40 Jahre VCD

Vier Jahrzehnte für die Mobilitätswende

40 Jahre ist es her, als sich in Bonn eine Gruppe von 21 engagierten Leuten traf. Mit der autozentrierten Verkehrspolitik waren sie unzufrieden, und reinen Automobilclubs wie dem ADAC standen sie skeptisch gegenüber. Die Gruppe wollte einen Gegenpol schaffen: Sauberere Autos – vor allem aber mehr Bus, Bahn und Rad. Am 19. Juli 1986 gründete sie den ersten ökologischen Verkehrsclub Deutschlands, den VCD.

Das traf einen Nerv: Der VCD wuchs von 21 auf mehrere Zehntausend Mitglieder an. Und die Ziele des Gründungstreffens verfolgen wir bis heute – eine sozial gerechte und nachhaltige Mobilität, in der alle sicher vorankommen. Auf dieser Seite haben wir das Beste aus 40 Jahren VCD gebündelt. Zu entdecken gibt es einen Zeitstrahl der Ereignisse von 1986 bis heute, Grußworte von unseren Wegbegleiter*innen und eine Galerie aus den Archiven der Landesverbände.

Drei frische Artikel aus der Jubiläumsausgabe des VCD-Magazins fairkehr finden Sie weiter unten auf der Seite – sie geben Ihnen Reflexionen zur Verbandsgeschichte und Ausblicke in die Zukunft. 

Viel Spaß bei der Zeitreise!


Zum Geleit: Das Herz des VCD

Seit 40 Jahren setzt sich der VCD für eine sichere, gerechte und klimafreundliche Mobilität ein. Das tun wir mit Lobbyarbeit, Positionspapieren, Kampagnen und Aktionen – aber vor allem durch unsere vielen ehrenamtlich engagierten Mitglieder.

Wer die Geschichte des VCD erzählt, muss auch von seinen Mitgliedern erzählen: Von Menschen, die sich nach Feierabend im Kreis- oder Landesverband treffen, Aktionen organisieren, Stellungnahmen schreiben, Infostände betreuen, Gespräche mit der Politik führen, sichere Schulwege voran- oder ihr Fachwissen in Gremien einbringen. Manche stehen sichtbar auf der Straße, andere arbeiten im Hintergrund. Manche übernehmen jahrelang Verantwortung in Landes- und Kreisvorständen, andere helfen bei einer einzelnen Aktion. Jede dieser Rollen zählt. Viele Mitglieder bleiben dem VCD lange treu – nicht selten über Jahrzehnte.

Das zeigt, wie besonders die Gemeinschaft in unserem Verband ist. Erfahrene VCD-Mitglieder teilen ihr Wissen und holen neue Aktive mit frischen Perspektiven ins Boot. Sie alle zusammen formen unseren Verband mit Beharrlichkeit, Kreativität und guter Gemeinschaft. Neben allen verkehrspolitischen Erfolgen und Herausforderungen bleiben jede Menge Erinnerungen: von gelungenen Festen und schönen Touren zu Fuß, per Rad oder mit einer reaktivierten Bahn. So wird aus einer Forderung eine Kampagne, aus einer Idee ein Projekt und aus Mitgliedschaft gelebte Verbandsarbeit.

Was der VCD in den vergangenen 40 Jahren erreicht hat, ist deshalb immer auch das Werk seiner vielen Ehrenamtlichen. Der VCD steht für „Mobilität für Menschen“. Unser Jubiläum zeigt zugleich: Er steht genauso für „Mobilität mit Menschen“. Denn die Verkehrswende entsteht dort, wo Menschen gemeinsam handeln, voneinander lernen und nicht lockerlassen.

Dafür sagen wir allen Aktiven: Danke. Ihr seid das Herz des VCD!

Carolin Ritter 
VCD-Bundesgeschäftsführerin


Feiern und nach vorn schauen

Der VCD wird 40 Jahre alt – ein Grund zum Feiern!

