Flugticketsteuer in Kraft
Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die seit dem 1. Januar 2011 erhobene Steuer auf Flugtickets als einen Schritt in die richtige Richtung für mehr Klima- und Kostengerechtigkeit beim Flugverkehr. Für Flüge bis 2500 Kilometer beträgt der Aufschlag 8 Euro, bis 6000 Kilometer 25 Euro und für Langstreckenflüge 45 Euro. Als weiterführende Maßnahmen fordert der VCD jedoch, die Mineralölsteuerbefreiung für die gewerbliche Luftfahrt aufzuheben und Kerosin endlich zu besteuern. Bei der anstehenden Novellierung der europäischen Richtlinie zur Energiebesteuerung muss dafür eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden.
Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand: „Eine Steuer auf Flugtickets ist aus Gründen des Klimaschutzes absolut gerechtfertigt: Der Anteil der Luftfahrt am globalen Treibhauseffekt beträgt bereits jetzt mindestens neun Prozent, dennoch genießt sie üppige Privilegien. Eine nach ökologischen Kriterien gestaffelte Ticketabgabe ist daher vor allem ein erster wichtiger Schritt, um die steuerliche Bevorzugung des Flugverkehrs abzumildern und mehr Kostengerechtigkeit zwischen den Verkehrsträgern herzustellen.“
Der VCD fordert als weitergehende Maßnahme, endlich für die gewerbliche Luftfahrt eine Kerosinsteuer einzuführen. Während etwa Bahnen oder auch Autofahrer Mineralölsteuer zahlen müssten, sei der klimaschädlichere Flugverkehr von einer Steuer auf Flugbenzin befreit.
Heiko Balsmeyer, VCD-Flugverkehrsexperte: „Die extreme staatliche Subventionierung der Luftfahrt – allein in Deutschland handelt es sich um über 10 Milliarden Euro jährlich – muss endlich ein Ende haben. Der klimaschädlichste Verkehrsträger darf keine steuerlichen Vorteile haben. Die Bundesregierung muss sich daher endlich auf europäischer Ebene dafür einsetzen, dass eine Mindestbesteuerung von Kerosin eingeführt wird.“
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