Mobilitätstipps

Tipps und Ratschläge für Ihre ökologische Mobilität

Sie wollen ganz persönlich aktiv werden und das Klima schonen? Wir geben Ihnen verlässliche Informationen und praxisnahe Tipps rund um eine ökologische Mobilität.

Auto in Gras
Quelle: Phil Paul.com/photocase

Auto & Umwelt

Hier finden Sie Tipps und Wissenswertes rund um's Autofahren, Autokaufen und Autoteilen.

Zum Auto gibt es Alternativen

Die wichtigsten Tipps zu E-Rad, Carsharing & Öffentlichen Nahverkehr

Ob Verbrauch oder Schadstoffausstoß, wie es um die Effizienz von Pkw tatsächlich steht und wie stark sie die Luft in den Städten belasten – nach dem Dieselskandal herrscht darüber Unsicherheit. Weder Hersteller noch Politik haben es bis heute geschafft vollständig aufzuklären und so rät der ökologische Verkehrsclub VCD weiterhin einen Neuwagenkauf sehr genau zu überdenken.

Doch was sind die Alternativen zum eigenen Pkw? Welches Verkehrsmittel eignet sich für wen? Der VCD macht den Verkehrsträgervergleich und stellt die Vor- und Nachteile der umweltverträglichen Alternativen E-Rad, Carsharing und Öffentlichen Nahverkehr vor.

Das E-Rad als Alternative zu Rad und Auto: Elektroräder haben mittlerweile die 2-Millionenmarke auf deutschen Straßen erreicht – damit sind sie der unbestrittene Star der individuellen Elektromobilität. Das liegt zum einen daran, dass die Wege mit dem E-Rad schnell und flexibel zurückgelegt werden können. Zum anderen sind die Räder mit eingebautem Rückenwind Problemlöser wenn Steigungen, längere Strecken, Lasten oder auch Gegenwind Hindernisse darstellen. Für Alltagswege zwischen 10 und 20 Kilometer ist das E-Rad somit die günstige und schnelle Alternative. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Typen, für unterschiedliche Bedürfnisse. Auf jeden Fall sollte vor dem Kauf eine Typberatung erfolgen, Unterstützung bietet hier das Infoportal www.e-radkaufen.de. Darüber hinaus gilt darauf zu achten: E-Räder wiegen aufgrund des Motors und Akku deutlich mehr als herkömmliche Fahrräder. Mit 20 bis 25 Kilogramm muss gerechnet werden. Ein wichtiger Punkt bei der Frage, wo das E-Rad sicher abgestellt werden kann.

Carsharing, Teilen statt Besitzen: Ob klassisches, stationsbasiertes Autoteilen, das private Carsharing oder das Free Floating – für alle drei Arten gilt: Carsharing befreit von den hohen Anschaffungs- und Unterhaltungskosten eines Pkw und dennoch muss nicht gänzlich auf das Autofahren verzichtet werden. Vor dem Einstieg sollte überprüft werden, für welche Zwecke das Auto benötigt wird. Diejenigen, die im Alltag wiederkehrend ein Auto benötigen, aber nicht täglich darauf angewiesen sind, sollten das stationsbasierte Carsharing ausprobieren. Die nach Nutzungshäufigkeit gestaffelten Tarife sind auf diese Zwecke abgestimmt. Wird ein Auto lediglich für eine einfache Fahrt von A nach B benötigt, ist das Free-Floating empfehlenswert, wo das Fahrzeug nach Benutzung abgestellt und für die Nutzung Anderer freigeben wird. Dasprivate Carsharing wiederum ist eine Option, insbesondere wenn kommerzielle Anbieter nicht vorhanden sind und der öffentliche Verkehr schwach ausgebaut ist. Grundsätzlich gilt zu beachten: Wo befindet sich die Ausleihstation, beziehungsweise ist die Verfügbarkeit der Carsharing-Autos auf meinen Alltagswegen garantiert? Weitere Infos sowie ein Mustervertrag für das private Autoteilen unter: bit.ly/carsharing_fragen

Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV): Wer weder in die Pedale treten, noch einen Pkw durch den Großstadtdschungel manövrieren möchte, der sollte den ÖPNV nutzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es ist am preiswertesten, da weder Anschaffung, Wartung oder Parkplatz notwending sind, und es ist stressfreier, da die Zeit während der Fahrt zum ausruhen genutzt werden kann. Dafür muss die Wegstrecke zur Haltstelle von Bus und Bahn eingerechnet werden genauso wie die Abhängigkeit vom Fahrplan.

Fazit: Ob Bus oder Bahn, Carsharing oder E-Rad, bevor es losgeht lohnt der Gedanke darüber, welches Verkehrsmittel für welchen Zweck am besten passt, um schnell, kostengünstig und bequem ans Ziel zu kommen. Eventuell gilt es auch zu kombinieren, in jedem Fall aber auszuprobieren.

Tipps zum umweltbewussten Gebrauchtwagenkauf

Der VCD gibt seit 25 Jahren jedes Jahr im Sommer die VCD Auto-Umweltliste mit den klimaverträglichsten Neuwagen heraus. Wenn Sie auf der Suche nach einem klimaverträglichen Gebrauchten sind, dann lohnt sich ein Blick in die Listen aus den letzten Jahren, um das passende Auto für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Wenn Sie Ihr Wunschmodell dann bei einem Händler oder Privatverkäufer gefunden haben, bestehen Sie auf eine Probefahrt und nutzen Sie diese gegebenenfalls dafür, um einen Gebrauchtwagen-Check von einem Experten durchführen zu lassen. Werkstätten oder Kfz-Prüforganisationen bieten solche Durchsichten für etwa 80 Euro an. Verkäufer lassen diesen Check auch schon vorab durchführen, dies muss dann durch ein Gebrauchtwagen-Gütesiegel bestätigt sein.

Verwenden Sie für den schriftlichen Kaufvertrag immer ein Standardformular. Auch als Käufer eines Gebrauchtwagens haben Sie Anspruch auf Gewährleistung, gewerbliche Händler müssen für mindestens zwölf bis zu 24 Monate für Mängel am Fahrzeug aufkommen (Sachmängelhaftung). In den ersten sechs Monaten gilt sogar die Beweislastumkehr, das heißt, der Händler muss bei einem Mangel nachweisen, dass dieser nicht schon beim Verkauf bestanden hat. Das Gleiche gilt für Privatverkäufe. Hier wird jedoch der Gewährleistungsanspruch häufig durch die Haftungsausschlussklausel im Kaufvertrag ausgeschlossen, was bei gewerblichen Händlern nicht möglich ist.

Die aktuelle und die früheren Ausgaben der VCD Auto-Umweltliste können gegen eine Versandkosten- und Bearbeitungspauschale im VCD-Shop bestellt werden. Die Top-Ten-platzierten Autos in den verschiedenen Kategorien aus den VCD Auto-Umweltlisten der letzten Jahre finden sie auf den Seiten zur VCD Auto-Umweltliste. Mitglieder können alle VCD Auto-Umweltliste kostenlos herunterladen.

Spritspartipps

  1. Kein Ballast im Auto - Entrümpeln Sie Kofferraum und Rückbank, denn jedes zusätzliche Kilogramm kostet Sprit.
  2. Reifen mit geringem Rollwiderstand - Verwenden Sie Leichtlaufreifen und fahren Sie immer mindestens mit dem Reifendruck, den der Hersteller für das vollbeladene Fahrzeug bei Höchstgeschwindigkeit empfiehlt.
  3. Kurzstrecken und Verschleiß vermeiden - Auf den ersten paar hundert Metern verbraucht ein kalter Motor bis zu 35 Liter Benzin pro 100 Kilometer, zudem ist der Verschleiß außerordentlich hoch.
  4. Niedrigtourig fahren - Je niedrigtouriger und je gleichmäßiger Sie fahren, desto sparsamer und motorschonender ist Ihre Fahrweise.
  5. Schnell schalten - Schalten Sie schon nach einer Wagenlänge in den zweiten Gang und fahren Sie stets im höchstmöglichen Gang. Das schont den Motor und ist hörbar leiser.
  6. Vorausschauend fahren - Jedes Anfahren und Beschleunigen verbraucht viel Sprit. Wenn Sie vorausschauend fahren und Abstand zum Fahrzeug vor Ihnen halten, gleiten Sie sicher im Verkehr mit.
  7. Richtig bremsen - Nutzen Sie die normale Bremse. Dass es notwendig sei, den Motor zum Mitbremsen einzusetzen, ist ein Mythos aus Zeiten der Trommelbremse.
  8. Motor aus - Wenn Sie absehen können, dass Sie an einer roten Ampel oder an einem Bahnübergang länger als zehn Sekunden stehen, lohnt sich das Abstellen des Motors.
  9. Überlandverkehr - Je niedriger die Drehzahl und damit das Tempo, desto niedriger der Verbrauch. Bei einer Geschwindigkeit von über 100 km/h steigt der Spritverbrauch überproportional an. Richtwerte: Landstraßen max. 80 km/h, Autobahnen max. 120 km/h.
  10. Stromfresser ausschalten - Schalten Sie während der Fahrt elektronische Extras wie Klimaanlage nur bei Bedarf an und denken Sie daran, Stromfresserr wie die Heckscheibenheizung auch wieder auszuschalten.

Wer all diese Tipps beherzigt, kann nach den Berechnungen der VCD-Experten bis zu 30% Sprit sparen. Wenn nur zehn Prozent der Autofahrer in Deutschland alle Spritspartipps umsetzten, würden jährlich knapp 2,65 Millionen Tonnen CO2 eingespart.

Klimabewusster Autokauf - Welcher Antrieb ist der Richtige?

Beim Kauf eines neuen Autos wollen viele Dinge bedacht sein. Häufig stehen neben der Größe des Autos Antriebsart und Spritverbrauch im Vordergrund. Doch auch ein geringer Schadstoff- und CO2-Ausstoß spielt bei immer mehr Autokäufern eine wichtige Rolle. Die verschiedenen Antriebsarten für Autos sind für unterschiedliche Nutzungen optimal. Für fast jeden Bedarf gibt es etwas Passendes.

  1. Wer überwiegend in der Stadt unterwegs ist und pro Jahr weniger als 15.000 Kilometer fährt, ist mit einem benzinbetriebenen Fahrzeug oder Ottomotor gut beraten. Wegen seiner geringen Schadstoff-Emissionen ist dem Benziner die Einfahrt in die Umweltzonen sicher.
  2. Wer viel und überwiegend auf Landstraßen und Autobahnen fährt, für den ist der Kauf eines dieselbetriebenen Fahrzeugs interessant. Auf langen Strecken mit konstanter Geschwindigkeit spielt der Diesel seinen Verbrauchsvorteil aus. Die höheren Anschaffungskosten und die höhere Kfz-Steuer amortisieren sich aber je nach Modell erst bei einer Jahresfahrleistung von mindestens 15.000 bis 25.000 Kilometer und vereinzelt auch erst bei über 30.000 Kilometern im Jahr. Abgasnorm Euro6 wäre wünschenswert.
  3. Wer viel in der Stadt fährt, für den ist der Umstieg auf ein Auto mit Erdgasantrieb eine echte Alternative. Beim Fahren mit Erdgas (CNG - Compressed Natural Gas) gleicht sich der höhere Anschaffungspreis über die geringeren Kraftstoffkosten aus – diese sind immerhin ca. 50 Prozent niedriger als beim Benziner. In ländlichen Gegenden und in den Nachbarländern sollte man sich allerdings vorab über das vorhandene Tankstellennetz informieren.
  4. LPG (Liquified Petroleum Gas) steht im Umweltvergleich nur etwas schlechter da als der Erdgasantrieb - und bringt etwa 30 Prozent Kostenersparnis gegenüber dem Benziner. Dafür gibt es bundesweit deutlich mehr Flüssiggas-Tankstellen als Erdgas-Zapfsäulen. Der CO2-Vorteil liegt nur bei 10 bis 15 Prozent.
  5. Für Vielfahrer, die vorzugsweise in Ballungsräumen oder in hügeligen Gefilden unterwegs sind, ist ein Hybrid eine Option. Hybridfahrzeuge haben einen Verbrennungsmotor und einen Elektromotor. Mit Hilfe von Bremsenergie und der beim Rollen wirkenden Schubkraft lädt das Hybridfahrzeug seine Batterie auf. Je nach Modell ist es im niedrigen Geschwindigkeitsbereich nur im Elektrobetrieb fahrbar oder der Elektromotor schießt Energie in bestimmten Fahrphasen zu. Dank der Rückführung spart der Hybrid auf hügeligen Strecken und in der Stadt viel Kraftstoff.

Die Autoexperten des VCD nehmen jährlich über 400 aktuelle Pkw-Modelle unter die Lupe und bewerten sie nach Menge und Art der Schadstoffe, die aus dem Auspuff kommen, vom Hersteller angegebenen Spritverbrauch und Fahrlärm. Mit diesem Umweltranking gibt der VCD dem Verbraucher eine Entscheidungshilfe für den klimabewussten Autokauf an die Hand.

Die aktuelle und die früheren Ausgaben der VCD Auto-Umweltliste können gegen eine Versandkosten- und Bearbeitungspauschale im VCD-Shop bestellt werden. Die Top-Ten-platzierten Autos in den verschiedenen Kategorien aus den VCD Auto-Umweltlisten der letzten Jahre finden sie auf den Seiten zur VCD Auto-Umweltliste.

Was beim Transporterkauf zu beachten ist

Viele Selbstständige und Kleinunternehmer fahren einen Transporter als rollende Werkstatt, als Lieferwagen für Kurierdienste und Handel oder für die Personenbeförderung. Wenn der alte Transporter gegen einen neuen ausgetauscht werden muss, steht eine schwere Entscheidung an. Viele Kriterien müssen berücksichtigt werden, um das optimale Fahrzeug zu finden. Der VCD hat verschiedene Nutzertypen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen befragt und aus den Ergebnissen den jeweils richtigen Transportertyp herausgefiltert. Wer zum Beispiel im Gartenbau arbeitet, benötigt einen belastbaren Pritschenwagen, der in Städten mit Umweltzonen fahren darf und sich auch bei 10.000 bis 15.000 Kilometern im Jahr rechnet. Hier ist ein Benzin- oder Erdgastransporter besser als ein Diesel.

