VCD Pressemitteilung http://www.vcd.org/ Pressemmitteilungen des VCD (Verkehrsclub Deuschland) de_DE VCD Thu, 13 Aug 2020 16:24:26 +0200 Thu, 13 Aug 2020 16:24:26 +0200 TYPO3 EXT:news news-3674 Thu, 30 Jul 2020 15:20:20 +0200 Bahn-Bilanz in schwierigen Zeiten: Systemrelevante und umweltverträgliche Mobilität muss unterstützt werden http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/bahn-bilanz-in-schwierigen-zeiten-systemrelevante-und-umweltvertraegliche-mobilitaet-muss-unterstuet/ Die Halbjahresbilanz der Deutschen Bahn kommentiert Kerstin Haarmann, die Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub VCD: „Die herben Verluste des DB Konzerns bei Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr 2020 waren erwartbar angesichts des drastischen Fahrgastrückgangs durch das Corona-Virus. Die Bahn hat in der Krise aber den Betrieb auf allen Verbindungen aufrechterhalten und Menschen, die auf sie angewiesen waren, zuverlässig ans Ziel gebracht. Das zeigt deutlich, wie systemrelevant die Bahn ist. Auch die Umweltverträglichkeit des Bahnverkehrs wurde in dieser Zeit noch einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Rückgang von Luftverschmutzung und Lärm in der Zeit des Lockdowns war enorm, obwohl die Bahn fast zu 100 Prozent weitergefahren ist. Die Politik muss die Bahn in dieser schwierigen Zeit deshalb stärken und unterstützen.“


Pressekontakt:
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3673 Thu, 30 Jul 2020 09:52:00 +0200 Zum Schulanfang in Mecklenburg-Vorpommern: Elterntaxi muss nicht sein! Zur Schule geht es auch zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/zum-schulanfang-in-mecklenburg-vorpommern-elterntaxi-muss-nicht-sein-zur-schule-geht-es-auch-zu-fuss/
Schwerin, 30. Juli 2020. Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) und der ökologische Verkehrsclub VCD ermuntern zusammen mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) zum Schulbeginn in Mecklenburg-Vorpommern alle Kinder, ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Zugleich appellieren die Verbände an die Eltern, ihre Kinder dabei tatkräftig zu unterstützen. Laufen Kinder morgens zu Fuß zur Schule oder zum Kindergarten, fördert dies ihre körperliche und geistige Entwicklung. Die Kinder lernen dabei, sich selbstständig und sicher im Verkehr zu bewegen. Aktive Kinder sind den Tag über entspannter und können sich besser konzentrieren.

Mit fünf Wünschen und Forderungen an Kinder, Auto- und LKW-Fahrer, Lehrkräfte und Erzieher an die Kommunen sowie an Eltern möchten DKHW, VCD und VBE zum Schulstart in Mecklenburg-Vorpommern dafür werben, dass möglichst alle Kinder zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad zur Schule oder zum Kindergarten kommen.

1.           An die Kinder: Laufgemeinschaften bilden
Kinder, die zusammen mit Freunden den Schul- oder Kitaweg zurücklegen, lernen ganz nebenbei, auf andere aufzupassen. Ihr soziales Verhalten wird gefördert und sie können auf dem Weg mit Freunden reden und spielen. Es bietet sich an, sogenannte Laufbusse zu organisieren. Hierbei werden vor Ort Haltestellen vereinbart, um von dort aus gemeinsam zur Schule oder Kita zu gehen.

2.           An die Auto- und LKW-Fahrer: Mehr Rücksicht gegenüber Kindern im Straßenverkehr
Wir brauchen mehr Rücksicht gegenüber Kindern im Straßenverkehr. Gerade kleine Kinder sind auf eine rücksichtsvolle Fahrweise des motorisierten Straßenverkehrs angewiesen. Nur dadurch kann verhindert werden, dass Angst und Unsicherheit die ständigen Wegbegleiter von Kindern auf dem Kita- oder Schulweg und im Straßenverkehr allgemein sind.

3.           An die Lehrkräfte und Erzieher
Welche Last tragen die Füße, was hält den Rücken gesund, wie weit ist der morgendliche Fußweg, wie lang der Bremsweg eines Autos – diese und andere Fragen rund um das Zufußgehen lassen sich spielerisch in den regulären schulischen Unterricht, in Projektwochen oder auch in die Freizeitgestaltung integrieren. Und auch in der Kita können schon sehr viele dieser Themen spielerisch in die pädagogische Arbeit und den Kita-Alltag eingebunden werden.

4.           An die Kommunen: Roller- und Fahrradständer bauen
Ist der Kita- oder Schulweg zu lang zum Laufen, sind Tretroller oder Fahrräder eine gute Alternative. Roller- und Fahrradständer vor Schulen und Kitas helfen den Kindern, ihre Fortbewegungsmittel sicher und ordentlich abzuschließen. Dabei lernen sie außerdem, sich eigenverantwortlich um ihre Roller und Fahrräder zu kümmern. Deshalb sollten Kommunen in Absprache mit Schulleitungen, Eltern und Schülern entsprechende Bedarfe abklären.

5.           An die Eltern: Temporäre Straßensperrungen beantragen
Um die unübersichtlichen und gefährlichen Situationen durch Elterntaxis vor Schulen und Kitas in den Griff zu bekommen, haben Eltern die Möglichkeit, einen Brief an die Kita- oder Schulleitung zu schreiben. Diese können wiederum ihre Kommune auffordern, in der Straße vor der Schule oder Kita eine temporäre Durchfahrtsbeschränkung einzurichten.

Der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, Holger Hofmann, betont: „Kinder brauchen für ihr Aufwachsen und ihre Teilhabe und Teilnahme an der Gesellschaft Autonomie und Orientierung im öffentlichen Raum. Es gibt meist keinen Grund, Kinder morgens mit dem Auto in die Schule zu chauffieren. Deswegen sollten Eltern gleich zu Beginn des neuen Schuljahres das Auto stehen lassen und die Kinder entweder zu Fuß begleiten oder sie in Laufgemeinschaften selbstständig losziehen lassen. Das entspannt die teils chaotische Verkehrssituation vor den Schulen am besten.“

Die Bundesvorsitzende des VCD, Kerstin Haarmann, sagt: „Wenn Kinder den Verkehr nur von der Rückbank eines Autos aus erleben, entgeht ihnen nicht nur Bewegung an der frischen Luft und der Spaß am Schulweg mit Freunden – sie lernen auch nicht, wie man sich eigenständig und sicher im Verkehr bewegt. Wollen Eltern ihren Kindern etwas Gutes tun, sollten sie das Elterntaxi stehen lassen.“

Der Bundesvorsitzende des VBE, Udo Beckmann, erklärt dazu: „Es ist uns von jeher ein Anliegen, die eigenständige Mobilität von Kindern zu fördern. Zudem beobachten wir mit Sorge, dass viele Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden und dadurch gefährliche Situationen vor den Schulen entstehen. Hektisch geparkte Autos erzeugen insbesondere für Kinder unübersichtliche Situationen und den Kindern, die auf der Rückbank sitzen, wird das Erfolgserlebnis verwehrt, den Schulweg eigenständig bewältigen zu können.“

Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW), der ökologische Verkehrsclub VCD und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) rufen vom 21. September bis 02. Oktober 2020 Schulen und Kindertageseinrichtungen in ganz Deutschland zur Teilnahme an den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ auf. Anmeldungen sind unter www.zu-fuss-zur-schule.de möglich. Auf der Webseite können auch Aktions- und Spielideen eingesehen, konkrete Tipps heruntergeladen sowie Materialien bestellt werden. Die Aktionstage stehen in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft der Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. Botschafterin der Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ ist die Fernsehmoderatorin Enie van de Meiklokjes.



Pressekontakt:
Anne Fröhlich, VCD-Pressestelle • Telefon 030/280351-59 • presse@vcd.orgwww.vcd.org  • Twitter: @VCDeV
Uwe Kamp, DKHW-Pressesprecher • Telefon 030/308693-11 • presse@dkhw.dewww.dkhw.de • Twitter: @DKHW_de
Anne Roewer, VBE-Pressereferentin • Telefon 030/7261966-17 • presse@vbe.dewww.vbe.de


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) vertritt als parteipolitisch unabhängige Gewerkschaft die Interessen von ca. 164.000 Pädagoginnen und Pädagogen – aus Kinderbereich, Primarstufe, Sekundarstufen I und II und dem Bereich der Lehrerbildung – in allen Bundesländern. Der VBE ist eine der beiden großen Lehrergewerkschaften in Deutschland und mitgliederstärkste Fachgewerkschaft im dbb Beamtenbund und Tarifunion. Unter dem Dach des dbb vertritt der VBE gleichermaßen die Interessen der verbeamteten und tariflich beschäftigten Mitglieder. Er setzt sich für die Stärkung des Lehrerberufs, eine an der Profession orientierte Lehrerbildung, die Anerkennung der Gleichwertigkeit der Lehrämter und eine gleiche Bezahlung für alle Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen ein. Er fordert für die Erzieherinnen und Erzieher eine Ausbildung an Fachhochschulen auf europäischem Niveau.

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news-3664 Fri, 03 Jul 2020 12:15:07 +0200 Regeln für Raser nicht entschärfen – Bundesländer müssen hart bleiben http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/regeln-fuer-raser-nicht-entschaerfen-bundeslaender-muessen-hart-bleiben/ Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert den Versuch von Bundesverkehrsminister Scheuer, höhere Strafen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen wegen eines Formfehlers wieder zurückzunehmen, aufs Schärfste. Schutz von Autofahrern vor Strafen darf nicht Vorrang vor dem Schutz von Fußgängern und Radfahrern haben, kommentiert Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Nach dem Aufschrei der Autofahrerlobby stellt sich Minister Scheuer zum wiederholten Male auf die Seite der Raser: Die schärferen Fahrverbotsregeln bei Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit seien unverhältnismäßig. Dabei hatte er selbst vollmundig angekündigt, man wolle mit den neuen Regeln vor allem den Schutz von Fußgängern und Radfahrenden stärken. Jetzt wegen eines Formfehlers den alten Zustand wieder herstellen zu wollen, ist ein durchsichtiges Manöver. Stattdessen sollte dieser Fehler mit der nächsten StVO-Novelle getilgt werden. 

Es ist unvorstellbar, dass in einem anderen Bereich als im Straßenverkehr einfach hingenommen wird, dass jährlich mehr als 3.000 Menschen sterben und fast 400.000 Menschen verletzt werden. Warum bleibt hier der Aufschrei aus? Diese Unfälle geschehen Tag für Tag, daran dürfen wir uns nicht gewöhnen. Gegen die nach wie vor viel zu vielen Opfer des Verkehrs wird seit Jahren so gut wie nichts unternommen.

Der VCD appelliert daher an die Bundesländer, die bereits beschlossenen höheren Strafen fürs Rasen nicht zurückzunehmen. Schließlich haben sie den Änderungen bei der Verabschiedung der neuen Straßenverkehrsordnung ausdrücklich zugestimmt.“


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert • verkehrspolitischer Sprecher VCD • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3662 Tue, 30 Jun 2020 12:04:59 +0200 Deutschland bekommt endlich einen Plan für die Bahn http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/deutschland-bekommt-endlich-einen-plan-fuer-die-bahn/ Der VCD begrüßt die von Bundesverkehrsminister Scheuer beim Schienengipfel vorgestellten Pläne zum Deutschlandtakt. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Jetzt kommt es auf die Umsetzung und die Finanzierung an. Als Mitunterzeichner des heute geschlossenen Schienenpakts sieht der ökologische Verkehrsclub VCD die Bahn durch den vorgelegten Entwurf für einen Deutschlandtakt grundsätzlich auf dem richtigen Weg. Die Bundesvorsitzende des VCD, Kerstin Haarmann, erklärt: „Der VCD begrüßt, dass durch den Deutschlandtakt die Belange der Fahrgäste und Vorteile für den Güterverkehr zum Wohle aller kombiniert werden. Durch schnelle Verbindungen und abgestimmte Anschlüsse bis in die hintersten Winkel des Landes werden mehr Fahrgäste auf die umweltfreundlichen Verkehrsmittel Bahn und Bus umsteigen. Der VCD setzt sich seit Jahren für den Deutschlandtakt ein und wird die Umsetzung nach besten Kräften unterstützen.“

Nach Einschätzung des VCD wird die angepeilte Verdopplung der Fahrgastzahlen mit dem jetzt veröffentlichten Zielfahrplan 2030+ möglich. Der Umweltverband hatte die Planung in den vergangenen Monaten im „Zukunftsbündnis Schiene“ begleitet. Dort wurden auch zahlreiche weitere flankierende Maßnahmen erarbeitet, die für einen Erfolg des Deutschlandtakts unabdingbar sind. Dazu zählen die weitere Digitalisierung der Schiene, zusätzliches Personal und bessere Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb um die Reisenden.

