Titel: Transformation | VCD-Magazin 03/2025
Bonn-Story: So funktioniert Verkehrswende in der Stadt
fairkehr-Magazin 03/2025 Auto Fußverkehr für Familien für Verkehrsakivist*innen Klimafreundliche Mobilität Radverkehr Soziale Aspekte der Verkehrswende Lärmschutz Verkehrspolitik
Glaubt man den Worten Frank-Walter Steinmeiers, ist Bonn „eine Welthauptstadt für Nachhaltigkeit und Klimaschutz“. Das sagte Steinmeiner 2016, damals noch Außenminister, bei seiner Rede zum 20-jährigen Jubiläum der Vereinten Nationen in Bonn. Auf dem Papier spricht vieles für diese Aussage. Schon seit 2005 veröffentlicht die Stadt alle drei Jahre einen Nachhaltigkeitsbericht. Mit den Petersberger Klimadialogen, der Bonn Climate Change Conference und der Daring Cities Conference, dem globalen Forum für Städte, die sich mit der Klimakrise auseinandersetzen, finden jedes Jahr hochrangige internationale Klimakongresse vor Ort statt. Außerdem haben mehrere UN-Organisationen mit Schwerpunkt Klimaschutz und Nachhaltigkeit ihren Sitz in der Bundesstadt.
Aber auch eine Welthauptstadt für Nachhaltigkeit und Klimaschutz hat noch einen weiten Weg vor sich. 2019 hat Bonn den Klimanotstand ausgerufen und dann beschlossen, dass die Stadt bis 2035 klimaneutral werden soll. Aber wie wird daraus echte Veränderung?

Teil 1: Der Plan
Wenn Kommunen eins gut können, dann ist es Pläne machen: Mobilitätspläne, Pläne für sozialen Wohnungsbau, Pläne für Klimaanpassung und so weiter. Das hat auch die Stadt Bonn gemacht und einen knapp 200 Seiten langen Klimaplan verabschiedet. Der dazugehörige Maßnahmenplan ist noch einmal genauso lang. Beide Dokumente hat der Stadtrat im März 2023 verabschiedet.
„Ich bin optimistisch, dass Bonn Klimaneutralität bis 2035 schafft, wenn wir auf dem jetzigen Weg bleiben. Durch den Klimaplan wurden sehr schnell sehr viele Maßnahmen angestoßen. Jetzt geht es darum, die Menschen mitzunehmen“, sagt Jennifer Mertens. Die Kulturmanagerin ist Klimaviertel-Koordinatorin im rechtsrheinischen Stadtteil Beuel.
Anders sieht es Prof. Dr. Stephan Wimmers, Geschäftsführer Standortpolitik bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg: „Das Ziel der Klimaneutralität finden wir grundsätzlich richtig und wichtig. Aber der Zeitplan ist zu ambitioniert. Wenn wir in Bonn strengere Auflagen haben als im Umland, werden viele Unternehmen abwandern. Das würde den Wirtschaftsstandort Bonn erheblich schwächen, und das kann nicht das Ziel sein.“
Und die Politik? Steht zu ihrem Plan. „Der Beschluss zur Klimaneutralität 2035 erfolgte zwar bereits Ende 2019 mit großer Mehrheit im Stadtrat, war aber weder mit einer Strategie, dieses Ziel zu erreichen, noch mit den notwendigen konkreten Maßnahmen hinterlegt. Beides wurde mit dem Bonner Klimaplan 2035 vorgelegt, der vom Rat im März 2023 beschlossen wurde. Er ist unser Fahrplan zur Klimaneutralität 2035. Auch wenn nicht alle Fraktionen im Stadtrat alle Maßnahmen unterstützen, so hält doch ein Großteil am Ziel 2035 fest, und das ist das Wichtigste“, sagt Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen) im Gespräch mit fairkehr.

