Geschichte & Erfolge

Der VCD damals und heute

Vom »Schmuddelkind« zur wichtigen Stimme in der deutschen Verkehrspolitik. Die Geschichte des VCD ist geprägt von heißen Debatten, viel Engagement, kreativen Aktionen sowie von großen und kleinen Erfolgen.

Rosa VCD Nashorn an Bahnsteig
Quelle: VCD

In den achtziger Jahren rücken globale wie lokale Umweltprobleme mehr und mehr ins Bewusstsein der Menschen. Die Schlagworte dazu sind in den Medien präsent: Dünnsäureverklappung, saurer Regen, Waldsterben, Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, WAA Wackersdorf, FCKW und Ozonloch. Als Quelle von Schadstoffen und Treibhausgasen gerät der Verkehr zunehmend in den Fokus der Politik.

In dieser Zeit beginnt die Institutionalisierung der Umweltbewegung. Die Grünen rotieren in ihrer ersten Legislaturperiode im Bundestag und das Umweltministerium wird 1986 ins Leben gerufen. Gegen die Betonpolitik von CDU/CSU und FDP unter Verkehrsminister Werner Dollinger regt sich Widerstand. Daraus entspringt eine Idee: Ein Club muss her, der sich als ökologische Alternative zum ADAC für eine umwelt- und sozialverträgliche Mobilität stark macht. Im gleichen Jahr wird der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) aus der Taufe gehoben.

»Dass der VCD ein wegweisendes Produkt wie die Bahncard bei einem Staatsunternehmen gegen Widerstände durchgesetzt hat, ist so, als hätte sich heute eine NGO die Flatrate fürs mobile Telefonieren ausgedacht.«

Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes und Gründungsmitglied des VCD, 2011 anlässlich des 25jährigen VCD-Jubiliäums

Anerkennung

Seit 1986 ist unsere Arbeit geprägt von heißen Debatten, viel Engagement, kreativen Aktionen und zahlreichen Erfolgen und Auszeichnungen. Auch in der großen Politik wird die Arbeit des VCD anerkannt: So hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Eröffnungsrede der wichtigsten europäischen  Fahrradmesse »Eurobike« 2013, im Zusammenhang mit dem Nationalen Radverkehrsplan (NRVP), explizit den „ADFC und den Verkehrsclub Deutschland als Initiatoren guter Projekte” und „wichtige Multiplikatoren” genannt. Wir freuen uns immer wieder darüber, dass unsere Arbeit und Projekte ausgezeichnet werden.

Logo: Weltdekadeprojekt

UN-Dekadeprojekt »Bildung für nachhaltige Entwicklung«

Das Projekt »FahrRad! Fürs Klima auf Tour« wird von der deutschen UNESCO-Kommission gleich zweimal als UN-Dekadeprojekt »Bildung für nachhaltige Entwicklung« ausgezeichnet: 2011/2012 und 2013/2014. Die Begründung: Kompetenzen im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bereich der klimaschonenden, nachhaltigen Mobilität sowie zu den Themen Verkehrssicherheit und Klimaschutz.

Logo Nachaltigkeitsrat

Werkstatt N Projekt

2012 verleiht der Rat für Nachhaltige Entwicklung dem Projekt »FahrRad! Fürs Klima auf Tour« als eines der 100 innovativsten Ansätze für eine soziale, ökologische und lebendige Zukunft das Qualitätssiegel »Werkstatt N Projekt«
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»Wirkt-Siegel« für VCD-Projekt

Logo: Phineo

Das Projekt »Cleaner Car Contracts« wird 2013 von der Phineo gAG im Rahmen des Klimaschutzreportes als eines der besten Klimaschutzprojekte Deutschlands mit dem »Wirkt-Siegel« ausgezeichnet. Nach einer intensiven Analyse und Bewertung des VCD als Projektträger, wird dem VCD zudem eine wirkungsvolle Arbeit und effiziente Mittelverwertung bescheinigt.

Logo: UN Dekade

UN-Dekadeprojekt »Biologische Vielfalt«

Die Kooperation »Fahrtziel Natur«, getragen von VCD, BUND, NABU und der Deutschen Bahn, wird 2013 als offizielles Projekt der UN-Dekade »Biologische Vielfalt« ausgezeichnet. Seit 2001 setzt sich »Fahrtziel Natur« gemeinsam mit Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten erfolgreich dafür ein, das Naturerbe und die biologische Vielfalt durch aktive Förderung des umweltverträglichen Tourismus langfristig zu erhalten und zu sichern »mehr

Logo: Land der Ideen - Ausgewählter Ort 2011

Ausgewählter Ort 2011

Das VCD-Projekt »Grüne Flotte im Betrieb« überzeugt 2011 beim Wettbewerb »365 Orte im Land der Ideen«. Aufgrund seines innovativen und zukunftsfähigen Konzepts wird die Auszeichnung »Ausgewählter Ort 2011« verliehen »mehr

VCD-Geschichte und Erfolge

1986 - 1998: Die langen Jahre unter Kohl

In den 80ern rücken globale Umweltprobleme mehr und mehr in das Bewusstsein der Menschen. Waldsterben, Ozonloch oder Tschernobyl sind in den Medien gegenwärtig. Die Grünen rotieren in ihrer ersten Legislaturperiode im Bundestag und das Umweltministerium wird 1986 ins Leben gerufen. Als Quelle von Schadstoffen und Treibhausgasen gerät der Verkehr zunehmend in den Fokus der Politik. Gegen die Betonpolitik von CDU/CSU und FDP unter Verkehrsminister Werner Dollinger regt sich Widerstand. Daraus entspringt eine Idee: Ein Club muss her, der sich als ökologische Alternative zum ADAC für eine umwelt- und sozialverträgliche Mobilität stark macht.