Philipp Kosok, VCD-Sprecher für Bahnpolitik, ergänzt: „Der Verkehrsminister hat einen Plan für die Bahn vorgelegt, auf dem sich aufbauen lässt. Der Plan ist ambitioniert. Mit dem heutigen Schienennetz lässt er sich noch nicht bewerkstelligen. Daher müssen ab dem kommenden Jahr die Haushaltsmittel für den Netzausbau deutlich angehoben werden.“

Der VCD hatte sich bereits als Gründungsmitglied in der Initiative Deutschlandtakt für das Konzept einer bundesweit abgestimmten Taktung eingesetzt. Vorbild dafür war ein ähnliches Konzept der Schweiz, das es dort unter den Namen „Bahn 2000“ bereits seit 1982 gibt. Seit 2004 verbindet der dortige Fernverkehr die Städte in einem Halbstunden-Takt. Ein vergleichbares Angebot soll jetzt schrittweise in Deutschland entstehen.


Pressekontakt:
Philipp Kosok • VCD-Sprecher für Bahn und ÖPNV • philipp.kosok@vcd.org
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • 0171/60 52 409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3661 Tue, 30 Jun 2020 08:43:47 +0200 Deutsche EU-Ratspräsidentschaft: Europa braucht den großen Wurf und keine Trippelschritte http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/deutsche-eu-ratspraesidentschaft-europa-braucht-den-grossen-wurf-und-keine-trippelschritte/ Anlässlich der am 1. Juli beginnenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft fordern zahlreiche Natur- und Umweltschutzverbände die Bundesregierung auf, mutige Impulse für eine nachhaltige und krisenfeste europäische Staatengemeinschaft zu setzen. Als Teil der Überwindung der gegenwärtigen Wirtschaftskrise bedeutet das vor allem, den Green Deal der EU-Kommission weiter zu stärken und ambitioniert umzusetzen, die Forcierung eines deutlich höheren EU-Klimaziels für 2030, sich der Biodiversitätskrise mit einer grundlegenden Neuausrichtung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) zu stellen sowie sich für eine klare Ausrichtung der Vergabe von EU-Geldern entlang einer sozial-ökologischen Transformation Europas im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen und den nachhaltigen Entwicklungszielen einzusetzen.


Hierzu die unterstützenden Verbände:

Prof. Dr. Kai Niebert, Präsident des Umweltdachverbands Deutscher Naturschutzring (DNR)

„In den nächsten Wochen und Monaten muss sich Angela Merkel als Klima-Kanzlerin neu erfinden und mit dem Green Deal Europa gemeinsam wieder stark machen! Die deutsche Bundesregierung trägt die Verantwortung, mit ihrer Pandemie-Präsidentschaft die Weichen für ein gerechteres und klimaneutrales Europa zu stellen. Im Dezember müssen ein völkerrechtskonformes Klimaziel vom -65 Prozent CO2 und ein EU-Haushalt stehen, mit dem die Landwirtschaft Lebensmittel produziert, die gesund für Mensch und Natur sind.“


Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub VCD

„Die Bundesregierung muss ihre EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um die Verkehrswende in ganz Europa voranzutreiben. Klimaschutz im Verkehr gehört weit oben auf die Agenda. Nur so können wir den Klimawandel bekämpfen, die Luft sauberer machen, für mehr Sicherheit im Verkehr sorgen und nachhaltigere Arbeitsplätze im Mobilitätssektor schaffen. Diese Ziele müssen wir mit derselben Entschlossenheit angehen, mit der wir auch der Corona-Krise begegnen.“


Jörg-Andreas Krüger, Präsident des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)

„Der deutsche Vorsitz im Rat der Europäischen Union wird durch die Corona-Krise geprägt. Gleichzeitig stehen wichtige Entscheidungen auf EU-Ebene an, beispielsweise über den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) und Wiederaufbaufonds, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) oder das Klimaschutzziel der EU. Der NABU fordert die Bundesregierung auf, die richtigen Lehren aus der Corona-Krise zu ziehen: Die Ratspräsidentschaft muss daran ausgerichtet werden, Wirtschaft und Gesellschaft in Europa zukunftsfähig zu machen. Dies kann nur gelingen, wenn die Bundesregierung ressortübergreifend Biodiversitäts-, Klima- und Nachhaltigkeitsziele adressiert. Ansonsten drohen der Wirtschaft und Gesellschaft Folgen, die weit über das Ausmaß der aktuellen Krisen- Situation hinausgehen. Der NABU vermisst eine solche Schwerpunktsetzung im heute von der Bundesregierung beschlossenen Programm. Dieses gleicht eher einem Potpourri als einer visionären Agenda.“


Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

„Die Bundesregierung muss die EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um den Wiederaufbau der Wirtschaft ökologisch und sozial zu gestalten. Jetzt ist die Zeit umzusteuern und nicht-zukunftsfähige Wirtschaftsbereiche zu transformieren. Auf keinen Fall dürfen durch die Ratspräsidentschaft die falschen wirtschaftspolitischen Impulse gesetzt werden, durch die Mensch und Umwelt geschädigt werden. So darf weder das EU-Mercosur-Abkommen vorangebracht werden, das ein Freifahrtschein für die Abholzung des Regenwaldes ist, noch darf unter dem Deckmantel der internationalen Wettbewerbsfähigkeit die Fusionskontrolle großer Unternehmen aufgeweicht werden.“


Eberhard Brandes, Geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland: 

„Während der deutschen Ratspräsidentschaft hat Angela Merkel den Kompass in der Hand, um mit den milliardenschweren Konjunkturpaketen die Weichen für die Zukunft der nächsten Generationen zu stellen. Schützen wir das Klima und die Natur, schützen wir auch gleichzeitig unsere Gesundheit. Ein starkes und zukunftsfähiges Europa wird nur mit einem gesunden Leben für alle, einer intakten Natur und der Begrenzung der Erderhitzung gelingen. Konkret heißt das: Die Bundesregierung muss sich für ein erhöhtes Klimaschutzziel von mindestens 55 Prozent Treibhausgas-Minderung in einem ersten Schritt auf dem Weg zu einer wissenschaftlich eigentlich gebotenen Minderung von 65 Prozent einsetzen – wie auch für die Verabschiedung eines EU-Klimaschutzgesetzes, die Umsetzung der EU-Biodiversitätsstrategie und für nachhaltige Investitionen der EU-Konjunkturprogramme.“


Barbara Metz, stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH)

„Seit 2010 ist die Menge an Verpackungsmüll in Europa bis heute um mehr als 12 Prozent auf 173 kg pro Kopf und Jahr angestiegen. Auch die Elektroschrottberge wachsen immer weiter an, weil immer mehr Elektrogeräte über kürzere Zeiträume genutzt und dann weggeworfen werden. Auf europäischer Ebene sind keine ernsten Bemühungen erkennbar, diese Themen anzugehen. Wir brauchen jetzt konkrete Zielvorgaben zur Abfallvermeidung, Wiederverwendung und zur absoluten Reduktion des Ressourcenverbrauchs auf europäischer Ebene. Konkrete Maßnahmen in der Kreislaufwirtschaft, wie z.B. Mehrwegverpackungen, kommen auch dem Klimaschutz zugute. Umweltministerin Schulze muss deshalb Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz zusammendenken und sich während der EU-Ratspräsidentschaft für Vermeidung, Mehrweg und Wiederverwendung einsetzen.“


Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch:

"Während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft steht die Verschärfung der Klimaziele für 2030 auf mindestens minus 55 Prozent an – und selbst das reicht noch nicht für das Erreichen der Pariser Klimaziele. Zugleich will die EU so viel Geld in die Hand nehmen wie nie zuvor, um aus der Corona-Krise zu kommen. Es gilt dieses Geld so einzusetzen, dass damit auch die Klimakrise sozial gerecht eingedämmt wird. Zugleich muss die EU sicherstellen, dass auf den Konjunkturpakten der EU nicht nur ‚grün‘ steht, sondern auch ‚grün‘ drin ist. Dazu bedarf es starker Kontrollrechte des Europäischen Parlaments und wirkungsvoller Prüfinstrumente sowohl für die Pläne der Länder als auch für öffentlich unterstützte Investitionen von Unternehmen.“
 

Der DNR hat mit seinen Mitgliedsverbänden 13 Forderungen für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft veröffentlicht.

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news-3655 Thu, 18 Jun 2020 13:19:02 +0200 Bundesregierung muss Klimaschutz im Verkehr weit oben auf die Agenda ihrer EU-Ratspräsidentschaft setzen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/bundesregierung-muss-klimaschutz-im-verkehr-weit-oben-auf-die-agenda-ihrer-eu-ratspraesidentschaft-s/ Anlässlich der Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Merkel zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft fordert der VCD erneut, die Verkehrswende auch auf europäischer Ebene entschlossen anzugehen. Die Bundesregierung muss Klimaschutz im Verkehr zu einem zentralen Thema ihrer EU-Ratspräsidentschaft machen, kommentiert Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Die Bundeskanzlerin fordert dazu auf, Europa widerstandsfähiger und zukunftsfähiger zu machen. Welche Bedeutung eine intakte Umwelt und eine nachhaltigere Wirtschaft haben, hat die EU-Kommission bereits mit ihrem „Green Deal“ in den Fokus gerückt. Alle während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zu treffenden Entscheidungen und anzustoßenden Prozesse sollten die Umsetzung dieses Ziels unterstützen. Etwa ein Viertel aller Treibhausgasemissionen in Europa stammen aus dem Verkehr. Mit einer echten Verkehrswende kämpfen wir nicht nur gegen den Klimawandel, sondern auch für bessere Luft und weniger Tote und Verletzte im Straßenverkehr. Die Verkehrswende ist eine einzigartige Gelegenheit für Europa, den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben und nachhaltigere Arbeitsplätze zu schaffen. Diese Chance gilt es zu nutzen, mit einer zukunftsgerichteten europäischen Verkehrspolitik.

Im Straßenverkehr muss der Antriebswechsel von fossilen Energieträgern auf emissionsfreie Antriebe beschleunigt werden. Die anstehende Revision der CO2-Grenzwerte für Pkw bietet die Möglichkeit, durch eine Nachschärfung der Vorgaben die Emissionen im Verkehrssektor zu mindern. Daneben reizen CO2-bezogene Sätze in der Lkw-Maut klimaschonende Lösungen für den Straßengüterverkehr an. Die Reform der Eurovignetten-Richtlinie sieht dies vor und steht während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zur Entscheidung an.

Die Bundesregierung muss die Verkehrswende aber auch abseits der Straße voranbringen und Impulse für eine europäische Bahn- und Radverkehrspolitik setzen. Der Bahnverkehr muss in Europa oberste Priorität haben. Dazu gehören die Förderung grenzüberschreitender Verbindungen, eine stärkere Elektrifizierung von Schienenwegen, die Schaffung eines europäischen Nachtzugnetzes, niedrigere Trassenpreise oder ein europaweites Buchungssystem für Bahntickets. Bei der Fahrradnutzung gibt es in Europa immer noch große Unterschiede, die an der jeweiligen Radinfrastruktur der Länder liegen. Um die Potenziale des Fahrradfahrens in ganz Europa zu nutzen, muss der Radverkehr auf europäischer Ebene gesteuert und gefördert werden. 

Wenn wir mehr klimaschonende Mobilität wollen, müssen wir die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Dazu gehören faire Preise im Verkehr, die auch die Umweltkosten berücksichtigen und denen angelastet werden, die diese Schäden verursachen. So ist etwa beim klimaschädlichen Flugverkehr das Kerosin nach wie vor steuerfrei. Fahrer von Dieselfahrzeugen profitieren von einem vergünstigten Energiesteuersatz. Diese Lücke kann die EU mit der anstehenden Reform der Energiesteuerrichtlinie schließen.“


Die Forderungen von VCD, BUND und DUH für eine nachhaltige europäische Verkehrspolitik finden Sie unter: Memorandum zur deutschen EU Ratspräsidentschaft 


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert • verkehrspolitischer Sprecher VCD • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3653 Wed, 17 Jun 2020 13:18:30 +0200 VCD startet Projekt „Verkehrswende: klimaverträglich und sozial gerecht“ http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-startet-projekt-verkehrswende-klimavertraeglich-und-sozial-gerecht/ Die Verkehrspolitik konzentriert sich noch immer zu stark auf die autogerechte Stadt. Ein neues VCD-Projekt zeigt, welche Folgekosten unsere Gesellschaft dafür tragen muss. Untersucht wird auch, welche Mobilitätsbedürfnisse Menschen mit geringem Einkommen haben und wie sozial gerechte Mobilität gelingen kann. Jeder Mensch in Deutschland verbringt im Durchschnitt 80 Minuten am Tag im Verkehr. Mobil zu sein ist die Voraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, einer Arbeit nachzugehen, seine Freizeit zu gestalten. Mobilität ist damit eine Frage der Teilhabe und der sozialen Gerechtigkeit. Das VCD-Projekt „Verkehrswende: klimaverträglich und sozial gerecht“ untersucht, wie wir die Kosten und Lasten im Verkehrsbereich fairer verteilen können, und welche Mobilitätsbedürfnisse Menschen mit geringem Einkommen haben.

In einem ersten Fact Sheet beleuchtet das VCD-Projekt die wahren Kosten des Verkehrs für die Gesamtgesellschaft. Diese werden oft nicht ausreichend berücksichtigt. Verkehr verursacht hohe externe Kosten durch Schäden, die uns alle betreffen: Veränderungen des Klimas, Luftverschmutzung, Verkehrsunfälle und Lärm. Den überwiegenden Anteil daran hat der Straßenverkehr mit etwa 95 Prozent. Die Kosten tragen alle Steuerzahler. Wer nur Fahrrad fährt, den ÖPNV nutzt oder zu Fuß geht, finanziert somit indirekt die Schäden durch den Autoverkehr mit.