Nachbarschaftliches Autoteilen

Für Nachbarn, die ein Auto gerne gemeinschaftlich nutzen möchten, weil Sie das Auto zu unterschiedlichen Zeiten oder für unterschiedliche Zwecke benötigen, hat der VCD einen Mustervertrag für nachbarschaftliches Auto-Teilen entworfen. Er bietet Erläuterungen und Vorschläge für alle erforderlichen Regelungen, so dass alle Kosten und Risiken für die Nutzer vorab geklärt werden und einem möglichen Streit vorgebeugt wird. Der Mustervertrag enthält Regelungs-Bausteine (Formulierungsvorschläge) und ausführliche Erläuterungen für alle, die ein Auto gemeinsam nutzen wollen – mit individueller, aber möglichst umfassender Vereinbarung für die zahlreichen Fragen, die beim Autoteilen auftauchen können. Der Vertrag eignet sich v.a. für Gruppen, die dies nicht im Rahmen institutionalisierter Carsharing-Organisationen tun wollen oder können. Enthalten sind zwei Vertragsvarianten für unterschiedliche Formen (Intensitäten) der gemeinschaftlichen Nutzung: private gemeinschaftliche Nutzung eines Autos durch mehrere Personen bzw. Haushalte Vereinbarung über (Privat-)Automitbenutzung gegen Kostenpauschale.

Der Mustervertrag zum nachbarschaftlichen Autoteilen kann von VCD-Mitglieder kostenfrei heruntergeladen werden.

Nichtmitglieder können den Vertrag online in unserem Shop bestellen.

Tipps zum Thema Sommerreifen

Profiltiefe: Laut Gesetz muss die Mindestprofiltiefe von Reifen 1,6 mm betragen. Insbesondere bei nasser Fahrbahn ist dies völlig unzureichend, da es bei höherer Geschwindigkeit zu Aquaplaning (Aufschwimmen des Reifens und demzufolge ein Kontrollverlust über das Fahrzeug) kommen kann. Wir empfehlen daher bei Sommerreifen eine Profiltiefe von mindestens 4 mm. 

Übertragbarkeit von Testergebnissen auf andere Reifengrößen: Diese ist nur gewährleistet, wenn der Reifentyp (Hersteller und Typ), die Reifendimension (gleicher Reifendurchmesser und -querschnitt, bei der Reifenbreite ist eine Abweichung von +/- 10 mm erlaubt) sowie der Speed-Index identisch sind. Beispiel: Das Testergebnis für den Michelin Energy Saver der Reifendimension 185/65 R14 H (Sieger bei Kleinwagen, Stiftung Warentest 2009) kann auch auf Reifen der Dimensionen 175/65 R14 H sowie 195/65 R14 H des gleichen Reifentyps übertragen werden. Bei Abweichungen davon können Testergebnisse lediglich als Orientierungshilfe dienen.

Sommer- oder Ganzjahresreifen -  Die Entscheidung ist von der individuellen Fahrzeugbenutzung abhängig. Grundsätzlich eignen sich Ganzjahresreifen für Menschen, die in der Stadt leben, ihr Auto im Sommer und im Winter nur selten bewegen und nicht im Hochgeschwindigkeitsbereich unterwegs sind. Da nur ein Satz Reifen benötigt wird, erspart sich der Autobesitzer Kosten und Aufwand für das Umstecken der Räder. Zudem bedarf es keiner geeigneten Abstellmöglichkeit für die Lagerung der nicht benötigten Reifen. Allerdings schneiden Ganzjahresreifen in Tests meist schlechter ab als Winterreifen, da diese lediglich einen Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen darstellen.

Lagerung: Der Reifengummi wird durch Wärme, Feuchtigkeit und bei direkter Sonneneinstrahlung schneller brüchig. Daher die Reifen trocken, kühl und möglichst dunkel lagern und Kontakt zu Lösungsmittel wie Benzin oder Öl vermeiden. Reifen ohne Felgen werden stehend gelagert, mit aufgezogenen Felgen hingegen liegend. Pneus sollten auf Schäden wie Risse, Ausbeulungen und ungleichmäßigen Abrieb kontrolliert und gegebenenfalls ersetzt werden. Aufgrund der selbstständigen Alterung sollte nach etwa 7 Jahren generell die Reifen gegen neue austauschen.

Carsharing leicht gemacht: Tipps und Tricks zum Teilen

Teilen ist in, Besitzen ist überflüssig. Aktuelle Meinungsumfragen belegen: Jeder zweite Deutsche könnte sich vorstellen, Carsharing zu nutzen. Es erlaubt hohe Flexibilität ohne Anschaffungs- und Unterhaltungskosten für ein Auto. Interessant ist Auto-Teilen für alle, die für den täglichen Arbeitsweg nicht auf ein Auto angewiesen sind, die nicht  mehr als 7.000 km im Jahr mit dem Auto zurücklegen (müssen) und die in größeren Orten relativ zentral wohnen. Drei Carsharing-Arten haben sich bis heute in Deutschland durchgesetzt: das klassische, stationsbasierten Autoteilen, das private Carsharing und jüngst das Free Floating Carsharing.

Empfehlenswert ist das stationsbasierte Carsharing für Nutzer, die im Alltag wiederkehrend ein Auto benötigen, aber nicht täglich darauf angewiesen sind. Da das Auto an einer festen Station ausgeliehen und an derselben zurückgegeben wird, ist die Erreichbarkeit der Station ausgehend vom Wohnort oder der Arbeitsstelle entscheidend. Die Vorteile: wenn das Auto für mehrere Strecken benötigt wird, zum Beispiel für den Weg zum Geschäftstermin und anschließend für den Einkauf im Baumarkt, ist es die kostengünstigste Variante. Dar über hinaus werden gestaffelte Tarife je nach Nutzungshäufigkeit angeboten, auch für ein Wochenende oder sogar für einen mehrwöchigen Urlaub kann das Carsharing-Auto ausgeliehen werden.

Die einfache Fahrt von A nach B, ist beim sogenannten Free-Floating möglich und genau für diesen Nutzungszweck am günstigsten – ausgenommen die Fahrt mit dem ÖPNV. Neben dem entscheidenden Flexibilitätsvorteil gilt es zu beachten: Freefloating-Carsharing gibt es erst in 14 deutschen Großstädten, abgestellt werden und somit freigeben für die Nutzung Anderer darf der Free-Floater nur im definierten Geschäftsgebiet, zudem ist die Verfügbarkeit der in der Stadt verstreuten Autos nicht immer garantiert.

Eine umfassende Auswahl an Carsharing-Anbietern hat der Bundesverband CarSharing e.V. zusammengestellt. Mehr Infos zum Thema gibt es auch auf: http://www.vcd.org/themen/auto-umwelt/carsharing/

Wer statt Autos lieber neueste Fahrradtrends ausprobieren möchte, kann nahezu überall in Städten auf Bike-Sharing Systeme zurückgreifen. Neben den bekannten Verleihsystemen wie Call-a-Bike oder Nextbike gibt es vielerorts auch kleinere Verleihangebote für Lasten- und E-Räder. Ob es diese auch in ihrer Nähe gibt, ist nachzulesen unter http://www.vcd.org/themen/radverkehr/lastenraeder/
Für die Zukunft deutet sich zudem an, dass Bikesharing auch in Form von Free Floating für private und kommerzielle Anbieter möglich sein wird. Elektronischer Fahrradschlösser mit eingebautem GPS, ermöglichen das Verriegeln und Entriegeln über Handy.

Partikelfilterdatenbank: Warum nachrüsten sinnvoll ist

Einfahrtbeschränkungen in Umweltzonen vorbeugen

Immer mehr Städte richten Umweltzonen ein, in denen Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß nicht mehr fahren dürfen. Noch haben Fahrzeuge mit mindestens roter Plakette Zufahrt, doch bereits ab 2010 werden die Bedingungen verschärft. Dann haben nur noch Fahrzeuge mit gelber und/oder grüner Plakette freie Fahrt. Ein Diesel-Pkw der Schadstoffnorm Euro 3 erhält beispielsweise mit nachgerüstetem Partikelfilter statt der gelben sogar die grüne Plakette.

Nachrüsten und Geld sparen

Für die Nachrüstung eines bisher ungefilterten Diesel-Pkw mit einem Partikelfilter wird seit dem 1.1.2012 – bis zur Ausschöpfung der Höchstzahl von etwa 90.000 Nachrüstungen – wieder eine staatliche Barförderung von 330 Euro gezahlt. Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter verlieren deutlich an Wert - auch durch Fahrverbote in immer mehr Umweltzonen. Wer nachrüstet, steigert den Wiederverkaufswert seines Fahrzeugs. Die Anträge können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gestellt werden.

Umwelt entlasten und Gesundheit schonen

Rußpartikel aus Dieselfahrzeugen tragen überproportional zur städtischen Feinstaubbelastung bei. Insbesondere die Atemwege werden vom Feinstaub angegriffen. Husten, Asthma, Herz-Kreislauf-Probleme und Krebs sind die Folgen. Durch die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Partikelfiltern werden die Belastungen gerade in stark befahrenen städtischen Ballungsgebieten erheblich gemindert. Dies senkt nicht nur das Gesundheitsrisiko von Bewohnern, sondern erhöht auch die Lebensqualität.

Partikelfilterdatenbank

Um Dieselfahrern die Suche nach einem passenden Nachrüstfilter zu erleichtern, haben der VCD und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe eine Internetdatenbank erstellt, die einen Überblick über erhältliche Nachrüstfiltersysteme für Diesel-Pkw und -Transporter bietet. Mit wenigen Klicks erfahren Sie, ob und welche Partikelfilter-Nachrüstsysteme für Ihr Fahrzeug verfügbar sind und welche Feinstaubplakette Ihr Fahrzeug nach der Umrüstung erhält.

Wissenswertes zum EU-Reifenlabel

Weit mehr als nur Luftschläuche: Reifen. Als Verbindung zwischen Fahrzeug und Untergrund beeinflussen sie entscheidend Sicherheit, Umweltauswirkungen und Treibstoffverbrauch des Fahrzeuges. Durch das neue EU-Reifenlabel soll nun Klarheit geschaffen und der Verbraucher auf einen Blick über die Qualität des Reifen informiert werden. Auf Basis einer Verordnung der EU aus dem Jahr 2009 werden seit 1. November 2012 alle neuen Reifen mit einem Label ausgezeichnet, das dem Verbraucher einen Überblick über Sicherheit, Rollwiderstand und Lärmverhalten geben soll. Grundlage des Reifenlabels ist die Reifen-Kennzeichnungs-Verordnung der EU Nr. 1222/2009, die Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz auf den europäischen Straßen fördern möchte.

Welche Kategorien werden bewertet?

Das Reifenlabel ermöglicht eine Bewertung der Reifen in den drei Kriterien Rollwiderstand, Nasshaftung und Rollgeräusch.

  • Der Rollwiderstand eines Reifens hat direkte Auswirkungen auf den Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeuges. Je höher der Rollwiderstand des Reifens ist, desto mehr Energie und somit Kraftstoff muss zur Fortbewegung aufgebracht werden. Daher gilt: Ein geringerer Rollwiderstand kann Geldbeutel und Umwelt schonen.
  • Die Nasshaftung eines Reifens entscheidet über die Länge des Bremsweges auf nassen Fahrbahnen. Da bei Notfällen jeder Meter zählt, können gute Reifen den Bremsweg entscheidend verringern. Bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h verkürzt sich der Bremsweg mit guten Reifen gegenüber schlechteren Reifen um bis zu 18 Meter.
  • Das Rollgeräusch ist bei Pkw ab einer Geschwindigkeit von 35 km/h die dominierende Lärmquelle. Je leiser die Reifen abrollen, desto besser für Mensch und Umwelt in der Umgebung.

Wie ist das Label aufgebaut?

Alle drei Kategorien werden in einer einfach verständlichen Grafik umgesetzt und sollen so einen schnellen Überblick ermöglichen. Angelehnt an das von Kühlschränken bekannte Label werden die Bewertungen in den Kategorien Rollwiderstand und Nasshaftung in einer übersichtlichen Skala von A (sehr gut) bis G (schlecht) eingetragen. Das Rollgeräusch wird im Piktogramm mit schwarzen Schallwellen symbolisiert. Jede zusätzliche schwarze Schallwelle bedeutet eine Erhöhung des Lärms durch den Pkw. Zusätzlich wird der absolute Wert des Rollgeräuschs bei 80 km/h in Dezibel angegeben.

Welche Reifen fallen unter die Reifen-Kennzeichnungsverordnung?

Alle Reifen für Pkw (Klasse C1), Reifen für leichte Nutzfahrzeuge (Klasse C2) sowie Reifen für schwere Nutzfahrzeuge (Klasse C3) müssen mit dem Label gekennzeichnet werden. Die Verordnung gilt nicht für: Motorradreifen, runderneuerte Reifen, Geländereifen, Notreifen und Reifen, die ausschließlich für die Montage an Fahrzeugen ausgelegt sind, deren Erstzulassung vor dem 1. Oktober 1990 erfolgt ist. Ebenso ausgenommen sind Reifen mit einer zulässigen Geschwindigkeit von weniger als 80 km/h und Spezialreifen.

CO2-Label für Pkw: Information oder Täuschung der Verbraucher?

Mit Änderung der Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung, kurz Pkw-EnVKV, ist das CO2-Label zum 1.12.2011 in Kraft getreten. Seit dem müssen Neuwagen, die zum Verkauf angeboten werden, mit einem farbigen Energieeffizienzlabel, analog zu Kühlschränken und Waschmaschinen, gekennzeichnet werden. Als Maßstab für die Energieeffizienz von Pkw dient der CO2-Ausstoß. Darum bezeichnet man die neue Energiekennzeichnung auch als CO2-Label. Das CO2-Label löst die vorherige Kennzeichnung ab, die für Autokäufer wenig anschaulich war.

Entscheidend für die Kennzeichnung eines Pkw sind zwei Kriterien:

  • der CO2-Ausstoß
  • das Gewicht des Fahrzeugs.

