Wettbewerb auf der Schiene
Fahrgastrechte stärken, Fernzüge müssen flexibel nutzbar bleiben!
Die Bundesnetzagentur regelt den Markteintritt von neuen Fernzugbetreibern. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert die Bundesregierung deshalb auf, die Fahrgastrechte nachzuschärfen. Denn diese seien mangelhaft in Bezug auf Fahrten mit mehreren Fernzugbetreibern, sagt der VCD-Bundesvorsitzende Matthias Kurzeck: „Heute haben Fahrgäste keinen Anspruch auf eine kostenlose Weiterfahrt, wenn sie z.B. mit einem verspäteten ICE der Deutschen Bahn ihren Anschluss an einen Flixtrain verpassen.“
Tickets für eine zusammenhängende Bahnreise müssten künftig als ‚durchgehende Tickets‘ gelten, auch wenn man beim Umsteigen den Anbieter wechselt, so Kurzeck. „Das ist eine naheliegende Regelung, bis die DB, Flixtrain und bald auch andere wie Italo ‚durchgehende Tickets‘ anbieten.“
Der VCD erneuert damit seine Forderung, die er bereits in der Debatte um die Europäische Fahrgastrechteverordnung erhoben hat: Tickets für eine zusammenhängende Bahnreise müssen auch dann als ‚durchgehende Tickets‘ gelten, wenn mehrere Anbieter im Spiel sind. „Die Bundesregierung darf bei den Fahrgastrechten aber auch über die derzeitigen Europäischen Vorgaben hinausgehen“, präzisiert Kurzeck. „Sie muss jetzt handeln, damit Bahnreisen auch mit mehreren Fernzuganbietern attraktiv bleiben.“

vcd.org