Sonder-Verkehrsministerkonferenz: VCD fordert bezahlbares Deutschlandticket und bundesweites Sozialticket

Anlässlich der Sonder-Verkehrsministerkonferenz am kommenden Donnerstag fordert der ökologische Verkehrsclub VCD, das Deutschlandticket dauerhaft bezahlbar zu halten und ein bundesweites Sozialticket einzuführen. Angesichts weiterer Preiserhöhungen braucht es eine verlässliche Finanzierung des Deutschlandtickets sowie Maßnahmen, um den öffentlichen Nahverkehr für alle Menschen bezahlbar zu machen.

„Mobilität ist ein Grundbedürfnis. Schon heute sind 63 Euro im Monat für viele Menschen zu viel Geld. Gerade wenn der Preis des Deutschlandtickets ab 2027 weiter steigt, braucht es dringend ein bundesweites Sozialticket, das auch für Menschen mit geringem Einkommen bezahlbar ist“, sagt VCD-Bundesvorsitzende Christiane Rohleder. Die Sonder-Verkehrsministerkonferenz muss deshalb auch die Einführung eines bundesweiten Sozialtickets für maximal 29 Euro auf die Tagesordnung setzen. Vorbilder dafür gibt es bereits in mehreren Bundesländern.

Um weitere Preissprünge zu vermeiden, sollten Bund und Länder das Deutschlandticket 2027 zusätzlich mit jeweils 400 Millionen Euro unterstützen – analog zur Spritpreisbremse. „Die Spritpreisbremse hat den Bund in nur zwei Monaten mehr als 1,6 Milliarden Euro gekostet, das entspricht dem jährlichen Bundeszuschuss für das Deutschlandticket. Wer Autofahrende entlasten konnte, sollte jetzt auch Bus- und Bahnfahrende im Blick haben“, so Matthias Kurzeck, VCD-Bundesvorsitzender. „Denn mit jeder Preiserhöhung verliert das Deutschlandticket an Attraktivität. Steigen Fahrgäste aus, werden am Ende auch die Einnahmen nicht steigen.“

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