VCD-Kommentar zu steigenden CO2-Werten von Neuwagen in der EU: SUV-Trend muss gebrochen werden
Michael Müller-Görnert, Verkehrsexperte des VCD: „Anders als nun wiederbehauptet wird, haben die fallenden Dieselverkäufe nur einen sehr geringen Einfluss auf den durchschnittlichen Flottenausstoß. Hauptgrund des leichten Anstiegs der CO2-Emissionen ist der weiterhin ungebremste SUV-Boom. Inzwischen ist jeder vierte Neuwagen in der EU ein SUV oder Geländewagen. Diese Fahrzeuge sind schwer und haben einen höheren Luftwiderstand, darum brauchen sie mehr Kraftstoff und stoßen mehr CO2 aus. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß von Dieseln und Benzinern hat sich hingegen in den letzten Jahren immer weiter angeglichen und liegt inzwischen mit 121,6 Gramm CO2 pro Kilometer beim Benziner und 117,9 Gramm beim Diesel fast gleich auf. Bei Dieseln ist der CO2-Ausstoß im letzten Jahr sogar gestiegen. Statt also jetzt den Diesel als angeblichen Klimaretter herauf zu beschwören, müssen in den kommenden Jahren deutlich mehr Elektroautos verkauft werden, vor allem aber muss der Trend zum SUV gebrochen werden.
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