Menschen verändern die Städte
Berlin, 10. Juni 2014. Die Welt wird Stadt. Immer mehr Menschen leben in Ballungsräumen und je enger der Raum wird, desto rigoroser greift die Entzweiung über die Nutzung der öffentlichen Flächen um sich. Orte zum Verweilen, ob vor der eigenen Tür, auf dem Weg ins Büro oder zum Einkaufen – sie fehlen – noch. Die Einwohner der Städte wünschen sich Straßen, die lebendiger sind und die weniger von Autoverkehr dominiert sind. Gleichzeitig soll es eine Stadt sein, die die Umwelt schont und verantwortungsvoller mit den Energieressourcen umgeht.
Die Idee, eine Stadt dahingehend zu gestalten, ist nicht neu, doch sie wird von den Bürgern stets neu erfunden. Meistens unter der Bezeichnung der lebenswerten Stadt oder der intelligenten Stadt »Smart-City«. Das neue VCD-Magazin fairkehr stellt Konzepte anhand von Best Practice Beispielen vor und erklärt, wie die Etablierung gelingen kann.
Die intelligente Stadt »Smart-City« verbindet neue Technologien im Bereich Mobilität, Bauwesen, öffentlicher Raumplanung und Kommunikation mit der visionären Vorstellung einer Stadt mit menschlichem Antlitz. Österreich geht ambitioniert voran. Das Land investiert bis zum Jahr 2018 rund 40 Millionen Euro in Smart City-Projekte. Wegweiser ist die Hauptstadt Wien, die auf den Umstieg multimodaler, emissionsfreier Mobilität setzt. Da der motorisierte Verkehr als einer der größten Energieverbraucher im urbanen Raum gilt, sollen 2050 in Wien nur noch Autos mit alternativen Antrieben fahren. Geplant sind darüber hinaus klimaneutrale Wohnviertel, die energieeffiziente Häuser über gut ausgebaute Radwege und ÖPNV-Infrastruktur an die Stadtmitte anbinden.
Intelligente Stadtgestaltung ist jedoch nicht nur auf Großstädte beschränkt, auch das ist eine Botschaft aus Österreich. Die fairkehr berichtet von der Citta-Slow Stadt Hartberg in der Steiermark, die sich der Philosophie der Langsamkeit als Kontrast zur Schnelligkeit und Vereinheitlichung der Großmetropolen verschrieben hat. Shared Space, Tempolimits und Elektro-Carsharing sind dort Schaufenster einer Zukunftsvision, die die nachhaltige Änderung der Lebensmuster anstrebt.
Die fairkehr zeigt zudem, dass diese Idee auch in Deutschland Früchte tragen kann. Andernach am Rhein hat beispielsweise unter dem Titel „Essbare Stadt“ über 5000 Quadratmeter öffentliche Grünflächen in Obst-und Gemüsegärten verwandelt, in der die Bürger selbst ernten dürfen. Die inzwischen weltberühmte Stadt beweist das Potenzial der Gemeinschaften. Ebenso wie die Erfolgsgeschichte der Transition-Bewegung, die für den Verzicht auf ölverbrauchende Mobilität wirbt und eine bessere Ausgestaltung der gemeinschaftlichen Räume unterstützt.
Weiteres Thema in der aktuellen fairkehr-Ausgabe: Ecomobility-Festival - einen Monat Elektromobilität kostenlos testen. Wieso wehrt sich Berlin gegen das Erfolgsexperiment aus Südkorea? Ein Interview mit dem Erfinder des Festivals Konrad Otto-Zimmermann. Interessierten senden wir ein Rezensionsexemplar der VCD-Mitgliederzeitschrift fairkehr, Ausgabe 3/2014, gerne kostenfrei zu. Mehr Informationen auch unter <link http: www.fairkehr-magazin.de _blank>www.fairkehr-magazin.de.
Rückfragen und Interviewwünsche:
Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • Fax -10 • <link>presse@vcd.org
vcd.org