Preiserhöhung für Schönes-Wochenende-Ticket

VCD fordert kundenfreundlichen Kompromiss

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert Bundesverkehrsminister Bodewig auf, sich im Streit zwischen DB AG und Bundesländern um die Preiserhöhung beim Schönes-Wochenende-Ticket für einen Kompromiss zu Gunsten der Bahnreisenden einzusetzen. Die von der Bahn vorgesehene Verteuerung des Wochenendtickets von 21 auf 28 Euro falle eindeutig zu hoch aus. So würden Reisende abgeschreckt, die erst durch das günstige Wochenendangebot zum Bahnfahren animiert würden.

Annette Volkens, Bahn-Expertin des VCD: "Das Wochenend-Ticket hat dazu geführt, dass mehr Menschen bei ihren Ausflügen mit der Bahn fahren und das Auto stehen lassen. Dadurch sind die Nahverkehrszüge besser ausgelastet und die Umwelt profitiert. Diesen Erfolg darf die Bahn jetzt nicht gefährden, indem sie den Preis übermäßig anhebt. Das Argument der Bahn, die Züge seien überfüllt, trifft nur für sehr wenige Strecken zu. Hier muss die Bahn ein angemessenes Angebot gewährleisten, statt Reisende mit höheren Preisen abzuschrecken."

Ein Preis von maximal 25 Euro sei für Gruppen von fünf Personen tragbar. Für Paare oder Familien sei das allerdings deutlich zu viel. Das Auto werde dann wieder als günstigere Alternative in Betracht gezogen und es bestehe die Gefahr, dass Bahnkunden verloren gingen.

Deshalb schlägt der VCD vor, zusätzlich eine günstigere Variante des Wochenend-Tickets einzuführen, mit dem zwei Erwachsene und beliebig viele Kinder die Nahverkehrszüge der Bahn am Wochenende nutzen können. Ein solches Familienticket müsse für etwa 15 Euro angeboten werden. Damit könne die Bahn als Verkehrsmittel für Ausflügler noch attraktiver werden und den Erfolg des Wochenend-Tickets fortführen.



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Daniel Kluge, VCD-Pressesprecher
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