Kinder müssen im Straßenverkehr besser geschützt werden

Zum »Kindersicherheitstag« fordert VCD ein Umdenken in Politik und bei Eltern

Wenn Kinder zu Schaden kommen, dann meistens im Straßenverkehr und das vor allem, wenn sie im Auto mitfahren. Allein 2013 verunglückten 28.143 Kinder bei Verkehrsunfällen, 58 davon sogar tödlich. Doch anstatt die Ursachen der Unfälle zu bekämpfen, verharrt die Politik in Appellen zur Rücksichtnahme und Eltern verstauen ihre Kinder sicherheitshalber in Autos. Zum heutigen Kindersicherheitstag fordert der ökologische Verkehrsclub VCD von der Politik eine Umkehr der Denkweise und ein aktives Handeln, bei dem die Ursachenbekämpfung von Straßenverkehrsunfällen im Mittelpunkt steht.

Es sollte für die Politik nicht als mutig, sondern vielmehr als Selbstverständlichkeit gelten, Geschwindigkeiten abzusenken und Straßenräume zu schaffen, die die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer in den Mittelpunkt rücken. Für Kinder heißt das insbesondere mehr Übersicht durch weniger parkende Autos sowie Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts - und dies nicht nur vor Schulen und Kitas, wie es die Bundesregierung anstrebt. Denn Kinder sind überall in der Stadt.

Eltern wiederum sollten erkennen, dass die Mitnahme der Kinder im Auto deren Sicherheit nicht erhöht. Im Gegenteil: Den Kindern wird die Möglichkeit genommen, das selbstständige und sichere Bewegen im Straßenraum zu erlernen und Elterntaxis vor Schulen und Kitas erhöhen die Unfallgefahr für Kinder.

„Statt Kinder aus Angst vor Unfällen mit dem Auto zu fahren, macht es Sinn, sich gemeinsam mit der Schulverwaltung für mehr Verkehrssicherheit in der Kommune zu engagieren. Kinder müssen als Verkehrsteilnehmer ernst genommen werden. Sie brauchen niedrige Geschwindigkeiten, eine übersichtlichere Gestaltung von Kreuzungen sowie eine konsequente Überwachung von Unfallschwerpunkten“, so Wolfgang Aichinger, Referent für Verkehrspolitik beim VCD.

Dass Kinder sicheres Verhalten im Straßenverkehr erlernen und Eltern ohne Angst ihr Auto zuhause stehen lassen können, zeigt zudem die VCD-Aktion »Zu Fuß zur Schule und in den Kindergarten«. Während der Aktionswochen vom 21. September bis 2. Oktober 2015 können Schulen und Kitas eigene Projektideen umsetzen, um auf spielerische Art und Weise die Vorteile des Zufußgehens an Eltern und Kinder zu vermitteln. Die Mobilitätsfibel des VCD bietet zusätzlich Information für Eltern, wie ihre Kinder selbstständig und sicher mobil sein können.

Wolfgang Aichinger: „Die Gesundheit und Sicherheit von Kindern muss im Vordergrund stehen. Politik und Eltern sollten daher für eine Infrastruktur eintreten, die sich an den Bedürfnissen der Kleinsten orientiert und Lust auf aktive Mobilität macht“.

Informationen zur Aktion »Zu Fuß zur Schule und in den Kindergarten«: <link http: www.zu-fuss-zur-schule.de _blank>www.zu-fuss-zur-schule.de

Die Mobilitätsfibel kann für 3,00€ Bearbeitungs- und Versandkostenpauschale erworben werden, unter: <link shop _blank>www.vcd.org/shop

Für Rückfragen: Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • <link _blank>presse@vcd.org

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