Juni 1986: Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) wird gegründet. Mit dabei: Helmut Röscheisen, Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings, der Grünen-Abgeordnete Hans-Werner Senfft, Pro-Bahn-Vorsitzender Karl-Peter Naumann und Jochen Flasbarth, heute Präsident des Umweltbundesamtes.

Mai 1987: Die »VCD Umwelt + Verkehr Service GmbH«  verkauft die ersten Schutzbriefe und Versicherungen nicht nur für Autofahrer/-innen, sondern auch für Radler/-innen und Fußgänger/-innen.

September 1987: Die erste Ausgabe der VCD-Mitgliederzeitung »fairkehr« erscheint. Titelthema ist die Internationale Automobilausstellung IAA unter dem Motto: „Viele Zylinder, wenig Köpfchen“

Juli 1988: Mit der Kampagne »Stoppt die Brummer – Güter auf die Bahn« geht der VCD gegen die ökologischen Schäden durch den Lkw-Verkehr vor und sammelt über 100.000 Unterschriften für die Einführung einer Schwerverkehrsabgabe.

Oktober 1988: Für die Kampagne »Halb-Preis-Pass für die Bahn« erhält der VCD den Europäischen Umweltpreis.

Juni 1989: Als sich der ADAC gegen ein Tempolimit auf der Berliner Ringautobahn AVUS stark macht, rufen Prominente und Umweltverbände zum Austritt aus dem ADAC und zum Eintritt in den VCD auf. Die Parole: »ADAC ade!«.

September 1989: Der VCD erhält Hausverbot bei der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt, da seine Tätigkeit »von der Zielsetzung her nicht zur Förderung des Automobils bzw. des Kraftfahrzeugverkehrs beiträgt«.

Oktober 1989: Die erste VCD Auto-Umweltliste erscheint. Darin werden rund 100 Automodelle auf Verbrauch, Gewicht, Höchstgeschwindigkeit und Abgaswerte untersucht und nach ihrer Umweltverträglichkeit bewertet.

Januar 1990: Verkehrs- und Umweltverbände gründen den Europäischen Dachverband »Transport & Environment (T&E)« in Brüssel, der Europa-Politiker/-innen zeigen will, wo es in der europäischen Verkehrs- und Umweltpolitik hingehen muss. Der VCD ist von Anfang an dabei.

Februar 1990: Der VCD bekommt für seine Bemühungen um eine menschen- und umweltfreundliche Verkehrspolitik den Preis der IKEA-Stiftung. Das Preisgeld in Höhe von 50.000 Mark fließt in die politische Arbeit.

Mai 1990: In vielen Städten Deutschlands unterstützen VCD-Gruppen den »Mobil OHNE Auto-Tag«. Mit Radtouren, Sonderzugfahrten, Wanderungen und anderen Aktionen zeigen sie, wie ein schöner Tag ohne Auto aussehen kann.

Juni 1990: Gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund startet der VCD die Kampagne »Bremsen für Tiere«.

Juni 1991: Der VCD bittet zur Autodiät. »Fahr die Hälfte« heißt das Trainingsprogramm für umsteigewillige AutofahrerInnen.

Juli 1991: Car-Sharing – eine Idee setzt sich durch. In Frankfurt am Main veranstaltet der VCD ein Seminar für privates und organisiertes Autoteilen.

Oktober 1991: Die »Stoppt die Brummer!«-Kampagne rollt weiter: Der VCD überreicht 84.897 Unterschriften für die Schwerverkehrsabgabe an Umweltminister Klaus Töpfer.

November 1991: Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main: Gastredner ist der prominente Grünen-Politiker Joschka Fischer.

Juni 1992: Start der VCD-Entschleunigungskampagne und der Fußgängeraktion »Feet first – Vorrang für Fußgänger«. Per Postkarte fordern VCD und seine Mitglieder Verkehrsminister Krause auf, die Zebrastreifen quer zu legen und so einen psychologischen Bremseffekt zu erzielen.

Oktober 1992: Als Folge der VCD-Kampagne für den »Halb-Preis-Pass« kommt endlich die Bahncard auf den Markt.

Februar 1993: Die VCD GoCard startet mit neuen Schutzbriefleistungen: jetzt auch für Radfahrer/-innen, Fußgänger/-innen und ÖPNV-Nutzer/-innen.

April 1993: Die Leipziger Automobilmesse nimmt den VCD-Vorschlag »Werbung nur mit Warnung« auf und veranstaltet eine Podiumsdiskussion zum Thema: »Soll Autowerbung verboten werden?«

Juni 1993: »Autofahren statt Atmen?« Als Teil der Entschleunigungskampagne fordert der VCD im Sommer eine Absenkung der Ozon-Grenzwerte. Landesregierungen und Rundfunkanstalten sollen zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel aufrufen.

April 1994: »Sie warten hier 60 Sekunden«, informiert der VCD die FußgängerInnen an einer Ampel am Bonner Hauptbahnhof. Um es anschaulich zu machen, hat der VCD eine rotes »Warte-Sofa« an die Ampel gestellt. Die Aktion ist Teil der Kampagne »Feet first – Vorrang für Fußgänger«.