Der VCD hat in 40 Jahren zahlreiche Bundesregierungen kommen und gehen sehen – mal progressiv, mal rückschrittlich. Wie viel die oft ungeliebte Ampel in die Wege geleitet hat, zeigt das hektische Bemühen der aktuellen Regierung, alle Fortschritte zu stoppen und zurückzudrehen.

Dieser Weg weist zurück ins betonierte Fossilzeitalter – ob beim Heizungsgesetz, bei neuen Gaskraftwerken oder beim Tankrabatt. Im Verkehrswesen gab es gute Ansätze zur Stärkung des ÖPNV – Stichwort Deutschlandticket – und insbesondere dazu, die marode Infrastruktur zu sanieren. Der Klimafonds wurde per Gerichtsurteil durch eine Partei gestoppt, die nun selbst in der Regierung sitzt. Der neue Infrastrukturfonds wird zu großen Teilen zweckentfremdet oder verwendet, um Haushaltslöcher zu stopfen. Stattdessen müsste der Bund gezielt Bahnstrecken und Straßen sanieren. 

Die anhaltende Verspätungs- und Pannenserie der Bahn ist für die Fahrgäste besonders ärgerlich. Der VCD führt hierzu intensive Gespräche mit der DB und begleitet den Sanierungsprozess der Bahn mit um-fangreicher Pressearbeit – immer kritisch und konstruktiv zugleich. Die Korridorsanierungen sind der richtige Ansatz, um die Bahn wieder auf Trab zu bringen. Doch nach den ersten Erfahrungen ist deutlich geworden, dass sie weitgehend ohne Berücksichtigung der Kundeninteressen geplant werden. Monatelange Totalsperrungen stellen eine unzumutbare Härte für die Fahrgäste dar und müssen vermieden werden. 

Der VCD hat hierzu ein Konzept für fahrgastfreundliche Sanierungen erarbeitet, das zeigt, wie es anders geht. Unsere Hauptforderung: keine Totalsperrung mehr, die länger als vier Wochen dauert. Bei aller Kritik an der Bahn: Die Hauptverantwortung für die andauernde Malaise liegt bei der Bundesregierung. Sie hat die Finanzierung der Bahn durch den rückwärtsgerichteten Fokus auf den Autobahnneubau aus den Augen verloren.

Auch nach vier Jahrzehnten Engagement für die Verkehrspolitik gibt es also noch viel zu tun. An dieser Stelle möchten wir uns bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie diesen Weg mit uns gehen und viele von Ihnen sich vor Ort aktiv für eine umweltfreundliche Mobilität für Menschen einsetzen!

Dr. Christiane Rohleder und Matthias Kurzeck
VCD-Bundesvorsitzende


Grußworte unserer Wegbegleiter*innen zum Jubiläum



historische Fundstücke aus den Archiven unserer Landesverbände


40 Jahre VCD - Eine Zeitleiste der Ereignisse von 1986 bis 2026

Eine Frau sitzt auf einer kleinen Mauer gegen einen Zaun gelehnt und liest im VCD-Magazin fairkehr. Im Hintergrund sind unscharf Häuser auszumachen, der Himmel ist grau.

Die VCD Service GmbH verkauft die ersten Schutzbriefe und Versicherungen für Autofahrer*innen. | Die erste Ausgabe der VCD-Mitgliederzeitung “fairkehr” erscheint. 

1987
Mitarbeitende des VCD bei einer Pressekonferenz, auf der die neue Auto-Umweltliste des VCD vorgestellt wird. Drei Männer sitzen an einem Tisch, vor ihnen liegen Unterlagen. Einer spricht in ein Mikrofon und gestikuliert.

Die erste VCD Auto-Umweltliste wird veröffentlicht. Darin werden rund 100 Automodelle nach ihrer Umweltverträglichkeit bewertet. 

