmal:
Dr. Denis Petri • Mit-Initiator Personenbündnis Mahnmal Verkehrstote •

Mobil: +49 176 57722532 • denis.petri@mahnmal-verkehrstote.de www.mahnmal-verkehrstote.de

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Changing Cities e.V. fördert zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürgerinitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.

Das Personenbündnis für ein zentrales Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland für die im Straßenverkehr Getöteten wurde Ende 2018 von Yvonne Hagenbach, Frank Masurat und Denis Petri gegründet. Es setzt sich für einen zentralen Ort der Trauer und des Anstandes für die über 700.000 in Deutschland seit 1949 im Straßenverkehr getöteten Personen vor dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ein. Das Personenbündnis fordert die politische Anerkennung der Systemverantwortung für die im Straßenverkehr Getöteten und dementsprechendes Handeln. Es ist Mitglied der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland (VOD).

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news-3447 Thu, 13 Jun 2019 10:20:50 +0200 Großdemonstrationen vor der IAA für klimafreundlichen Verkehr http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/grossdemonstrationen-vor-der-iaa-fuer-klimafreundlichen-verkehr/ Umweltverbände rufen bundesweit zum Protest am 14. September in Frankfurt auf Frankfurt/Main, 13. 6. 2019 - Für die Verkehrswende weg von klimaschädlichen Diesel-Pkw und Benzinern demonstrieren am 14. September zur Eröffnung der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung IAA mehrere Protestzüge in Frankfurt am Main. Radfahrende aus ganz Deutschland fordern mit einer Sternfahrt, den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor sofort zu beginnen und den Pkw-Verkehr insgesamt zu verringern. Bis 2035 muss der Verkehr CO2-neutral werden, um die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu beschränken. Den Forderungen werden sich demonstrierende Fußgängerinnen und Fußgänger in der Frankfurter Innenstadt anschließen.  Das letzte Stück der Raddemo führen Kinder auf Fahrrädern, Tretrollern, Dreirädern und Skateboards mit ihren Eltern an, unterstützt von Kidical Mass Frankfurt. Die Demonstrationen enden mit einer gemeinsamen Kundgebung an der Frankfurter Messe. Die Veranstalter planen, einen Teil der Sternfahrt über Autobahnen und den Alleen-Ring zu führen. Zu dem Protest rufen die Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Greenpeace, Naturfreunde und Verkehrsclub VCD auf.

Die Großdemonstrationen unterstreichen den wachsenden Wunsch vieler Menschen nach klimafreundlicher Mobilität und einer gerechten Verteilung des öffentlichen Raums. Mit den auf der IAA auch in diesem Jahr vorgestellten Pkw-Modellen steht die Automesse gegen beide Anliegen. Autohersteller präsentieren dort weiterhin tonnenschwere und übermotorisierte Stadtgeländewagen (SUVs), die selbst elektrisch betrieben klimaschädlich bleiben. “Mit unserer Demo und Sternfahrt erobern wir uns die Straße zurück”, heißt es im Aufruf. “Wir bewegen uns zu Fuß, mit dem Fahrrad und der Bahn. Damit zeigen wir Politik und Autoindustrie wie die Verkehrswende aussieht: Macht den Weg frei für klimafreundlichen Verkehr.” Die IAA steht unter dem Motto “Driving Tomorrow”. Um diesem Slogan gerecht zu werden, müsste die Messe ausschließlich klimaschonende und effiziente Autos zeigen, die geringer motorisiert, leichter und deutlich kleiner sind.

Proteste wie die “Fridays For Future”-Bewegung und die Ergebnisse der Europawahl zeigen, dass ein wachsender Teil der Bevölkerung von der Bundesregierung schnell wirksame Schritte gegen die Klimakrise erwartet. Dabei ist besonders der Verkehr gefordert. Dort stagniert der CO2-Ausstoß seit Jahrzehnten. Sinken werden die CO2-Emissionen nur mit weniger, leichteren und elektrisch betriebenen Fahrzeugen, sowie einem deutlichen Ausbau der Alternativen vom Radverkehr bis zu Bus und Bahn.

Zitate der sechs Organisationen des Trägerkreises:

Kerstin Haarmann, Vorsitzende VCD: „Eine Parade dicker SUVs und Spritschlucker ist in Zeiten der Klimakrise völlig überholt - die IAA in ihrer jetzigen Form ist ein Relikt der Vergangenheit.“

Ernst-Christoph Stolper, stv. Vorsitzender BUND: “Wir wollen Platz für Fußgänger, Radfahrer und Öffentlichen Nahverkehr. Umweltspuren statt parkender SUVs – nur so kann Klimaschutz gelingen."