Alexander Kaas Elias, VCD-Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität: „Wenn es um Kosten und Lasten des Verkehrs geht, sind wir von einer fairen Verteilung für Mensch, Umwelt und Klima weit entfernt. Soziale Ungerechtigkeit zeigt sich auch daran, dass oft Menschen, die selbst kein Auto haben, am stärksten unter dem Autoverkehr der anderen leiden. Wer nur eine niedrige Miete zahlen kann, wohnt häufig an großen, verkehrsreichen Straßen, an denen viel Lärm und viele Abgase entstehen.“ 

Autos sind aber nicht nur für die Allgemeinheit teuer, sie sind es auch für ihre Besitzer. Das tatsächliche Ausmaß ist ihnen oft nicht bewusst, sie unterschätzen die Kosten für ihren Pkw um mehr als 50 Prozent. Die realen monatlichen Ausgaben für Abnutzung, Steuer, Versicherung oder Werkstattbesuche liegen im Durchschnitt bei rund 425 Euro. Ein eigenes Auto können oder wollen sich viele Menschen daher nicht leisten. Etwa 13,5 Millionen Menschen in Deutschland besitzen keinen Führerschein. 14,2 Millionen Haushalte haben kein Auto.

Alexander Kaas Elias: „Gute Mobilität heißt nicht, dass alle Strecken mit dem Auto zurückgelegt werden können. Stattdessen brauchen gerade Menschen mit geringerem Einkommen einen gut ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr, ein sicheres Radwegenetz und barrierefreie Fußwege. Die Verkehrswende ist deshalb nicht nur gut für Umwelt und Klima, sie ist sozial gerecht.”

Das Projekt „Verkehrswende: klimaerträglich und sozial gerecht“ wird vom Umweltbundesamt (UBA) gefördert und geht über eine Laufzeit von 1,5 Jahren. Im weiteren Verlauf werden Ungleichheiten bei der Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur, die Auswirkungen des CO2-Preises, sowie die Mobilitätsbedürfnisse von Menschen im ländlichen Raum untersucht.


Weitere Informationen:
VCD Fact Sheet „Was kostet uns der Verkehr wirklich?“: https://www.vcd.org/fileadmin/user_upload/Redaktion/Themen/Verkehrswende_sozial/FactSheet_Was_kostet_uns_der_Verkehr.pdf

VCD-Projekt „Verkehrswende: klimaverträglich und sozial gerecht“:
https://www.vcd.org/soziale-aspekte-verkehrswende/


Pressekontakt:
Alexander Kaas Elias, VCD-Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität • 0163/496 89 75 • alexander.kaaselias@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/ 280 351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

 

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news-3646 Wed, 10 Jun 2020 13:08:01 +0200 Wasserstoffstrategie: Guter Ansatz für einen nachhaltigen Einsatz im Luftverkehr, keine Lösung im Straßenverkehr http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/wasserstoffstrategie-guter-ansatz-fuer-einen-nachhaltigen-einsatz-im-luftverkehr-keine-loesung-im-st/ Das Bundeskabinett hat heute die „Nationale Wasserstoffstrategie“ verabschiedet. Darin wurden auch Forderungen des VCD und anderer Umweltverbände umgesetzt. In einem offenen Brief an die zuständigen Ministerien hatten diese für einen maßvollen und nachhaltigen Einsatz der Technologie geworben. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, kommentiert:

„Die nach langen Diskussionen nun beschlossene Wasserstoffstrategie enthält viele Verbesserungen und greift wichtige Bedenken und Anregungen auf. Zentraler Punkt ist, dass die Bundesregierung sich klar für grünen Wasserstoff ausspricht, der ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt wird. Nur so ist Wasserstoff CO2-frei und unterstützt das Ziel der Treibhausgasneutralität. Entsprechend dürfen auch nur hierfür Fördergelder eingesetzt werden.

Da für die Wasserstoffproduktion enorme Strommengen benötigt werden, muss der Anteil der erneuerbaren Energien für die inländische Wasserstoffproduktion erheblich ausgeweitet werden. Denn nur durch den zusätzlichen Ausbau von Windkraft und Photovoltaik kann Wasserstoff einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Klar ist aber auch: Der Großteil wird importiert werden müssen. Für Produktion und Transport braucht es ambitionierte Nachhaltigkeitskriterien. Auch in den Erzeugungsländern muss sichergestellt werden, dass die Energiewende vor Ort nicht durch die Wasserstoffproduktion behindert wird. Die Bundesregierung muss rasch entsprechende Kriterien verabschieden, damit nicht die gleichen Fehler wie bei der Biokraftstoffproduktion begangen werden.

Im Verkehrsbereich ist der Einsatz von Wasserstoff nur eine begrenzte Option zur Treibhausgasminderung. Er sollte nur dort eingesetzt werden, wo eine direkte Elektrifizierung nicht möglich ist, etwa für synthetische Kraftstoffe im Flugverkehr. Die Nutzung von Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen im Straßenverkehr hingegen ist ineffizient und teuer. Mit der gleichen Strommenge, die ein mit synthetischen Kraftstoffen betriebener Pkw 100 Kilometer weit fährt, kommt ein Elektroauto auf die fünf- bis sechsfache Strecke. Die Elektromobilität ist wesentlich effizienter und damit die klimaverträglichere Lösung.“ 


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Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3640 Fri, 05 Jun 2020 11:35:18 +0200 Konjunkturpaket: Erste Schritte auf dem Weg in eine grüne Mobilität http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/konjunkturpaket-erste-schritte-auf-dem-weg-in-eine-gruene-mobilitaet/ Mit milliardenschweren Hilfsmaßnahmen will die Bundesregierung die Wirtschaft aus der Krise holen. Die Bilanz des VCD für den Mobilitätsbereich fällt verhalten positiv aus. Ein konsequenter Neustart in eine grüne Mobilität müsste aber noch ganz andere Impulse setzen.
Berlin, 5. Juni 2020. Das Konjunkturpaket der Bundesregierung fällt aus Sicht des ökologischen Verkehrsclub VCD besser aus, als nach den Diskussionen im Vorfeld erwartet. Auch einige der Forderungen, die der Verband in seinem Positionspapier „Neustart in die grüne Mobilität“ aufgestellt hatte, wurden berücksichtigt. Als wichtigsten Punkt begrüßt der VCD, dass das Paket keine Kaufprämien für Autos mit Verbrennungsmotor vorsieht. Allerdings: Die Absenkung der Mehrwertsteuer führt indirekt zu einer Förderung von Benzinern und Diesel-Pkw.

VCD-Bundesvorsitzende, Kerstin Haarmann: “Wenn die Bundesregierung so viel Geld in die Hand nimmt, hätte ich erwartet, dass dieses Geld gezielter in soziale und ökologische Bereiche fließt. Der Konjunktureffekt wäre derselbe, aber mit zusätzlichem Mehrwert für Umwelt und Gesellschaft. Was im Paket komplett fehlt, ist beispielsweise eine Förderung des Radverkehrs. Gerade in der Corona-Krise erlebt das krisenfeste Fahrrad einen enormen Boom. Deshalb sind zusätzliche Investitionen in ein dichtes Rad- und Fußverkehrsnetz erforderlich und beleben gleichzeitig die Konjunktur.“

Die Bundesregierung will den Umstieg auf E-Mobilität mit Milliardenhilfen anschieben. Die Aufstockung der Prämien für die nicht wirklich umweltfreundlichen Plug-In-Hybride ist aus Sicht des VCD kontraproduktiv für eine echte Verkehrswende.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Elektromobilität zu fördern, ist im Prinzip natürlich richtig. Man denke nur an die Flottenerneuerung mit Elektrofahrzeugen bei Kommunen und Handwerkern oder den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Die Förderung fällt aber sehr üppig aus. Andere Mobilitätsbereiche kommen zu kurz. Besser wäre es, Steuern und Abgaben im Verkehr fairer zu gestalten und an ökologische Kriterien zu koppeln. Das begünstigt nachhaltige Mobilität insgesamt.“

Die im Konjunkturpaket vorgesehene Reform der Kfz-Steuer begrüßt der VCD. Diese müsse ein ambitioniertes Bonus-Malus-System umfassen. Kritisch sieht er dagegen die vorgesehene Förderung von neuen Diesel-Lkw und Lkw mit Gasantrieb, die keinen Beitrag zum Klimaschutz liefert, sondern den Straßengüterverkehr gegenüber der Güterbahn sogar begünstigt.

Wichtige Impulse setzt das Konjunkturpaket für den Öffentlichen Verkehr. Dort sollen vor allem die Folgen der Corona-bedingten Einnahmeausfälle abgefedert werden. Der VCD begrüßt, dass die Regionalisierungsmittel für den ÖPNV einmalig um 2,5 Milliarden Euro aufgestockt werden sollen. Das entspricht rund der Hälfte der fehlenden Fahrgeldeinnahmen in diesem Jahr. Die Bundesländer, die finanziell noch untätig waren, sollten die Bundesmittel jetzt mit eigenen Geldern ergänzen.

Philipp Kosok, VCD-Sprecher für Bahnverkehr: „Auch die Deutsche Bahn hat schwere Einnahmenverluste erlitten und erhält zusätzliches Eigenkapital in Höhe von fünf Milliarden Euro. Damit lassen sich die schlimmsten Folgen abfedern. Andere Bahnunternehmen oder die ebenso schwer getroffene Busbranche wurde jedoch von der Bundesregierung nicht bedacht“. 

Als positiv bewertet der VCD auch die vorgesehene Beschleunigung der Digitalisierung. Diese sollte vorranging den 5G-Netzausbau entlang von Bahnstrecken umfassen. Für die Planung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten müssen auch die notwendigen Personalkapazitäten rasch aufgebaut werden. Denn viele Projekte scheitern nicht am Geld, sondern am fehlenden Personal. 

Hier finden Sie das VCD-Positionspapier „Startgeld Grüne Mobilität“: https://www.vcd.org/themen/verkehrspolitik/nach-corona-neustart-in-die-gruene-mobilitaet/


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Anne Fröhlich, VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3638 Thu, 04 Jun 2020 12:16:27 +0200 Abwrackprämie gekippt, Proteste haben gewirkt http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/abwrackpraemie-gekippt-proteste-haben-gewirkt/ Der Protest gegen eine Abwrackprämie 2.0 hat Wirkung gezeigt. Das Konjunkturpaket der Bundesregierung verzichtet auf Kaufprämien für Benziner und Diesel. Dafür soll es einen Bonus auch für wenig umweltschonende Plug-In-Hybride geben. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt den Verzicht auf eine neue Abwrackprämie für Verbrenner. Nach langen Debatten über Kaufhilfen für Neuwagen ist dies aus Sicht des VCD eine wichtige und richtige Entscheidung.

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD: „Wir freuen uns, dass unsere Proteste gegen eine Kaufprämie für Verbrenner gehört wurden. Nicht nur die Umweltbewegung, auch große Teile der Bevölkerung hatten sich dagegen ausgesprochen. Schade nur, dass die Idee einer Mobilitätsprämie für Bus, Bahn und Fahrrad nicht umgesetzt wurde, das hätte die Verkehrswende richtig vorangebracht.“    

Mit der Verdoppelung der Umweltprämie für Elektroautos werden auch Plug-In-Hybride gefördert. Deren Klimabilanz ist aber fragwürdig, solange sie nicht überwiegend elektrisch unterwegs sind, kritisiert Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Eine Förderung für Plug-In-Hybride darf es nur geben, wenn nachgewiesen wird, dass das Auto mindestens 70 bis 80 Prozent elektrisch unterwegs ist. Entsprechende Vorgaben sollten rasch beschlossen werden.“


Mehr zur Umweltbilanz von Plug-In-Hybriden: www.vcd.org/startseite/newsroom-uebersicht/vcd-verkehrswende-blog/plug-in-hybride-gruene-mogelpackung-statt-sauberer-loesung-fuer-die-umwelt-bund-und-vcd-fordern-real/

 

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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3637 Tue, 02 Jun 2020 10:09:00 +0200 Mit Abstand gegen die Autolobby: Gemeinsame Menschenkette gegen Abwrackprämie http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/mit-abstand-gegen-die-autolobby-gemeinsame-menschenkette-gegen-abwrackpraemie/ Gemeinsam mit Fridays for Future, Campact und anderen Organisationen protestiert der VCD mit einer Menschenkette gegen eine neue Abwrackprämie. Die Entscheidung soll nach Absage des Autogipfels heute im Koalitionsausschuss fallen. Statt einer reinen Kaufprämie für Autos fordert der VCD eine Prämie für umweltfreundliche Mobilität mit Bus, Bahn und Fahrrad.
Berlin, 02. Juni 2020. Mit einer kilometerlangen Menschenkette unter Corona-Bedingungen demonstriert der ökologische Verkehrsclub VCD mit anderen NGOs am Mittag in Berlin gegen eine neue Abwrackprämie. Durch Bänder oder Fahrräder getrennt in ausreichendem Abstand zueinander, soll eine mehr als zwei Kilometer lange Kette vom Hauptsitz des Verbands der Automobilindustrie (VDA) bis zum Kanzleramt gebildet werden.

Die Entscheidung über eine Prämie für Autokäufer soll voraussichtlich im Koalitionsausschuss getroffen werden. Der ursprünglich für heute geplante Autogipfel wurde nach viel Gegenwind von Verbänden, Experten und aus der Bevölkerung abgesagt.

