VCD zum Kabinettsbeschluss zur Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen:

Später richtiger Schritt, doch auch er bleibt zu klein.

Berlin, 11. Mai 2016. Zum heutigen Kabinettsbeschluss die Lkw-Maut ab 2018 auf alle Bundesstraßen auszuweiten erklärt Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des ökologischen Verkehrsclub VCD:

„Der Ausweitung der Lkw-Maut ist ein richtiger Schritt, doch der heutige Beschluss ist längst nicht ausreichend. Die Lkw-Maut muss mittelfristig auf allen Straßen gelten, um eine echte Lenkungswirkung und um mehr Kostengerechtigkeit zu erzeugen. Mit der Mautausweitung allein auf Bundesstraßen besteht weiterhin die Gefahr, dass der Verkehr auf nachgeordnete Straßen verlagert wird, vor allem in verkehrsarmen Zeiten. Darüber hinaus hinterlassen Lkw Schäden an allen Straßen, also macht es auch Sinn, die Maut überall zu erheben und die Einnahmen für den Erhalt der Verkehrsinfrastruktur einzusetzen.“

Ziesak betont des Weiteren, dass die durch den Lkw entstehenden Kosten stärker als bisher berücksichtigt werden müssen. „Eine stärkere Differenzierung der Mautbeträge ist notwendig, je nachdem ob ein Lkw auf der Bundesstraße oder Autobahn unterwegs ist.“

Der VCD fordert die Ausweitung der Lkw-Maut zeitnah fortzusetzen. Die Lkw-Maut muss auf allen Straßen und für alle Lkw gelten. Die Einnahmen müssen insgesamt in die Verkehrsinfrastruktur fließen, nach dem Prinzip Verkehr finanziert Verkehr.

Für Rückfragen und Interviewwünsche:
Anja Smetanin, Pressesprecherin • Fon 030/280351-12 • presse@vcd.org

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