Januar 1995: VCDler/-innen gründen in Bonn die Rhein-Sieg-Eisenbahnbetriebs-GmbH (RSE). Sie befördert Güter auf einer von der DB stillgelegten Strecke.

Juni 1995: Der VCD klagt beim Verfassungsgericht ein bundesweites Tempolimit ein. Im Dezember 1995 weisen die zuständigen Richter die Klage zurück. Immerhin: Das große Presseecho hat Forderungen und Argumente des VCD rund ums Tempolimit bekannt gemacht. Das Thema bleibt in der Diskussion.

Juli 1995: Für Autofahrer/-innen gibt es einen Straßenatlas, für Bus- und Bahnfahrer/-innen ab jetzt die VCD-Fahrplankarte. Die vom VCD Bayern konzipierte Karte zeigt, wo, wann und wie oft Züge und Busse fahren und wie lange man unterwegs ist.

März 1996: Startschuss für die Kampagne »Kinder im Verkehr«: Der VCD kooperiert mit dem Deutschen Kinderschutzbund und dem Ökologischen Ärztebund, um über Gefahren für Kinder durch den Autoverkehr zu informieren.Im Sommer folgt die bundesweite Mitmach-Aktion »Platz da! Kinder werden aktiv«: Kinder testen, wie kinderfreundlich die Straßen ihrer Stadt sind. Die Ergebnisse veröffentlicht der VCD im Dezember im »Ersten Deutschen Kinderverkehrsgutachten«.

April 1996: Die aktuelle VCD Auto-Umweltliste zeigt erneut: Vom 3-Liter-Auto sind die Hersteller weit entfernt. Der VCD Baden-Württemberg bietet deshalb erstmals Spritspar-Kurse an, in denen AutofahrerInnen umweltschonendes Fahren lernen können. Benzinersparnisse von bis zu 30 Prozent sind möglich.

September 1996: Der VCD feiert sein 10-jähriges Bestehen – in Bonn knallen die Korken! Zahlreiche Prominente gratulieren.

November 1996: In Kooperation mit dem Institut für Lehrerfortbildung Hamburg findet das Symposium »Kinder im Verkehr« statt. Polizeiverkehrs- und Fahrschullehrer, Eltern, Lehrer, Vertreter von Tiefbauämtern, Planungsbüros und Verbänden, Kinderschutzbeauftragte, Verkehrsexperten und Journalisten erhalten wichtige Impulse.

September 1997: Am Weltkindertag ist der VCD in über 50 Städten aktiv. Unter dem Motto »Tempo 30 – Kinder haben keinen Airbag« führt er den Menschen vor Augen, dass es häufig eine Entscheidung über Leben und Tod ist, ob ein Fahrzeug im Falle eines Unfalls 30 oder 50 km/h fährt.

Februar 1998: Unter dem Motto »Kinder im Verkehr: Tempo 30 – Aber jetzt! « sammelt der VCD 75.000 Unterschriften für Tempo 30 in Städten und übergibt sie dem Verkehrsminister. Auch die Umfragen vieler Boulevard-Blätter stützen die VCD-Forderung. Die Bevölkerung will mehrheitlich Tempo 30!

Mai 1998: Der VCD startet seinen Wettbewerb »Königliche Verhältnisse in Bus und Bahn«: Verkehrsunternehmen, Kommunen, Betriebe und Tourismus-Organisationen reichen innovative Projekte im Bereich Kundenservice und Kundenfreundlichkeit ein, Fahrgäste benennen beispielhafte Maßnahmen. Petra Roth, Präsidentin des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt/Main, ist Schirmfrau der Aktion.

Juni 1998: Mit dem Forschungsprojekt »Hauptgewinn Zukunft – Neue Arbeitsplätze durch umweltverträglichen Verkehr« beweisen Öko-Institut und VCD, dass eine ökologische Verkehrspolitik Arbeitsplätze schafft. Am 5./6. Juni 1998 diskutieren in Bonn über 100 Fachleute aus Politik, Gewerkschaften, Verbänden, Industrie und Wissenschaft, wie eine Umsetzung aussehen könnte.

1998 - 2005: Nachhaltige Verkehrspolitik unter Rot-Grün?

Nach sechzehn Jahren Regierung Kohl gewinnt die Wunschkoalition des VCD die Bundestagswahlen: Ein rot-grünes Regierungsbündnis lenkt von nun an die deutsche Politik. Während Gerhard Schröder über zwei Legislaturperioden Bundeskanzler bleibt, findet unter den Verkehrsministern ein reger Wechsel statt: Franz Müntefering, Reinhard Klimmt, Kurt Bodewig und schließlich Manfred Stolpe leiten das Ministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen.

1999: Großer Lobbyerfolg: Der VCD erreicht die Halbierung der Ökosteuer für den Schienenverkehr. Damit wird die Wettbewerbsverzerrung gegenüber Auto- und Güterverkehr sowie dem mineralöl- und ökosteuerfreiem Flugverkehr nicht noch größer.

Februar 2000: Verkehrsminister Klimmt verkündet den endgültigen Abschied von der Transrapid-Strecke Hamburg – Berlin. An diesem guten Ergebnis ist der VCD maßgeblich beteiligt. 

Oktober 2000: Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärt die Einführung einer streckenabhängigen Autobahnbenutzungsgebühr für schwere Lkw zu einer der »wichtigsten Maßnahmen« der Bundesregierung im Kampf gegen die Klimakatastrophe. Der VCD kämpft schon lange für dieses verkehrspolitische Instrument.

