CO2-Grenzwert von 80 g/km senkt Verbrauch und Spritkosten

Ambitionierter EU-weiter Grenzwert ist sinnvoller als Erhöhung der Pendlerpauschale

Berlin, 23. Februar 2012. Während die Spritpreise an den Tankstellen Rekordhöhen erreichen, all jene ächzen, die auf ein Auto angewiesen sind, stellt sich immer mehr der Frage, wie kann die Preisentwicklung stabil verlaufen. Und wie können Autofahrer den hohen Spritpreisen trotzen?

Der ökologische Verkehrsclub VCD meint ja. „Ein ambitionierter CO2-Grenzwert, wie wir ihn für 2020 fordern, senkt den Verbrauch. Durch weniger Verbrauch würde die Nachfrage an Benzin und Diesel abgeschwächt. Dies wiederum drückt langfristig und nachhaltig die Preise“, so Gerd Lottsiepen, Verkehrspolitischer Sprecher des VCD. Wer zum Beispiel einen Neuwagen fährt, der 140g CO2 pro Kilometer ausstößt, verbraucht knapp 5,9 Liter Benzin. Ein Auto, das nur 80g CO2/km ausstößt, verbraucht durchschnittlich 3,4 Liter Benzin. Für den Autofahrer bedeutet dies weniger Kosten, egal wie hoch der Spritpreis ist und gleichzeitig leisten die Autofahrer einen positiven Beitrag für das Klima.

Durch eine europaweite Einführung eines CO2-Grenzwertes von 80g pro Kilometer würde die Zielsetzung der internationalen Staatengemeinschaft unterstützt, die Klimaerwärmung auf zwei Grad zu begrenzen.

Der VCD kritisiert in diesem Zusammenhang die Forderungen des ADAC nach einer Erhöhung der Pendlerpauschale und unterstützt die Ablehnung der Bundesregierung. „Eine Erhöhung der Pendlerpausche setzt keinen Anreiz für weniger Autofahren und sparsame Autos. Stattdessen sollte der Staat auch die Alternativen zum Auto fördern, so Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender.

Gerd Lottsiepen: „Eine höhere Pendlerpauschale wäre eine preisstützende und nicht preissenkende Maßnahme. Die Ölmultis und Spekulanten würden gereizt weiter an der Preisschraube zu drehen und würden somit subventioniert.“

Der VCD fordert die Politik auf, sich endlich für einen ambitionierten CO2- und Verbrauchsgrenzwert einzusetzen. Nur so können angesichts der knappen Ölressourcen und des fortschreitendem Klimawandels Politik, Unternehmen und Verbraucher mit verlässlichen Preisen rechnen.  

Mehr Informationen zur Entwicklung der Benzinpreise finden Sie unter <link benzinpreise.html _blank>www.vcd.org/benzinpreise.html.

 

Rückfragen und Interview-Wünsche:

Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • Fax -10 • presse@vcd.org

zurück