VCD begrüßt kontrollierten Rückruf manipulierter Dieselfahrzeuge
Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt den heute angeordneten und verpflichtenden Rückruf von allen manipulierten VW-Dieselfahrzeugen. Dieser Schritt des Kraftfahrtbundesamt (KBA) war längst überfällig. Stickoxide gefährden die Gesundheit der Menschen und wenn nicht gesichert ist, dass Fahrzeuge den Luftschadstoffgrenzwert einhalten, müssen sie aus dem Verkehr gezogen werden.
Heiko Balsmeyer, Experte für Luftreinhaltung beim VCD: „Die Nachrüstung der manipulierten Fahrzeuge ist ein erster wichtiger Schritt um den Betrug der Autoindustrie zu beenden. Die Fahrzeuge müssen die Schadstoffgrenzwerte auch auf der Straße einhalten. Dies muss und kann nur durch strenge Kontrollen erfolgen.“
Aus Sicht des VCD ist die Arbeit des Kraftfahrtbundesamtes nicht mit dem Rückruf beendet. Auch nach der Umrüstung der Fahrzeuge ist Kontrolle unabdingbar. Es müssen Messungen auf der Straße erfolgen, damit gesichert ist, dass die Luftschadstoffgrenzwerte tatsächlich eingehalten werden.
Kritik übt der VCD darüber hinaus an der Tatsache, dass auch nach dem Statement von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt offen bleibt, was die Software bei VW genau bewirkt.
Die Tatsache, dass bei den Fahrzeugen mit 1,6 Liter-Motoren nicht nur die Software ausgewechselt werden muss, macht die Tragweite des Betrugs deutlich.
„Diese Betrügereien sind unakzeptabel. Allein um ein paar Euro Kosten zu sparen darf die Gesundheit der Menschen nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden“, so Heiko Balsmeyer.
Für Rückfragen und Interviews:
Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Tel.: 030/280351-12 • Fax -10 • <link>presse@vcd.org
vcd.org