Gerald Neubauer, Campaigner Campact: “Die Klimabewegung ist so stark wie nie, und jetzt knöpfen wir uns die Autoindustrie vor.”

Jürgen Resch, Geschäftsführer DUH: „Als Folge eines seit 20 Jahren bestehenden kriminellen Kartells werden unsere Städte immer noch durch das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid geflutet. Die Dieselkonzerne müssen endlich zu Hardware-Nachrüstungen gezwungen werden.“

Marion Tiemann, Verkehrsexpertin Greenpeace: “Der Verbrennungsmotor bremst die Verkehrswende, wir müssen viel schneller rein in die abgasfreie Mobilität.”

Uwe Hiksch, Vorstand NaturFreunde: „Wer das Klima retten will, muss den automobilen Wahn beenden und sich für einen flächendeckenden Ausbau des öffentlichen Personen- und Güterverkehrs einsetzen.“

Hinweise:
Alle Informationen zur Demo: www.iaa-demo.de

Pressekontakt:
BUND: Sigrid Wolff, Tel.: 030-27586-425 (auch mobil), presse@bund.net
Campact: Svenja Koch, Tel. 04231-957590 (auch mobil), koch@campact.de
DUH: Ann-Kathrin Marggraf, Tel 030-240086720, presse@duh.de
Greenpeace: Gregor Kessler, Tel. 0151-72702918, gregor.kessler@greenpeace.de
NaturFreunde: Uwe Hiksch, uwe.hiksch@t-online.de
VCD: Franziska Fischer, Tel. 030-280351-12, Almut.Gaude@vcd.org und Heiko Nickel, Landesverband Hessen, Mob.: 0151-20153300, landespolitik@vcd-hessen.de

 

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news-3446 Tue, 11 Jun 2019 10:58:48 +0200 VCD fordert Tempo 30 innerorts: Minister Scheuer muss Verkehr in den Städten sicherer und leiser machen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-fordert-tempo-30-innerorts-minister-scheuer-muss-verkehr-in-den-staedten-sicherer-und-leiser-mac/ Lebenswerte Städte für alle Verkehrsteilnehmer: Tempo 30 muss als Regelgeschwindigkeit innerorts eingeführt werden. Es verhindert Unfälle, mindert die Unfallschwere und macht den Verkehr ruhiger und fließender. Berlin, 11. Juni 2019. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf, mit der geplanten Reform der Straßenverkehrsordnung (StVO) Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts einzuführen. Dies sei die wichtigste Maßnahme, um nicht nur den Radverkehr, sondern den Verkehr für alle Verkehrsteilnehmer in den Städten sicherer, leiser und übersichtlicher zu machen. Eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h reduziert nachweislich die Zahl sowie die Schwere von Unfällen, verringert den Verkehrslärm deutlich und ermöglicht einen flüssigeren und entspannteren Verkehrsablauf.

„Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in unseren Städten und Dörfern macht den Verkehr für Fahrradfahrer, Fußgänger und Autofahrer sofort sicherer und entspannter. Fahrradfahrer können angstfrei durch die Stadt radeln, Kinder sicher zur Schule laufen und Autofahrer stehen weniger im Stau. Minister Scheuer muss jetzt die Chance ergreifen und unsere Städte durch Tempo 30 lebenswerter machen“, sagt Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr.

Mit Tempo 30 können Unfälle verhindert werden, denn der Bremsweg der Autos halbiert sich gegenüber Tempo 50 um mehr als die Hälfte. Nach nur 13,3 Metern steht ein Auto, das mit 30 km/h unterwegs ist. Ein Auto mit 50 km/h hat nach 13 Metern noch nicht einmal gebremst. Der Aufprall erfolgt bei voller Geschwindigkeit. In einer bisher umfangreichsten Studie zu Tempo 30 wurden die Unfälle nach Einführung von so genannten „20 Miles per Traffic Speed Zones“ in London (entspricht in etwa unserem Tempo 30) über einen Zeitraum von 20 Jahren systematisch gemessen. Im Ergebnis sank die Unfallrate um fast 42 Prozent. Vor allem Unfälle mit Kindern und besonders schwere Unfälle konnten reduziert werden.

Verkehrslärm gehört zu den am stärksten empfundenen Lärmbelastungen, denen wir täglich ausgesetzt sind. Laut einer Umfrage des Umweltbundesamts fühlen sich drei Viertel aller Bürger in ihrem Wohnumfeld durch Straßenverkehrslärm belästigt. Häufig können Balkone und Terrassen nicht genutzt werden, weil die Geräuschkulisse jede Chance auf Gemütlichkeit verhindert. Verkehrslärm stört Entspannung, Erholung und Gespräche. Wer dauerhaft von Lärm geplagt ist, dem drohen Herz- und Kreislauferkrankungen. Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit für Pkw in den Städten würde den Fahrlärm für die Stadtbewohner um zwei bis drei Dezibel reduzieren. Das menschliche Ohr nimmt Tempo 30 im Vergleich zu Tempo 50 wie eine Halbierung der Verkehrsmenge wahr.