Das Bundeswirtschaftsministerium und Vertreter der Autoindustrie einigten sich in einem intransparenten Verfahren auf eine Formel zur Einteilung der Fahrzeuge in die jeweiligen Effizienzklassen. Das Ergebnis: Schwere Fahrzeuge werden eindeutig bevorzugt. So ist es für viele SUVs, Großraum-Vans oder Mittelklasse-Pkw einfach, ein grünes Label zu bekommen (A oder B). Kleinwagen sind selten besser als C, obwohl sie deutlich weniger Kraftstoff verbrauchen und CO2 ausstoßen. Damit wird suggeriert, dass große, schwere und teure Autos effizienter seien als moderne Kompakt- und Kleinwagen.

Vergleich zwischen dem Audi Q7 und dem Toyota Aygo: Der schwere Audi Q7 mit einem CO2-Ausstoß von 189 Gramm pro Kilometer erhält die Klasse B. Während der sparsame Toyota Aygo mit einem CO2-Ausstoß von nur 105 Gramm pro Kilometer durch sein leichtes Gewicht in die Klasse C rutscht.

Können sich Umweltbewusste auf dieses Label verlassen?

Nein. Die Umwelt kommt mit diesem Label unter die Räder. Es ist oft nicht »grün« drin, wo »grün« draufsteht. Autos mit hohem Verbrauch bekommen ein grünes Label, wenn sie nur schwer genug sind. Das Label dient damit nur bedingt dem Verbraucher und dem Klimaschutz. Außerdem wirkt das neue Label kontraproduktiv zu dem seit 2012 EU-weit geltenden CO2-Grenzwert für Neuwagen von durchschnittlich 130 Gramm pro Kilometer. Durch die positive Einstufung von schweren Autos, werden auch die von der Bundesregierung gesetzten Ziele zur Reduktion der CO2-Emissionen wohl kaum erreicht werden.

Achtung: Gefahr vor irreführender Werbung! Die Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung regelt klar, wie Pkw in realen und virtuellen Verkaufsräumen zu kennzeichnen sind. Für die Werbung in Printmedien, Funk und Fernsehen, ist der Abdruck des Labels nicht zwingend vorgeschrieben. Hier reichen die Angaben zum CO2-Ausstoß und Kraftstoffverbrauch. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Hersteller das Label nur dann abdrucken werden, wenn es für sie vorteilhaft ist.

Was müssen Verbraucher beim Autokauf beachten?

Das Label ist in seiner jetzigen Fassung nicht geeignet, Kunden angemessen zu informieren. Es enthält Informationen, die hilfreich sind, aber der zentrale Punkt ? das farbige, vergleichende Label ? folgt zu sehr den Interessen der deutschen Autohersteller. Wir empfehlen die VCD Auto-Umweltliste als Orientierungshilfe beim Autokauf.

Fazit:

Für das Klima und den eigenen Geldbeutel ist es besser, einen Kleinwagen mit einem C zu fahren als einen großen, schweren Pkw mit einem viel höheren CO2-Ausstoß, der mit A oder B einen tiefgrünen Mantel trägt.

VCD Auto-Umweltliste

Die Entscheidungshilfe beim Autokauf: Die VCD Auto-Umweltliste. Der VCD prüft jährlich über 400 Fahrzeuge auf ihre Umweltverträglichkeit. Der CO2-Ausstoß und damit auch die Energieeffizienz fließen zu 60 Prozent in die Gesamtbewertung ein. Zusätzlich wird der Lärm, den Pkw verursachen und der Ausstoß gesundheits- und naturschädigender Schadstoffe berücksichtigt. Aus methodischen und klimaschutzrelevanten Gründen verzichtet der VCD in der Auto-Umweltliste auf Pkw, die einen CO2-Ausstoß von über 180 g/km haben. Solche Spritschlucker können bei dem jetzt eingeführten Label ein grünes Mäntelchen bekommen, wenn sie nur schwer genug sind. Aber in jeder Fahrzeugklasse, selbst bei geländegängigen Luxuslimousinen und bei siebensitzigen Familien-Vans gibt es genügend Fahrzeuge mit einem deutlich niedrigeren CO2-Ausstoß.

Die aktuelle und die früheren Ausgaben der VCD Auto-Umweltliste können gegen eine Versandkosten- und Bearbeitungspauschale im VCD-Shop bestellt werden. Die Top-Ten-platzierten Autos in den verschiedenen Kategorien aus den VCD Auto-Umweltlisten der letzten Jahre finden sie auf den Seiten zur VCD Auto-Umweltliste. Mitglieder können alle VCD Auto-Umweltliste kostenlos herunterladen: www.vcd.org/mitgliedschaft/mein-vcd/downloads/

Unterwegs mit Bus & Bahn

Bahnhof von Stettin
Quelle: DB AG/Bartlomiej Banaszak

Welche Tickets kosten wieviel, wo bekomme ich die und darf mein Rad auch mit? Antworten und Übersichten gibt's hier.

12 Wege zum Fahrschein

1. DB Reisezentren oder Fahrkartenschalter am Bahnhof

In Reisezentren und an Fahrkartenschaltern der Deutschen Bahn AG (DB) sind nicht nur Fahrkarten und Sitzplatzreservierungen erhältlich, sondern auch persönliche und umfangreiche Beratungen für alle Bahnreisen. Auch die BahnCards können hier erworben werden. Für Fahrgäste der 1. Klasse und für bahn.comfort-Kunden gibt es an größeren Bahnhöfen eigene Schalter, die die Wartezeit verkürzen.

Vorteile: Am Schalter und in den Reisezentren sind alle Fahrscheine für Bahnreisen und alle Sitzplatzreservierungen erhältlich. Zudem erhalten Sie hier die Möglichkeit einer umfassenden Beratung hinsichtlich Reisestrecken, Preise, Ermäßigungen, Sonderangebote oder Gruppenreisen.

Nachteile : Mit längeren Wartezeiten muss gerechnet werden. Der Erwerb eines Fahrscheins kurz vor dem Antritt der Bahnreise ist deswegen nicht immer möglich. Eigene Kenntnisse über das Preissystem und die Angebote der DB sind von Vorteil, da das Beratungspersonal nicht immer ausreichend informiert ist. Aufgrund von Bedienzuschlägen sind die Aktionspreise wie das Sparpreis-Ticket oder das Schönes-Wochenende-Ticket teurer als am Automatenoder bei der Onlinebuchung.

2. DB Agenturen

DB Agenturen sind Reisebüros mit DB Lizenz oder sogenannte DB ServiceStores. Bundesweit gibt es davon rund 3.600. Wie am Fahrkartenschalter können Sie hier alle Fahrscheine, Sitzplatzreservierungen und BahnCards erhalten. Eine umfassende Beratung ist inbegriffen. Im DB ServiceStore werden meistens zusätzlich auch Zeitschriften, Backwaren und Kaffeeverkauft.

Vorteile: Reisebüros, die sich auf den Verkauf von Bahnfahrkarten spezialisiert haben, investieren sehr viel Zeit in die Streckenauswahl und das Heraussuchen des günstigsten Fahrpreises. Auch können Sie hier Tickets für komplizierte internationale Verbindungen erwerben (siehe auch: www.die-bahnprofis.de).

Nachteile: Für die Beratung und den Ticketkauf werden Gebühren erhoben. Aktionspreise wie das Sparpreis-Ticket oder das Schönes-Wochenende-Ticket sind teurer als am Automaten oder bei der Onlinebuchung.

3. DB Mobility Center

DB Mobility Center finden Sie an zentralen Stellen in den fünf deutschen Großstädten Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt und München. Die Mobility Center bieten das gleiche Angebot wie die DB Reisezentren. Sie verkaufen alle Fahrkarten und Sitzplatzreservierungen, geben aber auch persönliche und umfangreiche Beratungen für alle Bahnreisen. Alle DB Mobility Center sind gleichzeitig DB Carsharing-Stationen, die meisten beinhalten auch Call-a-Bike-Leihstationen.

Vorteile : Die Vorteile sind die gleichen wie beim Fahrkartenerwerb am Schalter und in den DB Agenturen. Eine umfassende Beratung hinsichtlich Reisestrecke, Preis, Ermäßigung, Sonderangebote oder Gruppenreise ist möglich.

Nachteile: Die DB Mobility Center wurden bisher nur in fünf Städten errichtet. Sie haben montags bis samstags zu uneinheitlichen Zeiten geöffnet und befinden sich nicht immer in der Nähe der Hauptbahnhöfe. Aktionspreise wie das Sparpreis-Ticket oder das Schönes-Wochenende-Ticket sind teurer als am Automaten oder bei der Onlinebuchung.

4. DB Automaten

Die DB Automaten sind per Fingerdruck auf den Touchscreens (den Tastbildschirmen) zu bedienen. Nach Eingabe der gewünschten Reiseverbindung werden Sie durch die Planung und Buchung Ihrer Reise geführt. Der Großteil der Fernverkehrsautomaten erlaubt nur bargeldlose Bezahlung per Kredit-, Geld- oder EC-Karte. Einige Geräte akzeptieren auch Bargeld oder die Bezahlung mit der BahnCard. Die Abbuchung erfolgt in diesem Fall per Lastschriftverfahren vom Bankkonto. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, beim DB Reiseservice per Telefon (Nummer: 01805/996633) bestellte Fahrkarten für den Nah- und Fernverkehr am DB Automaten ausdrucken zu lassen (nicht jedoch an Nahverkehrsautomaten von Verkehrsverbünden). Nach der telefonischen Bestellung müssen Sie sich per EC- oder Kreditkarte am Automaten identifizieren und erhalten über den Button vorbestellte Fahrkarten den Fahrschein.

Vorteile: Da Sie nicht am Schalter anstehen müssen, ist das Lösen der Fahrkarte auch noch kurz vor der Abfahrt möglich. Aktionspreise wie das Sparpreis-Ticket oder das Schönes-Wochenende-Ticket und sonstige Regionalverkehrs-Sonderangebote sind am Automaten preiswerter als am Fahrkartenschalter, in der DB  Agentur oder bei telefonischer Bestellung.

Nachteile : Die Bedienung ist für Unerfahrene häufig kompliziert. Da die persönliche Beratung entfällt, sollten Kenntnisse über einzelne Streckenführungen vorhanden sein, ebenso über das Preissystem der DB und die aktuellen Sonderangebote. Wer über ein solches Wissen nicht verfügt, für den ist die telefonische Fahrkartenbestellung samt umfassender Beratung und der Ausdruck am Automaten eine sinnvolle Alternative. In diesem Fall entfällt die Versandkostenpauschale. Der Ausdruck kurz vor der Fahrt erlaubt jedoch keine Korrekturen im Falle von Buchungsfehlern oder Fehlfunktionen. Plätze in Kinderabteilen können nicht am Automaten gebucht werden, Zugreisen ins Ausland nur begrenzt. Die Fahrkartenautomaten sind störanfällig und funktionieren nicht immer.

5. Internet

Auch im Internet ist das Buchen von Fahrkarten und BahnCards möglich. Wenn Sie nicht mit Kreditkarte, PayPal oder Sofort-Überweisung bezahlen, ist vorab eine einmalige Anmeldung über das Online-Buchungsportal der DB AG notwendig. Die Zugangsdaten müssen Sie für weitere Käufe aufheben. Nach der Eingabe des gewünschten Ziels und der Zeit werden verfügbare Reisemöglichkeiten aufgezeigt – in der Regel ist darunter auch der günstigste Fahrpreis. Beim Kauf wählen Sie eine Identifikation in Form der Kreditkarte, der BahnCard oder der EC-Karte. Die erworbenen Fahrscheine, Fahrradkarten, Sitzplatzreservierungen und die vorläufige BahnCard werden nach der Kaufabwicklung selbst ausgedruckt. Die vorher gewählte Identifizierungskarte muss bei der Fahrscheinkontrolle im Zug zusätzlich zum Online-Ticket vorgezeigt werden. Online bestellte Fahrkarten, Fahrradkarten und Sitzplatzreservierungen können gegen eine Versandkostenpauschale von 3,50 Euro pro Zusendung auch an die angegebene Postadresse gesendet werden. Das ist notwendig, wenn kein Drucker bereitsteht.

Vorteile: Aktionspreise wie das Sparpreis-Ticket oder das Schönes-Wochenende-Ticket sind preiswerter als am Schalter, in der Agentur oder bei telefonischer Bestellung.

Nachteile: Da die persönliche Beratung entfällt, sollten Kenntnisse über die unterschiedlichen Reisemöglichkeiten vorhanden sein, ebenso über das Preissystem der DB und die aktuellen Sonderangebote. Plätze in Kinderabteilen können nicht online gebucht werden, Zugreisen ins Ausland nur begrenzt. Wenn kein Drucker bereitsteht, müssen die Tickets per Post versandt werden. Bei einem Fahrkartenwert unter 250 Euro kostet diese Zusendung 3,50 Euro. Das ist mehr als die eigentlichen Kosten für den Versand.

6. Telefon

Unter der Nummer 01805/996633 bekommen Sie beim Telefonportal der DB AG alle Informationen zu  Bahnreisen und Fahrpreisen (14 Cent pro Minute aus dem Festnetz). Auch die Fahrplanauskunft, der Fahrscheinerwerb sowie die Radfahrer-Hotline erreichen Sie unter dieser Nummer.

Vorteile: Auch ohne DB Schalter, Bahnagentur oder Internetzugang ist der Erwerb von Fahrkarten möglich, einzige Voraussetzung ist ein Telefonanschluss.

Nachteile : Bei einem Fahrkartenwert unter 250 Euro kostet die Zusendung der Fahrscheine und Reservierungen 3,50 Euro. Das ist mehr als die eigentlichen Kosten für den Versand. Diese Gebühr entfällt, wenn die telefonisch bestellten Fahrkarten am Automaten abgeholt werden. Aktionspreise wie das Sparpreis-Ticket oder das  Schönes-Wochenende-Ticket sind teurer als am Automaten oder bei der Onlinebuchung. Es fallen Telefonkosten an. Beim Anruf aus dem Mobilfunknetz wird die Höhe der Kosten nicht bekannt gegeben.

