Rasen ist kriminell: es muss unterbunden und härter bestraft werden!
Berlin, 8. Juli 2016. Am heutigen Freitag stimmt der Bundesrat über eine Gesetzesinitiative von Nordrhein-Westfalen ab, nach der Teilnehmer illegaler Autorennen härter bestraft werden sollen als bisher: mit bis zu drei Jahren Haft, fünfjährigem Führerscheinentzug und Beschlagnahme des Fahrzeugs.
Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die Initiative. Er fordert den Bundesrat dazu auf, dem Gesetzesentwurf zuzustimmen und den Druck auf das Verkehrsministerium zu erhöhen.
Marion Laube, Mitglied im VCD-Bundesvorstand: „Wer öffentliche Straßen zu Rennpisten macht, handelt kriminell. Er setzt das Leben unbeteiligter Menschen aufs Spiel: ob Autofahrer, Radfahrer oder zu Fuß Gehende. 400 Euro Bußgeld erscheinen dafür regelrecht zynisch. Wir brauchen stattdessen regelmäßige Kontrollen und härtere Strafen, die das Verhalten im Verkehr wirklich verändern.“
Allein im Jahr 2015 sind 3.475 Menschen tödlich im Straßenverkehr verunglückt. Die Hauptunfallursache: überhöhte Geschwindigkeit. Der VCD fordert daher auch Tempolimits. Tempo 30 als Basisgeschwindigkeit innerorts und 120 km/h als generelles Tempolimit auf Autobahnen. Nur so kann die Bundesregierung das Ziel ihres Verkehrssicherheitsprogramms erreichen, bis zum Jahr 2020 die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr um 40 Prozent zu senken.
Weiteres Beobachten bedarf es nicht. Der VCD, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und eigentlich auch das Bundesverkehrsministerium haben sich »Visio Zero«, also »Null Verkehrstote« als Ziel gesetzt. In diese Welt passen keine illegalen Autorennen.
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