1989
Nahaufnahme eines Aufdrucks auf einem Fernzug: "I love Europa". Anstelle des Wortes "love" ist das Piktrogramm eines Zuges zu sehen. Das Piktrogramm ist blau und trägt die zwölf Sterne der europäischen Flagge. An den Rändern des Bildes sind unscharf die Köpfe zweier Personen auszumachen, die vermutlich vor dem Zug auf dem Gleis stehen.

Der VCD stellt sich international auf. Er ist Gründungsmitglied des Europäischen Dachverbands der Verkehrs- und Umweltverbände “Transport “& Environment (T&E)”. 

1990
Eine BahnCard 25 mit rotem Streifen, ausgestellt auf einen Max Mustermann.

In Folge der VCD-Kampagne für den “Halb Preis-Pass” kommt endlich die BahnCard auf den Markt. 

1992
Zwei kleine Kinder auf Laufrädern und ein etwas älteres Kind auf einem Fahrrad fahren nebeneinander auf der Straße. Links von ihnen ist unscharf ein Tempo-30-Schild auszumachen, rechts von ihnen verläuft eine größere Straße, auf der mehrere Autos fahren.

Die Kampagne “Kinder im Verkehr” startet. 

1996
Drei Personen stehen auf der Straße und halten große, handbeschriebene Plakate in die Kamera. Darauf steht: "Geht doch! Heute unterschreiben" / "Geht nicht?" / "Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit! Europaweit!"

Unter dem Motto “Kinder im Verkehr: Tempo 30 – Aber jetzt!” sammelt der VCD 75.000 Unterschriften für Tempo 30 in Städten. 

1998
Zwei Ranger stehen auf einem Bahngleis und halten eine Stellwand mit Informationen über Biosphärengebiete. Auf einem anderen Gleis steht ein ICE mit der Aufschrift "Biosphärengebiet Schwäbische Alb".

Der VCD geht mit der Deutschen Bahn sowie weiteren Umweltverbänden die Kooperation “Fahrtziel Natur” ein. 

2001
Zwei Jugendliche laufen bei einer Demonstration mit. Die eine der beiden hält ein Plakat in die Kamera, darauf steht: "Jede*r Tote ist zu viel! #StopptDenStraßentod"

Der VCD fordert ein neues, umfassendes Konzept zur Verkehrssicherheitspolitik und entwickelt den “Masterplan Vision Zero” für null Verkehrstote.

2004
Zwei Jugendliche auf ihren Fahrrädern blicken lächend in die Kamera. Beide tragen einen Fahrradhelm. Im Hintergrund sind weitere Schüler*innen mit Fahrrädern zu erkennen.

Die VCD-Kampagne “FahrRad! – Wer zur Schule fährt, gewinnt" geht an den Start. | Die VCD-Protestaktion “Der Nahverkehr gehört nicht aufs Abstellgleis! Keine Kürzungen bei Bus und Bahn!” findet über 17.000 Unterstützer*innen. 

2006
Zu sehen ist das Logo des CSR Mobilitätspreises des VCD. Es zeigt eine grüne Erdkugel, rechts daneben verläuft ein Bogen, der einen Pfeil andeutet. Darunter steht: "CSR Mobilitätspreis" / "Geschäftsreisen - mit Blick auf die Umwelt"

Der VCD ruft den “CSR Mobilitätspreis” ins Leben. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die Geschäftsreisen möglichst ökologisch planen. 

2007
Im Vordergrund steht ein Plakat, das von einem jungen Mann in die Kamera gehalten wird. Darauf steht: "Neue Räder braucht das Land! Umweltprämie jetzt!" Im Hintergrund sind weitere Personen in grünen VCD-Shirts zu sehen, die ein Banner hochhalten. Vor ihnen liegen dutzende Fahrräder übereinander gestapelt..

Mit der Aktion “Neue Räder braucht das Land!” fordert der VCD die Politik auf, echte Umweltprämien für den Kauf von umweltverträglichen Verkehrsmitteln zu zahlen. | Das Gemeinschaftsprojekt “RADschlag” wird ins Leben gerufen. Es will Familien, Schulen, Kindergärten und Vereinen helfen, die Fahrradnutzung von Kindern zu fördern. 