Entgegen entsprechender Befürchtungen führt Tempo 30 nicht dazu, dass der Verkehr zähfließend wird und Autofahrer langsamer vorankommen. Die genannte Studie aus England zeigt im Gegenteil, dass der Verkehr durch die geringeren Geschwindigkeitsunterschiede insgesamt besser fließt, es weniger Staubildung gibt und grüne Wellen besser funktionieren. Weder mit dem Auto noch mit dem öffentlichen Nahverkehr hat sich die Reisezeit nach der Einführung von Tempo 30 (bzw. 20 Meilen pro Stunde) verlängert.

Meenken: „Mit Tempo 30 fließt der Verkehr gleichmäßiger und das gleichberechtigte Miteinander Aller wird gefördert. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern wird erleichtert, weil sich die Geschwindigkeiten annähern. 30 km/h in Städten und Dörfern ist ein Gewinn für uns Alle.“

 

Mehr Informationen:
Studie des Umweltbundesamtes zur Auswirkungen von Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen: www.umweltbundesamt.de/publikationen/wirkungen-von-tempo-30-an-hauptverkehrsstrassen

Studie zu den Auswirkungen von 20 Meilen pro Stunde auf die Verkehrssicherheit in London: http://content.tfl.gov.uk/20-mph-zones-and-road-safety-in-london.pdf

Zum 14. Juni ruft der VCD unter dem Motto „Stoppt den Straßentod!“ gemeinsam mit Changing Cities und dem „Personenbündnis Mahnmal Verkehrstote“ zum Protest vor dem Bundesverkehrsministerium auf. Mehr dazu Informationen unter: www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/protest-stopptdenstrassentod/

Pressekontakt:
Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org  • Twitter: @VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

 

 

 

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news-3445 Tue, 04 Jun 2019 09:43:29 +0200 Parke nicht auf unseren Wegen! VCD und Fuss e.V. demonstrieren gegen Falschparker http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/parke-nicht-auf-unseren-wegen-vcd-und-fuss-ev-demonstrieren-gegen-falschparker/ Fußgänger sind täglich durch falsch parkende Autos gefährdet. Protestierende überdecken Falschparker an Straßenecke in Berlin-Kreuzberg mit rotem Teppich. Verbände fordern 100 Euro Bußgeld plus einen Punkt in Flensburg. Gemeinsame Pressemitteilung von VCD und Fuss e.V.

Berlin, 04. Juni 2019. Der ökologische Verkehrsclub VCD und der Fuss e.V. haben heute in Berlin Kreuzberg gegen Falschparken demonstriert. Bei der Aktion überdeckten Protestierende ein an einer Straßenecke falsch geparktes Auto mit einem roten Fußgänger-Teppich. Mit einem riesigen Pfeil kennzeichneten sie ihn als Falschparker. Die Aktion unter dem Motto „Parke nicht auf unseren Wegen!“ ist Teil der bundesweiten Falschparker-Aktionswoche vom 3. bis 7. Juni, zu der der VCD, der Fuss e.V. und die Initiative Clevere Städte aufgerufen haben. Ziel der Aktionswoche ist es, auf die Gefahr durch falsch geparkte Pkw und Lkw für Fußgänger und Radfahrer aufmerksam zu machen und höhere Bußgelder für gefährliches Falschparken zu erreichen (www.vcd.org/falschparker-aktionswoche/). Illegal an Straßenecken geparkte Autos gefährden vor allem Fußgänger, da sie die Sicht auf die zu überquerende Straße versperren.

Katja Täubert, VCD-Sprecherin für Fußverkehr: „Vielen Autofahrern ist nicht bewusst, wie gefährlich es für andere Verkehrsteilnehmer ist, wenn sie illegal halten oder parken. Die viel zu niedrigen Bußgelder für Falschparker von gerade einmal 20 Euro haben keine abschreckende Wirkung. Um die Verkehrssicherheit in den Städten zu erhöhen, brauchen wir mehr Respekt vor den Flächen anderer Verkehrsteilnehmer. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, Falschparken mit mindestens 100 Euro plus einen Punkt in Flensburg zu ahnden.“

Das Parken an Straßenecken ist jeweils fünf Meter in jede Richtung von der Ecke aus verboten. In vielen Städten gehört das Abstellen von Autos an Straßenecken inzwischen zum Alltag. Damit gefährden Autofahrer vor allem Kinder und ältere Menschen oder auch Familien mit Kinderwagen. Sie werden dazu genötigt, zwischen den Autos und damit schlecht erkennbar auf die Fahrbahn zu laufen: eine für Fußgänger hoch gefährliche Situation.