7. Mobiles Internet

Mit einem MMS- und Internetfähigen Handy können Sie Fahrkarten innerhalb Deutschlands für Normalpreise, Sparpreise und ausgewählte Aktionspreise (auch mit BahnCard-Ermäßigung) für bis zu fünf Personen buchen. Zunächst ist eine einmalige Anmeldung über das Online-Buchungsportal der DB AG notwendig. Bei der Registrierung muss ein Dokument zur Identifikation angegeben werden, wie beispielsweise der Personalausweis oder die Kreditkarte. Für die Buchung eines Tickets öffnen Sie mit dem Internetbrowser Ihres Handys die Seite m.bahn.de, suchen sich die gewünschte Verbindung aus und wählen Ticket/ Reservierung. Anschließend loggen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort ein. Das Ticket erhalten Sie als MMS aufs Handy und zusätzlich als Online-Ticket an Ihre E-Mail-Adresse. Das Handy-Ticket ist eine persönliche Fahrkarte, nicht auf andere Personen übertragbar und gilt nur in Verbindung mit der angegebenen ID-Karte. Bezahlt wird per Lastschriftverfahren oder Kreditkarte. Voraussetzungen für den Erwerb des Handy-Tickets sind, dass Ihr Handy eine WAP-Verbindung zu m.bahn.de herstellen sowie MMS empfangen und korrekt darstellen kann. Es empfiehlt sich, vorab zu testen, ob Ihr Handy MMS empfangen und anzeigen kann. Alternativ kann auch das als E-Mail versandte Ticket als Fahrschein vorgezeigt werden. Zusätzlich zu den DB-Kosten für Fahrkarte und/oder Sitzplatzreservierung kann eine Verbindungsgebühr des eigenen Mobilfunkanbieters für die Nutzung des WAP-Zugangs anfallen.

Vorteile: Die kurzfristige Bestellung von Fahrkarten und Sitzplatzreservierungen ist bis zu zehn Minuten vor der Abfahrt von unterwegs möglich.

Nachteile: Schlägt die Übertragung fehl oder ist der Handy-Akku leer, muss im Zug eine Fahrkarte nachgelöst werden. Der Fahrkartenwert wird innerhalb eines Jahres gegen eine Storno-Gebühr von 15 Euro zurückerstattet, sobald die per Handy gebuchte Fahrkarte vorgelegt wird. Kann die Fahrkarte im Zug nicht nachgelöst werden, weil keine Kreditkarte oder nicht genügend Bargeld vorhanden ist, wird eine  Fahrpreisnacherhebung über den doppelten Fahrpreis ausgestellt. Für eine Erstattung ist das Handy-Ticket binnen 14 Tagen nachzureichen. Außerdem wird eine Gebühr von sieben Euro fällig. Handy-Tickets sind nicht erhältlich für Fahrten innerhalb von Verkehrsverbünden. Nur BahnCard-Inhaber/-innen haben bei Strecken über 100 km die City-Ticket-Option.

8. DB-Navigator

Wenn Sie in Besitz eines Smartphones oder Tablet-Computers sind, können Sie auch auf diesem Weg über eine App Ihr Ticket buchen. Der DB-Navigator gibt Ihnen dafür in Echtzeit alle Informationen über die nächsten Reisewege und bucht das notwendige Ticket dazu. Als erstes müssen Sie sich den DB-Navigator im App- oder Google Play-Store herunterladen. Dann legen Sie Ihr Benutzerprofil an und loggen sich ein. Beim Buchungsprofil können Sie individuell angeben, mit wie vielen Personen und welcher BahnCard Sie reisen. Unter »Mehr« gibt es unter anderem einen Verspätungs-Alarm und die Standortsuche. Beim Letztgenannten werden die umliegenden Haltestellen und Abfahrtszeiten angezeigt. Über Ihr Buchungsprofil können Tickets gekauft werden, die direkt in der App abgelegt werden.

Vorteile: Eine kurzfristige Bestellung von Fahrkarten und Sitzplatzreservierungen ist bis zu zehn Minuten vor der Abfahrt von unterwegs möglich. Die Standort-Funktion erleichtert Mobilität vor allem in unbekannten Gebieten. Durch die App wird der Besuch der mobilen Seite überflüssig.

Nachteile: Im Falle eines leeren Akkus oder verlorenen Handys ergeben sich die gleichen Probleme wie beim MMS-Ticket. Zudem muss man sich vor der ersten Fahrt mit den vielen Funktionen der App vertraut machen.

9. Touch & Travel

Mit Touch & Travel entfällt der klassische Fahrkartenkauf, da Sie sich mit Ihrem Smartphone vor der Reise am Kontaktpunkt einchecken und nach der Reise auschecken. Vor der ersten Fahrt müssen Sie sich unter www.touchandtravel.de registrieren und die zu Ihrem Betriebssystem passende App runterladen. Die notwendigen Tickets für die Reise bucht das System selbstständig und nach den günstigsten Tarifen. Während der Fahrt können Sie Ihr Reiseziel immer wieder verändern. Die Abrechnung der Tickets erfolgt einmal im Monat über das angegeben Konto. Bislang ist Touch & Travel deutschlandweit für alle Fernverkehrsverbindungen (ICE, IC/EC, CNL/EN), einzelne Verbindungen ins Ausland sowie in einigen Verkehrsverbünden im Osten und Südwesten Deutschlands für alle Verkehrsmittel verfügbar.

Vorteile: Da der Kauf einer Fahrkarte automatisch erfolgt, können Reisen noch kurzfristiger angetreten werden. Da das Ziel dabei immer wieder verändert werden kann und die endgültigen Kosten der Fahrt erst im Anschluss ermittelt werden, ist mehr Flexibilität möglich.

Nachteile: Datenschützer sind noch skeptisch, ob eine Sicherheit der Nutzerdaten wirklich gewährleistet ist. Tickets, welche einen Voraberwerb voraussetzen wie beispielsweise Sparpreise, werden nicht einbezogen.Vor allem im Nahverkehr ist das System wegen fehlender Kontaktpunkte noch nicht einsatzfähig (Stand März 2014). Auch ergeben sich im Falle eines leeren Akkus oder verlorenen Handys die gleichen Probleme wie beim MMS-Ticket oder DB-Navigator.

10. Im Zug

In den Fernzügen der DB können Fahrkarten zum erhöhten Bordpreis erworben werden. Der Preisaufschlag auf den Normalpreis beträgt seit dem 15.12.2013 einheitlich 7,50 Euro. Die Bezahlung erfolgt in bar oder per Kreditkarte. Bei Zahlungsbeträgen ab 50 Euro ist neben der Kreditkarte zusätzlich der Personalausweis, der Reisepass oder die BahnCard vorzulegen.

Vorteile: Einsteigen in den Zug in letzter Minute ist möglich.

Nachteile: Neben dem höheren Ticketpreis sind Aktionspreise und sonstige Regionalverkehrs-Sonderangebote dort  nicht erhältlich, auch keine Sitzplatzreservierung.

11. Abo-Verfahren

Zeitkarten, zum Beispiel die persönliche oder über-tragbare JahresCard, die Schüler-JahresCard oder auch die DB Job-Tickets, sind im Abonnement in den sieben DB Abo-Centern erhältlich. Für 14 Cent pro Minute können hier telefonisch Zeitkarten für die DB- und Verbund-Angebote bestellt werden. Die Zustellung der Fahrkarten erfolgt per Post, die Bezahlung durch monatlichen oder jährlichen Bankeinzug. Die Telefonnummern der DB Abo-Center finden Sie mit den nötigen Zusatzinformationen unter: www.bahn.de/p/view/angebot/pendler/abo_center.shtml

Vorteile: Im Vergleich zur Monatskarte ist die Zeitkarte bei jährlicher Zahlung etwa 20 Prozent günstiger. Teilweise können samstags Personen gratis mitgenommen werden.

Nachteile: Bei vorzeitiger Kündigung des Abos ist die Differenz zur Monatskarte nachträglich zu zahlen, jedoch nicht der volle Jahresbetrag.

12. Lidl, Tchibo, L’Tur und Co.

Die DB vertreibt Bahnfahrkarten auch in Kooperation mit anderen Unternehmen. Diese Angebote unterliegen bestimmten Bedingungen, die von Angebot zu Angebot unterschiedlich sind. Verkauf und Nutzungsdauer der Fahrkarten sind zeitlich begrenzt. Sie sind nicht übertragbar und vom Umtausch ausgeschlossen. Manchmal sind bestimmte Reisetage von vornherein ausgeschlossen und einige Angebote enthalten eine Zugbindung. Unter bahn.ltur.com können Restkarten bis zu sieben Tage vor Reiseantritt relativ günstig erworben werden.

Vorteile: Preiswerteres Reisen mit der Bahn ist möglich. Der Preisvergleich lohnt sich häufig.

Nachteile: Nicht immer ist eine Bahnfahrkarte im Sonderangebot die geeignetste oder preiswerteste Fahrkarte. Sie sollten daher vorab unbedingt prüfen, ob die Bahnreise mit einer BahnCard, dem Sparpreis oder dem Mitfahrerrabatt nicht günstiger ist. Kenntnisse über das Bahnpreissystem sind dafür Voraussetzung

Fahrradmitnahme im Regionalverkehr

Im Regionalverkehr gibt es nicht nur deutschlandweit, sondern z. B. auch innerhalb von Baden-Württemberg ganz unterschiedliche Regelungen. So ist in vielen Regionen die Mitnahme in den Zügen kostenlos, in anderen nicht. In einigen Regionen ist die Mitnahme auch in den Regional- und Stadtbussen sowie in den Stadtbahnen möglich. Auch die Preise für die Fahrradmitnahme unterscheiden sich stark. Und nicht zuletzt sind die Zeiten, in denen das Rad mit genommen werden kann, je nach Region unterschiedlich.

Die Kosten

Kostenlos ist die Fahrradmitnahme in den Nahverkehrszügen ganztags in Sachsen-Anhalt, Thüringen, im Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV), in Hessen mit dem Schönes-Wochenende-Ticket und innerhalb der Verkehrsverbünde RMV, NVV und VRN, wochentags ab 9 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen ganztags in Rheinland-Pfalz und im Saarland, innerhalb bestimmter Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg und unter bestimmten Bedingungen in Bayern, Berlin/Brandenburg und im Großraum-Verkehr Hannover (GVH).

In anderen Regionen kann die Mitnahme bis zum Preis eines zusätzlichen Erwachsenentarifs kosten. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Verkehrsverbund oder -unternehmen. Wenn Sie im Zug mit dem Rad mindestens in zwei Verkehrsverbünden unterwegs sind, in denen die Mitnahme nicht kostenlos ist, oder in einer ebensolchen Region ohne Verbund, lösen Sie bitte eine DB-Fahrradtageskarte. Diese gilt (bis 3 Uhr des Folgetages) für die Mitnahme eines Rades bundesweit in den Zügen des Nahverkehrs (IRE, RE, RB und S-Bahnen) und kostet derzeit 5,00 Euro. In

Bayern gibt es eine Fahrrad-Tageskarte zu 4,50 Euro, die auch in den Verbundverkehrsmitteln im Raum München (MVV) und im Raum Nürnberg (VGN) gültig ist. In Nordrhein-Westfalen gibt es das ‚FahrradTicket NRW’, das für einen Tag in allen Bussen, Straßen-, Stadt- und U-Bahnen, S-Bahnen, RegionalBahnen und RegionalExpress-Zügen gültig ist.

Informationen auf der Website der Deutschen Bahn

Fahrradmitnahme im Fernverkehr

Im Fernverkehr der DB AG ist die Fahrradmitnahme auf die IC-und EC-Züge sowie auf die Nachtzüge beschränkt. Um das Fahrrad mitnehmen zu können, benötigt man eine Fahrradkarte mit Stellplatzreservierung. In den InterConnex-Zügen zwischen Leipzig, Berlin und Rostock/Warnemünde ist die Mitnahme von Fahrrädern und Anhängern möglich. Das Gleiche gilt in den Zügen der Vogtlandbahn/Alex zwischen München und Lindau/Oberstdorf sowie München–Regensburg–Hof. Die neue MeinFernbus-Verbindung München–Friedrichshafenreiburg (Breisgau) ermöglicht die Mitnahme von je 4 Fahrrädern in einem Ständer hinten am Bus.

Die Kosten

Der Preis für die Fahrradmitnahme im DB-Fernverkehr (einfache Fahrt) beträgt 6,- Euro mit und 9,- Euro ohne BahnCard. Die Fahrradmitnahme in den InterConnex-Zügen kostet 5,- Euro pro Strecke. In den Zügen der Vogtlandbahn/Alex benötigt man eine deutschlandweit gültige Fahrrad-Tageskarte für 5,- Euro. Bei MeinFernbus kostet die Mitnahme je Rad und Strecke 9,- Euro.

Informationen auf der Website der Deutschen Bahn

Fahrradmitnahme im Ausland

Die grenzüberschreitende Mitnahme von Fahrrädern ist in folgende Länder in dafür zugelassenen Zügen möglich: Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Schweiz, Slowakei, Tschechien und Ungarn. In diesen und vielen anderen europäischen Ländern ist auch eine Fahrradmitnahme in den Inlandszügen, überall im Regionalverkehr, oft auch im Fernverkehr, möglich. In einige Länder kann man auch im »Fahrradbus« reisen (siehe Rückseite).

Regelungen und Kosten im Zug

Für die grenzüberschreitende Fahrradmitnahme ist eine Internationale Fahrradkarte erforderlich. In Deutschland kostet sie 10,- Euro und beinhaltet eine kostenlose Stellplatzreservierung. Sie ist bis zu Ihrem Zielbahnhof ohne weiteren Aufpreis gültig. Beim Umsteigen in Nahverkehrszüge gelten teilweise Sonderregelungen. Internationale Fahrradkarten können für Hin- und Rückfahrten in Deutschland gebucht werden. Den Stellplatz für die Rückfahrt können Sie ab 3 Monate vor dem Reisetag in Deutschland buchen außer für Tageszüge aus Frankreich, Italien und Tschechien.