Januar 2001: Noch ein Erfolg für Tempo 30: Ab 1. Januar ist es einfacher, Tempo 30-Zonen einzurichten – die Entscheidungsmöglichkeiten der Kommunen und der Einfluss der BürgerInnen sind erheblich gestärkt worden, bauliche Maßnahmen sind nicht mehr notwendig.

März 2001:  Das 1. VCD-Bahnkunden-Barometer wird veröffentlicht: Über 300 VCD-Bahnwatcher/-innen haben die DB-Leistungen bewertet, EMNID hat sie repräsentativ getestet. Die Ergebnisse zeigen, wo die Bahn noch besser werden muss und wo sie bereits gut ist.

März 2002: Mit dem InterConnex fährt der erste Konkurrent zur Deutschen Bahn AG im Fernverkehr von Gera über Leipzig und Berlin nach Rostock. Der VCD begrüßt das neue Angebot: Wettbewerb und attraktive Preise führen zu mehr Verkehr auf der Schiene.

April 2001: Der VCD tritt gemeinsam mit den Umweltverbänden BUND, NABU und WWF und der Deutschen Bahn AG in die Kooperation »Fahrtziel Natur« ein. Ziel des Projektes ist, den nachhaltigen Tourismus im Inland zu fördern, die Großschutzgebiete als attraktive Reiseziele bekannter zu machen und mehr Freizeitverkehr vom Auto auf Bahn, Bus, Fahrrad und Schiff zu verlagern.

April 2001: Der VCD entwickelt den »VCD Lärm-Aktions-Koffer«: Mit einem einfach zu bedienenden Lärmmessgerät können Lärmgeplagte die Belastung vor Ort messen. Außerdem erfahren sie, welche Maßnahmen zur Lärmminderung möglich sind und wie sie gegenüber Behörden vorgehen können.

Mai 2002: Das 2. VCD-Bahnkunden-Barometer zeigt: Verspätungen und verpasste Anschlüsse sind das größte Manko bei der Bahn. Die Freundlichkeit am Schalter bewerten dagegen über zwei Drittel der BahntesterInnen mit den Noten »Gut« und »Sehr gut«. Ein weiteres Ergebnis: Häufiges Umsteigen schreckt potentielle Bahnfahrer ab. Für den VCD ist das ein klarer Hinweis, dass die Bahn keine durchgehenden Verbindungen streichen darf und den Interregio erhalten muss.

Juni 2002: VCD und Klima-Bündnis starten die Kampagne »Auf Kinderfüßen durch die Welt«: Rund 30.000 Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren legen ihre Alltagswege umweltfreundlich zu Fuß, per Rad, Roller, Bus oder Bahn zurück und sammeln so 140.000 »Grüne Meilen«. Bundesumweltminister Jürgen Trittin nimmt sie als Beitrag der Kinder zum Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg mit.

August 2002: Beim 1. ÖPNV-Umweltranking des VCD werden Umweltengagement und Kundenorientierung von Verkehrsunternehmen bewertet. Gemeinsam mit Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes, zeichnet der VCD vorbildliche Verkehrsunternehmen aus.

November 2002: Der VCD engagiert sich für die sofortige Einführung des Rußfilters bei allen Diesel-Pkw in der Initiative »Kein Diesel ohne Filter«, einem breiten gesellschaftlichen Bündnis aus Umweltverbänden, Verkehrsclubs, Gesundheitsexperten und Kinderschutzorganisationen.

Januar 2003: Die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Energiekennzeichnung von Pkw ist bereits zwei Jahre überfällig. Der VCD fordert eine leicht verständliche Kennzeichnung nach Kraftstoffverbrauch und CO2-Emission.

März 2003: Der VCD testet gemeinsam mit dem Magazin Stern das neue Preissystem der DB AG. Ergebnis: Nur knapp 70 Prozent der Kunden erhalten das beste Angebot. Zu teure Fahrkarten, zu lange Reisedauer oder zu häufiges Umsteigen wurden empfohlen. Der VCD fordert: Das Preissystem muss vereinfacht werden!

Juli 2003: Nach Protestaktionen des VCD führt die Deutsche Bahn die »BahnCard 50« wieder ein und vereinfacht die Preisstruktur. Ein großer Erfolg für die beständige Arbeit des VCD!

September 2003: In einer gemeinsamen Aktion mit den Umweltverbänden Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bundesvereinigung gegen Fluglärm, German Watch und Robin Wood macht der VCD auf die negativen Auswirkungen der Billigflieger und der expandierenden Flughäfen aufmerksam.

Dezember 2003: Im Rahmen der Aktion »ZOOM – Kids on the Move to Milan« von VCD und Klimabündnis machen Kinder KlimapolitikerInnen aus aller Welt ein tolles Weihnachtsgeschenk: 80.000 Kinder aus ganz Europa sammeln eine halbe Million »Grüne Meilen« zum Schutz des Weltklimas.

Januar 2004: Der VCD unterstützt den Vorstoß des Umweltministeriums für eine CO2-abhängige Kfz-Steuer und kritisiert die zögerliche Haltung der Regierung.

Januar 2004:  Zum Abschluss des Projektes »Maßnahmen gegen Verkehrslärm« präsentiert der VCD einen umfassenden Katalog zur Bekämpfung von Straßenverkehrs-, Flug- und Schienenlärm.