VCD-Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann: „Dass der Autogipfel abgesagt wurde, zeigt bereits, dass unsere Botschaft bei der Regierung angekommen ist. Es ist skandalös, wie die Autoindustrie mit allen Mitteln versucht, eine Auto-Kaufprämie durchzudrücken, die weder der Wirtschaft noch der Umwelt helfen würde. Mit unserem Protest zeigen wir, dass wir nicht nachlassen: Einen ersten Erfolg haben wir mit der Absage des Gipfels erreicht, jetzt kippen wir auch die Abwrackprämie.“ 

Laut Umfragen lehnt auch eine Mehrheit der Bevölkerung eine Förderung nur für den Autokauf ab. Stattdessen wünschen sich immer mehr Menschen eine Förderung klimafreundlicher Mobilität. Doch der neue Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Verbrenner auf Basis ihres Energielabels zu fördern, geht aus Sicht des VCD in eine völlig andere Richtung.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Auto-Kaufprämie bedeutet: unser aller Steuergelder werden dafür eingesetzt, dass Menschen, die sich ohnehin ein Auto leisten können, ihren Wagen etwas billiger bekommen. Die Rechnung zahlen wir – und unsere Umwelt. Mit dem Vorschlag aus dem Wirtschaftsministerium würde sogar noch ein Audi Q7, der einen CO2-Ausstoß von über 200 Gramm pro Kilometer hat, gefördert. Das ist mehr als absurd! Wesentlich sinnvoller wäre eine Unterstützung beim Kauf einer Jahreskarte für den Bus, einer BahnCard oder für ein neues Fahrrad – so wie wir es mit unserem Startgeld Grüne Mobilität fordern!“.

Hier finden Sie unser Positionspapier zum Startgeld Grüne Mobilität: https://www.vcd.org/themen/verkehrspolitik/nach-corona-neustart-in-die-gruene-mobilitaet

 

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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3636 Wed, 27 May 2020 17:50:22 +0200 Letzte Ausfahrt vor der Abwrackprämie http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/letzte-ausfahrt-vor-der-abwrackpraemie/ Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert ein klares Nein zu einer neuen Abwrackprämie. Die Bundesregierung muss jetzt Mut zum Umsteuern beweisen. Eine Mehrheit der Deutschen ist gegen eine Kaufprämie für Autos. Konzepte für eine moderne Mobilitätsprämie liegen bereit. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, kommentiert: „Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung wechseln können. Die zuständige Arbeitsgruppe der Bundesregierung kann immer noch umsteuern und beim Autogipfel nächste Woche Vorschläge präsentieren, mit denen sowohl die Konjunktur angekurbelt als auch die ökologische Transformation der Autoindustrie beschleunigt werden kann. Wer glaubt denn wirklich, dass eine Abwrackprämie die ideale Lösung ist, wenn es schon 2009 nicht funktioniert hat?

Sechs von zehn Bürgern wollen laut einer Umfrage der Allianz Pro Schiene keine reine Autoprämie. Immer mehr Menschen wünschen sich klimafreundliche Mobilität. Sie wollen Unterstützung beim Kauf einer Jahreskarte für den Bus, einer BahnCard oder für ein neues Fahrrad – ein Startgeld für grüne Mobilität! Vielleicht hilft hier eine Erinnerung an die Politik: 
Das sind nicht nur kaufkräftige Konsumenten, sondern auch Wähler.“

 

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Michael Müller-Görnert • verkehrspolitischer Sprecher VCD • michael.mueller-goernert@vcd.org
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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3633 Wed, 20 May 2020 14:22:04 +0200 Keine Kaufprämien für große Verbrenner, nur nachhaltige Mobilität fördern http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/keine-kaufpraemien-fuer-grosse-verbrenner-nur-nachhaltige-mobilitaet-foerdern/ Kaufprämien für Autos sind ökologisch und ökonomisch kontraproduktiv. Stattdessen muss die Politik in nachhaltige Mobilität investieren. Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub VCD, kommentiert:

„Auf dem Autogipfel Anfang Mai wurde vereinbart, in einer Arbeitsgruppe mit Vertretern der Bundesregierung und der Autoindustrie Maßnahmen für ein Konjunkturprogramm zu erarbeiten. Jetzt zeichnet sich ab, dass es tatsächlich zu einer Neuauflage der Abwrackprämie kommt. Dabei wird diese von einem großen Teil der Bevölkerung abgelehnt, auch Teile der Wirtschaft und der Politik sprechen dagegen aus. Trotzdem hält die Bundesregierung offenbar daran fest, den Absatz von Autos mit Steuergeldern anzukurbeln. Das zeigt den nach wie vor bestehenden Einfluss der Autoindustrie auf die Politik.

Nicht genug, dass sich Verkehrsminister Scheuer für eine Kaufprämie auch für Autos mit klimaschädlichem Verbrennungsmotor einsetzt. Es wäre geradezu absurd, wenn es dabei zu einer CO2-Obergrenze von 140 Gramm pro Kilometer käme, wie aktuell berichtet wird. Das würde angesichts zahlreicher Absichtserklärungen, den Verkehr klimafreundlicher zu gestalten, ein völlig falsches und fatales Zeichen setzen. Bis Ende dieses Jahres müssen Autohersteller den europäischen Flottengrenzwert von 95 Gramm CO2 einhalten. Wenn jetzt sogar der Kauf von SUV gefördert würde, konterkariert dies die EU-Vorgaben und macht jeglichen Klimaschutz im Verkehr zunichte.
 
Eine Autokaufprämie ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch kontraproduktiv. Die Abwrackprämie 2009 konnte den Autoabsatz nur kurzfristig erhöhen. Bereits im Folgejahr brachen die Neuwagenkäufe rapide ein. Zudem haben vor allem ausländische Hersteller von der Prämie profitiert.

Wenn die Bundesregierung ihre Klimaziele ernst nimmt, muss sie die Transformation der Autoindustrie fördern und die Weichen für eine nachhaltige Mobilität stellen. Dazu gehören Konjunkturhilfen für Bus und Bahn, um ein ausreichendes Angebot trotz eingebrochener Einnahmen sicherzustellen, der beschleunigte Ausbau der Schieneninfrastruktur und der Digitalisierung, die nicht nur im Verkehr notwendig ist, sowie der rasche Antriebswechsel hin zum Elektroauto mitsamt der dafür notwendigen Infrastruktur. Einseitig nur Autos und dann auch noch Verbrenner zu fördern, ist der falsche Weg.“


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Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3632 Mon, 18 May 2020 09:10:00 +0200 Eigenständig, gut und sicher zur Schule: VCD und Deutsches Kinderhilfswerk rufen gemeinsam mit VBE zu Aktionstagen auf http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/eigenstaendig-gut-und-sicher-zur-schule-vcd-und-deutsches-kinderhilfswerk-rufen-gemeinsam-mit-vbe-zu/ Heute startet die Anmeldephase für die Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“, die im September bundesweit stattfinden. VCD und Deutsches Kinderhilfswerk wollen gemeinsam mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) Kinder ermutigen, zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller zur Grundschule oder in die Kita zu kommen.
Berlin, 18. Mai 2020. Nachdem wegen der Corona-Krise bundesweit sämtliche Bildungseinrichtungen wochenlang schließen mussten, läuft der Schul- und Kitabetrieb nun schrittweise wieder an. In dem Papier, das die Kultusministerkonferenz als Rahmenbeschluss für die Schulöffnungen verabschiedet hat, wird explizit empfohlen, „nach Möglichkeit verstärkt zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren.“ Die Mobilität zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller ist daher unbedingt zu fördern.

Das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD rufen gemeinsam mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) Grundschulen und Kitas in ganz Deutschland auf, sich zu den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ anzumelden. Los geht es dann im Herbst. Vom 21. September bis 2. Oktober können Kinder zwei Wochen ausprobieren wie es ist, selbstständig zur Schule oder in die Kita zu kommen: egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Roller.

Kerstin Haarmann, VCD-Bundesvorsitzende: „Gerade Corona hat uns die Wichtigkeit einer krisenfesten Mobilität vor Augen geführt. Das empfohlene Verkehrsmittel erster Wahl: das Fahrrad oder die eigenen Füße. Aber auch unabhängig von der Krise hat diese Art der Fortbewegung viele Vorteile: Besonders für Kinder ist Bewegung an der frischen Luft gesund, außerdem lernen sie, sich gut und sicher im Verkehr zu bewegen und tun der Umwelt etwas Gutes.“

Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Die Aktionstage bieten Kindern die Chance, die vielen positiven Effekte zu entdecken, die es mit sich bringt, wenn sie den Schulweg eigenständig bewerkstelligen. Die Bewegung tut ihrer Gesundheit gut, außerdem können sie gemeinsam mit Mitschülerinnen und Mitschülern, mit Freundinnen und Freunden zur Schule oder Kita gehen. Das macht Spaß und nebenbei gewinnen sie langfristig Sicherheit im Straßenverkehr.“

Udo Beckmann, VBE-Bundesvorsitzender: „Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher und die Schulleitungen können im Rahmen der Aktionstage gemeinsam mit den Eltern und Schülerinnen und Schülern erproben, welche Auswirkungen es hat, wenn die Kinder selbstständig zu Fuß, mit dem Roller oder dem Rad zur Schule kommen. Gleich morgens körperlich aktiv zu sein, hilft ihnen dabei, im Unterricht konzentriert zu bleiben, sie werden ausgeglichener und aufnahmefähiger. Außerdem können so gefährliche Situationen, die immer wieder durch das Bringen der Kinder mit dem Auto entstehen, vermieden werden.“

Im Rahmen der Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ vom 21. September bis 2. Oktober 2020 können Kinder mit ihren Lehrkräften und Erzieherinnen und Erziehern eigene Projekte rund um das Thema zu Fuß zur Schule und zur Kita entwickeln. Die Aktionstage richten sich gezielt an Grundschulen und Kindertageseinrichtungen. Viele Materialien wie kostenlose Aktionsposter, Infoflyer und Projektideen gibt es unter: www.zu-fuss-zur-schule.de.


Pressekontakt:
Anne Fröhlich, VCD-Pressestelle  • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org  • Twitter: @VCDeV
Uwe Kamp, DKHW-Pressesprecher • Telefon 030/308693-11 • presse@dkhw.dewww.dkhw.de • Twitter: @DKHW_de
Anne Roewer, VBE-Pressereferentin • Telefon 030/7261966-17 • presse@vbe.dewww.vbe.de


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) vertritt als parteipolitisch unabhängige Gewerkschaft die Interessen von ca. 164.000 Pädagoginnen und Pädagogen – aus Kinderbereich, Primarstufe, Sekundarstufen I und II und dem Bereich der Lehrerbildung – in allen Bundesländern. Der VBE ist eine der beiden großen Lehrergewerkschaften in Deutschland und mitgliederstärkste Fachgewerkschaft im dbb Beamtenbund und Tarifunion. Unter dem Dach des dbb vertritt der VBE gleichermaßen die Interessen der verbeamteten und tariflich beschäftigten Mitglieder. Er setzt sich für die Stärkung des Lehrerberufs, eine an der Profession orientierte Lehrerbildung, die Anerkennung der Gleichwertigkeit der Lehrämter und eine gleiche Bezahlung für alle Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen ein. Er fordert für die Erzieherinnen und Erzieher eine Ausbildung an Fachhochschulen auf europäischem Niveau.

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news-3631 Fri, 15 May 2020 13:34:00 +0200 Menschenleben schützen, nicht das Recht auf Rasen! http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/menschenleben-schuetzen-nicht-das-recht-auf-rasen/ StVO-Reform soll kurz nach Inkrafttreten wieder aufgeweicht werden. VCD fordert Bundesverkehrsminister Scheuer auf, dem Druck nicht nachzugeben. Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr, kommentiert: „Ein Verkehrsminister verteidigt das Recht auf deutliche Geschwindigkeitsübertretungen, das ist eine Ohrfeige für viele andere Verkehrsteilnehmer! Niemand muss in der Stadt mehr als 20 Stundenkilometer schneller fahren als erlaubt. Statt solchen Forderungen nachzugeben, sollte sich Herr Scheuer lieber für mehr Sicherheit auf unseren Straßen einsetzen.

Ein Fahrverbot bei einer einmaligen Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h innerorts und 26 km/h außerorts bezeichnet das Verkehrsministerium als unverhältnismäßig. Diese Ansicht teilt der VCD nicht. Ein solches Fahrverbot kann oft besser als ein Bußgeld dazu führen, dass Menschen ihr Verhalten überdenken und entsprechend ändern.

Wir erinnern uns: Ziel der StVO-Novelle war es, Mobilität sicherer, klimafreundlicher und gerechter zu machen. Die neuen Regeln sollten insbesondere Verkehrsteilnehmer ohne eingebauten Airbag besser schützen, wie Kinder, Fußgänger und Radfahrer. Gerade für letztere hat die neue StVO auch durchaus einige Verbesserungen gebracht. 

