VCD begrüßt klare Worte von Umweltministerin Hendricks zu ungenügenden Software-Updates von Diesel-Pkw
Berlin, 23. August 2017. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt, dass Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Erkenntnisse der Umweltschutzverbände über die unzureichenden Ergebnisse des Dieselgipfel stützt. Nach heute veröffentlichten Berechnungen des Umweltbundesamtes reichen die Software-Updates nicht aus, um die Stickoxid-Belastungen in den Städten unter die Grenzwerte zu senken. Der VCD hat das bereits während des Diesel-Gipfels mehrfach zum Ausdruck gebracht. Der VCD hat vehement darauf hingewiesen, dass weiterhin Fahrverbote in Umweltzonen kommen, wenn allein die Software in einem Teil der Diesel-Pkw verändert wird.
Der VCD fordert daher, dass die Autoindustrie die einzig sinnvolle Lösung für Umwelt und Gesundheit der Bevölkerung zahlt: Den Umbau der Fahrzeuge. Diese Hardware-Lösung kostet pro Fahrzeug rund 1500 Euro.
Der VCD wird diese Position auch in der Expertengruppe III vertreten, die die Regierung nach dem Nationalen Forum Diesel beraten soll. „Die Nachrüstung von Diesel-Pkw ist für den VCD alternativlos“, sagt Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. Morgen, am 24. August 2017, kommen die vom Bundesumweltministerium geladen Experten zur ersten Sitzung der Expertengruppe III zusammen. „Wenn sich der Diesel Gipfel II nicht auf einen Hardware-Nachrüstung einigt, dann werden auch sinnvolle Maßnahmen wie die Modernisierung von öffentlichen Fahrzeugflotten nicht ausreichen. Dann werden Menschen weiterhin mit illegal erzeugten Schadstoffemissionen vergiftet“, sagt Lottsiepen.
vcd.org