Februar 2004: Der VCD fordert ein neues, umfassendes Konzept zur Verkehrssicherheitspolitik: »Null Verkehrstote« muss auch in Deutschland endlich offizielles Ziel der Verkehrspolitik werden. Dafür erarbeitet der VCD den »Masterplan Vision Zero« und präsentiert ihn der Öffentlichkeit.

März 2004: Im Bündnis »Kein Diesel ohne Filter« startet der VCD die bundesweite Aktion »Rußfreie Busse«. Erst jeder vierte städtische Bus fährt ohne Dieselruß.

Juni 2004: In der VCD Auto-Umweltliste landet erstmals der Toyota Prius, ein Hybridfahrzeug mit autarkem Elektro-Zusatzmotor, auf Platz 1. Die Vorjahressieger und 3-Liter-Autos Audi A2 und VW Lupo 3L werden aus der Bewertung genommen, da sie immer noch über keinen Rußpartikelfilter verfügen. Das Titelbild der aktuellen Broschüre ist diesmal das Werbeplakat des Klimakatastrophen-Films »The day after tomorrow«.

Dezember 2004: Die »Schlichtungsstelle Mobilität«, ein Pilotprojekt des Verbraucherministeriums, geht beim VCD an den Start. Hier vermittelt der VCD in Streitfällen zwischen KundInnen und Fernverkehrsunternehmen, wenn die beiden Parteien im ersten Schritt keine direkte Einigung erzielen.

Dezember 2004: Die VCD-Bundesgeschäftsstelle zieht um. Neue Adresse für nachhaltige Verkehrspolitik ist jetzt Berlin, Rudi Dutschke Str. 9

März 2005:  »Wo weichen Lkw der Mautpflicht aus?« Der VCD startet eine Umfrage und fordert die Ausdehnung der Maut über das Bundesautobahn-Netz hinaus.

April 2005: Beim 2. bundesweiten VCD-Wettbewerb »Königliche Verhältnisse in Bus und Bahn« sind Kunden- und Serviceorientierung gefragt. Sieger in der Kategorie Service ist das Projekt »HANNOVERmobil«.

Juni 2005:  Der VCD testet die Beratung für Urlaubsverbindungen mit der Bahn. Das Ergebnis ist niederschmetternd: In der Hälfte aller Testberatungen gab es nicht die beste Empfehlung für die KundInnen.

2005 - 2009: Im Schatten der Finanzkrise

Für die Grünen reicht es in dieser Legislaturperiode nicht zu einer Regierungsbeteiligung, stattdessen sind Rot und Schwarz auf Bundesebene von nun an die dominierenden Farben. Angela Merkel wird zur Bundeskanzlerin gewählt, neuer Verkehrsminister wird der SPD-Politiker Wolfgang Tiefensee.

Der VCD blickt auf die Verkehrspolitik unter der CDU/SPD-Koalition mit gemischten Gefühlen zurück. Einerseits wird 2007 die lang kritisierte Pendlerpauschale gekürzt und die Position der Bahnfahrer durch das Fahrgastrechtegesetz gestärkt. Auf der anderen Seite stößt die Bundesregierung vor allem mit ihren Konjunkturprogrammen auf große Kritik der Umweltverbände. Die Programme sind nicht mit ökologischen Aspekten verknüpft, stattdessen sehen sie beispielsweise die Einführung der Abwrackprämie vor.

März 2005: »Wo weichen Lkw der Mautpflicht aus?« Der VCD startet eine Umfrage und fordert die Ausdehnung der Maut über das Bundesautobahn-Netz hinaus.

April 2005: Beim 2. bundesweiten VCD-Wettbewerb »Königliche Verhältnisse in Bus und Bahn« sind Kunden- und Serviceorientierung gefragt. Sieger in der Kategorie Service ist das Projekt »HANNOVERmobil«.

Mai 2006: Der VCD startet die Kampagne »FahrRad ? Wer zur Schule fährt gewinnt«. Schülerinnen und Schüler sind aufgefordert, mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren und ihre dabei zurückgelegten Kilometer auf Sammelbögen festzuhalten.

Juni 2005: Der VCD testet die Beratung für Urlaubsverbindungen mit der Bahn. Das Ergebnis ist niederschmetternd: In der Hälfte aller Testberatungen gab es nicht die beste Empfehlung für die Kund/-innen.

Juni 2006: Der VCD feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag und startet die Kampagne »20 Jahre ökologisch mobil mit dem VCD« für eine größere Bekanntheit und mehr Mitglieder.

Juni 2006: Mit der Protestaktion »Der Nahverkehr gehört nicht aufs Abstellgleis! Keine Kürzungen bei Bus und Bahn!« sprach der VCD vielen Menschen aus der Seele. Mehr als 17.000 Unterschriften konnten dem Staatssekretär im Bundesfinanzministerium übergeben werden.

September 2006: Um Lösungen für einen stadtverträglichen Güterverkehr aufzuzeigen, hat der VCD das Projekt »Lkw-Kampagne« durchgeführt. Daran anlehnend wurde der Leitfaden »Güterverkehr in der Stadt ? Ein unterschätztes Problem« veröffentlicht, der Praktikern und Entscheidungsträgern aus Transportunternehmen, Handel, Gewerbe, Industrie und Kommunen Anregungen liefert.