Teil 2: Die Politikerin
Katja Dörner ist seit November 2020 Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn. Meistens auf dem Fahrrad unterwegs, hat sie sich auf die Fahnen geschrieben, die Mobilitätswende in Bonn voranzubringen. „Frau Dörner ist die erste Oberbürgermeisterin, die hält, was sie versprochen hat“, kommentiert Rainer Bohnet, Vorsitzender des VCD Bonn-Rhein/Sieg-Ahr – auch wenn das nicht immer allen gefalle. Besonders lobt er die sehr guten Beteiligungsmöglichkeiten und den engen Kontakt zwischen Verwaltung und Politik auf der einen und Bürger*innen und Verbänden auf der anderen Seite.
„Wenn man so viel umsetzt wie wir in den vergangenen Jahren, ist klar, dass es auch immer wieder Diskussionen gibt. Indem wir frühzeitig in den Dialog treten und unsere Abläufe transparent machen, entsteht eine größere Akzeptanz, warum manche Dinge gut funktionieren und andere vielleicht nicht“, sagt die Oberbürgermeisterin.
Insgesamt zieht Dörner nach knapp fünf Jahren im Amt ein positives Feedback. Die vor kurzem veröffentlichten Zahlen der Studie „Mobilität in Deutschland“ zeigen für Bonn eine bemerkenswerte Steigerung des Umweltverbundes von 60 auf 71 Prozent. „Wir haben sehr viel auf den Weg gebracht und große Projekte in Planung. Insbesondere im Bereich Bus und Bahn werden diese angestoßenen Veränderungen wie Taktverdichtungen, Westbahn, Seilbahn oder der Neubau des Zentralen Busbahnhofs aber erst in den nächsten Jahren sichtbar, während andere Maßnahmen, wie die Fahrradstraßen oder Umweltspuren, jetzt schon sichtbar sind.“ Dass die Veränderungen nicht überall gut ankommen, nimmt sie gelassen. „Meine Erfahrung mit vielen Mobilitätsmaßnahmen ist, dass sie anfangs heiß diskutiert werden und sich dann nach kurzer Zeit einspielen und akzeptiert werden. Ich glaube, beim Thema Mobilität ist es wichtig, Nerven und Rückgrat zu haben und ein bisschen Zeit ins Land gehen zu lassen.“
Teil 3: Die Verwaltung
Politische Beschlüsse Wirklichkeit werden zu lassen, ist Aufgabe der Stadtverwaltung. In Bonn hat Katja Dörner drei Programmbüros eingeführt, welche die Themen „Soziale Gerechtigkeit“, „Mobilitätswende“ und „Klimaneutralität“ koordinieren. „Beim Thema Klimaneutralität müssen alle Bereiche der Verwaltung zusammenarbeiten. Unsere Aufgabe ist es, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und den Überblick über die Projekte zu behalten“, erklärt Dr. Giulia Pugnaghi. Die Leiterin des Programmbüros Klimaneutrales Bonn 2035 nimmt zusammen mit der Oberbürgermeisterin am Gespräch mit fairkehr teil. Pugnaghi und ihr Team behalten den Fortschritt der Klimaneutralitätsmaßnahmen im Blick und unterstützen die Fachbereiche in Umsetzung und Kommunikation. „Manchmal geht es auch darum, Konflikte zu moderieren. Die Flächen in der Stadt sind begrenzt, und wir müssen dann Prozesse definieren, wie die Verwaltung oder die Politik zu einer Entscheidung kommen kann, ob beispielsweise auf einer Fläche jetzt eine Photovoltaik-Anlage gebaut werden kann oder ob sie besser eine Landwirtschaftsfläche bleibt.“
„Die Programmbüros sind ein guter Ansatz, um Themen voranzubringen, auch, wenn sie nicht überall in der sehr hierarchischen Verwaltung gern gesehen sind“, sagt Steffen Schneider, Pressesprecher des Bonner Radentscheids. „Wir haben einen sehr intensiven Kontakt zur Verwaltung, besonders zum Stadtplanungsamt, die auch ganz viel umsetzen wollen. Aber die meisten Vorhaben gehen einfach zu langsam voran.“ Laut Schneider liegt das an Problemen, mit denen Bonn nicht allein dasteht: Nicht alle Ämter setzen dieselben Prioritäten, und dann kämpfen sie noch mit Personalmangel. Hinzu kommt ein unverhältnismäßig hoher Bürokratieaufwand. „Schon für einen Grünpfeil für Radfahrer müssen zig Stakeholder beteiligt werden. So kann keine Maßnahme schnell umgesetzt werden“, kritisiert Schneider. Bestes Beispiel: die Bonner Fahrradstraßen, eigentlich ein Prestigeprojekt der Oberbürgermeisterin. Nach der Klage eines einzelnen Anwohners musste eine neu markierte Fahrradstraße zurückgenommen werden. Die Stadt Bonn hat daraufhin die Arbeiten an weiteren 20 geplanten Fahrradstraßen vorerst eingestellt, um eine einheitliche Lösung zu finden „Solche Klagen lähmen die Verwaltung“, sagt Schneider.

