Elektroautoparade auf Tempelhofer Feld
Noch ist unklar, ob der Weltrekordversuch für die größte E-Auto-Parade am morgigen Samstagnachmittag erfolgreich sein wird. Aber klar ist, dass es bei dieser Aktion nicht darum geht, einer breiten Öffentlichkeit die Vorzüge und die Praxistauglichkeit von Elektroautos zu demonstrieren. Vielmehr fahren ein paar hundert Autos im Beiprogramm einer internationalen Autorennserie 50 Minuten im Kreis herum.
Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert, dass wer die E-Autos sehen will eine teure Eintrittskarte für ein Autorennen bezahlen muss, der eigentlich Hauptakt des Tages.
Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Diese Aktion sendet ein völlig falsches Signal. Elektroautos sollten dem Klimaschutz dienen und langfristig Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ersetzen. Hier jedoch werden sie als Beiwerk eines unsinnigen Elektroautorennens präsentiert. Allein die Kombination mit einem Autorennen zeigt, dass die Verantwortlichen nicht begreifen wollen, dass E-Autos nur zusammen mit der Energiewende und mit einer neuen, umwelt- und sozialverträglichen Verkehrskultur Sinn machen.“
Darüber hinaus ist es grotesk von einem Weltrekord zu sprechen, wenn es lediglich darum geht 508 Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf einem ehemaligen Flugplatz zusammenzubringen. Mit aktiver Unterstützung der milliardenschweren Autoindustrie ist das keine Herausforderung. Scheitert der Weltrekordversuch, platzt der PR-Gag der Gastgeber, die mit Geldern der Bundesregierung arbeiten, wie eine Seifenblase.
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