Alter(n) ohne Autozwang!
Sie sind länger jung und länger mobil - doch welche Mobilitätsbedürfnisse haben Ältere und was für Möglichkeiten bieten ihnen die Verkehrsmittel und -infrastruktur von heute? Diesem Thema widmet sich das VCD-Magazin fairkehr in der Dezember-Ausgabe. Brisanz gewinnt die Frage durch die Tatsache, dass heute bereits jeder Fünfte in Deutschland über 65 Jahre alt ist. 2030 wird jeder Dritte zu dieser Gruppe gehören.
Die Alltagswege legt die Hälfte der Generation 60+ fast mehrheitlich mit dem Auto zurück, berichtet die fairkehr. Das ist merklich mehr als bei anderen Altersgruppen. Dabei sind Ältere laut Statistik gern auch „anders“ unterwegs - zum Beispiel zu Fuß. 34 Prozent der über 60-Jährigen ließen sich gern auf einen Spaziergang ein, anstatt in das Auto zu steigen, doppelt so viele teilen die Ansicht, dass Fußgänger am schnellsten ans Ziel kommen. Doch warum setzen sich Senioren trotzdem so oft hinter das Steuer?
Der VCD-Städtecheck 2014 weist auf eine mögliche Erklärung zur Bevorzugung des Pkw hin – die wenig geeignete Infrastruktur für Fußgänger in vielen deutschen Großstädten. Unübersichtliche Kreuzungen sowie zu kurze Ampelschaltungen zählen zu den wichtigsten Problembereichen. Auf dem Land sind ausschlaggebend - die unbequemen und dürftigen Angebote des Öffentlichen Verkehrs oder das Fehlen von Carsharingunternehmen. Das führt zu einer gravierenden Abhängigkeit vom eigenen Auto nicht nur bei den Senioren, aber mit umso weitreichenden Folgen besonders im hohen Alter. Wenn die Fahrtüchtigkeit nachlässt, wissen Ältere oft keine weitere Mobilitätslösung zu nutzen. Wer dann kein Auto fährt, bleibt auf der Strecke, so Landarzt Heribert Schöll in ein einem Interview mit der fairkehr.
Mit dem Wissen über die Mobilitätsbarrieren und dem Ziel diese abzubauen, hat der VCD das Projekt »Klimaveträglich mobil 60+« ins Leben gerufen. Über dessen Inhalte berichtet die fairkehr. Im Fokus: Wie können Senioren mit weniger Auto mehr Flexibilität im Alltag genießen. Das Projekt bietet dazu praktische Hilfen bei Zugänglichkeitsproblemen im Öffentlichen Verkehr - beispielsweise beim Kartenkauf an Automaten oder bei der Suche nach Angeboten des örtlichen Verkehrsverbunds. Ziel ist es zudem, die Nutzung von Auto-Alternativen intuitiv und unkompliziert zu machen. Mit dem notwendigen Wissen zu der Gründung von Mitfahrgelegenheiten oder dem ökologischen Pedelec-Urlaub kann die Generation 60+ somit den persönlichen Bedürfnissen besser nachkommen und das Altern in Bewegung ausleben.
Dass es geht, macht die fairkehrmit den Berichten von aktiven Frauen und Männern über 60 deutlich, die den mobilen Alltag überwiegend zu Fuß oder mit dem Fahrrad gestalten. Für sie ist die Bezeichnung 60+ keine Einschränkung, sondern ein Anreiz, Flexibilität und Selbstständigkeit mehr zu schätzen. Dazu gehört unter anderem, sich vom Auto ein Stückchen entfernt zu emanzipieren.
Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der fairkehr. Interessierten senden wir ein Rezensionsexemplar der Ausgabe 6/2014 gerne kostenfrei zu. Mehr Informationen auch unter <link http: www.fairkehr-magazin.de _blank>www.fairkehr-magazin.de.
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Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • Fax -10 • presse@vcd.org
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