Der VCD auf dem Klimastreik in Berlin im Februar 2025

BDV 2025 | VCD-Magazin 04/2025

Bundesdelegiertenversammlung des VCD 2024: Wirksam und einladend

Die digitale Delegiertenversammlung des VCD hat Christiane Rohleder zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Eine Resolution zur Bahnfinanzierung sandte ein starkes Signal Richtung Bundespolitik.

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fairkehr-Magazin 04/2025
Verkehrspolitik

Dr. Christiane Rohleder ist die neue Bundesvorsitzende des VCD. Bei einer vorgezogenen Neuwahl auf der BDV Anfang November erhielt sie 93 Prozent der Stimmen. „Der Verkehr hinkt beim Klimaschutz noch deutlich hinterher“, so Rohleder. „Daher freue ich mich, als Bundesvorsitzende des VCD dazu beizutragen, dass die Verkehrswende gelingt.“

Somit gibt es eine VCD-Doppelspitze in neuer Konstellation: Weiter im Amt bleibt der Bundesvorsitzende Matthias Kurzeck. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, so Kurzeck. „Es gibt viel zu tun für die Verkehrswende. Die aktuelle Blockade bei der Trassenpreisförderung zeigt: Es wird immer wichtiger, die Regierung zu mehr Einsatz für die umweltfreundliche Schiene zu bewegen.“

Genau das taten die Delegierten mit einer einstimmig verabschiedeten Resolution. Sie forderten die Bundesregierung auf, die zurückgehaltene Förderung zur Absenkung der Schienenmaut für den Fernverkehr unverzüglich auszuzahlen. Der Druck von VCD und anderen zeigte Wirkung: Kurz darauf stellte der Haushaltsausschuss im Bund die bereits fest im Haushalt eingeplanten 105 Millionen Euro Förderung bereit. Nun seien weitere Schritte nötig, so VCD-Bahnsprecher Alexander Kaas-Elias: „Wir fordern eine Schienenmautreform, um die Kosten für Bahnunternehmen verlässlich zu senken und mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern.“

Reform des Verbandes

Auch nach innen stellte sich der VCD für die Zukunft auf. Die Kommission VCD 4.0 präsentierte ihren Abschlussbericht zur Weiterentwicklung des Verbandes. „Der Bericht ist mehr als ein Reformpapier“, so Monika Zimmermann, die als Mitglied des Bundesvorstandes den Prozess moderiert hat. „Er steht für einen Aufbruch und soll die Grundlage für einen zukunftsfähigen, wirksamen und einladenden VCD werden.“ Alle Mitglieder sind aufgerufen, die Vorschläge zu diskutieren und umzusetzen. Besondere Weichen soll dann die BDV 2026 stellen.

Für den JungVCD unterstrich Fabian Wittke dies mit einem Appell an die neue Generation von Aktiven: „Der JungVCD ist selbst aus diesem Prozess hervorgegangen, wir wirken weiter an ihm mit. Jeder sollte sich fragen: Was kann ich tun und verändern, damit wir zukunftsorientiert politisch arbeiten können?“

Ein erster Schritt: Der Verband hielt seine Werte, Prinzipien und Umgangsformen in einem Grundsatz-Dokument für die Kommunikation fest. Der VCD bekennt sich darin nochmals zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und schließt die Zusammenarbeit mit verfassungsfeindlichen Organisationen aus.

Dank ging an Kerstin Haarmann, die ihr Amt als Bundesvorsitzende nach sieben Jahren aus beruflichen Gründen niederlegte. Matthias Kurzeck dankte ihr für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihren großen Einsatz für den VCD – etwa beim Bundesmobilitätsgesetz oder in der Beschleunigungskommission Schiene.

Autor

Tim Albrecht

ist Redakteur, Berater und Coach für Kommunikation rund um die Themen Nachhaltige Mobilität & Urbane Transformation. Er arbeitet bei der fairkehr-Agentur in Bonn und ist seit 2025 Chefredakteur des VCD-Magazins fairkehr.

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