2009
Zwei Personen lächeln in die Kamera und halten Flyer in den Händen. Sie tragen grüne VCD-Shirts, eine grüne Kappe bzw. Perücke und weiße Flügel auf den Rücken. Im Hintergrund sind ein Gebäude sowie mehrere Passant*innen auszumachen.

Die “VCD-Schutzengelaktion” startet. Junge VCD-Mitglieder können sich dabei für mehr Sicherheit von jungen Autofahrenden engagieren und für öffentliche Alternativen stark machen. | Der “VCD Städtecheck Verkehrssicherheit” wird erstmals veröffentlicht. 

2010
Zwei Frauen, verkleidet als Stewardessen, stehen vor dem Berliner Hauptbahnhof. Gemeinsam halten sie ein großes, grünes Plakat mit der Aufschrift: "Bahn oder Flug?" Darunter ist eine Grafik abgebildet, die nicht genau zu erkennen ist.

Das Projekt “FahrRad! Fürs Klima auf Tour" wird als UN-Dekadenprojekt “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet. | Der Rat für Nachhaltige Entwicklung zeichnet “FahrRad!” als eines der 100 innovativsten Nachhaltigkeitsprojekte Deutschlands aus. | Im Rahmen eines Förderprojekts wird das Portal “Besser E-Rad kaufen” samt Typentest und Produktdatenbank erstellt. 

2012

2013

Eine größere Personengruppe steht an einer Kreuzung und hält Luftballons sowie verschiedene Schilder und Plakate in die Kamera. Auf allen prangt das Tempo-30-Symbol. Auf den Plakaten steht etwa: "30 km/h macht Radfahren sicherer!" / "30 km/h läuft. Leise. Sicher. Flüssig." / "30 km/h macht Städte EU-weit sicherer."

“Tempo 30 für mehr Leben!” wird das Kampagnenthema des Jahres. | Mit der Aktion “Keine Rechentricks, Frau Merkel!” protestiert der VCD gegen die Blockade der Bundesregierung, EU-weit verbindliche CO2-Flottengrenzwerte festzulegen. | “Fahrtziel Natur”, eine Kooperation von VCD, NABU und Deutscher Bahn, wird als Dekadenprojekt für “Biologische Vielfalt” ausgezeichnet. | Bundeskanzlerin Merkel bezeichnet ADFC und VCD öffentlich als ”Initiatoren guter Projekte" und “wichtige Multiplikatoren” für den Nationalen Radverkehrsplan. | Die VCD-Kampagne “Cleaner Car Contracts” zur CO2-Reduktion bei Unternehmensflotten wird mit dem “PHINEO-Wirkt-Siegel” als eines der besten Klimaschutzprojekte Deutschlands ausgezeichnet.  

2013
Zu sehen ist ein Messestand des VCD, mit mehreren Sitzgelegenheiten, Plakaten, einer Beachflag und unterschiedlichen Fahrradtypen zum Probefahren. Eine ältere Dame sitzt auf einem Dreirad und unterhält sich mit einem Mann, der neben ihr steht.

Das VCD-Projekt “FahrRad! Fürs Klima auf Tour” wird erneut von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesbildungsministerium als UN-Dekadenprojekt “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet. | Der “VCD Städtecheck 2014” erscheint. Bewertet wird die Verkehrssicherheit deutscher Städte. | Das bundesgeförderte VCD-Projekt “Klimaverträglich mobil 60+” startet. | Die VCD-Bundesgeschäftsstelle zieht innerhalb Berlins in die Wallstraße um. | Die VCD Auto-Umweltliste erscheint zum 25. Mal. | Der VCD initiiert die Online-Aktion “Endlich Schluss mit der Pkw-Maut, Herr Dobrindt!”. 

2014
Fünf Kleinwagen stehen nebeneinander aufgereiht auf einem Parkplatz. In ihrer Mitte steht eine grüne Beachflag des VCD.

