VCD zum heutigen IAA-Besuch von Wirtschaftsminister Gabriel: Schluss mit dem Kuschelkurs gegenüber der deutschen Autoindustrie!

VCD fordert klare Worte zum Abgasskandal und unabhängige Nachtests bei Neu-Pkw

Wenn heute Nachmittag Wirtschaftsminister und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel die deutschen Autohersteller auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) besucht, fordert der ökologische Verkehrsclub VCD klare Worte zu den Manipulationen bei Abgastests.

Michael Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim VCD: „Lange Jahre hat das Wirtschaftsministerium schärfere Umwelt-Vorgaben für die Autoindustrie abgeschwächt oder verzögert, damit muss Schluss sein. Umwelt- und Verbraucherschutz erfordert neben ambitionierten Gesetzesvorgaben, deren Einhaltung und Kontrolle. Manipulationen dürfen nicht verschwiegen werden. Verdachtsfälle müssen umgehend nachverfolgt werden und dürfen nicht erst hektisches Handeln auslösen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Der Wirtschaftszweig Automobilindustrie hat eine große Bedeutung. Seinen Beitrag für den Klima- und Gesundheitsschutz muss er ehrlich sowie mit Engagement leisten."

Die Bundesregierung ist aufgefordert mit Nachdruck dafür zu sorgen, dass Autos auch im Realverkehr die Umweltvorgaben einhalten. Dabei müssen alle Autohersteller ins Visier genommen werden. Nur unabhängige Messungen der Emissionen im Realverkehr sorgen für saubere Autos.

Die Bundesregierung, mit dem Wirtschaftsministerium, hat sich lange genug zum Handlanger der Autoindustrie gemacht, immer dann wenn es um ein Engagement für den Klimaschutz ging. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert Wirtschaftsminister Gabriel auf, die Autoindustrie in die Verantwortung bei Klima- und Gesundheitsschutz zu nehmen – ohne Wenn und Aber.

 

Für Rückfragen und Interviewwünsche:

Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • <link>presse@vcd.org

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