Kein Klimaschutz ohne Maßnahmen im Flug- und Schiffsverkehr
Gestern haben die Vertreter der Staaten auf der Pariser Klimakonferenz den internationalen Flug- und Schiffsverkehr aus ihrem Vertragsentwurf für eine neues Klimaabkommen gestrichen. Damit haben sie entschieden, erneut die größten Klimasünder des Verkehrsbereichs aus der Verantwortung zu nehmen.
Besonders fatal ist dies, da der internationale Flug- und Schiffsverkehr derzeit nicht unter die nationalen Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen fällt. So haben sich die globalen CO2-Emmissionen im Flug- und Schiffsverkehr seit 1990 fast verdoppelt. Bis zum Jahr 2050 wird sogar mit einem Anstieg um bis zu 270 Prozent gerechnet.
Michael Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim VCD: „Wenn die stark wachsenden Verkehrsbereiche Flug- und Schiffsverkehr von verbindlichen Reduktionszielen bezüglich der Treibhausgasemissionen ausgenommen werden, dann wird das Erreichen des 2-Grad-Ziels in Frage gestellt. Damit findet Klimaschutz im Verkehr erneut nicht statt.“
Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert die Verhandlungsvertreter in Paris auf, den internationalen Flug- und Schiffsverkehr wieder in den Verhandlungstext aufzunehmen und im Klimaabkommen fest zu verankern. Nur so kann Druck auf die für den Flug- und Schiffsverkehr zuständigen UN-Behörden ICAO und IMO ausgeübt werden, endlich verbindliche globale Reduktionsschritte einzuleiten.
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