VCD zum DB-Programm „Zukunft Bahn“: Plakative Versprechen reichen nicht

„Mehr Qualität, mehr Kunden, mehr Erfolg“, nein, dies ist kein neuer Werbespruch der der Deutschen Bahn AG, es ist die Überschrift einer erneuten DB-Strategie, gebilligt durch den Aufsichtsrat am Mittwochabend.

Mit ihr soll die Deutsche Bahn bis 2030 wieder auf die Erfolgsspur gebracht werden. Dafür werde über alle Geschäftsfelder hinweg investiert, so der Vorstandsvorsitzende der DB AG, Dr. Rüdiger Grube. Für 2016 hält das Programm dann aber doch kaum Neuigkeiten bereit. Unter dem Motto „Ärgernisse beseitigen“, sollen die Reisendeninformation im Personenverkehr verbessert und Fahrzeuge schneller gewartet werden, damit sie besser funktionieren. Ein Ziel mit Selbstverständlichkeit, so der ökologische Verkehrsclub VCD.

Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des VCD: „Seit Jahren plant die Deutsche Bahn die Wünsche der Kunden ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln. Doch statt spürbarer Erfolge bekommen wir immer wieder neue wohlklingende Wort präsentiert. Allein durch das Bekenntnis der Vorstände, von nun an zusammenarbeiten zu wollen, werden sich die Ziele der Deutschen Bahn nicht erfüllen. Wer mehr Kunden will muss handeln, konsequent und umgehend.“

Und es braucht den Dialog mit der Politik. Das Problem der stetig steigenden Trassenpreise, die die Erträge der Deutschen Bahn massiv belasten und die notwendige Verlagerung von mehr Verkehr auf die Schiene verhindern, kann sich nicht ohne eine entsprechende Weichenstellung durch den Bund lösen. Der Bund muss endlich eine aktive Bahnpolitik betreiben, diese Verantwortung hat er als Eigentümer der Deutschen Bahn sowie per Grundgesetz.

 

Für Rückfragen: Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • <link mail window for sending>presse@vcd.org

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