Teil 4: Die Unternehmen
56.000 Unternehmen sind Mitglied der Industrie- und Handelskammer Bonn-Rhein/Sieg. Ihre Interessen bei allen Themen rund um Verkehrs- und Standortpolitik vertritt Prof. Dr. Stephan Wimmers. „Die Mitglieder wählen eine Vollversammlung und beteiligen sich zudem in Ausschüssen und Arbeitskreisen. Dort stimmen wir unsere Positionen ab“, erklärt Wimmers. Besonders wichtig ist ihm: Auch wenn eine Mehrheitsmeinung gefunden ist, dürfen gut argumentierte Minderheitsmeinungen nicht verloren gehen. Grundsätzlich ist die Position der IHK zu den vielen Verkehrsprojekten in Bonn eindeutig: „Verkehrswende ja, aber durchdacht.“
Laut kundgetan hat die IHK ihre Haltung zu den Verkehrsprojekten in Bonn mit der Kampagne „Vorfahrt Vernunft“, die sie gemeinsam mit weiteren Wirtschaftsorganisationen initiierte. Die auffälligen gelben Plakate mit Slogans wie „Raus aus dem Stau!“ oder „Parkplätze retten!“ waren im Bonner Stadtgebiet nicht zu übersehen – und schafften es sogar als Satirevorlage in überregionale Medien. Eine Umfrage unter den IHK-Mitgliedern hatte gezeigt, dass 40 Prozent der Betriebe eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage aufgrund der Verkehrspolitik erwarteten. Maßnahmen wie die neue Fahrradspur auf der Adenauerallee (eine der wichtigsten Bonner Verkehrsrouten), die Verkehrsberuhigung der Friedrich-Breuer-Straße (Haupteinkaufsstraße im Stadtteil Beuel) oder den Widerstand gegen den Ausbau der A565 lehnen viele IHK-Mitglieder ab. „Uns ist klar, dass wir nicht einfach nur dagegen sein können. Wir müssen auch Lösungen anbieten, wie es besser gehen könnte, und das tun wir auf der Kampagnen-Website auch“, so Wimmers. Eine der Forderungen der IHK: Getrennte Streckenführung für Auto- und Radverkehr.
Mit dieser Forderung können sich auch der Bonner Radentscheid und der lokale ADFC anfreunden. Im März dieses Jahres haben sie gemeinsam mit der IHK ein Positionspapier zum Radverkehr in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis herausgegeben. Trotz aller Differenzen bei konkreten Verkehrsprojekten: „Es besteht ein grundsätzlicher Konsens, dass sich was ändern muss und für noch mehr Straßen kein Platz ist“, so Radentscheid-Pressesprecher Schneider.

Teil 5: Die Aktivist*innen
Seit der Bonner Radentscheid 2020 für ein lebenswertes, kinderfreundliches und klimagerechtes Bonn in nur vier Monaten 28?000 Unterschriften für ein erfolgreiches Bürgerbegehren gesammelt hat, hätte sich viel getan – vor allem in den Köpfen der Menschen, sagt Steffen Schneider. „Der Fortschritt auf der Straße wird überbewertet, so viel ist da nicht passiert. Aber wir haben heute eine ganz andere Diskussionskultur zum Thema Radverkehr, in der Politik, in der Verwaltung, in der Bürgerschaft. Es gibt mehr Verständnis“, sagt der Pressesprecher.