Roland Stimpel, Vorstand FUSS e.V.: „Falschparker gefährden und behindern Fußgänger in erheblichen Maße. Die meisten Unfälle erleiden Fußgänger an Kreuzungen. Falschparker machen diese Orte noch unsicherer, als sie ohnehin schon sind. Fahrer und Fußgänger können sich nicht mehr rechtzeitig sehen, und oft heißt es dann im Unfallbericht der Polizei: ‚Das Kind trat plötzlich hinter Sichthindernissen hervor.‘ Sichere Wege erhöhen die Attraktivität des Fußverkehrs – und stärken damit die dringend notwendige Verkehrswende.“

Der VCD, der Fuss e.V. und die Initiative Clevere Städte haben im Mai mit neun weiteren Verbänden eine Online-Petition „Knolle statt Knöllchen“ zur Anhebung der Bußgelder für Falschparker gestartet. Unter http://change.org/knollestattknoellchen fordern sie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf, Falschparken mit 100 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg zu ahnden. Bereits 30.000 Menschen haben die Petition unterschrieben. Auch ein ÖPNV-Unternehmen, die HAVAG aus Halle hat sich der Forderung bereits angeschlossen.

Mehr Informationen:
Eine Übersicht weiterer Aktionen während der Falschparkerwoche in ganz Deutschland sowie weitergehende Forderungen finden Sie unter: www.vcd.org/falschparker-aktionswoche/

Druckfähige Fotos der Aktion in Berlin finden Sie im Laufe des Vormittags unter: www.vcd.org/service/presse/bildmaterial

Pressekontakt:
Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin, 030-280351-12, Mobil: 0171-6052409, presse@vcd.org, www.vcd.org
Roland Stimpel, Vorstand FUSS e.V., Mobil: 0163-1833 508, roland.stimpel@fuss-ev.de, www.fuss-ev.de

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Der Fachverband für Fußverkehr FUSS e.V. fördert die natürlichste, einfachste, kostengünstigste, stadt- und umweltfreundlichste Mobilitätsform. Wir arbeiten für breite, sichere und komfortable Gehwege, für sichere und zügige Querungen mit Fahrbahnen und Radwegen, für direkte und schöne Routen durch Städte und Dörfer. Vielerorts legen mehr Menschen ihre Wege zu Fuß zurück als hinterm Steuer, mit Bahn und Bus oder Fahrrad. Fast alle Menschen gehen mehr oder weniger oft zu Fuß. Wir wollen, dass sie das noch öfter tun und genießen.

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news-3444 Fri, 31 May 2019 13:27:48 +0200 VCD zur Verlängerung der Kaufprämie für E-Autos: Gut für Autohersteller und Besserverdiener. Verkehrswende kommt so nicht voran http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-zur-verlaengerung-der-kaufpraemie-fuer-e-autos-gut-fuer-autohersteller-und-besserverdiener-verkehr/ Ökologischer Verkehrsclub VCD fordert grundlegenden Umbau der Steuern und Abgaben im Verkehr. Berlin, 31. Mai 2019. Um den Absatz von Elektroautos zu erhöhen, fördert die Bundesregierung seit Juli 2016 den Kauf von Elektro-Pkw. Da die Nachfrage bisher verhalten und noch Geld im Fördertopf vorhanden ist, will sie die Kaufprämie bis Ende 2020 verlängern, wie heute Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier angekündigt hat. Der ökologische Verkehrsclub VCD kommentiert die Verlängerung der Förderung wie folgt:

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Den Absatz von E-Autos auf Kosten der Steuerzahler anzukurbeln bringt die Verkehrswende nicht voran. Die Förderung einer innovativen Technik durch eine Kaufprämie ergibt nur dann Sinn, wenn sie durch höhere Abgaben einer schädlichen Technik finanziert wird. Dann wird auch eine Lenkungswirkung erzielt. Die Abgaben und Steuern im Verkehr müssen grundlegend umgestellt werden. Das Fahren mit Autos, die viel CO2 ausstoßen, muss teurer und der Betrieb emissionsarmer und emissionsfreier Verkehrsmittel begünstigt werden. Der CO2-Preis ist das Instrument der Wahl. Das Argument, dass eine CO2-Bepreisung ärmere Menschen treffen würde, ist falsch. Richtig justiert behebt der CO2-Preis vielmehr bestehende soziale Ungerechtigkeiten. Vom aktuellen System mit Kaufprämien, Pendlerpauschale und Dienstwagenprivileg profitieren vor allem Besserverdiener.“

Pressekontakt:
Almut Gaude • VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 bzw. 0171-6052409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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