Schienenlärm

U-Bahn
Foto: aboutpixel.de

Die Bahn ist zwar das umweltfreundlichste motorisierte Verkehrsmittel. Dennoch schädigt der Lärm von Personenzügen, Güterzügen und Straßenbahnen in Deutschland die Gesundheit von drei Prozent der Bevölkerung, das sind rund 2,5 Millionen Menschen.

Laut Prognosen wird der Schienenverkehr in den kommenden Jahren deutlich zunehmen, insbesondere der Güterverkehr. Die Bundesregierung strebt gemäß ihrer Nachhaltigkeitsstrategie eine Verdopplung des Schienengüterverkehrs bis 2010 an. Nachhaltigkeit bedeutet jedoch auch, den Verkehrslärm soweit einzuschränken, dass die Gesundheit der Bevölkerung nicht gefährdet wird.

Schienenverkehrslärm entsteht vor allem durch das Abrollen unebener Räder auf den Schienen, aber auch beim Anfahren und Bremsen, in den Kurven und durch aerodynamische Geräusche bei hohen Geschwindigkeiten. Dabei gibt es technische Möglichkeiten, mit denen Lärm reduziert werden kann.

Ein zentrales Problem der Bahn ist der große Bestand an Altfahrzeugen, insbesondere an Güterwagen, die bis zu 40 Jahre lang eingesetzt werden. Um das Leben der Anwohner erträglicher zu machen, wird viel Geld für Lärmschutzwände an den Schienen oder Lärmschutzfenster in den Gebäuden ausgegeben. Zusätzlich muss vor allem der Lärm an der Quelle − also beim Fahrzeug selbst − vermieden werden. Eine Umrüstung des kompletten Fuhrparks deutscher Bahnbetreiber wird aber noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Der VCD fordert daher:

  • Schaffung von Anreizen zum Einsatz leiserer Fahrzeuge, z.B. durch lärmabhängige Trassenpreise
  • Einführung von Standards für den Geräuschwert des Fahrweges
  • Emissionskontrollen durch eine staatliche Institution wie das Eisenbahnbundesamt

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