Schienenlärm
Die Bahn ist zwar das umweltfreundlichste motorisierte Verkehrsmittel. Dennoch schädigt der Lärm von Personenzügen, Güterzügen und Straßenbahnen in Deutschland die Gesundheit von drei Prozent der Bevölkerung, das sind rund 2,5 Millionen Menschen.
Erhebung: Lärmbelastung durch Güterzüge reduzieren

- Foto: VCD/M. Gloger
Güterverkehr auf der Schiene muss nicht laut sein. Es gibt technische Möglichkeiten, den Lärm zu reduzieren, z.B. durch den Einbau eines speziellen Drehgestells oder lärmarmer Bremsen, z.B. der Kunststoffsohle (K-Sohle). Während Neufahrzeuge bereits generell mit lärmarmen Bremsen ausgerüstet sind, wird die Umrüstung der Altfahrzeuge nur halbherzig angegangen. Während die Schweiz damit fast fertig ist, wird in Deutschland gerade erst damit begonnen. So sind beispielsweise erst acht Prozent der Güterwagen der Deutschen Bahn AG mit der K-Sohle ausgestattet. Den Unternehmen fehlen schlicht die Anreize, in die Umrüstung ihrer Güterwagen zu investieren, es „lohnt” sich wirtschaftlich nicht.
Mit der Datenerhebung zum Thema »Lärmbelastung durch Güterzüge reduzieren« möchte der VCD einen solchen »Anreiz« schaffen, indem leise und laute Güterwagen identifiziert und den Transportunternehmen zugeordnet werden.
Der Unterschied zwischen leisen und lauten Güterzügen ist wahrnehmbar. Menschen, die an hoch belasteten Güterstrecken wohnen, wissen das.
An Sie richten wir unsere Bitte: Helfen Sie uns, besonders laute und leise Güterzüge zu identifizieren. Füllen Sie das beigefügte Schienenlärmprotokoll aus und schicken Sie es an die unten angegebene VCD-Adresse.
Der VCD wird gemeinsam mit der TU Berlin die Protokolle auswerten und die Ergebnisse den Güterverkehrsunternehmen, der DB Netz AG und den politisch Verantwortlichen präsentieren, mit dem Ziel, dass die technischen Möglichkeiten zur Reduzierung von Schienenlärm an der Quelle unverzüglich umgesetzt werden.
Hier finden Sie die Dokumente zur Aktion zum Download:
- Anleitung zum Ausfüllen des Schienenlärmprotokolls (pdf, 66 KB)
- Schienenlärmprotokoll (pdf, 63 KB)