Schneider hat den Radentscheid fast von Anfang an mitbegleitet. Zusammen mit den 28?000 Unterschriften überreichte die Initiative im November 2020 einen Forderungskatalog an die frisch gewählte Oberbürgermeisterin Dörner. Das Bürgerbegehren wurde unter ihrer Führung vom Stadtrat mit großer Mehrheit angenommen, inklusive konkreter Zielvorgaben: ein durchgängiges Radwegenetz, 15 Kilometer neue Radwege pro Jahr, sichere Fußwege, Kreuzungen und Fahrradabstellanlagen. „Uns war klar, dass es mit der Umsetzung nicht sofort losgehen kann, sondern erst mal der Haushalt verabschiedet und Personal gefunden werden muss. Aber es wurde schnell klar, dass unsere konkreten Umsetzungsziele fern von allen Verwaltungsmöglichkeiten sind – selbst wenn der gute Wille grundsätzlich da ist“, so Schneider.
Der langsame Fortschritt hat schon dazu geführt, dass manch ein Mitglied den Radentscheid frustriert verlassen hat. Doch Steffen Schneider und seine Mitstreiter*innen lassen sich nicht beirren und bleiben dran. „Wir führen viele Gespräche im Hintergrund, planen Aktionen und behalten die Radverkehrsmaßnahmen der Stadt Bonn kritisch im Blick“, so Schneider. Denn bis die Ziele des Radentscheids erreicht sind, ist noch viel zu tun.
Auch der VCD Bonn-Rhein/Sieg-Ahr unterstützt die Ziele des Radentscheids. Größtes Sorgenkind ist laut dem Kreisverbandsvorsitzenden Rainer Bohnet aber der ÖPNV. Das liegt zum Großteil an der Deutschen Bahn, die umfangreiche Sanierungsarbeiten plant und durchführt. Das sei längst überfällig, findet Bohnet, beispielsweise gäbe es in der gesamten Region aktuell nur zwei barrierefreie Bahnhöfe. Die Sanierung bedeutet aber auch, dass die wichtigen Pendelstrecken zwischen Köln und Bonn in den nächsten Jahren für lange Zeit voll gesperrt werden sollen. „Wir sind mit den Verkehrsunternehmen im Gespräch und versuchen, Lösungen für den Schienenersatzverkehr zu finden. Aber viele Menschen werden aufs Auto umsteigen“, befürchtet Bohnet. Die strukturelle Krise im ÖPNV – Fahrermangel und Lieferschwierigkeiten bei neuen Fahrzeugen – machen das Ganze nicht besser.
Wenn es nach dem Bundesverkehrswegeplan ginge, würde das Verkehrschaos in Bonn unter anderem durch den Ausbau der Autobahn 565 gelöst. Weil die Friedrich-Ebert-Brücke im Bonner Norden saniert werden muss, möchte die Autobahn GmbH gleich die ganze Strecke von vierspurig auf sechsspurig mit doppelter Breite ausbauen. Der VCD kritisiert die Planung als veraltet, klimaschädlich und nicht effektiv. „Der Ausbau würde ein Naturschutzgebiet und Wohnraum zerstören“, so Bohnet. Auch die Stadtverwaltung versucht noch, den Ausbau der A565 zu verhindern. „Städte können viel bewegen, aber sie sind eben auch von Bundes- und EU-Recht abhängig. Das macht es oft schwierig, die Verkehrswende voranzubringen“, sagt Rainer Bohnet.
Besonders wichtig ist dem VCD, dass Verkehrswendemaßnahmen sozialverträglich sind – und dass sie gut kommuniziert werden. Bei der Wärmewende habe die Stadt das schon gut hinbekommen, bei der Verkehrswende sei noch Luft nach oben. Aber nur mit guter Kommunikation würden Maßnahmen von den Bürger*innen akzeptiert.