Belgien: An- und Abreise mit Rad nur mit einem RE ab/nach Aachen oder mit Umsteigen über NL; Internationale Fahrradkarte 8,60, für Tandems 14,80 Euro; keine Reservierung möglich; im Land außer in Thalys und ICE überall möglich, F-Karte 5,-, F-Tageskarte 8,- Euro; Info: www.b-rail.be.

Dänemark: An- und Abreise nur mit Regional- und Nachtzügen, Internationale Fahrradkarte 10,50 Euro, Reservierung erforderlich; im Land Mitnahme in fast allen Zügen und vielen Fernbussen möglich; Info: www.dsb.dk.

Frankreich: An- und Abreise mit TGV-, Nacht- und Regionalzügen möglich, Mitnahme in allen Zügen außer TGV und Nachtzügen kostenlos. In diesen Zügen besteht Reservierungspflicht (10,- Euro). In den TGV-Zügen zwischen München und Paris können Fahrräder  nur für eine grenzüberschreitende Reise mitgenommen werden (Reservierung 10,- Euro); im Land Mitnahme in fast allen Zügen, auch einigen TGV möglich, kostenlos, in TGV Reservierungspflicht; Info: www.sncf.fr.

Italien: An- und Abreise mit EC- und Nachtzügen ab München möglich, über die Schweiz nur mit Umsteigen, internationale Fahrradkarte 10,- Euro (Kauf für Rückfahrt nur im Land möglich), keine Reservierung möglich; im Land Mitnahme nur in Regionalzügen möglich; Info: www.trenitalia.com.

Luxemburg: An- und Abreise mit IC- und Regionalzügen ab Trier und Straßburg möglich, Internationale Fahrradkarte 10,- Euro; im Land in fast allen Zügen möglich, kostenlos; Info: www.cfl.lu.

Niederlande: An- und Abreise mit verschiedenen Zügen möglich, Internationale Fahrradkarte 10,- Euro; im Land in allen Zügen (außer ICE, Thalys und Fyra) und Fähren außerhalb der Hauptverkehrszeiten möglich; Info: www.ns.nl/reisinfo.

Österreich: An- und Abreise mit IC-, EC-, Nacht und Regionalzügen möglich, internationale Fahrradkarte 12,- Euro; Reservierung 3,40 Euro; im Land in den meisten Zügen möglich (nicht in ICE und Railjet); Info: www.austria.info.at.

Polen: An- und Abreise mit Eurocities, Nacht- und Regionalzügen möglich, internationale Fahrradkarte ca. 8,- Euro (Kauf für Rückfahrt nur im Land möglich), keine Reservierung möglich; im Land nehmen die meisten Züge Räder mit; Info: www.pkp.com.pl.

Schweiz: An- und Abreise mit IC-, EC-, Nacht und Regionalzügen möglich, internationale Fahrradkarte 20,- CHF; im Land in den meisten Zügen (nicht in ICE und TGV) und Schiffen sowie einigen Regionalbussen möglich, Velo-Tageskarte 18,- CHF; Info: www.sbb.ch/reisegepaeck.

Tschechien: An- und Abreise mit verschiedenen Fern- und Regionalzügen möglich; im Land in fast allen Zügen möglich, bei einigen Fernzügen mit Reservierung; Info: www.cd.cz.

Ungarn: Keine direkte An- und Abreise mit Fahrrad im Zug möglich, jedoch mit Umsteigen in Österreich, internationale Fahrradkarte 10,- Euro, keine Reservierung möglich; im Land Mitnahme in den meisten Zügen möglich; Info: www.mav.hu.

Das Preissystem der Deutschen Bahn im Überblick

Ausführliche Informationen zum Preissystem der Deutschen Bahn erhalten Sie hier: http://www.vcd.org/themen/bahn/bahnpreise/

Die wichtigsten Regelungen des Fahrgastrechtegesetzes

Mit dem seit  2009 geltenden Fahrgastrechtegesetz haben Bahnkunden des Nah- und Fernverkehrs in Deutschland einen gesetzlich verankerten Anspruch auf Fahrpreiserstattung oder auf die Nutzung eines anderen Verkehrsmittels. Der VCD forderte ein solches Gesetz lange, denn es ist ein wichtiger Schritt für eine attraktive Bahn. Das Gesetz gibt dem Unternehmen einen Anreiz zu mehr Qualität und Service im Bahnverkehr.

Die wichtigsten Regelungen des Fahrgastrechtegesetzes auf einen Blick:

  • Erstattung von 25% des Fahrpreises bei einer Verspätung im Nah- und Fernverkehr ab 60 Minuten, 50% ab 120 Minuten - das Gesetz sieht eine Bagatellgrenze von 4 Euro vor. Das Bedeutet, dass eine Erstattung erst ab 16 bzw. 8 Euro möglich ist.
  • Im Nahverkehr dürfen Bahnreisende einen anderen - auch höherwertigen Zug - nutzen, wenn eine Verspätung des ursprünglich gewählten Zuges von 20 Minuten droht.
  • Erreichen Sie nachts wegen Verspätung oder Ausfall des Nahverkehrszuges Ihr Ziel nicht mehr, haben Sie Anspruch auf Erstattung von Taxikosten oder auf die Übernahme einer erforderlichen Hotelübernachtung bis zu 80 Euro.
  • Reisende sollen die Möglichkeit einer außergerichtlichen Schlichtung im Falle von Streitigkeiten zwischen Fahrgästen und Verkehrsunternehmen bei einer geeigneten Schlichtungsstelle erhalten.

Rund um's Rad

Radfahrer
Quelle: VCD/Gloger

Fahrräder, E-Räder, Lastenräder, ... Die Auswahl an Zweirädern ist vielfältig. Hier finden Sie hilfreiche Checklisten!

Frühjahrscheck für’s Fahrrad

Wer nach dem Winter oder nach einer längeren Pause wieder aufs Rad steigen möchte, sollte es einmal gründlich durchecken. Warten Sie ihr Fahrrad – egal ob das gute Stück über den Winter im Keller stand oder im Einsatz war. Die regelmäßige Pflege erhöht die Lebensdauer eines jeden Fahrrads. Für die Wartung bietet sich ein Besuch beim örtlichen Fahrradhändler oder der Frühjahrs-Check in Eigenregie an. Entscheiden Sie sich für Letzteres, dann achten Sie auf die Details.

  1. Das Fahrrad sollte zunächst mit einer Bürste oder auch mit Seifenlauge gründlich gereinigt werden. Hochdruckreiniger, wie es sie an den Tankstellen gibt, sind tabu, allein wegen der Lager.
  2. Beleuchtung und Klingel sollten auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft werden, um mit dem Fahrrad zu jeder Zeit für andere Verkehrsteilnehmer sicht- und hörbar zu sein. Frontscheinwerfer und Rücklicht sowie Front- und Speichenreflektoren, Pedalrückstrahler und ein großflächiger roter Rückstrahler sind in der Straßenverkehrsordnung für Fahrräder vorgeschrieben. Defekte Lichtkabel sollten spätestens jetzt repariert werden. Zudem rät der VCD, alte Glühbirnen-Scheinwerfer durch hellere und langlebige LED-Lampen zu ersetzen. Auch der Austausch des Seitenläufer-Dynamos bringt große Vorteile: Moderne Nabendynamos sind zwar teurer, dafür aber leise, leichtgängig und wesentlich störungsresistenter.
  3. Ketten und Zahnkränze brauchen besondere Aufmerksamkeit, sie müssen wenn nötig von Rost befreit und anschließend gründlich mit Ketten-Öl versorgt werden. Ein sauberer Rahmen und vor allem Reflektoren sehen nicht nur besser aus, sondern erhöhen die Sichtbarkeit. Reinigungssets mit diversen Spezialbürsten helfen dabei, bis in die letzen Winkel zu gelangen.
  4. Als Nächstes folgte die Überprüfung von Bremsen, Schrauben und Reifen. Verhärtete Bremsbeläge und mürbe gewordene Bremsgummis müssen ausgewechselt, die Festigkeit aller Schrauben – insbesondere an Anbauteilen, wie Schutzblech und Gepäckträger – überprüft und die Reifen auf mögliche Risse untersucht werden. Sind neue Reifen nötig, sollte optimaler Weise in eine pannensichere Ausführung investiert werden. So führt nicht jeder Glassplitter direkt zu einem »Plattfuß«.
  5. Schließlich weist der VCD Autofahrer darauf hin, dass nach dem Winter wieder mit einer »plötzlich« steigenden Zahl von Fahrradfahrern zu rechnen ist. Erhöhte Aufmerksamkeit und rücksichtsvolles Verhalten sollten für alle Verkehrsteilnehmer selbstverständlich sein.

Wintercheck für’s Fahrrad

Regen, Nebel und Schneeerfordern von Radfahrenden besondere Aufmerksamkeit, sind jedoch kein Grund, das Fahrrad über den Winter einzumotten. Der VCD rät allen, die auch in der kalten Jahreszeit auf zwei Rädern mobil sein wollen, ihr Rad einem Wintercheck zu unterziehen. Gleiches gilt für all die, die ihr Rad lieber stehen lassen möchten.

  1. Um sicher unterwegs zu sein, muss das Rad über eine gut funktionierende Licht- und Beleuchtungsanlage verfügen. Weitstrahlende Lampen sowie Reflektoren am Vor-und Hinterrad sind besonders wichtig.
  2. Rost kann vermieden werden, in dem alle beweglichen Teile, wie Ketten und Zahnkränze, neu geschmiert werden.
  3. Auch die Bremsen müssen optimal eingestellt sein, da der Bremsweg bei Nässe deutlich länger ist. Deswegen heißt es, Bremsen überprüfen sowie verhärtete  und mürbe gewordene Bremsbeläge aus wechseln.
  4. Für die Reifen gilt: Je breiter der Mantel und je tiefer das Profil desto besser greifen sie bei Nässe und Schnee. Spikes sind kein Muss, erhöhen bei Glatteis jedoch massiv die Bodenhaftung.
  5. Beim Elektrorad fällt das Augenmerk besonders auf den Akku. Kühlt dieser auf Temperaturen unter zehn Grad, verliert er an Kapazität – die Reichweite verringert sich abhängig vom jeweiligen Modell um bis zu 40 Prozent. Der VCD rät, den Akku nach jeder Fahrt abzunehmen und ins Büro oder die Wohnung mitzunehmen. Auch während der Fahrt ist der Akku Kälte ausgesetzt. Was hilft, doch bisher kaum geläufig ist: Den Akku in Dämmstoffe wie Neopren ein packen. Wird das Elektrorad über den Winter eingelagert, muss der Abstellraum wärmer als zehn Grad sein. Andernfalls sollte der Akku abgenommen werden. Hierbei ist wichtig, Herstellerangaben zu beachten. In der Regel sollte ein Akku etwa halbvoll gelagert werden. Da er sich minimal selbst entlädt, ist es empfehlenswert, alle drei Monate auf etwa 60 Prozent der Akku-Kapazität nachzuladen.
  6. Egal ob Rad mit oder ohne eingebautem Motor: Vor dem Einmotten gilt, das Rad von Schmutz und Dreck zu befreien und bewegliche Teile einzufetten. Die Reifen sollten vorab noch einmal aufgepumpt werden, das schützt den Mantel vor Rissen und erhöht seine Lebensdauer.

Für alle, die nicht selbst Hand anlegen wollen, bieten Fachhändler und Fahrradwerkstätten häufig günstige Angebote für einen Wintercheck. Und was fürs Fahrzeug gilt, gilt auch für den Fahrer. Mit entsprechender Vorbereitung, sprich der passenden Kleidung, kommen Radler fit und gesund durch den Winter. Denn wer radelt, rostet nicht.

7 Tipps zum E-Rad Kauf

Elektrofahrräder, auch Pedelecs genannt, sind Fahrräder mit einem Elektromotor, der die Tretkraft des Fahrers unterstützt. Steigungen, lange Strecken und Gegenwind sind damit auch für weniger sportliche Fahrer kein Problem mehr. Für ältere oder körperlich eingeschränkte Menschen bieten sie neue Möglichkeiten der Mobilität. Doch auch beim Einkaufen, auf dem Weg zu Arbeit oder wenn man mit Kindern unterwegs ist, kommt die Unterstützung durch den Motor wie gerufen: Mit dem Pedelec lassen sich viele Wege schneller und entspannter zurücklegen.

Zwischen Stadtflitzer und Lastenfahrrad stehen Neukäufer vor einer großen Auswahl an E-Rädern. Es sollten daher einige Details beachtet werden, damit das Elektrofahrrad auf die Bedürfnisse des Fahrers abgestimmt ist. Hier kommen 7 Tipps, die bei einem E-Rad Kauf beachtet werden sollten:

  1. Was für einen Akku brauche ich?
    Um das rauszufinden, sollte das E-Rad zuerst auf dem längsten Alltagsweg getestet werden. Denn Herstellerangaben zur Reichweite des Akku sind kaum eine Orientierung: Abhängig vom Gewicht, der Strecke und der eingestellten Unterstützungsstufe kann die Reichweite enorm schwanken.
  2. Muss das E-Rad oft getragen werden?
    Wenn das Rad häufig in die Wohnung oder in den Keller getragen werden muss, sollte es nicht mehr als 20 kg wiegen und gut zu greifen sein. Wem das Tragen besonders schwer fällt, für den ist ein E-Rad mit „Schiebehilfe” interessant. An Stufen und steilen Einfahrten macht sie per Knopfdruck das Schieben leichter.
  3. Welche Schaltung soll es sein?
    Nabenschaltungen sind mit Hinterradantrieben schlecht kombinierbar, auch bei Mittelmotoren ist die Nabenschaltung nicht für jeden zu empfehlen, da sie bei Steigungen ab und an hakt. Kettenschaltungen hingegen können immer  eingebaut werden, sind dafür aber etwas wartungsintensiver. Eine interessante Möglichkeit sind stufenlose Nabenschaltungen: Sie lassen sich unter Last gut schalten und sind wartungsarm.
  4. Wenn eine Rücktrittbremse gewünscht ist:
    Wer auf die Rücktrittbremse nicht verzichten will, muss ein Modell mit Vorderrad- oder Mittelmotor wählen, denn nur diese sind mit Rücktritt erhältlich.
  5. Mehrere Nutzer eines E-Rads:
    Wenn sowohl Eltern als auch Kinder das E-Rad nutzen, sollte beim Kauf auf eine leichte und ausreichende Verstellbarkeit von Sattel und Lenker geachtet werden. Oftmals sehr gut anzupassen sind sogenannte Kompakträder.
  6. Transport mit dem E-Rad:
    Achtung, ein E-Rad wiegt häufig allein schon 25 kg. Wenn zusätzlich Dinge transportiert werden sollen, muss auf das zulässige Gesamtgewicht geachtet werden. Dies liegt zwischen 120 oder 130 kg. Eine Alternative kann ein E-Lastenrad sein.
  7. Tipps für die Federung: Für besseren Fahrkomfort reichen oft Ballon-Reifen. Einfach und effektiv sind auch Federungen an der Sattelstütze oder gefederte Gabeln. Wem das nicht reicht, der sollte sich nach vollgefederten Luxusrädern umschauen.