Jetzt plant der Verkehrsminister bei der ersten sich bietenden Gelegenheit die Rolle rückwärts. Dabei dürfte auch ihm bekannt sein: Die Geschwindigkeit um mehr als 20 km/h zu überschreiten führt zu erheblichen Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer. Die Bremswege werden deutlich länger, Verletzungen schwerer und die Todesrate zum Beispiel für Fußgänger steigt um ein Vielfaches. Autofahrer, die sich nicht an die Regeln halten, mit Fahrverboten zu bestrafen, ist deshalb völlig richtig. Wer dies für nicht zumutbar hält, ist als Verkehrsminister einer Bundesregierung, die sich zu Vision Zero - Null Verkehrstote bekennt, eine Fehlbesetzung.“

 

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Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 0171/ 650 24 09 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3626 Wed, 06 May 2020 12:37:34 +0200 Wohnen und Mobilität: Bundesweites Projekt zu umwelt- und sozialverträglichen Mobilitätskonzepten für Wohnquartiere http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/wohnen-und-mobilitaet-bundesweites-projekt-zu-umwelt-und-sozialvertraeglichen-mobilitaetskonzepten-f/ Das Projekt des ökologischen Verkehrsclubs VCD will Austausch und Zusammenarbeit von Wohnungsunternehmen, Kommunen und Mobilitätsdienstleistern stärken. Mieter sollen in ihrem Quartier mit attraktiven Alternativen zum eigenen Auto unterstützt werden, nachhaltig mobil zu sein und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Berlin, 06. Mai 2020. Der ökologische Verkehrsclub VCD startet das Projekt „Bundesweites Netzwerk Wohnen und Mobilität“. Das Nachfolgeprojekt baut auf den Erfahrungen des vorangegangenen Projekts „Wohnen leitet Mobilität“ auf und wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) vom Bundesumweltministerium gefördert. Seit 2017 informiert und berät der VCD mit großem Erfolg in den Metropolregionen Kiel, Hannover, Darmstadt, Chemnitz und Berlin, wie innovative Mobilitätskonzepte in Wohnquartieren umgesetzt werden können. Dieses Konzept wird nun bundesweit fortgesetzt und ausgebaut. Zentrales Anliegen des Projekts ist es, die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu unterstützen. Millionen Menschen entscheiden täglich an der Haustür, welches Verkehrsmittel sie nutzen. Gute Mobilitätsangebote am Wohnort tragen dazu bei, dass Mieter auf klimaverträglichere Verkehrsmittel umsteigen und sich die CO2-Emissionen im Mobilitätsbereich spürbar reduzieren.

René Waßmer, Projektleiter „Bundesweites Netzwerk Wohnen und Mobilität“: „Unser Projekt zielt darauf ab, intelligente Mobilität am Wohnstandort so zu fördern, dass Mieter ebenso bequem auf das Fahrrad, den Bus oder Sharing-Angebote zugreifen können, wie bisher auf den privaten Pkw. Verschiedene Mobilitätsangebote und die dazu notwendige Infrastruktur schaffen einen wirkungsvollen Anreiz,  auf das Auto im Privatbesitz zu verzichten. Das können beispielsweise sichere Abstellanlagen für Fahrräder, Rollatoren und Kinderwagen sein oder die Einrichtung einer Carsharing-Station im Wohngebiet.“ 

Die Beschäftigung mit nachhaltiger Mobilität im Wohnungsbau und der Bestandsbewirtschaftung steht bei vielen Unternehmen noch am Anfang, gerät aber immer mehr als ein dringendes Thema in den Fokus der Planungsprozesse. Auch auf politischer Ebene wird der Druck größer, die Rahmenbedingungen zugunsten einer umweltverträglichen Mobilität zu verbessern. Wohnungsunternehmen müssen sich in Zukunft nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus ökologischen und sozialen Gründen intensiver mit innovativen, integrierten und nachhaltigen Mobilitätskonzepten auseinandersetzen.
Dafür werden Wohnungsunternehmen, kommunale Verwaltungen, Mobilitätsdienstleister (z. B. Verkehrsbetriebe, Car- und Bike-Sharing-Anbieter) sowie Städteplaner oder Architekten in bundesweit acht Regionen (mit jeweils zwei Städten) angesprochen, inhaltlich geschult und ihre Vernetzung untereinander gefördert. Die dadurch ermöglichten Kooperationen sollen die Umsetzung konkreter Maßnahmen vor Ort anstoßen. Die Beratungen und die intensive Netzwerkarbeit tragen dazu bei, intelligente Mobilitätskonzepte im Bestand und im Neubau zu implementieren, um so den mobilitätsbedingten CO2-Ausstoß im und ausgehend vom Wohnquartier zu reduzieren. Die Akteure können sich auf die Handlungsempfehlungen stützen, die das Bundesumweltministerium (BMU) und der VCD im November 2019 veröffentlicht haben. Das Projekt wird in den kommenden drei Jahren mit insgesamt rund 2,1 Millionen Euro aus Mitteln der NKI gefördert.

Für die neuen Projektregionen Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sucht der VCD noch Kommunen, die mit Unterstützung des Projektes innovative Mobilitätskonzepte in Wohnquartieren umsetzen wollen. Der VCD ruft interessierte Kommunen aus diesen Regionen auf, sich zeitnah beim Projekt zu melden, gern per Mail an den Projektleiter René Waßmer: rene.wassmer@vcd.org.

Die Handlungsempfehlungen „Intelligent mobil im Wohnquartier“ finden sie hier: womo.vcd.org

 

Pressekontakt:
René Waßmer, VCD-Projektleiter  • Telefon 030/280351-31 • rene.wassmer@vcd.org 
Anne Fröhlich, VCD-Pressestelle • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org  • Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3625 Mon, 04 May 2020 15:55:48 +0200 Verkehrswende nicht ausbremsen beim Autogipfel: Mobilitätsprämie statt Autoprämie! http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/verkehrswende-nicht-ausbremsen-beim-autogipfel-mobilitaetspraemie-statt-autopraemie/ Eine neue Abwrackprämie für Benziner und Diesel ist aus Sicht des VCD ein Irrweg. Statt das klimaschädliche Geschäftsmodell der Autoindustrie zu stützen, muss der notwendige Umbau vorangetrieben werden. Nur so gelingt der Neustart in die grüne Mobilität. Vor dem morgigen Autogipfel im Kanzleramt fordert der ökologische Verkehrsclub VCD, Forderungen der Autoindustrie nach einer Kaufprämie für Verbrenner abzulehnen. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, kommentiert:

„Statt einer reinen Autoprämie brauchen wir eine Mobilitätsprämie für alle. Den Verkauf umweltschädlicher Verbrenner zu fördern verfestigt das überholte Geschäftsmodell der Autoindustrie und erschwert den Umstieg auf E-Mobilität. Wir wollen ein Startgeld für grüne Mobilität, das man auch für Bus- und Bahn-Abos, Fahr- und Lastenräder oder Sharing-Angebote nutzen kann.
Das Wort „Abwrackprämie“ wird zwar geflissentlich vermieden, im Kern geht es aber um das Gleiche: Der Kauf von neuen Autos soll durch eine Prämie aus Steuergeldern gefördert werden. Warum jetzt noch der Absatz von Benzinern und Dieseln angeschoben werden sollte, ist aber völlig unverständlich.
Die Aussage von VDA-Chefin Hildegard Müller, auch moderne Verbrennungsmotoren lieferten einen "erheblichen Beitrag für Umwelt- und Klimaschutz", ist ein Hohn. Dieses rückwärtsgewandte Denken schadet der Wettbewerbsfähigkeit der Autohersteller. Jetzt muss es darum gehen, die Transformation der Autoindustrie vom reinen Pkw-Produzenten hin zum modernen Mobilitätsdienstleister zu gestalten.“
 

Mehr dazu: www.vcd.org/themen/verkehrspolitik/nach-corona-neustart-in-die-gruene-mobilitaet


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3621 Wed, 29 Apr 2020 11:52:01 +0200 Deutsche EU-Ratspräsidentschaft: Bundesregierung muss europäische Verkehrspolitik auf Klimaschutzkurs bringen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/deutsche-eu-ratspraesidentschaft-bundesregierung-muss-europaeische-verkehrspolitik-auf-klimaschutzku/ Umweltverbände stellen Forderungen an deutsche EU-Ratspräsidentschaft für den Verkehrssektor – Europäische Verkehrspolitik steht im Fokus des Green Deals – Bundesregierung muss emissionsfreie Antriebe, an Klimaschutz orientierte Abgaben und Verkehrswende forcieren Berlin. In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der ökologische Verkehrsclub VCD sowie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Bundesregierung auf, ihre EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 für eine ambitionierte Klimaschutzpolitik zu nutzen. Aus Sicht der Verbände sollte die Bundesregierung Klimaschutz im Verkehr während der EU-Ratspräsidentschaft zu einem zentralen Thema für Europa machen. 

Die Bundesregierung sollte mit den Entscheidungen und Prozessen während der EU-Ratspräsidentschaft die Zielsetzung des Green Deal unterstützen und dessen Umsetzung vorantreiben. Vor diesem Hintergrund haben die unterzeichnenden Verbände ein Memorandum zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft erstellt, das die zentralen Meilensteine einer zukunftsgerechten europäischen Verkehrspolitik benennt. Die Ratspräsidentschaft muss ein europäisches Klimaschutzgesetz voranbringen, das das EU-Klimaziel für 2030 anhebt und Klimaneutralität deutlich vor 2050 sicherstellt.

Die von der Kommission angekündigte Strategie für eine nachhaltige und intelligente Mobilität muss einen verbindlichen Pfad für einen raschen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energien im Verkehrsbereich aufzeigen und dazu emissionsfreie Antriebe als Eckpfeiler der europäischen Klima- und Industriepolitik forcieren. Energiesteuern und Straßennutzungsgebühren sollten dazu an CO2-Emissionen ausgerichtet und umweltschädliche Steuerprivilegien beendet werden. Während ihrer Präsidentschaft muss die Bundesregierung die Verkehrswende auch abseits der Straße voranbringen, etwa mit Impulsen für eine europäische Bahn- und Radverkehrspolitik.

Weitere Informationen: Das Memorandum und den offenen Brief finden Sie unter: https://www.vcd.org/startseite/newsroom-uebersicht/vcd-verkehrswende-blog/klimaschonende-mobilitaet-in-den-fokus-ruecken-forderungen-von-bund-duh-und-vcd-an-die-anstehende-de/

Kontakte:
DUH: Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer, Mobil: 0171 3649170, E-Mail: resch@duh.de
Pressestelle: Marlen Bachmann, Thomas Grafe, Telefon: 030-240086720, E-Mail: presse@duh.de
VCD: Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD, Mobil: 0177-1702461, E-Mail: michael.mueller-goernert@vcd.org
Pressestelle: Franziska Fischer, VCD Pressesprecherin, Telefon: 030-28035112, E-Mail: presse@vcd.org
BUND: Jens Hilgenberg, Verkehrsexperte des BUND, Mobil: 0151-6313302, E-Mail: jens.hilgenberg@bund.net
Pressestelle: Daniel Jahn, BUND-Pressesprecher, Mobil: 0170-1606658, E-Mail: presse@bund.net

 

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news-3620 Tue, 28 Apr 2020 12:15:25 +0200 VCD-Positionspapier: So klappt der Neustart in die grüne Mobilität http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-positionspapier-so-klappt-der-neustart-in-die-gruene-mobilitaet/ Konjunkturpakete müssen an Umwelt-Kriterien geknüpft werden, um den Umbau zu einer ökologisch-sozialen Mobilität voranzutreiben. Ein VCD-Positionspapier nennt Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden müssen. Gemeinsam mit einem breiten Bündnis fordert der VCD eine Mobilitätsprämie für alle, mit der man auch E-Bikes, BahnCards und ÖPNV-Abos kaufen kann. Um ökologisch-soziale Mobilität zu fördern, müssen Konjunkturpakete so gestaltet werden, dass sie vor allem den Umweltverbund aus Bahn, Bus, Fuß- und Radverkehr stärken. Der VCD fordert im Rahmen eines breiten Verbände- und Unternehmensbündnis eine Mobilitätsprämie für alle, die nachhaltige Mobilität stärken soll.

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD: „Eine reine Autoprämie darf es nicht geben, diesen Fehler haben wir schon einmal gemacht. Eine Lockerung der Umweltauflagen für die Branche wäre ebenfalls der falsche Weg. Außerdem lösen Investitionen in die Fahrzeugindustrie die verhältnismäßig geringsten Beschäftigungswirkungen aus, das zeigt eine Studie unseres österreichischen Partnerverbandes VCÖ. Deshalb fordern wir ein „Startgeld grüne Mobilität“. Damit kann man sich etwa eine BahnCard, ein ÖPNV-Abo oder ein E-Rad oder Lastenrad kaufen. Oder man nutzt das Startgeld für Car- und Bikesharing-Angebote oder als Beitrag zum Kauf eines E-Autos.“   

In Folge der Corona-Pandemie leidet die Mobilitätsbranche unter einer schweren Krise. Autoindustrie und Fluggesellschaften stehen vor großen Herausforderungen. Der öffentliche Verkehr mit Bussen und Bahnen hat einen dramatischen Fahrgastrückgang und hohe Einnahmeverluste zu verkraften. Damit Menschen auf den Straßen Abstand halten können, sind eine gute Infrastruktur sowie wesentlich mehr Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer wichtig. Die Chance, den öffentlichen Raum besser und gerechter aufzuteilen, gilt es jetzt zu nutzen.  

