Steigende Zahl der Verkehrstoten darf nicht länger hingenommen werden

Der VCD fordert Reduzierung von Höchstgeschwindigkeiten

Berlin, 25. Februar 2016. Erneut steigt die Zahl der Verunglückten im Straßenverkehr. Laut den heute veröffentlichen vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind im vergangenen Jahr 3.475 Menschen tödlich Straßenverkehr verunglückt. Was einer Zunahme von 2,9 Prozent zum Vorjahr entspricht. Und auch die Zahl der Unfälle und Verletzten steigt weiter. 393.700 Menschen wurden bei Unfällen schwer oder leicht verletzt.

Der ökologische Verkehrsclub VCD kommentiert: Es wird höchste Zeit, dass die Politik konsequent und mutig handelt. Das Thema Tempolimit muss raus aus der Tabuzone. Mit der Ankündigung der Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO), um Tempo 30 innerorts leichter ausweisen zu können, wird ein zaghaftes Schrittchen gewagt, doch das reicht längst nicht aus. Ausnahmen müssen zur Regel werden.   

Marion Laube, Mitglied des VCD-Bundesvorstands: „Der verkehrspolitische Leitgedanke muss dem Ziel »Vision Zero – Null Verkehrstote« folgen. Dafür brauchen wir in erster Linie Tempolimits, die Leben retten. Sowohl außerorts, als auch in Städten und Gemeinden ist eine menschengerechte Geschwindigkeit Lebensretter Nummer eins im Straßenverkehr.“

Der VCD fordert Tempo 30 als Basisgeschwindigkeit innerorts, auf schmalen Landstraßen muss die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h gelten und auf Autobahnen lautet die Lösung, 120 km/h Maximalgeschwindigkeit.

Insbesondere innerorts muss zudem die Verkehrsinfrastruktur an die geänderten Mobilitätsbedürfnisse angepasst werden. Dazu gehört die konsequente Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sowie des Fahrrad- und Fußverkehrs.

Rückfragen und Interviewwünsche: Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • presse@vcd.org

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