Peugeot übergibt 500.000stes Dieselfahrzeug mit Partikelfilter

VCD: Markterfolg für Rußfilter / deutsche Autobauer weiterhin im Rückstand

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sieht in der heutigen Übergabe des 500.000sten Dieselfahrzeugs aus dem Hause Peugeot in Saarbrücken einen wichtigen Fortschritt für den Umwelt- und Gesundheitsschutz im Autosektor. Der PSA-Konzern habe mit der Entwicklung und Einführung des Partikelfilters für Dieselfahrzeuge den Beweis angetreten, dass eine Vorreiterrolle im Umweltschutz ein wichtiges Argument für die Kundenentscheidung sein könne. Die deutsche Autoindustrie halte ihre Kunden hingegen weiterhin hin und verweigere die breite Einführung der gesundheitsschützenden Technik gegen Dieselruß.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Inzwischen wissen viele Autokäufer in Deutschland, dass Dieselruß krank macht. Sie entscheiden sich daher zunehmend für die zukunftsweisende Technik der französischen Hersteller und gegen überholte Ruß-Schleudern aus deutscher Produktion. Daran zeigt sich, dass Ignoranz und Blockadementalität der deutschen Autobauer sich zum Wettbewerbsnachteil entwickeln.”

Allein in Deutschland sind nach Angaben von PSA bisher rund 75.000 Fahrzeuge seiner Marken Peugeot und Citroën mit Partikelfilter zugelassen – Tendenz trotz stagnierenden Automarktes steigend. Dennoch mauern die deutschen Autokonzerne nach wie vor und lassen ihre Kunden auch im Vorfeld der Internationalen Automobilausstellung, die am 9. September in Frankfurt eröffnet wird, im Unklaren. „Statt endlich in die Offensive zu gehen und den Kunden klipp und klar zu sagen, wann welche Modelle mit Rußpartikelfilter auf den Markt kommen, spielen VW, Mercedes, BMW und Co weiterhin Versteck“, kritisiert Lottsiepen.

Der VCD rät allen Kunden dringend davon ab, jetzt noch Fahrzeuge ohne Rußfiltertechnologie zu kaufen. Das sei nicht nur aus Sicht des Gesundheitsschutzes unverantwortlich, sondern auch mit erheblichen finanziellen Nachteilen bei einem eventuellen Wiederverkauf verbunden. Denn nach Ansicht des VCD wird sich - ähnlich wie in den achtziger Jahren beim Katalysator - auch die Partikelfiltertechnologie zügig durchsetzen und zum Standard werden. Damit verlören alle Fahrzeuge ohne diese Technik schnell und überproportional an Wert.

Der VCD hat bereits seit Jahren auf die Gefahren von Dieselrußpartikeln hingewiesen und sich zuletzt in einem breiten Bündnis aus Umwelt-, Gesundheits-, und Kinderschutzorganisationen unter dem Titel „Kein Diesel ohne Filter“ für die breite Einführung des Rußfilters stark gemacht. Diese Technik ist aus Sicht des VCD absolut notwendig, da Rußpartikel nicht nur Lungenkrebs verursachen, sondern auch für zahlreiche Atemwegserkrankungen verantwortlich sind. Besonders betroffen von den negativen Wirkungen sind dabei Kinder.



Rückfragen:
Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD
(030) 280 47 11 - 1
(030) 280 47 11 - 7

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