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD: „Wir müssen jetzt die Chance für einen Neustart in die grüne Mobilität nutzen. Mit dem Startgeld grüne Mobilität können wir Menschen beim Umstieg auf umweltschonende Verkehrsmittel unterstützen und die Wirtschaft ankurbeln. Wir müssen Mobilität neu denken und dabei mutig sein. Städte wie Mailand oder Brüssel richten jetzt Vorrangzonen für Fuß- und Radverkehr ein. Berlin richtet zahlreiche sogenannte zusätzliche oder verbreiterte Pop-up bike-lanes ein, von denen einige permanent bestehen bleiben sollen. Das müssen wir überall in Deutschland tun. Wir brauchen die Verkehrswende – mehr denn je. Für Mensch, Umwelt und Klima.“ 


Zum Positionspapier des VCD: https://www.vcd.org/themen/verkehrspolitik/nach-corona-neustart-in-die-gruene-mobilitaet

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert • verkehrspolitischer Sprecher VCD • michael.mueller-goernert@vcd.org
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • 0171/60 52 409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3619 Mon, 27 Apr 2020 15:00:00 +0200 Mit dem E-Rad fit und gesund durch die Krise – VCD gibt fünf Tipps zum richtigen Training http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/mit-dem-e-rad-fit-und-gesund-durch-die-krise-vcd-gibt-fuenf-tipps-zum-richtigen-training/ Mit dem Elektro-Rad kann jeder in Zeiten von Corona mobil bleiben, auch ohne eigenes Auto. Besonders für die Risikogruppe, also ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Menschen, ermöglicht das Pedelec dank Motor-Unterstützung Bewegung an der frischen Luft. Das fördert nicht nur Fitness und Gesundheit, sondern schont auch die Umwelt. Für das optimale Training mit dem Pedelec hat der ökologische Verkehrsclub VCD fünf Tipps zusammengestellt. Berlin, 27. April 2020. Ohne große Anstrengung bergauf fahren, schwere Einkäufe transportieren und mit dem Rad ganz entspannt ans Ziel kommen. Im Alltag und vor allem auf Strecken bis zehn Kilometer ist das E-Rad flexibler und schneller als das Auto oder der ÖPNV. Nicht ohne Grund liegt es im Trend, jedes dritte hierzulande verkaufte Rad hat inzwischen einen Motor. „Mithilfe des ‘eingebauten Rückenwindes‘ lassen sich auch längere oder steilere Strecken gut bewältigen – unabhängig vom Fitnesslevel“, erklärt Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr.

Von den gesundheitlichen Vorzügen ist auch Dr. Achim Schmidt, Radsportexperte an der Deutschen Sporthochschule Köln, überzeugt: „Mit dem Pedelec lässt sich eine aktive und gesunde Mobilität leicht in den Alltag integrieren. Das macht es gerade für ältere oder körperlich eingeschränkte Menschen zum idealen Trainingsgerät. Bei Übergewicht, aber auch bei Diabetes, Asthma, Arthrose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat E-Radfahren einen positiven Einfluss. Es stärkt das Immunsystem, aktiviert den Stoffwechsel, baut Stress ab und steigert die Ausdauer – und das schon bei zwei- bis dreimal Training pro Woche.“

Im Ratgeber „Fit und gesund mit dem Pedelec“ hat der VCD spezielle Tipps und Trainingspläne für unterschiedliche Ansprüche vom Einsteiger bis zum Alltagsradler zusammengestellt. Die wichtigsten Ratschläge im Überblick:

  • Für jedes Pedelec-Training gilt: Hohe Trittfrequenz und leichte Gänge erhöhen den Trainingseffekt und sind gelenkschonend. Man darf ruhig einmal aus der Puste kommen, sollte sich aber insgesamt wohlfühlen. In unserem Fitnessplan erklären wir, wie Sie ihre Trainingsherzfrequenz bestimmen und die Belastung für das Herz-Kreislaufsystem optimal halten.
  • Um Rücken- oder Knieschmerzen zu vermeiden, sollte das E-Rad optimal eingestellt sein. Am besten lassen Sie Ihr Pedelec vor Trainingsbeginn beim Fachhändler durchchecken. Wer länger nicht Fahrrad gefahren ist, kann sich auf einer unbefahrenen Strecke oder Fläche wieder damit vertraut machen. Auch spezielle Pedelec-Kurse sind zu empfehlen. Auf der Seite des VCD finden Sie eine Übersicht über Angebote in Ihrer Nähe:
    e-radfahren.vcd.org/e-rad-kurse
  • Gerade der Arbeitsweg lässt sich perfekt als Trainingsstrecke nutzen. Radeln Sie morgens mit höherer Motorunterstützung ins Büro, um zügig und trotzdem ohne Schweißflecken unter den Armen anzukommen. Nach der Arbeit und ohne Zeitdruck folgt dann das Training mit weniger Hilfe durch den Elektromotor. Auch Umwege für Einkäufe oder notwendige Erledigungen können unkompliziert eingebaut werden.
  • Es gibt zahlreiche Anbieter, die E-Räder verleihen. So können Sie testen, welches Modell zu Ihnen passt, denn E-Bikes sind eine größere Investition als ein normales Rad. Zur Kaufberatung stellt der VCD in seiner E-Rad Datenbank eine Auswahl verschiedener Modelle, Informationen und Preise zu E-Bikes, Pedelecs und S-Pedelecs bereit. (e-radkaufen.vcd.org)
  • Fitness-Apps fürs Smartphone können zum Pulsmessen oder zur Trainingsdokumentation genutzt werden.


Weitere Informationen

Der 48-seitige Fitnessplan "Fit und gesund mit dem Pedelec – ein Fitnessplan für (Neu-) Einsteiger, Gelegenheits- und Alltagsradler" wurde vom Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur gefördert. Sie können ihn auf der Website kostenlos herunterladen oder gegen eine Versandkostenpauschale von 2,55 Euro im VCD-Shop bestellen.

Mehr Informationen sowie das PDF zum Download und den Link zum VCD-Shop finden Sie auf: e-radfahren.vcd.org/fitness-und-gesundheit/fitnessplan/

 

Pressekontakt:
Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr • fahrrad@vcd.org
Anne Fröhlich, VCD-Pressestelle • 0171/60 52 409 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV 

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3618 Sat, 25 Apr 2020 06:01:00 +0200 Grüne Mogelpackung Plug-in-Hybride: BUND und VCD fordern realistische Angaben und Streichung von Vergünstigungen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/gruene-mogelpackung-plug-in-hybride-bund-und-vcd-fordern-realistische-angaben-und-streichung-von-ver/ Anlässlich der Diskussion um Kaufbeihilfen und Steuernachlässe für Pkw haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der ökologische Verkehrsclub VCD den realen Umweltvorteil von Plug-in-Hybriden überprüft. In einem gemeinsamen Papier untersuchen die Verbände, welchen Beitrag Plug-in-Hybride tatsächlich leisten können, um den Kraftstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen von Pkw zu mindern. Das Ergebnis: Umwelt und Verbraucher haben wenig positiven Nutzen von Plug-In-Hybriden Gemeinsame Pressemitteilung

Berlin, 25. April 2020. Angaben der Hersteller weisen die Fahrzeuge als saubere Alternative zum reinen Benzin- oder Diesel-Pkw aus, die typische Nutzung im Alltagsbetrieb steht dem jedoch häufig entgegen. Trotz der aus Sicht von BUND und VCD unrealistischen Herstellerangaben gibt es für Plug-in-Hybride zahlreiche Anreize zum Kauf. Davon profitieren jedoch vor allem die Hersteller, die mit den Fahrzeugen ihre CO2-Vorgaben, die die EU-Grenzwertregulierung ihnen auferlegt, verbessern.

„Es ist absurd, dass Plug-in-Hybride weiterhin mit völlig unrealistischen Verbrauchswerten in die Berechnungen der CO2-Flottenwerte eingehen und dank sogenannter „super credits“ sogar mehrfach angerechnet werden“, kritisiert Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. „Vor allem Premiumhersteller werden diese Anreize nutzen, um anstehende Strafzahlungen der EU zu vermeiden. So könnten zunehmend Plug-in-Modelle auf den Markt gelangen, deren tatsächlicher Kraftstoffverbrauch sehr viel höher liegt. Diesen Umstand blendet die Politik völlig aus.“

Damit Plug-in-Fahrzeuge tatsächlich einen Umweltvorteil gegenüber Fahrzeugen ohne zusätzlichen Elektromotor entfalten, muss laut BUND und VCD gewährleistet sein, dass die Fahrzeuge vorwiegend elektrisch betrieben und mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen werden. Nur dann sind die aktuellen Kaufbeihilfen zu rechtfertigen.

Dazu Jens Hilgenberg, Leitung Verkehrspolitik des BUND: „Kaufbeihilfen oder andere Vergünstigungen dürfen Käufern von Plug-in-Hybriden nur dann gewährt werden, wenn diese nachweisen, dass sie ihr Fahrzeug zum weitaus überwiegenden Teil elektrisch betrieben haben. 70 bis 80 Prozent muss der elektrische Anteil mindestens betragen. Der Nachweis kann durch Auslesen des Bordcomputers erbracht werden, Beihilfen würden dann erst im Nachgang ausgezahlt. Diese Regelung muss insbesondere beim halbierten Steuersatz bei der Dienstwagenbesteuerung Anwendung finden. Wenn ein solcher Nachweis nicht erfolgt, müssen Kaufprämien und sonstige Begünstigungen gestrichen werden.“

Die Vergünstigungen für Plug-in-Hybride – sowohl bei der Anrechnung in der europäischen CO2-Grenzwertregulierung als auch in der nationalen Steuergesetzgebung – entbehren derzeit für die meisten Plug-in-Hybride jeglicher Grundlage und müssen aus Sicht von BUND und VCD beendet oder neu geregelt werden. Die sogenannten super-credits, also die Mehrfachanrechnung in der EU-Grenzwertberechnung, tragen nicht dazu bei, dass Automobilhersteller ihre Neuwagenflotte klimaverträglich ausrichten und sollten ebenfalls gestrichen werden. Vielmehr ermöglicht sie Autokonzernen, weiterhin verbrauchsintensive Pkw zu verkaufen, indem sie ihre Verbrauchswerte durch die Mehrfachanrechnung von Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden schönrechnen.

Faktenpapier von BUND und VCD: https://www.vcd.org/startseite/newsroom-uebersicht/vcd-verkehrswende-blog/plug-in-hybride-gruene-mogelpackung-statt-sauberer-loesung-fuer-die-umwelt-bund-und-vcd-fordern-real/

Kontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD, Mobil: 0177-170 24 61, E-Mail michael.mueller-goernert@vcd.org

Jens Hilgenberg, BUND-Verkehrsexperte, Mobil: 0151-56313302, E-Mail: jens.hilgenberg@bund.net

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news-3615 Fri, 24 Apr 2020 10:18:51 +0200 Schluss mit dem Regelwirrwarr für Fahrgäste http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/schluss-mit-dem-regelwirrwarr-fuer-fahrgaeste/ Breites Bündnis fordert bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Öffentlichen Verkehr Berlin, 24. April 2020. In der Allianz pro Schiene organisierte Gewerkschaften und Fahrgastverbände haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten aufgefordert, bei ihrer nächsten Konferenz am 30. April bundesweit einheitliche Regeln für das Tragen von Masken im Öffentlichen Verkehr zu verabreden.

Klares Nein zu Sonderregeln allein für den öffentlichen Verkehr

Außerdem müssten Bund und Länder die verbliebenen Regelungslücken schließen und die Maskenpflicht für alle öffentliche Verkehrsmittel einschließlich Flugzeug, Taxen und privater Fahrdienste einführen. Der Schutz dient Fahrgästen und Beschäftigten. Den Aufruf unterzeichnet haben die Allianz pro Schiene, die Eisenbahngewerkschaften EVG und GDL, der Fahrgastverband Pro Bahn, der Deutsche Bahnkunden-Verband und der Verkehrsclub Deutschland VCD.

Unverzichtbar sei die Maskenpflicht auch für den Einkauf im Einzelhandel und vergleichbare öffentliche Räume. Eine Sonderregelung allein für den Öffentlichen Personenverkehr wie in Berlin lehnen die Fahrgastverbände und Gewerkschaften entschieden ab. Das Bündnis erwartet von der Politik bereits jetzt eine Zusage, dass die Maskenpflicht im Öffentlichen Personenverkehr nur befristet gelten und regelmäßig überprüft werden soll. Zudem müsse sie auch für die Beschäftigten gelten. EVG und GDL sehen die Arbeitgeber in der Pflicht, den Schutz der Angestellten zu gewährleisten. Die Schutzregeln für die Fahrgäste und deren Einhaltung müsse dagegen der Bund festlegen, so das Verbändebündnis. Dies dürfe nicht Ländern oder Unternehmen überlassen werden, schon um verwirrende Abweichungen zu vermeiden. Auch die Kontrolle der Einhaltung der Regeln und eine ausreichende Bereitstellung der Masken sei Aufgabe der öffentlichen Hand und nicht der Unternehmen.