Teil 6: Die Bürgerschaft
Möglichst viele Menschen mitzunehmen, das ist auch das Ziel der Bonner Klimaviertel. „Aus dem großen Mitwirkungsverfahren Bonn4Future haben wir mitgenommen, dass wir in die Quartiere gehen müssen, um näher am Alltag der Menschen zu sein. Darum haben wir vier Klimaviertel eingerichtet – in jedem Stadtbezirk eines“, erklärt die Leiterin des Programmbüros Giulia Pugnaghi.
Für die Brotfabrik, eine Kultureinrichtung mit Theater, Tanz, Film und vielen weiteren Angeboten, war sofort klar: Da wollen wir dabei sein. Heute ist hier das Klimaviertel Bonn-Beuel angesiedelt, geleitet von Jennifer Merten. „Ich glaube, dass Künstler sich immer mit den großen aktuellen Themen beschäftigen. Und hier in der Brotfabrik bieten wir schon immer viele Workshops an, die die Menschen zum Mitmachen einladen. Als Teil der Soziokultur wollen wir viele Menschen erreichen und etwas bewegen. Für die Klimaviertel-Angebote bauen wir auf unseren bestehenden Strukturen auf und schließen neue Partnerschaften“, erklärt Merten.
Wichtig ist dem Team der Brotfabrik, ein vielfältiges Programm anzubieten, das möglichst viele Menschen anspricht: von Schulkindern über Mieter bis zu Hauseigentümern, von Dokumentarfilmworkshops über Bildungsangebote zur Stadtraumgestaltung. Gestartet ist das Programm mit Energieberatungen der Bonner Energie-Agentur, weil die niedrigschwellig umzusetzen waren. „Nachhaltigkeitsthemen schrecken manche Leute ab. Aber beim Energie-Thema geht es auch um finanzielle und andere Vorteile, damit erreicht man noch mal andere Menschen“, so Merten. Wissen zum Klimawandel für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen, ist ein Kernziel des Klimaviertels. Ein Projektpartner ist daher der Verein „Klima leicht erklärt“, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Fachthemen in leichter Sprache zu erklären.
Jennifer Merten ist zuversichtlich, dass Bonn die Klimaneutralität schafft. „Ich habe Vertrauen, dass die Menschen merken, dass alle diese Veränderungen, die gerade in der Stadt passieren, positiv sind. Und die Stadt ist mit im Boot und will es schaffen – zumindest aktuell.“
Ob die Stadt bei ihren ambitionierten Zielen bleibt, entscheidet sich in wenigen Wochen. Denn am 14. September finden in Bonn wie in ganz Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen statt. Ob Oberbürgermeisterin Katja Dörner danach noch die Chance hat, die vielen neuen Projekte fortzuführen, steht in den Sternen. Diese Ungewissheit stört sie aber nicht. „Ich finde das ganz normal. Das ist Teil unserer Demokratie. Ich mache Wahlkampf, um deutlich zu machen, dass ich mit ambitioniertem Klimaschutz und der Verkehrswende weitermachen will. Zudem bin ich mir sicher, dass die großen Infrastrukturprojekte wie beispielsweise die geplante Seilbahn über den Rhein auf den Venusberg unabhängig von den Mehrheitsverhältnissen im Stadtrat vorangetrieben werden“, so Dörner. Und auch der Bonner Klimaplan steht und gibt weiterhin den Rahmen für die Arbeit von Stadtrat und Verwaltung vor. Auch wenn der Fortschritt manchmal langsamer vorangeht, als es sich Menschen wie Stephan Wimmers, Steffen Schneider, Rainer Bohnet oder Jennifer Merten wünschen würden: Schritt für Schritt geht es voran mit der Transformation der Nachhaltigkeitshauptstadt Bonn.
Autorin

Katharina Liscio
schreibt als Redakteurin über nachhaltige Mobilität und begleitet verschiedenste Projekte, von Internetauftritten über Kommunikationskampagnen bis zu Nachhaltigkeitsberichten. Sie schreibt seit 2020 für das VCD-Magazin fairkehr und arbeitet bei der Agentur fairkehr in Bonn.


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