Umweltverbände protestieren in Berlin gegen „schmutzige“ Dieselruß-Busse und für saubere Luft

Das Bündnis „Rußfrei fürs Klima“ fordert die Bundesländer auf, nur noch „sauberen“ Reisebussen die Einfahrt in die Umweltzonen zu gewähren – Nur ein konsequentes Einfahrverbot schafft tatsächlich saubere Luft und minimiert das Gesundheitsrisiko für die Bürger

Berlin, 3. Mai 2012: Mit einer gemeinsamen Aktion vor dem Brandenburger Tor in Berlin protestiert das Bündnis „Rußfrei fürs Klima“ heute gegen die Einfahrt von Reisebussen ohne Partikelfilter in deutsche Innenstädte. Mit einem Banner, schwarzen Ballons, rußgeschwärzten Gesichtern und der Forderung „Wir wollen durchatmen – Kein Bus ohne Filter!“ machen die Umweltschützer auf die andauernde Belastung durch filterlose Reisebusse in Innenstadtbereichen aufmerksam.

„Nur wenn die Städte und Kommunen ihre Umweltzonen richtig umsetzen, können die von der EU vorgegebenen Luftschadstoffgrenzwerte eingehalten werden“, erklärt Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender. „Wer schmutzigen Reisebussen weiterhin Ausnahmegenehmigungen verschafft, riskiert nicht nur die eigene politische Glaubwürdigkeit, sondern schadet auch der Bevölkerung.“

Ein unter Federführung des Bundesumweltministeriums erarbeiteter Leitlinienentwurf sah die Bevorteilung ungefilterter Reisebusse vor. Danach sollten entsprechende Fahrzeuge bis Ende 2014 in die Umweltzonen einfahren dürfen. Zwar haben die Bundesländer nach heftiger Kritik der Umwelt- und Verkehrsverbände die Kernelemente des Entwurfs abgelehnt. Von dem Ziel, Reisebussen ohne Partikelfilter die Einfahrt in die Umweltzonen zu gestatten, ist man jedoch nicht abgerückt. Stattdessen überlegt man, die bisher geltende Regelung von Einzelgenehmigungen für die Einfahrt in „grünen“ Umweltzonen zu einem Freifahrtschein für alle sieben Umweltzonen mit grüner Plakettenpflicht zu machen.

Warum die Kampagne „Rußfrei fürs Klima“ gegen den „Freifahrtschein“ für schmutzige Reisebusse kämpft und welche Belastungen Dieselruß-Abgase auslösen, lesen Sie in der vollständigen Pressemitteilung im Anhang!
Das beigefügte Foto können Sie ebenfalls für Ihre Berichterstattung nutzen.

Der Kampagne „Rußfrei fürs Klima“ gehören neben dem Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) an. Ziel dieser Kampagne ist es, aus Gründen des Klima- und Umweltschutzes den Ausstoß von Dieselruß so schnell wie möglich zu reduzieren.

Für Rückfragen:

Anja Smetanin, Pressesprecherin VCD, Rudi-Dutschke-Str. 9, 10969 Berlin,
Tel.: 030-280 351 12, Mobil: 0171 605 2409 E-Mail: <link>anja.smetanin@vcd.org

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer DUH, Hackescher Markt 4, 10178 Berlin,
Tel.: 030 2400867-0, Mobil: 0171 3649170, E-Mail: <link>resch@duh.de

Heiko Balsmeyer, Projektleiter Verkehrsclub Deutschland (VCD), 
Tel.: 030 280351 22, Mobil: 0176 798 79 16, <link>heiko.balsmeyer@vcd.org

Barbara Göppel, Stellvertretende Leiterin Verkehr DUH,
Mobil: 0170 7686923,
E-Mail: <link>goeppel@duh.de

Jens Hilgenberg, Verkehrsexperte BUND, Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin,
Mobil: 0151 563 13 302, E-Mail: <link>jens.hilgenberg@bund.net

Dietmar Oeliger, Verkehrsexperte NABU, Charitéstraße 3, 10117 Berlin,
Tel.: 030 2849841613, Mobil: 0172 9201823, E-Mail:
<link>Dietmar.Oeliger@NABU.de


Das Pressefoto zu der Protestaktion finden Sie unter unseren <link>Aktionsfotos.

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