2015 erneut mehr Verkehrstote

Bundesverkehrsminister Dobrindt muss sofort wirksame Maßnahmen ergreifen

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, wird es 2015 im zweiten Jahr in Folge mehr Verkehrstote im Straßenverkehr geben. Die Zahl steigt nochmals um rund zwei Prozent auf etwa 3.450 tödlich verunglückte Verkehrsteilnehmer. Diese Entwicklung muss im Bundesverkehrsministerium Alarm auslösen. Sie zeigt auch, dass Plakatkampagnen für mehr Rücksichtnahme zwar gut sind, aber nicht ausreichen. Ob im Stadtverkehr oder auf den Autobahnen, eine der Hauptunfallursachen ist die nichtangepasste Geschwindigkeit. Die Höchstgeschwindigkeiten zu reduzieren, ist daher der bekannte Lösungsansatz und es bedarf endlich des Mutes, diese Maßnahme umzusetzen.

Matthias Kurzeck, Mitglied im VCD-Bundesvorstand: „Fast zehn Verkehrstote am Tag – bei keiner anderen Technologie werden solche Opferzahlen toleriert. Die Bundesregierung muss daher sofort wirksame Maßnahmen ergreifen, um die Zahl der Verunglückten drastisch zu senken. Dazu gehört ein generelles Tempolimit auf Autobahnen einzuführen und die bestehenden Höchstgeschwindigkeiten auf Landstraßen und innerorts zu reduzieren.“

Mit Tempo 120 auf Autobahnen, Tempo 90 auf Landstraßen und Tempo 30 als Basisgeschwindigkeit in Städten und Gemeinden können Unfälle vermieden und Menschenleben gerettet werden. Davor darf der Bundesverkehrsminister nicht länger die Augen verschließen.

Matthias Kurzeck betont: „Als zweiter Baustein muss die Verkehrsinfrastruktur konsequent an der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ausgerichtet werden. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert daher nicht nur sichere Fußwege und übersichtliche Kreuzungen, sondern auch mehr Platz für Radfahrende und Zufußgehende sowie einen konsequenten Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs.“

 

Für Rückfragen: Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • <link>presse@vcd.org

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