Der VCD veröffentlicht den “Bahntest 2015/2016: Tarife und Sparpreise”. | Die “VCD Auto-Umweltliste 2015/2016” erscheint. | Das VCD-Projekt “FahrRad! Fürs Klima auf Tour” wird kontinuierlich aufgebaut; jährlich beteiligen sich zehntausende Schüler*innen. | Der VCD beteiligt sich an der Erstellung des Klimaschutzplans 2050 der Bundesregierung. 

2015
Mitarbeitende und Aktive des VCD überreichen eine Petition zur Einführung der Blauen Plakette. Die Personen rechts im Bild halten Schilder mit der Aufschrift: "Der Diesel hilft dem Klimaschutz NICHT!" / "Hersteller haften für ihre Autos!" / "Blaue Plakette jetzt!"

Als Konsequenz aus dem 2015 aufgedeckten VW-Abgasskandal fordert der VCD die Einführung einer Blauen Plakette für saubere Stadtluft – mehr als ein Jahr vor dem BVerwG-Urteil. | Im Rahmen seines bundesweiten Projekts “Wohnen und Mobilität” berät der VCD Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften und Mieter*innen. | Aufgrund des VW-Abgasskandals wird die VCD Auto-Umweltliste ohne Ranking veröffentlicht. | Der VCD entwickelt die Schwerpunkte “Lebenswerte Städte” und “Straße zurückerobern”. 

2016
Ein Mann in Winterkleidung und mit roter Mütze hält ein Plakat hoch. Es trägt die Aufschrift "Sturm klingeln gegen Diesel-Betrug". Im Hintergrund ist eine Straße und ein Gebäude zu sehen.

Der VCD initiiert eine Kampagne für Dieselfahrverbote in Innenstädten und positioniert sich als einer der zentralen zivilgesellschaftlichen Akteure in der Luftreinhalte-Debatte. | Das neue VCD-Logo wird eingeführt. | Das VCD-Projekt “DIY: Verkehrswende selber machen” startet. 

2017
Mehrere Personen liegen mitten auf der Straße, einige mit Plakaten oder Fahrrädern neben ihnen. In ihrer Mitte halten zwei Personen ein großes Banner, darauf steht: "#StopptDenStraßentod"

Das Bundesverwaltungsgericht urteilt, dass Kommunen Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge verhängen dürfen. Der VCD hatte jahrelang auf diese Entscheidung hingearbeitet. | Die VCD Auto-Umweltliste 2018/2019 erscheint und dient im Kontext des Dieselskandals und der Debatte um Fahrverbote als wichtiger Leitfaden für Verbraucher*innen. | Der VCD veröffentlicht den Bahntest 2018/2019 “Pünktlich mit der Bahn?” und setzt die Deutsche Bahn unter Druck, die Fahrgastrechte bei Verspätungen auszuweiten. | Der VCD begleitet die EU-Debatte zu CO2-Grenzwerten nach 2020. | Zum Protest gegen die Zahl der Verkehrstoten veranstaltet der VCD eine “Die-In”-Performance vor dem Verkehrsministerium. 

2018
Haupt- und Ehrenamtliche des VCD tragen ein großes Protestbanner mit der Aufschrift "Mobilität für Menschen / Verkehrswende jetzt!". Im Hintergrund sind weitere Personen mit VCD-Flaggen und Plakaten zu erkennen.

Gemeinsam mit Bündnispartner*innen zieht der VCD vor die Tore der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt, um gegen deren Ausrichtung auf Verbrenner zu protestieren. 25.000 Menschen schließen sich dem Demozug an. | Der VCD Bahntest 2019/2020 “Preise runter – Angebote rauf!” erscheint. VCD-Forderungen nach Schieneninvestitionen und einer Senkung der Mehrwertsteuer werden in politischen Maßnahmen aufgegriffen. | Der VCD beteiligt sich an der Organisation der ersten großen Klima-Verkehrsdemos ("Verkehrswende jetzt!"), kurz vor der Hochphase der Fridays-for-Future-Proteste. | Gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung entwickelt der VCD den Mobilitätsatlas “Lehrbuch zur Verkehrswende”. | Die VCD Auto-Umweltliste erscheint zum letzten Mal und berücksichtigt ausschließlich E-Autos. | Die VCD-Publikation “Mit Füßen und Pedalen – Hol dir deine Stadt zurück” erscheint. 