Zu bundesweit einheitlichen Regeln fehlt noch ein ganzes Stück

Einheitliche, bundesweit gültige Regeln im Öffentlichen Verkehr seien unverzichtbar für den Gesundheitsschutz und die Praxistauglichkeit. Beispielsweise sei unklar, in welchen Bundesländern die Maskenpflicht nur für Bus und Straßenbahn gelte und wo sie den gesamten Schienenverkehr erfasse. „Öffentliche Personenverkehrsmittel machen genau wie das Corona-Virus nicht an Bundeslandgrenzen halt“, betonen die Verbände. „Ein Flickenteppich ist für Fahrgäste und Beschäftigte unzumutbar und gesundheitspolitisch nicht zu rechtfertigen.“

Weitere Informationen:

 

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Pressekontakt:

Allianz pro Schiene 
Markus Sievers, 030. 246 25 99 - 20 / 0162. 211 53 64, markus.sievers@allianz-pro-schiene.de

VCD
Franziska Fischer,  0171/605 24 09, franziska.fischer@vcd.org 

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news-3602 Thu, 16 Apr 2020 11:11:38 +0200 Maske auf in Bus und Bahn - VCD begrüßt Schutzmasken-Empfehlung für den ÖPNV http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/maske-auf-in-bus-und-bahn-vcd-begruesst-schutzmasken-empfehlung-fuer-den-oepnv/ Der ökologische Verkehrsclub VCD hält zusätzliche Hygienemaßnahmen in öffentlichen Verkehrsmitteln, wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, in der derzeitigen Situation für sehr sinnvoll. Von einer ausnahmslosen Masken-Pflicht, wie sie einzelne Bundesländer fordern, rät der VCD jedoch aktuell ab. Philipp Kosok, VCD-Sprecher für ÖPNV und Bahn: “Wir sollten weder Fahrgäste noch Verkehrsbetriebe mit allzu strengen Auflagen überfordern. Die Bundesregierung hat eine klare Empfehlung ausgesprochen, das genügt. Die Pflicht, Schutzmasken zu tragen, würde auch Kontrollen und Bußgelder nach sich ziehen. Dass Verkehrsbetriebe jetzt ihre Fahrgäste kontrollieren oder gar an jeder Haltestelle Masken verteilen, ist aber kaum umzusetzen. Auch muss nicht jeder kleine Verstoß geahndet werden. Wir sollten erstmal auf die Eigenverantwortlichkeit der Fahrgäste bauen.”
 
Busse und Bahnen gehören unter normalen Umständen zu den sichersten Verkehrsmitteln. Damit sich die Fahrgäste in ihnen auch weiterhin sicher fühlen können, sind in den nächsten Monaten zusätzliche Hygienemaßnahmen in allen öffentlichen Verkehrsmitteln notwendig. Auch das verstärkte Reinigen von Haltegriffen, das automatische Öffnen aller Türen oder Desinfektionsmittel an Haltestellen können dazu zählen.  

Kosok weiter: “Dass die Masken einigen Fahrgästen noch etwas unheimlich erscheinen können, ist verständlich. Aber es ist eine sinnvolle Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie und ein Zeichen der Solidarität mit anderen Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel. Die Erfahrungen aus Asien zeigen, dass das Tragen von Masken im öffentlichen Raum schnell Akzeptanz findet.”  

Der VCD begrüßt, dass viele Verkehrsunternehmen den Schutz ihrer Mitarbeiter und Fahrgäste engagiert und verantwortungsvoll umsetzen. So haben beispielsweise die Österreichischen Bundesbahnen eine breit angelegte Informationskampagne gestartet und alle Mitarbeiter mit Masken ausgestattet. Die Berliner Verkehrsbetriebe bitten in ihren Social Media-Kanälen derweil Fahrgäste um ihre schönsten Masken-Selfies. Durch sinnvolle Sicherheitsmaßnahmen können sich die Nutzer bestmöglich geschützt fühlen, wenn der Nahverkehr in den nächsten Wochen wieder zunehmend stärker genutzt wird.
 

Pressekontakt: 
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org Twitter: @VCDeV  


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3601 Wed, 15 Apr 2020 10:56:03 +0200 Straßen für Menschen öffnen: Sicheren Fuß- und Radverkehr stärken http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/strassen-fuer-menschen-oeffnen-sicheren-fuss-und-radverkehr-staerken/ Abstand halten ist wichtig, um das Coronavirus eindämmen zu können, aber viele Rad- und Gehwege sind dafür zu schmal. Städte sollten verkehrsberuhigte Zonen, temporäre Radfahrstreifen und Spielstraßen für Kinder schaffen - Bund muss mit weiterer Novelle der Straßenverkehrsordnung langfristig Weichen stellen. Wer momentan notwendige Wege zurücklegen will, zur Arbeit oder zum Einkaufen, sollte möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sein. Bewegung an frischer Luft ist für die Gesundheit und das Wohlbefinden wichtig und macht in den öffentlichen Verkehrsmitteln Platz für die, die darauf angewiesen sind. Auf vielen Straßen aber drängen sich derzeit die Menschen. 

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Die Corona-Krise zeigt, dass viele Geh- und Radwege viel zu schmal sind. Um den notwendigen Abstand einzuhalten, muss man oft auf die Fahrbahn ausweichen. Wir brauchen mehr Platz auf den Straßen, damit Menschen sich nicht zu nahekommen.“  

Der VCD plädiert deshalb dafür, in Bereichen, in denen besonders viele Fußgänger und Radfahrende unterwegs sind, Straßen freizugeben und wenn möglich für den Autoverkehr zu sperren. Auch temporäre Radfahrstreifen können schnell umgesetzt werden und verschaffen Menschen mehr Platz im öffentlichen Raum. Wie es schnell und unkompliziert geht, zeigt gerade die Stadt Berlin.

Michael Müller-Görnert: „Städte sollten jetzt Straßen für Fußgänger und Radfahrer öffnen und verkehrsberuhigte Bereiche schaffen. Auch Spielstraßen für Kinder, die sich momentan zu viel in der Wohnung aufhalten, können schnell und unbürokratisch eingerichtet werden. Langfristig brauchen wir einen konsequenten Ausbau der Fuß- und Radinfrastruktur, das sehen wir jetzt wieder ganz deutlich.“   

Die aktuelle Novelle der Straßenverkehrsordnung, die demnächst in Kraft tritt, gibt Kommunen nun den Spielraum, beispielsweise Fahrradzonen oder punktuell Tempo 30-Zonen einzurichten. Niedrigere Geschwindigkeiten helfen, Unfälle zu vermeiden und Ärzte und Krankenhäuser zu entlasten. Aber für mehr Verkehrssicherheit und einen dauerhaften Ausbau der Fuß - und Radwege fordert der VCD eine weitere Öffnung des Straßenverkehrsrechts, die rasch vom Bundesverkehrsministerium auf den Weg gebracht werden muss. Dazu gehört auch, Tempo 30 grundsätzlich als Regelgeschwindigkeit innerorts einzuführen. Attraktivere Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr beschleunigen den Umstieg vom Auto, senken den CO2- und Schadstoffausstoß und tragen so zu einem umweltfreundlicheren und damit weniger gesundheitsschädlichen Verkehr bei. 


Pressekontakt:
Franziska Fischer, Pressesprecherin VCD • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.
 

 

 

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news-3597 Fri, 03 Apr 2020 13:56:44 +0200 Krisenfeste Mobilität muss jetzt unterstützt und gestaltet werden http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/krisenfeste-mobilitaet-muss-jetzt-unterstuetzt-und-gestaltet-werden/ Mobilität in der Corona-Krise ist eine Herausforderung. Um den Verkehr auf Dauer krisenfest zu machen, darf Klimaschutz nicht aus dem Blick geraten. Hilfen müssen Verkehrsträger stützen und klimaneutrale Mobilität fördern.
Berlin, 03. April 2020. Mobilität für Menschen auch in der Corona-Krise zuverlässig aufrecht zu erhalten, ist eine riesige Herausforderung. Vor allem der Nahverkehr, der dafür sorgt, dass notwendige Wege gut und so sicher wie möglich zurückgelegt werden können, braucht jetzt finanzielle Unterstützung.  
Schnelles Krisenmanagement hat angesichts der Nöte von Menschen und Wirtschaft Vorrang. Was beim Klimaschutz im Verkehr mühsam erreicht wurde, darf aber nicht wieder aufgehoben werden. Um Mobilität für die Zukunft krisenfest zu machen, müssen wir die richtigen Weichen stellen.   

Die Folgen der Corona-Krise für einzelne Verkehrsbereiche kommentieren die Sprecherinnen und Sprecher des VCD:   
 
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD:  
„Wir brauchen Konjunkturpakete, die Unternehmen im Bereich Mobilität vor den Folgen der Corona-Krise schützen und sie dauerhaft und nachhaltig widerstandsfähiger machen. Die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, haben weitreichende Auswirkungen. Der Klimaschutz im Verkehr darf nicht aufgeweicht werden. Sonst laufen wir Gefahr, nach Bewältigung der Corona-Krise an der nächsten Herausforderung, der Klimakrise, zu scheitern. Ohne Verkehrswende ist das nicht zu schaffen. Dafür müssen die richtigen Weichen gestellt werden und Investitionen zielgerichtet in den Ausbau einer nachhaltigen Infrastruktur fließen. Wir brauchen einen Ausbau der erneuerbaren Energien und den beschleunigten Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.“  
 
Alexander Kaas Elias, VCD-Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität: 
„Die Corona-Krise verändert unsere Arbeitswelt in vielerlei Hinsicht. Viele Unternehmen schaffen jetzt Möglichkeiten des mobilen Arbeitens. Um für die Zukunft besser gerüstet zu sein, ist der weitere Ausbau der Digitalisierung dringend erforderlich. Das trägt langfristig auch dazu bei, Verkehr zu vermeiden und besser zu organisieren und schont damit Umwelt und Klima. 

Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr:  
„Wie wichtig das oft unterschätzte Fahrrad für unser Verkehrs- und Gesundheitssystem ist, erleben wir jetzt. Daher müssen wir den notwendigen Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes nach der Corona-Krise viel konsequenter in Angriff nehmen. Wir müssen dafür sorgen, dass nicht nur für die Infrastruktur genug Geld eingestellt wird, sondern auch ausreichend qualifiziertes Personal für die Planung ausgebildet und in den Verwaltungen beschäftigt wird. Städte und Kommunen sollten schon jetzt, wo möglich, mehr Platz auf den Straßen für das Fahrrad schaffen. Der gesunde und umweltfreundliche Rad- und Fußverkehr muss sicherer werden, da helfen auch Geschwindigkeitsbegrenzungen in den Städten.“   

Philipp Kosok, VCD-Sprecher für Bahn und ÖPNV: 
“Obwohl derzeit deutlich weniger Menschen unterwegs sind und die Corona-Krise die Bus- und Bahnunternehmen vor enorme Herausforderungen stellt, halten sie den für die meisten Städten systemrelevanten Betrieb aufrecht. Häufig wird jetzt zum Samstagsfahrplan gefahren. So können alle, die an ihrem Arbeitsplatz unentbehrlich sind, zuverlässig an ihr Ziel kommen und dabei in den Fahrzeugen den gebotenen Abstand halten. Wenn die Verlagerung des Auto- und Flugverkehrs hin zu den umweltfreundlichen Verkehrsmitteln dauerhaft ins Stocken käme, ließe sich die Klimakrise nicht bewältigen. Ohnehin ging der Ausbau der dafür notwendigen Infrastruktur in den letzten Jahren zu langsam voran. Ein Konjunkturprogramm nach Corona sollte die bisher verpassten Investitionen nachholen. Der Bedarf ist riesig. Wichtige Bahnknoten wie Hamburg, Köln oder München sind seit Jahren überlastet und auch viele Straßenbahnstrecken werden zu langsam errichtet.”  


Pressekontakt:
Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 0171/605 24 09 • presse@vcd.org • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3586 Mon, 30 Mar 2020 16:59:20 +0200 Abstand in Bus und Bahn ermöglichen, Fahrpläne nicht zu stark ausdünnen http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/abstand-in-bus-und-bahn-ermoeglichen-fahrplaene-nicht-zu-stark-ausduennen/ Volle Busse und Bahnen sind in der Corona-Krise ein großes Sicherheitsrisiko. Einige ÖPNV-Unternehmen verkürzen ihren Fahrplan derzeit drastisch und riskieren so gefährliches Gedränge in den Fahrzeugen. Der ökologische Verkehrsclub VCD appelliert an die Verkehrsbetriebe, ausreichend Abstand zum Schutz der Fahrgäste zu ermöglichen. Philipp Kosok, VCD-Sprecher für ÖPNV: “Man kann sich leicht vorstellen, wie schwierig die Situation aktuell auch für die Verkehrsbetriebe ist. Die Fahrpläne dürfen aber trotz gesunkener Fahrgastzahlen nicht zu stark ausgedünnt werden. Der ÖPNV ist für viele Menschen unersetzlich. Sie müssen auch in Bus und Bahn den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten können. Wenn Fahrgäste im Bus direkt nebeneinandersitzen müssen ist es zu voll!” 

Ein einheitliches Vorgehen gibt es derzeit nicht. Während einige Städte in Nordrhein-Westfalen den Takt stark ausgedünnt haben, fahren etwa die öffentlichen Verkehrsmittel der Münchener Verkehrsgesellschaft fast wie gewohnt. Wie viele Busse und Bahnen gebraucht werden, muss aus Sicht des VCD individuell nach Region und aktuellem Verkehrsaufkommen entschieden werden. 