Oktober 2006: Die Europäische Kommission erkennt die »Schlichtungsstelle Mobilität« beim VCD offiziell als außergerichtliche Vermittlungseinrichtung an. Damit bescheinigt die EU der Schlichtungsstelle Überparteilichkeit und Fachkompetenz, ein transparentes Verfahren sowie hohe Effizienz.:

April 2007: Gemeinsam mit mehr als 40 anderen Organisationen hat sich der VCD zu einer »Klima-Allianz« zusammengeschlossen. Erstmalig in Deutschland veröffentlichte damit ein breites Bündnis von Umwelt- und Klimaverbänden einen gemeinsamen Aufruf für eine entschlossene Klimapolitik.

Oktober 2007: Als Mitglied der Allianz pro Schiene unterstützte der VCD die Kampagne gegen Monstertrucks. Mit der Entscheidung der Verkehrsministerkonferenz von Bund und Ländern am 10. Oktober 2007 gegen die Einführung der Gigaliner kann der VCD erste Erfolge verbuchen.

November 2007: Der VCD gründet gemeinsam mit Polizeiexperten und der Deutschen Umwelthilfe das Bündnis »Pro Tempolimit ? für Klimaschutz und Verkehrssicherheit« und spricht damit eine sehr sensible Thematik aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an.

Dezember 2007: Der VCD ruft den »CSR Mobilitätspreis« ins Leben, um Unternehmen mit ihren Bemühungen um »Corporate Social Responsibility« zu unterstützen. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die Geschäftsreisen möglichst ökologisch planen.

März 2008:  Der VCD gründet die Initiative »Deutschland-Takt« und will damit das Bahnfahren attraktiver gestalten. Die Initiative stellt eine netzweite Fahrplanoptimierung in den Mittelpunkt ihrer Bestrebungen und spricht sich gegen eine isolierte Betrachtung einzelner Bauvorhaben aus.

Juni 2008: Der VCD Bahntest nimmt die telefonische Auskunftsnummer 11861, die Beratungsqualität des telefonischen DB Reise-Service im allgemeinen und speziell für mobilitätseingeschränkte Reisende unter die Lupe. Als Konsequenz des Tests hat die DB AG ihren telefonischen Reiseservice auf eine zentrale und kostengünstigere Telefonnummer umgestellt.

September 2008:  Der VCD macht mit seiner Protestaktion »Saubere Luft für alle« auf das anhaltende Problem zu hoher Feinstaubkonzentration in der Atemluft aufmerksam.

November 2008: Zusammen mit der Verbraucherinitiative startet der VCD das Klimaprojekt »für mich. für dich. fürs klima«

Dezember 2008: Der VCD und andere Umweltverbände demonstrieren unter dem Motto »Sparauto statt Spritfresser! Konjunktur braucht Klimaschutz!« gegen die geplanten Konjunkturprogramme der Bundesregierung und deren Pläne den CO2-Grenzwert zu senken und Neuwagen von einer KFZ-Steuer zu

Februar 2009: Mit der Aktion »Neue Räder braucht das Land« fordert der VCD die Politik auf, echte Umweltprämien für den Kauf von umweltverträglichen Verkehrsmitteln, zum Beispiel neuer Fahrräder, oder von Bus- und Bahntickets zu zahlen.

Juli 2009: Das neue Fahrgastrechtegesetz ist in Kraft getreten, die außergerichtliche Schlichtung ist nun gesetzlich verankert. Die neue Regelung garantiert den Fahrgästen außerdem eine Erstattung von bis zu 50 Prozent des Fahrpreises bei Verspätung des Zuges.

August 2009: Die VCD Auto-Umweltliste feiert ihr 20. Jubiläum. Mittlerweile ist sie ein in Deutschland einzigartiges Ranking, das Verbraucherinformationen mit einer fundierten Analyse der Umweltauswirkungen von PKW verbindet.

Oktober 2009: Das Gemeinschaftsprojekt »RADschlag« wird ins Leben gerufen. Es will Familien, Schulen, Kindergärten und Vereinen die Beschäftigung mit der Fahrradförderung bei Kindern erleichtern.

November 2009: Nach fünf Jahren endet die Finanzierung der Schlichtungsstelle Mobilität. Insgesamt nahmen 14.000 Reisende die Möglichkeit der außergerichtlichen Schlichtung in Anspruch, über 100 Unternehmen arbeiteten mit der Stelle zusammen.

2009 - 2013: Bürger in Bewegung

Bei der Bundestagswahl im September 2009 fahren FDP und CDU/CSU einen Sieg ein und bilden die neue Regierung. Der neue Verkehrsminister Peter Ramsauer sorgt gleich zu Beginn seiner Amtszeit mit der Forderung nach dem »Aufbau West« für große Verwirrung.
Neben massiven Investitionen in den Straßenbau fordert Ramsauer mehr Geld für die Schiene – dort jedoch vorrangig für teure Prestigeprojekte wie Stuttgart 21. Gegen S21 ist in den vergangenen Jahren eine breite Bürgerbewegung entstanden, die auch politische Konsequenzen hat: In Baden-Württemberg wird Winfried Kretschmann Deutschlands erster grüner Ministerpräsident.

2010: Die jahrelangen Diskussionen um das Großprojekt Stuttgart 21 erleben ihren vorläufigen Höhepunkt. Der VCD ist ein Gegner der ersten Stunde und spricht sich gegen dieses überteuerte und verkehrspolitisch sinnlose Projekt aus. Die Schlichtungsgespräche mit Heiner Geißler erwirken einen Stresstest, der die Leistungsfähigkeit des Bahnhofs nachweisen soll.