2019
Ein roter Teppich liegt auf einem Parkplatz am Straßenrand. Darauf steht eine sechsköpfige Band und spielt ein Konzert. Links von ihnen steht eine Beachflag des VCD mit der Aufschrift "12 qm KULTUR".

Gemeinsam mit Bündnispartner*innen startet der VCD die Petition “#KnollestattKnöllchen – StVO-Reform” und erzwingt damit höhere Bußgelder für das Falschparken auf Geh- und Radwegen. | Mit seinem Protest verhindert der VCD die Einführung staatlicher Kaufprämien für Verbrenner im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets. | Das VCD-Kulturfestival “12qmKULTUR” tourt durch Deutschland. Dabei werden Parkflächen zu Orten für Kunst, Kultur und politische Diskussion umgestaltet. | Anlässlich des Corona-Konjunkturpakets fordert der VCD mit einer Aktion ein “Startgeld grüne Mobilität”. | Gemeinsam mit weiteren Umweltverbänden stößt der VCD eine Diskussion um Kerosinbesteuerung an. 

2020
Auf einem kleinen Platz liegt ein großes Banner ausgebreitet. Darauf steht: "12 Quadratmeter entdecken" Es zeigt die Illustration eines Kinderzimmers sowie eines parkenden Pkws. Darauf stehen Bänke, Tische und Stühle. Zwei Personen laufen am Banner vorbei und schauen sich die Installation interessiert an. Im Hintergrund sind Sonnenschirme und Liegestühle zu sehen.

Der VCD prüft den Koalitionsvertrag der neuen Ampel-Regierung und bringt gemeinsam mit tausenden Aktivist*innen zehn Kernforderungen zur Verkehrswende auf die Straße. | Im Europäischen Jahr der Schiene veröffentlicht der VCD den Bahntest 2021/2022 “Europa per Bahn”. Darin fordert er bessere internationale (Nacht-)Zugverbindungen. | Die dauerhafte Installation “12qmENTDECKEN” bei der Bundesgartenschau in Erfurt macht auf den Flächenverbrauch eines durchschnittlichen Parkplatzes aufmerksam. | Der VCD entwickelt den “Kostenrechner Mobilität”. 

2021
Eine Gruppe aus Mitarbeitenden und Aktiven des VCD bei einer Aktion vorm Bundestag. Die Personen halten VCD-Flaggen und Plakate hoch, auf denen steht: "Schluss mit der Abhängigkeit vom Auto!" / "Mobilitätsgarantie - Damit alle Menschen selbstbestimmt und klimaverträglich mobil sein können." / "#Autokorrektur" / "Angebot für alle durch bundesweite Standards" / "Zugang für alle durch Barrierefreiheit" / "Bezahlbar für alle durch soziale Tarife"

Mit der “Mobilitätsgarantie” entwickelt der VCD ein Modell für klimaverträgliche und sozial gerechte Mobilität auf dem Land und in der Stadt. | Der VCD setzt sich öffentlichkeitswirksam für die Einführung des 9-Euro-Tickets ein. | Mit Unterstützung von zwei Verfassungsrechtlern veröffentlicht der VCD einen konkreten Vorschlag für ein Bundesmobilitätsgesetz (BuMoG). | Der VCD Award wird erstmals vergeben. Fortan werden jährlich die besten studentischen Abschlussarbeiten zu nachhaltiger Mobilität ausgezeichnet. | Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) wird Kooperationspartner der Aktionstage “Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten”. Gemeinsam geben VCD und VBE eine forsa-Umfrage zu sicheren Schulwegen in Auftrag. 