Generell gilt: Vor dem Kaufen unbedingt ausgiebig Probefahren! Viele weitere Informationen zu E-Rädern sowie eine umfangreiche Datenbank mit über 1000 E-Rad Modellen finden Sie auf der VCD-Themenseite www.e-radkaufen.de

Wissenswertes zum Thema Lastenräder

Was in Kopenhagen und Amsterdam längst Alltag ist, wird auch in deutschen Städten zum Trend: immer mehr Menschen nutzen für den Transport von Kindern oder Einkäufen moderne Lastenräder. Denn Transporträder sind umweltfreundlich, praktisch und als Alternative zum Auto preiswert. Mit Elektrounterstützung garantieren sie sogar auf längeren und bergigen Strecken Fahrspaß.

Welche Lastenrad-Typen gibt es?

Es gibt sehr unterschiedliche Lastenräder für verschiedene Transportzwecke und Nutzergruppen. Für den Privatgebrauch lassen sich folgende Grundtypen unterscheiden:

  • zweirädrige Frontlader
  • zweirädrige Hecklader
  • dreirädrige Frontlader
  • dreirädrige Hecklader

Einen umfassenden Überblick über diese und weitere Lastenradtypen bieten die Projekte VeloTransport.de und Nutzrad.de. Dort werden zusätzlich auch interessante Transportlösungen mit Anhängern vorgestellt.

Was ist bei Kauf und Gebrauch von Lastenrädern zu beachten?

  • Die Wahl des richtigen Lastenrads sollte vor allem vom Einsatzzweck abhängig gemacht werden. Wie viele Kinder wollen Sie transportieren? Sollen auch größere Einkäufe und andere Dinge auf das Rad passen? Welches Volumen oder Format hat die Ladung? Grundsätzlich gilt: für fast jeden Transportzweck gibt es ein geeignetes Lastenrad mit einem passenden Aufbau.
  • Kindergurte und Regenschutz gehören bei Kindertransporträdern zur Standardausrüstung, gefederte Halterungen für Babyschalen machen auch den Transport von Kleinkindern möglich. Übrigens: fast alle Lastenräder werden optional mit Elektrounterstützung angeboten oder der Zusatzantrieb kann nachgerüstet werden.
  • Das Fahrgefühl und die Lenkung ist bei Lastenrädern je nach Typ und Modell unterschiedlich: zweirädrige Lastenräder sind allgemein schneller und leichter, rollen sie einmal liegen sie sehr gut in der Spur. Man kommt leicht an Autoschlangen vorbei und fährt stabil in Kurven. Dreirädrige Lastenräder sind im Stand und bei niedriger Geschwindigkeit kippsicher, Kurven müssen jedoch langsamer gefahren werden.
  • Lastenräder dürfen wie Fahrräder auf Fahrradwegen fahren. Parken dürfen sie auf dem Gehweg (solange Fußgänger nicht behindert werden) sowie am Straßenrand (im Dunkeln allerdings nur mit Beleuchtung). In Zügen, in denen eine Fahrradmitnahme generell gestattet ist, kann man normalerweise auch zweirädrige Lastenräder mitnehmen. Bei manchen Regionalbahnen ist sogar die Mitnahme dreirädriger Lastenräder möglich.

Sichern Sie Ihr Lastenrad immer mit einem hochwertigen Schloss. Zusätzlichen Schutz können Diebstahlversicherungen bieten.

  • Mit einem Anschaffungspreis von 1000 bis 5000 Euro sind Lastenräder teurer als einfache Fahrräder. Im Vergleich zu den Anschaffungs- und Unterhaltskosten eines Autos sind sie jedoch eine preiswerte und umweltfreundliche Alternative.
  • Von Bausätzen für dreirädrige Kindertransporter, die im Internet für deutlich unter 1000 Euro angeboten werden, rät der VCD ab. Durch mindere Qualität und Fehler beim Aufbau können erhebliche Sicherheitsrisiken und ein reduzierter Fahrkomfort drohen.

Wo kann ich ein Lastenrad probefahren und kaufen?

Lassen Sie sich vor einem Lastenrad-Kauf im Fachhandel beraten und testen Sie das Rad Ihrer Wahl ausgiebig. Über unsere Händler-Umkreissuche finden Sie Fahrradläden in Ihrer Nähe, bei denen Sie Lastenräder probefahren können.

zur Händler-Umkreissuche: http://www.vcd.org/themen/radverkehr/lastenraeder/lastenrad-haendlersuche/

Auch für die Beantwortung Ihrer Fragen und für Serviceleistungen, wie Wartung, Reparaturen oder möglicher Nachrüstungen, ist der Fachhandel die beste Anlaufstelle.

Wo kann ich ein Lastenrad leihen?

Wer ein Transportrad nur gelegentlich braucht oder es erst mal ausführlich testen möchte, kann sich ein Lastenrad leihen. Einige der Händler in unserer Umkreissuche bieten ihre Vorführmodelle auch als Leihräder an. Zusätzlich gibt es z.B. folgende Angebote:

  • bundesweite online Verleihplattform von privat zu privat: www.velogistics.net
  • bei Frankfurt/M (westliche Vororte): www.e-bakfiets.de
  • in Köln: kasimir-lastenrad.de
  • in Berlin: www.vcd.org/vorort/nordost/themen/radverkehr
  • in Rostock: www.transportrad-mv.de/mieten.html
  • in Eberswalde: stadt-und-land-im-wandel.de

Mehr Infos rund um das Thema Lastenräder finden Sie auf der Webseite des VCD-Projekts »Lasten auf die Räder«

Mit Kindern unterwegs

Schulkinder vor Bus
Quelle: vzbv/Gloger

Spaß beim Fahrrad- und Rollerfahren, stressfreie Bus- und Bahnfahrten, bei denen die Eltern Zeit für ihre Kinder haben, selbstständig und sicher unterwegs zu Schule und Kindergarten - Wir haben einige Tipps, wie Sie und ihre Kinder sicher unterwegs sein können.

9 gute Gründe für den »Schulbus auf Füßen«

Der Schulbus auf Füßen ist eine sinnvolle Idee für Eltern, die Ihr Kind ungern ganz allein zur Schule laufen lassen wollen und es auch nicht jeden Tag begleiten können oder wollen. Kinder mit einem ähnlichen Schulweg treffen sich allmorgendlich zu den gleichen Zeiten an den vereinbarten Laufbushaltestellen und gehen dann gemeinsam zur Schule. Ein Elternteil kann die Gruppe solange begleiten, bis die Kinder selbstständig den Weg zurücklegen können.

9 gute Gründe für den Schulbus auf Füßen hat der Kreisverband Hannover des VCD zusammengestellt:

1.  Der »Schulbus auf Füßen« macht Spaß

Es gibt zu jeder Jahreszeit auf dem Schulweg eine Menge zu entdecken, und man kann sich mit seinen Freunden darüber unterhalten.

2. Der »Schulbus auf Füßen« ist sicher

Eine Gruppe wird von den anderen Verkehrs­teilnehmern viel besser wahrgenommen als einzelne Ver­kehrsteilnehmer. Eine Kennzeichnung der teilnehmenden Kinder (z.B. Warnwesten, Mützen, reflektie­rende Bänder) erhöht außerdem die Sichtbarkeit des »Schulbusses auf Füßen« für die Autofahrer. Erfahrungsgemäß halten die meisten Auto­fahrer auch an Stellen, an denen sie nicht warte­pflichtig sind, wenn eine Kinder­gruppe die Straße überqueren möchte. Oftmals sind die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, angespannt, weil sie mit Zeitdruck unterwegs sind und außerdem die Straße verstopft ist, weil sie gerade keinen Parkplatz finden, weil möglicherweise auch noch ein Kind quengelt. Ihre Konzentration auf den Verkehr wird dadurch beeinträchtigt. Dadurch, dass Kinder zu Fuß zur Schule gehen, reduziert sich der Bring- und Abholverkehr. Weniger Bring- und Abholverkehr trägt zur Entspannung der Parkplatzsituation bei, verringert die Verkehrsdichte und trägt so dazu bei, dass sich die Fahrer besser auf den Verkehr konzentrieren können. Alles zusammen bewirkt, dass die Überquerung der Straßen vor den Schulen sicherer wird und das allgemeine Unfallrisiko sinkt.

3. Der »Schulbus auf Füßen« ist gesund

Sportwissenschaftler gehen davon aus, dass aus gesundheitlicher Sicht eine Steigerung der Alltagsakti­vitäten, z.B. Schulwege und Botengänge, wesentlich ist, um die medizinisch notwendigen Bewegungszeiten von Kindern zu erhalten. Diese Bewegungsumfänge von Kindern (6 bis 12 Jahre) sind von drei bis vier Stunden in den siebziger Jahren auf heutzutage ca. eine Stunde pro Tag zurückgegangen. Durch das Mitgehen beim »Schulbus auf Füßen« kann die Bewegungszeit je nach Weglänge um etwa 30 Minuten täglich erhöht werden. Außerdem wird das Zufußgehen von den Kindern als etwas Normales erlebt. Dadurch kann ihre natürliche Bewegungsfreude wieder geweckt werden, und sie gehen auch andere Wege lieber zu Fuß. Der tägliche Fußweg stärkt die Abwehrkräfte, fördert die motorische Entwicklung und hilft, Haltungsschäden und Übergewicht vorzubeugen. Eine norwegische Untersuchung hat nachgewiesen, dass der zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegte Schulweg deutliche positive Auswirkungen auf die motorischen Fähigkeiten der Kinder hat.

4. Der »Schulbus auf Füßen« macht schlau

Durch die Bewegung an der frischen Luft werden die Kinder richtig wach und können sich schon auf dem Weg austauschen. Im Unterricht sind sie weniger aufgedreht und können dem Unterricht konzentrierter folgen. Ist die Klasse ruhiger, kann der Lehrer bzw. die Lehrerin den Unterrichtsstoff intensiver vermitteln. Die Kinder bekommen ein Gefühl für Zeit. Sie erleben die Jahreszeiten und das Wetter intensiver. Laufen und Gehen fördern das räumliche Denken – eine wichtige Voraussetzung dafür, später gute Leistungen in Mathematik zu erzielen.

5. Der »Schulbus auf Füßen« spart Zeit

Statt jeden Tag Ihre Kinder früh und mittags selbst zu begleiten, sind Sie seltener an der Reihe. Sofern für den »Schulbus« beispielsweise nur eine Begleitperson notwendig ist und fünf Begleiter zur Verfügung stehen, begleitet jeder nur einmal pro Woche.

6. Der »Schulbus auf Füßen« fördert die Selbstständigkeit

Kinder bewegen sich heute zunehmend weniger und haben weniger eigene Erfahrungen und Fertigkeiten. Das liegt daran, dass sie häufiger transportiert werden. "Hier öffnet sich ein Teufelskreis", umreißt Prof. Krista Mertens vom Institut für Rehabilitationswissenschaften an der Humboldt-Universität die Prob­lema­tik, "die Kinder haben keine Gelegenheit mehr, Erfahrungen zu sammeln. Sie lernen nicht, Gefahren rechtzeitig zu bemerken, sie richtig einzu­schätzen und entsprechend zu reagieren. Dadurch werden sie unsicher und sind tatsächlich einem erhöhten Unfall­risiko ausgesetzt". Im »Schulbus auf Füßen« lernen die Kinder, wie sie sich richtig im Verkehr verhalten sollen. Sie bereiten sich damit auf den selbstständigen Schulweg vor. Wenn Ihr Kind dann später allein oder mit Freunden zur Schule geht, hat es den Schulweg schon oft geübt, und Sie wissen, dass Sie sich auf Ihr Kind verlassen können. Wenn die Kinder sicher genug sind und als unbegleitete Gruppe gehen können, stärkt das ihr Selbstvertrauen, und sie bekommen auch in anderen Bereichen mehr Zutrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. Außerdem möchten gerade Kinder, die in die Schule gekommen sind, beweisen, dass sie schon groß und selbstständig sind. Sie sind auf alles stolz, was sie allein können. Oftmals ist es ihnen sogar unangenehm, von einem Erwachsenen zur Schule gebracht zu werden. Wenn die Kinder nach einiger Zeit als unbegleitete Gruppe gehen, drücken ihre Eltern ihnen damit auch ihr Zutrauen aus und stärken damit das Selbstbewusstsein der Kinder.

7. Der »Schulbus auf Füßen« fördert die soziale Kompetenz der Kinder

Kinder, die als Gruppe zur Schule gehen, müssen pünktlich an den Haltestellen warten und beim Laufen darauf achten, nicht zu trödeln. Schaffen sie das nicht, müssen die anderen Kinder warten oder kommen sogar zu spät zur Schule. Dadurch werden den Kindern Werte wie Rücksichtnahme auf andere, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit vermittelt. Das stärkt bei den Kindern die Entwicklung von Verantwortungsgefühl für die Gruppe und somit ihre soziale Kompetenz. Indem die Kinder im »Schulbus auf Füßen« abwechselnd verschiedene Rollen (Busfahrer, Mitfahrer, Kontrolleur, Schaffner) übernehmen können, können sie sich in dieser Rolle ausprobieren. Sie übernehmen Aufgaben für die Gruppe und werden von den anderen in ihrer Rolle anerkannt, was sich positiv auf ihr Selbstbewusstsein auswirken kann.

