VCD begrüßt Überprüfung nichtfinanzierter Verkehrsprojekte aus dem Fünfjahresplan
Berlin, 9. September 2011. Zu den Plänen des Bundesverkehrsministeriums, Investitionsprojekte aus dem aktuellen Fünfjahresplan zu streichen, erklärt Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des ökologischen Verkehrsclub VCD: „Endlich merkt die Bundesregierung, dass eine Bundesverkehrs-wegeplanung ohne seriöse Finanzierung keinen Sinn macht. Viele Verkehrsprojekte stehen nur auf dem Papier. So ist es nur konsequent, alle Projekte erneut auf den Prüfstand zu stellen."
Ziesak sieht in der Streichung von nichtfinanzierten Bauvorhaben aus dem Fünfjahresplan die große Chance für einen Neuanfang in der Bundesverkehrswegeplanung. Er betont aber: „Grundsätzlich muss es um den Erhalt und den Ausbau gehen, bevor an einen Neubau gedacht wird".
Für die Schieneninfrastruktur gilt dies ebenso. Auf der Grundlage einer fahrplanbasierten Planung und unter Berücksichtigung des Bedarfs für den Schienengüterverkehr muss das Schienennetz ausgebaut werden.
Die Streichung der Y-Trasse aus dem Fünfjahresplan, die Engpässe in Norddeutschland auflösen sollte, begrüßt Heidi Tischmann, Bahnexpertin des VCD. „Seit langem fordert der VCD stattdessen den Ausbau des bestehenden Schienennetzes. Dieser muss jetzt in Angriff genommen werden. Mit weniger Geld und weniger Umweltzerstörung kann so der Güterverkehr in Norddeutschland bewältigt werden."
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