Philipp Kosok: „Viele Verkehrsbetriebe machen gerade mit dem Samstags- oder dem Ferienfahrplan gute Erfahrungen und ermöglichen ihren Fahrgästen so, den gebotenen Abstand einzuhalten. Länder und Kommunen müssen sie dabei schnell und konsequent unterstützen. Dies ist nicht die Zeit am ÖPNV zu sparen. Das heißt dann eben, lieber auch mal warme Luft durch die Gegend zu fahren, bevor sich Menschen in volle Fahrzeuge drängen müssen. Natürlich muss auch das Fahrpersonal bestmöglich geschützt werden, um das Angebot weiterhin aufrecht erhalten zu können. Einstieg an der ersten Bustür und Fahrkartenkauf beim Fahrer sollten jetzt tabu sein“.


Pressekontakt:
Philipp Kosok, VCD-Sprecher für ÖPNV • philipp.kosok@vcd.org bzw. Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 0171/605 24 09 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-3585 Wed, 25 Mar 2020 16:07:04 +0100 Corona-Hilfspaket: Schnelle Hilfen - ökonomisch, ökologisch und sozial gerecht ausgestalten http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/corona-hilfspaket-schnelle-hilfen-oekonomisch-oekologisch-und-sozial-gerecht-ausgestalten/ Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt, dass der Bundestag ein nie dagewesenes Hilfspaket beschlossen hat, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, kommentiert: „Menschen in Not zu unterstützen und die durch Corona geschwächte Wirtschaft zu stabilisieren, ist das Gebot der Stunde. Gut, dass die Bundesregierung hier schnelle und umfassende Hilfe leistet. Bei aller gebotenen Eile sollten wir aber die bestehenden Umweltauflagen nicht kurzfristig preisgeben, und entsprechenden Forderungen aus Politik oder Wirtschaft eine Absage erteilen. Alle Maßnahmen sollten dazu beitragen, die Wirtschaft zukunftsfähig zu machen und ökonomisch, ökologisch und sozial gerecht ausgestaltet werden.“ 

Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD •  0177-170 24 61 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw.Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 0171-605 24 09 • presse@vcd.org • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV 
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3573 Mon, 16 Mar 2020 14:26:44 +0100 Sinkender C02-Ausstoß: Verkehr bleibt Sorgenkind der Klimapolitik http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/sinkender-c02-ausstoss-verkehr-bleibt-sorgenkind-der-klimapolitik/ Die Treibhausgasemissionen sind in fast allen Wirtschaftsbereichen zum Teil deutlich zurückgegangen, zeigt eine Auswertung des Umweltbundesamts. Im Verkehr gab es aber einen leichten Anstieg. Michael Müller-Görnert, der verkehrspolitische Sprecher des ökologischen Verkehrsclub VCD, kommentiert: „Die CO2 Emissionen sind seit Jahrzehnten unverändert hoch und allen Klimaschutzmaßnahmen zum Trotz im letzten Jahr sogar leicht gestiegen. Lag der Anteil an den Gesamtemissionen Deutschlands 1990 noch bei 13 Prozent, sind es aktuell bereits 20 Prozent.

Die im Klimaschutzprogramm beschlossenen Maßnahmen für den Verkehr reichen nicht aus. Der Kfz-Bestand nimmt weiter zu und auch die Zahl der SUV. Steigende Fahrleistungen im Straßengüterverkehr machen die Effizienzsteigerungen bei Pkw und Lkw wieder zunichte. Zwei Gutachten, die letzte Woche veröffentlicht wurden, kommen zu dem Ergebnis, dass das Ziel, bis 2030 den CO2 Ausstoß im Verkehr um 42 Prozent zu verringern, deutlich verfehlt wird. Das ist eine schallende Ohrfeige für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Wir brauchen ein konsequentes Umsteuern im Verkehrsbereich: Mehr Anreize für klimaschonende Mobilität statt Vorfahrt fürs Auto. Vor allem in Städten sind Bus und Bahn sowie der Fuß- und Radverkehr das Grundgerüst einer umwelt- und sozialverträglichen Mobilität. Davon profitieren letztlich alle.“


Pressekontakt:
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD •  030/280351-19 • michael.mueller-goernert@vcd.org bzw.Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV

 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-3572 Fri, 13 Mar 2020 12:20:46 +0100 Bundesweites Aktionswochenende Kidical Mass am 21./22. März abgesagt http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/bundesweites-aktionswochenende-kidical-mass-am-2122-maerz-abgesagt/ Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus findet das bundesweite Aktionswochende der Kidical Mass am 21./22. März 2020 nicht statt. Zehntausende Kinder wollten in über 70 Städten für bessere Radwege und lebenswerte Städte protestieren. Der ökologische Verkehrsclub VCD, der die Kidical Mass unterstützt, hofft, dass die Aktion bald nachgeholt werden kann. “Der Schutz und die Sicherheit aller teilnehmenden Kinder und Erwachsenen hat oberste Priorität für uns, auch wenn wir natürlich enttäuscht sind, dass wir die KIDICAL MASS verschieben müssen” sagt Anika Meenken, Sprecherin für Radverkehr beim ökologischen Verkehrsclub VCD. “Wir hoffen, dass wir die Aktion bald nachholen können.”

„Die Kidical Mass wird aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Unsere Forderungen für kinder- und fahrradfreundliche Städte bleiben unverändert bestehen“, sagt Mitorganisator Steffen Brückner.

Für das Aktionswochenende waren mehr als 80 Fahrraddemos in über 70 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz angekündigt. Von Aachen bis Zürich sind neben fast allen größeren Städten auch Kreisstädte und ländliche Regionen bei der Initiative dabei. 

Die bundesweite Aktion wurde von der KIDICAL MASS KÖLN ins Leben gerufen. Sie wird von ADFC, Campact, Changing Cities, RADKOMM, VCD sowie mehr als 120 lokalen und regionalen Vereinen, Organisationen und Initiativen unterstützt und organisiert.


Kontakt:
Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr, 030/ 280 351 -403, anika.meenken@vcd.org Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin: 030/ 280 351 -12, presse@vcd.org


Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

 

 

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news-3571 Mon, 09 Mar 2020 14:48:57 +0100 „Platz da für die nächste Generation!“ Zehntausende Kinder und Familien erobern auf ihren Fahrrädern die Städte in Deutschland und der Schweiz. Erstmalig findet eine bundesweite KIDICAL MASS statt. http://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/platz-da-fuer-die-naechste-generation-zehntausende-kinder-und-familien-erobern-auf-ihren-fahrraedern/
Köln/Berlin 09. März 2020. Am 21. und 22. März 2020 werden zehntausende Kinder, Jugendliche und Familien auf Fahrrädern in mehr als 60 Städten in Deutschland und in der Schweiz eine riesige KIDICAL MASS veranstalten. Sie fordern eine neue Verkehrspolitik. „Wir wollen, dass sich Kinder sicher und selbständig mit dem Fahrrad in unseren Städten bewegen können. Die eigenständige Mobilität ist enorm wichtig für die kindliche Entwicklung, sie fördert Bewegung, Selbstbewusstsein und das soziale Miteinander. Würde ich mein Kind hier allein mit dem Rad fahren lassen? Wenn die Antwort nein lautet, dann muss was passieren. An dieser Frage muss sich eine Stadt messen lassen“, erklärt Organisatorin Simone Kraus.

Die bundesweite Aktion, die in dieser Form erstmalig ist, wurde von der KIDICAL MASS KÖLN ins Leben gerufen. Sie wird von ADFC, Campact, Changing Cities, RADKOMM, VCD sowie mehr als 110 lokalen und regionalen Vereinen, Organisationen und Initiativen unterstützt und organisiert.

Kinder und Familien setzen ein Zeichen

In unseren Städten sind die Bedingungen für Radfahrende, insbesondere für Kinder und Jugendliche sehr schlecht. Es fehlt vor allem an Platz: zu schmale, ungeschützte oder oft gar keine Radwege. Viele Eltern haben Angst um ihre Kinder und fahren sie lieber mit dem Auto.

85 Prozent der Befragten in den Großstädten und 74 Prozent insgesamt würden Kinder nur mit schlechtem Gefühl allein Fahrradfahren lassen (ADFC-Fahrradklima-Test 2018). Immer weniger Kinder können sicher Radfahren.

Die Politik tut viel zu wenig, um die Situation zu verbessern. Aktuelle Maßnahmen wie die Einrichtung von Fahrradstraßen, die dennoch für den Durchgangsverkehr offen sind, oder bloße Markierungen auf viel befahrenen Straßen reichen bei weitem nicht aus. Für eine Verkehrswende braucht es ein progressiveres Vorgehen, so wie es unsere europäischen Nachbarn etwa in Utrecht oder Gent vormachen. Dafür setzen sich die Initiative KIDICAL MASS und ihre Teilnehmer*innen ein.

Die KIDICAL MASS fordert kinder- und fahrradfreundliche Städte

Die KIDICAL MASS will die Menschen für eine nachhaltige Mobilität begeistern. Fahrradfahren muss sicher und bequem werden, damit alle Generationen aufsatteln.

„Wir wollen eine komplett andere Priorisierung und Flächenaufteilung bei der Stadt- und Verkehrsplanung. Wir fordern ein Umdenken bei Politik und Verwaltung hin zu einer Stadtplanung, die die Menschen in den Fokus rückt. Dazu gehören zwingend die fahrradfreundliche Gestaltung unserer Städte und die konsequente Umsetzung von Vision Zero. Denn Fahrradstädte sind auch kinderfreundliche Städte“, sagt Organisator Steffen Brückner.

Die Kinder wissen genau, wie eine fahrradfreundliche Stadt aussehen muss, beispielsweise der 11-jährige Johann: „Bequem nebeneinander Rad fahren und quatschen können und vor allem keine Autos mehr vor meiner Schule!“

Die KIDICAL MASS fordert Tempo 30 innerorts und durchgängige, engmaschige Radwegenetze in den Städten, in denen Schulradwegenetze integriert sind. Im Umfeld von Schulen sollen flächendeckend Fahrradstraßen und als Sofortmaßnahmen Schulstraßen nach Wiener Vorbild eingerichtet werden.

Anika Meenken, VCD-Sprecherin für Radverkehr und Mobilitätsbildung: „Wir müssen unsere Städte und Straßen so gestalten, dass sicheres Radfahren für alle Menschen möglich ist. Gerade Kinder und Jugendliche profitieren von einer Verkehrsraumgestaltung, die Fehler verzeiht. Damit Kinder mit dem Rad sicher unterwegs sind, braucht es jederzeit gute Sichtbarkeit, vor allem in Kreuzungsbereichen, und Tempo 30 innerorts als Regelgeschwindigkeit.“ 

Lebenswerte Städte für alle Generationen

Die Veranstalter betonen, dass die KIDICAL MASS mehr ist als eine Fahrraddemo. Die Initiative setzt sich für lebenswerte Städte für alle Generationen ein.  Eine kindersichere Radinfrastruktur ermöglicht angstfreies Radfahren für Menschen jeden Alters. Die kinderfreundliche, grüne Stadt hat jede Menge Platz zum Spielen - und für Begegnungen. Auch von der besseren Luft- und Lebensqualität einer Fahrradstadt profitieren alle.

Ein breites Aktionsbündnis

Bisher wurden mehr als 70 Fahrraddemos in mehr als 60 Städten angekündigt. Von Aachen bis Zürich sind fast alle größeren Städte dabei, dazu auch Kreisstädte und ländliche Regionen. Die Liste aller Aktionsstandorte finden Sie auf den Infoseiten der Initiative.

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer*innen stellen die KIDICAL MASS auf die Ra?der. Die KIDICAL MASS knüpft ein wichtiges Netzwerk und stärkt die soziale Bewegung für eine Mobilitätswende. Um den Forderungen auf Bundesebene weiteren Nachdruck zu verleihen, startet das Bündnis mit lokalen Petitionen zur Verkehrswende ab Mitte März auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact.

Hashtags: #FahrradGeneration, #KidicalMass

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Für weitere Informationen und Bildmaterial: Sebastian Züger – Pressesprecher KIDICAL MASS, +49 170 480 94 25, presse@kinderaufsrad.org, www.kinderaufsrad.org

Hinweise an Redaktionen

Für Ihre Berichterstattung finden Sie hier Fotos von der KIDICAL MASS 2019. Weiteres Foto- und Filmmaterial der Aktion KIDICAL MASS finden Sie auf der Aktionswebsite. Im Downloadbereich der Initiative gibt es am 22. März ab 17 Uhr aktuelle Pressefotos von den Aktionsstandorten.

Hintergrund KIDICAL MASS
Die KIDICAL MASS setzt sich mit ihren bunten Fahrraddemos für kinderfreundliche und lebenswerte Städte ein. Die Touren sind für alle von 0 bis 99 Jahre geeignet. Die Polizei sichert die Wege.

Die KIDICAL MASS wurde in 2008 in Oregon, USA ins Leben gerufen. Die ersten deutschen KIDICAL MASS fanden 2017/2018 in Städten wie Berlin, Darmstadt, Stuttgart und Köln statt. 2019 gab es bereits 30 KIDICAL MASS in Deutschland und der Schweiz mit teils 700–1.100 Teilnehmenden. Mit dem Aktionswochenende am 21. & 22. März 2020 findet die KIDICAL MASS zum ersten Mal bundesweit statt.

Pressekontakt VCD: Franziska Fischer, VCD-Pressesprecherin • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter:@VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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