Überhöhter Verbrauch bei Pkw: Bundesverkehrsminister muss Klarheit schaffen
Aktuellen Medienberichten zufolge ergaben die im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums durchgeführten Nachtests zu CO2-Emissionen und Spritverbräuchen deutlich überhöhte Werte bei 30 Fahrzeugmodellen. Dazu Michael Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim ökologischen Verkehrsclub VCD:
„Wann beginnt das Verkehrsministerium konsequent und transparent zu handeln? Seit Bekanntwerden des Abgasskandals werden nahezu wöchentlich Ergebnisse von Abgastests bekannt – zunächst stand der Stickoxidausstoß im Mittelpunkt, nun der CO2-Ausstoß und damit der Spritverbrauch von Pkw. Und immer wieder lässt sich das Ministerium Zeit, zeigt sich überrascht teils verärgert. Doch die komplette Aufklärungsarbeit findet hinter verschlossenen Türen statt. Das muss ein Ende haben, Testergebnisse gehören veröffentlicht und zwar umgehend und nicht erst nach intransparenten Verhandlungen mit betroffenen Autoherstellern.
Wenn sich die Vermutungen bestätigen, dass nicht nur die Stickoxidwerte, sondern auch die offiziellen CO2- und Verbrauchswerte vieler Automodelle falsch sind, müssen endlich ernsthafte Konsequenzen für die Autohersteller folgen. Bundesverkehrsminister Dobrindt steht in der Pflicht, Tricks und Manipulationen aufzuklären und ebenso für Sanktionen zu sorgen, damit Betrügereien auf Kosten der Verbraucher und Umwelt ein Ende haben.“
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