8. Der »Schulbus auf Füßen« ist preiswert

Durch den „Schulbus auf Füßen“ entstehen keine zusätzlichen Kosten. Er muss nicht tanken, kostet keine Steuer, keine Versicherung und muss nicht repariert werden.

9. Der »Schulbus auf Füßen« lässt den Kindern Zeit

Nach der Schule tauschen sich die Kinder aus, verabschieden sich langsam von ihren Schulkameraden und stimmen sich auf den Nachmittag zu Hause ein.

Checkliste für’s Kinderfahrrad

Ein gutes Kinderfahrrad muss nach den gesetzlichen Vorgaben ausgestattet sein und den Vorschriften der DIN EN (Europäische Norm über sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren) entsprechen.

  • Rahmen und Rahmenhöhe müssen zur Größe des Kindes passen. Wichtig sind ein leichter Einstieg und sicherer Halt.
  • Der Lenker sollte höchstens zehn Zentimeter breiter sein als die Schultern des Kindes und über rutschsichere Griffe mit verdickten Enden verfügen.
  • Achten Sie auf mindestens zwei voneinander unabhängige Bremsen (Hand- und Rücktrittbremse).
  • Ein stabiler Gepäckträger ist sinnvoll.
  • Breite Reifen sind robuster als schmale Rennradreifen und für den Alltag deshalb eher geeignet. Denn Kinder fahren oft mal den Bordstein hoch und runter!
  • Vor allem im Grundschulalter ist eine Nabenschaltung einer Kettenschaltung vorzuziehen. Sie ist verschleißärmer und benötigt wenig Wartung. Außerdem kann auch im Stand in einen anderen Gang geschaltet werden. Dies ist gerade bei Kindern sinnvoll, da diese oftmals vergessen, vor dem Anhalten rechtzeitig in einen niedrigeren Gang herunterzuschalten.
  • Legen Sie Wert auf Qualität ? Billigfahrräder sind aufgrund von bisweilen bedenklicher Material- und Montagequalität aus Sicherheitsgründen nicht empfehlenswert.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig, ob alle Bauteile am Fahrrad noch funktionstüchtig sind. Prüfen Sie Schraubverbindungen, Bremszüge und Kabel. Letztere sollten sicher verlegt sein, nicht zu stramm und nicht zu locker.

Spielideen für lange Fahrten

Auf einer längeren Autofahrt wollen Kinder auf der Rückbank beschäftigt sein. Wenn Hörspiele und Bücher nicht mehr weiterhelfen, kann ein kleines Spiel wieder für gute Laune sorgen. Sicher fallen Ihnen selbst gleich einige Spiele ein, zusätzlich haben wir für Sie eine kleine Sammlung von Spielideen zusammengestellt.

Suchspiel: Einer denkt sich drei Dinge aus, die die Anderen finden müssen, wie z. B. einen Fahrer mit Hut, einen Hund an der Leine, oder etwas Ähnliches. Wer eines der drei Dinge entdeckt hat, darf die nächsten drei bestimmen.

Das Spiegelbild: Zwei Spieler sitzen sich gegenüber. Einer macht langsam Bewegungen vor, die der andere wie in einem Spiegel nachmacht.

Sätze bilden: Und zwar aus den Nummernschildern der Autos. Z.B.: aus HH-AM 123 = Heute helfen alle mit!

Kennzeichen raten: Ein Klassiker und ebenso einfach zu spielen ist das Kennzeichen raten (geht natürlich nur bei Autoreisen...): Der Fahrer oder einer der Mitfahrenden nennt die Kennzeichen der Autos, die vorbeifahren und wer zuerst die richtige Lösung errät, hat gewonnen, oder einen Punkt ergattert. Nebenbei können die Kinder (und natürlich auch die Erwachsenen) noch etwas lernen!

Lippen lesen: Ein wunderbares und sehr ruhiges Spiel ist es, sich. gegenseitig von den Lippen zu lesen. Der eine spricht unhörbar aber deutlich Wörter oder kurze Sätze, der andere guckt genau auf die Mundbewegungen und versucht zu verstehen.

Papier Schere Stein: Am einfachsten ist es zu zweit: Beide Kinder machen mit jeweils einer Hand gleichzeitig das Zeichen für einen der drei Gegenstände: Entweder die flache Hand für Papier, Zeige- und Mittelfinger auseinandergestreckt für die Schere, oder eine Faust für den Stein. Zeigt ein Kind Papier und das andere Stein, so gewinnt das Papier (wickelt den Stein ein); bei Stein und Schere gewinnt der Stein (ist stärker als die Schere) und bei Schere und Papier gewinnt die Schere (kann das Papier durchschneiden). Zeigen beide dasselbe Zeichen, steht es unentschieden. Wer mag, auch nach Punkten spielen; d.h. der Gewinner bekommt jeweils einen Punkt. Wer die festgelegte Punktzahl als erster erreicht, hat gewonnen

Farben sammeln: Nur für eine Autofahrt geeignet ist folgendes Spiel: Jeder der Mitspielenden sucht sich eine Farbe aus, und dann zählen alle gemeinsam, wie viele Autos der entsprechenden Farben sie sehen (bei älteren Kindern geht auch Automarken). Nach einer festgelegten Zeit wird dann der Sieger bestimmt; d.h. der Mitspieler, dessen Farbe am häufigsten vertreten war. Oder man spielt einfach so lange, bis von einer Farbe eine bestimmte Anzahl von Autos gesehen wurden. Ich sehe was, was Du nicht siehst! Eine Person sucht sich einen Gegenstand aus, den alle Mitspieler sehen können und sagt die Farbe dieses Gegenstandes, also z.B.: Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist blau. Die anderen müssen dann raten, welcher Gegenstand gemeint ist. Wer richtig geraten hat, darf als nächstes die Frage stellen.

Wortschlange: Etwas ältere Kinder können sich für die Wortschlange begeistern. Bei diesem Spiel geht es darum, immer Doppelwörter zu finden, und zwar so, dass der erste Begriff des zweiten Wortes zum zweiten Begriff des ersten Wortes passt. Also auf Reisezug passt z.B. Zugführer, auf Zugführer kann Führerschein kommen usw. Der Fantasie der Mitspielenden sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Buchstabenkette: Ein Spieler nennt einen Begriff, z.B. Apfelsaft. Der nächste Spieler muss nun ein Wort nennen, das mit einem T beginnt, und immer so weiter. Je nach Verständnis der Kinder kann man auch ausmachen, dass die Begriffe jeweils aus einem bestimmten Bereich stammen müssen; in unserem Fall könnte das heißen, dass nur Getränke gelten.

Ich packe meinen Koffer: Für mehrere Mitspieler ist auch »Ich packe meinen Koffer« gut geeignet. Dabei fängt ein Spieler an mit dem Satz »ich packe meinen Koffer und nehme mit...« und nennt einen Gegenstand, der in den Koffer kommen soll (z. B. ...ein Handtuch). Der nächste Spieler muss dies nun wiederholen, und selbst einen Gegenstand hinzufügen (also z. B. ...und nehme mit: ein Handtuch und ein Buch). Mit zunehmender Spieldauer wird es natürlich schwieriger, weil immer mehr Gegenstände dazu kommen. Wer einen Gegenstand vergisst, scheidet aus.

Stadt, Land, Fluss: Auch Stadt, Land, Fluss ist nicht sehr aufwendig: es werden lediglich Zettel und Stifte für jeden Mitspieler benötigt. Einer von ihnen sagt in Gedanken das Alphabet auf, bis der nächste Mitspieler »Stop« sagt. Der erstgenannte nennt nun den Buchstaben, bei dem er stehen geblieben ist. Ist das z. B. ein »s«, dann müssen nun alle Mitspieler so schnell wie möglich für jede Rubrik ein Wort finden, das mit »s« beginnt. Also z. B. Strasbourg in der Rubrik Stadt, Schweden bei den Ländern usw. Rubriken kann man nach Lust und Laune aufstellen (z. B. Farbe, Sportart und vieles mehr). Sobald der erste Mitspieler für jede Rubrik ein Wort mit dem passenden Anfangsbuchstaben gefunden hat, müssen alle anderen auch aufhören. Für jeden richtigen Begriff bekommt man 5 Punkte, wenn einem in einer Rubrik als Einziger ein Wort eingefallen ist, bekommt man 10 Punkte.

Wer oder was bin ich?: Ein Mitspieler behauptet eine berühmte Persönlichkeit zu sein, ein berühmtes Bauwerk, ein Tier oder eine Sache. Die anderen Spieler müssen mit Fragen herausfinden, wer oder was man ist. (Mögliche Fragen: Kannst Du sprechen? Bist Du berühmt? Kann man dich essen? Machst Du Miau?) Wer als Erster rausfindet, was gesucht wird, ist als Nächster dran.

Das A bis Z Spiel: Alle Mitspieler schauen aus dem Fenster und müssen abwechselnd eine Sache finden und benennen die mit dem Buchstaben A anfängt. (Ausfahrt, Ampel, Asphalt, usw.) Doppelte Wörter zählen nicht. Wem nichts neues mehr auffällt, scheidet für die erste Runde aus. Am Ende der Runde bekommt der Beste einen Punkt. Es geht dann mit dem Buchstaben B weiter und allen anderen Buchstaben des Alphabets. Wenn Kleinkinder mitspielen, kann man schwierige Buchstaben auch weglassen.

Handleser: Ein Spieler hält die Hand hin und schließt die Augen. Der andere malt mit dem Zeigefinger klare Motive auf die Handinnenfläche: Sonne, Stern, Blume, für größere Kinder auch Buchstaben oder Zahlen. Wer hat ein gutes Gespür und kann »lesen«, was in seine Hand geschrieben wird?

Wege mit Kleinkindern: aktiv und sicher unterwegs

Zum Ende des Sommers beginnt auch für viele Kleinkinder ein neuer Abschnitt in ihrem Leben - die Kindergartenzeit. Für die Eltern stellt sich dann die Frage, wie man das Kind sicher und schnell in den Kindergarten, die Kindertagesstätte oder zur Tagesmutter bringt. Der VCD zeigt Möglichkeiten auf, wie man ohne Auto mit Kleinkindern zu Fuß und mit dem Rad sicher und ökologisch auf Alltagswegen mobil sein kann:

  • Gerade wenn die Zeit knapp ist, bietet es sich morgens für kürzere Wege an, den Kinderwagen zu benutzen. Größere Geschwister können auf einem Buggy-Board mitfahren. Mutter oder Vater bestimmen das Tempo, und die Kinder können sich noch etwas ausruhen, bevor ihr aufregender Kitatag beginnt.
  • Nachmittags mit mehr Zeit genießen es kleine Lauflerner, wenn sie auf eigenen Füßen nach Hause gehen können und beim Einkauf auf dem Weg helfen dürfen.
  • Mit ungefähr zwei Jahren sind Kinder bereit, auf den Roller oder das Laufrad zu steigen. Auf spielerische Art und Weise lernen sie dabei die Koordination zwischen Fahren und Lenken. Der VCD empfiehlt, die ersten Übungseinheiten auf einem sicheren Gelände zu absolvieren. Erst wenn das Kind Roller oder Laufrad so beherrscht, dass es Hindernissen ausweicht und rechtzeitig bremst, kann auch der Weg zum Kindergarten damit zurückgelegt werden. Wichtig ist, dass der kleine Fahrer oder die kleine Fahrerin immer einen Helm trägt und auf jeden Fall an allen Kreuzungen anhält und auf Vater oder Mutter wartet.
  • Das Fahrrad der Eltern bietet verschiedene Möglichkeiten, Kinder mitzunehmen. Kinder bis ca. 20 Kilogramm Gewicht können im Fahrradsitz auf dem Elternrad mitfahren. Unterhalb des Sattels wird dafür eine Halterung montiert, und der Sitz kann dann je nach Bedarf daran befestigt werden. Beim Kauf rät der VCD zu TÜV-geprüften Modellen mit Schalensitz und hoher Rückenlehne. Sie sollten über eine Kopfstütze, ein Hosenträger-Gurtsystem und verstellbare Fußstützen verfügen, damit der Sitz optimal an das Kind angepasst werden kann.
  • Für den sicheren Transport von bis zu zwei Kindern bis zum vollendeten siebenten Lebensjahr mit dem Fahrrad bietet sich ein Fahrradanhänger an, der sich mittels einer Schnellkupplung im Handumdrehen an-und abhängen lässt. Der Nachwuchs im Hänger ist angeschnallt und witterungsgeschützt. Einkäufe und Sandspielzeug lassen sich meist in einem separaten Fach unterbringen. Außerdem kann das Gefährt mit wenigen Handgriffen vom Anhänger zum geräumigen Kinderwagen umgebaut werden.
  • In einem extra Babysitz lassen sich selbst Säuglinge mitnehmen. Das Baby ist mit einem gepolsterten Drei-Punkt-Gurt gesichert und der Sitz wie eine Hängematte aufgehängt.
  • Bis zu vier Kinder, die sicher allein sitzen können, kann man mit einem Lastenrad sicher transportieren. Hier sitzen die Kleinen auf einer oder zwei Bänken in einer Kiste aus Holz oder Kunststoff, die den vorderen Bereich des Fahrrades bildet. Dadurch haben die Eltern sie jederzeit im Blick. Für alle Modelle kann man einen Regenschutz erhalten und Babys können in einer Babyschale, die auch im Auto verwendet wird, mit Hilfe eines speziellen Gurtes sicher mitfahren.

Kinder lernen das Mobilitätsverhalten von ihren Eltern. Wer als Kleinkind viel mit den Eltern gelaufen oder auf dem Rad mitgefahren ist, lernt früh richtiges Verhalten im Straßenverkehr und hat einen besseren Orientierungsinn. Wenn Kinder ihre Wege zu Fuß, mit dem Roller oder dem Laufrad zurücklegen, fördert das ihre Motorik und Kondition. So empfinden sie Laufen und Rad fahren auf längeren Strecken nicht als Herausforderungen, sondern als selbstverständliche Fortbewegungsarten. Das wirkt sich nicht nur auf ihre gesundheitliche Entwicklung positiv aus, sondern sie lernen auch ihre Umwelt besser kennen und verstehen.