Juni 2010: Startschuss für die »VCD-Schutzengelaktion«, in der sich junge VCD-Mitglieder für mehr Sicherheit von jungen Autofahrenden engagieren und sich für sichere öffentliche Alternativen stark machen können.

Juni 2010: Der »VCD Städtecheck Verkehrssicherheit« wurde erstmals veröffentlicht. Für 81 deutsche Großstädte wurde die Veränderung der Verunglücktenzahlen in einem Fünfjahreszeitraum untersucht. Einzelne Städte wurden mit ihren Maßnahmen zur Verkehrssicherheit vorgestellt.

Juni 2010: Mit dem VCD Bahntest wollten wir wissen, was die Menschen davon abhält, mit der Bahn zu fahren und welche Verbesserungen sie sich wünschen.

September 2010: Unsere Forderung an die DB AG, angesichts der andauernden technischen Probleme bei vielen Zügen auf eine Fahrpreiserhöhung zu verzichten, führte zu einem Verzicht der jährlichen »Anpassung« im Bereich des Fernverkehrs.

Januar 2011: Die am 1. Januar 2011 eingeführte Luftverkehrssteuer für gewerbliche Passagierflüge betrachtet der VCD als Lobbyerfolg und ersten Schritt in die richtige Richtung. 

Januar 2011: Die Kooperation Fahrtziel Natur feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Seit 2001 engagiert sich der VCD zusammen mit den Umweltverbänden BUND und Nabu sowie mit der Deutschen Bahn für einen naturnahen und umweltverträglichen Tourismus. Was mit sechs deutschen Schutzgebieten begann, erstreckt sich nun auf 19 Nationalparks, Naturparke und Biosphärenreservate in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Februar 2011: Mit der Aktion »Neue Räder braucht das Land« fordert der VCD die Politik auf, echte Umweltprämien für den Kauf von umweltverträglichen Verkehrsmitteln, zum Beispiel neuer Fahrräder oder von Bus- und Bahntickets, zu zahlen.

Juni 2011: Erfolg für den VCD Bayern: Die Ilztalbahn zwischen Passau und Freyung fährt wieder an allen Wochenenden. Der VCD hatte sich gemeinsam mit anderen Verbänden und Bürgerinitiativen dafür eingesetzt, die stillgelegte Strecke zu reaktivieren. 

Juni 2011: Der VCD feiert sein 25-jähriges Jubiläum. Neben einem Blick zurück, wagen wir zu diesem Anlass auch einen Blick in die Zukunft: Auf dem VCD-Kongress »Zukunft und Visionen des Stadtverkehrs« stellen wir die Frage: »Wie machen wir den städtischen Verkehr bis 2050 umweltverträglich?«

Juni 2011: Der »VCD Städtecheck Fahrradsicherheit« untersucht die Verkehrssicherheit in 43 deutschen Großstädten zwischen 2005 und 2010. Mit den Ergebnissen regt der VCD die Diskussion in den Städten an und unterstützt sie in ihren Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit.

Juni 2011:
Zum dritten Mal findet der VCD-Wettbewerb »König Kunde« statt. Damit setzt sich der VCD für mehr Fahrgast- und Qualitätsorientierung im öffentlichen Personen Nahverkehr ein.

Juli 2011: Das neue Fahrgastrechtegesetz ist in Kraft getreten, die außergerichtliche Schlichtung ist nun gesetzlich verankert. Die neue Regelung garantiert den Fahrgästen außerdem eine Erstattung von bis zu 50 Prozent des Fahrpreises bei Verspätung des Zuges.

August 2011: Seit fünf Jahren führt der VCD gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk das Projekt Zu Fuß zur Schule durch. 2011 mit einer Rekordbeteiligung: 60 000 Kinder legen ihren Schulweg zu Fuß, mit Rad oder Roller zurück.

September 2011: Bei der Online-Aktion »Gute Bahn – Schlechte Bahn« können Fahrgäste ihre persönlichen Bahn-Erlebnisse auf der VCD Internetseite veröffentlichen. Das daraus resultierende bundesweite Stimmungsbild wurde öffentlich der Deutschen Bahn übergeben.

Januar 2012: Das Nachrüsten von Dieselfahrzeugen mit einem Partikelfilter wird staatlich gefördert. Auf der vom VCD eingerichteten Internetseite www.partikelfilter-nachruesten.de können sich Interessierte informieren und prüfen, ob für ihr Auto ein Partikelfilter verfügbar ist.

Juni 2012: Großer Andrang beim VCD Fachforum »Ist Elektromobilität zukunftsfähig? E-Räder und Elektroautos im Realitätscheck« auf der Woche der Umwelt im Schloss Bellevue.

November 2012: »VCD-Bahntest« mit dem Bahn-Flug-Kostencheck: Für 270 innerdeutsche Strecken hat der VCD die Preise zwischen Flug und Bahn verglichen - mit überraschendem Ergebnis: Die Bahn war auf über 90% der Strecken günstiger!

November 2012: der VCD unterstützt die Europäische Bürgeriniative »30 km/h – macht die Straßen lebenswert!« und trägt entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit über 23.000 Stimmen das Land mit der größten Beteiligung ist.

Dezember 2012: Das »Dienstwagenprivileg« gilt auch für Fahrräder. Es ist ein Erfolg für den VCD und vor allem für alle Berufstätigen, die auf dem Arbeitsweg gerne das Fahrrad nutzen: Das sog. Dienstwagenprivileg wird auf Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes ausgeweitet.

Januar 2013: Der Linienfernverkehre mit Bussen wird liberalisiert. Der VCD begrüßt die Aufhebung dieses Monopols für bestehende Fernverkehrsangebote.