2022
Julian Janssen sitzt neben einer Moderatorin auf der Bühne der VELO Berlin und spricht in ein Mikrofon. Im Vordergrund sind unscharf die Hinterköpfe des Publikums zu erkennen.

Das Deutschlandticket wird eingeführt. Hierfür hatte sich der VCD seit Langem eingesetzt. | Auch die Erweiterung der Lkw-Maut um die CO2-Komponente wertet der VCD als Ergebnis jahrelanger Lobbyarbeit. | Zur Halbzeit der Ampel-Regierung legt der VCD einen kritischen Bericht vor, der auf große mediale Resonanz stößt. | Julian Janssen, bekannt aus der KiKa-Sendung “Checker Julian”, wird Botschafter der VCD-Kampagne “FahrRad! Fürs Klima auf Tour”. |  Der VCD, das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) und das Kidical Mass Aktionsbündnis geben ein Rechtsgutachten heraus, das belegt, dass Kommunen rechtssicher Schulstraßen einrichten können. | Der VCD nimmt aktiv am Infrastrukturdialog des Bundesverkehrsministeriums teil, wo ein neuer Bundesverkehrswege- und Mobilitätsplan für das Jahr 2040 erarbeitet wird. 

2023
Zu sehen ist eine Protestaktion zum Deutschlandticket. Mehrere Personen halten VCD-Flaggen und Plakate hoch, auf denen steht: "Mehr Geld für Bus und Bahn!" / "Klimafreundliche Mobilität für alle!" / "Bus und Bahn statt Autobahn!"

Rund 500.000 Personen unterzeichnen die Petition zur “Rettung des Deutschlandtickets” von VCD und Campact. | In Bremen endet eine Klage gegen illegales Parken auf Gehwegen mit einem wegweisenden Urteil – Kommunen werden zum Einschreiten verpflichtet. | Der VCD beauftragt das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) mit einer Studie, welche die Kosten für den öffentlichen Personennahverkehr und den motorisierten Individualverkehr gegenüberstellt. | Die VCD-Kampagne “FahrRad! Fürs Klima auf Tour” feiert Jubiläum. Seit Kampagnenstart sind über 100.000 Kinder mitgeradelt. | Das VCD-Projekt “DIY: Verkehrswende selber machen” erhält die “Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung” der Deutschen UNESCO-Kommission und des Bundesbildungsministeriums. | Die VCD-Projekte “Argumentieren für die Verkehrswende” und "Mit:Rad – Auf zwei Rädern zu mehr Selbstständigkeit und Teilhabe” gehen an den Start. 

2024
Eine Jugendliche kniet mit einem Maßband in der Hand an einem Gehweg. In der anderen Hand hält sie Stift und Papier. Neben ihr parkt ein schwarzer SUV.

Gemeinsam mit der Initiative für sichere Straßen ruft der VCD zum Check von Gefahrenstellen auf Fuß-, Rad- und insbesondere Schulwegen auf ("VCD-Schulwege-Check"). | Der VCD startet die Mitmach-Aktion “Freie Gehwege”, bei der Betroffene Engstellen durch aufgesetzt parkende Autos melden können. | Das VCD-Projekt “Aktive Mobilität in Kitas und Kommunen” wird ins Leben gerufen. | Der VCD Award wird erstmals im Rahmen der Shaping Mobility Awards verliehen. 

2025
Eine Frau in VCD-T-Shirt und Sonnenbrille hält lächelnd eine Postkarte des VCD Mobilitätschecks ÖPNV in die Kamera.

Mit dem “Mobilitätscheck ÖPNV” startet der VCD eine bundesweite Umfrage zur Qualität des Nahverkehrs. | Der VCD kritisiert das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung und legt eigene Vorschläge vor. | Der VCD-Bildungsservice erhält die “Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung” des Bundesbildungsministeriums und der Deutschen UNESCO-Kommission. 

2026