Laufrad und Roller fahren

Ab einem Alter von ungefähr zwei bis drei Jahren sind Kinder bereit, Laufrad oder Roller zu fahren. Auf spielerische Art und Weise lernt das Kind die Koordination zwischen Fahren, Lenken und Anhalten. Es entwickelt ein Gefühl für Gleichgewicht und Geschwindigkeit. Dadurch, dass seine Füße immer am Boden sind, entwickelt es ein Sicherheitsgefühl, das es zum weiterradeln animiert. Der Umstieg vom Laufrad aufs richtige Fahrrad geht somit ganz unkompliziert und ohne Stützräder, weil die hierfür nötigen Bewegungsmuster schon erlernt sind. Der VCD empfiehlt, dass Kinder aber auch auf dem Laufrad und auch auf kurzen Wegen immer einen Helm tragen, denn Stürze bleiben bei den kleinen Fahranfängern leider nicht aus. Ein kleiner Laufradler sieht sich als Mittelpunkt der Welt und kann Gefahren nicht abschätzen. Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Kind immer im Blick haben und wählen Sie möglichst ungefährliche Strecken für die ersten Fahrversuche aus.

Verkehrssicherheit

Vater und Sohn auf Zebrastreifen
Quelle: vzbv/Gloger

Sicher im Straßenverkehr unterwegs - wir haben wichtige Tipps - vor allem für Radfahrer/-innen zusammengetragen.

Die wichtigsten Regeln für Radfahrer im Überblick

Nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) gelten u.a. folgende Regeln für Radfahrer:

Radwege benutzen ist Pflicht, wenn...

sie mit einem der drei blauen Radwegeschilder gekennzeichnet sind. Sonst nicht. Das gilt auch für Radfahrstreifen. Nur wenn Schnee, Sperrmüll oder andere Hindernisse den Radweg versperren, dürfen Radfahrer auf die Fahrbahn ausweichen. In Tempo-30-Zonen gibt es keine Radwegebenutzungspflicht.

Auf der richtigen Seite

Werden Sie nicht zum Geisterfahrer. Radwege, Fahrrad-und Schutzstreifen dürfen nur in Fahrtrichtung der Fahrbahn benutzt werden. Nur in manchen Fällen sind sie mit einem Schild für beide Richtungen freigegeben.

Ampel – welche gilt?

Grundsätzlich gilt für Radfahrer die Ampel für den Autoverkehr. Ist an Radwegen oder Radfahrstreifen eine Fahrradampel mit Fahrradzeichen vorhanden, so gilt dort diese. Wenn der Radweg direkt neben dem Fußweg über die Kreuzung führt und keine Fahrradampel vorhanden ist, gilt die Fußgängerampel.

Kinder mit dem Rad – auf Gehweg oder Straße?

  • Bis zum 8. Geburtstag müssen Kinder immer auf dem Gehweg fahren und zum Überqueren einer Straße absteigen.
  • Bis zum 10. Geburtstag dürfen sie wählen, also auf dem Gehweg oder auf der Straße fahren.

Kinderfahrräder müssen für den Gebrauch im Verkehr vorschriftsmäßig nach der StVZO ausgestattet sein, das heißt auch mit Beleuchtung.

Zu zweit nebeneinander ...

dürfen Radfahrer im Verkehr nur fahren, wenn sie niemanden behindern. In ausgewiesenen Fahrradstraßen ist es aber immer erlaubt.

Am Ampel-Stau rechts vorbei ...

dürfen Radfahrer zwischen wartenden Autos und Bordstein bis zur roten Ampel langsam vorfahren, wenn dort genug Platz ist.

Elektrofahrräder (bis 25 km/h) gelten als Fahrrad ...

wenn der Motor nur beim Treten unterstützt und sich bei 25 km/h abschaltet. Mit diesen Elektrofahrrädern (Pedelecs) dürfen alle Radwege benutzt werden.

Schnelle E-Bikes (bis 45 km/h) und E-Mofas (bis 20 km/h) ...

brauchen eine Haftpflichtversicherung (kleines Nummernschild). Beide dürfen innerorts nicht auf Radwegen und Radfahrstreifen fahren, wenn sie nicht mit dem Zusatzschild »Mofa frei« freigegeben sind. Außerorts dürfen beide alle Wege fürs Rad benutzen. Tempo-30-Zonen gelten auch für schnelle E-Bikes. Für beide Fahrzeuge muss der Fahrer im Besitz eines Führerscheins oder einer Mofa-Prüfbescheinigung (geb. nach 1.4.65) sein.

Regelverstoß – gefährlich und teuer

Für einen Regelverstoß mit dem Fahrrad gilt der halbe Bußgeldsatz wie für Autofahrer: Dazu gehören:

  • Missachten der roten Ampel kostet 45 bis 100 Euro Bußgeld und einen Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg.
  • Fahren mit dem Rad nach Alkoholgenuss ist genauso wenig erlaubt wie mit dem Auto. Für Radfahrer gilt: ab 1,6 (bei Unfall und Verkehrsgefährdung bereits ab 0,3) liegt eine Straftat vor, die auch den Führerschein kosten kann.

Wege fürs Rad: Wer darf wo fahren?

Im Straßenraum gibt es verschieden gestaltete Wege für Radfahrer.

Radweg – nur für Radfahrer: Der Radweg ist durch Grünstreifen oder Bordstein von der Fahrbahn abgegrenzt. Bei gemeinsamen oder aneinander grenzenden Fuß- und Radwegen müssen Radfahrer ihre Geschwindigkeit dem Betrieb auf dem Fußweg anpassen.

Radfahrstreifen – nur für Radfahrer: Der Radfahrstreifen ist mit einer durchgezogenen Linie am rechten Fahrbahnrand markiert und mit einem blauen Radwegzeichen markiert. Er ist innerstädtisch sicherer als der separate Radweg, weil Radfahrer im Verkehr so besser gesehen werden.

Schutzstreifen – für Radfahrer und Autos: Der Schutzstreifen ist mit einer gestrichelten Linie am rechten Fahrbahnrand markiert. Er darf von Autofahrern nur bei Bedarf und ohne Gefährdung von Radfahrern befahren werden. Parken darauf ist verboten.

Fahrradstraße – Vorfahrt für Radfahrer: Hier dürfen nur Radfahrer, auch nebeneinander, mit einer Geschwindigkeit von maximal 30 Kilometern die Stunde (km/h) fahren. Per Zusatzschild können Kraftfahrzeuge zugelassen sein; diese müssen sich dem Radverkehr jedoch anpassen.

Einbahnstraße – für Radfahrer oft frei: Einbahnstraßen sind für Radfahrer in Gegenrichtung frei, wenn ein Zusatzschild darauf verweist. Radfahrer und Autofahrer müssen in diesem Fall besonders vorsichtig fahren.

Tipps: Fahrrad-Stadtpläne und Radroutenplaner auch im Internet helfen fahrradfreundliche Wege in Ballungsräumen zu finden, etwa durch Nebenstraßen und Grünzüge. Als Radfahrer sollten Sie nicht auf Ihrem Recht bestehen, denn im Straßenverkehr sind Sie der Schwächere. Wenn Sie Verständnis für Autofahrer zeigen, werden sie dieses auch als Radfahrer erfahren. Leider kennen viele Autofahrer die Rechte der Radfahrer zu wenig.

Mit dem Rad im Verkehr: Sicherheitstipps

Wer risikoreiche Situationen im Straßenverkehr erkennt, kann ihnen sicherer begegnen. Für Radfahrer gilt immer: Defensiv, aber selbstbewusst und vor allem eindeutig verhalten.

Rechtsabbieger – wachsam im toten Winkel

Wenn Radfahrer an einer Kreuzung geradeaus fahren, können sie schnell in den toten Winkel von rechts abbiegenden Autos oder Lkw geraten. Deshalb gilt:

  • Achten Sie auf Blinkzeichen
  • Suchen Sie den Blickkontakt zum Fahrer
  • Bleiben Sie immer hinter Lkw, nicht neben ihnen
  • Achten Sie auf die Vorderräder von Auto oder Lkw: Die zeigen, wohin das Fahrzeug fährt – immer!

Links abbiegen – mitten auf der Spur oder indirekt

  • Wenn Sie als Radfahrer die Linksabbiegerspur nutzen, fahren Sie immer in der Mitte der  Spur – nie auf der Markierung.
  • Sicherer ist das indirekte Abbiegen: Kreuzen Sie erst die Querstraße, in die Sie abbiegen wollten. Danach queren Sie bei Grün die Straße, auf der Sie gekommen sind.

1 m Abstand zum rechten Fahrbahnrand.

  • Radfahrer müssen grundsätzlich im Straßenverkehr rechts fahren. Halten Sie möglichst einen Meter Abstand zum rechten Fahrbahnrand. Autofahrer müssen dann richtig und mit Abstand überholen. Und Sie haben eine Sicherheitsreserve zum Ausweichen.

Sicheres Verhalten an kritischen Punkten

  • Erhöhte Aufmerksamkeit an Ein- und Ausfahrten
  • Vorsicht bei öffnenden Türen von parkenden Autos
  • Nicht in Parklücken ein- und wieder ausscheren
  • Straßenbahnschienen im rechten Winkel kreuzen

Tipp: Für Radfahrer gibt es keine Helmpflicht, auch nicht für die Nutzer von Elektrofahrrädern. Ein Helm ist aber zu empfehlen. Wichtig: Er muss gut angepasst sein und gerade auf dem Kopf sitzen, mit eng anliegenden Riemen.

Gesundheit und Klimaschutz

Junge mit Ohrenschützer
Quelle: VCD/Gloger

Verkehr kann belasten - die eigene Gesundheit, aber auch das Klima. Was jede/-r einzelne dagegen tun kann, zeigen unsere Tipps.

CO2-Einsparpotenziale

In der alltäglichen Mobilität steckt ein großes CO2-Einsparpotenzial. Lesen Sie selbst, mit welchen einfachen Mitteln Sie dem Klima schädliches Kohlendioxid ersparen können.

Mehr Radfahren!

Jeder Deutsche legt derzeit nur rund 300 Kilometer jährlich mit dem Fahrrad zurück. Würden wir genauso viel Radfahren wie unsere Nachbarn die Niederländer - nämlich 1.000 Kilometer jährlich - und die im Auto zurückgelegten Strecken entsprechend reduzieren, könnten wir pro Jahr 10 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste jeder von uns lediglich zwei Kilometer mehr am Tag Radfahren. Allein damit könnte der Radverkehr mit einem Drittel zum CO2-Einsparziel der Bundesregierung im Verkehrsbereich beitragen.

Auf Kurzstrecken - Auto stehen lassen

Knapp die Hälfte aller Autofahrten ist kürzer als sechs Kilometer und ein knappes Viertel sogar kürzer als zwei Kilometer. Wenn nur ein Drittel der Strecken unter sechs Kilometer mit dem Rad anstelle des Autos zurückgelegt würde, könnten jährlich 7.5 Millionen Tonnen Kohlendioxid gespart werden.

Spritspartipps beherzigen

Wenn nur zehn Prozent der Autofahrer in Deutschland alle Spritspartipps beherzigten und so ihren Kraftstoffverbrauch um 30 Prozent reduzierten, würden jährlich knapp 2,65 Millionen Tonnen CO2 eingespart.

Bahn statt Auto oder Flugzeug

Eine Bahnreise im Fernverkehr erspart der Umwelt im Vergleich zum Auto rund zwei Drittel des Klimagases CO2 - im Vergleich zum Flugzeug sind es sogar 75 Prozent.

ÖPNV statt Auto

Wer mit Bus oder Bahn fährt, verursacht zwei Drittel weniger CO2 als mit dem eigenen Pkw und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. Wenn nur ein Prozent der Autofahrer ihren Wagen stehen ließe und statt dessen die Nahverkehrsangebote nutzte, würden in Deutschland pro Jahr eine Million Tonnen Kohlendioxid weniger in die Luft gepustet.

Klimabewusster Autokauf

Wer sich für ein Automodell entscheidet, das im Schnitt nur einen Liter weniger verbraucht, spart bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometer im Jahr 210 Euro (bei einem Spritpreis von 1,40 Euro) und entlastet das Klima um über 250 kg CO2.

Tipps gegen Verkehrslärm

Um sich selbst und die Mitmenschen vor Lärm zu schützen, ist jeder Einzelne dazu angehalten, so wenig Lärm wie möglich zu verursachen. Dabei zählt auch Ihr Einsatz.

Wenn Sie folgende Tipps befolgen, können Sie die Lärmbelastung merklich verringern:

  • Achten Sie bereits beim Kauf auf lärmarme Fahrzeuge und Reifen. Die VCD Auto-Umweltliste nennt leise Fahrzeuge. Das neue EU-Reifenlabel gibt Aufschluß über das Rollgeräusch des Reifens.
  • Lassen Sie den Motor auf keinen Fall im Stand „warmlaufen”. Beim Starten kein Gas geben. Fahren Sie sofort los, das schont den Motor, den Geldbeutel und die Ohren.
  • Schalten Sie beim Anfahren schon nach fünf Metern in den zweiten Gang.
  • Schalten Sie in den nächsthöheren Gang, ehe der Motor 2000 Umdrehungen erreicht.
  • Jedes Anfahren und Beschleunigen verbraucht Kraftstoff und erzeugt Lärm. Genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug hilft, Ungleichmäßigkeiten im fließenden Verkehr auszugleichen.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig den Reifendruck, optimal gefüllte Reifen rollen leiser.
  • Vermeiden Sie unnötige Fahrten und steigen Sie bei Kurzstrecken auf das Fahrrad, die Füße oder Öffentliche Verkehrsmittel um.

Aber auch die Politik ist aufgefordert Maßnahmen gegen Verkehrslärm zu unternehmen.