Das Fahrrad wird zum Wirtschaftsfaktor

VCD-Magazin fairkehr zeigt, wie Wirtschaft und öffentliche Hand vom Fahrrad profitieren

Im »Autoland Deutschland« spielt das Fahrrad verkehrspolitisch eine untergeordnete Rolle. Es gibt jedoch gute Gründe, das zu ändern. Die Menschen selbst drängen auf Wandel. Privat oder im Unternehmen gewinnt das Fahrrad immer mehr an Bedeutung – nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer Sicht. Die aktuelle fairkehr legt in zehn Thesen dar, warum das Fahrrad ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist.

Die Thesen zeigen, dass das Fahrrad der gesamten Wirtschaft einen bisher kaum beachteten Schub gibt. Es schafft allein in Deutschland 278.000 Arbeitsplätze, vor allem in der Produktion, im Handel, dem Radwegebau und in der Tourismusbranche. Das Fahrrad schont Ressourcen und senkt die Ausgaben der öffentlichen Hand, da Bau und Unterhalt der Radinfrastruktur im Vergleich zur Autoinfrastruktur deutlich günstiger sind. Es spart Parkplätze und schafft so Freiräume in den Städten. Auch die Arbeitgeber und die Krankenkassen profitieren: Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, bleibt gesund und fit.

Die Vielzahl der Vorteile beflügelt regelrecht die Entwicklung der Fahrradkultur in Deutschland. Kommunen kommen nicht mehr darum herum, sich mit dem Ausbau der Radinfrastruktur zu befassen. Einige sind bereits auf dem richtigen Weg. Sie haben von den Besten im In- und Ausland gelernt und ihren eigenen Radverkehrsanteil durch ambitionierte Stadtplanung merkbar gesteigert. Das Fahrrad trägt hier zur Lösung der Verkehrsprobleme bei. Doch der Blick auf die Pioniere des Radverkehrs zeigt auch, dass viele deutsche Städte ein noch weitaus größeres Potential haben. Während der durchschnittliche Radverkehrsanteil in deutschen Städten bei zehn Prozent liegt, sind es in Kopenhagen beispielsweise 35 Prozent, in Münster 38 Prozent und im niederländischen Houten sogar 44 Prozent.

Neben volkwirtschaftlichen Potentialen beleuchtet die fairkehr auch, welche Vorteile das Fahrrad für einzelne Betriebe hat. Wasilis von Rauch, Mitglied im Bundesvorstand des VCD, betont im Interview die großen Potentiale von Lastenrädern in der City-Logistik. Der Umstieg auf das Fahrrad lohnt sich für viele Unternehmen: Sie sparen Zeit sowie Geld und können sich mit innovativen Ideen von der Konkurrenz abheben. Das zeigt die neue fairkehr an konkreten Beispielen: vom mobilen Pflegedienst über Ein-Mann-Coffee-To-Go-Unternehmer bis hin zu Unternehmen, die das Dienstwagenprivileg auf E-Bikes anwenden.

Mehr zu diesen Themen, inkl. Infografik zum »Fahrradland Deutschland«, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der fairkehr. Interessierten senden wir ein Rezensionsexemplar der Ausgabe 2/2015 gerne kostenfrei zu. Mehr Informationen auch unter <link http: www.fairkehr-magazin.de _blank>www.fairkehr-magazin.de.

Für Rückfragen: Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • <link _blank>presse@vcd.org

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