Freie Fahrt für Busse, Fahrräder und Inline-Skates
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) ruft alle Verkehrsteilnehmer auf, sich am kommenden Sonntag, den 16. Juni 2002, am Aktionstag „“ zu beteiligen. Zahlreiche Bundes- und Landstraßen sowie viele Ortsdurchfahrten seien für den Autoverkehr gesperrt. Statt dessen gebe es freie Fahrt für Bus und Straßenbahn, für Radfahrer, Inline-Skater, Kickboarder und Fußgänger. „Das ist eine tolle Gelegenheit sich mit viel Platz, Spaß und Sicherheit fortzubewegen“, sagt Thomas Schaller, VCD-Bundesvorsitzender. Eine besondere Freude sei der Tag für alle, die auch sonst ohne Auto im Straßenverkehr unterwegs seien, sich aber normalerweise der täglichen Blechlawine unterordnen müssten.
Auch Autofahrern biete der Aktionstag eine hervorragende Gelegenheit, den Spaß an öffentlichen Verkehrsmitteln und am Radfahren, Inline-Skaten oder Zu-Fuß-Gehen zu entdecken. Neben autofreien Straßen lockten vielerorts Straßenfeste, organisierte Radtouren, Ausflüge mit Sonderzügen oder Stadtrallyes mit Bus und Bahn. Damit könne nach Ansicht des VCD der Appetit auf umweltfreundliche Alternativen zum Auto auch bei eingefleischten Autofahrern geweckt werden.
Thomas Schaller: <kursiv>„Angesichts weiterhin steigender Klimabelastung durch Kohlendioxid im Verkehrsbereich, rasantem Flächenverbrauch durch Straßenbau und nicht zuletzt rund 20 Verkehrstoten und 1400 Verletzten, die es jeden Tag auf unseren Straßen gibt, darf das Auto nicht länger Verkehrsplanung und –politik vorrangig bestimmen. Wenn Autoclubs wie der ADAC jetzt gegen die Sperrung von Innenstädten und gegen begrenzte Autofahrverbote protestieren, beweisen sie damit, dass sie die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt haben.“</kursiv>
Ziel des VCD ist es, bei der Autonutzung für den Grundsatz „so oft wie nötig, aber so wenig wie möglich“ zu werben. Gerade auf kurzen Strecken sei das Fahrrad häufig schneller als das Auto – vor allem im Innenstadtbereich. Hier liege ein großes Umsteigepotenzial, da ungefähr die Hälfte aller Autofahrten bereits spätestens nach fünf Kilometern zu Ende sei. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel stünden fast überall als gute Alternative zur Autofahrt zur Verfügung. Für Transporte und schlecht erreichbare Ziele sei Car-Sharing ein sinnvolles Modell.
Der Aktionstag „“ kann aus Sicht des VCD dazu beitragen, einen Bewusstseinswandel hin zu umweltfreundlicheren Fortbewegungsarten einzuleiten. Thomas Schaller: „Alle, die am Sonntag mitmachen, können selbst erleben, dass Bus oder Fahrrad fahren und zu Fuß gehen nicht nur effektive Fortbewegungsarten sind, sondern auch Spaß machen können.“
Hier finden Sie weiterführende Informationen: Mobil ohne Auto
Rückfragen:
Daniel Kluge, VCD-Pressesprecher
vcd.org