April 2013: Der VCD gründet zusammen mit dem ADFC, der SRL und Fuß e.V. das Netzwerk »Shared Space«

November 2013: Der VCD gründet mit einer Vielzahl anderer Organisationen ein Netzwerk für Tempo 30.

November 2013: Schüler des Grünen Campus Malchow gewinnen bei VCD Jugendkampagne »FahrRad! Fürs Klima auf Tour«.

November 2013: VCD kritisiert den verkehrspolitischen Teil des Koalitionsvertrages von Union und SPD. Es fehlen konkrete Aussagen zu den zentralen Herausforderungen. Das Thema Energiewende im Verkehr findet nicht statt.

Dezember 2013: VCD Bahn-Flug-Preisvergleich zeigt: Bahnreisen in benachbarte Länder ist günstiger als Fliegen. Von der Politik fordert der VCD bessere Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern zu schaffen.

 

 

 

 

seit 2014

Februar 2014: Das EU-Parlament bestätigt CO2-Grenzwerte für Neuwagen ab 2020, nachdem neue Pkws durchschnittlich nicht mehr als 95 g/km CO2 ausstoßen dürfen. Diese Vorgabe gilt aber zunächst nur für 95% aller Neuzulassungen.

Mai 2014: VCD startet Informationsportal zu Lastenrädern im Wirtschaftsverkehr.

Juni 2014: VCD präsentiert mit befreundeten Verbänden das Klimaschutzkonzept 2050 für den deutschen Verkehrssektor.

August 2014: Die VCD Auto-Umweltliste 2014/2015 erscheint zum 25. Mal mit dem umfangreichsten Öko-Ranking für Pkw.

November 2014: Der VCD begrüßt das klare Urteil des Bundesverfassungsgericht: die Luftverkehrssteuer 2011 ist rechtens. Die eingeführte Luftverkehrssteuer weist keine verfassungsrechtlichen Bedenken auf.

Dezember 2014: VCD Bahntest 2014/2015 vergleicht Bahn mit Fernlinienbus und Auto. Kernergebnis: Fernlinienbusse sind kostengünstig, doch zu oft unpünktlich. Die Bahn punktet im Mix aus Kosten, Zeit und Umweltbilanz, das Fahrtenangebot darf jedoch nicht weiter reduziert werden. Die Politik muss für Gleichbehandlung der Verkehrsträger sorgen.

Dezember 2014: VCD Pressearbeit wird beim aktuellen Pressestellentest des PR-Magazins mit dem zweiten Platz ausgezeichnet – Prädikat „erstklassig“.

Februar 2015: Das Europaparlament stoppt die Förderung für landbasierte Biokraftstoffe. Ab 2020 sollen Biokraftstoffe nicht mehr aus Nahrungs-, Futtermittel- und Energiepflanzen gewonnen werden. Der VCD begrüßt die Verschärfung der Nachhaltigkeitskriterien.

März 2015: Aktualisiertes VCD-Portal »Besser E-Radkaufen« gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern Überblick über 1.500 Marktneuheiten.

Mai 2015: Zweiter Platz beim Deutschen Fahrradpreis für VCD-Projekt »Lasten auf die Räder!«. Das Informationsportal zeigt, wie das Fahrrad im Wirtschaftsverkehr eingesetzt und damit neue Bereiche erschließen kann. 

Juni 2015: Das Aktionsbündnis der deutschen Umwelt- und Verkehrsverbände BUND, DUH, NABU und VCD, fordern zur Revision der nationalen Emissionshöchstmengen einzelner Luftschadstoffe (NEC), dass Deutschland sich ein ambitioniertes Ziel setzt. Jedes Jahr sterben in der EU immer noch 400.000 Menschen vorzeitig an den gesundheitlichen Folgen durch schlechte Luftqualität.

Die Forderungen des Aktionsbündnisses zur Revision der NEC-Richtlinien können Sie hier nachlesen: http://www.russfrei-fuersklima.de/app/download/5962938964/Position+zur+NEC+Directive_final.pdf?t=1427386976

August 2015: Veröffentlichung der VCD Auto-Umweltliste 2015/2016. Der VCD fordert erneut die Einführung realistischer Messverfahren und weist auf die Tricksereien der Autohersteller hin.

September 2015: Nun ist es Gewissheit: Autohersteller betrügen bei den Abgastests! Die amerikanische Umweltbehörde Environment Protectional Agency (EPA) hat zunächst den Volkswagen-Konzern überführt, bei Diesel-Fahrzeugen wurde eine Software integriert, die erkennt, wann der offizielle Abgastest erfolgt und dafür sorgt, dass in diesem Moment sauber gefahren wird. Im Realverkehr hingegen sind die Emissionen bis zu einem 25-fachen pro Kilometer höher.

September 2015: Die veröffentlichten Zahlen des International Council of Clean Transportation (ICCT) legen dar, dass die CO2-Emissionen und damit die Kraftstoffverbräuche neuer Pkw-Modelle in Europa im Durchschnitt um 40 Prozent höher als die offiziellen Herstellerangaben liegen. Der Europäische Dachverband der Umwelt- und Verkehrsverbände Transport & Environment (T&E) legte weitere Details vor und untermauert die Ergebnisse vom ICCT.

 

 

Nicole Knaup

Referentin Kommunikation & Marketing
Fon 030/28 03 51-69
nicole.knaup@vcd.org

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