Gemeinsame Presseerklärung
Eine zukunftsfähige Verkehrspolitik mit dem Ziel mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu holen, fordern Bahn und Umweltverbände. Dabei sind gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Verkehrsträger unumgänglich. Die Deutsche Bahn AG und die großen Umweltverbände BUND, DNR, NABU, VCD und WWF vereinbarten, sich gemeinsam für die Förderung eines nachhaltigen Verkehrssystems einzusetzen.
Eine wirksame Reduzierung des CO2-Ausstoßes lässt sich nach ihrer Einschätzung nicht ohne einen starken Verkehrsträger Schiene realisieren. Daher müssen die bisherigen verkehrs- und umweltpolitischen Maßnahmen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Gemeinsam fordern die Verbände und die Deutsche Bahn AG die rot-grüne Bundesregierung auf, ihren richtungsweisenden Weg weiter zu verfolgen.
Bahnchef Mehdorn betont die Potenziale der 2003 geplanten Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans zur Verlagerung des Straßen- und Luftverkehrs auf die Schiene: „Wir fordern aber auch für die Bahn keinen Sonderweg und keine Bevorzugung gegenüber den anderen Verkehrsträgern. Was wir erwarten sind Chancengleichheit und damit eine Harmonisierung speziell in der Fiskalpolitik. Dann bestehen auch Anreize, Verkehre auf die Schiene zu verlagern.“
Jochen Flasbarth, NABU-Präsident, bekräftigt die Forderung nach einem Ende der steuerlichen Ungleichbehandlung der Bahn gegenüber Luft- und Schiffsverkehr: „Die Befreiungen des Luftverkehrs von Mineral- und Ökosteuer müssen in dieser Legislaturperiode endlich ein Ende haben. Um faire Wettbewerbsbedingungen zu erhalten, brauchen wir bis zur Einführung einer EU-weiten Kerosinbesteuerung die Einbeziehung emissonsabhängiger Start- und Landegebüh-ren in die Flugpreise auf nationaler Ebene sowie eine Kerosinbesteuerung für innerdeutsche Flüge."
Zur Reduzierung des Verkehrslärms befürworten Bahn und Umweltverbände eine Fortschreibung des erfolgreichen Lärmsanierungsprogramms durch die öffentliche Hand. Sie fordern den Einbezug der Umrüstung von Schienengüterwagen aller in Deutschland ansässigen Eisenbahnunternehmen in das staatliche Lärmsanierungsprogramm. Hierdurch könnte die Verringerung der Belastung durch Schienenlärm weiter beschleunigt und die Effizienz der staatlichen Lärmsanierung erheblich gesteigert werden. Dies nutze den Betroffenen und entlaste gleichzeitig die Steuerzahler.
Hier finden Sie weiterführende Informationen: Umweltseiten der Bahn
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