Umfassende Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit

Crashtest Dummies
Foto: © Uygar Sanli/ PIXELIO

2008 wurden immer noch mehr als 12 Menschen pro Tag auf deutschen Straßen getötet - insgesamt 4.482 Personen. Über 400.000  wurden im Verkehr verletzt, davon mehr als 70.000 schwer. Die Zahl der Verkehrstoten ist seit dem Höchststand Anfang der 1970er Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Das ist eine erfreuliche Entwicklung. Doch die absoluten Zahlen sind nach wie vor erschreckend: Bei keiner anderen Technologie werden solche Opferzahlen toleriert.

Wer hinter den Zahlen das persönliche Schicksal der Unfallopfer sieht, kann nur eine akzeptable Zahl an Verkehrsopfern ableiten: Null! Der VCD engagiert sich deshalb seit Jahren für einen umfassenderen Ansatz in der Verkehrssicherheitspolitik: »Vision Zero«. Nicht der Mensch muss sich dem Verkehr anpassen, sondern der Verkehr dem Menschen. Nur wenn der Verkehr so organisiert ist, dass er Fehler verzeiht, kann die Zahl der schweren Unfälle spürbar sinken.

Leitgedanke von Vision Zero ist es, Verkehrssicherheit als gesellschaftliche Aufgabe zu verstehen und alle für das System Verkehr Verantwortlichen einzubeziehen. Von der Automobilindustrie bis zum Versicherer. Vom Fahrlehrer bis zur Verkehrsplanerin. »Vision Zero« ist deshalb viel mehr als eine Zielvorgabe. Es ist ein umfassendes Konzept mit einer Vielzahl von Maßnahmen.

Ein wichtiger Baustein für mehr Verkehrssicherheit ist die Senkung der Geschwindigkeit, die gerade in Deutschland auf allen Straßen viel zu hoch ist. Deshalb setzt sich der VCD für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen von 120 km/h und für geringere Geschwindigkeiten auf Landstraßen sowie innerorts ein. Der VCD hat bereits erfolgreiche Kampagnen für Tempo 30 entwickelt.
Das Verkehrsverhalten wird neben Regeln auch entscheidend von der Gestaltung des öffentlichen Raumes beeinflusst. Straßen in Städten und Dörfern sind mehr als Verkehrsflächen. Um dies wieder deutlich zu machen und den respektvollen Umgang aller Verkehrsteilnehmer miteinander zu fördern, setzt sich der VCD für Konzepte wie Shared Space ein. Verkehrssicherheit bedarf auch einer umfassenden Mobilitätserziehung, die neben Verkehrsregeln auch Alternativen zum Autoverkehr thematisiert und einen verantwortlichen Umgang mit sich selbst und anderen Verkehrsteilnehmern fördert - und das nicht nur in der Grundschule, sondern ein Leben lang. Der VCD entwickelt deshalb umfassende Schulungs- und Aktionsmaterialien für Kinder und Jugendliche und setzt sich für Verkehrssicherheitstrainings in Unternehmen und in der Berufsausbildung ein.

Der VCD macht sich außerdem stark für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum, damit jeder und jede sicher unterwegs sein kann: zu Fuß, mit dem Fahrrad, in Bus und Bahn und mit dem Auto.

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Verkehrssicherheit

Ansprechpartnerin

Anja Hänel, VCD-Verkehrsreferentin

Anja Hänel
Fon: 030/28 03 51-77
anja.haenel@vcd.org

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