VCD kritisiert: Tankrabatt entlastet einseitig Autofahrende, Deutschlandticket wird teurer
Christiane Rohleder, Bundesvorsitzende des VCD: „Hohe Kosten, wenig Wirkung: der Tankrabatt ist eine teure Gießkannenlösung. Für rund 2,5 Milliarden Euro Steuergelder sinken die Kosten für Autofahrerinnen und Autofahrer bis Jahresende im Schnitt um weniger als 40 Euro – echte Entlastung sieht anders aus. Gleichzeitig wird klimafreundliche Mobilität mit Bus und Bahn teurer. Das setzt die falschen Prioritäten.“
Statt Milliarden für billigeren Sprit auszugeben und Vielfahrende mit großen Spritschluckern zu begünstigen, sollte die Bundesregierung vor allem Bürgerinnen und Bürger mit niedrigem Einkommen entlasten. „Ein bundesweites Sozialticket für maximal 29 Euro wäre eine konkrete Hilfe für Menschen mit wenig Einkommen. Und ein bezahlbares Deutschlandticket würde den Umstieg auf Bus und Bahn attraktiver machen“, so Rohleder.
Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD erläutert: „Wer die eigenen Mobilitätskosten senken möchte, kann zudem mit einfachen Maßnahmen Sprit sparen: Wer zügig anfährt, früh hochschaltet, gleichmäßig fährt und hohe Geschwindigkeiten vermeidet, kann den Verbrauch um bis zu 30 Prozent reduzieren. Auch beim Tanken lohnt der Preisvergleich: Super E10 ist rund sechs Cent pro Liter günstiger als Super E5 und wird von fast allen Benzinern ab Baujahr 2010 vertragen. Noch mehr lässt sich sparen, wenn kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden – das ist gut für den Geldbeutel und die Gesundheit.“
Die Spritspar-Tipps des VCD finden Sie in diesem aktuellen Blogartikel.

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